Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrochemische und elektrophysikalische
Behandlungsverfahren, insbesondere auf eine Einrichtung zur elektrochemischen Erzeugnisbehandl
ung.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0002] Aus der UdSSR-Praxis ist ein Plasmatron zur kontinuierlichen Bearbeitung von Walzerzeugnisaen
und Gußstücken bekannt, das ein Bad zur Erhitzung des Erzeugnisses unter einer Elektrolytscnicht
in dessen Seitenwänden Fenster ausgeführt sind, die mit Abdichtungen zur Vermeidungen
von unnötigen Elektrolytverlusten versehen sind, eine mechanische Stromzuführung,
eine Zuführungsleitung zum Zuführen des Elektrolyten in das Bad zwecks Erhitzung desselben
sowie eine Abflußleitung zur Abführung des Elektrolyten enthält. Der Badkörper stellt
eine Anode und das zu behandelnde Erzeugnis die Katode dar.
[0003] Die Konstruktion des bekannten Plasmatrons bewirkt keine laminare Strömung des Elektrolyten
in der Behandlungazone des Erzeugnisses. Der nichtlaminare Elektrolytstrom bewirkt
ein Wegreißen der Dampfgashülle rund um das zu behandelnde Erzeugnis, was die Herstellung
einer qualitativ einwandfreien Erzeugnisoberfläche unmöglich macht. Die Anwendung
einer mechanischen Stromzuführung bedingt in dieser Einrichtung das Auftreten von
erhöhten Spannungen, beispielsweise 250 - 300 V, und das Ausbilden von Anbrennungen
auf der Oberfläche des bewegten Erzeugnisses. Die bekannte Einrichtung gewährleistet
außerdem keine selektive Behandlung der Erzeugnisoberfläche, weil sie die Behandlungsintensität
auf verschiedenen Oberflächenabschnitten langer Erzeugnisse nicht zu ändern ermöglicht.
[0004] Darüber hinaus gewährleistet die bekannte Einrichtung keine gleichmäßige Behandlung
des Erzeugnisses infolge fehlender Möglichkeit zur Drehbewegung des Erzeugnisses um
seine Längsachse bei dessen Fortbewegung im Bad zwecks Erhitzung.
[0005] Bekannt ist eine Einrichtung zum Elektropolieren von Erzeugnissen aus nichtrostenden
Stählen (GB,A, 1557017), die ein Bad für die Erzeugnisbehandlung, in demselben angebrachte
Elektroden, Zuführungsmittel zum Zuführen der zu behandelnden Erzeugnisse in das Bad
mit Greifvorrichtungen sowie ein Bad für die Elektrolytreinigung enthält. Das Zuführungsmittel
zum Zuführen des zu behandelnden Erzeugnisses in das Bad enthält einen Förderer, der
die Erfassung und Beförderung von Rohteilen vornimmt, die bereits ausgestanzt und
fertiggeformt sowie in Kassetten horizontal angebracht sind. Die Kassetten sind mit
bogenförmigen Anschlägen und Plattenkontakten versehen, zwischen denen die zu behandelnden
Erzeugnisse eingespannt werden. Die Kassetten werden vom Förderer transportiert und
in einer bestimmten Reihenfolge in das Bad eingetaucht. Nährend der fortschreitenden
Kassettenbewegung im Bad findet das Elektropolieren der Erzeugnisoberflächen in einerLösung
von Orthophosphor- und Schwefelsäure statt. Das Bad ist aus einem säurefesten Werkstoff,
Polyäthylen ausgeführt. Im Bad sind beidseits der fortbewegten Kassetten Katodenplatten
angebracht, die dem Elektrolyten ein negatives Potential erteilen. Während der Fortbewegung
im Bad kontaktieren die Kassetten über Rollen mit den Anodenstäben, die den Erzeugnissen
ein positives Potential erteilen. Nach dem Polieren werden die Erzeugnisse aus dem
Behandlungsbad entnommen und kommen in ein nächstes Bad, wo deren Passivierung in
einer Salpetersäurelösung erfolgt. Nach der Passivierung gelangen die Kassetten mit
den Erzeugnissen in eine Waseheinrichtung, wo das Ausspülen der Erzeugnisse im kalten
und heiBen Wasser vorgenommen wird. Danach werden die Erzeugnisse aus den Kassetten
entnommen, und in die freigewordenen Kassetten werden neue Rohteile geladen.
[0006] Die Konstruktion des Bades zur &zeugnisbehandlung in der bekannten Einrichtung gewährleistet
keine Möglichkeit zur Erzeugung eines aufsteigenden laminaren Stromes wegen fehlender
Mittel zum Durchpumpen des Elektrolyten in der Behandlungszone, was die BehandLungsgüte
der Erzeugnisse herabsetzt.
[0007] In der bekannten Einrichtung sind die Katodenplatten unbeweglich angebracht, wodurch
bei der Behandlung von Erzeugnissen komplizierter räumlicher Form die Stromdichte
im Elektrolyten in verschiedenen Oberflächenabschnitten der zu behandelnden Erzeugnisse
ungleichmäßig verteilt ist.
[0008] Darüber hinaus trägt das Eintauchen in den Elektrolyten der bogenförmigen Anschläge
und Plattenkontakte zum raschen Auflösen und Zerstören derselben bei.
[0009] Die horizontale Lage der Erzeugnisse in der Kassette massiver Konstruktion führt
zur Abschirmung der Erzeugnisse untereinander sowie durch die Kassettenkonstruktionselemente
und verhindert ein gleichmäßiges Umspülen der Erzeugnisse mit dem aufsteigenden Elektrolystrom.
Außerdem ist jedes Erzeugnis an vier Punkten in der Kassette befestigt, was zu einer
zusätzlichen Abschirmung und Vergrößerung der Fläche von nicht behandelten Erze ugnisoberflächenabschnitten
führt.
