(19)
(11) EP 0 387 523 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.09.1990  Patentblatt  1990/38

(21) Anmeldenummer: 90102475.2

(22) Anmeldetag:  08.02.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E01F 9/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 22.02.1989 DE 3905372

(71) Anmelder: CARL-HEINZ GUBELA GMBH
D-51438 Bergisch Gladbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Gubela, Carl-Heinz
    D-5060 Bergisch Gladbach 2 (DE)

(74) Vertreter: Mentzel, Norbert, Dipl.-Phys. et al
Patentanwälte Dipl.-Phys. Buse Dipl.-Phys. Mentzel Dipl.-Ing. Ludewig, Postfach 20 14 62
D-42214 Wuppertal
D-42214 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verkehrsleiteinrichtung, insbesondere zum Markieren vom um Autobahn-Baustellen, Arbeitsstellen od.dgl. führenden Fahrbahnen


    (57) Die Verkehrsleiteinrichtung liegt lose auf dem Boden und besteht aus flachen, miteinander verbundenen Gliedern (10), wobei diese Glieder zumindest oberseitig gelbe Warnfarbe aufweisen und an ihren ein­ander zugekehrten Enden mit parallel zum Boden und quer zur Längserstreckung der Verkehrsleiteinrichtung ver­laufenden Gelenkzapfen (11) gelenkig zum Aufrollen auf eine Trommel od. dgl. bzw. Abrollen von der Trommel od. dgl. kettenförmig miteinander verbunden sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Verkehrsleiteinrichtung, insbesondere zum Markieren von um Autobahn-Baustellen, Arbeitsstellen od. dgl. führenden Fahrbahnen, die lose dem Boden aufliegt und aus flachen, miteinander ver­bundenen Gliedern besteht, wobei die Glieder zumindest oberseitig gelbe Warnfarbe aufweisen.

    [0002] Die Fahrbahnen von Autobahnen oder anderen mehrspurigen Straßen sind in der Regel mit weißen, auf der Fahrbahn aufgebrachten Streifen markiert. Um Arbeiten an der Fahrbahn, am Mittelstreifen von Autobahnen od. dgl. durch­führen zu können, kommt es immer wieder vor, daß der Verkehr, abweichend von den weißmarkierten Fahrbahnen, anders geführt werden muß. Hierzu werden in der Regel gelbe Markierungen benutzt. Für länger andauernde Bau­arbeiten werden gelbe Farbmarkierungen oder gelbe Markierungs­nägel benutzt. Diese gelben Markierungen sind sehr dauer­haft. Zum Aufbringen der gelben Fahrmarkierungen bzw. zum Einsetzen der gelben Markierungsnägel ist jedoch viel Zeit erforderlich, insbesondere auch nach Abschluß der Arbeiten das Entfernen der Farbmarkierungen bzw. das Herausziehen der Markierungsnägel. Für Tagesbaustellen sind daher diese Verkehrsleiteinrichtungen zu zeitaufwendig.

    [0003] Um einen schnelleren Aufbau und Rückbau solcher Verkehrs­leiteinrichtungen zu erzielen, werden auch schon lose auf die Fahrbahn zu verlegende Körper benutzt. Diese flachen Körper werden auf die Fahrbahn gelegt und mit Verbindungs­teilen miteinander verbunden. Die Verbindungsteile weisen dabei senkrecht nach oben ragende Zapfen auf, die in senk­recht verlaufende Durchbrüche der Körper eingreifen. Beim Aufbau dieser Verkehrsleiteinrichtung sind die Körper auf den Boden zu legen und mit den Verbindungsteilen mitein­ander zu verbinden. Auch hierfür ist noch ein verhältnis­mäßig großer Zeitaufwand erforderlich. Das gleiche gilt auch für den Rückbau der Verkehrsleiteinrichtung, da die Verbindungsteile von den Körpern zu lösen und die Körper einzeln vom Boden aufzuheben sind.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verkehrs­leiteinrichtung der eingangs erläuterten Art weiterzuver­bessern, so daß sie zuverlässig wirken und in besonders einfacher und schneller Weise aufgebaut und rückgebaut werden können.

