[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung mit einem oder zwei beidseitig angeordneten
Führungsrahmen für die Schiebelager der Wickelwellen für aufzuwickelnde Materialbahnen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Unter Materialbahnen sind im Sinne der Erfindung Papierbahnen, nicht gewebte Stoffbahnen,
Textilbahnen, Folienbahnen aus Kunststoffmaterial z.B. aus thermoplastischem Material,
sowie Metallfolienbahnen, wie z.B. aus Aluminium oder Kupfer, zu verstehen, weiterhin
auch bahnförmiges Verbundmaterial, wie z.B. beschichtete Papierbahnen, mehrschichtige
Kunststoffbahnen, deren einzelne Schichten aus verschiedenem thermoplastischem Material
bestehen.
[0003] Die Vorrichtung dient zum Umwickeln von großen Wicklungen zu Wicklungen von kleinerem
Durchmesser und kleinerer Breite, sie dient weiterhin als Arbeitsstation in Anlagen,
die Breitschlitzdüsen zum Extrudieren von plastifiziertem thermoplastischem Material
zu Kunststoffbahnen aufweisen.
[0004] Ein generelles Problem besteht darin, die Betriebsunterbrechnungen beim Wickelwechsel
möglichst gering zu halten bzw. die Vorrichtung so auszubilden, daß sie kontinuierlich
arbeitet.
[0005] Zum kontinuierlichen Betrieb sind Wendewickler bekannt, die nach dem Prinzip des
Drehkreuzes angeordnete Wickelwellen aufweisen. Dabei sind jedoch aufwendige Zusatzeinrichtungen
erforderlich, damit der kontinuierliche Betrieb störungsfrei abläuft.
[0006] Wickelvorrichtungen mit einem Führungsrahmen der eingangs erwähnten Art sind ebenfalls
bekannt (EU-PS 0 145 029). Im Einlaufbereich der Materialbahnen werden die freien
Endabschnitte der Wickelwellen, auf die die Wickelhülsen aufgeschoben sind, mit einem
weiteren Schiebelager gekoppelt und anschließend in die Arbeitsstellung verfahren,
in der die Materialbahn zu Wicklungen mit vorgewähltem Durchmesser aufgewickelt wird.
Im einfachsten Fall weist die Vorrichtung auf der dem Führungsrahmen gegenüberliegenden
Seite der einlaufenden Materialbahn eine vertikal ausgerichtete Säule mit einem höhenverstellbaren
Schiebelager auf, das in seiner obersten Stellung jeweils mit dem freien Endabschnitt
einer Wickelwelle gekuppelt ist und dann mit dem im Führungsrahmen geführten Schiebelager
in seine unterste Stellung, die gleichzeitig die Arbeitsstellung für die Wickelwelle
ist, verfahren wird.
[0007] Nach dem Wickeln der jeweiligen Wicklung wird das in der Säule geführte Schiebelager
entkuppelt, während das in dem Führungsrahmen geführte Schiebelager mit der Wickelwelle
und der darauf befindlichen gewickelten Wicklung in den Entnahmebereich für die Wicklung
verbracht wird, wobei sich der freie Endabschnitt der Wickelwelle auf einer Führungsschiene
abstützt.
[0008] In dieser Zeit wird das in der Säule geführte Schiebelager in seine obere Position
verfahren, mit dem freien Endabschnitt der nächsten Wickelwelle gekuppelt, die dann
in die Arbeitsstellung zum Wickeln der nächsten Wicklung gebracht wird usw.
[0009] Es ist auch bekannt, diese Vorrichtung im kontinuierlichen Betrieb arbeiten zu lassen,
indem anstelle der Führungssäule für das höhenverstellbare Schiebelager ein weiterer
Führungsrahmen mit zwei Kupplungseinrichtungen vorgesehen ist, wobei die eine Kupplungseinrichtung
mit der Wickelwelle gekuppelt ist, auf der eine Wicklung gewickelt wird, während die
zweite Kupplungseinrichtung mit der Wickelwelle des nächsten, im Führungsrahmen geführten
Schiebelagers gekuppelt wird und die Wickelwelle mit dem Schiebelager und dieser zweiten
Kupplungsrichtung in Richtung zur Arbeitsstellung verfahren wird, wobei gleichzeitig
in Abhängigkeit von dem sich bildenden Durchmesser der zu wickelnden Wicklung die
betreffende Wickelwelle mitsamt dem Schiebelager und der ersten Kupplungsrichtung
in Richtung zur Entnahmestation transportiert wird, und zwar derart, daß nach dem
Wickeln der letzten Wickellage die Bahn quer zu ihrer Einlaufrichtung durchschnitten
und der gebildete neue Bahnanfang ohne Betriebsunterbrechnungen der Wickelhülse auf
der nachfolgenden Wickelwelle zugeführt wird.
[0010] Probleme können insbesondere dann auftreten, wenn die Taktzeiten, d.h. die Wickelzeiten
für die einzelnen Wicklungen sehr kurz werden.
[0011] Bei diesem Führungsrahmen können jedoch noch weitere Probleme auftreten, die dadurch
bedingt sind, daß die von dem Innenrahmen und dem Außenrahmen begrenzte geschlossene
Führungsbahn, geometrisch bedingt, einem Rechteck oder einer Raute entspricht und
daß in den Eckpunkten dieser Führungsbahn für die Schiebelager instabile Zustände
auftreten können, da ein flächenmäßiges Abstützen an den Eckpunkten des Innenrahmens
nicht möglich ist.
[0012] Abhilfe wäre dadurch möglich, daß in den Fällen, in denen zum Transportieren der
Schiebelager in den einzelnen Abschnitten der Führungsbahn jeweils ein im betreffenden
Abschnitt des Außenrahmens umlaufendes Mitnehmerband zum Einsatz kommt, dieses zusätzlich
mit Klinken versehen werden kann, die die Schiebelager in der Weise hintergreifen,
so daß in den Eckbereichen die Instabilitäten vermieden werden.
[0013] Diese Ausführungsform ist jedoch konstruktiv aufwendig und erlaubt keinen kontinuierlichen
Betrieb bei aufzuwickelnden Materialbahnen mit unterschiedlich großem Durchmesser.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit mindestens einem Führungsrahmen
für die Schiebelager der Wickelwellen für aufzuwickelnde Materialbahnen der eingangs
erwähnten Art derart weiterzubilden, daß in den Eckpunkten der geschlossenen Führungsbahn
die Instabilitäten für die Schiebelager vermieden werden und daß weiterhin auch bei
extrem hohen Bahngeschwindigkeiten der aufzuwickelnden Materialbahnen trotz unterschiedlich
großer Durchmesser bei aufeinanderfolgenden aufzuwickelnden Wicklungen ein kontinuierlicher
Betrieb sichergestellt ist, falls ein solcher gefordert ist, wobei die Schiebelager
die Antriebe aufweisen und als autonome Einheiten umlaufen können.
[0015] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In
den Zwischenstellungen des Innenrahmens zum Außenrahmen ist die Führungsbahn in sich
geschlossen, während wechselweise in den Anlagestellungen des Innenrahmens am Außenrahmen
der eine Abschnitt geschlossen und der andere freigegeben ist, bzw. der eine freigegeben
und der andere geschlossen ist. Im einfachsten Fall besteht der Führungsrahmen aus
zwei zueinander distanzierten parallelen waagerechten Führungsbahnabschnitten und
zwei vertikalen zueinander distanzierten Führungsbahnabschnitten, die eine rechteckige
geschlossene Führungsbahn bilden. Die beiden horizontalen zueinander distanzierten
Führungsbahnabschnitte können zueinander parallel verschoben sein, so daß sie mit
den beiden anderen zueinander distanzierten Führungsbahnabschnitten einen in sich
geschlossenen Führungsrahmen bilden, der ein Parallelogramm ist.