[0010] Die Behandlung von Erzeugnissen komplizierter räumlicher Form. in der unverändert
horizontalen Lage bedingt eine unterschiedliche Behandlungsgüte verschiedener Erzeugnisoberflächenabschnitte.
Offenbarung der Erfindung
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur elektrochemischen
Behandlung von Erzeugnissen zu entwickeln, in der die konstruktive Ausführung des
Erzeugnisbehandlungsbades sowie der Mittel zur Zuführung von zu behandelnden Erzeugnisses
in das Bad eine relative Verschiebung des Elektrolyten und der zu behandelnden Erzeugnisse
gewährleistet was es ermöglicht, die Behandlungsgüte der Erzeugnisse zu erhöhen.
[0012] Die gestellte Aufgabe ist dadurch gelöst, daß in der Einrichtung zur elektrochemischen
Behandlung von Erzeugnissen, die ein Bad für die Erzeugnisbehandlung sowie in demselben
angebrachte Elektroden, Zuführungsmittel zum Zuführen der zu behandelnden Erzeugnisse
in das Bad mit Greifvorrichtungen für die Erzeugnisse sowie ein Bad für die Elektrolytreinigung
vorsieht, das mit dem Bad für die Erzegnisbehandlung über eine mit einer Pumpe ausgestattete
Zuführungsleitung zum Zuführen des Elektrolyten und eine Abflußleitung für die Abführung
des Elektrolyten in Verbindung steht, erfindungsgemäß das Bad für die Erzeugniabehandlung
mit einer Trennwand, ausgestattet ist, die parallel zum Boden unter Bildung einer
Dämpfungskammer zwischen ihnen angebracht ist, die mit der Elektrolytzuführungsleitung
in Verbindung steht und die mit einer Gruppe von Netzejektoren gemäß der Anzahl der
zu behandelnden Erzeugnisse versehen ist, sowie mit einem Mittel zur Aufrechterhaltung
der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten im Bad ausgestattet ist, das in Gestalt
eines überlaufrohres ausgeführt ist, das durch den Badboden und die Trennwand-hindurchgeht
und mit der Abfluβleitung zur Ableitung des Elektrolyten in Verbindung steht.
[0013] Zweckmäβigerweise ist das Bad für die Erzeugnisbehandlung mit einer Gruppe von Abschirmungen
ausgestattet, deren Anzahl zumindest mit der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse
übereinstimmt und jede von denen mindestens an eine der Oberflächen eines jeden zu
behandelnden Erzeugnisses dicht anliegt.
[0014] Vorzugsweise sind in jeder Abschirmung durchgehende Profilfenster ausgeführt.
[0015] Notwendigerweise sind in den Wänden des Bades für die Erzeugnisbehandlung Öffnungen
vorgesehen, die paarweise eine gegenüber der anderen liegen und ein Profil besitzen,
das mit dem Profil der zu behandelnden Erzeugnisse übereinstimmt, wobe jede der öffnungen
mit einem entsprechenden Ableitungskanal in Verbindung steht, der mit dem Bad für
Elektrolytreinigung in Verbindung gesetzt ist.
[0016] Zweckmäβigerweise ist die Einrichtung mit einem Mittel versehen, das zur Zuführung
einer Spannung an die zu behandelnden Erzeugnisse bestimmt ist, deren Polarität zur
Polarität der dem Elektrolyten zugeführten Spannung entgegengesetzt ist.
[0017] Vorzugsweise ist das Mittel, das zur Zuführung einer Spannung an die zu behandelnden
Erzeugnisse bestimmt ist, deren Polarität zur Polarität der dem ELektrolyten zugeführten
Spannung entgegengesetzt ist, in Gestalt von zwei inbezug auf das Bad für die Erzeugnisbehandlung
gegenüberliegenden Kammern ausgeführt, die über Rohrleitungen mit einem Mittel zum
Fördern des Elektrolyten in Verbindung stehen, das in einem Behälter untergebracht
ist, wobei in den Kammerwänden öffnungen zum Hindurchleiten der zu behandelnden Erzeugnisse
ausgeführt sind, die mit den in den Wänden des für die Erzeugnisbehandlung bestimmten
Bades ausgeführten öffnungen gleichachsig liegen, und ist außerdem jede Kammer mit
einem Mittel zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten in
der Kammer ausgestattet, das in Gestalt eines Überlaufrohres ausgeführt ist, das über
eine Rohrleitung mit dem Behälter in Verbindung steht.
[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daβ das Bad für die Erzeugnisbehandlung
mit zwei vertikal stehenden Trennwänden vorgesehen ist, von denen die eine mit einem
Spalt inbezug auf den Badboden angeordnet ist, sowie mit einer mit einem Spalt inbezug
auf den Badboden horizontal angeordneten Trennwand ausgestattet ist, die mit den inneren
Seitenwänden der vertikal stehenden Trennwänden unter Bildung einer Dämpfungskammer
verbunden und mit einer Gruppe von Netzejektoren gemäß der Anzahl der Zuführungsmittel
zum Zuführen der zu behandelnden Erzeugnisse in das Bad ausgestattet ist, die in der
gesamten Längsrichtung der Trennwand im Anordnungsbereich der zu behandelnden Erzeugnisse
verteilt sind, wobei die Elektroden derart angeordnet sind, daß ihr Neigungswinkel
inbezug auf ihre vertikale Achse veränderbar ist.
[0019] Zweckmäβigerweise ist zur Gewährleistung eines gleichmäßigen Umspülens sämtlicher
Oberfläohenabschnitte der zu behandelnden Erzeugnisse mit dem aufsteigenden laminaren
Elektrolytstrom jede Erzeugnisgreifvorrichtung in Gestalt eines Kammes mit großer
Zähnezahl ausgeführt, die mit der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse übereinstimmt,
wobei jeder Zahn mit einem Dreipunktgreifer versehen ist, der einen elektrischen Kontakt
besitzt, der mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses zusammenwirkt.
