(19)
(11) EP 0 326 588 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.11.1990  Patentblatt  1990/45

(21) Anmeldenummer: 88902846.0

(22) Anmeldetag:  31.03.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B22D 17/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP8800/268
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 8901/372 (23.02.1989 Gazette  1989/05)

(54)

TANDEM-DRUCKGUSSMASCHINE

TANDEM DIECASTING MACHINE

MACHINE A COULEE SOUS PRESSION EN TANDEM


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 18.08.1987 DE 3727511

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.08.1989  Patentblatt  1989/32

(73) Patentinhaber: KARL LAUTENSCHLÄGER GMBH & CO. KG.
D-64354 Reinheim (DE)

(72) Erfinder:
  • LAUTENSCHLÄGER, Karl
    D-6107 Reinheim 1 (DE)

(74) Vertreter: Zenz, Joachim Klaus, Dipl.-Ing. et al
Zenz, Helber, Hosbach & Partner, Patentanwälte, Huyssenallee 58-64
45128 Essen
45128 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 660 049
FR-A- 2 152 932
US-A- 4 399 859
FR-A- 1 380 690
US-A- 3 723 040
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Tandem-Druckgußmaschine zur Verarbeitung von schmelzflüssigen Metallen mit einer auf einem Maschinengestell liegend angeordneten, zwei horizontal beabstandete Druckgußformen aufnehmenden Schließeinheit, wobei die Druckgußformen aus jeweils zwei entlang einer senkrechten Ebene getrennten Formenhälften zusammengesetzt sind, von denen jeweils die eine Formhälfte starr mit der Schließeinheit verbunden und die jeweils andere Formenhälfte zum Öffnen und Schließen der Druckgußform in entgegengesetzte Richtungen horizontal verschiebbar sind, und mit einer Spritzeinheit, in welcher das zu verarbeitende Metall in schmelzflüssigem Zustand auf Vorrat gehalten und mittels eines Spritzzylinders portioniert zu einer mit der jeweils geschlossenen Druckgußform verbindbaren Düse gefördert werden kann.

    [0002] In dieser Weise ausgebildete Tandem-Maschinen sind der Anmelderin bekannt und sind insbesondere als Spritzgießmaschinen für die Verarbeitung von Kunststoffen bekannt (DE-OS 2 238 347), wobei für die Forderung des Kunststoffs zu den Spritzgußformen heute allerdings in der Regel anstelle eines Spritzzylinders ein Schneckenextruder mit gesteuerten Abgabedüsen Verwendung findet (DE-OS 1 965 779). Der Einlaßkanal, über welchen das schmelzflüssige Material in die Formen eingespritzt wird, ist dabei etwa mittig in den verschieblichen Formenhälften ausgebildet, wobei jeder Form jeweils eine gesonderte Spritzdüse zugeordnet ist. Bei solchen Kunststoff-Spritzgußmaschinen ist es außerdem bekannt (US-A 3 723 040) die Spritzeinheit und die Schließeinheit zusätzlich zu ihrer relativ zueinander längsverschieblichen Anordnung auch rechtwinklig hierzu, d.h. querverschieblich, auszubilden, um die Einspritzdüse wahlweise in abgedichteter Anlage an den zugeordneten Einlaßkanal der geschlossenen Form führen bzw. von ihm abheben zu können. Die Anwendung solcher Tandem-Maschinen für den Metall-Druckguß ist grundsätzlich möglich, wobei solche Druckgußmaschinen aber wegen der im Vergleich zu Kunststoff hohen Wärmespeicherkapazität von Metallen mit relativ geringen Schußzahlen betrieben werden müssen, um die Abkühlung des Materials in den abgespritzten Druckgußformen soweit zu ermöglichen, daß die Druckgußteile in hinreichendem Mass erstarrt sind, um aus der Form ausgeworfen zu werden. Die Erhöhung der Schusszahl durch Zwangskühlung der Druckgußformen ist insbesondere dann problematisch, wenn die zur Füllung der Formen erforderliche Anguß- und Verteilerkanäle größere Längen und geringen Querschnitt haben, da dann die Gefahr von vorzeitigem Erstarren des Metalls mit der Folge einer mangelhaften Formfüllung gegeben ist.

    [0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Tandem-Druckgußmaschine zu schaffen, welche eine wesentlich erhöhte Gießleistung aufweist, ohne daß diese mit einer Verschlechterung der Qualität der erzeugten Werkstücke oder mit einer Erhöhung des Ausschusses einhergeht.

