[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren von Holz mit siliciumorganischen
Verbindungen.
[0002] Aus der DE-OS 2 922 343 ist ein Imprägniermittel für cellulosehaltiges Material bekannt,
das aus einem Gemisch von Alkyltrialkoxysilanen, Chelaten oder Alkoholaten von Zinn
oder ähnlichen Elementen und Kieselsäurereestern besteht.
[0003] Es wird dort beschrieben, daß Alkyltrialkoxysilane allein keine hydrophobierende
Wirkung auf Holz ausüben.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfach zusammgesetztes Mittel für die Imprägnierung
von Holz zu finden.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Imprägnieren von Holz mit siliciumorganischen
Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Holz mit der Lösung eines oder mehrerer
Alkyltrialkoxysilane(s) der Formel
R-Si(OR²)₃ behandelt,
in der bedeuten: R einen Alkylrest mit 3 bis 18 C-Atomen und R′ einen Alkylrest mit
1 bis 4 C-Atomen, und es anschließend bei 40 bis 90
oC, bevorzugt 60 bis 85
oC, trocknet.
[0006] Bevorzugt eingesetzt werden Alkyltrialkoxysilane, bei denen R für einen Alkylrst
mit 3 bis 8 C-Atomen steht, und R′ Methyl oder Ethyl bedeutet. Einsetzbar sind auch
die entsprechenden Ankondensationsprodukte.
[0007] Es sind aprotische Lösungsmittel, wie z. B. Petrolether oder Testbenzin oder protisches
Lösungsmittel, vor allem Alkohole, auch verdünnt mit Wasser oder Wasser allein, geeignet.
[0008] Dabei werden die protischen Lösungsmittel bevorzugt und entsprechend der Löslichkeit
der siliciumorganischen Verbindungen verwendet.
[0009] Im allgemeinen verwendet man Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen allein oder im Gemisch
miteinander.
[0010] Die Organosilanverbindungen werden in Form von 5 bis 85 Gew.-%igen, bevorzugt 5 bis
25 Gew.-%igen, Lösungen auf das Holz aufgebracht.
[0011] Dies kann durch Besprühen, Bestreichen oder auch Tauchen des zu imprägnierenden Holzes
in die Imprägnierlösung geschehen.
[0012] Nach einer Einwirkzeit von im allgemeinen 5 bis 60 min unterzieht man das Holz bei
40 bis 90
oC, bevorzugt 60 bis 85
oC einer Wärmebehandlung.
[0013] Die Zeitdauer hängt von der angewendeten Temperatur ab und beläuft sich im allgemeinen
auf 30 min bis 5 h, insbesondere auf 1 bis 2 h bei ca. 80
oC.
[0014] Anschließend stellt man eine deutlich reduzierte Wasseraufnahme des so behandelten
Holzes fest.
Beispiel
[0015] Es werden Probewürfel mit einer Kantenlänge von ca. 2 cm aus Kiefernkernholz hergestellt
und die Schutzwirkung von Propyltrimethoxysilan (Si 103) und Octyltrimethoxysilan
(Si 108) getestet.
[0016] In 10 Kristallisierschalen (Höhe 4,5 cm, Durchmesser 7,5 cm) werden nach dem Wiegen
und nach dem Kennzeichnen je 5 Holzklötzchen hineingelegt und mit einem Uhrglas abgedeckt,
um einen Auftrieb zu verhindern. Jeweils 100 ml einer Silanmischung werden langsam
am Rand der Gefäße hinzugefügt. Nach der gewünschten Einwirkungszeit werden die Proben
entnommen, 2 h bei 80
oC getrocknet und erneut gewogen.
[0017] Zur Feststellung der Wasseraufnahme lagert man die Holzklötzchen 60 min in einem
Wasserbad von 20
oC und kontrolliert das Gewicht nach jeder Viertelstunde.
[0018] Abbildung 1 gibt die Wasseraufnahme von drei Proben wieder: Der Blindprobe, der mit
einer 10 %igen wässrigen Si 103 Lösung behandelten und der mit einer 10 %igen Si 108
Lösung in einem Waser/Isopropanol-Gemisch (2 : 8) behandelten Probe.
[0019] Es zeigt sich eine deutliche Reduzierung der Gewichtszunahme bei den imprägnierten
Hölzern.
Verfahren zum Imprägnieren von Holz mit siliciumorganischen Verbindungen, dadurch
gekennzeichnet, daß man das Holz mit der Lösung eines oder mehrerer Alkyltrialkoxysilane(s)
der Formel
R-Si(OR′)₃ behandelt,
in der bedeuten: R einen Alkylrest mit 3 bis 18 C-Atomen und R′ einen Alkylrest mit
1 bis 4 C-Atomen, und es anschließend bei 40 bis 90 oC trocknet.