[0001] Die Erfindung betrifft eine Abtastvorrichtung für Taktscheiben zur Abgabe von Signalen
an eine Auswerteschaltung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
[0002] Abtastvorrichtungen werden beispielsweise bei inkrementalen und oder absoluten digitalen
Längen- oder Winkelmeßsystemen verwendet, bei denen Fotoelemente einen durch die
Teilungen eines Maßstabes und einer Abtastplatte modulierten Lichtstrom in elektrische
Signale umwandeln, die der Ermittlung und digitalen Anzeige von Weginformationen dienen.
[0003] So ist es bekannt, die Position des Schreibwerks relativ zur Schreibwalze bzw. dem
Aufzeichnungsträger durch optische Abtastung der Schlitze einer Abtastscheibe zu
bestimmen, die auf der Motorwelle des antreibenden Gleichstrommotors befestigt ist.
Zur eindeutigen Erfassung der Position sind normalerweise zwei inkrementale Abtaster
notwendig, die bei Drehung der Welle zwei elektrisch um 90° phasenverschobene Impulssignale
abgeben. Zur Bestimmung der Position des Schreibwerkes werden die von den optischen
Abtastern vorgegebenen Impulse aufsummiert, und zwar in der einen Bewegungsrichtung
des Schreibwerkes mit positivem und in der anderen mit negativem Vorzeichen. Das positive
oder das negative Vorzeichen wird hierbei aus der Phasenlage der beiden Impulssignale
gefunden. Die bei dieser Anordnung verwendeten Abtaster werden elektrisch justiert,
was relativ aufwendig ist.
[0004] Weiterhin zeigt die US-PS 42 70 868 eine digitale Steuerungseinrichtung für einen
Gleichstrommotor in Druckern, wobei keine auf der Welle des Gleichstrommotors befestigte
Abtastscheibe in Verbindung mit einem Detektor eine Serie von Impulsen erzeugt, deren
Zeitfolge umgekehrt proportional der Drehzahl des Gleichstrommotors ist. Die Zeit
zwischen diskreten Positionen der Motorwelle wird mit einer Soll-Zeit verglichen und
die Differenz in einem Register gespeichert. Diese Differenz wird in ein pulsweites
moduliertes Signal umgewandelt, das direkt die Drehzahl des Motors steuert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abtastvorrichtung für Taktscheiben
mit über den Umfang gleichmäßig verteilten lichtdurchlässigen Schlitzen zur Abgabe
von Signalen eine Auswerteschaltung zu schaffen, die ein einfaches Abgleichen der
Maximalwerte der Ausgangsspannungen in Lichtempfängern einer die Schlitze abfühlenden
Lichtschrankenanordnung auf eine vorgegebene Spannung mit einfachsten Mitteln ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung vorteilhaft
gelöst.
[0006] Die an den Ausgangskanälen anstehenden Signale sind auf einfachste Weise auf einen
vorgegebenen Wert abgleichbar. Zu diesem Zweck sind Blenden verschwenkbar angeordnet,
die mittels eines einfachen Werkzeuges, z. B. eines Schraubendrehers, in den Querschnitt
des von der Lichtquelle kommenden Lichtstrahlenbündels mehr oder weniger einschwenkbar
sind, derart, daß der Maximalwert der Pegelspannung auf einen vorgegebenen Spannungswert
schnell und bequem einstellbar ist.
[0007] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 einen Antriebsmotor mit der Abtastvorrichtung,
Figur 2 ein Blockschaltbild der Regelschaltung,
Figur 3 Einzelheiten aus Figur 2,
Figur 4 Darstellung der Encodersignale vor der Abgleichung und
Figur 5 Darstellung der Encodersignale nach der Abgleichung.
