[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Matratze unter Verwendung von Polsterkörpern
aus Weichschaum.
[0002] Aus der EP-B1-236 668 ist ein Polsterkörper aus Weichschaum für den Bettwarenbereich,
die Matratzenindustrie od. dgl. bekannt, wobei dieser Polsterkörper im wesentlichen
dadurch gebildet wird, daß mehrere Schaustoffbahnen miteinander verbunden sind, die
beidseitig durch Gewebe-, Gewirke-, Vlies- oder Folienbahnen abgedeckt sind. Die Schaumstoffbahnen
sind dabei mit im Abstand voneinander angeordneten, die Schaumstoffbahnen geradlinig
und ganz, d.h. von der Ober- bis zur Unterseite durchquerenden Stanzschnitten ausgerüstet,
wobei diese Stanzschnitte rechtwinklig zueinander angeordnet sind und senkrecht zur
Oberfläche der Schaumstoffbahnen geführt sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Matratze zu schaffen, bei der die
bekannten Polsterkörper sinnvoll derart eingesetzt werden, daß die Matratze ein anotomisch
richtiges Liegen ermöglicht. Außerdem soll sie sich durch progressiven Polsteraufbau
dem persönlichen Gewicht stützend anpassen.
[0004] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches
gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen erläutert.
[0006] Das so geschaffene vierlagige Verbundsystem ermöglicht eine ausgewogene, dauerhafte
Stützkraft mit Federungseigenschaften, die den medizinischen Anforderungen nach gesundem
Liegen entsprechen. Bei Band-Kreuz- oder Nackenschmerzen bietet die neue Matratze
eine wirksame Hilfe zum erholsamen Schlaf, weil die Wirbelsäule anatomisch richtig
gelagert wird. Druck- oder Durchblutungsstörungen werden vermieden, weil eine Muldenbildung
durch die einzigartige Punktelastizität ausgeschlossen ist. Die Auflage und der Kern
der Matratze geben dem Druck des Körpers nicht nur nach, sondern stützen und entspannen
ihn an seinen empfindlichen Stellen. Die neue Matratze paßt sich der Wirbelsäule in
den wechselnden Schlaflagen flexibel an. Die eingesetzten Polsterkörper nehmen der
Matratze die Spannung, lassen die Luft frei zirkulieren und sorgen somit für eine
ständige Frische. Die eigentliche Polsterauflage ist abnehmbar und kochwaschbar. Diese
ideale Reinigungsmöglichkeit ist in der häuslichen Krankenpflege ein nicht zu unterschätzender
Vorteil.
[0007] Die Teilung der Matratze zwischen Auflage, Polster und Kern ermöglicht die Verwendung
von wasserdichten Betteinlagen.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
[0009] In der Zeichnung ist ein Matratzenausschnitt dargestellt. Die Matratze besteht im
wesentlichen aus einem Polsterkern 1, der im eigentlichen Liegebereich eine Ausnehmung
2 aufweist. In diese Ausnehmung 2 wird ein Polsterkörper 5 eingesetzt, der aus zwei
Schaumstoffbahnen 3 und 4 besteht, die miteinander durch punktförmige oder strichförmige
materialschlüssige Verbindungsstellen verbunden sind, wobei die Schaumstoffbahn 3
zudem in gleicher Weise mit der Oberseite der Ausnehmung 2 verbunden ist.
[0010] Die Schaumstoffbahnen 3 und 4 weisen die geradlinigen und die Schaumstoffbahnen
ganz durchsetzenden Stanzschnitte auf.
[0011] Die so gebildete Einheit wird von einer Vliesumhüllung 7 umgeben und zusammengefaßt.
[0012] Die Vliesumhüllung 7 wird von einem abnehmbaren Jerseybezug 8 umgeben, der damit
waschbar und auswechselbar ist.
