(19)
(11) EP 0 162 357 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.08.1990  Patentblatt  1990/32

(21) Anmeldenummer: 85105428.8

(22) Anmeldetag:  03.05.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65G 65/48, B01F 15/02, B01F 15/04

(54)

Vorrichtung zum Beimischen eines ersten Granulates zu einem zweiten Granulat

Device for adding a first granular material to a second granular material

Dispositif d'addition d'un premier produit granulé à un deuxième produit granulé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 25.05.1984 DE 3419518

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.11.1985  Patentblatt  1985/48

(73) Patentinhaber: Tetra Laval Holding & Finance
1009 Pully (CH)

(72) Erfinder:
  • Wallich, Manfred
    D-6108 Weiterstadt 2 (DE)

(74) Vertreter: Weber, Dieter, Dr. et al
Weber, Dieter, Dr., Seiffert, Klaus, Dipl.-Phys., Lieke, Winfried, Dr. Postfach 61 45
65051 Wiesbaden
65051 Wiesbaden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 108 863
DE-U- 6 901 530
DE-B- 1 271 036
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beimischen eines in einem ersten Behälter befindlichen ersten Granulates zu einem in einem zweiten Behälter befindlichen zweiten Granulat. Eine Vorrichtung dieser Art ist in der Praxis bekannt.

    [0002] Unter Granulat wird im Sinne der Erfindung ein körniges Material verstanden, dessen Korngröße in weiten Bereichen variieren kann, d.h. pulverige Komponenten können mit der Mischvorrichtung gemäß der Erfindung ebenso bearbeitet werden wie großkörnige Komponenten.

    [0003] Bekannt sind Einfärbegeräte zum Vermischen von körnigen oder pulverförmigen Farbstoffen, Additiven und dergleichen. Solche Geräte können als Bausteine im Rahmen eines Spritzgußmaschinensystems verwendet werden.

    [0004] Bei einer speziellen Ausführungsform dieses bekannten Einfärbegerätes dreht sich eine mit äußeren Kammern versehene Scheibe als Dosierzelle in einer horizontalen Ebene unter dem zu dosierenden Material und laßt an einer bestimmten Stelle das von den Kammern aufgenommene Produkt in einen Mischer fallen. Die einzelnen Komponenten werden in dem an einen Steuergerät vorgewählten Verhältnis dem Mischer zugeführt und von einem Mischwerkzeug so intensiv gemischt, daß es homogen den Mischerauslauf verläßt.

    [0005] Der Hauptnachteil dieser bekannten Einfärbe-oder Mischgeräte besteht darin, daß ein erstes Gut zu einem zweiten Gut aus zwei getrennten Behältern in einen dritten zusätzlichen Behälter dosiert eingeführt und dort eine gewisse Zeit lang vermischt werden muß, bevor man das Endprodukt in dem gewünschten Mischverhältnis diesen letzten dritten Mischbehälter verlassen kann. Ersichtlich sind bei den bekannten Beimischvorrichtungen mehr raum und Arbeitszeit erforderlich; denn außer den Grundgranulaten oder Grundmaterialien müssen auch die gemischten Materialien in einem zusätzlichen Behälter aufgefangen und dort gemischt werden. Das jeweilige Rührwerkzeug ist mit zusätzlichen Antrieben versehen, und die Gesamtsteuerung für die Einstellung des richtigen Mischverhältnisses ist kompliziert. Die bekannte Vorrichtung ist insgesamt als sehr aufwendig zu betrachten, und es ist nicht möglich, das Mischverhältnis kontinuierlich zu verstellen.

