(19)
(11) EP 0 379 164 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.07.1990  Patentblatt  1990/30

(21) Anmeldenummer: 90100898.7

(22) Anmeldetag:  17.01.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01R 13/504
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE ES FR GB IT SE

(30) Priorität: 18.01.1989 DE 8900515 U

(71) Anmelder: Kabelwerke Reinshagen GmbH
D-42369 Wuppertal (DE)

(72) Erfinder:
  • Erich, Edmund
    D-5012 Bedburg (DE)
  • Haubner, Norbert
    D-5090 Leverkusen (DE)
  • Erven, Wolfgang
    D-4010 Hilden (DE)
  • Poliwoda, Marcus
    D-5600 Wuppertal (DE)
  • Mahr, Klaus
    D-5600 Wuppertal (DE)
  • Koburg, Dirk
    D-5600 Wuppertal (DE)

(74) Vertreter: Priebisch, Rüdiger, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) 
Kabelwerke Reinshagen GmbH Patentabteilung Reinshagenstrasse 1
42369 Wuppertal
42369 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrische Verbindungsvorrichtung


    (57) Es wird vorgeschlagen, einen elektrischen Steckverbinder (6) mit einem kammförmigen Mehrfachsteckkontakt (1) aus Metallblech oder -draht, der mit Einfachsteckkontakten (2) zusammenwirken kann, mit einem Isoliergehäuse (7) zu umspritzen. Des weiteren wird vorgeschlagen, mit Hilfe dieses Steckverbinders (6) eine dauerhafte Verbindungsvorrichtung und einen variablen Kabelsatz zu bilden. Die Erfindung ist insbesondere für den Einsatz im Kraftfahrzeug bestimmt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder mit einem isolierenden Gehäuse, einem kammförmigen Mehrfachsteck­kontakt, aus Metallblech oder -draht, der mit in Gehäuseöff­nungen einzuführenden Einfach-Steckkontakten zusammenwirken kann.

    [0002] Steckverbinder der genannten Art sind bekannt. Ihr Gehäuse ist als separates Bauteil vorgefertigt.

    [0003] Insbesondere beim Einsatz in Kabelsätzen zur Kraftfahrzeugver­drahtung werden eine Reihe von Anforderungen an einen elektri­schen Steckverbinder gestellt:
    - Die elektrische Kontaktierung soll sicher gegen äußere Ein­flüsse, wie Vibration, Feuchtigkeit usw., sein.
    - Die Kontaktteilverriegelung soll dauerhaft sein. Im Extrem­fall der unlösbaren Verbindung soll ein Lösen nur durch Kon­taktteilzerstörung möglich sein.
    - Der Verbinder soll einen möglichst geringen Platz beanspru­chen.
    - Der Verbinder soll möglichst einteilig ausgebildet sein.
    - Die Herstellung des entsprechenden Kabelsatzes soll in ein­facher Weise am Montageband möglich sein.
    - Diese Anforderungen werden in teilweiser Kumulation oder auch im Extremfall alle gleichzeitig an einen derartigen Verbinder gestellt.

    [0004] Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, einen dauerhaften Verbinder für die Fahrzeugverdrahtung zu schaffen, der in der Lage ist, für seinen speziellen Anwendungsfall im Kraftfahrzeug die Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus soll eine ent­sprechende Verbindungsvorrichtung und ein entsprechender Kabel­satz für Kraftfahrzeuge geschaffen werden.

    [0005] Zur Erfüllung dieser Anforderungen wird bei einem elektrischen Steckverbinder mit einem isolierenden Gehäuse, einem kammför­migen Mehrfachsteckkontakt, aus Metallblech oder -draht, der mit in Gehäuseöffnungen einzuführenden Einfach-Steckkontakten zusammenwirken kann, vorgesehen, daß das Gehäuse um den Mehr­fachsteckkontakt gespritzt ist.

    [0006] Zur Sicherung gegen äußere mechanische Einwirkung ist vorge­sehen, daß an den Kontaktstellen des Mehrfachsteckkontakts Rastvorrichtungen angeordnet sind, die mit Rastvorrichtungen an den einzuführenden und verbundenen Steckkontakten zusammenwir­ken können. Wahlweise kann auch vorgesehen sein, daß am Gehäuse Verriegelungsvorrichtungen angeordnet sind, welche die einge­führten und verbundenen Steckkontakte verriegeln. Im letztge­nannten Fall kann vorgesehen sein, daß die Verriegelungsvor­richtungen in Form von Anschlägen ausgebildet sind, die an einem klopfbaren Teil des Gehäuses angeformt sind und die Steckkontakte hintergreifen.