[0020] Vorzugsweise ist die Oberfläche eines jedes elektrischen Kontaktes des Dreipunktgreifers,
welche mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses zusammenwirkt, in Gestalt
eines Prismas ausgebildet.
[0021] Nützlicherweise ist ferner jedes Zuführungsmittel zum Zuführen des zu behandelnden
Erzeugnisses in das Bad mit einer Schwenkeinheit versehen.
[0022] Die vorliegende Erfindung gestattet es, Möglichkeiten des elektrochemischen Verfahrens
zur Oberflächenbehandlung von Metallerzeugnissen, und zwar das Polieren, Reinigen,
Kcmbination von Reinigung und Polierung, zu realisieren. Darüber hinaus gestattet
es die erfindungsgemaß vorgeschlagene Einrichtung, Erzeugnisse komplizierter Form,
lange Erzeugnisse verschiedenen Profils, Erzeugnisse endlicher Maße mit für die herkömmlichen
Behandlungsverfahren schwer erreichbaren Stellen zu behandeln, wobei eine Verminderung
der Oberflächenraunigkeit um 2 - 3 Klassen unter Erzielung eines starken. Metallglanzes
gewährleistet wird. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es ferner, die wenig produktive
Handarbeit auszuschließen undeine Krafteinwirkung auf die zu behandelnde Oberfläche
dank der Mechanisierung und Automatisierung des Behandlungsverfahrens zu vermeiden.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0023] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung durch konkrete Ausführungsbeispiele derselben
unter Bezugnahme auf beiliegende Zeichnungen erläutert; in diesen zeigt
Fig. 1 die Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur elektrochemischen
Erzeugnisbehandlung mit einer der Ausführungsformen des für die Erzeugnisbehandlung
bestimmten Bades, gemäß der Erfindung;
Fig. 2 die Draufsicht von Fig. 1, gemäß der Erfindung;
Fig. 3 die Gesamtansicht einerEinrichtung zur selektiven Behandlung langer Metallerzeugnisse,
gemäß der Erfindung;
Fig. 4 die Gesamtansicht einer Einrichtung zur diskreten Erzeugnisbehandlung, gemäß
der Erfindung;
Fig. 5 den Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4, gemäß der Erfindung;
Fig. 6 die Konstruktion der Erzeugnisgreifvorrichtung, gemäß der Erfindung;
Fig. 7 das Verschiebungsschema des Erzeugnisses bei der Behandlung, gemäß der Erfindung;
Fig. 8 die Abhängigkeit der Winkelgeschwindigkeit des behandelten Erzeugnisses vom
Drehwinkel desselben, gemäß der Erfindung.
[0024] Die erfindungsgemäße Einrichtung zur elektrochemischen Erzeugnisbehandlung enthält
eine aus einem dielektrischen Werkstoff gefertigtes Bad
+1 (Fig. 1) für die Behandlung von Erzeugnissen 2, im Bad 1 angebrachte Elektroden
3, Mittel 4 (Fig. 1, 2) zur Zuführung der zu behandelnden Erzeugnisse 2 in das Bad
1 mit Greifvorrichtungen 5 für die Erzeugnisse 2. Mit dem Bad 1 steht über eine mit
einer Pumpe 7 ausgestattete Zuführungsleitung 6 zur Zuführung des Elektrolyten und
eine Abflußleitung 8 zur Abführung des Elektrolyten ein Bad 9 für die Elektrolytreinigung
in Verbindung. Im Bad 1 ist parallel zu dessen Boden 10 eine Trennwand 11 angeordnet,
die mit einer Gruppe von Metzejektoren 12 versehen ist, deren Anzanl mit der Anzahl
der zu behandelnden Erzeugnisse 2 übereinstimmt. Zwischen dem Boden 10 des Bades 1
und der Trennwand 11 ist eine Dämpfungskammer 13 gebildet, die mit der Zuführungsleitung
6 in Verbindung steht. Das Bad 1 ist mit einem Mittel zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen
Standhöhe des Elektrolyten ausgestattet, das in Gestalt eines Überlaufrohres 14 ausgeführt
ist, das durch den Boden 10 des Bades 1 und die Trennwand 11 hindurchgeht und mit
der AbfluBleitung 8 kommuniziert.
[0025] Zum Hindurchleiten der Erzeugnisse 2 großer Länge durch das Bad 1 sind in den Wänden
desselben öffnungen 15, 16 ausgeführt, die paarweise einander gegenüber liegen und
deren Profil mit dem Profil der zu behandelnden Erzeugnisse 2 übereinstimmt. Die Öffnungen
15 und 16 stehen mit Ableitungskanälen 17 bzw.18 in Verbindung, die über jeweilige
Rohrleitungen 19 und 20 mit dem Bad 9 für die Elektrolytreinigung verbunden sind.
[0026] Die Einrichtung ist mit einem Mittel ausgestattet, das zur Zuführung zum behandelten
Erzeugnis 2 einer Spannung mit einer Polarität bestimmt ist, die zur Polarität der
dem das Bad 1 füllenden Elektrolyten zugeführten Spannung ent-
degengesetzt ist. Dieses Mittel ist in Gestalt von zwei inbezug auf das Bad 1 gegenüberliegenden
Kammern 21 und 22 ausgeführt, die über Rohrleitungen 23 bzw. 24 mit einem Mittel 25
zum Fördern des Elektrolyten in Verbindung stehen, das in einem Behälter 26 untergebracht
ist. In den Wänden einer jeden Kammer 21 und 22 sind jeweilige Öffnungen 27, 28 und
29, 30 zum Hindurchleiten des zu behandelnden Erzeugnisses 2 ausgeführt. Die Öffnungen
27, 28 und 29, 30 liegen gleichachsig zu den in der Wand des Bades 1 ausgeführten
öffnungen 15, 16. Jede der Kammern 21 und 22 ist mit einem Mittel zur Aufrechterhaltung
der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten in derselben ausgestattet, das in Gestalt
eines jeweiligen Überlaufrohres 31 bzw. 32 ausgeführt ist, das mit einem jeweiligen
Untersatz 33 und 34 in Verbindung steht, von denen ein jeder über eine jeweilige Rohrleitung
35 und 36 mit dem Behälter 26 in Verbindung gesetzt ist.
