[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für die Betätigung eines hydraulischen
Seilwindenantriebes für ein an mehreren Führungsschienen eines Schrägaufzuges verfahrbares
Lastaufnahmemittel sowie für die Betätigung eines hydraulischen Seilwindenantriebes
für das Teleskopieren der Führungsschiene.
[0002] Bei Schrägaufzügen, wie sie beispielsweise dem Transport von Lasten von ebenerdigen
Bereich auf Dächer oder umgekehrt dienen, bilden die einzelnen Teleskopschüsse teleskopierbare
Führungsschienen für ein daran verfahrbares Lastaufnahmemittel. Dieses Lastaufnahmemittel
kann eine Lastenpritische, ein Schüttkübel oder dgl. sein.
[0003] Üblicherweise werden die teleskopierbaren Führungsschienen in eine "Gebrauchsposition"
gebracht, bevor der Betrieb mit dem Lastaufnahmemittel aufgenommen wird. Das Seil,
mit dessen Hilfe das Lastaufnahmemittel an den Führungsschienen entlangbewegt wird,
ist über eine am oberen Ende des letzten (innersten) Teleskopschusses angeordnete
Umlenkrolle zurück zu einer am Fahrgestell des Schrägaufzuges befindlichen Winde geführt.
Gelegentlich muß auch eine Verlängerung oder Verkürzung der wirksamen Gesamtlänge
des Schrägaufzuges vorgenommen werden, wenn das Lastaufnahmemittel sich nicht in der
untersten Position, sondern beispielsweise auf halber Höhe der Führungsschienen befindet.
Es ist ersichtlich, daß das Ausfahren der Teleskopschiene, d.h. die Veränderung der
Entfernung der am letzten (innersten) Teleskopschuß angeordneten Umlenkrolle relativ
zum Fahrgestell sich auf das Lastseil auswirkt und eine Veränderung der Position des
Lastaufnahmemittels an den Führungsschienen zur Folge haben muß. Dies bedeutet beispielsweise,
daß das Lastaufnahmemittel beim Ausfahren der Teleskopschienen eine Bewegung nach
oben, in Richtung auf den letzten (innersten) Teleskopschuß erfährt. Der vorbeschriebene
interne Stand der Technik der Anmelderin soll verbessert werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei Verwendung hydraulischer Antriebe sowohl
für die Betätigung des Lastaufnahmemittels als auch für die Betätigung des Ein- und
Ausfahrens der Führungsschienen die Steuervorrichtung so auszubilden, daß das Lastaufnahmemittel
bei Betätigung des hydraulischen Seilwindenantriebes für das Teleskopieren der Führungsschienen
keine störende Bewegung erfährt und beim Teleskopieren der Führungsschienen einerseits
und der Bewegung des Lastaufnahmemittels anderseits keine Seilhavarien entstehen.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1.
[0006] Im einzelnen wird durch das Merkmal a ein gebremstes Abfahren der Last, d.h. eine
Vermeidung von Schlaffseil bzw. Seilhavarien beim Lastseil erreicht, während durch
die Merkmale b das Lastaufnahmemittel beim Ausfahren der Führungsschienen in seiner
unteren Position verbleibet, wobei der Lastwindenmotor gebremst Seil abgeben kann,
was gleichzeitig eine Schlaffseilverhinderung beim Lastwindenmotor bedeutet.
[0007] Mit dem Merkmal c wird erzielt, daß die Führungsschienen gedrosselt einfahren können,
wobei eine Schlaffseilverhinderung beim Teleskopschienenantrieb gewährleistet ist.
[0008] Mit der Merkmalen gemäß d wird schließlich erzielt, daß der Lastwindenmotor beim
Einfahren der Teleskopschienen Seil einholt; damit wird eine Schlaffseilverhinderung
beim Lastwindenmotor 4 erreicht.