    [0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bekannte Mischvorrichtung so zu verbessern, daß pulverige oder körnige Stoffe, die hier allgemein als Granulat bezeichnet werden sollen, auf einfacherem Weg vermischt werden können, wobei das Mischverhältnis kontinuierlich verstellbar sein soll.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Förderleitung an eine Fördereinrichtung angeschlossen ist und eine Zuführleitung für die Zufuhr des beizumischenden ersten Granulats mit der Förderleitung in Verbindung steht, sich der zweite Behälter an einer stromaufwärts gelegenen Stellung der Förderleitung befindet, daß unter der Auslauföffnung des das beizumischende Granulat enthaltenden ersten Behälters ein durch zwei Walzen gebildeter und in seiner Breit einstellbarer Spalt angeordnet ist, eine Verbindungskanal zwischen dem Spalt und der Zuführleitung vorgesehen ist und daß mindestens eine der beiden Walzen von einem Motor angetrieben ist. Durch die Einstellbarkeit des Spaltes wird in unerwarteter Weise die Möglichkeit geschaffen, das beizumischende Granulat oder Produkt mit mehr oder weniger großer Geschwindigkeit durchlaufen zu lassen, während unabhängig davon die Durchlaufgeschwindigkeit des Hauptgranulates einstellbar ist. Mit anderen Worten, man kann auf diese Weise die Menge des beizumischenden ersten Granulates dosieren, und mit Vorteil ist zusätzlich diese Dosierung laufend verstellbar.

    [0008] Aus dem Dokument DE-U-6 901 530 ist zwar ein ähnliches Dosiergerät bekannt, bei welchem über der Auslaßöffnung eines trichterförmigen Silobehälters eine Förderwalze vorgesehen ist, an deren Stelle unter bestimmten Bedingungen auch zwei Walzen mit parallelen Achsen nebeneinander angeordnet sind. Durch die Drehzahlregelung des Antriebsmotors dieser Walzen kann auch die Durchtrittsmenge des aus dem Silobehälter auszutragenden Gutes regulierte werden. Die bekannte Einrichtung will Brückenbildungen und Ansetzungen an Wänden vermeiden, damit ein kontinuierlicher Auslauf auch ohne Rüttler und eingeblasene Luft erreicht wird. Zur Herstellung von Kunststeinplatten soll deren Qualität durch das automatische Einbringen des Vorsatzes verbessert werden. In eine unter den Silobehälter gebracht Form fällt das Vorsatzmaterial ein und kann dort gleichmäßig verteilt werden. Das Beimischen eines ersten Granulates zu einem zweiten Granulat ist mit dieser bekannten Einrichtung weder möglich, noch erreichbar. Erfindungsgemäß hingegen steht die Zuführleitung für die Zufuhr des beizumischenden ersten Granulates mit einer Förderleitung in Verbindung, durch welche das zweite Granulat gefördert wird. Für die Veränderung des Durchlaufes des beizumischenden Produktes wird die Breite des Spaltes zwischen den beiden Walzen verändert. Für die vorstehenden Merkmale findet der Leser keine Hinweise aus der Beschreibung der bekannten Einrichtung.

    [0009] Wird die Mischvorrichtung gemäß der Erfindung als Einfärbegerät verwendet, dann kann ersichtlich die Farbgebung kontinuierlich verstellt werden. Das Vermischen der Komponenten bzw. des ersten Granulates mit dem zweiten erfolgt in vorteilhafter Weise durch den kontinuierlichen Zulauf des beizumischenden ersten Granulates zu dem in Bewegung befindlichen zweiten Granulat. Eine besondere Mischeinrichtung mit der entsprechenden Steuerung, dem Rührwerk und dergleichen entfallen mithin. Diese aufwendigen Zusatzeinrichtungen sind bei den bekannten Geräten unerläßlich, und dabei kann dennoch nicht verhindert werden, daß zuerst die gesamten Komponenten zu Ende vermischt werden müssen, bevor man sie entleeren und dem nächsten Verarbeitungsgang zuführen kann.

    [0010] Erst nach der vollständigen Entleerung des Mischbehälters kann bei den bekannten Mischvorrichtungen das nächste, gegebenenfalls unterschiedliche Mischverhältnis eingestellt werden. Hier schafft die Erfindung erheblich einfachere Vorrichtungen und einen einfacheren Betrieb mit dennoch vielseitigeren Funktionen.

    [0011] Die Erfindung ist zweckmäßig weiter dadurch ausgestaltet, daß der Spalt zwischen den beiden Walzen auf eine Breite von wenigstens 1 mm einstellbare ist. Die mehr oder weniger feinen Körner können dann nur einzeln in einer einzigen Schicht, d. h. nicht mehrere Körner nebeneinander, von der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen in Bewegung gebracht werden. Durch den Spalt mit seiner verstellbaren Breite wird automatisch die Anzahl der Körner des Granulats pro Zeiteinheit veränderbar.