[0008] Die Figur 1 zeigt einen Gleichstrommotor 1, auf dessen Antriebswelle 2 eine Taktscheibe
3 mit über den Umfang gleichmäßig verteilten lichtdurchlässigen Schlitzen 4 befestigt
ist. Diese Schlitze 4 werden von einer als Stellungsfühler ausgebildeten Lichtschrankenanordnung
5 mit einer Lichtquelle 6 und zwei Lichtempfängern 7, 8 abgetastet, die bei einer
Drehbewegung der Taktscheibe 3 Impulse für einen Zähler 9 zur Zählung in positiver
oder negativer Richtung liefert. Dieser Zähler 9 steht mit einer Steuerschaltung 10
in bekannter Weise in Wechselverbindung, die diese Signale zur Auswertung, insbesondere
zur Lagesteuerung des von dem Gleichstrommotor 1 getriebenen, nicht dargestellten
Abtriebsteiles, z. B. einer drehbar gelagerten Typenscheibe oder eines längsverschiebbaren
Schlittens. Der Gleichstrommotor 2 wird übrigens über eine Brückenschaltung 11 von
der Steuerschaltung 10 angesteuert. Wird der Gleichstrommotor 1 aus dem Stillstand
durch Bestromung von der Brückenschaltung 11 durch die Steuerschaltung 10 in Drehbewegung
versetzt, so wird die Drehrichtung durch die Steuerschaltung 10 bestimmt. Bei generatorischer
Abbremsung des Gleichstrommotors 1 bis zum Stillstand, d. h. wenn die Steuerschaltung
10 den Gleichstrommotor 1 nicht mehr bestromt, wird die positive oder negative Drehrichtung
von einem Drehrichtungsdiskriminator 12 bestimmt. Das von dem Drehrichtungskriminator
12 abgegebene Signal 17 wird im Zähler 9 als Steuerkriterium für den Zählvorgang der
von der Lichtschrankenanordnung 5 erhaltenen Impulse in positiver oder negativer Richtung
bewertet, so daß durch die im Zähler 9 stehende Zahl die Position für die von dem
Gleichstrommotor 1 bewegte Typenscheibe oder der von dem Gleichstrommotor bewegte
Schritten eindeutig bestimmt ist.
[0009] Die als Stellungsfühler bzw. Encoder dienende Doppellichtschrankenanordnung 5 ist
in einem U-förmig ausgebildeten Lagerbock 14 angeordnet, wobei die Lichtquelle 6 ineinem
Arm 15 und die beiden Lichtempfänger 7, 8 in dem anderen Arm des Lagerbockes 14 angeordnet
sind. Der Lagerbock 14 ist mit einer Steuerplatine 13 fest verbunden, auf der auch
die Steuerschaltung 10 für den Gleichstrommotor 1 angeordnet ist. Die Taktscheibe
3 ist in einer Ausnehmung zwischen den beiden Armen 15, 16 drehbar angeordnet.
[0010] Um eine exakte Steuerung des Gleichstrommotors 1 und damit der mit diesem verbundenen
Antriebsteile, wie Typenscheibe oder Typenträgerschlitten zu gewährleisten, ist es
erforderlich, daß die an den Ausgangskanälen der Lichtempfänger 7, 8 erzeugten sinusförmigen
Signale einen bestimmten Maximalwert nicht über- oder unterschreiten. Zu diesem Zweck
ist es erforderlich, daß nur bestimmte Mengen von Lichtstrahlen der Lichtquelle 6
auf die Eintrittsflächen der Lichtempfänger auftreffen. Das Abgleichen der Pegelspannung
auf einen vorgegebenen Maximalwert erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Querschnitt
des Lichtstrahlenbündels der von der Lichtquelle 6 kommenden Lichtstrahlen durch
in deren Strahlengang von Hand einschwenk- und justierbare Blenden 18, 19, derart
veränderbar ist, daß die Maximalwerte der Ausgangsspannungen in den Lichtempfängern
7, 8 auf eine vorgegebene Spannung auf einfachste Weise abgeglichen werden. Da zwei
Lichtempfänger 7, 8 von der gleichen Lichtquelle 6 beleuchtet werden, sind zwei Blenden
18, 19 vorgesehen, durch die die Querschnitte der auf die Lichtempfänger 7, 8 auftreffenden
Lichtstrahlen einzeln veränderbar sind. Die Austrittsfläche 20 der Lichtquelle 6,
die aus einer Fotodiode besteht, ist kreisfömrig ausgebildet. Die beiden Blenden 18,
19 weisen eine gleiche halbkreisförmige Abdeckfläche 21, 22 auf und sind diametral