[0013] Nach außen hin ist wiederum eine Schaumstoffbahn 6 vorgesehen ist, die somit einen
Polsterkörper bildet, wobei diese Schaumstoffbahn 6 ebenfalls die geradlinigen und
sie ganz durchquerenden Stanzschnitte aufweist. An der Unterseite der Schaumstoffbahn
6 ist ein Jerseybezug 10 vorgesehen und die Außenseite der Schaumstoffbahn 6 wird
von einem Wirkfrottierbezug 9 umgeben, der liegefreundlich ist. Der Wirkfrottierbezug
9 ist mit dem Jerseybezug 10 über Stepplinien 12 verbunden, wodurch auch die Schaumstoffbahn
6 eingefaßt wird. Nicht dargestellt ist die Möglichkeit, daß die Einheit aus Bezug
9, Bezug 10 und Schaumstoffbahn 6 abnehmbar ausgebildet ist. Zwischen die Schaumstoffbahn
6 und die sich darunter befindende Matratze kann eine wasserdichte Einlage 11 eingeschoben
werden. Somit ist diese Matratze z. B. auch für die Altenpflege und insbesondere
die häusliche Altenpflege besonders gut geeignet, da die empfindlichen Teile leicht
waschbar sind und das Einsetzen der wasserdichten Einlage problemlos möglich ist.
[0014] Vorzugsweise bestehen die Schaumstoffbahnen aus einem Polyurethanschaumstoff, in
dem die Stanzschnitte vorgesehen sind. Zur Verdeutlichung des Aufbaues der erfindungsgemäßen
Matratze wird darauf hingewiesen, daß beispielsweise der Polsterkern ein Raumgewicht
von 40 kg/cbm aufweisen kann, die Schaumstoffbahn 3 ein Raumgewicht von 30 kg/cbm,
die Schaumstoffbahn 4 ein Raumgewicht von 22 kg/cbm und die Schaumstoffbahn 6 ein
Raumgewicht von 21 kg/cbm aufweisen kann.
[0015] Die Jerseybezüge bestehen aus 100 % Baumwolle und der Wirkfrottierbezug 9 aus einem
Wirkfrottier mit 30 % Polyesteranteil.
1. Matratze unter Verwendung von Polsterkörpern aus Weichschaum mit wenigstens einer
Schaumstoffbahn mit im Abstand voneinander angeordneten, die Schaumstoffbahn geradlinig
und ganz, d.h. von der Ober- bis zur Unterseite durchquerenden Stanzschnitten, wobei
die Stanzschnitte rechtwinklig zueinander angeordnet und senkrecht zur Oberfläche
der Schaumstoffbahn geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Polsterkern (1) eine Ausnehmung (2) vorgesehen ist, in der ein aus
zwei Schaumstoffbahnen (3, 4) gebildeter Polsterkörper (5) angeordnet ist und die
gesamte Liegefläche der Matratze von einem Polsterkörper (6) abgedeckt wird, der,
in einem Bezug angeordnet, abnehmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Schaumstoffbahn (3) des Polsterkörpers (5) punkt- oder strichförmig
materialschlüssig mit der Oberseite der Ausnehmung (2) verbunden ist und die obere
Schaumstoffbahn (4) durch punktförmige oder strichförmige materialschlüssige Verbindungsstellen
mit der Schaumstoffbahn (3) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polsterkern (1) und der Polsterkörper (5) von einer Vliesumhüllung (7)
umhüllt sind.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vor hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesumhüllung (7) von einem abnehmbaren Textilbezug (8) umhüllt ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Polsterkörper (6) an seiner Außenseite durch einen körperfreundlichen Bezug
(9) umhüllt ist, der wenigstens die Ober- und die Randseiten der Matratze abdeckt
und abnehmbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Polsterkörpers (6) ein Textilbezug (10) vorgesehen ist
und der Bezug (9) mit dem Bezug (10) punkt- und/oder linienförmig versteppt ist.
7. Matratze nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Polsterkörper (6) und dem Polsterkörper (5) eine wasserdichte Einlage
(11) eingesetzt ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug (9) als Wirkfrottierware ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezug (10) und der Bezug (8) als Jersey-Bezug ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffbahn (3) ein höheres Raumgewicht als die Schaumstoffbahn (4)
aufweist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstoffbahn (6) ein niedrigeres Raumgewicht als die Schaumstoffbahn
(4) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Polsterkern (1) ein höheres Raumgewicht als die Schaumstoffbahn (3) aufweist.