    [0012] Besonders zweckmäßig ist es dabei erfindungsgemäß, wenn mindestens eine der beiden Walzen auf ihrer Umfangsoberfläche einen Belag aus einem elastischen Material aufweist und wenn vorzugsweise beide Walzsen synchron zueinander angetrieben sind. Hierdurch kann die Geschwindigkeit der durchlaufenden Granulatkörner exakt gesteuert werden, und durch den elastischen Belag der Walzen werden die Körner vorsichtig behandelt, wobei ein Oberflächenabrieb oder gar ein Zermahlen vermieden wird.

    [0013] Wenn ferner erfindungsgemäß der Antriebsmotor der Walzen ein Gleichstrommotor ist, erfolgt die Steuerung der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen besonders fein und zuverlässig regelbar, so daß das Mischverhältnis kontinuierlich in sehr feiner Weise verstellt werden kann.

    [0014] Bisweilen ergibt sich am Auslaufende eines Behälters, der nach unten hin im allgemeinen trichterförmig zusammenläuft, insbesondere wenn der Behälter feinkörnige oder gar pulverförmige Materialien enthält, eine nachteilige Brückenbildung, so daß das Entleeren eines solchen Behälters mit Schwierigkeiten verbunden ist. Hier schafft die Erfindung Abhilfe dadurch, daß über der Auslauföffnung und/oder im unteren Bereich des ersten Behälters ein Rütteleinrichtung vorgesehen ist. Vorzugsweise wird mit dem gleichen Antrieb wie für die Walzen eine Rüttelbewegung erzeugt, die beispielsweise auf einen Rüttler in Gestalt eines Hakens, Drahtes oder Hebels übertragen wird. Auf diese Weise wird jegliche Brückenbildung im Verlaufe des Betriebes unterbunden, so daß der Materialfluß des jeweiligen Granulats zuverlässig gewährleistet ist.

    [0015] Vorteilhaft ist es erfindungsgemäß auch, wenn die Zuführleitung eine vorzugsweise verstellbare Saugdrossel aufweist. Die Zuführleitung mündet in die Hauptförderleitung, in welcher beispielsweise das Hauptgranulat oder zweite Granulat aus einem Hauptbehälter zur Verarbeitungsstation gefördert wird. An der Mündungsöffnung der zuführleitung in die Förderleitung entsteht durch die Bewegung des Gas/Granulatgemisches ein Unterdruck, so daß durch diesen und durch den in der Förderleitung befindlichen Unterdruck auch in der Zuführleitung ein solcher entsteht. Damit ist von selbst für die Förderung der aus den Walzen mit bestimmter Menge pro Zeiteinheit abgeförderten Teilchen oder Granulatkörner gesorgt. Ordnet man in der vorstehend beschriebenen Weise eine Saugdrossel an der Zuführleitung an, dann kann die Zuführgeschwindigkeit der aus den Walzen abgeförderten Granulatkörner von der Zuführleitung in die Hauptförderleitung hin verändert werden. Ein Verstopfen der Zuführleitung ist damit vorteilhaft ausgeschaltet.

    [0016] Ein weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorteilhaft dadurch ausgestaltet, daß die Zuführleitung im Mündungsbereich des Verbindungskanals eine Sichtöffnung aufweist. Damit kann der Fluß des beizumischenden ersten Granulates beobachtet werden.

    [0017] Der Zufluß des ersten Granulates, welches im Falle eines Einfärbegerätes zum Beispiel das Einfärbegranulat darstellen kann, kann also durch die Drehzahl der Walzen und den durch diese beiden gebildeten Walzenspalt reguliert werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung sorgt mit Vorteil dafür, daß die Granulatkörner aus dem Behälter über dem Walzenspalt, z.B. das Einfärbegranulat, in nur einer einzigen Reihe von Granulatkörnern gefördert wird. Es ist hierdurch nicht möglich, daß etwa zwei Reihen von Granulatkörnern im Walzenspalt übereinanderliegen und in dieser Weise übereinanderliegend durch den Spalt zwischen den beiden Walzen hindurchgelangen können. Damit wiederum ist mittels der Verstellung der Drehzahl des Gleichstrommotors eine exakte Dosierung der beizumischenden Granulatkörner ermöglicht.