[0009] Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der den Seilwindenantrieb für das Lastaufnahmemittel
bildende hydraulische Motor gegen eine bestimmte Vorspannkraft frei abdrehen kann,
wenn die Führungsschienen ausgefahren werden. Der hydraulische Motor für das Lastaufnahmemittel
muß - wenn das Lastaufnahmemittel in etwa an gleicher Stelle verbleiben soll - über
die zugeordnete Lastwinde entsprechend Lastseil abgehen. Durch die Zuordnung des Regelkreises
kann der Motor - nachdem das Rückschlagventil durch die Steuerleitung aufgesteuert
worden ist - als Pumpe wirkend im geschlossenen Umlauf frei abdrehen und zwar unabhängig
von der Schaltstellung des Steuerschiebers, mit dem das Lastaufnahmemittel auf "Auffahren"
oder "Abfahren" geschaltet werden kann.
[0010] Der so als Pumpe wirkende Motor für die Lastwinde arbeitet zwar nunmehr in einem
durch einen Bypaß gebildeten Freilauf; allerdings muß beim Ansaugen der Flüssigkeit
die Vorspannung eines in den geschlossenen Umlauf eingeschlateten Vorspannventils
überwunden werden. Dies hat dem erheblichen Vorteil, daß das Lastseil stets straff
gehalten wird. Die dem Teleskopschienenantrieb zugeordnete Bypaßleitung gewährleistet,
daß dem Motor nur soviel Hydraulikflüssigkeit zugeführt wird, daß das Seil beim Einfahren
der Führungsschienen stets straff gehalten wird.
[0011] In der Praxis wird man das Lastaufnahmemittel vor dem Ausfahren der Führungsschienen
in seine unterste Stellung verbringen. Sollte dies nichte der Fall sein, d.h. sollte
sich das Lastaufnahmemittel beispielsweise auf halber Höhe des Schrägaufzuges befinden,
wird durch die erfindungsgemäße Steuerung sichergestellt, daß sich das Lastaufnahmemittel
langsam und kontrolliert absenkt.
[0012] Die Regelbarkeit des während des Ausfahrens der Führungsschienen wirksamen geschlossenen
Umlaufes hat darüber hinaus den großen Vorteil, daß außer der Straffhaltung des von
der Lastwinde ablaufenden Seiles verhindert wird, daß die letzte (innerste) Teleskopschiene
vor den anderen Schienen ausfährt. Bei der leitzen (innersten) Teleskopschiene handelt
es sich um eine relativ leichte Schiene, die in Folge einer bestimmten Seilführung
(die z.B. aus Gründen der Abknickbarkeit des oberen Bereiches erforderlich ist) in
unerwünschter Weise vor- der nächstfolgenden Schiene ausfahren würde. Die Rückhalekraft
einer Vorspannung im geschlossenen Umlauf von beispielsweise 40 bar, welche auf das
Lastseil wirkt, hinderte die letzte Teleskopschiene jedoch am vorzeitigen Ausfahren.
Hier wird deshalb ein zusätzlicher Vorteil erreicht.
[0013] Die Zuordnung eines Senk-Bremsventiles in geschlossenen Umlauf hat den weiteren Vorteil,
daß bei einer Überlast am Lastaufnahmemittel kein schnelleres Absinken des Lastaufnahmemittels
erfolgen kann. Sobald die vom Lastaufnahmemittel ausgehende Zugkraft so groß wird,
daß die durch das Vorspannventil gegebene Rückhaltekraft von 40 bar überschritten
wird, schaltet des Senk-Bremsventil aufgrund der sich vergrößernden Strömungsgeschwindigkeit
auf einen kleineren Durchflußquerschnitt und bremst das absinkende Lastaufnahmemittel.
[0014] Einzelheiten des geschlossenen, vorgespannten Umlaufes ergeben sich aus der Lehre
nach Anspruch 2.
[0015] Das vorerwähnte Senk-Bremsventil hat eine über die vorerwähnte Funktion (Halten des
Lastaufnahmemittels bei ausfahrenden Führungsschienen) hinausgehende vorteilhafte
Funktion, nämlich die Verhinderung der Schlaffseilbildung beim Abfahren des Lastaufnahmemittels.