[0027] Zur selektiven Behandlung von langen Erzeugnissen 2 unrunden Querschnittes ist das
Bad 1 (Fig. 3) zumindest mit einer Abschirmung 37 ausgestattet, die aus einem dielektrischen
Werkstoff gefertigt ist und ander abzuschirmenden Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses
2 dicht anliegt. In der Abschirmung 37 sind Fenster 38 mit Profilnuten 39, beispielsweise
Dreiecknuten, ausgeführt, deren Spitzen nach oben zeigen und in einer Höhe mit der
Abfluβebene des Überlaufrohres 14 liegen.
[0028] Zur diskreten Behandlung der Erzeugnisse 2 (Fig. 4) wird ein kastenförmiges Bad 1
verwendet, das aus einem säurefesten dielektrischen Werkstoff gefertigt ist. Im Innern
des Bades 1 ist mit einem Spalt inbezug auf einen Deckel 40, einen Boden 10 und eine
Seitenwand 41 eine vertikale Trennwand 42 angeordnet. Eine zweite vertikale Trennwand
43 ist im Bad 1 mit einem Spalt inbezug auf einen Deckel 44 und eine Seitenwand 45
angeordnet. Mit einem Spalt inbezug auf den Boden 10 des Bades 1 ist eine horizontale
Trennwand 46 angeordnet, die mit den inneren Seitenwänden 42 und 43 unter Bildung
einer Dämpfungskammer 47 verbunden ist. Die Trennwand 46 ist mit einer Gruppe von
Netzejektoren 12 ausgestattet, die auf der gesamten Länge derselben im Anordnungsbereich
der zu behandelnden Erzeugnisse 2 verteilt sind. Die Deckel 40 und 44 sind horizontal
verschiebbar angebracht. Als Katoden dienen Platten 48, 49, die mittels Zugstangen
50 mit Kolbenstangen 51 von Antrieben 52 (der Antrieb der Platte 49 ist nicht mitabgebildet)
verbunden sind.
[0029] Das Mittel 4 (Fig. 5) zur Zuführung der zu behandelnden Erzeugnisse 2 ist mit einer
Schwenkeinheit 53 ausgestattet, die mit Hilfe einer Zugstange 54 mit einer Kolbenstange
55 eines Druckluftzylinders 56 verbunden ist, der mit Hilfe eines Kragstücks 57 an
einer Kolbenstange 58 starr befestigt ist. Jede Greifvorrichtung 5 ist in Gestalt
eines aus einem säurefesten Isolierstoff gefertigten Kammes 59 ausgeführt. Die Anzahl
von Zähnen 60 des Kammes 59 stimmt mit der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse
2 überein. In der Greifvorricatung 5 ist eine Stromzuführung 61 montiert.
[0030] Jeder Zahn 60 ist mit einem Dreipunktgreifer 62 versehen, der aus einem Gehäuse 63
(Fig. 6) besteht, an dem mit Hilfe eines Gelenkes 64 ein mit einer Feder 66 kontaktierender
Niederhalter 65 sowie ein elektrischer Kontakt 67 angebracht sind, dessen mit der
Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses 2 kontäktierende Oberfläche in Gestalt
eines Prismas ausgebildet ist. Der elektrische Kontakt 67 ist mit der Stromzuführung
61 verbunden.
[0031] In Fig. 7 ist das Verschiebungsschema des Erzeugnisses 2 während der Behandlung dargestellt,
in dem A die Ausgangsstellung des Erzeugnisses 2; B, C aber die Stellungen des Erzeugnisses
2 bedeuten, bei denen verschiedene Oberflächenabschnitte desselben poliert werden.
Ein Pfeil 68 deutet die Drehrichtung des Erzeugnisses 2 an.
[0032] In Fig. d ist die Abhängigkeit der Ratationswinkelgeschwindigkeit ω des Erzeugnisses
2 (Fig. 7) vom Drehwinkel α. desselben dargestellt. W
max (Fig. 8) ist die maximale Rotationswinkelgeschwindigkeit des Erzeugnisses 2 (Fig.
7) beim Durchgang desselben durch die vertikale Lage B.
[0033] Die Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung geht wie folgt vor sich. Das zu behandelnde
Erzeugnis 2 (Fig.l) zylindrischer, koaxial symmetrischer Form (Stab, Draht) wird mit
Hilfe des Zuführungsmittels 4 unter gleichzeitiger Drehung um die Längsachse in die
mit einem Elektrolyten gefüllte Kammer 21 zugeführt, wobei dem Elektrolyten eine Spannung
positiver Polarität zugeführt wird. Über die Ejektorengruppe 12 gelangt in das Bad
1 ein Elektrolyt, dem mittels der Elektroden 3 eine Spannung negativer Polarität zugeführt
wird. Bei der Berührung des zu behandelnden Erzeugnisses 2 mit dem das Bad 1 füllenden
Elektrolyten entsteht an der Oberfläche des Erzeugnisses 2 eine Mikroplasmaentladung,
die von der Ausbildung einer Dampfgashülle und einer intensiven Behandlung des Erzeugnisses
2 begleitet wird. Die Drehung des Erzeugnisses 2 um seine Längsachse trägt zur gleichmäßigen
Behandlung seiner Oberfläche bei.
