(19)
(11) EP 0 379 053 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.07.1990  Patentblatt  1990/30

(21) Anmeldenummer: 90100475.4

(22) Anmeldetag:  11.01.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A61H 33/00, A61H 33/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 14.01.1989 DE 3901044

(71) Anmelder: Ucosan B.V.
NL-9301 ZR Roden (NL)

(72) Erfinder:
  • Dijkhuizen, Okko K. c/o Keil & Schaafhausen
    D-6000 Frankfurt am Main 1 (DE)

(74) Vertreter: Keil, Rainer A., Dipl.-Phys. Dr. et al
KEIL & SCHAAFHAUSEN Patentanwälte Eysseneckstrasse 31
D-60322 Frankfurt am Main
D-60322 Frankfurt am Main (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Betreiben einer Whirlpoolwanne oder dgl. insbesondere zur Reinhaltung des Rohrleitungssystems einer Whirlpoolwanne oder dgl.


    (57) Bei der Erfindung handelt es sich um ein Verfahren zum Be­treiben einer Whirlpoolwanne oder dgl., zur Reinhaltung des Rohrleitungssystems (R) einer Whirlpoolwanne (W) oder dgl. mit mindestens einer ein Ventil aufweisenden Austrittsdüse (D) für die Zufuhr von Wasser und/oder Luft in den Wanneninnenraum (I) mittels einer eine keimreduzierende Wirkung aufweisenden Reinigungsflüssigkeit, wobei sich das Ventil der mindestens einen Austrittsdüese (D) bei Beaufschlagung des Rohrleitungs­systems (R) mit der Reinigungsflüssigkeit in einer gegenüber dem Wanneninneren (I) flüssigkeitsdichten Verschlußstellung befindet. Um die hygienische Unbedenklichkeit der Wanne immer sicherzustellen, ist vorgesehen, daß die Füllung des Rohrlei­tungssystems (R) mit Reinigungsflüssigkeit während der Dauer der Nichtbenutzung der Wanne (W) aufrechterhalten und die Reinigungsflüssigkeit erst bei Wiederbenutzung der Wanne (W) abgezogen wird.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben einer Whirlpoolwanne oder dgl., insbesondere zur Reinhaltung des Rohrleitungssystems einer Whirlpoolwanne oder dgl. mit mindestens einer ein Ventil aufweisenden Austrittsdüse für die Zufuhr von Wasser und/oder Luft in den Wanneninnenraum mittels einer eine keimreduzierende Wirkung aufweisenden Reinigungs­flüssigkeit, wobei sich das Ventil der mindestens einen Aus­trittsdüse bei Beaufschlagung des Rohrleitungssystems mit der Reinigungsflüssigkeit in einer gegenüber dem Wanneninneren flüssigkeitsdichten Verschlußstellung befindet. Der Aufbau und die Funktion eines solchen Rohrleitungssystems ist z.B. aus der DE-OS 36 35 329 zu entnehmen.

    [0002] Ein Problem bei Whirlpools oder dgl. ist die Gefahr einer bakteriellen Verschmutzung des Badewassers durch Ablagerung in dem für den Betrieb einer Whirlpoolwanne oder dgl. erforder­lichen Rohrleitungssystems Verunreinigungen dieser Art werden dadurch gefördert daß sich an den Innenwänden des Rohrlei­tungssystems Hautschuppen, Hautfett und Haare in einem Gemisch mit Seifenrückständen ablagern und einen für Bakterien gün­stigen Nährboden bilden. Eine starke Bakterienanhäufung bildet sich insbesondere in Zeiten der Nichtbenutzung der Badewanne. Bei der nächsten Benutzung der Badewanne wird das Badewasser durch das Rohrleitungssystem hindurchgepumpt. Dadurch können Bakterien aus dem Rohrleistungssystem in das Badewasser mit unzulässig hoher, eventuelle sogar gesundheitsschädlicher Konzentration gelangen. Um diesen Problemen zu begegnen ist ein Verfahren zum Betreiben einer Whirlpoolwanne oder dgl., insbesondere zur Reinhaltung und Desinfektion des gesamten Whirlpool-Rohrleitungssystems oder dgl. bekannt. bei welchem nach jeder Entleerung der Wanne das Rohrleitungssystem mit einer eine keimreduzierende Wirkung aufweisenden Reinigungs­flüssigkeit beaufschlagt wird. Hierbei befinden sich die für die Zufuhr von Wasser und/oder Luft in den Wanneninnenraum vorgesehenen Austrittsdüsen mittels eines darin vorgesehenen Ventils in einer gegenüber dem Wanneninnenraum flüssigkeits­dichten Verschlußstellung Nachdem das Rohrleitungssystem mit der Reinigungsflüssigkeit gefüllt ist, erfolgt ein Umpumpen derselben für wenige Minuten. Danach wird die Reinigungsflüs­sigkeit abgelassen und mit Wasser nachgespült. Durch mehrfaches und besonders heftiges Umpumpen der Reinigungsflüssigkeit hoffte man das Problem der Bakterienablagerung zu bewältigen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß trotz des intensiven und häu­figem Umpumpen mit den unterschiedlichsten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln nur eine unzureichende keimtötende bzw. -beseitigende Wirkung erfolgt.