Wird der Steuerschieber für die Betätigung des Motors für die Lastwinde in Stellung
"Abfahren" verbracht, so arbeitet der Hydraulikmotor für die Lastwinde wiederum in
einem freien Umlauf, der jedoch nunmehr durch andere Leitungen gebildet wird. Das
Senk-Bremsventil ist jedoch wiederum in den geschlossenen Umlauf eingeschaltet. Der
Hydraulikmotor wird erfindungsgemäß nicht aktiv angetrieben, sondern arbeitet als
Pumpe und drückt die angesaugte Flüssigkeit über das Senk-Bremsventil in den Rücklauf.
Wird die Strömungsgeschwindigkeit aufgrund einer zu hohen Zugkraft am Lastseil zu
hoch, drosselt das in der Rücklaufleitung liegende Senk-Brensventil automatisch den
Durchfluß und bremst das abfahrende Lastaufnahmemittel. Der Motor für dem Lastwindentrieb
ist in der Schaltstellung "Abfahren" über den ihm zugeordneten Steuerschieber somit
beidseitig an den Rücklauf angeschlossen, wobei gemäß der technischen Lehre nach Anspruch
4 sichergestellt ist, daß durch die Zuordnung einer entsprechend Leitung zwischen
der das hydraulische System versorgenden Zahnradpumpe einerseits und den in einem
Steuerblock zusammengefaßten Steuerschiebern andererseits bzw. zwischen den Steuerschiebern
einerseits und dem Motor für des Lastwindenantrieb andererseits eine Leitung vorgesehen
ist, über die jeweils die dem Lastwindenantrieb zugeordnete Haltbremse gelüftet werden
kann, un ein - ggf. gegen einen vorgespannten Druck erfolgendes - Abdrehen der Seiltrommel
des Lastwindenantriebes zu ermöglichen.
[0016] Dies kann vorteilhaft gemäß der Lehre des Anspruches 5 erfolgen; hiernach ist in
derjenigen Leitung, die un der Schaltstellung "Abfahren" des Motors für den Lastwindentrieb
die Druckleitung bildet, eine Blende vorgesehen, über die der vor der Blende liegende
Leitungsabschnitt auf beispielsweise 40 bar vorgespannt werden kann. Von dieser vorgenannten
Leitung zweigt eine weitere Leitung ab, die zum Bremslüftzylinder der Sicherheitshaltebremse
führt.
[0017] Mit Bezug auf das Einfahren der Führungsschienen schlägt die Erfindung die Steuervorrichtung
gemaß Merkmal c) und d) nach Anspruch 1 und Anspruch 3 vor. Hiernach wird bei Beaufschlagen
des Hydraulikmotors für das Einfahren der Führungsschienen gleichzeitig der Motor
für den Lastwindenantrieb im Sinne "Auffahren" beaufschlagt, d.h. das durch das Einfahren
der Führungsschienen frei werdente Lasteil wird automatisch aufgewickelt. Die Beaufschlagung
des Motors für die Lastwinde erfolgt wiederum erfindungsgemäß durch das Senk-Bremsventil.
[0018] Ein in den Rücklauf des Hydraulikmotors für das Einfahren der Schienen eingeschaltetes
Drosselventil regelt das gesteuerte Einfahren der Schienen, d.h. eine bestimmte Einfahrgeschwindigkeit
kann nicht überschritten werden.
[0019] Mit der vorstehend beschriebenen Lehre nach den Ansprüchen 1-5 ist sowohl ein gesteuertes
Halten des Lastaufnahmemittels beim Ausfahren der Führungsschienen (sogenannte Schlitten-Null-Stellung)
als auch eine Verhindering der Schlaffseilbildung mit Bezug auf das Lastseil und das
Seil zum Teleskopieren beim Einfahren der Führungsschienen, wie nach dem Aufsetzen
des Lastaufnahmemittels auf den unteren Endanschlag als auch eine Sicherung gegen
zu schnelles Einfahren der Führungsschienen aufgrund ihres Eigengewichtes sowie schließlich
eine Sicherung gegen zu schnelles Absinken der Last in der Schaltstellung "Abfahren"
des Lastwindenantriebes unabgängig von der Betätigung des Antriebes für das Teleskopieren
der Führungsschienen erreichbar.