[0034] Die Behandlung von Erzeugnissen 2 (Fig. 3) mit einem beliebig geformten Profil findet
bei einer selektiven Querschnittsbehandlung desselben, so beispielsweise einem Sägeblatt,
auf die folgende Weise statt. Das zu behandelnde Erzeugnis 2 groβer Länge wird mit
Hilfe des Mittels 4 und der Greifvorrichtung 5 der Kammer 21 (Fig. 1) zugeführt, die
mit einem Elektrolyten gefüllt ist, dem eine Spannung positiver Polarität zugeführt
ist. Demgemäß steht das Erzeugnis 2 unter einer Spannung positiver Polarität. Danach
wird das Erzeugnis 2 durch die öffnung 15 hindurch ins Innere des Bades 1 zwischen
den Abschirmungen 37 (Fig. 3) in die Badarbeitszone geleitet, die von den Profilfenstern
38 derart begrenzt ist, daß eine Möglichkeit für den Durchtritt der Sägeblattzähne
durch die Dreiecknuten 39 hindurch besteht. Im Anfangsaugenblick des Durchtritts aes
Sägeblattes durch das Fenster 38 hindurch bildet sich in der Kontaktzone "Sägeblatt
- Elektrolyt" eine Dampfgashülle, in der Mikroplasmaentladungen entstehen. Beim Durchgang
der Sägeblattzähne durch die Dreieckzähne 39 hindurch werden sie von der Dampfgashülle
teilweise abgeschirmt. Diese Behandlung des Sägeblattzahnes ermöglicht es, die Schneideigenschaften
der Zahnarbeitskante unbeeinträchtigt zu erhalten.
[0035] Die Kammern 21 und 22 (Fig. 1) sind dazu erforderlich, um den mechanischen Funkenbildungskontakt
durch einen galvanischen - flüssigen - Kontakt zu ersetzen, was Anbrennungen an der
behandelten Oberfläche des Erzeugnisses 2 beseitigt.
[0036] Die Ausführung von Überlaufrohren 14, 31 und 32 gewährleistet das Halten des Elektrolyten
in der erforderlichen Höhe sowohl im Bad 1 wie auch in den Kammern 21, 22. Die Kanäle
17, 18 bewirken die Ableitung des Elektrolyten in das Bad 9. Die Untersätze 33 und
34 gewährleisten das Sammeln des Elektrolyten, der aus den Kammern 21 und 22 durch
den Spalt zwischen dem Erzeugnis 2 und den Bohrungen 27 und 28 in den Kammern 21 und
22 abfließt, und die Ableitung desselben über die Rohrleitungen 35, 36 in den Behälter
26.
[0037] Bei der Behandlung von Erzeugnissen 2 (Fig. 4) komplizierter Form werden diese in
das Mittel 5 gebracht. Dabei findet die Fixierung des Erzeugnisses 2 mittels der Dreipunktgreifer
62 (Fig. 5) statt, die das zu behandelnde Erzeugnis 2 umfassen. Der (in Fig. nicht
mitabgebildete) Antrieb der vertikalen Verschiebung des Erzeugnisses 2 wird eingeschaltet,
und gleichzeitig werden dem Erzeugnis 2 und dem das Bad 1 füllenden Elektrolyten Spannungen
entgegengesetzter Polarität zugeführt, und zwar: dem Erzeugnis 2 eine Spannung positiver
Polarität, dem Elektrolyten aber eine Spannung negativer Polarität. Das Erzeugnis
2 wird in das Bad 1 tiefer als die Elektrolythöhe eingetaucht. Je nach der Konfiguration
und Form der Erzeugnisse 2 (Fig. 4) wird der WinKel B zwischen den in Form von Platten
48, 49 ausgebildeten Katoden und der vertikalen Achse des Erzeugnisses 2 sowie der
Abstand von den Platten 48, 49 bis zur vertikalen Achse der Erzeugnisse 2 vorgegeben.
Der Winkel ß wird auch mit Hilfe von Zugstangen 50, Kolbenstangen 51 mittels Antrieben
52 reguliert, die Abstände aber werden durch horizontale Verschiebungen der Deckel
40, 44 eingestellt.
[0038] Das Verhältnis des Winkels β und des Abstandes von den Anoden, als welche die Erzeugnisse
2 auftreten, bis zur vertikalen Achse des Kammes 59 (Fig. 5) gestattet es, die Stromdichteverteilung
auf der Oberfläche des Erzeugnisses 2 entlang der vertikalen Achse desselben proportional
der zu behandelnden Fläche des Erzeugnisses 2 zu regeln. Bei der Behandlung führt
man über die Ejektorgruppe 12 (Fig. 4) das Durchpumpen des Elektrolyten in der vertikalen
Richtung (von unten nach oben) durch, wodurch die Behandlung des Erzeugnisses 2 im
aufsteigenden laminaren Strom gewährleistet wird. Der laminare Strom ist zur Stabilisierung
des plasmaartigen Elektrolytprozesses an der Oberfläche des Erzeugnisses 2 erforderlioh,
er schließt ferner ein Wegreißen der Dampfgashülle aus. Zur Sicherstellung isothermischer
Behandlungsbedingungen und Aufrechterhaltung der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten
läuft der überschüssige Elektrolyt ständig über die Trennwand 43 über.
