(19)
(11) EP 0 224 046 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.08.1990  Patentblatt  1990/32

(21) Anmeldenummer: 86114809.6

(22) Anmeldetag:  24.10.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01H 50/54, H01H 50/66

(54)

Anordnung zum Hilfsschalteranbau in Motorschützen

Mounting arrangement for auxiliary switches on contactors

Dispositif de montage d'interrupteurs auxiliaires sur des contacteurs


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 06.11.1985 DE 8531355 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.06.1987  Patentblatt  1987/23

(73) Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Bauer, Johann, Dipl.-Ing. (FH)
    D-8451 Ebermannsdorf (DE)
  • Paul, Klaus-Dieter
    D-8458 Sulzbach-Rosenberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 3 423 177
FR-A- 2 201 528
DE-U- 1 760 279
US-A- 3 436 497
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung für Hilfsschalteranbau an Motorschütze mit einem aus dem Hilfsschaltergehäu"se herausragenden, mit einer Öffnung im Kontaktbrückenträger des Motorschützes in Eingriff bringbaren Betätigungsansatz.

    [0002] Bei einer bekannten Anordnung der obengenannten Art (DE-A 2 248 029) ragt der Betätigungsansatz in eine angepaßte Öffnung im Kontaktbrückenträger. Der Hilfsschalter selbst wird über Schrauben am Motorschützgehäuse befestigt. Bei einer derartigen Anordnung ist dafür Sorge zu tragen, daß der Magnetweg des Motorschützes kleiner als der mögliche Hilfsschalterweg ist. Darüber hinaus ist eine spezielle Anpassung des Hilfsschalters beim Anbau an das Motorschütz notwendig, was vom Kunden nicht ohne weiteres durchgeführt werden kann.

    [0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung für Hilfsschalteranbau aufzuzeigen, bei der ohne Schwierigkeiten ein Magnetwegausgleich erreichbar ist.

    [0004] Dies wird bei einer Anordnung der obengenannten Art auf einfache Weise dadurch erreicht, daß die die Betätigung des Hilfsschalters bewirkende Öffnungsbegrenzung von einem gegen eine Feder verstellbaren Schieber gebildet ist, wobei die Federkraft größer als die Summenkraft der Rückstell-und Kontaktdruckfeder des Hilfsschalters ist.

    [0005] Stößelantriebe für Tastschalter mit einem verhältnismäßig großem Nachlauf sind an sich bekannt (DE-U 1 760 279). Um auch die Lose zwischen Kontaktbrückenträger und Betätigungsansatz ausschalten zu können und das Einführen des Betätigungsansatzes in die Öffnung ohne Schwierigkeiten durchführen zu können, ist es vorteilhaft, wenn an der dem Schieber gegenüberliegenden Öffnungsbegrenzung eine Einführschräge für den Betätigungsansatz und am Schieber ein Anlageansatz für den Betätigungsansatz derart angeordnet ist, daß beim Einführen des Betätigungsansatzes in die Öffnung eine Schieberverschiebung erfolgt. Um hierbei den Schieber beim Einführen des Betätigungsansatzes nicht um einen zu großen Betrag verschieben zu müssen, ist es vorteilhaft, wenn der Schieber in Federöffnungsrichtung an einem Rastansatz am Kontaktbrückenträger anliegt. Um die gleiche Hilfsschaltertype auch bei Motorschützen mit unterschiedlichem Magnetweg verwenden zu können und hiermit dem Kunden das Auswechseln von Hilfsschaltem zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn der Hilfsschalter über ein am Motorschütz justiert angeordnetes Zwischenteil über Schnappverbindung mit dem Motorschütz verbindbar ist. Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Zwischenteil U-förmig ausgebildet mit dem Steg am Motorschütz über Langlöcher verschraubbar ist und an dem einen U-Schenkel Öffnungen zur Aufnahme von pilzförmigen Anformungen des Hilfsschalters und am anderen Schenkel Rastelemente zur Verrastung mit dem Hilfsschalter aufweist. Eine einfache Verspannung zwischen Hilfsschalter und Zwischenteil ist zu erreichen, wenn aus dem Steg eine Verspannfeder zur Verspannung im eingeschnappten Zustand zwischen Hilfsschalter und Zwischenteil herausragt.

    [0006] Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben und der Anbau näher erläutert.

    [0007] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht auf das Motorschütz, zum Teil im Schnitt, mit den angebauten Hilfsschaltern,

    Fig. 2 das mit dem Kontaktbrückenträger verbundene Führungsteil zur Aufnahme des Schiebers,

    Fig. 3 bis 5 Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht auf den mit der Führung verbindbaren Schieber,

    Fig. 6 eine Draufsicht auf den Hilfsschalter und

    Fig. 7 und 8 Vorderansicht und Seitenansicht auf das Zwischenteil.