    [0004] Ausgehend von einer Druckgußmaschine der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Einlaßkanal für die Druckgußformen jeweils in der Formhälften-Trennebene vorgesehen und die Schließeinheit als Ganzes in Längsrichtung horizontal zwischen zwei Endstellungen verfahrbar ist, in welchen jeweils die Formhälften-Trennebene einer der Druckgußformen zur Düse der Spritzeinheit ausgerichtet ist, und daß die Schließeinheit und die Spritzeinheit relativ zueinander quer zur Längsrichtung zwischen einer Endstellung, in welcher die Spritzdüse abgedichtet am Einlaßkanal einer der Druckgußformen angepreßt ist, und einer zweiten Endstellung, in welcher die Düse in Querrichtung von den Druckgußformen beabstandet ist, verschiebbar ausgebildet sind. Die Anordnung des Einlaßkanals in der Trennebene der Formhälften hat den Vorteil, daß der Kanal mit kürzerer Länge und geringeren Umlenkungen hergestellt werden kann, wodurch sich nicht nur der Materialabfall für die Angüsse verringert, sondern auch ein schnelleres Füllen der Form bei geringerem Spritzdruck erzielt wird. Durch den gleichzeitig erreichten gleichmäßigeren Fließverlauf wird auch einer verbesserte Struktur des Werkstücks erzielt. Dabei ist durch die kürzeren Angußkanäle mit geringerem Umlenkungen nicht nur eine schnellere Füllung der Form möglich, sondern die Gefahr des Erstarrens des schmelzflüssigen Metalls in den Angüssen ist verringert, so daß die Formen auch in verstärktem Maße zwangsgekühlt werden können. Dadurch ist es möglich, die Gußstücke schneller abzukühlen und die Leistung der Druckgußmaschine deutlich zu erhöhen. Versuche an einem Prototyp der erfindungsgemäßen Druckgußmaschine haben ergeben, daß je Druckgußform eine Schußzahl von 10 Werkstücken/Minute, d.h. insgesamt 20 Werkstücke/Minute, bei der Tandemmaschine erreicht werden, während die Leistung der üblichen heutigen Produktionsmaschinen bei etwa 4 bis 6 Werkstücken/Minute liegt. Ein weiterer Vorteil der Ausbildung des Einlaßkananls in der Formhälften-Trennebene liegt darin, daß die eigentlichen Formen als Einsätze in einer der beiden die Stammformen bildenden Formhälften ausgebildet werden können, wobei der Ausbau der Stammformen möglich ist. Ein schnelles Umrüsten der Maschine auf die Herstellung anderer Werkstücke durch einfaches Austauschen der Formeinsätze bei auseinandergefahrenen Formhälften bzw. ein schnelles Ersetzen von verschlissenen Formeinsätzen ist daher ohne Schwierigkeiten möglich.

    [0005] Die Spritzeinheit ist vorzugsweise starr mit dem Maschinenständer verbunden, während die Schließeinheit als Ganzes relativ zur Spritzeinheit in Querrichtung verschiebbar ausgebildet ist. Dies hat im Vergleich zu der grundsätzlich ebenfalls möglichen Ausgestaltung derart, daß die Spritzeinheit quer verfahrbar ausgebildet wird, den Vorteil, daß das in der Spritzeinheit auf Vorrat gehaltene schmelzflüssige Metall in Ruhe bleibt und somit die sich auf seiner Oberfläche bildende Oxydhaut nicht zerstört wird. Dadurch wird nicht nur die Bildung von weiterem Oxyd verhindert, sondern es wird auch sichergestellt, daß beim Spritzvorgang keine Metalloxydpartikel in die Druckgußform gelangen. Die Möglichkeit der Entstehung von Werkstücken mit mangelhafter Oberflächenqualität wird somit vermieden.

    [0006] Zum Verfahren der Schließeinheit in Längsrichtung und/oder zum Verschieben der Schließeinheit und der Spritzeinheit relativ zueinander quer zur Längsrichtung werden zweckmäßig - an sich bekannte - doppelt wirkende druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheiten vorgesehen, die einerseits am Maschinengestell und andererseits an der zu verfahrenden bzw. zu verschiebenden Einheit angreifen. Besonders bewährt haben sich hierbei hydraulische Kolben-Zylinder-Einheiten.