[0039] Die mit einer Schwenkeinheit 53 (Fig. 5) ausgestattete Greifvorrichtung 5 arbeitet
wie folgt. Im Anfangsaagenblick der Behandlung befindet sich das Erzeugnis 2 im Bad
1 in einer Lage A (Fig. 7). Danach wird der Druokluftzylinder 56 (Fig. 5) zum Antreiben
desselben eingeschaltet, und das Erzeugnis 2 vollzieht eine Drehbewegung mit einer
veränderlichen Geschwindigkeit. Dabei nimmt das Erzeugnis 2 (Fig. 7) der Reihe nach
Lagen A-B-C-B-A ein. Bei horizontalem Eintauchen des zu behandelnden Erzeugnisses.2
in den Elektrolyten (Lage A) erfolgt eine qualitätsgerechte Behandlung seiner unteren
Hälfte mit gleichmäßiger RauhigKeitsänderung. Der obere Teil des Erzeugnisses 2 wird
bei einer derartigen Orientierung nur geringfügig behandelt. Zu einer gleichmäßigen
Verminderung der Rauhigkeit auf der gesamten Oberfläche des Erzeugnisses 2 muß dieses
auf eine solche Weise ausgerichtet werden, daß seine behandelte untere Hälfte nach
oben zeigen würde. Bei der Behandlung von Erzeugnissen 2, beispielsweisen solchen
Gedeckgegenständen wie Löffel und Gabeln, die eine Symmetrieebene besitzen, wird es
dadurch möglich, sie durch eine Drehung um 180° neu zu orientieren. Nimmt das Erzeugnis
2 eine der vertikalen nahe Lage ein (mit der Schöpfkelle nach unten), so erreicht
die Metallabtragung einen maximalen Wert, weshalb es zur Erzielung einer gleichmäßigeren
Rauhigkeitsabnahme des Erzeugnisses 2 erforderlich ist, die Verweilzeit desselben
in dieser Lage zu verkürzen. Dies wird durch die Herbeiführung einer Drehbewegung
des Erzeugnisses 2 in der unteren Vertikalstellung mit einer maximalen Winkelgeschwindigkeit
ω max (Fig. 8) erreicht. In der Lage A liegt das Erzeugnis rechtwink- li
g zur Zuführungsrichtung des Elektrolyten. Die schraffierte Zone stellt einen Teil
des Erzeugnisses 2 dar, wo die intensivste Behandlung erfolgt. In der Lage B findet
die Behandlung des unteren Teiles der Schöpfkelle, in der Lage C die Behandlung des
übrigen Oberflächenteiles des Erzeugnisses 2 statt. Eine Änderung der Winkelgeschwindigkeit
ω, die die gleichmäßigste Behandlung des Erzeugnisses 2 (Fig. 7) zu erzielen erlaubt,
ist durch folgende Beziehung vorgegeben:

worin bedeutet:
ωmax - den Geschwindigkeitsbetrag des Erzeugnisses 2 in der Lage B;
α - den Drehwinkel des Erzeugnisses 2 (0° 1 ≤ α ≤ 1800).
[0040] Dies gestattet es, eine Verweilzeit des Erzeugnisses 2 in den Lagen A und C zu erzielen,
die um das 3 -5fache länger als in der Lage B ist. Die Wahl der Winkelgeschwindigkeit
ω in einem Punkt B in der Größenordnung von 0,075 bis 0,085 U/min wird durch folgendes
begründet. Bei einer kleineren Winkelgeschwindigkeit ω nimmt die Dauer des Polierprozeeses
zu, die aber zu keiner wesentlichen Verbesserung der Behandlungsgleichmäβigkeit führt
und die Arbeitsleistung des Prozesses herabsetzt. Eine Steigerung der Winkelgeschwindigkeit
über 0,085 U/min hinaus bewirkt das Wegreißen der Dampfgashülle, was zur drastischen
Verschlechterung der Oberflächengüte infolge einer intensiven Abätzung der Oberfläche
während der stattfindenden Elektrolyse führt.
Gewerbliche Verwertbarkeit
[0041] Die vorliegende Erfindung kann zur Behandlung von langen Erzeugnissen verschiedenen
Profils (Stäben, Drähten, Sägeblättern, Erzeugnissen mit kompliziertem Walzprofil)
sowie zum Polieren von Oberflächen von Erzeugnissen komplizierter räumlicher Form
(Tischgedecken, Elektrorasiermessern, Zahnprothesen) erfolgreich angewendet werden.
1. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen, die ein Bad (1)
zur Behandlung der Erzeugnisse (2) sowie in demselben angebrachte Elektroden (3),
Zuführungsmittel (4) zum Zuführen der zu behandelnden Erzeugnisse (2) in das Bad (1)
mit Greifvorrichtungen (5) der Erzeugnisse (2) sowie ein Bad (9) für die Elektrolytreinigung
vorsieht, das mit dem Bad (1) für die Behandlung der Erzeugnisse (2) über eine mit
einer Pumpe (7) ausgestattete zuführungsleitung (6) zur Zuführung des Elektrolyten
und eine Abflußleitung (8) zur Abrührung des Elektrolyten in Verbindung steht, dadurch
gekennzeich-n e t, daβ das Bad (1) zur Behandlung von Erzeugnissen (2) zur Erzeugung
in der Behandlungszone der Erzeugnisse (2) eines aufsteigenden laminaren Stromes des
das Bad (1) füllenden Elektrolyten eingerichtet ist.
2. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 1,
dadurch ggekenn-zeichnet, daβ das Bad (1) für die Behandlung der Erzeugnisse (2) mit
einer Trennwand (11) ausgestattet ist, die parallel zu einem Boden (10) desselben
unter Bildung zwischen ihnen einer DämpfungsKammer (13) angebracht ist, die mit einer Zuführungsleitung (6) zum Zuführen des Elektrolyten
in Verbindung steht, und die ferner mit einer Gruppe von Netzejektoren (12) gemäß
der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse (2) und einem Mittel zur Aufrechterhaltung
im Bad (1) der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten ausgestattet ist, das in Gestalt
eines Überlaufrohres (14) ausgeführt ist, das durch den Boden (10) des Bades (1) und
die Trennwand (11) hindurchgeht und mit einer Abflußleitung (8) zur Ableitung des
Elektrolyten in Verbindung steht.
3. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 2,
dadurch gekenn-zeichnet, daß das Bad (1) zur Behandlung von Erzeugnissen (2) mit einer
Gruppe von Abschirmungen (37) ausgestattet ist, deren Anzahl zumindest mit der Anzahl
der zu behandelnden Erzeugnisse (2) übereinstimmt und von denen eine jede zumindest
an einerder Oberflächen eines jeden zu behandelnden Erzeugnisses (2) dicht anliegt.
4. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 3,
dadurch gekenn-z e lehnet, daß in jeder Abschirmung (37) durchgehende Profilfenster
(38) ausgeführt sind.
5. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 2 bis
4, dadurch g e-kennzeichnet, daß in den Wänden des zur Behandlung von Erzeugnissen
(2) bestimmten Bades (1) Öffnungen (15, 16) ausgeführt sind, die paarweise eine gegenüber
der anderen liegen und ein Profil besitzen, das mit dem Profil der zu behandelnden
Erzeugnisse (2) übereinstimmt, wobei eine jede der Öffnungen (15, 16) mit einem jeweiligen
Ableitungskanal (17, 18) in Verbindung steht, der; mit einem Bad (9) für die Elektrolytreinigung
kommunizeirt.
6. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 2,
dadurch gekenn-zeichnet, daß sie mit einem Mittel ausgestattet ist, das zur Zuführung
zu den zu behandelnden Erzeugnissen (2) einer Spannung mit einer Polarität bestimmt
ist, die zur Polarität der dem Elektrolyten zugeführten Spannung entgegengesetzt ist.
7. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 6,
dadurch gekenn-zeichnet, daβ das Mittel, das zur Zuführung zu den zu behandelnden
Erzeugnissen einer Spannung mit einer Polarität bestimmt ist, die zur Polarität der
dem Elektrolyten zugeführten Spannung entgegengesetzt ist, in Gestalt von zwei inbezug
auf das Bad (1) für die Behandlung von Erzeugnissen (2) gegenüberliegenden Kammern
(21, 22) ausgeführt ist, die über Rohrleitungen (23, 24) mit einem Mittel (25) zum
Fördern des Elektrolyten in Verbindung stehen, das in einem Behälter (26) untergebracht
ist, wobei in den Wänden der Kammern (21, 22) Öffnunqen (27, 28 und 29, 30) zum Hindurchleiten
der zu behandelnden Erzeugnisse (2) ausgeführt sind, die gleichachsig zu den in den
Wänden des Bades (1) für die Behandlung von Erzeugnissen (2) ausgeführten Öffnungen
(15,16) liegen, und daß ferner eine jede Kammer (21, 22) mit einem Mittel zur Aufrechterhaltung
der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten in der Kammer (21, 22) ausgestattet ist,
das in Gestalt eines Uberlaufrohres (31, 32) ausgeführt ist, das über eine Rohrleitung
(35, 36) mit dem Behälter (26) in Verbindung steht.
8. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 1,
dadurch gekenn-zeichnet, daß das Bad (1) für die Behandlung von Erzeugnissen (2) mit
zwei vertikal stehenden Trennwänden (42, 43), von denen die eine (42) mit einem Spalt
inbezug auf den Boden (10) des Bades (1) angebracht ist, sowie mit einer mit einem
Spalt inbezug auf den Boden (10) des Bades (1) horizontal angebrachten Trennwand (46)
ausgestattet ist, die mit den Innenseiten der vertikal stehenden Trennwände (42, 43)
unter Bildung einer Dämpfungskammer verbunden und mit einer Gruppe von Netzejektoren
(12) gemäß der Anzahl der Mittel (4) zur Zuführung der zu behandelnden Erzeugnisse
(2) in das Bad (1) ausgestattet ist, die in der gesamten Längsrichtung der Trennwand
(46) im Anordnungsbereich der zu behandelnden Erzeugnisse (2) verteilt sind, wobei
die Elektroden (3) derart angebracht sind, daß der Neigungswinkel (ß) derselben zu
ihrer vertikalen Achse veränderbar ist.
9. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 8,
dadurch gekenn-zeichnet, daß zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Umspülung sämtlicher
Oberflächenabschnitte eines zu behandelnden Erzeugnisses (2) mit dem aufsteigenden
laminaren Elektrolytstrom jede Greifvorrichtung (5) des zu behandelnden Erzeugnisses
(2) in Gestalt eines Kammes (59) mit einer Anzahl von Zähnen (60) ausgeführt ist,
die mit der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse (2) übereinstimmt, wobei jeder
Zahn (60) mit einem Dreipunktgreifer (62) ausgestattet ist, der einen elektrischen
Kontakt (67) besitzt, der mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses (2)
zusammenwirkt.
10. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 9,
dadurch gekenn-ze lehnet, daß die Oberfläche eines jeden elektrischen Kontaktes (67)
des Dreipunktgreifers (62), die mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses
(2) zusammenwirkt, in Gestalt eines Prismas ausgebildet ist.
11. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 8,
dadurch gekenn-zeichnet, daβ ein jedes Mittel (4) zur Zuführung des zu behandelnden
Erzeugnisses (2) in dasBad (1) mit einer Schwenkeinheit (53) ausgestattet ist.
Geänderte Ansprüche nach Art. 19.1 PCT
1. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen, die ein Bad (1)
für die Behandlung der Erzeugnisse (2) sowie in demselben angebrachte Elektroden (3),
Zuführungsmittel (4) zum Zuführen in das Bad (1) der zu behandelnden Erzeugnisse (2)
mit Greifvorrichtungen (5) der Erzeugnisse (2) sowie ein Bad (9) für die Elektrolytreinigung
vorsieht, das mit dem Bad (1) für die Behandlung der Erzeugnisse (2) über eine mit
einer Pumpe (7) ausgestattete Zuführungsleitung (6) zur Zuführung des Elektrolyten
und eine Abflußleitung (8) zur Abführung des Elektrolyten in Verbindung steht, dadurch
gekennzeich-n e t, daß das Bad (1) für die Behandlung der Erzeugnisse (2) mit einer
Trennw and (11) ausgestattet ist, die parallel zu einem Boden desselben (10) unter
Bildung zwischen ihnen einer Dämpfungskammer (13) angebracht ist, die mit einer Zuführungsleitung
(6) zum Zuführen des Elektrolyten in Verbindung steht, und die ferner mit einer Gruppe
von Netzejektoren (12) gemäß der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse (2) und einem
Mittel zur Aufrechterhaltung im Bad (1) der vorgegebenen Standhöhe des Elektrolyten
ausgestattet ist, das in Gestalt eines Überlaufrohres (14) ausgeführt ist, das durch
den Boden (10) des Bades (1) und die Trennwand (11) hindurchgeht und mit einer Abflußleitung
zur Ableitung des Elektrolyten in Verbindung steht.
2. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bad (1) zur Benandlung von Erzeugnissen (2) mit einer
Gruppe von Abschirmungen (37) ausgestattet ist, deren Anzahl zumindest mit der Anzahl
der zu behandelnden Erzeugnisse (2) übereinstimmt und von denen eine jede zumindest
an einerder Oberflächen eines jeden zu behandelnden Erzeugnisses (2) dicht anliegt.
3. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Abschirmung (37) durchgehende Profilfenster (38)
ausgeführt sind.
4. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Wänden des zur Behandlung von Erzeugnissen (2)
bestimmtes Bades (1) Öffnungen (15, 16) ausgeführt sind, die paarweise eine gegenüber
der anderen liegen und ein Profil bisitzen, das mit dem Profil der zu behandelnden
Erzeugnisse (2) übereinstimmt, wobei eine jede der Öffnungen (15, 16) mit einem jeweiligen
Ableitungskanal (17, 18 ) in Verbindung steht, der mit einem Bad (9) für die Elektrolytreinigung
kommuniziert.
5. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daβ sie mit einem Mittel ausgestattet ist, das zur Zuführung
zu den zu behandelnden Erzeugnissen (2) einer Spannung mit einer Polarität bestimmt
ist, die zur Polarität der dem Elektrolyten zugeführten Spannung entgegengesetzt ist.
6. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel, das zur Zuführung zu den zu behandelnden Erzeugnissen
einer Spannung mit einer Polarität bestimmt ist, die zur Polarität der dem Elektrolyten
zugeführten Spannung entgegengesetzt ist, in Gestalt von zwei inbezug auf das Bad
(1) für die Behandlung von Erzeugnissen (2) gegenüberliegenden Kammern (21, 22) ausgeführt
ist, die über Rohrleitungen (23, 24) mit einem Mittel (25) zum Fördern des Elektrolyten
in Verbindung stehen, das in einem Behälter (26) untergebracht ist, wobei in den Wänden
der Kammern (21, 22) Öffnungen - (27, 2d und 29, 30) zum Hindurchleiten der zu behandelnden
Erzeugnisse (2) ausgeführt sind, die gleichachsig zu den in den wänden des Bades (1)
für die Behandlung von Erzeugnissen (2) ausgeführten Öffnungen (15, 16) liegen, und
daß ferner eine jede Kammer (21, 22) mit einem Mittel zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen
Standhöhe des Elektrolyten in der Kammer (21, 22) ausgestattet ist, das in Gestalt
eines Überlaufrohres (31, 32) ausgeführt ist, das über eine Rohrleitung (35, 36) mit
dem Behälter (26) in Verbindung steht.
7. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen, die ein Bad (1)
für die Behandlung der Erzeugnisse (2) sowie in demselben angebrachte Elektroden (3),
Zuführungsmittel (4) zum Zuführen in das Bad (1) der zu behandelnden Erzeugnisse (2)
mit Greifvorrichtungen (5) der Erzeugnisse (2) sowie ein Bad (9) für die Elektrolytreinigung
vorsieht, das mit dem Bad (1) für die Behandlung der Erzeugnisse (2) über eine mit
einer Pumpe (7) ausgestattete Zuführungsleitung (6) zum Zuführen des Elektrolyten
und eine Abflußleitung (8) zum Abführen des Elektrolyten in Verbindung steht, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bad (1) für die Behandlung von Erzeugnissen (2) mit zwei vertikal
stehenden Trennwänden (42, 43), von denen die eine (42) mit einem Spalt inbezug auf
den Boden (10) des Bades (1) angebracht ist, sowie mit einer mit einem Spalt inbezug
auf den Boden (10) des Bades (1) horizontal angebrachten Trennwand (46) ausgestattet
ist, die mit den Innenseiten der vertikal stehenden Trennwände (42, 43) unter Bildung
einer Dämpfungskammer verbunden und mit einer Gruppe von Netzejektoren (12) gemäß
der Anzahl der Mittel (4) zur Zuführ ung der zu behandelnden Erzeugnisse (2) in das
Bad (1) ausgestattet ist, die in der gesamten Längsrichtung der Trennwand (46) im
Anordnungsbereich der zu behandelnden Erzeugnisse (2) verteilt sind, wobei die Elektroden
(3) derart angebracht sind, daß der Neigungswinkel ß derselben zu ihrer vertikalen
Achse veränderbar ist.
8. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Umspülung sämtlicher
Oberflächenabschnitte eines zu behandelnden Erzeugnisses (2) mit dem aufsteigenden
laminaren Elektrolytstrom jede Greifvorrichtung (5) des zu behandelnden Erzeugnisses
(2) in Gestalt eines Kammes (59) mit einer Anzahl von Zähnen (60) ausgeführt ist,
die mit der Anzahl der zu behandelnden Erzeugnisse (2) übereinstimmt, wobei jeder
Zahn (60) mit einem Dreipunktgreifer (62) ausgestattet ist, der einen elektrischen
Kontakt (67) besitzt, der mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses (2)
zusammenwirkt.
9. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche eines jeden elektrischen Kontaktes (67)
des Dreipunktgreifers (62), die mit der Oberfläche des zu behandelnden Erzeugnisses
(2) zusammenwirkt, in Gestalt eines Prismas ausgebildet ist.
10. Einrichtung zur elektrochemischen Behandlung von Erzeugnissen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein jedes Mittel (4) zur Zuführung des zu behandelnden
Erzeugnisses (2)in dasBad (1) mit einer Schwenkeinheit (53) ausgestattet ist.