(19)
(11) EP 0 284 759 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.07.1990  Patentblatt  1990/30

(21) Anmeldenummer: 88102341.0

(22) Anmeldetag:  18.02.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E02D 7/10, E21B 7/26

(54)

Ramme

Hammer

Mouton


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 01.04.1987 DE 3710928

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.10.1988  Patentblatt  1988/40

(73) Patentinhaber: Schmidt, Paul
D-57368 Lennestadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmidt, Paul
    D-57368 Lennestadt (DE)

(74) Vertreter: König, Reimar, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Dr.-Ing. Reimar König Dipl.-Ing. Klaus Bergen Postfach 260254
40095 Düsseldorf
40095 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 2 369 061
FR-A- 2 571 776
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Ramme zum Eintreiben von Rohren, bei der ein in einem Gehäuse axial hin-und herbewegter Kolben seine Schubkraft an das einen Schlagkopf aufweisende Gehäuse abgibt und das rückwärtige Gehäuseende mit einem Deckel verschraubt ist. Eine solche Ramme ist aus der FR-A 2 571 776 bekannt.

    [0002] Das Eintreiben von Stahlrohren, beispielsweise Schutz- oder Leitungsrohren, mit Hilfe einer Ramme, deren Schlagspitze bzw. -kopf direkt oder mittels eines Rammaufsatzes in das rückwärtige Ende eines Stahlrohres eingreift, erfordert in aller Regel eine Startgrube bzw. einen Startschacht, in dem Ramme und Stahlrohr zum Vortrieb in das Erdreich vorbereitet werden. Die Grube muß eine Mindestlänge aufweisen, die sich aus der Addition der Länge des einzurammenden Rohres und der Länge der Ramme ergibt (vgl. DE-OS 33 26 246).

    [0003] Um die Abmessungen der Startgrube zu verringern, leißen sich beispielsweise die Längen der einzurammenden Rohre verkürzen, beispielsweise anstatt mit einer Länge von 6 m lediglich mit 4 m vorsehen, was jedoch ein entsprechend häufigeres, zeitaufwendiges, jeweils neues Ansetzen der Ramme und Verbinden der kürzeren Rohrstücke bis zur Fertiglänge zur Folge hätte. Es wird deshalb eine möglichst große Länge der einzurammenden Stahlrohre angestrebt, und eine entsprechend länger bemessene Startgrube in Kauf genommen.

    [0004] Die Länge der Ramme bestimmt sich nach der für den Vortrieb des Stahlrohres aufzubringenden Schubkraft, die durch das Gewicht des in dem Gehäuse mittels über eine Druckluftleitung zugeführter Druckluft wechselweise hin- und herbewegten, gegebenenfalls mehrere Tonnen schweren Schlagkolbens aufgebracht wird. Bei bekannten Rammen sind der Schlagkopf und der das Gehäuse an dem dem Kopf entgegengesetzten Ende abschließende Deckel mittels zylindrischen, mit einem Außengewinde versehenen Ansätzen in das entsprechende Innengewinde aufweisende Gehäuse eingeschraubt. Die Einschraublänge geht hierbei für den Hubweg des Schlagkolbens verloren, was bedeutet, daß das Gehäuse länger ausgebildet werden muß, um die - bei gegebenem Durchmesser - für die erforderliche Schubkraft gewichtsabhängig festliegende Länge des Schlagkolbens aufnehmen zu können.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse für eine Ramme zum Eintreiben von Stahlrohren zu schaffen, mit dem sich die Baulänge der Ramme ohne Schubkraftverlust verkürzen läßt.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel eine ein Innengewinde besitzende rohrartige Verlängerung aufweist, die auf einen mit einem Außengewinde versehenen Endabschnitt des Gehäuses geschraubt ist. Durch diese einfache Maßnahme läßt sich ohne Verlust des für den Schlagkopf zur Verfügung stehenden Hubweges das Gehäuse um das Maß der ansonsten erforderlichen Einschraublänge verkürzen.

    [0007] Bei einem mit dem Schlagkopf einteiligen Gehäuse sowie außen aufgeschraubten Deckel läßt sich - bei gleichem Durchmesser von Gehäuse und Schlagkolben - das Gehäuse und damit die Ramme etwa um das Doppelte des Außendurchmessers des Gehäuses verkürzen, ohne daß sich hierdurch die Schubkraft gegenüber einer herkömmlichen Ramme reduziert.

    [0008] Der Schlagkopf läßt sich konisch ausbilden und greift entweder direkt oder mittels eines Rammaufsatzes und/oder eines Zwischenstückes in das rückwärtige Ende eines horizontal auf Lagerböcken gefühten Stahlrohres ein.