    [0008] Das in der Fig. 1 dargestellte Motorschütz 1 umfaßt den feststehenden Magnetteil 2 mit der Magnetspule 3. Der bewegliche Magnetteil 4 ist über einen Bolzen 5 mit dem Kontaktbrückenträger 6 gelenkig verbunden, der die Kontaktbrücken 7 und die Kontaktdruckfedern 8 aufnimmt. In den Kontaktbrückenträger 6 sind Führungsteile 9 formschlüssig eingeschoben, die zur Führung des Kontaktbrückenträgers und zur Ankopplung der Hilfsschalter 10 dienen. Im Führungsteil 9 sind Führungsstege 11, die in eine Ausnehmung 12 ragen, angeformt und die mit Nuten 13 in einem Schieber 14 zusammenwirken. In der Ausnehmung 12 ist eine Feder 15 gehalten, die sich einerseits an einer Begrenzungswand der Ausnehmung 12 und andererseits am Boden 31 des Schiebers 14 abstützt. Die Anformung 16 am Schieber 14 ist nur so breit, daß sie unter den Führungsstegen 11 in die Ausnehmung 12 eingeführt werden kann, nachdem die Feder 15 eingelegt wurde. Beim Zusammendrücken der Feder 15 greifen die Stege 11 in die Nuten 13 und die Ansätze 17 werden hinter die Rasthaken 32 am Führungsteil 9 verrastet. Eine Einführungsschräge 18 dient zum Einführen des Betätigungsansatzes 19 für den Hilfsschalter 10. Ein Anlageansatz 20 am Schieber 14 erleichtert hier das Einführen des Betätigungsansatzes 19, da der Schieber beim Einführen des Betätigungsansatzes 19 entgegen der Kraft der Feder 15 verschoben wird, d.h. der Betätigungsansatz 19 ist spielfrei mit dem Führungsteil und damit mit dem Kontaktbrückenträger 6 in Verbindung gebracht. Zur Halterung des Hilfsschalters 10 am Motorschütz 1 dient ein Zwischenteil 21, das im vorliegenden Fall aus einem Blech U-förmig gebogen ist. Durch den Steg 22 greifen Befestigungsschrauben 23, und zwar durch Langlöcher 24, die in das Gehäuse des Motorschützes 1 eingeschraubt werden. Die Lage der Schenkel 25 und 26 kann mit einer Leere vorbestimmt werden, so daß der Hilfsschalter 10 in der gewünschten Lage in das Zwischenteil 21 eingeschnappt werden kann und gegebenenfalls auch ausgewechselt werden kann, ohne hierbei Justierarbeiten vornehmen zu müssen. Hierbei greift ein pilzförmiger Ansatz 27 in eine Öffnung 28 im Schenkel 25. Nach dem Einschwenken dienen Rastmittel 29 am Schenkel 26 und am Hilfschalter 10 zum Verrasten des Hilfsschalters 10 mit dem Zwischenteil 21. Eine ausgescherte Feder 30 verspannt Zwischenteil 21 und Hilfsschalter 10. Damit ist auch der Hilfsschalter 10 spielfrei mit dem Gehäuse des Motorschützes 1 verbunden. Um auch ein Verschwenken des Hilfsschalters zu verhindern, sind jeweils zwei Öffnungen 28 und zwei pilzförmige Ansätze 27 vorhanden. Bei der vorliegenden Anordnung ergibt sich der Vorteil, daß der Betätigungsansatz 19 bereits den Anschlag für den Hilfsschalter 10 erreicht haben kann, bevor der Magnetweg des Motorschützes 1 voll durchlaufen ist. Der Betrag des Magnetweges kann um den Weg des Schiebers 14 größer ausgeführt werden, d.h. es kann mit wesentlich größeren Toleranzen gearbeitet werden. Aufbau und Montage sind, wie oben dargestellt, sehr einfach.


    Ansprüche

    1. Anordnung für Hilfsschalteranbau an Motorschütze (1) mit einem aus dem Hilfsschaltergehäuse herausragenden, mit einer Öffnung im Kontaktbrückenträger (6) des Motorschützes (1) in Eingriff bringbaren Betätigungsansatz (19), dadurch gekennzeichnet, daß die die Betätigung des Hilfsschalters (10) bewirkende Öffnungsbegrenzung von einem gegen eine Feder (15) verstellbaren Schieber (14) gebildet ist, wobei die Federkraft größer als die Summenkraft der Rückstell- und Kontaktdruckfeder des Hilfsschalters (10) ist.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Schieber (14) gegenüberliegenden Öffnungsbegrenzung eine Einführschräge (18) für den Betätigungsansatz (19) und am Schieber (14) ein Anlageansatz (20) für den Betätigungsansatz (19) derart angeordnet ist, daß beim Einführen des Betätigungsansatzes (19) in die Öffnung eine Schieberverschiebung erfolgt.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (14) in Federöffnungsrichtung an einem Rastansatz (32) am Kontaktbrückenträger anliegt.
     