    [0003] Davon ausgehend liegt der Erfindung oie Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben einer Whirlpoolwanne oder dgl., ins­besondere zur Reinhaltung des Rohrleitungssystems einer Whirl­poolwanne oder dgl. der eingangs näher beschriebenen Art so auszugestalten, daß einer bakteriellen Verschmutzung des Rohr­ leitungssystems wirksam begegnet ist, um eine hygienisch un­bedenkliche Benutzung von Whirlpoolwannen oder dgl. sicher­zustellen.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist nach dez Erfindung im wesent­lichen vorgesehen, daß das Rohrleitungssystem im wesentlichen während der gesamten Dauer der Nichtbenutzung der Wanne mit der Reinigungsflüssigkeit gefüllt bleibt und die Reinigungsflüssig­keit erst wieder bei erneuter Benutzung der Wanne aus dem Rohrleitungssystem abgelassen wird. Ein regelmäßiger Austausch der Reinigungsflüssigkeit in mehr oder weniger langen Zeit­intervallen zwischen den wannenbenutzungen kann dabei von Vorteil sein.

    [0005] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine effiziente Rein­haltung gegen Bakterienbefall des Badewassers gewährleistet, so daß die Benutzung derart betriebener Whirlpoolwannen oder dgl. hygienisch unbedenklich ist. Dadurch daß die Innenwandungen bzw. die dortigen Ablagerungen des Rohrleitungssystems prak­tisch während der gesamten Nichtbenutzungsdauer der Wanne ständig mit der eine keimreduzierende Wirkung aufweisenden Reinigungsflüssigkeit in Kontakt stehen kann der Bakterien­bestand überraschenderweise im Gegensatz zu dem bisherigen intensiven Umpumpen der Reinigungsflüssigkeit wirksam bekämpft werden, so daß immer hygienisch einwandfreies Badewasser zur Verfügung steht.

    [0006] Die Reinigungswirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens läßt sich nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung noch dadurch steigern, daß bei Beginn des Reinigungsvorganges ein Umpumpen der Reinigungsflüssigkeit innerhalb des Rohrleitungs­systems z.B. von mehreren Minuten, vorzugsweise etwa fünf Minuten, erfolgt. Hierdurch wird eine gleichmäßige Benetzung der Innenwandungen des Rohrleitungssystems mit der desinfi­zierenden Reinigungsflüssigkeit erreicht, so daß das Rohr­leitungssystem zuverlässig über seine gesamte Länge der keim­tötenden Wirkung unterworfen wird.

    [0007] Gemäß einem weiterbildenden Erfindungsmerkmal wird das Ablassen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Rohrleitungssystem bei er­neuter Wannenfüllung durch Erreichen eines vorgegebenen, ggf. durch einen in der Wanne vorgesehenen Füllstandssensor be­stimmten Badewasserniveaus in der wanne ausgelöst. Auf diese Weise erfolgt das Ablassen der Reinigungsflüssigkeit selbst­tätig bei erneuter Wannenbenutzung.

    [0008] Im Rahmen der Verwirklichung des Erfindungsgedankens ist es ferner von Vorteil, wenn nach dem Ablassen der Reinigungs­flüssigkeit aus dem Rohrleitungssystem zunächst ein Nachspülen des Rohrleitungssystems, z.B. von mehreren Minuten vorzugs­weise etwa 5 Minuten, mit einer Spülflüssigkeit, insbesondere mit Wasser, vorgenommen wird um Reinigungsflüssigkeitsreste aus dem Rohrleitungssystem zu beseitigen.