    [0007] Zum Öffnen und Schließen der Druckgußformen ist zweckmäßig jeder Druckgußform jeweils wenigstens eine doppelt wirkende druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheit zugeordnet, welche einerseits an der Schließeinheit und andererseits direkt oder indirekt an der jeweils zugeordneten verschiebbaren Formenhälfte angreift.

    [0008] Um sicherzustellen, daß die Druckgußform auch bei hohen Spritzdrücken in der Schließstellung nicht versehentlich geöffnet werden können, ist die Ausgestaltung vorzugsweise so getroffen, daß die zum Offnen und Schließen der Druckgußformen dienenden Kolben-Zylinder-Einheiten jeweils am ausknickbaren Gelenk eines Kniehebelmechanismus angreifen, der einerseits an der Schließeinheit und andererseits an der horizontal verschiebbaren Formenhälfte angelenkt ist.

    [0009] Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, welche eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tandem-Druckgußmaschine in rein schematischer Darstellung in der Draufsicht zeigt.

    [0010] Von der in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichneten Druckgußmaschine ist in der Zeichnung nur schematisch eine strichpunktiert begrenzte Schließeinheit 12 sowie eine Spritzeinheit 14 dargestellt, während das diese beiden Einheiten tragende Maschiningestell der besseren Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt ist.

    [0011] Auf eine Längsachse der Schließeinheit 12 sind mit axialem Abstand fluchtend zwei Druckgußformen 16, 18 angeordnet, deren eine Formenhälfte 16a, 18a jeweils fest auf gegenüberliegenden Seiten einer mittleren Formen-Tragplatte 20 angeordnet ist. Die zweite Formhälfte 16b, 18b ist jeweils an einer durch eine druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheit 22 betätigen Kniehebelmechanismus 24 relativ zur mittigen Formen-Trägerplatte 20 verschiebbaren äußeren Formen-Trägerplatte 26 angeordnet. Der Kniehebelmechanismus 24 wird jeweils von zwei gelenkig verbundenen Lenkern 28, 30 gebildet, deren freie Enden - wiederum gelenkig - mit der äußeren Formen-Trägerplatte 26 bzw. einer starr auf der Schließeinheit 12 angeordneten Widerlagerplatte 32 gekoppelt sind. Die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit 22, welche im dargestellten Falle von einem Hydraulikzylinder gebildet werden möge, greift am mittleren, die Lenker 28, 30 miteinander koppelnden Gelenk an, während der Zylinder auf der Schließeinheit 12 gehalten ist, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß bei ausgefahrener Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit 22 der Kniehebelmechanismus in die Strecklage geführt wird, wie dies bei der in der Zeichnung linken Druckgußform 16 dargestellt ist. In dieser Lage wird die Formenhälfte 16b an die Formenhälfte 16a angepreßt, d.h. die Druckgußform 16 ist durch den Kniehebelmechanismus 24 starr verriegelt. Zum Öffnen der Druckgußformen wird die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit 22 eingefahren, wie dies in der Zeichnung bei der der Druckgußform 18 zugeordneten Kolben-Zylinder-Einheit 22 dargestellt ist. Die Lenker 28, 30 werden dabei in die dargestellte ausgeknickte Lage geführt, wodurch die äußere verschiebbare Formen-Trägerplatte 26 von der mittleren Formen-Trägerplatte 20 weggezogen und die Druckgußform 18 geöffnet wird.

    [0012] Die Schließeinheit 12 ist auf dem (nicht gezeigten) Maschinengestell in zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Richtungen verschiebbar gelagert, und zwar einerseits in Längsrichtung, wofür eine oder zwei - vorzugsweise wiederum hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit(en) 34 vorgesehen ist. Der Verschiebungsweg und der Hub der Kolben-Zylinder-Einheit 34 sind dabei so gewählt, daß die Schließeinheit 12 in den beiden Endstellungen der Kolben-Zylinder-Einheit 34 so zu einer von der Spritzeinheit 14 vortretenden Spritzdüse 36 ausgerichtet ist, daß diese enweder - wie in der Zeichnung veranschaulicht - in der Formhälften-Trennebene der Druckgußform 16 oder in der Formhälften-Trennebene der Druckgußform 18 steht. In der Praxis wird der Verschiebungsweg der Schließeinheit 12 und der Hub der Kolben-Zylinder-Einheit 34 größer bemessen, wobei dann der tatsächlich bei Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheit erzielte Verschiebungshub der Schließeinheit 12 durch (nicht gezeigte) einstellbare Anschläge begrenzbar ist, so daß die Druckgußmaschine 10 also auf Druckgußformen mit unterschiedlicher Abmessung in Schlitten-Längsrichtung und unterschiedliche Lage ihrer Formhälften-Trennebene einstellbar ist.