[0016] Während z.B. der sich im Einlaufbereich der aufzuwickelnden Materialbahn befindliche
vertikale Führungsbahnabschnitt geschlossen ist, ein Schiebelager im unteren horizontalen
Führungsbahnabschnitt sich befindet und auf der Wickelhülse seiner Wickelwelle eine
Wicklung aufgewickelt wird, wird im oberen horizontalen Führungsabschnitt ein Schiebelager,
auf dessen Wickelwelle sich bereits eine Wickelhülse befindet, in Richtung zum Einlaufbereich
der aufzuwickelnden Materialbahn bis zum Anschlag verschoben.
[0017] Da der vertikale Führungsbahnabschnitt im Einlaufbereich geschlossen ist, befindet
sich das Schiebelager im oberen horizontalen Führungsbahnabschnitt in einer stabilen
Lage.
[0018] Sobald die Wicklung auf der in der Arbeitsstellung befindlichen Wickelwelle gewickelt
ist, wird die einlaufende Materialbahn stillgesetzt und senkrecht zur Transportrichtung
durchschnitten.
[0019] Die Wickelwelle mit der fertiggewickelten Wicklung wird entkuppelt und in Richtung
zum Entnahmebereich transportiert, während das die Kupplung aufweisende Schiebelager
in der Säule in die obere Stellung verfahren und mit dem freien Endabschnitt der Wickelwelle
für die anschließend zu wickelnde Wicklung gekuppelt wird.
[0020] Nach dem Kuppeln wird der Innenrahmen in seine andere Anlageposition am Außenrahmen
gebracht, so daß im Einlaufbereich der aufzuwickelnden Bahn der vertikale Führungsbahnabschnitt
geöffnet wird, die Wickelwelle mit den beiden Schiebelagern in die Arbeitsstellung
verfahren wird und die Materialbahn auf der Wickelhülse befestigt und anschließend
zu einer neuen Wicklung weitergewickelt wird.
[0021] In dieser Zeit wird die zuvor gewickelte Wicklung in der Entnahmestation von der
Wickelwelle abgezogen und das Schiebelager mit der von der Wicklung befreiten Welle
derart verfahren, daß das Schiebelager nach dem Verbringen des Innenrahmens in ihre
Anlagestellung im Einlaufbereich der Materialbahn längs des geöffneten vertikalen
Führungsbahnabschnittes im Entnahmebereich bis zum oberen Anschlag transportiert werden
kann. Anschließend wird der Innenrahmen in seine Anlagestellung im Entnahmebereich
unter Schließen dieses Führungsbahnabschnittes gebracht, so daß das Schiebelager mit
der von der Wicklung befreiten Wickelwelle sich ebenfalls in einer stabilen Eckposition
befindet.
[0022] Das Schiebelager wird in Richtung zum Einlaufbereich im oberen Führungsbahnabschnitt
transportiert, wobei nach Fertigstellung der neuen Wicklung und dem Verbringen des
Schiebelagers mit der Wickelwelle zum Aufwickeln der nächstfolgenden Wicklung in die
Arbeitsstellung der Innenrahmen wieder in seine Anlagestellung im Einlaufbereich der
Materialbahn gebracht wird.
[0023] Prinzipiell ist es möglich, durch einen entsprechenden technischen Aufwand auch mit
einem Führungsrahmen, der nur einen verschiebbaren Innenrahmen aufweist, im kontinuierlichen
Betrieb die Materialbahnen zu Wicklungen zu wickeln. Eine erhebliche Vereinfachung
ergibt sich jedoch dadurch, daß die Vorrichtung zwei Führungsrahmen aufweist. Dadurch,
daß an die Stelle einer Säule mit dem vertikal verschiebbaren Schiebelager, das eine
Kupplung aufweist, ein zweiter Führungsrahmen tritt, der ebenfalls Schiebelager aufweist,
die im vorliegenden Falle dann sämtlich eine Kupplungseinrichtung aufweisen, wird
erreicht, daß ohne weiteres die Endabschnitte von zwei und mehr aufeinander folgenden
Wickelwellen mit den zugeordneten Schiebelagern des zweiten Führungsrahmens gekuppelt
werden können, so daß einerseits der bisherige konstruktive Aufwand vermieden wird,
und daß weiterhin kurze Taktzeiten auch im kontinuierlichen Betrieb möglich sind.
[0024] Es ist möglich, den oberen horizontalen Führungsabschnitt gewissermaßen als Magazin
auszubilden und je nach seiner Länge eine entsprechende Anzahl von Schiebelager mit
Wickelwellen vorzusehen, der eine entsprechende Anzahl von Schiebelagern im oberen
Führungsabschnitt des zweiten Führungsrahmens entspricht.
[0025] In den Ansprüchen 2 bis 11 sind weitere Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0026] Mit der im Anspruch 2 angegebenen Ausgestaltung der Erfindung wird sichergestellt,
daß auch bei sehr kurzen Taktzeiten das Wickeln der aufeinander folgenden Wicklungen
kontinuierlich erfolgt.
[0027] Im Rahmen der Erfindung sind unter Antriebseinrichtungen Elektromotore bzw. hydraulische
Motore und dgl. zu versehen, die auf der von den Wickelwellen abgewandten Seite der
Führungsrahmen an den Schiebelagern angeflanscht sind bzw. in sie integriert sind.
[0028] Prinzipiell können diese Antriebseinrichtungen mit ihren Abtriebsritzeln mit Transportrollen
in Eingriff stehen. Wenn diese Rollen gemäß Anspruch 7 gelagert sind, können sie derart
gesteuert werden, daß sie längs des betreffenden Führungsbahnabschnittes, in dem sie
transportiert werden, ohne Betriebsunterbrechungen einzeln freilaufen können.
[0029] Prinzipiell kann dies dadurch erfolgen, daß der Außenrahmen und/oder der Innenrahmen
eine Nut aufweisen, deren Boden nach dem Prinzip der Zahnstange eine Riffelung aufweist,
die mit einer zugeordneten als Ritzel ausgebildeten Transportrolle des Schiebeiagers
in Eingriff steht.
[0030] Zum Transportieren der Schiebelager in den vertikalen Führungsbahnabschnitten können
auch pneumatische bzw. hydraulische Arbeitszylinder vorgesehen sein, die am Außenrahmen
angeflanscht sind, mit ihren Kolbenstangen durch Durchbrüche des Außenrahmens hindurchgreifen
und während des Transportes der Schiebelager gegen diese anstehen bzw. mit ihnen gekuppelt
sind.
[0031] In einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der verschiebbare Innenrahmen
auf der von den Wickelwellen abgewandten Seite die Einrichtungen für die Energieversorgung
für Antriebe der Schiebelager auf.
[0032] Dies gilt auch für den Fall, daß die Vorrichtung zwei Führungsrahmen aufweist.