    [0009] Dabei kann als Spülflüssigkeit das Wasser aus der neu gefüllten Wanne selbst verwendet werden.

    [0010] Die Spülflüssigkeit kann dabei, ähnlich wie die Reinigungs­flüssigkeit für eine geringe Zeitspanne in dem geschlossenen Rohrleistungsystem umgepumpt werden.

    [0011] Gemäß einem weiteren möglichen Erfindungsmerkmal wird die Spülflüssigkeit nach dem Ausführen des Nachspülens des Rohr­leitungssystems in die Abflußleitung der Wanne abgelassen.

    [0012] Das Rohrleitungssystem wird ferner zweckmäßigerweise nach dem Ablassen der Spülflüssigkeit erneut mit Badewasser aus der neu gefüllten Wanne gefüllt, so daß das Whirlpoolsystem oder dgl. betriebsbereit ist.

    [0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Vollendung des erneuten Füllens des Rohrleitungssystems mit Badewasser aus der neu gefüllten Wanne akustisch oder optisch angezeigt, um dem Benutzer die Betriebsbereitschaft des Systems erkennbar zu machen.

    [0014] Im Rahmen des Betreibens der Whirlpoolwanne oder dgl. nach der Erfindung wird nach der Wannenbenutzung das Badewasser aus der Wanne über die Abflußleitung der Wanne abgelassen. Bei Er­reichen eines vorgegebenen, ggf. durch einen in der Wanne vorgesehenen Füllstandssensor bestimmten Badewasserniveaus in der Wanne kann dabei gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal das Abflußventil des Rohrleitungssystems geschlossen und dem in dem Rohrleitungssystem verbliebenen Wasser Reinigungsmittel zur Bildung der Reinigungsflüssigkeit für das Rohrleitungssystem zugeführt werden. Diese Reinigungsflüssigkeit kann dann, bei­spielsweise nach einem zeitweiligen Umpumpen, wieder bis zur nächsten Wannenbenutzung in dem Rohrleitungssystem verbleiben.

    [0015] Um letzte Badewasserreste aus der Austrittsdüse zu beseitigen und dadurch Schmutzablagerung zu vermeiden, kann es von Vorteil sein, wenn nach dem vollständigen Entleeren des verbrauchten Badewassers aus der wanne die Austrittsdüsen in den Bereichen, zu welchen Badewasser Zutritt hatte, mit Luft durchblasen wird.

    [0016] Eine besonders effektive Reinhaltung des Rohrleitungssystems einer Whirlpoolwanne oder dgl. ergibt sich im Rahmen der Er­findung dann, wenn als Reinigungsmittel Aktiv-Chlor, z.B. mit einer Lösungskonzentration von 0,1 bis 5%, vorzugsweise etwa 1% in der Reinigungsflüssigkeit verwendet wird. Der Einsatz von Aktiv-Chlor führt zu einer guten Keimreduzierung, wobei bei den angegebenen Konzentrationen einerseits ein störender Chlor­geruch nicht auftritt und andererseits die Entsorgung der Reinigungsflüssigkeit unbedenklich ist.

    [0017] Um auch bei längerer Nichtbenutzung der Wanne ein hygienisch unbedenkliches Whirlpoolsystem oder dgl. aufrechtzuerhalten, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß ein Austausch der Reinigungsflüssigkeit unabhängig von der Benutzungshäufigkeit der Wanne z. B. in regelmäßigen Abständen selbsttätig erfolgt.

    [0018] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beshreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beiliegenden Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorlie­genden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

    [0019] Es zeigen:

    Fig. 1 bis 9 ein für die Ausführung des erfindungsgemäßen Ver­fahrens bestimmter Whirlpool- oder Spirlpoolwanne in verschiedenen Verfahrensstadien.



    [0020] Gemäß Fig. 1 ist die Wanne W in ihrem Boden mit mehreren Aus­trittsdüsen D eines Whirlpoolsystems versehen, welche an ein Rohrleitungssystem R für die Versorgung mit Wasser- und/oder Luft zur Abgabe in den Wanneninnenraum I angeschlossen. In der Verfahrensstufe gemäß Fig. 1 ist die jeweilige Austritts­düse D mittels eines darin ausgebildeten Ventils jedenfalls im Bereich der Wasserzufuhr flüssigkeitsdicht gegenüber dem Wan­neninnenraum I geschlossen. Außerdem ist ein Dreiwege-Ventil V in einer Verbindungsleitung VL des Rohrleitungssystems R zu der sich an den Abfluß AF der Wanne W anschließenden Abflußleitung AL geschlossen. Das Rohrleitungssystem R ist gemäß Fig. 1 mit einer keimabtötende Wirkung ausübenden Reinigungsflüssigkeit gefüllt und bleibt dies solange, bis zur nächsten Wannenbe­nutzung.

    [0021] Diese wird gemäß Fig. 2 durch Füllen der Wanne W mit Badewasser BW aus dem Leitungssystem eingeleitet. In dem Moment, in welchem das Badewasser BW in der Wanne W ein bestimmtes Nivenau erreicht, welches durch einen in der Wannenwandung vorgesehenen Sensor S abgetastet wird, wird das Ventil V über eine Steuer­leitung SL derart gestellt daß die Reinigungsflüssigkeit über die Abflußleitung AL abfließen kann.

    [0022] Danach wird das Ventil V in der Verbindungsleitung VL so ge­stellt, daß das Rohrleitungssystem R gemäß Fig. 3 durch den ge­öffneten Ausfluß AF bei geschlossenem Abflußventil AV mit saüberem Badewasser BW aus der Wanne W gefüllt. Anschließend wird die in dem Rohrleitungssystem R befindliche Spülflüssig­keit mittels einer in dem nunmehr geschlossenen Rohrleitungs­system R befindlichen Pumpe P für eine gewisse Zeitdauer um­gepumpt, um das Innere des Rohrleitungssystems R von Reini­gungsflüssigkeitsresten zu reinigen.

    [0023] Gemäß Fig. 4 wird nach entsprechendem Verstellen des Ventils V in der Verbindungsleitung VL die Spülflüssigkeit aus dem Rohr­leitungssystem R in die Abflußleitung L abgelassen. Der Nach­spülvorgang gemäß den Fig. 3 und 4 kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden.

    [0024] Danach wird gemäß Fig. 5 das Rohrleitungssystem R einschließ­lich der Verbindungsleitung VL bei geöffnetem Abfluß AF, ge­schlossenem Abflußventil AV und entsprechend gestelltem Ventil V in der Verbindungsleitung VL mit sauberem Badewasser gefüllt.

    [0025] Das vollständige Füllen des Rohrleitungssystems R und damit die Betriebsbereitschaft des Systems kann durch Abgabe eines aku­stischen oder optischen Signals dem Benutzer angezeigt werden.

    [0026] Nach dem Baden wird das Badewasser gemäß Fig. 6 über den Abfluß AF der Wanne W abgelassen. Hat das Badewasser BW ein bestimmtes unteres Niveau erreicht. was wiederum mittels eines Sensors S in der Wannenwand festgestellt werden kann, wenn die wanne W also beispielsweise leer ist wird dem in dem Rohrleitungs­system R verbliebenen Wasser gemäß Fig. 7 Reinigungsmittel aus einem Tank T zur Herstellung der Reinigungsflüssigkeit in dem Rohrleitungssystem R mit der erforderlichen Konzentration zuge­führt. Danach kann die Reinigungsflüssigkeit in dem Rohrlei­tungssystem R bei entsprechend geschlossenem Ventil V mittels der Pumpe P für einige Zeit umgepumpt werden, um eine gleich­mäßige Benetzung der Rohrinnenwandungen zu erzielen.

    [0027] Danach ist der Zyklus abgeschlossen und die Reinigungsflüssig­keit bleibt in dem Rohrleitungssystem R gemäß Fig. 8 bis zur nächsten Wannenbenutzung oder einer ggf. erfolgenden Erneuerung der Reinigungsflüssigkeit bestehen, um ihre bakterientötende Wirkung auszuüben.

    [0028] Zur Beseitigung von Badewasserresten in den dem Zutritt von Badewasser zugänglichen Bereichen der Austrittsdüsen D können die entsprechenden Bereiche des Austrittsdüsen D zuvor noch gemäß Fig. 9 von unten mittels einem Gebläse G durchgeblasen werden.