    [0013] Rechtwinklig zu der durch die Kolben-Zylinder-Einheit 34 gesteuerten Verschiebungsrichtung ist die Schließeinheit 12 mittels einer oder zwei weiteren Kolben-Zylinder-Einheit 38 um einen kurzen Weg verschiebbar, welcher hinreicht, um die jeweils geschlossene und mit ihrer Formhälften-Trennebene zur Spritzdüse 36 ausgerichtete Druckgußform 16 (oder 18) an die Spritzdüse 36 anzudrücken, wie dies in der Zeichnung veranschaulicht ist, oder die Druckgußform soweit von der Spritzdüse 36 zu entfernen, daß eine unbehinderte Verschiebung der Schließeinheit 12 in Längsrichtung möglich ist. Die Spritzdüse 36 ist also von der in der Zeichnung dargestellten, in der Formhälften-Trennebene an der Druckgußform 16 angedrückten Stellung in eine Stellung versetzbar, in welcher sie an der dann geschlossenen Druckgußform 18, und zwar ebenfalls in deren Formhälften-Trennebene, angedrückt ist. Um die Druckgußformen 16, 18 in der jeweils an der Spritzdüse angedrückten Lage aus dem mit schmelzflüssigem Metall gefüllten Vorratsbehälter 40 der Spritzeinheit 14 zu füllen, ist es also erforderlich, die (nicht gezeigten) Einlaßkanäle in die Druckgußformen 16, 18 in die Formhälften-Trennebene zu legen, was die bereits früher erwähnten wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Druckgußmaschine hat. Diese Vorteile liegen darin, daß weniger Materialabfall für Angüsse anfällt und die Formen bei geringem Spritzdruck schneller gefüllt werden können, weil die Fließwege kürzer sind. Dadurch wird auch ein gleichmäßigerer Fließverlauf und eine dementsprechend gleichmäßigere Füllung der Druckgußform erreicht, was zu einer besseren Struktur des Werkstücks führt. Letztlich ist diese Anordnung der Einlaßkanäle dann auch die Voraussetzung für die Steigerung der Leistung der Druckgußmaschine.

    [0014] Die Funktion der beschriebenen Tandem-Druckgußmaschine 10 ist so, daß während des Abspritzens der geschlossenen Druckgußform 16 die andere Druckgußform 18 geöffnet und das zuvor in dieser durch den vorausgehenden Spritzvorgang erzeugte und zwischenzeitlich bis zur Verfestigung abgekühlte Werkstück ausgeworfen wird. Nach dem Füllen der Druckgußform 16 wird die Schließeinheit 12 in Querrichtung von der Spritzdüse 36 der Spritzeinheit 14 weggefahren, die geöffnete Druckgußform 18 wieder geschlossen und die Schließeinheit 12 insgesamt so verfahren, daß der Einlaßkanal der nunmehr geschlossenen Druckgußform 18 mit der Spritzdüse 36 der Spritzeinheit 14 ausgerichtet ist. Die Schließeinheit 12 wird dann wieder in Querrichtung an die Spritzdüse 36 angefahren, wobei gleichzeitig die zuvor abgespritzte Druckgußform 16 geöffnet und das erzeugte Werkstück ausgeworfen wird, während die nunmehr geschlossene Druckgußform 18 unter Druck aus der Spritzeinheit 14 mit schmelzflüssiger Metallegierung gefüllt wird. Der zeitliche Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Spritzvorgängen der Druckgußformen 16, 18 wird dabei von der für die Abkühlung der Werkstücke bis zur Erstarrung in der jeweiligen Druckgußform erforderlichen Zeit bestimmt, welche nicht nur von der Masse des Werkstücks, sondern auch der - erforderlichenfalls über eine Zwangskühlung steuerbaren Temperatur der Druckgußformen abhängt.


