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EP 0 396 025 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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07.11.1990 Patentblatt 1990/45 |
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Anmeldetag: 26.04.1990 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
29.04.1989 DE 3914333
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Anmelder: Hoechst CeramTec Aktiengesellschaft |
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95100 Selb (DE) |
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Erfinder: |
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- Russner, Klaus
D-8560 Lauf a.d. Peg. (DE)
- Dietrich, Volker, Dr.
D-8505 Röthenbach (DE)
- Meier, Gerd
D-8566 Leinburg 2 (DE)
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Vertreter: Isenbruck, Günter, Dr. et al |
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HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT
Zentrale Patentabteilung
Gebäude F 821 65926 Frankfurt am Main 65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Pumpenkolben für Axialkolbenpumpen |
(57) Bei dem Pumpenkolben für Axialkolbenpumpen mit Keramikkolben (1) und Antriebselement
(3) aus metallischem Werkstoff weist der Keramikkolben (1) eine Stirnfläche auf, von
der 20 bis 80 % als Fügefläche für eine Lötverbindung (2) mit dem Antriebselement
(3) ausgebildet ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Pumpenkolben für Axialkolbenpumpen bestehend aus einem
Keramikkolben und einem Antriebselement aus metallischem Werkstoff.
[0002] Kraftschlüssige, formschlüssige und stoffschlüssige Verbindungen zwischen keramischen
und metallischen Werkstoffen sind bekannt. Die beiden ersten Verbindungsarten weisen
jedoch verschiedene Nachteile auf. So unterliegen die verwendbaren Kleber Alterungserscheinungen,
die eine Versprödung der Verbindung zur Folge haben. Der Einsatz geklebter Verbindungen
ist beschränkt, da sich die organischen Kleber bei höheren Temperaturen zersetzen.
In einigen Fällen können Klebeverbindungen auch aufgrund ihrer gegenüber manchen Chemikalien
geringen Beständigkeit nicht eingesetzt werden. Geklemmte oder geschrumpfte Verbindungen
können sich während der Betriebsdauer durch Setzungserscheinungen lockern. Formschlüssige
Verbindungen haben den Nachteil, daß geometrisch komplizierte Teile mit höchster Präzision
gefertigt werden müssen. Diese Forderung erschwert insbesondere die Fertigung der
keramischen Komponenten.
[0003] Bei der stoffschlüssigen Verbindung wird der keramische Werkstoff mit einer Molybdänmanganmischung
oder Wolfram metallisiert und anschließend mit geeigneten Loten in einem weiteren
Arbeitsgang mit einem oder mehreren Metallpartnern verbunden. Direktes Löten ohne
vorherige Metallisierung ist ebenfalls bekannt. Hierfür müssen allerdings Lote mit
Titan, Zirkonium oder Hafnium-Anteilen verwendet werden. Zur Reduzierung der zwischen
Metall und Keramik auftretenden Spannungen, die durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten
hervorgerufen werden, ist allerdings die Verwendung von Metallen erforderlich, die
in ihrem Ausdehnungsverhalten der Keramik angepaßt sind oder es werden spezielle Konstruktionen
verwendet, die ebenfalls zu einem Spannungsabbau führen. Die Konstruktionen ertragen
jedoch nur geringe mechanische Beanspruchung.
[0004] Die aufgezeigten Mängel werden durch einen Pumpenkolben behoben, der dadurch gekennzeichnet
ist, daß der Keramikkolben eine Stirnfläche aufweist, von der 20 bis 80 %, insbesondere
25 bis 60 % als Fügefläche für eine Lötverbindung mit dem Antriebselement ausgebildet
ist.
[0005] Dabei spielt es keine Rolle, welche Teilflächen der Stirnfläche als Fügefläche ausgebildet
sind. Hierfür eignen sich einzelne, individuelle Bereiche oder ringförmige Bereiche
der Stirnfläche gleichermaßen, wobei diese Bereiche sich als erhabene oder zurückgesetzte
Flächen von der Stirnfläche absetzen können. Die Verbindung Keramik-Metall kann durch
Aktivlöten oder Passivlöten erfolgen. Für ersteres eignen sich Lote mit Anteilen von
Titan, Zirkonium, Hafnium und ähnlichem; für letzteres Lote auf der Basis von Edelmetallen,
Kupfer oder Legierungen hieraus oder auf Basis von Blei, Zinn, Zink oder Legierungen
hieraus. Die Lötspalte können kleiner als 500 µm sein. Bei passivem Löten muß die
Fügefläche metallisiert werden, wofür sich Molybdän, Molybdän-Mangan oder Wolfram
eignet. Um die Benetzung für das Lot zu verbessern, können die metallisierten Flächen
mit einer Nickelschicht versehen werden. Der Keramikkolben kann aus Aluminiumoxid
mit Al₂O₃ - gehalten zwischen 80 und 100 % - oder Siliziumcarbid bestehen; der Antriebsteil
aus Eisen - oder Nichteisenmetallen, wie z.B. legiertem oder unlegiertem Stahl, Austenit,
Messing, Kupfer, Titan oder ähnlichem.
[0006] Die Figur zeigt einen Pumpenkolben, bei dem der Keramikkolben (1), der teilweise
geschnitten ist, durch Löten mit dem metallischen Antriebsteil (3) verbunden ist.
Die Fügefläche bzw. die Lötfläche (2) ist in diesem Beispiel ringförmig ausgebildet.
[0007] Der Tabelle kann die Haftfestigkeit der Lötverbindung in Abhängigkeit von der Größe
der Fügefläche entnommen werden. Alle Versuche wurden an Lötverbindungen von Stahlscheiben
(ST 52) mit 27 mm Durchmesser und 3 mm Dicke und Keramikkolben (Aluminiumoxid) mit
20 mm Durchmesser durchgeführt.

1. Pumpenkolben für Axialkolbenpumpen bestehend aus Keramikkolben und Antriebselement
aus metallischem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Keramikkolben eine Stirnfläche
aufweist, von der 20 bis 80 % als Fügefläche für eine Lötverbindung mit einem Antriebselement
ausgebildet ist.
2. Pumpenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 25 bis 60 % der Stirnfläche
als Fügefläche ausgebildet ist.
3. Pumpenkolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne, individuelle
Bereiche der Stirnfläche des Keramikkolbens als Fügefläche ausgebildet sind.
4. Pumpenkolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein ringförmiger
Bereich der Stirnfläche als Fügefläche ausgebildet ist.
5. Pumpenkolben nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche des Keramikkolbens als Fügefläche eine Erhabung aufweist.
6. Pumpenkolben nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche des Keramikkolbens als Fügefläche eine zurückgesetzte Fläche aufweist.
7. Pumpenkolben nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fügefläche metallisiert ist.