zu der Austrittsfläche 20 der Lichtquelle 6 derart angeordnet, daß die äußersten Umfangsflächen
23, 24 der beiden Abdeckflächen 21, 22 sich bei maximaler Abdeckung der Lichtstrahlen
in der Mitte der Austrittsfläche 20 der Lichtstrahlen aus der Lichtquelle 10 gerade
nicht berühren. Die halbkreisförmigen Abdeckflächen 21, 22 sind an freien Enden von
Schwenkarmen 25, 26 angeordnet, deren andere Enden rechtwinkelig an Stirnflächen von
Einstellbolzen 27, 28 befestigt sind. Die Einstellbolzen 27, 28 sind in Klemmlagerungen
29, von denen in der Figur 1 nur eine dargestellt ist, durch Reibschluß arretier-
und mittels eines handelsüblichen Werkzeuges verstellbar. Die freien Stirnflächen
der Einstellbolzen 27, 28 weisen vergrößerte Köpfe 30 mit Schlitzen 31 für normale
Schraubendreher auf. Das Abgleichen der Pegelspannungen der Lichtempfänger 7, 8
kann also durch einfaches Verschwenken der Blenden 21, 22 mittels eines normalen Schraubendrehers
derart erfolgen, daß die in der Figur 3 dargestellten, noch nicht abgeglichenen Spannungen
A, B auf die gewünschten Spannungen A′, B′ gemäß Figur 5 gebracht werden.
[0011] In der Figur 3 ist ein Blockschaltbild zur Steuerung des Gleichstrommotors 1 dargestellt,
wobei die Lichtquelle 6 aus einer Fotodiode und die beiden Lichtempfänger 7, 8 aus
Fototransistoren bestehen.
1. Abtastvorrichtung für Taktscheiben mit über den Umfang gleichmäßig verteilten lichtdurchlässigen
Schlitzen zur Abgabe von Signalen an eine Auswerteschaltung, insbesondere zur Lagesteuerung
eines durch einen Gleichstrommotor betriebenen Abtriebsteiles, z. B. einer drehbar
gelagerten Typenscheibe in einer Schreib- oder Büromaschine ähnlicher Bauart, wobei
die Taktscheibe mit einer Antriebswelle des Motors fest verbunden ist und die Schlitze
durch eine als Stellungsfühler ausgebildete Lichtschrankenanordnung mit einer Lichtquelle
und einem Lichtempfänger abtastbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Lichtstrahlenbündels der von der Lichtquelle (6) kommenden
Lichtstrahlen in durch deren Strahlengang von Hand einschwenk- und justierbare Blenden
derart veränderbar ist, daß die Maximalwerte der Ausgangsspannungen in den Lichtempfängern
(7, 8) auf eine vorgegebene Spannung abgeglichen werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lichtempfänger (7, 8) von der gleichen Lichtquelle (6) beleuchtet werden
und daß die Querschnitte der auf die Lichtempfänger (7, 8) auftreffenden Lichtstrahlen
durch je eine zugeordnete einschwenkbare Blende (18, 19) einzeln veränderbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsfläche (20) der Lichtquelle (6) kreisförmig ausgebildet ist und
daß die beiden Blenden (18, 19) eine gleiche, halbkreisförmige Abdeckfläche (21, 22)
aufweisen und diametral zu der Austrittsfläche (20) der Lichtquelle (6) derart angeordnet
sind, daß die äußersten Umfangsflächen (23, 24) der beiden Abdeckflächen (21, 22)
sich bei maximaler Abdeckung der Lichtstrahlen in der Mitte der Austrittsfläche (20)
der Lichtstrahlen aus der Lichtquelle (10) gerade nicht berühren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die halbkreisförmigen Abdeckflächen (21, 22) an freien Enden von Schwenkarmen
(25, 26) angeordnet sind, deren andere Enden rechtwinkelig an Stirnflächen von Einstellbolzen
(27, 28) befestigt sind und daß die Einstellbolzen (27,28) in Klemmlagerungen (29)
durch Reibschluß arretier- und mittels eines handelsüblichen Werkzeuges verstellbar
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Stirnflächen der Einstellbolzen (27, 28) vergrößerte Köpfe (30) mit
Schlitzen (31) für Schraubendreher aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtsender (6) aus einer Fotodiode und die Lichtempfänger (7, 8) aus Fototransistoren
bestehen.