    [0007] Ein solches Klappgehäuse ermöglicht eine gute Zugänglichkeit beim Einstecken der Einfach-Steckverbinder sowie eine eintei­lige Ausführung des Gehäuses. Eine Variante ist dadurch gekenn­zeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtungen die Form eines mehrzinkigen Kammes aufweisen, der quer zur Steckrichtung in das Gehäuse eingeschoben ist und mit seinen Zinken die Steck­kontakte hintergreift. Ein derartiges Kamm-Gehäuse ist sehr stabil und stellt eine selbsttätige Kontrolle der Verbindung dar. Je nach Ausführung des Kammes kann der Einzel-Steckverbin­der orientiert oder auch unorientiert gesteckt werden. Zur Schaffung einer Baureihe können die Gehäuse durch angeformte formschlüssige Verbindungsmittel aneinander reihbar sein.

    [0008] Zum Schutz gegen äußere Einflüsse, insbesondere gegen Feuchtig­keit, ist des weiteren vorgesehen, daß die zur Aufnahme der einzuführenden Steckkontakte dienenden Öffnungen des Gehäuses mit einer Dichtung versehen sind.

    [0009] Im Kraftfahrzeug sind oft lösbare oder unlösbare Verbindungs­stellen im Kabelsatz vorgesehen; diese Verbindungsstellen können nach der Erfindung ausgebildet sein, wobei die aufzu­nehmenden Steckkontakte mit einer elektrischen Leitung verbun­den sind und die Steckkontakte und/oder die elektrischen Lei­tungen mit Dichtungen versehen sind, die mit den entsprechenden Öffnungen im Gehäuse zusammenwirken. Die Verbindungsvorrichtung kann dann so ausgebildet sein, daß die Rastvorrichtungen an den Kontaktteilen bzw. an den Gehäusen formschlüssig ausgebildet sind. Eine Variante sieht vor, daß die Steckkontakte des Mehr­fach-Steckverbinders als Stecker oder Buchse ausgeführt sind, die mit entsprechenden einzuführenden Buchsen bzw. Steckern zusammenwirken.

    [0010] Eine weitere Ausbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Formschluß durch Eingriff mindestens einer Zunge, z. B. eines Widerhakens, am Stecker bzw. an der Buchse in mindestens eine Öffnung an der Buchse bzw. am Stecker erfolgt. Eine konstruk­tive Möglichkeit der Verriegelung ist so gekennzeichnet, daß der Formschluß durch Eingriff zweier seitlicher Widerhaken einer Flachsteckbuchse in zweiseitige Ausnehmungen eines Flach­steckers erfolgt.

    [0011] Eine Variante hierzu ist derart ausgebildet, daß der Formschluß durch Eingriff eines flachen mittigen Widerhakens einer Flach­steckbuchse in eine mittige Ausnehmung eines Flachsteckers erfolgt. Sind unterschiedliche Einzelsteckkontakte, die unter­schiedliche elektrische Leistung übertragen, anzuschließen, so ist es fertigungstechnisch vorteilhaft, wenn mindestens zwei Zinken des Mehrfachsteckverbinders als Flachstecker parallel und mit Abstand zueinander so angeordnet sind, daß der Kamm entweder mit zwei, insbesondere genormten, schmalen Buchsen­kontakten oder einem breiten, insbesondere genormten, Buchsen­kontakt verbindbar ist.

    [0012] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verbinders kommen voll zur Geltung, wenn ein Kabelsatz für Kraftfahrzeuge mit einem oder mehreren lösbaren oder unlösbaren Verbindern der erfindungsge­mäßen Art ausgestattet ist. Dadurch kann ein Kabelsatz, der in der Regel für ein spezielles Fahrzeug modellkonzipiert ist, besser an seine Ausstattungsvarianten mit mehr oder weniger elektrischen Verbrauchern, Schaltern, Sensoren usw. angepaßt werden. Im Extremfall kann ein unlösbarer, flüssigkeitsdichter und rüttelsicherer und zudem variabler Kabelsatz geschaffen werden.

    [0013] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele und Varianten der Erfindung dargestellt.