[0033] Durch diese Maßnahmen und aufgrund der Verschiebbarkeit des Innenrahmens wird erreicht,
daß die Schiebelager voneinander unabhängig und einzeln - soweit es ihre gegenseitige
Position zuläßt - in der Führungsbahn umlaufen können.
[0034] Gemäß einem weiteren Lösungsprinzip weisen zum wechselweisen Freigeben die beiden
gegenüberliegenden Abschnitte der geschlossenen Führungsbahn die Schiebelager Verriegelungselemente
und Antriebselemente auf, wobei in den beiden anderen gegenüberliegenden Abschnitten
während des Freigebens die Verriegelungselemente die Schiebelager am Außenrahmen verriegeln
und die Antriebselemente mit dem Innenrahmen in Eingriff stehen.
[0035] Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß die Schiebelager zusätzlich die Funktion
einer Wechselvorrichtung für den verschiebbaren Innenrahmen haben.
[0036] Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung mit zwei Führungsrahmen
für die Schiebelager der Wickelwellen für aufzuwickelnde Materialbahnen, wobei die
Führungsrahmen jeweils einen Außenrahmen und einen Innenrahmen aufweisen, die in einer
Führungsbahn die Schiebelager der Wickelwellen führen, und in der Ebene der Führungsrahmen
die Innenrahmen zu den Außenrahmen verschiebbar angeordnet sind, die Innenrahmen in
zwei einander gegenüberliegenden Anlagestellungen an ihren Außenrahmen wechselweise
die beiden einander gegenüberliegenden Abschnitte der Führungsbahn freigeben, derart
weiterzubilden, daß die Wartung sowie der Wechsel der Wickelwellen und gegebenenfalls
von Schiebelagern in erheblich kürzerer Zeit durchführbar ist als bisher, insbesondere
die Wickelwellen mit ihren Schiebelagern als Einleitung en bloc austauschbar sind.
[0037] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Wickelwellen nur in dem
unteren Bahnabschnitt und nur in den sich anschließenden seitlichen Bahnabschnitten
mindestens des einen Führungsrahmens von dem Innenrahmen und dem Außenrahmen mit ihren
Achsen parallel zur Bewegungsebene und senkrecht zur Bewegungsrichtung zwangsgeführt
sind.
[0038] In einer weiteren Ausgestaltung läuft mindestens der eine äußere Rahmen oberhalb
der Anlagebereiche des verschiebbaren Innenrahmens nach Art eines U-Profils in zwei
freie Schenkel aus.
[0039] Erfindungsgemäß ist entweder der eine Führungsrahmen in der erfindungsgemäßen Weise
ausgebildet bzw. sind es beide Führungsrahmen.
[0040] Es zeigte sich, daß durch diese Maßnahmen die sichere Führung der Wickelwellen längs
der geschlossenen Führungsbahn nach wie vor gewährleistet ist.
[0041] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es
zeigen:
Figur 1 schematisch und in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel mit
einem Führungsrahmen,
Figur 2-3 Seitenansichten des Führungsrahmens in den beiden Anlagestellungen des Innenrahmens
am Außenrahmen,
Figur 4 schematisch und in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel mit
zwei Führungsrahmen,
Figur 5-6 Seitenansichten des einen Führungsrahmens der Fig. 4 in den beiden Anlagestellungen
des Innenrahmens am Außenrahmen,
Figur 7-8 Seitenansichten des anderen Führungsrahmens der Fig. 4 in den beiden Anlagestellungen
des Innenrahmens am Außenrahmen,
Figur 9 schematisch und in Seitenansicht eine Wickelwelle und zwei Schiebelager,
Figur 10 schematisch und in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
Schiebelagers,
Figur 11 einen Schnitt durch das Schiebelager der Fig. 10,
Figur 12 in der Darstellung der Fig. 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schiebelagers,
Figur 13 einen Ausschnitt des Führungsrahmens der Fig. 1 im Einlaufbereich,
Figur 14 in der Darstellung der Fig. 13 ein weiteres Ausführungsprinzip für das Verschieben
des Außenrahmens,
Figur 15 einen Schnitt gemäß XV und XV der Fig. 14 und
Figur 16 schematisch und in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel mit
einem offenen Außenrahmen.
[0042] Figur 1 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0043] Die Vorrichtung weist im Einlaufbereich A einer zu Wicklungen D aufzuwickelnden Materialbahn
B an der einen Seite der Materialbahn einen Führungsrahmen und an der anderen Seite
eine Säule 2 auf. Ein Pfeil zeigt die Transportrichtung der Materialbahn an. Der Entnahmebereich
der Wicklungen D ist mit C bezeichnet.
[0044] Der Führungsrahmen 7 besteht aus einem feststehenden Außenrahmen 3 und einem in der
Ebene des Führungsrahmens in dem Außenrahmen verschiebbar angeordneten Innenrahmen
4, die beide eine geschlossene Führungsbahn 5 für Schiebelager 6.1, 6.2, 6.3 und 6.4
begrenzen.
[0045] Die Schiebelager 6.1 bis 6.4 weisen mit 7 bezeichnete Wickelwellen auf, die mit ihrem
einen, dem Führungsrahmen 1 benachbarten Endabschnitt in ihrem jeweiligen Schiebelager
frei drehbar gelagert sind.
[0046] Die Säule 2 weist ein höhenverstellbares Schiebelager 8 mit einem Elektromotor 9
auf, dessen Antriebswelle 10 über eine Kupplung 11 mit den freien, zur Säule zeigenden
Endabschnitten der Wickelwellen 7 kuppelbar ist. Die Säule 2 weist weiterhin eine
um eine lotrechte Achse verschwenkbare Führungsschiene 12 auf, die bis in die Ebene
der Stirnfläche 3' des Außenrahmens 3 reicht.
[0047] Die Wickelwellen 7 sind nach dem Prinzip der Spannwellen bzw. Spanndorne ausgebildet,
so daß auf sie aufgeschobene Wickelhülsen verspannt werden können.
[0048] Die Figuren 2 und 3 zeigen jeweils eine Seitenansicht des Führungsrahmens 1 in der
Figur 1, und zwar in den beiden Anlagestellungen des Innenrahmens 4 am Außenrahmen
3.
[0049] Die Führungsbahn 5 weist zwei zueinander distanzierte parallele, horizontale Führungsbahnabschnitte
13 und 14 und zwei zueinander distanzierte, parallele, lotrechte Führungsbahnabschnitte
15 (Figur 2) und 16 (Figur 3) auf und ist in den Zwischenstellungen zwischen den beiden
Anlagestellungen des Innenrahmens am Außenrahmen in sich geschlossen.
[0050] In Figur 2 ist der lotrechte Führungsbahnabschnitt 16 im Entnahmebereich C geschlossen,
so daß die Führungsbahn 5 zum Verschieben bzw. Transportieren der Schiebelager 6.1
bis 6.4 aus den verbleibenden Führungsbahnabschnitten 13, 14 und 15 besteht, während
in Figur 3 der Führungsbahnabschnitt 15 im Einlaufbereich geschlossen ist und die
Führungsbahn aus den aus den Führungsabschnitten 13, 14 und 16 gebildet ist.
[0051] Gemäß Figur 2 weist das Schiebelager 6.3 eine fertiggewickelte Wicklung auf, während
die einlaufende Materialbahn auf der Hülse des Schiebelagers 6.2 bereits die ersten
Lagen der neuen Wicklung gebildet hat.