    Ansprüche

    1. Tandem-Druckgußmaschine (10) zur Verarbeitung von schmelzflüssigen Metallen mit einer auf einem Maschinengestell liegend angeordneten, zwei horizontal beabstandete Druckgußformen (16; 18) aufnehmenden Schließeinheit (12), wobei die Druckgußformen aus jeweils zwei entlang einer senkrechten Ebene getrennten Formhälften (16a, 16b; 18a, 18b) zusammengesetzt sind, von denen jeweils die eine Formhälfte (16a; 18a) starr mit der Schließeinheit (12) verbunden und die jeweils andere Formhälfte (16b; 18b) zum Öffnen und Schließen der Druckgußform in entgegengesetzte Richtungen horizontal verschiebbar sind, und mit einer Spritzeinheit (14), in welcher das zu verarbeitende Metall in schmelzflüssigem Zustand auf Vorrat gehalten und mittels eines Spritzzylinders portioniert zu einer mit der jeweils geschlossenen Druckgußform verbindbaren Düse (36) gefördert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßkanal für die Druckgußformen (16; 18) jeweils in der Formhälften-Trennebene vorgesehen und die Schließeinheit (12) als Ganzes in Längsrichtung horizontal zwischen zwei Endstellungen verfahrbar ist, in welchen jeweils die Formenhälften-Trennebene einer der Druckgußformen (16 bzw. 18) zur Düse (36) der Spritzeinheit (14) ausgerichtet ist, und daß die Schließeinheit (12) und die Spritzeinheit (14) relativ zueinander quer zur Längsrichtung zwischen einer Endstellung, in welcher die Spritzdüse (36) abgedichtet am Einlaßkanal einer der Druckgußformen (16 bzw. 18) angepreßt ist, und einer zweiten Endstellung, in welcher die Düse (36) in Querrichtung von den Druckgußformen (16; 18) beabstandet ist, verschiebbar ausgebildet sind.
     
    2. Druckgußmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzeinheit (14) starr mit dem Maschinengestell verbunden und die Schließeinheit (12) als Ganzes relativ zur Spritzeinheit (14) in Querrichtung verschiebbar ausgebildet ist.
     
    3. Druckgußmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verfahren der Schließeinheit (12) in Längsrichtung und/oder zum verschieben der Schließeinheit (12) und der Spritzeinheit (14) relativ zueinander quer zur Längsrichtung der Schließeinheit (12) doppelt wirkende druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheiten (34, 38) vorgesehen sind, die einerseits am Maschinengestell und andererseits an der zu verfahrenden bzw. zu verschiebenden Einheit angreifen.
     
    4. Druckgußmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Öffnen und Schließen der Druckgußformen (16, 18) jeder Druckgußform jeweils wenigstens eine doppelt wirkende druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheit (22) zugeordnet ist, welche einerseits an der Schließeinheit (12) und andererseits direkt oder indirekt an der jeweils zugeordneten verschiebbaren Formenhälfte (16b, 18b) angreift.
     
    5. Druckgußmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheiten (22) jeweils am ausknickbaren Gelenk eines Kniehebelmechanismus (24) angreifen, der einerseits an der Schließeinheit (12) und andererseits an der horizontal verschiebbaren Formenhälfte (16b, 18b) angelenkt ist.
     


    Claims

    1. Tandem pressure casting machine (10) for fabricating molten metals, having a horizontally disposed closing unit (12) accommodating two horizontally spaced-apart pressure casting molds (16; 18), the pressure casting molds being composed each of two mold halves (16a, 16b; 18a, 18b) separated along a vertical plane, of which the one mold half (16a; 18a) is fixedly joined to the closing unit (12) and the other half (16b; 18b) is horizontally displaceable in the opposite direction for the opening and closing of the pressure casting mold, and having an injection unit (14) wherein the metal to be fabricated is reserved in the molten state and can be pumped by means of an injection cylinder in portions to a nozzle (36) which can be connected to the mold that is closed in each case, characterized in that the inlet gate to the pressure casting molds (16; 18) is provided in the plane of separation of the mold halves, and the closing unit (12) can be moved as a whole horizontally in the longitudinal direction between two end positions in which the mold-half plane of separation of one of the pressure casting molds (16 and 18, respectively) is aligned with the nozzle (36) of the injecting unit (14), and that the closing unit (12) and the injecting unit (14) are configured for displacement relative to one another transversely of the longitudinal direction between an end position in which the injection nozzle (36) is pressed sealingly against the inlet gate of one of the pressure casting molds (16 or 18) and a second end position in which the nozzle (36) is at a distance away from the pressure casting molds (16; 18) in the transverse direction.
     
    2. Pressure casting machine in accordance with claim 1, characterized in that the injection unit (14) is fixedly attached to the machine frame and the closing unit (12) is configured for displacement as a whole in the transverse direction relative to the injection unit (14).
     