    [0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Glieder der Verkehrsleiteinrichtung an ihren einander zuge­kehrten Enden mit parallel zum Boden und quer zur Längs­erstreckung der Verkehrsleiteinrichtung verlaufenden Ge­lenkzapfen gelenkig zum Aufrollen auf eine Trommel od. dgl. bzw. Abrollen von der Trommel od. dgl. kettenförmig mit­einander verbunden sind. Dadurch ist in besonders einfacher Weise ein leichter Aufbau der Verkehrsleiteinrichtung mög­lich. Die Verkehrsleiteinrichtung braucht dabei lediglich von einer fahrbaren Trommel abgezogen und in der gewünschten Weise auf dem Boden abgelegt werden. Durch Verfahren der fahrbaren Trommel rollt sich dabei selbsttätig die Ver­kehrsleiteinrichtung von der Trommel ab. Das gleiche gilt auch für den Rückbau der Verkehrsleiteinrichtung. Durch Aufrollen der kettenförmigen Verkehrsleiteinrichtung auf eine Trommel od. dgl. ist ein besonders schneller Rückbau möglich. Die Aufrollbarkeit der kettenförmigen Verkehrs­leiteinrichtung ist dabei dadurch gewährleistet, daß die einzelnen Glieder der Gliederkette mit parallel zum Boden und quer zur Längserstreckung der Verkehrsleiteinrichtung verlaufenden Gelenkzapfen miteinander verbunden sind.

    [0006] Die einander zugekehrten Enden zweier benachbarter Glieder können jeweils ineinandergreifende Vorsprünge und Aus­sparungen aufweisen, wobei die nebeneinanderliegenden Vor­sprünge der benachbarten Glieder von dem Gelenkzapfen durchgriffen sind. Dadurch sind in einfacher Weise die Glieder der Gliederkette gelenkig miteinander verbunden.

    [0007] Jedes Glied der Gliederkette kann jeweils an seinem einen Ende zwei bis zu den Seitenrändern reichende Vorsprünge mit einer mittig dazwischenliegenden Aussparung und jeweils an seinem anderen Ende mittig einen in die mittige Aus­sparung des benachbarten Gliedes eingreifenden Vorsprung und beidseitig des Vorsprunges zwei Aussparungen zur Auf­nahme der beiden Vorsprünge des benachbarten Gliedes auf­weisen. Dadurch können in einfacher Weise die Vorsprünge mit einer ausreichenden Größe und Festigkeit versehen werden, so daß die Glieder der Gliederkette zuverlässig miteinander verbunden sind, ohne die Gelenkigkeit der Kette zu beeinträchtigen.

    [0008] Zum bogenförmigen Verlegen der Gliederkette können die an den einander zugekehrten Enden der Glieder vorgesehenen Vorsprünge mit Spiel in die Aussparungen der benachbarten Glieder und die zum Verbinden der benachbarten Glieder vor­gesehenen Gelenkzapfen mit Spiel in die entsprechenden Durchbrüche der Vorsprünge eingreifen. Mit diesem Spiel zwischen den Vorsprüngen benachbarter Glieder und dem Spiel zwischen dem Gelenkzapfen und den von ihm durchgriffenen Durchbrüchen ist in einfacher Weise auch eine bogenförmige Verlegung der Verkehrsleiteinrichtung möglich.

    [0009] Die Glieder der Gliederkette können aus formgeständigem Kunststoff bestehen und zur Unterseite hin offene Aus­sparungen aufweisen. Dadurch weisen in einfacher Weise die Glieder der Gliederkette die erforderliche Festigkeit auf, während die rückwärtigen Aussparungen zur Material­minderung und Gewichtsminderung dienen.

    [0010] Die Glieder der Gliederkette können zur Unterseite ge­richtete Aufnahmen zur Aufnahme von Einsätzen aus weich­elastischem Material aufweisen, mit denen die Gliederkette auf dem Boden aufliegt. Mit diesen weichelastischen Ein­sätzen, mit denen die Gliederkette auf dem Boden aufliegt, wird in einfacher Weise ein seitliches Verrutschen der Verkehrsleiteinrichtung vermieden.

    [0011] Die Glieder der Gliederkette können auch aus der Unterseite herausragende, krallenartige Vorsprünge zum Einkrallen in den Auflageboden aufweisen. Mit diesen krallenartigen Vor­sprüngen kann ebenfalls in einfacher Weise ein seitliches Verrutschen der Verkehrsleiteinrichtung vermieden oder zumindest erschwert werden.

