[0001] Die Neuerung betrifft ein Kontaktelement für die elektrische Verbindung eines Leiters
mit mindestens einer Leiterplatte.
[0002] Kontaktelemente zur Verbindung eines Leiters mit Kontaktflecken beispielsweise Leiterbahnen
einer Leiterplatte sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt. Beispielsweise
gibt es einen Abzweiger, der jeweils seitlich zwei Ansätze aufweist, in die eine Leiterplatte
eingeschoben werden kann. An einer dritten Seite ist ein Schraubkontakt vorgesehen,
so daß der Innenleiter eines Kabels in den Abzweiger eingesteckt werden kann und mit
dem Schraubkontakt befestigt werden kann. Die Ansätze werden mit den zugeordneten
Kontaktflecken der Leiterplatte in einem Lötvorgang verlötet. Dieser Abzweiger hat
den Nachteil, daß er relativ aufwendig zu montieren ist und zusätzlich Verschraubungen
benötigt.
[0003] Es ist weiterhin ein Kontaktelement bekannt (DE-OS 33 01 361), das aus einer tulpenförmigen
Kontaktfeder mit diametral angeordneten Haltebeinen besteht. Über die Haltebeine
wird das Kontaktelement mit Leiterbahnen einer Leiterplatte elektrisch und mechanisch
durch Löten verbunden. Das bekannte Kontaktelement hat den Nachteil, daß die Haltebeine
gelötet werden müssen und daß eine Führung des Kontaktelementes beim Aufbringen auf
die Leiterplatte fehlt.
[0004] Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kontaktelement für die elektrische Verbindung
eines Leiters mit mindestens einem Kontaktflecken auf einer Leiterplatte zu schaffen,
das kleine Abmessungen aufweist, einfach zu montieren ist und auch für lötfreie Verbindungen
geeignet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs
gelöst.
[0006] Dadurch, daß das Kontaktelement einen hülsenförmigen Grundkörper mit viereckigem
Querschnitt aufweist, der an seinem einen Ende in mindestens zwei mit vorgegebenem
Abstand sich gegenüberliegenden Federarme und an seinem anderen Ende in mindestens
zwei mit Einschnürungen versehene Kontaktlappen übergeht, kann es einerseits mit den
Federarmen auf die Leiterplatte geschoben werden, wobei die Leiterplatte zwischen
den Federarmen liegt, und andererseits kann der Innenleiter eines Kabels in die Lappen
eingeschoben werden, wobei durch die Einschnürungen der Kontaktlappen die notwendige
Spannung für die elektrische Verbindung vorgegeben wird. Da keine Verschraubungen
notwendig sind, kann das Kontaktelement sehr klein ausgeführt werden, wobei durch
die kurze Verbindung zwischen den Kontaktstellen der Federarme mit den Kontaktflächen
und dem Kabel nur kleine Induktivitäten gegeben sind. Da aufgrund der Federarme keine
Verlötungen vorgesehen werden müssen, kann das Kontaktelement beispielsweise beim
Schwallöten nicht durch Flußmittel verunreinigt werden, wodurch die elektrische Verbindung
beeinträchtigt würde, sondern es ist möglich, das Kontaktelement später auf die Leiterplatte
zu schieben.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen möglich. Dadurch, daß die Federarme mit Zähnen versehen sind, wird
die elektrische Verbindung zwischen Kontaktelement und Kontaktflecken verbessert.
Besonders vorteilhaft ist, daß seitlich an dem hülsenförmigen Grundkörper jeweils
zwei Vorsprünge angeordnet sind, die einen der Dicke der Leiterplatte entsprechenden
Abstand zueinander aufweisen, da diese Vorsprünge eine Führungsfunktion ausüben,
wenn das Kontaktelement in einem in der Leiterplatte vorgesehenen Schlitz eingesteckt
wird. Dadurch, daß der hülsenförmige Grundkörper bedingt durch das Herstellungsverfahren
geschlitzt ist, ist auch ein Kontaktlappen unter Bildung von zwei Teilen geschlitzt,
so daß es drei Kontaktstellen zu dem in das Kontaktelement eingeschobenen Innenleiter
des Kabels gibt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Ansicht des Kontaktelementes,
Fig. 2 eine Ansicht von hinten, d.h. der Verbindungsstelle zu dem Kabel,
Fig. 3a eine Ansicht auf das Kontaktelement von oben gesehen und in einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 3b eine Ansicht wie in Fig. 3a einer zweiten Ausführungsform, und
Fig. 4 eine Ansicht des Kontaktelementes mit Kabel im auf die Leiterplatte aufgeschobenen
Zustand.
[0009] Das Kontaktelement 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 weist einen hülsenförmigen Grundkörper
2 auf, der einen rechteckigen Querschnitt hat. Der Grundkörper 2 geht in Federarme
3 über, die sich gegenüberstehen und zwischen sich einen Abstand bilden, der etwa
kleiner ist als die Leiterplatte mit den entsprechenden Kontaktflecken 15 (Fig. 4).
Die Federarme weisen Zähne auf, die zur Verbesserung der Kontaktierung beitragen.
Wie aus Fig. 3a und 3b ersichtlich ist, sind die Federarme 3 mit Einschnitten 5 versehen,
wodurch sich jeder Federarm 3 in zwei Teilarme 6 aufteilt. Dadurch wird die Federwirkung
der Federarme verbessert und die Möglichkeit einer größeren Anzahl von Kontaktstellen
gegeben. An dem den Federarmen 3 entgegengesetzten Ende ist der Grundkörper 2 an den
vier Ecken geschlitzt, so daß sich vier Lappen ergeben. Nach Fig. 3 dienen jeweils
zwei sich gegenüberliegende Lappen als Kontaktlappen 7 und als Führungslappen 8.
Die Kontaktlappen sind erst nach innen gebogen und anschließend schräg nach außen,
so daß sich eine Einschnürung 9 ergibt. Die Führungslappen 8 sind ebenfalls nach außen
abgebogen. An den die Führungslappen 8 aufweisenden Seitenflächen des hülsenförmigen
Grundkörpers 2 sind jeweils zwei punktartige Vorsprünge 10 vorgesehen, die zwischen
sich einen Abstand aufweisen, der der Dicke der Leiterplatte entspricht. Diese Vorsprünge
10 dienen zur Führung des Kontaktelementes an der Leiterplatte. In einer alternativen
Ausführungsform (Fig. 3b) des Grundkörpers 2 weist dieser vier Kontaktlappen 7 auf,
deren Einschnürungen 9, 9a paarweise axial hintereinanderliegen.
[0010] Das Kontaktelement wird aus gewalztem Blech gebogen, wodurch herstellungsbedingt
ein Längsschlitz 11 vorhanden ist. Dieser Längsschlitz wird derart angeordnet, daß
er einen Kontaktlappen 7 mittig aufteilt, so daß sich zwei Teillappen 12 ergeben.
Durch diese Maßnahme wird die Kontaktierung der Kontaktlappen 7 mit dem Innenleiter
des Kabels verbessert, da drei Kontaktstellen zur Verfügung stehen.
[0011] Fig. 4 zeigt ein mit einem Kabel 13 versehenes Kontaktelement 1, das auf eine Leiterplatte
14 mit Kontaktflecken 15 geschoben ist. In der Leiterplatte ist ein Schlitz 16 vorgesehen,
wobei in der Nähe des Endes des Schlitzes die Kontaktflecken 15 beginnen. Die Breite
des Schlitzes 16 in der Leiterplatte entspricht in etwa der Breite des Kontaktelementes
1, während die Dicke der Leiterplatte 14 etwa dem Abstand zwischen den Vorsprüngen
10 entspricht. Auf diese Weise wird sowohl eine seitliche Führung als auch eine Führung
in der Höhe ermöglicht. Am Ende der Leiterplatte 14 weitet sich der Schlitz etwas
auf, so daß die Führungslappen 8 ebenfalls zur Führung des Kontaktelementes 1 dienen
können. Die Zähne 4 der Federarme 3 krallen sich in die Kontaktflecken 15 ein, so
daß eine gute elektrische Verbindung gegeben ist. Der Innenleiter 16 des Kabels 13
wird lediglich in das Kontaktelement eingesteckt, wobei sich die Kontaktlappen 7
etwas auseinanderdrücken und die Einschnürungen 9 unter Spannung auf dem Innenleiter
liegen.
1. Kontaktelement für die elektrische Verbindung eines Leiters mit mindestens einem
Kontaktflecken auf einer Leiterplatte, wobei die Längsachse des Leiters, die Längsachse
des Kontaktelements und die Symmetrieebene der Leiterplatte übereinstimmen,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Grundkörper (2) mit viereckigem Querschnitt vorgesehen ist, der an seinem
einen Ende in mindestens zwei mit vorgegebenem Abstand sich gegenüberliegenden Federarme
(3) und an seinem anderen Ende in mindestens zwei mit Einschnürungen (9) versehene
Kontaktlappen (7) übergeht.
2. Kontaktelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (3) mit
Zähnen (4) versehen sind.
3. Kontaktelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens
einer Seitenfläche des hülsenförmigen Grundkörpers (2) mindestens zwei Vorsprünge
(10) angeordnet sind, die einen vorgegebenen, von der Dicke der Leiterplatte (14)
abhängigen Abstand zueinander aufweisen.
4. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt des hülsenförmigen Grundkörpers (1) rechteckig ist.
5. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
hülsenförmige Grundkörper (2) an dem Ende der Kontaktlappen (7) an den Ecken geschlitzt
ist und vier Lappen (7,8) nach außen gebogen sind, wobei mindestens zwei sich gegenüberstehende
Lappen Kontaktlappen (7) sind und wobei die Kontaktlappen (7) zur Bildung der Einschnürung
(9) erst nach innen und dann nach außen abgebogen sind.
6. Kontaktelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei sich gegenüberstehende
Lappen Führungslappen (8) und die anderen zwei die Kontaktlappen (7) sind.
7. Kontaktelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß vier sich gegenüberstehende
Lappen Kontaktlappen (7) sind, deren Einschnürungen (9,9a) paarweise axial hintereinanderliegen.
8. Kontaktelement nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen
des hülsenförmigen Grundkörpers (2), die in die Führungslappen (8) übergehen, mit
den Vorsprüngen (10) versehen sind.
9. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
der in einen Kontaktlappen (7) übergehenden Seitenflächen geschlitzt ist.
10. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Federarm (3) in der Verlängerung der in den Kontaktlappen (7) endenden Seitenflächen
mit einem Einschnitt (5) versehen ist.
11. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es
aus Walzblech besteht.