[0052] Das Schiebelager 6.3 befand sich während des Wickelns der auf ihm befindlichen Wicklung
in der Position des Schiebelagers 6.2 der Figur 2, wobei der freie Endabschnitt seiner
Wickelwelle mit dem Elektromotor 9 des längs der Säule 2 höhenverstellbaren Schiebelagers
8 gekuppelt war und seine Winkelgeschwindigkeit bei konstanter Zugspannung der einlaufenden
Materialbahn geregelt wurde.
[0053] Während des Wickelns der Wicklung auf der Wickelwelle des Schiebelagers 6.3 befand
sich das Schiebelager 6.2 in der Position des Schiebelagers 6.1 mit einer auf seine
Wickelwelle 7 bereits aufgeschobenen Wickelhülse (Figur 1 ).
[0054] Nach dem Durchschneiden der Materialbahn und dem Entkuppeln des freien Endabschnittes
der Wickelwelle 7 des Schiebelagers 6.3 von der Abtriebswelle 10 wird das Schiebelager
6.3 mit der fertiggewickelten Wicklung längs des Führungsbahnabschnittes 14 in Pfeilrichtung
in den Entnahmebereich C transportiert bzw. geschoben.
[0055] Das Schiebelager 8 wird nach dem Entkuppeln der Wickelwelle 7 des Schiebelagers 6.3
in der Säule 2 in seine obere Position verfahren und mit dem freien Endabschnitt der
Wickelwelle 7 des Schiebelagers 6.2, das sich in der Position des Schiebelagers 6.1
in Figur 3 befindet, gekuppelt.
[0056] Während dieser Zeit wird der Innenrahmen 4 in seine aus Figur 2 ersichtliche Anlagestellung
im Entnahmebereich C am Außenrahmen 3 gebracht und das Schiebelager 6.3 mit der fertigen
Wicklung weiter in Pfeilrichtung längs seines Führungsbahnabschnittes 14 transportiert.
[0057] Die beiden Schiebelager 6.2 und 8 werden in die untere Position gebracht, wobei das
Schiebelager 6.2 die in Figur 2 dargestellte Position einnimmt.
[0058] Die Materialbahn B wird auf der Wickelwelle 7 des Schiebelagers 6.2 befestigt, die
Wickelwelle 7 in Rotation versetzt und die Transportgeschwindigkeit der zuvor in Ruhe
befindlichen Materialbahn B so geregelt, daß die Zugspannung der einlaufenden Materialbahn
im wesentlichen konstant ist.
[0059] Während eine neue Wicklung auf der Wickelwelle 7 des Schiebelagers 6.2 gewickelt
wird, wird das Schiebelager 6.3 in den Entnahmebereich C für die fertiggewickelte
Wicklung gebracht.
[0060] Zu diesem Zweck wurde nach dem Entkuppeln der Wickelwelle des Schiebelagers 6.3 ihr
freier Endabschnitt von der parallel zum Führungsrahmen 1 verschwenkten Führungsschiene
12 übernommen.
[0061] Gemäß den Figuren 1, 2, 3 ist der untere horizontale Führungsbahnabschnitt 14 um
den Entnahmebahnabschnitt 20 verlängert. Das Schiebelager 6.3 wird bis zum Anschlag
21 des Führungsbahnabschnittes 20 weitertransportiert.
[0062] Anschließend fährt im Entnahmebereich C ein Hubtisch 23 hoch, der die Wicklung aufnimmt.
Durch Verfahren des Hubtisches 23 in Achsenrichtung der Wickelwelle 7 wird die fertige
Wicklung abgezogen.
[0063] Das Schiebelager 6.3 wird in die Position des Schiebelagers 6.4 nach Figur 2 und
der Innenrahmen 4 in die Anlagestellung am Außenrahmen 3 gemäß Figur 3 gebracht. Nun
wird das Schiebelager 6.3 in dem Führungsbahnabschnitt 16 gemäß Figur 3 in den oberen
horizontalen Führungsbahnabschnitt 13 transportiert bzw. geschoben (vgl. Position
des Schiebelagers 6.1 (6.4) in Figur 2 (3).
[0064] In dieser Zeit hat das Schiebelager 6.1 seine Position nach Figur 2 verlassen und
wird in seine Position nach Figur 3 gebracht, in der es nach dem Wickeln der Wicklung
auf dem Schiebelager 6.2 mit der Abtriebswelle 10 des Elektromotors 9 gekuppelt und
in die Arbeitsposition des Schiebelagers 6.2 gebracht wird, nachdem dieses die Arbeitsposition
mit der fertigen Wicklung verlassen hat.
[0065] Die anhand der Figuren 1 bis 3 beschriebene Vorrichtung setzt voraus, daß bei jedem
Wechsel der Wickelwellen die Materialbahn gestoppt wird.
[0066] Anstelle der dargestellten vier Schiebelager 6.1, 6.2, 6.3 und 6.4 kann die Führungsbahn
zusätzlich nicht dargestellte Schiebelager mit Wickelwellen aufweisen, wobei die Anordnung
und der Transport der Schiebelager so erfolgt, daß die zusätzliche Anzahl der Schiebelager
sich stets im Führungsbahnabschnitt 13 befindet. Dieser Führungsbahnabschnitt hat
dann zusätzlich die Funktion eines Magazins.
[0067] Die Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung mit zwei Führungsrahmen.
Der Führungsrahmen 25 ist mit dem Führungsrahmen 1 in Figur 1 identisch und weist
Schiebelager 6.1, 6.2, 6.3 und 6.4 mit Wickelwellen 7 auf. Der Führungsrahmen 26 ersetzt
die Säule 2 in Figur 1. Mit der Figur 1 gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen
bezeichnet.
[0068] Der Führungsrahmen 26 weist einen Außenrahmen 27 und einen Innenrahmen 28 auf, der
die Abmessungen des Innenrahmens 4 hat und mit diesem synchron aus der Anlagestellung
im Einlaufbereich A der Materialbahn B in die Anlagestellung im Entnahmebereich C
der fertigen Wicklungen D gebracht hat.
[0069] Der feststehende Außenrahmen 27 und der in der Ebene des Führungsrahmens 26 in dem
Außenrahmen verschiebbar angeordnete Innenrahmen 28 begrenzen eine geschlossene Führungsbahn
5, für Schiebelager 6.1', 6.2', 6.3' und 6.4'.
[0070] Diese Schiebelager sind identisch mit dem Schiebelager 8 aus Figur 1 und weisen jeweils
einen Elektromotor auf, dessen Antriebswelle über eine Kupplung mit den freien zum
Führungsrahmen 26 zeigenden Endabschnitten der Wickelwellen 7 kuppelbar ist.
[0071] Der Führungsrahmen 26 weist weiterhin eine Führungsschiene 32 auf, die bis in die
Ebene der Stirnfläche 3' des Außenrahmens 27 reicht.
[0072] Die Figuren 5 und 6 zeigen jeweils eine Seitenansicht des Führungsrahmens der Figur
4, die bis auf die Position einzelner Schiebelager mit den Figuren 2 und 3 identisch
sind.
[0073] Die Figuren 7 und 8 zeigen die Projektion des Führungsrahmens 26 und seine Schiebelager
6.1', 6.2', 6.3' und 6.4' in die Ebene Eo gemäß Figur 4 in Pfeilrichtung.