    Figur 1 zeigt das Kontaktteil eines vierpoligen elektrischen Mehrfachsteckverbinders nach der Erfindung.

    Figur 2 zeigt einen elektrischen Mehrfachsteckverbinder, bei dem das Kontaktteil nach Figur 1 mit einem Gehäuse umspritzt ist.

    Figur 3 zeigt einen siebenpoligen Mehrfachsteckverbinder nach der Erfindung.

    Figur 4 zeigt einen zwölfpoligen Mehrfachsteckverbinder nach der Erfindung.

    Figur 5 zeigt eine Kontaktstelle eines elektrischen Mehrfach­steckverbinders mit einem Einzelsteckverbinder nach der Erfin­dung.

    Figur 6 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 5 in Draufsicht.

    Figur 7 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 5 gemäß dem Schnitt VII-VII in Figur 6.

    Figur 8 zeigt eine abgewandelte Kontaktstelle eines elektri­schen Mehrfachsteckverbinders mit einem Einzelsteckverbinder nach der Erfindung.

    Figur 9 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 8 in Draufsicht.

    Figur 10 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 8 im Schnitt X-X in Figur 9.

    Figur 11 zeigt eine weitere abgewandelte Kontaktstelle eines elektrischen Mehrfachsteckverbinders mit einem Einzelsteckver­binder nach der Erfindung.

    Figur 12 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 11 in Draufsicht.

    Figur 13 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 11 im Schnitt VIII-VIII in Figur 12.

    Figur 14 zeigt eine weitere abgewandelte Kontaktstelle eines elektrischen Mehrfachsteckverbinders mit einem Einzelsteckver­binder nach der Erfindung im Schnitt XIV-XIV in Figur 16.

    Figur 15 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 14 in der Drauf­sicht, mit Teilschnitt.

    Figur 16 zeigt die Kontaktstelle nach Figur 14 von links.

    Figur 17 zeigt einen Mehrfachsteckverbinder, ähnlich dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten, bei dem an einen vierpoligen Kamm zwei kleine, genormte Flachsteckbuchsen und eine große genormte Flachsteckbuchse zu einem dreipoligen Anschluß an einem Kabelsatz vorgesehen sind.

    Figur 18 zeigt einen Mehrfachsteckverbinder nach der Erfindung, ähnlich dem in der Figur 17 dargestellten, bei dem ein vorver­riegelter Gehäusekamm zur Endverriegelung des einzuschiebenden Einzelsteckverbinders dient.

    Figur 19 zeigt einen Mehrfachsteckverbinder nach der Erfindung, ähnlich dem in der Figur 17 dargestellten, bei dem eine Gehäu­seseite klappbar ausgebildet ist.

    Figur 20 und Figur 21 zeigen eine abgedichtete Anordnung einer Variante der Erfindung in zwei Schnittansichten.



    [0014] Figur 1 zeigt einen vierzinkigen, flachen Kontaktkamm 1 aus Metallblech, bei dem sich von einem Kammrücken 2 aus vierzin­kenförmige Flachstecker 3 von gleicher Form parallel in eine Richtung erstrecken. Die Flachstecker 3 weisen im Endbereich zweiseitige Ausnehmungen 4 auf, die als Rasten für aufzuneh­mende Widerhaken dienen. Im Kammrücken 2 sind zwei Öffnungen 5 eingebracht, die zur Aufnahme der zu umspritzenden Gehäusemasse dienen.

    [0015] Figur 2 zeigt einen vierpoligen Steckverbinder nach der Erfin­dung mit einem Gehäuse 7, das um den Kamm 1 gespritzt ist; der Kamm 1 ist hier nicht sichtbar, im hinteren, niedrigeren Be­reich 8 ist die Umspritzung des Kammrückens 2 erkennbar, wäh­rend der vordere, höhere Bereich 9 zur Aufnahme von weiter unten beschriebenen Kontaktteilen dient, die in vordere Öff­nungen 10 einschiebbar sind.

    [0016] Figur 3 zeigt eine siebenpolige, Figur 4 eine zwölfpolige Aus­führung nach der Erfindung. Derartige vielpolige Ausführungen können auch durch Aneinanderreihung von niederpoligen Verbin­dern hergestellt werden. Eine derartige Aneinanderreihung ist bei Steckverbindern bekannt und kann z. B. durch seitliche Schwalbensschwanzführungen hergestellt werden.