    Bezugszeichenliste:



    [0029] 

    AF Abfluß

    AL Abflußleitung

    AV Abflußventil

    BW Badewasser

    D Austrittsdüsen

    G Gebläse

    I Innenraum

    P Pumpe

    R Rohrleitungssystem

    S Sensor

    SL Steuerleitung

    T Tank

    V Dreiweg-Ventil

    VL Verbindungsleitung




    Ansprüche

    1. Verfahren zum Betreiben einer Whirlpoolwanne oder dgl., insbesondere zur Reinhaltung des Rohrleitungssystems (R) einer Whirlpoolwanne (W) oder dgl. mit mindestens einer ein Ventil aufweisenden Austrittsdüse (D) für die Zufuhr von Wasser und/oder Luft in den Wanneninnenraum (I), mittels einer eine keimreduzierende Wirkung aufweisenden Reinigungsflüssigkeit wobei sich das Ventil der mindestens einen Austrittsdüse (D) bei Beaufschlagung des Rohrleitungssystems (R) mit der Reini­gungsflussigkeit in einer gegenüber dem Wanneninnenraum (I) flüssigkeitsdichten Verschlußstellung befindet dadurch ge­kennzeichnet, daß das Rohrleitungssytem (R) im wesentlichen während der gesamten Dauer der Nichtbenutzung der Wanne (W) mit der Reinigungsflüssigkeit gefüllt bleibt und die Reinigungs­flüssigkeit erst wieder bei erneuter Benutzung der Wanne (W) aus dem Rohrleitungssystem (R) abgelassen wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Beginn des Reinigungsvorganges ein Umpumpen der Reinigungs­flüssigkeit innerhalb des Rohrleitungssystems (R) z.B. von mehreren Minuten, vorzugsweise etwa fünf Minuten, erfolgt, und dann die Reinigungsflüssigkeit in dem Rohrleitungssystem (R) bis zur nächsten Wannenbenutzung stehen bleibt.
     
    3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekenn­zeichnet daß das Ablassen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Rohrleitungssystem (R) bei erneuter Wannenfüllung durch Er­reichen eines vorgegebenen, gegebenenfalls durch einen in der wanne (W) vorgesehenen Füllstandssensor (S) bestimmten Bade­wasserniveaus in der Wanne (W) ausgelöst wird.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­kennzeichnet daß nach Ablassen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Rohrleitungssystem (R) ein Nachspülen des Rohrleitungs­systems z.B. von mehreren Minuten vorzugsweise etwa fünf Minuten, mit einer Spülflüssigkeit, z. B. Wasser, vorgenommen wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­zeichnet, daß als Spülflüssigkeit das Wasser aus der neu ge­füllten Wanne (W) verwendet wird.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Spülflüssigkeit in dem geschlossenen Rohrleitungssystem (R) umgepumpt wird.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Spülflüssigkeit nach dem Ausführen des Nachspülens des Rohrleitungssystems (R) in die Abflußleitung (AL) der Wanne (W) abgelassen wird.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Rohrleitungssystem (R) nach dem Ablassen der Spülflüssigkeit erneut mit Wasser aus der neu gefüllten Wanne (W) gefüllt wird.
     
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Vollendung des erneuten Füllens des Rohr­leitungssystems (R) mit Badewasser (BW) aus der neu gefüllten Wanne (W) akustisch oder optisch angezeigt wird.
     
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei nach der Wannenbenutzung das Badewasser (BW) aus der Wanne (W) über die Abflußleitung (AL) der Wanne (W) abgelassen, dadurch gekenn­zeichnet, daß bei Erreichen eines vorgegebenen, gebenenfalls durch einen in der Wanne (W) vorgesehenen Füllstandssensors (S) bestimmten Badewasserniveaus in der Wanne (W) das Abflußventil (AV) des Rohrleitungssystems (R) geschlossen und dem in dem Rohrleitungssystem (R) verbliebenen Wasser Reinigungsmittel zur Bildung der Reinigungsflüssigkeit für das Rohrleitungssystem (R) zugeführt wird.
     
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge­kennzeichnet daß nach dem vollständigen Entleeren des ver­brauchten Badewannenwasser aus der Wanne (W) die Austrittsdüse (D) in den Bereichen zu welchen Badewasser (BW) Zutritt hatte mit Luft durchgeblasen wird.
     
    12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge­kennzeichnet, daß als Reinigungsmittel Aktivchlor, z.B. mit einer Lösungskonzentration von 0,1 bis 5% vorzugsweise 1% in der Reinigungsflüssigkeit verwendet wird.
     
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Austausch der Reinigungsflüssigkeit mit Durchspülung des Rohrleitungssystems (R) unabhängig von der Benutzungshäufigkeit der Wanne (W) regelmäßig z.B. mindestens einmal monatlich erfolgt.
     




    Zeichnung