[0074] Zur Vereinfachung der Darstellung bewegen sich die Schiebelager 6.1 und 6.1', 6.2
und 6.2', 6.3 und 6.3' sowie 6.4 und 6.4' gemäß den Figuren 6 bis 8, so als ob sie
alle über die entsprechenden Kupplungen miteinander gekuppelt wären. Tatsächlich ist
dies nur für die zugeordneten Schiebelager der Fall, die tatsächlich miteinander gekuppelt
sind, und zwar vom Einlaufbereich der Bahn bis zum Entnahmebereich der Wicklung.
[0075] Die Führungsbahn 5' weist gemäß den Figuren 4, 7 und 8 die beiden zueinander distanzierten,
parallelen, horizontalen Führungsabschnitte 13' und 14' und die beiden zueinander
distanzierten, parallelen, lotrechten Führungsbahnabschnitte 15' (Figur 7) und 16'
(Figur 8) auf und ist in den Zwischenstellungen zwischen den beiden Anlagestellungen
des Innenrahmens 28 am Außenrahmen 27 in sich geschlossen.
[0076] In Figur 7 ist der lotrechte Führungsbahnabschnitt 16' im Entnahmebereich C geschlossen,
so daß die Führungsbahn zum Verschieben bzw. transportieren der Schiebelager aus den
Führungsbahnabschnitten 13', 14' und 15' besteht, während in Figur 8 der Führungsbahnabschnitt
15' im Einlaufbereich geschlossen ist und die Führungsbahn aus den Führungsabschnitten
13', 14' und 16' gebildet ist.
[0077] Gemäß den Figuren 5 und 7 weisen die Schiebelager 6.3 und 6.3' eine fertiggewickelte
Wicklung auf, während die einlaufende Materialbahn B auf der den Schiebelagern 6.2
und 6.2' zugeordneten Wickelhülse bereits die ersten Lagen der neuen Wicklung bildet.
[0078] Die Schiebelager 6.3 und 6.3' befanden sich zu Beginn des Wickelns in der Position
der Schiebelager 6.2 und 6.2
' der Figuren 5 und 7, wobei der freie Endabschnitt ihrer Wickelwelle mit dem Elektromotor
der Schiebelager 6.3' gekuppelt war und seine Winkeigeschwindigkeit bei konstanter
Zugspannung der einlaufenden Materialbahn B geregelt wurde.
[0079] Während des Wickelns der Wicklung auf der Wickelwelle der Schiebelager 6.3 und 6.3'
bewegen sich die Schiebelager aus der Position der Schiebelager 6.2 und 6.2' in die
in den Figuren 5 und 7 dargestellte Position, d.h. aus den Führungsbahnabschnitten
15 bzw. 15' in die Führungsbahnabschnitte 14 bzw. 14'.
[0080] Nach dem Durchschneiden der Materialbahn B werden die Schiebelager 6.3 und 6.3' mit
der fertiggewickelten Wicklung längs des Führungsbahnabschnittes 14 bzw. 14' in Pfeilrichtung
in den Entnahmebereich C bis zum Anschlag des Schiebelagers 6.3' am Außenrahmen 27
transportiert bzw. geschoben.
[0081] In dieser aus den Figuren 5 und 7 ersichtlichen Position der Schiebelager 6.3 und
6.3' wird die Wickelwelle 7 von dem Schiebelager 6.3' entkuppelt und der freie Endabschnitt
der Wickelwelle von der Führungsschiene 32 übernommen.
[0082] Anschließend wird die fertige Wicklung in den Entnahmebereich C bis zum Anschlag
des Schiebelagers 6.3 am Außenrahmen 3 transportiert und die Wicklung - wie oben beschrieben
- entnommen. Das Schiebelager 6.3 bewegt sich mit seiner Wickelwelle anschließend
in die dem Schiebelager 6.4 entsprechende Position (vgl. Fig. 5).
[0083] Während der Zeit, in der das Schiebelager 6.3 sich im Entnahmebahnabschnitt 20 bewegt,
haben die Schiebelager 6.2 und 6.2' die vertikalen Führungsbahnabschnitte 15 bzw.
15' aus den Positionen in den Figuren 5 und 7 verlassen und bewegen sich in den horizontalen
Führungsbahnabschnitten 14 bzw. 14'. In dieser Zeit werden die Innenrahmen 4 und 28
in ihre aus den Figuren 6 und 8 ersichtliche Anlagestellung im Einlaufbereich A am
Außenrahmen 3 bzw. 27 gebracht.
[0084] Die beiden Schiebelager 6.3 und 6.3
' werden aus ihrer den Schiebelagern 6.4 und 6.4' entsprechende Position in den Figuren
5 und 7 entlang den vertikalen Führungsbahnabschnitten 16 bzw. 16' in die Führungsbahnabschnitte
13 und 13' transportiert (vgl. die Position der Schiebelager 6.4 und 6.4' in den Figuren
6 und 8), wo nach dem Aufspannen einer Wickelhülse auf die Spannwelle deren freier
Endabschnitt mit der Abtriebswelle des Motors im Schiebelager 6.3' gekuppelt wird.
[0085] Die Schiebelager 6.3 und 6.3' werden in die Position der Schiebelager 6.4 und 6.4'
nach den Figuren 6 und 8 gebracht. Während auf der Wickelwelle der Schiebelager 6.2
und 6.2' die neue Wicklung weiter gewickelt wird, bewegen sich die Schiebelager 6.2
und 6.2' in Pfeilrichtung in den Führungsbahnabschnitten 14 bzw. 14'.
[0086] Die Innenrahmen 4 und 28 werden zur Anlage an ihrem Außenrahmen 8 bzw. 27 im Entnahmebereich
C für die Wickelwellen gebracht und die Führungsbahnabschnitte 15 bzw. 15' (vgl. Figuren
5 und 7) freigegeben.
[0087] Die Bewegung der Schiebelager 6.1 und 6.1' in den vertikalen Führungsbahnabschnitten
15 bzw. 15' wird derart gesteuert, daß nach dem Herstellen der Wicklung auf der Wickelwelle
der Schiebelager 6.2 und 6.2' die Wickelhülse eine Umfangsgeschwindigkeit hat, die
der Bahngeschwindigkeit der einlaufenden Materialbahn B hat, diese wird durchschnitten
und der gebildete neue Anfang der Materialbahn B ohne Betriebsunterbrechungen, d.h.
im fliegenden Wechsel der Wickelwelle der Schiebelager 6.1 und 6.1' zum Wickeln einer
neuen Wicklung zugeführt.
[0088] Entsprechend wird - wie oben beschrieben - die fertiggewickelte Wicklung entnommen
und die neue gewickelt.
[0089] Die Vorrichtung nach den Figuren 4 bis 8 kann sowohl im kontinuierlichen Betrieb
- wie oben beschrieben - als auch im diskontinuierlichen Betrieb entsprechend der
in den Figuren 1 bis 4 beschriebenen Vorrichtung arbeiten.
[0090] Figur 9 zeigt eine Ansicht in radialer Richtung auf eine Wickelwelle 7 mit zwei Schiebelagern
6a und 6.a' (a=1, 2, oder 5).