    [0018] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen:

    Figur 1 schematischen und teilweise abgebrochen den ersten Behälter mit dem ersten, beizumischenden Granulat, beispielsweise dem Einfärbegranulat, mit darunter befindlichen Walzen und dem Antriebsmotor für diese,

    Figur 2 eine Schnittansicht entlang der Linie 11-11 in Figur 1,

    Figur 3 eine teilweise abgebrochene Schnittansicht, die etwa entlang der Linie 111-111 der Figur 1 gesehen ist und

    Figur 4 eine abgebrochene Schnittansicht etwa entlang der Linie IV-IV in Figur 1.



    [0019] Bei der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Auführungsform handelt es sich um eine Einfärbevorrichtung, bei welchen ein Zusatz- oder Farbgranulat mit einer Korngröße von etwa 2 mm in einem ersten Behälter 9 enthalten ist, von dem es über die Walzen 1 und 2 mit dem dazwischen befindlichten Walzenspalt 8 der Förderleitung 5 zugefördert wird, in welchem in Richtung des Pfeiles 20 das einzufärbende Hauptgranulat durch Saugen gefördert wird. Der Behälter für das einzufärbende Hauptgranulat, beispielsweise einem durchsichtigen Granulat für die Erstellung von Kunststoffkappen, ist in Figur 1 nicht dargestellt, schließt aber an die als Granulatsaugrohr 5 ausgestaltete Förderleitung an. Ebenso ist die Verarbeitungsstation mit dem Extruder nicht dargestellt.

    [0020] Das sogenannte erste Granulat kann aus dem ersten Behälter 9 unter Vermeidung von Brückenbildung mittels der Rütteleinrichtung 17 in die Öffnung 6 als Auslauf des Behälters 9 und von dort in den Trichter 7 fallen, der sich in der Darstellung der Figuren 1, 2 und 4 nach unten verjüngt, teilweise unter Abflachung und exzentrisch zur Öffnung 6. Aus der Auslauföffnung 13, die damit sozusagen eine Dosieröffnung darstellt, fallen die Granulatkörner in den Walzenspalt 8 der beiden bei der hier gezeigten Ausführungsform mit einem Belag 16 aus elastischem Material belegten Walzen 1 und 2 (beispielsweise Siliconkautschuk). Es wäre zwar möglich, daß die Walze 1 gummiert, dagegen die Walze 2 eine massive Walze ist, bei der bevorzugten Ausführungsform sind vorzugsweise aber beide Walzen 1, 2 in der vorstehend beschriebenen Weise gummiert. Zwischen dem Walzenspalt 8 und der Zuführleitung 10 in Gestalt einer Bohrung im Gehäuse 22 befindet sich ein Verbindungskanal 14 in Form eines Dosierschachtes. Dieser mündet in der Zufuhrleitung 10, welche ihrerseits in dem Saugrohr 5 endet. Auf dem der Mündungsöffnung der Zuführleitung 10 im Saugrohr 5 gegenüberliegenden Ende der Zuführleitung 10 befindet sich eine Saugdrossel 18 in Form einer Saugluftblende. Mit anderen Worten wird eine Öffnung (in Figur 1 unten rechts über dem Antriebsmotor 15) durch einen Schieber verstellbar mehr oder weniger geschlossen, so daß sich die Saugdrossel ergibt.

    [0021] Der Antrieb der Walzen 1 und 2 erfolgt über den Antriebsmotor 15 und die Kette bzw. den Zahnriemen 3, wie man in Seitenansicht in Figur 1 und in Draufsicht in den Figuren 2 und 3 erkennen kann.

    [0022] In Figur 1 sind schließlich die Befestigung der gesamten Vorrichtung an dem Saugrohr 5 mittels des allgemein mit 28 bezeichneten Klemmverbandes, die Halterung 26 für den Motor 15 und die Sichtöffnung 19 in Gestalt einer durchgehenden Bohrung gezeigt, welche die Zuführleitung 10 kreuzt.