    [0017] Die Figuren 5 bis 7 zeigen eine erste Ausführung der Kontakt­stellen 11. Zwischen einem Flachstecker 3 eines Mehrfachsteck­verbinders 1 und einem in das Gehäuse 7 einzuschiebenden Ein­fachsteckkontakt 12 in Form einer Flachsteckbuchse. Die Flach­steckbuchse besteht aus einer Crimpkralle 13 und einem Buchsen­teil 14 und ist mit der Crimpkralle 13 mit einer nicht darge­stellten elektrischen Leitung verbindbar.

    [0018] Der Flachstecker 3 aus Metallblech endet mit einer Anphasung 15. In gewissem Abstand hierzu sind die beiden seitlichen Aus­nehmungen 4 angebracht, die senkrecht zur Steckrichtung S ver­laufende Anschlagflächen 16 bilden.

    [0019] Der in das Gehäuse 7 aufzunehmende Einfachsteckkontakt 12 weist im Bereich des Buchsenteils 14 zwei seitliche, nach innen gebo­gene Widerhaken 17 auf. Der Buchsenteil 14 setzt sich zusammen aus einem unteren, hochgedrückten Bodenteil 18, zwei Seitenwän­den 19 und zwei auf dem Bodenteil 18 zurückgebogenen Decken­teilen 20, die mit Längskanten 21 enden. In den Figuren 5 und 6 ist der Flachstecker 3 in dem Buchsenteil 12 eingeschoben: dabei kontaktiert der Bodenteil 18 die untere Seite des Flach­steckers 3, die Kanten 21 die obere Seite desselben und die Widerhaken 17 legen sich in die Ausnehmungen 4 und bilden mit den Anschlägen 16 eine formschlüssige Verrastung, die ein Lösen der Verbindung Flachstecker 3/Einfachsteckkontakt 12 verhindert.

    [0020] Die Figuren 8 bis 10 zeigen eine Abwandlung der Kontaktstellen 11′ des Einfachsteckkontaktes, der mit 12′ bezeichnet ist. Hier erfolgt die Kontaktierung über einen hochgedrückten Bodenteil 18′, seitliche Widerhaken 17′ und oberen, von herabgedrückten Deckenteilen 20′ gebildeten Kontaktflächen 21′.

    [0021] Die Figuren 11 bis 13 zeigen eine zweite Abwandlung der Kon­taktstelle 11˝ des Einfachsteckkontaktes, der mit 12˝ bezeich­net ist. Hier erfolgt die Kontaktierung über einen hochgedrück­ten Bodenteil 18˝, seitliche Widerhaken 17˝ und obere, mit Zähnen 22 versehene, von Deckenteilen 20˝ herabgebogene Längs­kanten 23.

    [0022] Die Figuren 14 bis 16 zeigen eine weitere Ausführung der Kon­taktstelle 11‴ eines abgewandelten Steckverbinders nach der Erfindung. Ein Flachstecker 24 des Mehrfachsteckverbinders (nicht dargestellt) weist im Kontaktbereich eine mittige Aus­nehmung 25 auf. Als Einfachsteckkontakt ist eine Flachsteck­buchse 26 vorgesehen, die mit Hilfe einer mittigen, vom Boden­teil 27 schräg nach hinten in dem Buchsenteil 28 ragenden Zunge verriegelbar ist. Die Zunge 29 dringt dabei in die Ausnehmung 25 ein und verhindert durch Anlage an deren Innenkante 30 ein Wiederlösen der Verbindung. Durch die mittige Anordnung der Verriegelungsausnehmung 25 ist die Querschnittsminderung der Kontaktstelle nicht ganz so groß wie bei den vorgenannten, seitlichen Ausnehmungen. Die Kontaktierung erfolgt über aus dem Bodenteil 27 ausgeprägten Kontaktpunkten 31 und über zwei von Deckenteilen 32 auf den Boden 27 zugebogenen Längskanten 33.

    [0023] In Figur 17 ist im Schnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbinders dargestellt. Hier ist lin­kerhand ein kammförmiges Mehrfachsteckkontaktteil 34 in ein Gehäuse 35 eingegossen. Das Gehäuse 35 weist zwei gleiche Kammern 36 auf. In jeder Kammer 36 erstrecken sich zwei Flach­stecker 37, deren Breite und Abstand zueinander so gewählt ist, daß entweder zwei genormte 2,5 mm-Flachsteckbuchsen 38 - siehe untere Kammer - oder eine 6,3 mm-Flachsteckbuchse 39 - siehe obere Kammer - in die Kammern 36 des Gehäuses 35 eingeschoben werden können. Die Flachsteckbuchsen 38 oder 39 verharken sich dann wie oben beschrieben mit den Widerhaken 40, 40′ eines bzw. beider jeweils umfaßter Flachstecker 37.