    4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsschalter (10) über ein am Motorschütz (1) justiert angeordnetes Zwischenteil (21) über Schnappverbindung mit dem Motorschütz (1) verbindbar ist.
     
    5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil (21) U-förmig ausgebildet mit dem Steg (22) am Motorschütz (1) über Langlöcher (24) verschraubbar ist und an dem einen U-Schenkel (25) Öffnungen (28) zur Aufnahme von pilzförmigen Anformungen (27) des Hilfsschalters (10) und am anderen Schenkel (26) Rastelemente (29) zur Verrastung mit dem Hilfsschalter (10) aufweist.
     
    6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Steg (22) eine Verspannfeder (30) zur Verspannung im eingeschnappten Zustand zwischen Hilfsschalter (10) und Zwischenteil (21) herausragt.
     


    Claims

    1. Arrangement for auxiliary switch mounting on motor contactors (1) comprising an operating projection (19) protruding from the auxiliary switch housing and movable into engagement with an opening in the contact bridge support (6) of the motor contactor (1), characterised in that the limitation of the opening inducing operation of the auxiliary switch (10) is formed by a slide (14) which is displaceable against a spring (15), the spring force being greater than the total force of the restoring and contact pressure spring of the auxiliary switch (10).
     
    2. Arrangement according to claim 1, characterised in that an entry guide bevel (18) for the operating projection (19) is arranged on the edge of the opening opposite to the slide (14) and an abutment projection (20) for the operating projection (19) is arranged on the slide (14) such that displacement of the slide occurs when the operating projection (19) is guided into the opening.
     
    3. Arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the slide (14) rests, in the opening direction of the spring, against a locking projection (32) on the contact bridge support.
     
    4. Arrangement according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the auxiliary switch (10) is connectible to the motor contactor (1) by way of a snap connection via an intermediate part (21) arranged so as to be adjusted to the motor contactor (1).
     
    5. Arrangement according to claim 4, characterised in that the intermediate part (21) is formed in the shape of a U and its crosspiece (22) can be screwed to the motor contactor (1) through slots (24) and it has openings (28) on one leg (25) of the U for receiving mushroom-shaped projections (27) of the auxiliary switch (10) and locking elements (29) on the other leg (26) for locking engagement with the auxiliary switch (10).
     
    6. Arrangement according to claim 5, characterised in that a bracing spring (30) projects from the crosspiece (22) for performing a bracing function in the snapped-in state between the auxiliary switch (10) and the intermediate part (21).
     


    Revendications

    1. Dispositif pour le montage d'interrupteurs auxiliaires sur les contacteurs (1) d'un moteur, comportant un appendice saillant d'actionnement (19), qui fait saillie hors du boîtier d'un interrupteur auxiliaire et peut être engagé dans une ouverture ménagée dans le support (6) du pont de contacts du contacteur (1) du moteur, caractérisé par le fait que le bord limite de l'ouverture, qui provoque l'actionnement de l'interrupteur auxiliaire (10), est formé par un tiroir (14) déplaçable à l'encontre d'un ressort (15), dont la force est supérieure à la force totale du ressort de rappel et d'application de la pression de contact de l'interrupteur auxiliaire (10).
     
    2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par la fait que le bord limite de l'ouverture, tourné à l'opposé du tiroir (14), comporte un biseau d'introduction (18) prévu pour l'appendice saillant d'actionnement (19) et que sur le tiroir (14) est disposée un appendice saillant d'application (20) prévue pour la partie saillante d'actionnement (19) de sorte qu'on obtient un déplacement du tiroir lors de l'introduction de l'appendice saillant d'actionnement (19).
     
    3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le tiroir (14) s'applique, dans la direction d'ouverture du ressort, contre un élément saillant d'encliquetage (32) situé sur le support du pont de contact.
     
    4. Dispositif suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé par le fait que l'interrupteur auxiliaire (10) peut être relié au moyen d'une pièce intermédiaire (21), disposée de façon ajustée sur le contacteur (1) du moteur, à ce contacteur (1) au moyen d'une liaison par encliquetage.
     
    5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé par le fait que la partie intermédiaire (21), réalisée sous la forme d'un U, peut être vissée, par la base (22) sur le contacteur (1) du moteur par l'intermédiaire de trous allongés (24) et comporte, dans une branche (25), des ouvertures (28) servant à loger des parties moulées en forme de champignons (27) de l'interrupteur auxiliaire (10) et, sur l'autre branche (26), des organes d'encliquetage (29) destinés à s'encliqueter avec l'interrupteur auxiliaire (10).
     
    6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé par le fait qu'un ressort de serrage (30) servant à réaliser le serrage à l'état encliqueté entre l'interrupteur auxiliaire (10) et la partie intermédiaire (21) fait saillie hors de la barrette (22).
     




    Zeichnung