    [0023] Figur 3 zeigt deutlich die Antriebsverhältnisse. Von dem gleichstromgetriebenen Antriebsmotor 15 wird über den Zahnriemen 3 das Antriebszahnrad 4 angetrieben, welches über die verkeilte Welle das Verbindungszahnrad 12 und die gummierte Walze 1 antreibt. Letztere ist über den unten quer verlaufenden Mitnehmerstift befestigt. Man erkennt in Figure 3 deutlich den Walzenspalt 8, der bei der hier beschriebenen Ausführungsform eine Weite von 1 mm hat. Mit anderen Worten ist der geringste Abstand zweischen den beiden Walzen 1 und 2:1 mm.

    [0024] Von dem Zahnrad 12 wird ein weiteres Verbindungszahnrad 11 angetrieben, welches über die dargestellte Welle mit Nut-Keilverbindung die zweite Walze 2 und ein Zahnrad 29 antreibt, welches auch in Figur 4 gezeigt ist und den Antrieb für den Rüttler 17 zeigt. Die Lager und Abstandsbüchsen der Wellen für die Verbindungszahnräder 11 und 12 sowie die Walzen 1 und 2 sind hier nicht näher beschrieben.

    [0025] Figur 4 veranschaulicht den als L-förmigen Stift ausgebildeten Rüttler 17, der in der Achse 24 fest verlötet ist. Diese sitzt in der Laufbuchse 23 im Gehäuse oder Grundkörper 22. Darüber ist in Figur 4 auch die Verbindungsacnse 25 dargestellt. Es versteht sich, daß der Rüttler 17 im trichterförmigen Auslauf 7 im Bereich über der Dosieröffnung 13 angeordnet ist. Seine oszillierenden Bewegungen erhält er dadurch, daß gemäß Figur 4 eine Klemmstück 27 durch den Zug einer Feder 33 über die Zähne des Zahnrades 29 gleitet. 30, 31 sind die Schrauben für die Befestigung der entsprechenden Räder, hier des Antriebsrades 4 bzw. des Verbindungszahnrades 11 an der Antriebsachse. Auch der Haltebolzen 32 für die Zugfeder 33 ist zum besseren Verständnis des Aufbaues der gesamten Rütteleinrichtung dargestellt. Das in Figur 4 gezeigte linke Ende der Zugfeder 33 ist also am Haltebolzen 32 befestigt, während das gegenüberliegende Ende in der Figur 4 unter halb des Klemmstücks 27 an diesem angebracht ist, so daß bei Schwenkung des Klemmstückes dessen in Figur 4 rechte Seite über die Zähne des Zahnrades 29 gleitet und die oszillierende oder rüttelnde Bewegung für den Rüttler 17 schafft.

    [0026] Im Betrieb fallen die Körner des ersten Granulats in dem ersten Behälter 9 durch die Auslauföffnung 13 im den Walzenspalt 8. Entsprechend der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 1 und 2 wird eine Reihe von Granulatkörnern mehr oder weniger schnell durch den Verbindungskanal 14 in die Zuführleitung 10 gefördert und von dort je nach Einstellung der Saugdrossel in die Hauptsaugleitung 5 gefördert, in welcher in Richtung des Pfeiles 20 ein durchsichtiges Granulat zur Herstellung von Behälterkappen aus dem nicht dargestellten Hauptbehälter zu einer Verarbeitungsstation gesaugt wird.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Beimischen eines in einem ersten Behälter (9) befindlichen ersten Granulates zu einem in einem zweiten Behälter befindlichen zweiten Granulat, dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderleitung (5) an eine Fördereinrichtung angeschlossen ist und eine Zuführleitung (10) für die Zufuhr des beizumischenden ersten Granulates mit der Förderleitung (5) in Verbindung steht, daß sich der zweite Behälter an einer stromaufwärts gelegenen Stellung der Förderleitung (5) befindet, daß unter der Auslaßöffnung (6, 13) des das beizumischende Granulat enthaltenden ersten Behälters (9) ein durch zwei Walzen (1, 2) gebildeter und in seiner Breite einstellbarer Spalt (8) angeordnet ist, ein Verbindungskanal (14) zwischen dem Spalt (8) und der Zuführleitung (10) vorgesehen ist und daß mindestens eine der beiden Walzen (1, 2) von einem Motor angetrieben ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (8) zwischen den zwei Walzen (1, 2) auf eine Breite von wenigstens 1 mm einstellbar ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der beiden Walzen (1, 2) auf ihrer Umfangsoberfläche einen Belag (16) aus einem elastischen Material aufweist und daß vcorzugsweise beide Walzen (1, 2) synchron zueinander angetrieben sind.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) der Walzen (1, 2) ein Gleichstrommotor ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4 dadurch gekennzeichnet, daß über der Auslauföffnung (13) und/oder im unteren Bereich des ersten Behälters (9) eine Rütteleinrichtung (17) vorgesehen ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (10) eine vorzugsweise verstellbare Saugdrossel (18) aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (10) im Mündungsbereich des Verbindungskanals (14) eine Sichtöffnung (19) aufweist.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour l'addition d'un premier produit granulé se trouvant dans un premier réservoir (9) à un deuxième produité granulé se trouvant dans un second réservoir, caractérisé en ce qu'une conduite de transport (5) est reccordée au dispositif de transport et qu'une conduite d'arrivée (10), pour amener le premier granulé à additionner, est en liaison avec la conduite de transport (5), que le second réservoir se trouve en un point situé en amont de la conduite de transport (5), qu'au dessous de l'orifice de sortie (6, 13) du premier réservoir (9) contenant le granulé à additionner, il est prévu un intervalle (8) formé entre les deux cylindres (1, 2) et dont la largeur est réglable, un canal de liaison (14) étant prévu entre l'intervalle (8) et la conduite d'arrivée (10) et au moins l'un des deux cylindres (1, 2) étant entraîné par un moteur.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'intervalle (8) entre les deux cylindres (1, 2) est réglable à une largeur d'au moins 1 mm.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins l'un des deux cylindres (1, 2) présente, sur sa surface périphérique, un revêtement (16) en matériau élastique et que, de préférence, les deux cylindres (1, 2) sont entraînés en synchronisme.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement (15) des cylindres (1, 2) est un moteur à courant continu.
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est prévu, au dessus de l'orifice de sortie (13) et/ou dans la région inférieure du premier réservoir (9) un dispositif de vibrage (17).
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la conduite d'arrivée (10) comporte un étranglement à l'aspiration (18), de préférence réglable.
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la conduite d'arrivée (10) comporte un orifice formant regard (19) dans la zone dans laquelle le canal de liaison (14) débouche.
     


    Claims

    1. Apparatus for admixing a first granular material disposed in a first container (9) to a second granular material disposed in a second container, characterised in that a conveyor conduit (5) is connected to a conveyor means, a feed conduit (10) for the feed of the first granular material to be admixed communicates with the conveyor conduit (5) that the second container is disposed at an upstream position of the container conduit (5), that disposed beneath the outlet opening (6, 13) of the first container (9) which contains the granular material to be admixed is a gap (8) which is formed by two rollers (1, 2) and which is adjustable in respect of its width, a communicating passage (14) is provided between the gap (8) and the feed conduit (10), and that at least one of the two rollers (1, 2) is driven by a motor.
     
    2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the gap (8) between the two rollers (1, 2) can be set to a width of at least 1 mm.
     
    3. Apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that at least one of the two rollers (1, 2) has a covering (16) of an elastic material on its peripheral surface and that preferably both rollers (1, 2) are driven synchronously with each other.
     
    4. Apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that the drive motor (15) for the rollers (1, 2) is a dc motor.
     
    5. Apparatus according to one of claims 1 to 4 characterised in that a shaker means (17) is disposed above the outlet opening (13) and/or in the lower region of the first container (9).
     
    6. Apparatus according to one of claims 1 to 5 characterised in that the feed conduit (10) has a preferably adjustable suction throttle (18).
     
    7. Apparatus according to one of claims 1 to 6 characterised in that the feed conduit (10) has a sight opening (19) in the mouth region of the communicating passage (14).
     




    Zeichnung