[0020] Die Erfindung wird nach nachfolgend anhand eines Hydraulik-Schaltplanes näher erläutert.
[0021] Wie ersichtlich, fördert die mit 1 bezeichnete Zahnradpumpe aus dem Tank 24 über
die Leitung 27 die Druckflüssigkeit (beispielsweise mit einem Druck von 120 bar) zu
den als 4/3-Wege-Ventilen ausgebildeten Steuerschiebern 3, 11 und 18, welche in einem
Steuerblock 2 zusammengefaßt sind.
[0022] Der Steuerschieber 3 dient der Beaufschlagung des hydraulischen Motors 4 für den
Antrieb der Lastwinde 33; der Steuerschieber 11 der Beaufschlagung des Motors 14 für
das Ein- und Ausfahren der Führungsschienen und der Steuerschieber 18 der Beaufschlagung
des Zylinders 19 für das Heben und Senken des gesamten Teleskopauslegers.
[0023] In der dargestellten Schaltstellung b der Steuerschieber fördert die Zahnradpumpe
1 den Tank, d.h. es wird kein Verbraucher beaufschlagt.
[0024] Wird der Steuerschieber 3 in die Schaltstellung a verbracht, so gelangt die Druckflüssigkeit
von der Zahnradpumpe 1 über die Leitung 27 und das Rückschlagventil 37 und die Leitung
28 über das Senk-Bremsventil 5 zum Hydraulikmotor 4. Da gleichzeitig in der Leitung
25 Druck ansteht, welcher auf den Bremslüftzylinder 7 der Sicherheitshaltebremse 8
wirkt, kann der Hydraulikmotor 4 die Lastwinde 33 im Sinne von "Auffahren" der Last
antreiben.
[0025] Wird hingegen der Steuerschieber 3 in die Schaltstellung c verbracht, so gelangt
die von der Zahnradpumpe 1 kommende Druckflüssigkeit über das Rückschlagventil 37
in die Leitung 26, in der eine Blende 9 vorgesehen ist, welche den Druck in der Leitung
vor der Blende auf beispielsweise 40 bar vorspannt. Dieser Druck reicht aus, um über
die Leitung 25 in der vorbeschriebenen Weise die Sicherheitshaltebremse 8 zu lüften.
Der hinter der Blende liegende Leitungsabschnitt der Leitung 26 ist in dieser Situation
über das Rückschlagventil 10 an den Rücklauf angeschlossen. Der Hydraulikmotor 4 befindet
sich somit in einem geschlossenen Umlauf und ist beidseitig an den Rücklauf angeschlossen.
Da er durch die Last von dem ablaufenden Seil angetrieben wird, arbeitet er als Pumpe,
d.h. die Flüssigkeit wird aus der Leitung 6 angesaugt und gegen die den freien Durchfluß
gewährende Strömungsrichtung eines Senk-Bremsventils 5 in die Leitung 28 und von dort
zurück in die Leitung 6 bzw. zum Tank 24 gedrückt. Erhöht sich in Folge zu hohen Gewichtes
des Lastaufnahmemittels die Zugkraft an der Lastwinde 33 und damit am Motor 4, wird
aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit das Durchflußvermögen in Senk-Bremsventil
5 reduziert (was durch die Drossel 29 dargestellt ist) und das absinkende Lastaufnahmemittel
gebremst.