    [0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1 eine Ramme zum horizontalen Einrammen eines Rohres,

    Fig. 2 eine bekannte Ramme, bei der sowohl der Schlagkopf als auch der Deckel in das Gehäuse eingeschraubt sind, und

    Fig. 3 eine erfindungsgemäße Ramme, bei der das Gehäuse und der Schlagkopf einstückig sind und der Deckel außen auf das Gehäuse aufgeschraubt ist.



    [0010] Beim horizontalen Rammen greift eine auf einem Lagerbock 1 geführte Ramme 2 mit ihrem Schlagkopf 3 über ein Zwischenstück 4 in das rückwärtige Ende eines auf Lagerböcken 5 geführten und am vorderen Ende mit einem Schneidschuh 6 versehenen Rohrs 7 ein. Ein nicht dargestellter, im Inneren des Gehäuses 8 der Ramme 2 axial hin- und herbewegter Schlagkolben überträgt seine Schubkraft auf das Gehäuse 8 bzw. den Schlagkopf 3 sowie das Zwischenstück 4 und treibt mit jedem Hub das Rohr 7 weiter in das Erdreich hinein. Der Schlagkolben wird mittels Druckluft beaufschlagt, die über einen Druckmittelanschluß 10 am Deckel 9 des Gehäuses 8 zugeführt wird; der Schlagkolben wird in den Endlagen mittels Ventilen 11 umgesteuert.

    [0011] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ramme 2 sind der Schlagkopf 3 und der Deckel 9 in das Gehäuse 8 eingeschraubt, d.h. die beiden Endabschnitte des Gehäuses 8 besitzen Innengewinde, in die der Schlagkopf 3 mit einem ein Außengewinde aufweisenden Ansatz 12 und der Deckel 9 mit einer ein Außengewinde aufweisenden rohrartigen Verlängerung 13 eingeschraubt sind. Die Einschraublänge am Schlagkopf 3 und am Deckel 9 geht für den Hubweg des in Pfeilrichtung 14 hin- und herbewegten Schlagkolbens verloren.

    [0012] Die in Fig. 3 dargestellte Ramme 2 besitzt einen mit dem Gehäuse 8 einstückigen, konischen Schlagkopf 15 sowie einen Deckel 16, der eine Rohrverlängerung 17 mit einem Innengewinde besitzt; der Deckel 16 wird mit seiner Rohrverlängerung 17 auf einen mit Außengewinde versehenen Endabschnitt 18 des Gehäuses 8 geschraubt. Im Inneren des Gehäuses 8 befinden sich somit keine den Hubweg 14 des Schlagkolbens begrenzende Schraubengänge, so daß bei verkürzter Gesamtlänge der Ramme 2 dennoch derselbe Hubweg und dieselbe Schubkraft wie bei der demgegenüber sehr viel längeren Ramme gemäß Fig. 2 zur Verfügung steht.


    Ansprüche

    1. Ramme zum Eintreiben von Rohren, bei der ein in einem Gehäuse (8) axial hin- und herbewegter Kolben seine Schubkraft an das einen Schlagkopf aufweisende Gehäuse abgibt und das rückwärtige Gehäuseende mit einem Deckel (16) verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (16) eine ein Innengewinde besitzende rohrartige Verlängerung (17) aufweist, die auf einen mit einem Außengewinde versehenen Endabschnitt (18) des Gehäuses (8) geschraubt ist.
     
    2. Ramme nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen konischen mit dem Gehäuse (8) einstückigen Schlagkopf (15).
     


    Claims

    1. A rammer for driving in pipes in which a piston, axially reciprocable within a housing (8); imparts its thrust to the housing, which has an impact head, and the rear end of the housing is screwed closed by a cover (16), characterised in that the cover (16) has an internally threaded tubular extension (17) which is screwed on to an externally threaded end section (18) of the housing (8).
     
    2. A rammer according to claim 1, characterised by an impact head (15) that is conical and integral with the housing (8).
     


    Revendications

    1. Engin de battage destiné à enfoncer des tuyaux dans lequel un piston mis en mouvement de va-et- vient dans un carter (8) transmet sa poussée au carter muni d'un mouton, l'extrémité arrière du carter étant obturée par un couvercle (16) vissé, caractérisé en ce que le couvercle (16) comporte un prolongement tubulaire (17) muni d'un filet intérieur qui est vissé sur une extrémité (18) du carter (8) munie d'un filet extérieur.
     
    2. Engin de battage selon la revendication 1, caractérisé par un mouton conique (15) formant une seule pièce avec le carter (8).
     




    Zeichnung