    [0024] In Figur 18 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel nach der Er­findung gezeigt. Hier werden an eine Leitung 41 angecrimpte Buchsen 42 in Öffnungen 43 des Gehäuses 44 eingeschoben und kontaktieren die darin sich befindlichen Stiftkontakte des Mehrfachsteckkontaktes (nicht dargestellt). Es kann dann eine der oben beschriebenen Verriegelungen vorgesehen sein. Statt dessen oder auch zusätzlich erfolgt hier eine Verriegelung zwischen der Buchse 42 und dem Gehäuse 44. Dazu ist ein Ge­häusekamm 45 in Vorverriegelung angeordnet, der am Gehäuse 44 geführt ist. Dessen Zinken 46 können zur Endverriegelung seit­lich in die Öffnungen 43 eindringen, untergreifen die Buchsen 42 und stellen somit eine kontrollierte Kontaktierung sicher.

    [0025] In Figur 19 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, das ähnlich der zu Figur 18 beschriebenen Ausführung ist. Auch hier wird zunächst der elektrische Kontakt und ggf. die Verriegelung zwischen den Flachsteckern 47 und den einzu­schiebenden Buchsen 48, 48′ hergestellt. Dann wird eine Klappe 49, die mit den übrigen Gehäuse 50 über ein Filmscharnier 51 schwenkbar verbunden ist, so auf das Gehäuse 50 geklappt und mit diesem über eine Verriegelungsvorrichtung 52 und 52 a so verriegelt, daß hinter jeder Buchse 48, 48′ mindestens ein Sperrfinger 53 zu liegen kommt. Diese Sperrfinger 53 bilden, ähnlich wie bei der Figur 18, eine zusätzliche Sicherung der Buchsen und stellen eine kontrollierte Kontaktierung der be­teiligten Kontaktteile 47, 48, 48′ sicher.

    [0026] In den Figuren 20 und 21 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Bei dieser Ausführung ist eine einseitig federnde Flachsteckbuchse 54 auf einen Flachstecker 55 aufge­schoben und mittels Rasthaken 56 mit diesem verriegelt. Auf dem Crimpbereich 57 der Flachsteckbuchse 54 und über den Endbereich der Leitung 58 ist eine Dichtung 59 aufgeschoben. Die Dichtung 59 dichtet die Öffnung 60 des Gehäuses 61 des Mehrfachsteckver­binders 62 gegen Staub und Feuchtigkeit ab.

    [0027] Als Kontaktwerkstoffe können für die genannten Kontaktteile insbesondere ECu oder CmSn 6, für das Gehäuse des Mehrfach­steckverbinders kann Polyamid 6 oder ein modifiziertes Polyamid 6 verwendet werden. Als Leiterquerschnitte können für die zu verbindenden elektrischen Leitungen für das genormte 2,5-System 2,5 mm² und für das genormte 6,3-System 6 mm² verwendet werden.