[0091] Im Schiebelager 6.a ist die Wickelwelle 7 frei drehbar gelagert. Auf ihr ist eine
Wickelhülse 7, angeordnet, auf der eine Wicklung D gewickelt wird. Der freie Endabschnitt
der Wickelwelle 7 ist als Zapfen 33 mit einer stirnseitigen Kreisscheibe 34 mit größerem
Durchmesser als die Wickelwelle ausgebildet. Im Gehäuse 35 des Schiebelagers 6.a ist
eine axial ausrückbare Kupplung 36 angeordnet, deren Kupplungsbacken 37 und 38 die
Kreisscheibe 34 im gekuppelten Zustand hintergreifen.
[0092] Nach Lösen der Kupplungsbacken 37 und 38 wird der freie Endabschnitt bzw. Zapfen
33 von der Führungsschiene 12 (Fig. 1) bzw. 32 (Fig. 4) zugeführt.
[0093] Die Figur 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Schiebelager 6a bzw. 6a'. Es weist
ein Gehäuse 39 auf, in dem frei drehbar die Wickelwelle 7 gelagert ist, und weiterhin
auf der Oberseite, in Richtung zum Außenrahmen 38 bzw. 27, eine Transportrolle 40
und auf der Unterseite, in Richtung zum Innenrahmen, eine entsprechende in Fig. 11
dargestellte Transportrolle 42 auf. Beide Transportrollen 40, 42 sind als Ritzel ausgebildet
und stehen mit den als Zahnstangen ausgebildeten Führungsbahnabschnitten 13 und 14
bzw. 13' und 14' in Eingriff.
[0094] Zum Führen der Schiebelager in den Führungsbahnabschnitten 15, 16 bzw. 15', 16' sind
im Einlaufbereich bzw. Entnahmebereich C unterhalb des Außenrahmens 3, 27 hydraulische
bzw. pneumatische Arbeitszylinder angeordnet, die nicht dargestellt sind und die mit
ihren Kolbenstangen die Außenrahmen über Durchbrüche durchfahren und die Schiebelager
anheben bzw. absenken.
[0095] Figur 11 zeigt einen Schnitt durch das Schiebelager 6a bzw. 6.a'. Es weist einen
Elektromotor auf, dessen Abtriebsritzel 41 mit der oberen Transportrolle 40 und der
unteren Transportrolle 42 in Eingriff steht.
[0096] Figur 12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schiebelagers 6.a bzw. 6.a'.
Es weist zusätzliche Transportrollen 43 und 44 auf, die als Ritzel ausgebildet sind
und mit den ebenfalls nach dem Zahnstangenprinzip ausgebildeten vertikalen Führungsbahnabschnitten
15 bzw. 16 oder gegebenenfalls 15' bzw. 16' in Eingriff stehen.
[0097] Figur 13 zeigt in der Darstellung der Figur 1 bzw. 4 den Führungsrahmen 1 im Ausschnitt
und in vergrößerter Darstellung im Einlaufbereich A der Materialbahn B. Die Ausbildung
der Führungsbahnabschnitte nach dem Zahnstangenprinzip ist für den Führungsbahnabschnitt
14 durch die Zahnung des Bodens 45 der Führungsnut 47 dargestellt. Sowohl die Außenrahmen
3, 27 als auch die Innenrahmen 4, 28 weisen derartige Führungsnuten 47 mit einer Zahnung
auf.
[0098] In Abwandlung der in den Figuren 10, 11 und 12 dargestellten Ausführungsbeispiele
für die Schiebelager 6.a und 6.a' weisen die Schiebelager 6.1, 6.2 und die nicht dargestellten
Schiebelager 6.3 und 6.4 zusätzliche Elektroantriebe 48 auf, mit deren Abtriebswellen
die Wickelwellen 7 verbunden sind. Die nicht dargestellten Schiebelager 6.a
' weisen für die freien Endabschnitte der Wickelwellen lediglich Kupplungen auf, sowie
gegebenenfalls zusätzliche Antriebe mit Abtriebsritzel 41 (Figur 11) für Transportrollen
40, 42 und gegebenenfalls 43.
[0099] Zum Verschieben der Innenrahmen 4, 28 in die beiden Anlagestellungen in den zugeordneten
Außenrahmen 3, 27 weisen die Außenrahmen angeflanschte hydraulische bzw. pneumatische
Arbeitszylinder 49 auf, die während des Verschiebens mit ihren Kolbenstangen 50 Durchbrüche
der Außenrahmen 3, 27 durchfahren und gegen die Innenrahmen 4, 28 wechselweise anstehen
(Figuren 1 bis 8). Diese Arbeitszylinder bilden mit ihrer nicht dargestellten Steuerung
eine Wechselvorrichtung.
[0100] An die Stelle der Arbeitszylinder 49 können auch Schiebekeile 51 treten, die in entsprechende
Sacklöcher 52 der Innenrahmen 4, 28 während des jeweiligen Verschiebens der Innenrahmen
treten (Fig. 13).
[0101] Fig. 14 zeigt in der Darstellung der Figur 13 ein weiteres Ausführungsbeispiel für
das Verschieben des Innenrahmens 4 bzw. 28. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. An die Stelle der mit dem Außenrahmen 3 verbundenen Wechselvorrichtung
treten die Schiebelager, die zusätzlich die Funktion einer Wechselvorrichtung übernehmen.
[0102] Der verschiebbare geführte Innenrahmen 4 weist im Bereich der Führungsbahnabschnitte
13 und 14 jeweils eine Nut 53 bzw. 54 auf, deren Boden eine Zahnung 55 aufweist. Die
Schiebelager weisen, wie dies für das Schiebelager 6.1 dargestellt ist, als Verriegelungselement
einen höhenverstellbaren Bolzen 57 auf, der in ein Sackloch 58 (vgl. Figur 15) während
des Verschiebens des Innenrahmens 4 eintaucht und das betreffende Schiebelager am
Außenrahmen 3 verriegelt.
[0103] Die Schiebelager weisen weiterhin einen nicht dargestellten Antrieb mit einem Abtriebsritzel
590 auf, das mit der Zahnung 55 der betreffenden Nut 53 bzw. 54 in Eingriff steht.
[0104] Zum Verschieben des Innenrahmens aus der in Figur 14 dargestellten Position in die
andere Position am Außenrahmen werden die betreffenden Schiebelager in den Führungsbahnabschnitten
13 und 14 so verschoben, daß die Verriegelungsbolzen 57 in die Sacklöcher 58 eintauchen
können.
[0105] Durch Ansteuern der nicht dargestellten Antriebe werden die Abtriebsritzel 59 beaufschlagt,
die nach dem Zahnstangenprinzip mit der Zahnung 55 im Boden der Nuten 53 bzw. 54 in
Eingriff stehen und den Innenrahmen 4 in die andere Endstellung verschieben.
[0106] Anschließend werden die Antriebe der Abtriebsritzel 59 abgeschaltet und die Verriegelungsbolzen
57 in die Ruhestellung gebracht. Die Schiebelager werden dann - wie oben beschrieben
- weiter transportiert.
[0107] Figur 16 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Mit der Figur 4 bzw. Figur 1 übereinstimmende Teile
sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0108] Die Vorrichtung weist im Einlaufbereich A der zu Wicklungen aufzuwickelnden Materialbahn
B an der einen Seite der Materialbahn einen ersten Führungsrahmen 61 und an der anderen
Seite einen zweiten Führungsrahmen 26 auf. Ein Pfeil zeigt die Transportrichtung der
Materialbahn an. Der Entnahmebereich der Wicklungen D ist mit C bezeichnet.
[0109] Der Führungsrahmen 61 besteht aus einem feststehenden Außenrahmen 62 und einem in
der Ebene des Führungsrahmens in dem Außenrahmen verschiebbar angeordneten Innenrahmen
63, die beide eine in sich geschlossene Führungsbahn für die Schiebelager 6.1, 6.2,
6.3 und 6.4 begrenzen.
[0110] Im Sinne der Erfindung ist unter der in sich geschlossenen Führungsbahn zu verstehen,
daß die Schiebelager sich längs einer geschlossenen aus geradlinigen Abschnitten bestehenden
Bahn bewegen.
[0111] Der Schnitt des Außenrahmens 6.2 mit der Ebene E
o entspricht einem U-Profil und läuft oberhalb der in sich geschlossenen Führungsbahn
in die beiden freien Schenkel 64 bzw. 65 aus. Der Führungsrahmen 26 ist wie der Rahmen
26 in Fig. 4 ausgebildet, d.h. mit ihm identisch.
[0112] Entsprechend wie der Führungsrahmen 61 kann auch der Führungsrahmen 26 ausgebildet
sein, d.h. mit einem offenen Außenrahmen, so daß beispielsweise ohne weiteres mit
Hallenkran eine Wickelwelle mit ihren Schiebelagern als komplette Baueinheit in kürzester
Zeit ausgetauscht werden kann.
[0113] Der Transport für die Schiebelager der in Figur 16 dargestellten Vorrichtung längs
ihrer Bahn ist die gleiche wie für diejenigen der Vorrichtung nach Fig. 1 bzw. Fig.
4.
[0114] Dies gilt auch für die Vorrichtung mit zwei offenen Außenrahmen.
1. Wickelvorrichtung mit einem oder zwei beidseitig angeordneten Führungsrahmen (1,
25, 26) für die Schiebelager der Wickelwellen (7) für aufzuwickelnde Materialbahnen,
wobei der Führungsrahmen einen Außenrahmen (3, 27) und einen Innenrahmen (4, 28) aufweist,
die in einer geschlossenen Führungsbahn (5 bzw. 5') aus je zwei parallel laufenden Führungselementen die Schiebelager der Wickelwelle
führen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ebene des oder jedes Führungsrahmens (1,
25, 26) der Innenrahmen (4, 28) zu dem Außenrahmen (3, 27) verschiebbar angeordnet
ist und daß der oder die Innenrahmen (4, 28) in zwei einander gegenüberliegenden Anlagestellungen
an dem oder den Außenrahmen (3, 27) wechselweise zwei einander gegenüberliegende lotrecht
oder schräg zur Horizontalen verlaufende Abschnitte (15, 16 bzw. 15', 16') der geschlossenen
Führungsbahn (5 bzw. 5') freigibt bzw. freigeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebelager (6.1,
6.2, 6.3, 6.4, 6.1', 6.2', 6.3', 6.4') des Führungsrahmens (der Führungsrahmen) Antriebseinrichtungen
zum wahlweisen Verschieben und/oder Verfahren der Schiebelager in der (den) geschlossenen
Führungsbahn(en) (5 bzw. 5') und/oder Antriebseinrichtungen (9) zum Antreiben der
Wickelwellen (7) und/oder Kupplungseinrichtungen (11, 36) für die Wickelwellen (7)
aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum wechselweisen
Freigeben der beiden gegenüberliegenden Abschnitte (15, 16 bzw. 15', 16') der geschlossenen
Führungsbahn(en) der oder die Außenrahmen (3, 27) eine bzw. jeweils eine Wechselvorrichtung
(49, 50, 51, 52) aufweist bzw. aufweisen und die Wechselvorrichtung (49, 50, 51, 52)
bzw. die synchron gesteuerten Wechselvorrichtungen mit dem bzw. den Innenrahmen (4,
28) abwechselnd mit den beiden einander gegenüberliegenden Seiten des Innenrahmens
(4, 28) kuppelbar ist bzw. sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verbringens
des Innenrahmens (4) (der Innenrahmen (28)) in die jeweilige Anlagestellung am (an
den) Außenrahmen (3, 27) die Schiebelager Zwangsführungen für den (die) Innenrahmen
(4, 28) bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselvorrichtung(en)
auf Rollen geführte und mit dem Innenrahmen (4, 28) kuppelbare Schiebekeile (51) aufweist
(aufweisen).
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselvorrichtung(en)
Arbeitszylinder (49) aufweist (aufweisen) und die Arbeitszylinder (49) zum Verbringen
des Innenrahmens (4, 28) in die jeweilige Anlagestellung am Außenrahmen (3, 27) mit
ihren Kolbenstangen (50) durch den (die) Außenrahmen hindurch gegen den (die) Innenrahmen
während des Verbringens anstehen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebelager
Transportrollen (40, 42 und ggf. 43, 44) aufweisen und diese Transportrollen mit dem
Innenrahmen (4, 28) und/oder mit dem Außenrahmen (3, 27) abschnittsweise in Eingriff
stehen bzw. bringbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der (die
Innenrahmen (4, 28) auf der von den Wickelwellen (7) abgewandten Seite Einrichtungen
für die Energieversorgung der Antriebe (9) der Schiebelager aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß zum wechselweisen Freigeben der beiden gegenüberliegenden lotrechten Abschnitte
(15, 16) der geschlossenen Führungsbahn (5 bzw. 5') die Schiebelager Verriegelungselemente
(57, 58) und Antriebselemente (59, 55) aufweisen, in den beiden gegenüberliegenden
waagrechten Abschnitten (13, 14) während des Freigebens die Verriegelungselemente
(57, 58) die Schiebelager am Außenrahmen (3, 27) verriegeln und die Antriebselemente
(59, 55) mit dem Innenrahmen (4, 28) in Eingriff stehen.
10. Wickelvorrichtung mit zwei Führungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wickelwellen (7) nur in dem unteren Bahnabschnitt und in den
sich anschließenden seitlichen Bahnabschnitten mindestens des einen Führungsrahmens
von dem Innenrahmen und dem Außenrahmen mit ihren Achsen parallel zur Bewegungsebene
und senkrecht zur Bewegungsrichtung zwangsgeführt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der eine
äußere Rahmen oberhalb der Anlagebereiche des verschiebbaren Innenrahmens nach Art
eines U-Profils in zwei freie Schenkel ausläuft.
1. Winding apparatus having a guide frame or two guide frames arranged on either side
(1, 25, 26) for the sliding bearings of the winding shafts (7) for material webs to
be wound up, the guide frame having an outer frame (3, 27) and an inner frame (4,
28) which guide the sliding bearings of the winding shafts in a closed guideway (5
and 5') comprising two respective parallel guide elements, characterized in that the
inner frame (4, 28) is arranged displaceable with respect to the outer frame (3, 27)
in the plane of the or of each guide frame (1, 25, 26), and in that the inner frame
or frames (4, 28) releases or release alternately two mutually opposing sections (15,
16 and 15', 16') running vertically or obliquely to the horizontal of the closed guideway
(5 and 5') in two mutually opposing bearing positions on the outer frame or frames
(3, 27).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the sliding bearings (6.1,
6.2, 6.3, 6.4, 6.1', 6.2', 6.3', 6.4') of the guide frame (guide frames) have driving means for the optional displacement
and/or travel of the sliding bearings in the closed guideway(s) (5 or 5') and/or driving
means (9) for driving the winding shafts (7) and/or coupling means (11, 36) for the
winding shafts (7).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that, for the alternate releasing
of the two opposing sections (15, 16 and 15', 16') of the closed guideway(s), the
outer frame or frames (3, 27) has a or each has a changeover apparatus (49, 50, 51,
52) and the changeover apparatus (49, 50, 51, 52) or the synchronously controlled
changeover apparatuses can be coupled to the inner frame or frames (4, 28) by alternating
between the two mutually opposing sides of the inner frame (4, 28).
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that when bringing the inner frame
(4) (or inner frames (28)) into the respective bearing position on the outer frame(s)
(3, 27) the sliding bearings form restrictive guides for the inner frame(s) (4, 28).
5. Apparatus according to Claim 3 or 4, characterized in that the changeover apparatus(es)
has or have sliding wedges (51) which are guided on rollers and can be coupled to
the inner frame (4, 28).
6. Apparatus according to claim 3 or 4, characterized in that the changeover apparatus(es)
has or have working cylinders (49) and the working cylinders (49), for bringing the
inner frame (4, 28) into the respective bearing position on the outer frame (3, 27)
bear by means of their piston rods (50) through the outer frame(s) against the inner
frame(s) during this bringing movement.
7. Apparatus according to one of Claims 1-6, characterized in that the sliding bearings
have transport rollers (40, 42 and where appropriate 43, 44) and these transport rollers
are in engagement or can be brought into engagement with the inner frame (4, 28) and/or
with the outer frame (3, 27) in sections.
8. Apparatus according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the inner frame(s)
(4, 28) have on the side remote from the winding shafts (7) means for supplying energy
to the drives (9) of the sliding bearings.
9. Apparatus according to one of Claims 1, 2, 3, 7 or 8, characterized in that, for
the alternate releasing of the two opposing vertical sections (15, 16) of the closed
guideway (5 or 5'), the sliding bearings have locking elements (57, 58) and driving
elements (59, 55), in the two opposing horizontal sections (13, 14), during release,
the locking elements (57, 58) lock the sliding bearings on the outer frame (3, 27)
and the driving elements (59, 55) are in engagement with the inner frame (4, 28).
10. Winding apparatus having two guide frames according to one-of Claims 1 to 9, characterized
in that the winding shafts (7) are only restrictedly guided in the lower guideway
section and in the adjacent lateral guideway sections at least of one guide frame
of the inner frame and the outer frame with their axes parallel to the plane of movement
and perpendicular to the direction of movement.
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that at least the one outer
frame is continued above the bearing regions of the displaceable inner frame in the
manner of a U-shaped profiled section in the form of two free arms.
1. Dispositif d'enroulement avec un ou deux cadres de guidage (1, 25, 26), disposés
des deux côtés, pour les paliers mobiles des broches de bobines (7) pour des bandes
de matière à enrouler, le cadre de guidage comportant un cadre extérieur (3, 27) et
un cadre intérieur (4, 28) qui guident les paliers mobiles de la broche de bobine
dans une voie de guidage fermée (5 et respectivement 5') constituée respectivement
de deux éléments de guidage parallèles, caractérisé en ce que dans le plan du ou de
chacun des cadres de guidage (1, 25, 26) le cadre intérieur (4, 28) est disposé de
façon à pouvoir se déplacer par rapport au cadre extérieur (3, 27) et que, dans deux
positions d'appui opposées sur le ou les cadre(s) extérieur(s) (3, 27), le ou les
cadre(s) intérieur(s) (4, 28) libère et respectivement libèrent alternativement deux
sections (15, 16 et respectivement 15', 16') de la voie de guidage fermée (5 et respectivement
5'), disposées à l'opposé l'une de l'autre et s'étendant perpendiculairement ou en
oblique par rapport à l'horizontale.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paliers mobiles
(6.1, 6.2, 6.3, 6.4, 6.1', 6.2', 6.3', 6.4') du cadre de guidage (des cadres de guidage)
comportent des dispositifs d'entraînement pour le déplacement au choix et/ou la translation
des paliers mobiles dans la (les) voie(s) de guidage fermée(s) (5 et respectivement
5') et/ou des dispositifs d'entraînement (9) pour l'entraînement des broches de bobines
(7) et/ou des dispositifs d'accouplement (11, 36) pour les broches de bobines (7).
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, pour la
libération alternative des deux sections opposées (15, 16 et respectivement 15', 16')
de la (des) voie(s) de guidage fermée(s), le ou les cadre(s) extérieur(s) (3, 27)
comporte(nt) un et respectivement à chaque fois un dispositif changeur (49, 50, 51,
52) et que le dispositif changeur (49, 50, 51, 52) et respectivement les dispositifs
changeurs commandés de manière synchrone peut et respectivement peuvent être couplé(s)
avec le ou les cadre(s) intérieur(s) (4, 28), à savoir alternativement avec les deux
côtés opposés du cadre intérieur (4, 28).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que, pendant le déplacement
du cadre intérieur (4) (des cadres intérieurs (28)) dans la position d'appui respective
sur le (les) cadre(s) extérieur(s) (3, 27), les paliers mobiles constituent des guidages
forcés pour le (les) cadre(s) intérieur(s) (4, 28).
5. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le(s) dispositif(s)
changeur(s) comporte(nt) des clavettes coulissantes (51) guidées sur des rouleaux
et pouvant être couplées avec le cadre intérieur (4, 28).
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le(s) dispositif(s)
changeur(s) présente(nt) des cylindres de travail (49), et que pour le déplacement
du cadre intérieur (4, 28) dans la position d'appui respective sur le cadre extérieur
(3, 27), les tiges de piston (50) des cylindres de travail (49) traversent le(s) cadre(s)
extérieur(s) et sont appliquées pendant le déplacement contre le(s) cadre(s) intérieur(s).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les paliers
mobiles sont munis de galets de roulement (40, 42 et éventuellement 43, 44) et que
lesdits galets de roulement sont et respectivement peuvent être mis en prise par sections
avec le cadre intérieur (4, 28) et/ou le cadre extérieur (3, 27).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le(s) cadre(s)
intérieur(s) (4, 28) présente(nt) du côté opposé aux broches de bobines (7) des dispositifs
pour l'alimentation en énergie des mécanismes d'entraînement (9) des paliers mobiles.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1, 2, 3, 7 ou 8, caractérisé en ce que,
pour la libération alternative des deux sections opposées perpendiculaires (15, 16)
de la voie de guidage fermée (5 et respectivement 5'), les paliers mobiles comportent
des éléments de verrouillage (57, 58) et des éléments d'entraînement (59, 55), que,
dans les deux sections horizontales opposées (13, 14), les éléments de verrouillage
(57, 58) bloquent les paliers mobiles pendant la libération sur le cadre extérieur
(3, 27) et que les éléments d'entraînement (59, 55) sont en prise avec le cadre intérieur
(4, 28).
10. Dispositif d'enroulement avec deux cadres de guidage selon l'une des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que les broches de bobines (7) ne sont guidées de manière
forcée par le cadre intérieur et le cadre extérieur que dans la section inférieure
de la bande et dans les sections de bande de l'un des cadres de guidage qui y font
suite latéralement, de sorte que leurs axes s'étendent parallèlement au plan de mouvement
et perpendiculairement à la direction de mouvement.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins l'un des cadres
extérieurs se termine à la manière d'un profil en U en deux branches libres, au-dessus
des zones d'appui du cadre intérieur mobile.