    [0012] Die Glieder der Gliederkette können zumindest oberseitig mit einer aufgeklebten, reflektierenden, gelben Folie ver­sehen sein. Durch das Aufkleben der an sich bekannten, reflektierenden,gelben Folien wird die Verkehrsleitein­richtung dem Verkehrsteilnehmer zuverlässig sichtbar ge­macht.

    [0013] Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungs­beispiel dargestellt, und zwar zeigen:

    Fig. 1 die von einer Gliederkette gebildete Verkehrs­leiteinrichtung in Draufsicht, teilweise abge­brochen, in einem verkleinerten Maßstab,

    Fig. 2 die von einer Gliederkette gebildete Verkehrs­leiteinrichtung in Rückansicht und natürlichem Maßstab,

    Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III der Fig. 2, und

    Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Schnittdar­stellung einer abweichenden Ausführungsform.



    [0014] Die in der Zeichnung dargestellte kettenförmige Verkehrs­leiteinrichtung dient insbesondere zum Markieren von um Autobahn-Baustellen, Arbeitsstellen od. dgl. führenden Fahrbahnen, die lose dem Boden aufliegt und aus flachen, miteinander verbundenen Gliedern 10 besteht. Die Glieder 10 der kettenförmigen Verkehrsleiteinrichtung sind an ihren einander zugekehrten Enden mit parallel zum Boden und quer zur Längserstreckung der kettenförmigen Verkehrs­leiteinrichtung verlaufenden Gelenkzapfen 11 miteinander verbunden. Dadurch kann in einfacher Weise die ketten­förmige Verkehrsleiteinrichtung nach Beendigung der Arbeit auf eine nicht näher dargestellte Trommel aufgerollt werden. Dieses Aufrollen beansprucht nur wenig Zeit. Beim Aufbau der kettenförmigen Verkehrsleiteinrichtung ist die ketten­förmige Verkehrsleiteinrichtung lediglich von der Trommel od. dgl. abzuspulen und in gewünschter Weise dabei auf dem Boden aufzulegen. Auch hierfür wird nur wenig Zeit bean­sprucht. Die erfindungsgemäße kettenförmige Verkehrsleit­einrichtung kann somit in vorteilhafter Weise auch zur Einrichtung von Tagesbaustellen od. dgl. benutzt werden.

    [0015] Wie insbesondere den Fig. 1 und 2 zu entnehmen, weisen die einander zugekehrten Enden zweier benachbarter Glieder 10 jeweils ineinandergreifende Vorsprünge 12 und Aussparungen 13 auf, wobei die nebeneinanderliegenden Vorsprünge 12 der benachbarten Glieder 10 von den Gelenkzapfen 11 durch­ griffen sind. Jedes Glied 10 in der Gliederkette weist dabei jeweils an seinem einen Ende zwei bis an den Seiten­rändern 14 reichende Vorsprünge 12 mit einer mittig da­zwischenliegenden Aussparung 13 und jeweils an seinem anderen Ende mittig einen in die mittige Aussparung 13 des benachbarten Gliedes 12 eingreifenden Vorsprung 12 und beidseitig des Vorsprunges 12 zwei Aussparungen 13 zur Aufnahme der beiden Vorsprünge 12 des benachbarten Gliedes 10 auf.

    [0016] Zum bogenförmigen Verlegen der Gliederkette greifen die an den einander zugekehrten Enden der Glieder 10 vorge­sehenen Vorsprünge 12 mit Spiel in die Aussparungen 13 der benachbarten Glieder 10 und die zum Verbinden der be­nachbarten Glieder 10 vorgesehenen Gelenkzapfen 11 mit Spiel in die entsprechenden Durchbrüche 15 der Vorsprünge 12 ein. Hierdurch ist in einfacher Weise ein begrenztes Schwenken jeweils zweier benachbarter Glieder 10 gegen­einander möglich.

    [0017] Die Glieder 10 der Gliederkette können aus formbeständigen Kunststoff bestehen und zur Unterseite hin offene Aus­sparungen 16 aufweisen. Dadurch erhalten die Glieder in einfacher Weise die erforderliche Stabilität, wobei durch die unterseitigen Aussparungen das Gewicht reduziert und Material eingespart wird.

    [0018] Die Glieder 10 der Gliederkette weisen zur Unterseite ge­richtete Aufnahmen 17 zur Aufnahme von Einsätzen 18 aus weichelastischem Material auf, mit denen die Gliederkette auf dem Boden aufliegt. Mit diesen Einsätzen 18 aus weich­elastischem Material wird in einfacher Weise ein Ver­rutschen der Gliederkette auf dem Boden verhindert oder zumindest erschwert.