[0026] In der Schaltstellung a des Steuerschiebers 11 werden die teleskopierbaren Führungsschienen
des Schrägaufzuges ausgefahren. Dabei durchfließt die von der Zahnradpumpe 1 kommende
Druckflüssigkeit das Rücksclagventil 38, die Leitung 12 und gelangt über das Drossventil
13 zum Hydraulikmotor 14. Das Vorspannventil 40 in der Bypaßleitung 41 bleibt dabei
geschlossen. Gleichzeitig steuert der in der Leitung 12 anstehende Druck über die
Steuerleitung 15 das entsperrbare Rückschlagventil 10 auf. Dieses Rückschlagventil
10 liegt in einer Bypaßleitung, welche einen geschlossenen Umlauf bildet und aus einem
Leitungsabschnitt der Leitung 28, einer Leitung 31, einer Leitung 32 mit einem auf
etwa 40 bar vorgespannten Vorspannventil 16, einem Abschnitt der Leitung 6, dem Hydraulikmotor
4 sowie einem weiteren Leitungsabschnitt 39 zwischen dem Motor 4 und der Leitung 28
besteht, wobei in diesen Leitungsabschnitt 39 das Senk-Bremsventil 5 eingeschaltet
ist.
[0027] Da das Rückschlagventil 10 aufgesteuert ist, kann der Hydraulikmotor 4 frei abdrehen,
wobei lediglich die Vorspannung des Vorspannventils 16 zu überwinden ist. Dies bedeutet,
daß die Lastwinde 33 gebremst Seil abgeben kann, während die Führungsschienen ausfahren.
Das Seil wird somit straff gehalten. Gleichzeitig wird verhindert, daß die letzte
(innere) Teleskopschiene vor den anderen Schienen ausfahren kann, weil sie mit einer
Rückhalekraft von etwa 40 bar, die auf die Umlenkrolle am oberen Ende der letzten
Schiene wirkt, daran gehindert wird.
[0028] In der Schaltstellung a des Steuerschiebers 11 ist grundsätzlich davon auszugehen,
daß sich das Lastaufnahmemittel am unteren Ende des Schrägaufzuges befindet. Sollte
dies nicht der Fall sein, wird sich das Lastaufnahmemittel langsam absenken; wird
die Sinkgeschwindigkeit in Folge zu hoher Last zu groß, wird sich der Durchströmquerschnitt
des Senk-Bremsventils 5 entsprechend verkleinern und das Lastaufnahmemittel automatisch
abbremsen.
[0029] Die vom Motor 14 abfließende Druckflüssigkeit gelangt über das geöffnete Rückschlagventil
im Drossel-Rückschlagventil 42 im Leitungsabschnitt 43 zum Tank 24.
[0030] Bei Betätigen des Steuerschiebers 11 in Schaltstellung cwerden die Führungsschienen
eingefahren. Dabei fließt die von der Zahnradpumpe 1 kommende Druckflüssigkeit über
die Leitung 30 zum Hydraulikmotor 14 und treibt diesen im Sinne "Einfahren" an. Der
Motor 14 dreht sich also im Sinne "Seilabwickeln". Die Abwärtsbewegung der Schienen
erfolgt unter Überwindung der Reibung durch das Eigengewicht, d.h. der Antieb des
Motors 14 erfolgt nur, damit die Schienen beim Einfahren nicht zusätzlich die innere
Reibung des Motors überwinden müssen. Im Leitungsabschnitt 43 ist ein Drosselrückschlagventil
vorgesehen, wobei in der Schaltstellung c das Rücksciagventil schließt und die Druckflüssigkeit
durch die Drossel strömt. Das Vorspannventil 40 in der Bypaßleitung 41 ist nur so
geringfügig vorgespannt, daß dem Motor 14 nur soviel Druckflüssigkeit zugeführt wird,
wie er zur Überwindung der Eingenreibung benötigt (Schwimmstellung). Der Motor 14
dreht somit nur nach Maßgabe der einfahrenden Schienen ab (Schlaffseilsicherung des
Schienenantriebes). Über die nunmehr die Rücklaufleitung bildende Leiting 12, in die
das Drosselventil 13 eingeschaltet ist, ist sichergestellt, daß eine bestimmte Einfahrgeschwindigkeit
der Schienen nicht überschritten werden kann. Die überschüssige Druckflüssigkeit wird
über die Leitung 30 und die in der Leitung 35 angeordnete Drossel 23 direkt in die
Rücklaufleitung 36 geführt.
[0031] Gleichzeitig steht der Druck der Zahnradpumpe 1 in der Leiting 34 an, d.h. das Rückschlagventil
17 ist geöffnet, so daß die Druckflüssigkeit über das Senk-Bremsventil 5 zum Hydraulikmotor
4 gelangen kann. Der Hydraulikmotor4wird im Sinne von "Seilaufwickeln" angetrieben,
d.h. beim Einfahren der Führungsdschienen wird das Seil von der Lastwinde automatisch
eingeholt. Ausgangsseitig ist der Hydraulikmotor 4 hierbei über die Leitung 6 an den
Rücklauf angeschlossen.
[0032] Der Steuerschieber 18 dient der Betätigung des Zylinders 19, mit dessen Hilfe die
Schräglage der Führungsschienen bestimmt werden kann. Ein im Zylinderboden eingebautes
entsperrbares Rückschlagventil 20 schließt den Rückfluß der Druckflüssigkeit ab. Bei
Beaufschlagung der Kolbenstangenseite wird über die Steuerleitung 21 das Rückschlagventil
20 geöffnet, so daß der Kolben eingefahren werden kann.
[0033] Mit 22 ist ein Druckbegrenzungsventil bezeichnet, über das die gesamte Hydraulikanlage
abgesichert ist.
1. Steuervorrichtung für die Betätigung eines hydraulischen Seilwindenantriebes für
ein an mehreren Führungsschienen eines Schrägaufzuges verfahrbares Lastaufnahmemittel
(Lastwindenantrieb) sowie für die Betätigung eines hydraulischen Seilwindenantriebes
für das Teleskopieren der Führungsschienen (Teleskopschienenantrieb) gekennzeichnet
durch folgende Merkmale:
a) der Motor (4) (Lastwidenantrieb) ist in der Schaltstellung "Abfahren" über den
Steuerschieber (3) beidseitig an den Rücklauf angeschlossen und weist ausgangsseitig
ein Senk-Bremsventil (5) auf, welches bei Ueberschreiten einer vorgewählten Durchflußmenge
auf der Ausgangsseite des als Pumpe arbeitenden Motors (4) den druckseitigen Flüssigkeitsstrom
reduziert;
b) dem Seilwindenantrieb (Motor 14) für das Teleskopieren der Führungsschienen ist
eine von dessen Pumpenleitung (12) abzweigende Steuerleitung (15) zugeordnet, über
die ein einen geschlossenen, regelbaren Umlauf des Seilwindenantriebes (Motor 4) für
das Lastaufnahmemittel sperrendes Rückschlagventil (10) beim Teleskopieren der Führungsschienen
(Ausfahren) aufsteuerbar ist;
c) zwischen der beim Einfahren der Teleskopschienen die Druckleitung bildenden Leitung
(30) des Motors (14) (Teleskopschienenatrieb) und der den Rücklauf bildenden Leitung
(12) ist eine Bypaßleitung (41) angeordnet, in der ein zum Rücklauf öffnendes Vorspannventil
(40) vorgesehen ist, wobei in der Leitung (30) zwischen der Bypaßleitung (41) und
dem Motor (14) ein Drossel ventil (42);
d) die beim Einfahren der Teleskopschüsse die Eingangsseite des Motors (14) (Schienenantrieb)
bildene Leitung (30) steht über einen ein Rückschlagventil (17) aufweisenden Leitungsabschnitt
(34) mit der Leitung (28) des Motors (Lastwindenanatrieb) in Verbindung, derart, daß
der ausgangsseitig an den Rücklauf angeschlossene Motor (4) im Sinne "Auffahren" angetrieben
wird.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene,
vorgespannte Umlauf des beim Ausfahren des Führungsschienen als Pumpe arbeitenden
Seilwindenantriebes (Motor 4) für das Lastaufnahmemittel aus einem eingangsseitig
der Pumpe angeordneten Abschnitt der Rücklaufleitung (6), einem ausgangsseitig der
Pumpe angeordneten Abschnitt der Leitung (28), in deren Leitungsabschnitt (39) ein
Senk-Bremsventil (5) eingeschlatet ist, weiter einem von der Leitung (28) abzweigenden
Leitungsabschnitt (31), in den ein aufsteuerbares Rückschlagventil eingeschaltet ist
und einer zum Leitungsabschnitt (6) zurückführenden Leitung (32), welche ein Vorspannventil
(16) aufweist, besteht.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Leitungsabschnitt
(35) der Leitung (30) eine den Leitungsabschnitt (35) mit dem Rücklauf (36) verbindende
Drossel (23) eingeschlatet ist.
4. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Pumpe (1) und den in einem Steuerblock (2) zusammengefaßten Steuerschiebern (3,
11) bzw. zwischen Steurschieber und Motor (4) eine zum Bremslüftzylinder (7) der Sicherheitshaltebremse
(8) der Lastwinde (33) des Motors (4) führende Druckleitung (25) vorgesehen ist.
5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß in
der in der Schaltstellung "Abfahren" die Druckleitung bildende, vom Steuerschieber
(3) zum Motor (4) (Lastwindenantrieb) führenden Leitung (26) eine Blende (9) angeordnet
ist, derart, daß über der vor der Blende liegenden Abschnitt der Leitung (26) die
Sicherheitshalterbremsae (8) des Motors (4) (Lastwindenantrieb) gelüftet wird und
der hinter der Blende liegende Abschnitt der Leitung (26) mit dem Rücklauf verbunden
ist.
1. Dispositif de commande destiné à actionner un mécanisme hydraulique d'entraînement
d'un treuil à câble pour un porte-charge (mécanisme d'entraînement du treuil de charge),
se déplaçant le long de plusieurs rails de guidage d'un élévateur oblique ainsi qu'à
actionner un mécanisme hyraulique d'entraînement d'un treuil à câble pour la commande
télescopique des rails de guidage (mécanisme d'entrainement des rails télescopiques),
caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) le moteur (4) (mécanisme d'entraînement du treuil de charge est raccordé, en position
"descente", des deux côtés au retour, par l'intermédiaire de la vannepilote (3), et
comporte, côté sortie, une vanne de freinage de descente (5) qui, en cas de dépassement
d'un débit présélectionné, réduit le flux de liquide côté refoulement, sur le côté
sortie du moteur (4) fonctionnant comme une pompe;
b) au mécanisme d'entraînement du treuil à câble (moteur 14) pour la commande télescopique
des rails de guidage, est associée une conduite de commande (15), dérivée de sa conduite
de pompe (12), par laquelle on peut commander un circuit fermé, réglable, du mécanisme
d'entraînement du treuil à câble (moteur 4) pour la vanne de retenue (10), bloquant
le porte-charge, lors de la commande télescopique des rails de guidage (sortie);
c) entre la conduite (30) du moteur (14) (mécanisme d'entraînement des rails télescopiques),
formant la conduite de refoulement, lors de la rentrée des rails télescopiques, et
la conduite (12) formant le retour, est placée une conduite de retour (41) dans laquelle
on prévoit une vanne de précontrainte (40), ouvrant sur la retour, une vanne d'étranglement
(42) étant placée dans la conduite (30), entre la conduite de dérivation (41) et le
moteur (14);
d) la conduite (30), formant le côté entrée du moteur (14) (mécanisme d'entrânement
des rails), lors de la rentrée des tronçons télescopiques, communique avec la conduite
(28) du moteur (mécanisme d'entraînement du treuil de charge), par une portion de
conduite (34) comportant une vanne de retenue (17), de manière que le moteur (4),
raccordé côté sortie au retour, soit entraîne dans le sens de la "montée".
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit
fermé, précontraint, du mécanisme d'entraînement du treuil à câble (moteur 4) pour
le porte-charge, fonctionnant comme une pompe, lors de la sortie des rails de guidage,
est constitué d'une section de la conduite de retour (6), placée côté entrée de la
pompe, d'une section de la conduite (28), placée côté sortie de la pompe, dans la
section (39) de laquelle est montée une vanne de freinage de descente (5), d'une section
de conduite (31) dérivée de la conduite (28), dans laquelle est montée une vanne de
retenue commandée et d'une conduite (32) retournant à la section de conduite (6) et
qui comporte une vanne de précontrainte (16).
3. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on monte
dans la section 35 de la conduite (30), une vanne d'étranglement (23), reliant la
section (35) au retour (36).
4. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce qu'on prévoit dans des vannes pilotes (3, 11), regroupées en un bloc de commande
(2), ou entre les vannes pilotes et le moteur (4), une conduite de refoulement (25)
menant au cylindre de relevage de frein (7) du frein de sûreté (8) du treuil de charge
(33) du moteur (4).
5. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce qu'on place un obturateur (9) dans la conduite (26) formant, en position "descente",
la conduite de refoulement, menant de la vanne pilote (3) au moteur (4) (mécanisme
d'éntraînement du treuil de charge), de manière que le frein de sûreté (8) du moteur
(4) (mécanisme d'entraînement du treuil de charge), soit relevé, par l'intermédiaire
de la section de la conduite (26), située en amont de l'obturateur, et de manière
que la section de la conduite (26) située derrière l'obturateur, soit reliée au retour.
1. Control device for the actuation of a hydraulic rope winch drive for a load-carrying
means (load winch drive) which can be driven on a plurality of guide rails of a sloping
elevator and for the actuation of a hydraulic rope winch drive for the telescoping
of the guide rails (telescope rail drive), characterised by the following features:
a) the motor (4) (load winch drive) is connected on both sides to the return in the
switch position "drive down" via the control slide (3) and has at its output side
a lowering brake valve (5) which, when a preselected through-flow is exceeded on the
output side of the motor (4) working as a pump, reduces the flow of liquid on the
pressure side;
b) the rope winch drive (motor 14) for the telescoping of the guide rails is assigned
a control lead (15) branching off from its pump lead (12), via which control lead
a non-return valve (10) blocking a closed controllable rotation of the rope winch
drive (motor 4) for the load-carrying means can be actuated during the telescoping
of the guide rails (extension);
c) arranged between the lead (30) of the motor (14) (telescope rail drive) forming
the pressure lead when the telescope rails are retracted and the lead (12) forming
the return is a bypass lead in which a prestressing valve (40) is provided which opens
for the return, a throttle valve (42) [lacuna] in the lead (30) between the bypass
lead (41) and the motor (14);
d) the lead (30) forming the input side of the motor (14) (rail drive) when the telescope
runners are retracted is connected via a lead section (34) having a non-return valve
(17) to the lead (28) of the motor (load winch drive) in such a way that the motor
(4) connected on the output side to the return is driven in the direction "drive up".
2. Control device according to Claim 1, characterized in that the closed, prestressed
rotation of the rope which drive (motor 4) for the load-carrying means which works
as a pump when the guide rails are extended consists of a section of the return lead
(6) arranged on the input side of the pump, a section of the lead (28) arranged on
the output side of the pump, in the lead section (39) of which lead a lowering brake
valve (5) is inserted, also a lead section (31) branching off from the lead (28),
in which lead section an actuable non-return valve is inserted and lead (32) returning
to the lead section (6), which lead has a prestressing valve (16).
3. Control device according to Claim 1, characterized in that a throttle (23) connecting
the lead section (35) to the return (36) is inserted in the lead section (35) of the
lead (30).
4. Control device according to one of Claims 1-3, characterized in that a pressure
lead (25) leading to the brake lifting cylinder (7) of the safety holding brake (8)
of the load winch (33) of the motor (4) is provided between the pump (1) and the control
slides (3, 11) combined in one control block (2) or between the control slide and
the motor (4).
5. Control device according to one of Claims 1-4, characterized in that, in the lead
(26) forming the pressure lead in the switch position "drive down" and leading from
the control slide (3) to the motor (4) (load winch drive), a diaphragm (9) is arranged
in such a way that the safety holding brake (8) of the motor (4) (load winch drive)
is lifted via the section of the lead (26) located in front of the diaphragm, and
the section of the lead (26) located behind the diaphragm is connected to the return.