    3. Pressure casting machine in accordance with claim 1 or 2, characterized in that, for the movement of the closing unit (12) in the longitudinal direction and/or for the displacement of the closing unit (12) and of the injection unit (14) relative to one another transversely of the longitudinal direction of the closing unit (12), double-acting, pressure-operated piston-and-cylinder units (34; 38) are provided which at one end engage the machine frame and at the other end the unit that is to be moved or shifted.
     
    4. Pressure casting machine in accordance with any one of claims 1 to 3, characterized in that, for the opening and closing of the pressure casting molds (16; 18) each pressure casting mold is associated with at least one double-acting, pressure-operated piston-and-cylinder unit (22) which at one end engages the closing unit (12) and at the other end engages directly or indirectly the displaceable mold half (16b; 18b) associated with it in each case.
     
    5. Pressure casting machine in accordance with claim 4, characterized in that the piston-and-cylinder units (22) engage each the center joint of a toggle-lever mechanism (24) which is articulated on the one hand on the closing unit (12) and on the other hand on the horizontally displaceable mold half (16b; 18b).
     


    Revendications

    1. Machine tandem à coulée sous pression (10), pour le traitement de métaux liquéfiés par fusion, comprenant une unité de fermeture (12) recevant deux moules de coulée sous pression (16; 18) espacés horizontalement, disposés couchés sur un bâti de machine, les moules de coulée sous pression étant chacun composés de deux demi-moules (16a, 16b; 18a, 18b) séparés le long d'un plan vertical, dont l'un des demi-moules (16a; 18a) est relié fermement à l'unité de fermeture (12) et l'autre demi-moule (16b; 18b) est déplaçable horizontalement en sens opposés pour ouvrir et fermer le moule de coulée sous pression, et une unité d'injection (14) dans laquelle le métal à traiter est maintenu en réserve, à l'état liquide, et qui peut être transportée positionnée, à l'aide d'un vérin d'injection, jusqu'à une buse (36) susceptible d'etre reliée avec le moule de coulée sous pression qui a été fermé, caractérisée en ce que le canal d'admission pour les moules de coulée sous pression (16; 18) est chaque fois prévu dans le plan de séparation des demi-moules et que l'unité d'injection (12) est déplaçable en bloc horizontalement en direction longitudinale, entre deux positions d'extrémité dans lesquelles le plan de séparation des demi-moules de l'un des moules (16; 18) est chaque fois aligné par rapport à la buse (36) de l'unité d'injection (14), et que l'unité de fermeture (12) et l'unité d'injection (14) sont réalisées déplaçables l'une par rapport à l'autre, transversalement par rapport à la direction longitudinale, entre une position d'extrémité, dans laquelle la buse d'injection (36) est accolée sous pression sur le canal d'admission de l'un des moules (16, 18), et une deuxième position d'extrémité, dans laquelle la buse (36) est écartée en direction transversale des moules (16; 18).
     
    2. Machine à coulée sous pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité d'injection (14) est reliée fermement au bâti de machine et que l'unité de fermeture (12) est réalisée déplaçable d'un seul bloc en direction transversale, par rapport à l'unité d'injection (14).
     
    3. Machine à coulée sous pression selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que pour déplacer l'unité de fermeture (12) en direction longitudinale et/ou pour mouvoir l'unité de fermeture (12) et l'unité d'injection (14) l'une par rapport à l'autre, transversalement par rapport à la direction longitudinale de l'unité de fermeture (12), il est prévu des vérins (34; 38) à double action, actionnables par un fluide sous pression, qui agissent, d'une part, sur le bâti de machine et, d'autre part, sur l'unité à déplacer, ou à mouvoir. -
     
    4. Machine à coulée sous pression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que pour ouvrir et fermer les moules (16; 18), est associé à chaque moule au moins un vérin (22) à double action, actionnable par un fluide sous pression, qui agit, d'une part, sur l'unité de fermeture (12) et, d'autre part, directement ou indirectement sur le demi-moule (16b; 18b) déplaçable qui lui est associé.
     
    5. Machine à coulée sous pression selon la revendication 4, caractérisée en ce que les vérins (22) agissent chaque fois sur l'articulation pliable d'un mécanisme à genouillère (24), qui est articulé, d'une part, sur l'unité de fermeture (12) et, d'autre part, sur le demi-moule (16b; 18b) déplaçable horizontalement.
     




    Zeichnung