    1 Kamm, Mehrfachsteckkontakt

    2 Kammrücken

    3 Flachstecker

    4 Ausnehmungen

    5 Öffnungen

    6 Mehrfachsteckverbinder

    7 Gehäuse

    8 niedriger Bereich

    9 höherer Bereich

    10 Öffnungen

    11 Kontaktstelle

    12 Einfachsteckkontakt

    13 Crimp-Kralle

    14 Buchsenteil

    15 Anphasung

    16 Anschlagflächen

    17 Widerhaken

    18 Bodenteil

    19 Seitenwende

    20 Deckenteil

    21 Längskanten

    22 Zähne

    23 Längskanten

    24 Flachstecker

    25 Ausnehmung

    26 Flachsteckbuchse

    27 Bodenteil

    28 Buchsenteil

    29 Zunge

    30 Innenkante

    31 Kontaktpunkte

    32 Deckenteile

    33 Längskanten

    34 Mehrfachsteckverbinder

    35 Gehäuse

    36 Kammer

    37 Flachstecker

    38 Flachsteckbuchse

    39 Flachsteckbuchse

    40 Öffnungen

    41 Leitung

    42 Buchsen

    43 Öffnung

    44 Gehäuse

    45 Gehäusekamm

    46 Zinken

    47 Flachstecker

    48 Buchsen

    49 Klappe

    50 Gehäuse

    51 Filmscharnier

    52 Verriegelungsvorrichtung

    52 a Verriegelungsvorrichtung

    53 Sperrfinger

    54 Flachsteckbuchse

    55 Flachstecker

    56 Rasthaken

    57 Crimp-Bereich

    58 Leitung

    59 Dichtung

    60 Öffnung

    61 Gehäuse

    62 Mehrfachsteckverbinder




    Ansprüche

    1. Elektrischer Steckverbinder (6) mit einem isolierenden Ge­häuse (7), einem kammförmigen Mehrfachsteckkontakt (1), aus Metallblech oder -draht, der mit in Gehäuseöffnungen (5) einzuführenden Einfachsteckkontakten (12) zusammenwirken kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) um den Mehrfachsteckkontakt (1) gespritzt ist.
     
    2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Kontaktstellen (11) des Mehrfachsteckkontaktes (1) Rastvorrichtungen (4, 16) angeordnet sind, die mit Rastvor­richtungen (17, 29) an den einzuführenden und verbundenen Steckkontakten (12, 26) zusammenwirken.
     
    3. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, da­durch gekennzeichnet, daß am Gehäuse Verriegelungsvorrich­tungen (46, 53) angeordnet sind, welche die eingeführten und verbundenen Steckkontakte (42) verriegeln (Figuren 18 und 19).
     
    4. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtungen in Form von Anschlägen (53) ausgebildet sind, die an einem klappbaren Teil (49) des Gehäuses (50) angeformt sind und die Steckkontakte (48) hintergreifen (Figur 19).
     
    5. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtungen die Form eines mehrzinkigen Kammes (45) aufweisen, der quer zur Steckrichtung in das Gehäuse (44) eingeschoben ist und mit seinen Zinken (46) die Steckkontakte (42) hintergreift (Figur 18).
     
    6. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, da­durch gekennzeichnet, daß die Gehäuse durch angeformte, formschlüssige Verbindungsmittel aneinander reihbar sind.
     
    7. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, da­durch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme der einzuführen­den Steckkontakte (54) dienenden Öffnungen (60) des Ge­häuses (61) mit einer Dichtung (59) versehen sind (Figuren 10 und 11).
     
    8. Verbindungsvorrichtung mit einem Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aufzunehmenden Steckkontakte (54) mit einer elektrischen Leitung (58) unlösbar verbunden sind und die Steckkontakte (54) und/oder die elektrischen Leitungen (58) mit Dich­tungen (59) versehen sind, die mit den entsprechenden Öff­nungen (60) im Gehäuse (61) zusammenwirken (Figuren 10 und 11).
     
    9. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtun­gen (4, 16) formschlüssig ausgebildet sind.
     
    10. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Steckkontakte des Mehrfachsteckver­binders (6) als Stecker (3) oder Buchse ausgeführt sind, die mit entsprechenden, einzuführenden Buchsen (12) bzw. Steckern zusammenwirken.
     
    11. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Formschluß durch Eingriff mindestens einer Zunge (Widerhaken 17; 22) am Stecker (3; 24) bzw. an der Buchse in mindestens eine Ausnehmung (4; 25) an der Buchse (12; 24) bzw. am Stecker erfolgt.
     
    12. Verhindungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Formschluß durch Eingriff zweier seit­licher Widerhaken (17) einer Flachsteckbuchse (12) in zwei seitliche Ausnehmungen (4) eines Flachsteckers (3) erfolgt.
     
    13. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Formschluß durch Eingriff eines flachen mittigen Widerhakens (29) einer Flachsteckbuchse (26) in eine mittige Ausnehmung (25) eines Flachsteckers (24) er­folgt.
     
    14. Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Zinken (46) als Flachstecker parallel und mit Abstand zueinander so ange­ordnet sind, daß der Kamm entweder mit zwei schmalen, ins­besondere genormten Buchsenkontakten oder einem breiten, insbesondere genormten Buchsenkontakt verbindbar ist (Figur 17).
     
    15. Kabelsatz, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Mehr­zahl von lösbaren und/oder unlösbaren Kabelverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Verbindungsvor­richtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14 verwendet ist.
     




    Zeichnung