    [0019] Wie insbesondere aus der Fig. 4 ersichtlich, können die Glieder 10 der Gliederkette aus der Unterseite herausra­gende, krallenartige Vorsprünge 19 zum Einkrallen in den Auflageboden aufweisen. Auch mit solchen krallenartigen Vorsprüngen 19 kann in einfacher Weise ein Verrutschen der Gliederkette erschwert werden.

    [0020] Die Glieder 10 der Gliederkette weisen oberseitig eine aufgeklebte, reflektierende gelbe Folie 20 auf. Mit dieser reflektierenden gelben Folie wird in einfacher Weise die kettenförmige Verkehrsleiteinrichtung dem Verkehrsteil­nehmer zuverlässig sichtbar gemacht.

    [0021] Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte Ausführung lediglich eine beispielsweise Verwirklichung der Er­findung und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich.

    Bezugszeichenliste:



    [0022] 

    10 Glied

    11 Gelenkzapfen

    12 Vorsprünge

    13 Aussparungen

    14 Seitenrand

    15 Durchbrüche für 11

    16 unterseitige Aussparungen

    17 Aufnahmen

    18 Einsätze

    19 krallenartige Vorsprünge

    20 Folie




    Ansprüche

    1.) Verkehrsleiteinrichtung, insbesondere zum Markieren von um Autobahn-Baustellen, Arbeitsstellen od. dgl. führenden Fahrbahnen, die lose dem Boden aufliegt und aus flachen, miteinander verbundenen Gliedern besteht, wobei die Glieder zumindest oberseitig gelbe Warnfarbe aufweisen,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Glieder (10) der Verkehrsleiteinrichtung an ihren einander zugekehrten Enden mit parallel zum Boden und quer zur Längserstreckung der Verkehrsleit­einrichtung verlaufenden Gelenkzapfen (11) gelenkig zum Aufrollen auf eine Trommel od. dgl. bzw. Abrollen von der Trommel od. dgl. kettenförmig miteinander verbunden sind.
     
    2.) Verkehrsleiteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß die einander zugekehrten Enden zweier benachbarter Glieder (10) der Gliederkette jeweils in­einandergreifende Vorsprünge (12) und Aussparungen (13) aufweisen, wobei die nebeneinanderliegenden Vorsprünge (12) der benachbarten Glieder (10) von dem Gelenkzapfen (11) durchgriffen sind.
     
    3.) Verkehrsleiteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Glied (10) der Gliederkette jeweils an seinem einen Ende zwei bis zu den Seitenrändern (14) reichende Vorsprünge (12) mit einer mittig dazwischenliegenden Aussparung (13) und jeweils an seinem anderen Ende mittig einen in die mittige Aussparung (13) des benachbarten Gliedes (10) eingreifenden und beidseitig des Vorsprunges (12) zwei Aussparungen (13) zur Aufnahme beiden Vorsprünge (12) des benachbarten Gliedes (10) aufweist.
     
    4.) Verkehrsleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum bogenförmigen Verlegen der Gliederkette die an den einander zuge­kehrten Enden der Glieder (10) vorgesehenen Vorsprünge (12) mit Spiel in die Aussparungen (13) der benach­barten Glieder (10) und die zum Verbinden der benach­barten Glieder (10) vorgesehenen Gelenkzapfen (11) mit Spiel in die entsprechenden Durchbrüche (15) der Vor­sprünge (12) eingreifen.
     
    5.) Verkehrsleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder (10) der Gliederkette aus formbeständigen Kunststoff be­stehen und zur Unterseite hin offene Aussparungen (16) aufweisen.
     
    6.) Verkehrsleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder (10) der Gliederkette zur Unterseite gerichtete Aufnahmen (17) zur Aufnahme von Einsätzen (18) aus weichelastischem Material aufweisen, mit denen die Gliederkette auf dem Boden aufliegt.
     
    7.) Verkehrsleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder (10) der Gliederkette aus der Unterseite herausragende, krallenartige Vorsprünge (19) zum Einkrallen in den Auflageboden aufweisen.
     
    8.) Verkehrsleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder (10) der Gliederkette zumindest Oberseite mit einer auf­geklebten, reflektierenden, gelben Folie (20) ver­sehen sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht