[0001] Auf dem Gebiet der Reinigung und Pflege von harten Oberflächen sind neben hygienischen
und ästhetischen Aspekten vor allem wirtschaftliche Überlegungen und die Materialbeschaffenheit
maßgebend für die Auswahl der Reinigungsverfahren und der einzusetzenden Mittel. Da
jedem dieser Kriterien im Einzelfall unterschiedliche Bedeutung zukommt, ist es nicht
erstaunlich, daß für diese Aufgaben bereits eine Vielzahl unterschiedlichster Verfahren
und Mittel entwickelt worden sind.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft die Reinigung und Pflege von harten Oberflächen,
insbesondere Fußböden, im Haushalt und in der gewerblichen Reinigung mit Hilfe wäßriger
Reinigungsmittel. Auch auf diesem Gebiet sind bereits zahlreiche Verfahren und Mittel
für die verschiedenen Anwendungszwecke entwickelt worden. Dabei wird die Auswahl der
Mittel wesentlich dadurch bestimmt, ob vordringlich eine Reinigung oder eine Konservierung
der Oberfläche erreicht werden soll.
[0003] So verwendet man zur Pflege und Konservierung von Oberflächen in erster Linie solche
Mittel, die mehr oder weniger harte, widerstandsfähige Filme erzeugen. Die Mittel
enthalten zu diesem Zweck, meist in emulgierter Form, Wachse oder filmbildende Polymere
und vernetzende Wirkstoffe, in der Regel Schwermetallsalze, die zusammen nach dem
Abtrocknen auf den behandelten Flächen selbstglänzende oder polierbare Filme bilden.
Auf diese Weise läßt sich eine lang anhaltende Konservierung der Oberflächen erreichen,
wobei je nach Qualität des Films auch starke mechanische Beanspruchungen gut vertragen
werden. Nachteilig ist bei diesen Mitteln, daß eine Entfernung der festhaftenden Filme,
wenn sie, etwa wegen Verschmutzung oder Beschädigung, notwendig wird, nur unter extremen
Bedingungen möglich ist.
[0004] Im Gegensatz dazu enthalten Mittel, deren Wirkungsschwerpunkt bei der Reinigung liegt,
hohe Anteile an Tensiden, oft zusammen mit alkalisch reagierenden Stoffen, organischen
Lösungsmitteln oder Abrasivstoffen. Mit diesen Mitteln ist in vielen Fällen eine gründliche
Entfernung von Verschmutzungen und alten Belägen möglich, doch sind die so gereinigten
Oberflächen danach in der Regel der Wiederanschmutzung schutzlos ausgesetzt, sofern
nicht eine Konservierungsbehandlung angeschlossen wird.
[0005] Da in vielen Fällen Reinigung und Pflege von Oberflächen gleichermaßen erwünscht
sind, hat es nicht an Versuchen gefehlt, aus Gründen der Arbeitsvereinfachung Mittel
zu entwickeln, mit denen Reinigung und Konservierung in einem Arbeitsgang erreicht
werden können. Die bisherigen Lösungsvorschläge befriedigen jedoch nicht.
[0006] So führen beispielsweise Mittel, die die üblichen Filmbildner in sehr niedriger Konzentration
zusammen mit Tensiden enthalten, häufig zu einer störenden Filmaddition, die nach
gewissen Zeiten eine Zusatzreinigung erforderlich macht. Andere Mittel erfordern spezielle,
teure Polymere oder bilden zu weiche Filme, die nur geringen Schutz gegen Wiederanschmutzung
bieten. Auch Mittel auf Seifenbasis, die ebenfalls in diese Kategorie gehören, liefern
recht weiche Filme und sind zudem anfällig gegen Wasserhärte.
[0007] Wieder andere Mittel dienen vor allem dazu, hohen Glanz auf den Oberflächen zu erzeugen.
So werden in FR-A 2 294 231 Mittel vorgeschlagen, die 5-20 Gew.-% verschiedener carboxylgruppenhaltiger
Polymerer neben bestimmten Mischungen aus anionischen und nichtionischen Tensiden
enthalten. In den Mitteln der US-A 4 230 605 werden bestimmte Copolymere in Gegenwart
einer Tensidkombination von Fettsäurediethanolamiden und Alkylbenzolsulfonsäure-diethanolaminsalzen
eingesetzt. Die NL-A 6 900 307 schließlich beschreibt Mittel, die bestimmte Polymere,
Weichmacher und bestimmte Phosphonsäuren enthalten.
[0008] Es bestand daher nach wie vor die Aufgabe, zur gleichzeitigen Reinigung und Konservierung
von harten Oberflächen, insbesondere Fußböden, Mittel mit verbesserter Wirkung zu
entwickeln.
[0009] Die vorliegende Erfindung bietet eine Lösung dieser Aufgabe in Form eines Mittels,
bestehend aus: 0,5 - 10 Gew.-% Tensid aus der Gruppe Additionsverbindungen von Ethylenoxid
mit Alkoholen oder Alkylphenolen, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate, Alkansulfonate,
Fettsäureestersulfonate und deren Mischungen,
0,1 - 4,5 Gew.-% alkalilösliche, nicht metallvemetzte Polymerverbindung mit einer
minimalen Filmbildetemperatur zwischen 0 und 70 °C,
0,01 - 5 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner,
0 - 3 Gew.-% Alkalisierungsmittel,
0 - 40 Gew.-% wassermischbares organisches Lösungsmittel,
0-5 Gew.-% Zusatzstoffe sowie
Rest Wasser.
[0010] Die Anwendung dieses Mittels erfolgt in der Weise, daß zunächst durch Verdünnen mit
Wasser eine vorzugsweise ein- bis dreiprozentige Lösung des Mittels hergestellt wird,
die dann mit Hilfe von Wischtüchem, Schwämmen oder ähnlichen Hilfsmitteln auf die
zu reinigenden Oberflächen aufgetragen und zum Teil mit dem Schmutz wieder von der
Oberfläche abgenommen wird. Nach dieser Behandlung wird die Oberfläche nicht abgespült,
so daß die verbleibende Reinigungsmittellösung zu einem gleichmäßig schützenden Film
auftrocknen kann. Wegen dieses Anwendungsverfahrens werden derartige Mittel auch als
Wischpflegemittel bezeichnet. Das erfindungsgemäße Mittel zeichnet sich dabei trotz
seiner einfachen Zusammensetzung durch eine optimale Reinigungswirkung gegenüber einer
Vielzahl von Anschmutzungen aus und bildet gleichzeitig einen widerstandsfähigen Film,
der einen hervorragenden Schutz gegen Wiederanschmutzung bildet. Im Gegensatz zu anderen
Mitteln ist dieser Film hier vollständig transparent und läßt Farbe und Struktur der
behandelten Flächen unverändert erscheinen, ohne daß ein zusätzlicher Glanz auftritt.
Bei erneuter Anwendung des Mittels löst sich der Film auf und erleichtert dadurch
den Reinigungsvorgang. Eine störende Filmaddition findet nicht statt.
[0011] Das erfindungsgemäße Mittel eignet sich vorzugsweise zur pflegenden Reinigung von
Fußböden und liefert dabei sowohl auf Stein, versiegeltem Parkett, Kacheln, Linoleum
und Kunststoffböden ausgezeichnete Ergebnisse. Besonders vorteilhaft ist die Anwendung
auf hochglänzenden Fußbodenbelägen, da der gebildete Film durch seine hohe Transparenz
den Glanz nicht mindert. Vorzugsweise wird ein Mittel der folgenden Zusammensetzung
verwendet:
1 - 6 Gew.-% Tensid aus der Gruppe Additionsverbindungen von Ethylenoxid mit Alkoholen
oder Alkylphenolen, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate, Alkansulfonate, Fettsäureestersulfonate
und deren Mischungen,
0,2 - 2,9 Gew.-% alkalilösliche, nicht metallvernetzte Polymerverbindung mit einer
minimalen Filmbildetemperatur zwischen 0 und 70 °C,
0,05 - 3 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner,
0,05 - 2 Gew.-%Alkalisierungsmittel,
0 - 20 Gew.-% wassermischbares organisches Lösungsmittel,
0,05 - 2 Gew.-% Zusatzstoffe sowie
Rest Wasser.
[0012] Die einzelnen Bestandteile des Mittels, die durch ihr Zusammenspiel dessen Eigenschaften
bewirken, lassen sich wie folgt näher beschreiben:
Tenside
[0013] Generell eignen sich für die erfindungsgemäßen Mittel die wasserlöslichen, nicht
härteempfindlichen Tenside aus der Gruppe Additionsverbindungen von Ethylenoxid mit
Alkoholen oder Alkylphenolen, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate, Alkansulfonate,
Fettsäureestersulfonate und deren Mischungen. Die Einsatzmengen betragen 0,5 bis 10
Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das unverdünnte Mittel. Vorzugsweise
werden nichtionische und anionische Tenside zusammen verwendet.
[0014] Bei den genannten nichtionischen Tensiden handelt es sich z.B. um Additionsverbindungen
von 4 - 40, vorzugsweise 8 - 20 Mol Ethylenoxid (EO) mit 1 Mol eines aliphatischen
Alkohols oder Alkylphenols mit 10 - 20 C-Atomen. Die aliphatischen Alkohole können
verzweigt oder ungesättigt sein und primäre und/oder sekundäre Hydroxylgruppen aufweisen.
Bevorzugt werden die Ethylenoxidaddukte an unverzweigte primäre und sekundäre Alkohole,
insbesondere Fettalkohole und Oxoalkohole.
[0015] Typische Vertreter geeigneter Niotenside sind Nonylphenol + 13 EO, innenständiges
C
15-C
17-Alkandi- ol + 9 EO, C
14/C
15-Oxoalkohol + 11 EO, Kokosalkohol + 7 EO, Talgalkohol + 14 EO.
[0016] Vorzugsweise werden als nichtionische Tenside Addukte von 8 - 20 Mol EO an Fettalkohole
mit 12 - 18 C-Atomen eingesetzt.
[0017] Die oben genannten Aniontenside stammen aus den Klassen der Sulfonate und Sulfate
und werden durchweg als Salze, vorzugsweise als Natriumsalze eingesetzt. Bei den Tensiden
vom Sulfonattyp handelt es sich z.B. um die Alkylbenzolsulfonate mit C
9-
15-Alkylgruppen, die Ester von alpha-Sulfofettsäuren, z. B. die alpha-sulfonierten Methyl-
oder Ethylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren sowie um die
Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation und anschließende Hydrolyse bzw.
Neutralisation oder durch Bisulfitaddition an Olefine erhältlich sind. Geeignete Tenside
vom Sulfattyp sind die Schwefelsäuremonoester von primären Alkoholen natürlichen und
synthetischen Ursprungs, d. h. von Fettalkoholen, wie z. B. Kokosfettalkoholen, Talgfettalkoholen,
Oleylalkohol, oder den C
lo-C
2o-Oxoalkoholen, und solche von sekundären Alkoholen dieser Kettenlängen. Vorzugsweise
werden als anionische Tenside Alkylbenzolsulfonate und Alkansulfonate eingesetzt.
[0018] Mit den vorgenannten nichtionischen und anionischen Tensiden werden durchweg gute
bis sehr gute Reinigungsergebnisse erzielt.
Alkalilösliche Polymere
[0019] Generell eignen sich alle in Wasser im alkalischen Bereich löslichen Polymerverbindungen,
soweit sie nicht metallvernetzt sind und eine minimale Filmbildungstemperatur zwischen
0 und 70
°C aufweisen. Es handelt sich dabei in der Regel um Copolymerisate aus wenigstens drei
verschiedenen Monomeren. Die Löslichkeit beträgt wenigstens 0,1 %, vorzugsweise 0,2
%, bei einem pH-Wert zwischen 8 und 10,5, insbesondere zwischen 8,5 und 9,5.
[0020] Die vorzugsweise eingesetzten Polymeren enthalten als wichtigsten Bestandteil ein
Acrylat-Copolymer aus 1 bis 30 Gewichtsteilen, bezogen auf Copolymer an carbonsäuregruppenhaltigen
Monomeren, 30 bis 70 Gewichtsteilen Monomeren, die Homopolymere mit Glastemperaturen
unter 20
°C bilden, vorzugsweise Estern der Acrylsäure mit C
1 -C
8 Alkoholen und/oder der Methacrylsäure mit C
4 bis C
s-AI- koholen und 30 bis 70 Gewichtsteile Comonomeren, die Homopolymere mit Glastemperaturen
über Raumtemperatur bilden, vorzugsweise Methacrylsäureester von Ct"bis C
3-Alkoholen oder Styrol.
[0021] Als säuregruppenhaltige Comonomere können ethylenisch ungesättigte Carbonsäuren eingesetzt
werden; in erster Linie kommen Acrylsäure und Methacrylsäure in Frage.
[0022] An Comonomeren mit Glastemperaturen unter 20
°C, also Glastemperaturen unter Raumtemperatur (bezogen jeweils auf Homopolymere eines
Monomeren) sind Ester der Acrylsäure mit G-Ca-Alkoholen und Ester der Methacrylsäure
mit C
4-Ca-Alkoholen zu nennen. So können hier der Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- oder
2-Ethylhexylester der Acrylsäure wie auch der Butyl-, Hexyl-oder 2-Ethylhexylester
der Methacrylsäure eingesetzt werden. Comonomere, deren Homopolymere Glastemperaturen
über Raumtemperatur aufweisen, sind Ester der Methacrylsäure mit C
i-C
3-Alkoholen, wie beispielsweise Methylmethacrylat oder Ethylmethacrylat. Ein besonders
wichtiges Comonomer, dessen Homopolymer eine Glastemperatur über Raumtemperatur aufweist,
ist Styrol.
[0023] Vorzugsweise werden Copolymerisate von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mit Styrol,
Acrylsäureestem und/oder Methacrylsäureestern eingesetzt. Besonders bevorzugt werden
die Copolymerisate aus Acrylsäure oder Methacrylsäure mit unterschiedlichen Acryl-
und/oder Methacrylsäureestem und/oder Styrol, beispielsweise Copolymerisate aus Acrylsäuremethylester,
Acrylsäureethylester, Methacrylsäure und Styrol.
[0024] Die jeweiligen Verhältnisse von Comonomeren, deren Homopolymere Glastemperaturen
unter Raumtemperatur aufweisen und Monomeren, deren Homopolymere Glastemperaturen
über Raumtemperatur aufweisen, sind so einzustellen, daß die Filmbildungstemperatur
der Polymerdispersion im Bereich zwischen 0 und 70 °C liegt. Dabei gilt das allgemeine
Wissen der Polymerchemie. Die genannten Filmbildungstemperaturen beziehen sich auf
das weichmacherfreie System, d. h. auf die Polymeren ohne weitere Zusätze.
[0025] Die Polymeren sind vorzugsweise nur im alkalischen Bereich in Wasser löslich, während
sie im sauren Bereich ungelöst bleiben. Entsprechende Produkte werden vom Handel vielfach
in emulgierter Form angeboten.
[0026] In den erfindungsgemäßen Mitteln werden 0,1 bis 4,5 Gew.-% der Polymeren, gerechnet
als reines Polymeres, verwendet. Bevorzugte Gehalte sind 0,2 bis 2,9 Gew.-%, insbesondere
0,2 bis 1,0 Gew.-%.
Alkalisch reagierende Komplexbildner
[0027] Für die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich wasserlösliche, vorzugsweise niedermolekulare
Komplexbildner (Builder), die in der Lage sind, Störungen durch die Wasserhärte bei
der Anwendung der Mittel zu verhindern. Geeignet sind insbesondere Pentanatriumtriphosphat,
Trinatriumcitrat, Natriumgluconat,Tetranatriumethylendiamintetraacetat (EDTA-Na) und
Trinatriumnitrilotriacetat (NTA-Na). Vorzugsweise werden EDTA-Na und/oder Natriumgluconat
verwendet. Die Mengen betragen 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 3 Gew.-% und
insbesondere nicht mehr als 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel.
Alkalisierungsmittel
[0028] Die Alkalisierungsmittel dienen zusammen mit den Komplexbildnem dazu, den Mitteln
im unverdünnten Zustand einen pH-Wert von 8 bis 10,5, vorzugsweise 8,5 bis 9,5 zu
geben. Bei diesen pH-Werten liegen die Polymeren wenigstens partiell in der Salzform
vor. Die Wahl dieser Mittel ist unkritisch, soweit sie mit den übrigen Bestandteilen
verträglich sind. Geeignet sind beispielsweise Ammoniak, Alkanolamine, alkalisch reagierende
Salze wie Na
2C0
3 oder NaOH. Vorzugsweise wird Ammoniak verwendet. Die Alkalisierungsmittel werden
in Mengen bis zu 3 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-% eingesetzt.
Wassermischbare oraanische Lösungsmittel
[0029] Zur Verstärkung der Reinigungskraft können wassermischbare organische Lösungsmittel
enthalten sein, wobei gut fettlösende Lösungsmittel bevorzugt werden. Beispiele für
derartige Lösungsmittel sind niedere Mono- und Dialkohole, Etheralkohole, Polyether
und Amine. Typische Vertreter dieser Lösungsmittelgruppen sind etwa Isopropanol, Butylglykol,
Dimethyldiglykol und Methylpyrrolidon. Vorzugsweise werden niedere Etheralkohole ,
beispielsweise Mono- oder Diethylenglykolmonoalkylether mit 1 bis 4 C-Atomen in der
Alkylgruppe verwendet. Der Gehalt an Lösungsmitteln liegt nicht über 40 Gew.- %, vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,5 und 10 Gew.-%.
Zusatzstoffe
[0030] Durch die Einarbeitung dieser üblichen Stoffe können zusätzlich Effekte, wie sie
insbesondere bei der Fußbodenreinigung erwünscht sind, beispielsweise ein angenehmer
Geruch oder eine desinfizierende Wirkung, erreicht werden. Weiterhin können sie dazu
dienen, die Mittel selbst zu stabilisieren und ansprechend zu gestalten.
[0031] Beispiele derartiger Zusatzstoffe sind anorganische Neutralsalze, Farbstoffe, Duftstoffe,
Schauminhibitoren und antimikrobielle Wirkstoffe. Es ist selbstverständlich, daß bei
der Auswahl nur solche Vertreter dieser Stoffe gewählt werden, die mit den übrigen
Bestandteilen der Mittel verträglich sind und die Wirkung der Mittel nicht beeinträchtigen.
Die Mengen an Zusatzstoffen betragen insgesamt nicht mehr als 5 Gew.-%, vorzugsweise
nicht mehr als 2 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,05 und 0,5 Gew.-% der Mittel.
Beispiele
[0032] Die folgenden Tabellen 1 und 2 geben die Zusammensetzung von fünf erfindungsgemäßen
Mitteln und drei Mitteln des Standes der Technik wieder. Die Gehalte an den einzelnen
Rohstoffen sind in Gewichtsprozent angegeben, bezogen auf das fertige Mittel und wasserfreie
Rohstoffe.
[0033] Folgende alkalilösliche Copolymere wurden verwendet:
Polymer 1:
Primal® 644, Polymerdispersion von Rohm und Haas, Philadelphia, USA
[0034] Polymer 2:
Neocryl @ BT 20, Polymerdispersion von Polyvinylchemie, Waalwijk, NL
[0035] Polymer 3:
Copolymerisat aus 58 Gew.-% Methylmethacrylat
30 Gew.-% Ethylacrylat
10 Gew.-% Acrylsäure
2 Gew.-% Styrol

Prüfung der Reinigungswirkung
[0036] Die Reinigungswirkung der Wischpflegemittel wurde mit Hilfe eines Gardner-Waschbarkeits-
und Scheuerprüfgerätes ermittelt, wie es in den Qualitätsnormen des Industrieverbandes
Putz- und Pflegemittel e. V. beschrieben ist (Seifen-Öle-Fette-Wachse, 108, Seiten
526 - 528 (1982)). Bei dieser Methode wird eine weiße PVC-Folie mit einer Testanschmutzung
aus Ruß und Fett versehen und unter standardisierten Bedingungen mit einem mit dem
Reinigungsmittel getränkten Schwamm maschinell gewischt. Die Reinigungsleistung wird
durch photoelektrische Bestimmung des Remissionsgrades gemessen.
Prüfuna der Pfleaewirkuna
[0037] Die Pflegewirkung zeigt sich unter anderem darin, daß durch einen aus früheren Behandlungen
mit demselben Mittel stammenden Film die Ablösung von nachträglich aufgebrachten Anschmutzungen
erleichtert wird.
[0038] Das oben angegebene Prüfverfahren wurde deshalb in der Weise modifiziert, daß die
Folie vor dem Aufbringen der gleichen Anschmutzung mit dem zu prüfenden Wischpflegemittel
gewischt und dann getrocknet wurde. Nach dem Aufbringen der Anschmutzung erfolgte
die Prüfung dann wie die Prüfung der Reinigungsleistung:
Tabelle 3 führt die Ergebnisse der Prüfungen an allen acht Mitteln auf. Sie sind in
Prozent Lichtremission bezogen auf weiß = 100 % angegeben. In allen Prüfungen wurden
die Mittel in verdünnter Form mit einer Konzentration von 2 Gewichtsprozent angewendet.
[0039] Aus den Ergebnissen wird deutlich, daß die erfindungsgemäßen Wischpflegemittel 1
- 5 eine ausgezeichnete Reinigungsleistung sowohl gegenüber nicht vorbehandelter als
auch gegenüber vorbehandelter Folie aufweisen. Von vorbehandelter Folie wird dabei
die Anschmutzung noch besser entfernt als von der ursprünglichen Folie.
[0040] Die zum Vergleich herangezogenen Mittel 6 - 8 zeigen dagegen gute Reinigungsleistungen
entweder nur an unvorbehandelter Folie (6) oder nur an vorbehandelter Folie (7, 8).
Das Mittel 8 ist dabei in seiner Pflegewirkung durchaus mit den erfindungsgemäßen
Mitteln vergleichbar, führt aber anders als diese, nach mehrfacher Anwendung zu einer
Filmaddition, die das natürliche Aussehen der behandelten Flächen beeinträchtigt.

1. Fußbodenreinigungsmittel enthaltend Tenside und alkalilösliche, nicht metallvemetzte
Polymerverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß es aus folgenden Komponenten besteht:
0,5-10 Gew.-% Tensid aus der Gruppe Additionsverbindungen von Ethylenoxid mit Alkoholen
oder Alkylphenolen, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate, Alkansulfonate, Fettsäureestersulfonate
und deren Mischungen,
0,1-4,5 Gew.-% alkalilösliche, nicht metallvemetzte Polymerverbindung mit einer minimalen
Filmbildetemperatur zwischen 0 und 70°C,
0,01-5 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner,
0-3 Gew.-% Alkalisierungsmittel,
0-40 Gew.-% wassermischbares organisches Lösungsmittel,
0-5 Gew.-% Zusatzstoffe sowie
Rest Wasser.
2. Fußbodenreinigungsmittel nach Anspruch 1, bestehend aus:
1 - 6 Gew.-% Tensid aus der Gruppe Additionsverbindungen von Ethylenoxid mit Alkoholen
oder Alkylphenolen, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate, Alkansulfonate, Fettsäureestersulfonate
und deren Mischungen,
0,2 - 2,9 Gew.-% alkalilösliche, nicht metallvernetzte Polymerverbindung mit einer
minimalen Filmbildetemperatur zwischen 0 und 70 °C,
0,05 - 3 Gew.-% alkalisch reagierende Komplexbildner,
0,05 - 2 Gew.-% Alkalisierungsmittel,
0 - 20 Gew.-% wassermischbares organisches Lösungsmittel,
0,05 - 2 Gew.-% Zusatzstoffe sowie
Rest Wasser.
3. Fußbodenreinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem das Tensid
aus der Gruppe der Addukte von 8 - 20 Mol EO an Fettalkohole mit 12 bis 18 C-Atomen,
C12-C18-Alkansulfonate, Alkylbenzolsulfonate mit 9 - 15 C-Atomen in der Alkylgruppe und deren
Mischungen ausgewählt ist.
4. Fußbodenreinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, das sowohl anionische
als auch nichtionische Tenside enthält.
5. Fußbodenreinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die alkalilösliche
Polymerverbindung aus der Gruppe der Copolymerisate von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure
mit Styrol, Acrylsäureestern und/oder Methacrylsäureestern ausgewählt ist.
6. Fußbodenreinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die alkalilösliche
Polymerverbindung ein Copolymerisat aus Acrylsäure oder Methacrylsäure mit unterschiedlichen
Acryl- und/oder Methacrylsäureestem und Styrol ist.
7. Fußbodenreinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das wassermischbare
organische Lösungsmittel aus der Gruppe der Mono- oder Diethylenglykolmonoalkylether
mit 1 bis 4 C-Atomen in der Alkylgruppe ausgewählt ist. 8. Fußbodenreinigungsmittel
nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bestehend aus:
1 - 6 Gew.-% Tensidgemisch aus mindestens einer Additionsverbindung von 8 - 20 Mol
Ethylenoxid mit C,i2-Cis-Fettalkoholen und/oder Alkylbenzolsulfonat und/oder Alkansulfonat,
0,2 - 1 Gew.-% Copolymerisat aus Acrylsäuremethylester, Acrylsäureethylester, Methacrylsäure
und Styrol,
0,05 - 1 Gew.-% Ethylendiamintetraacetat,
0,5 -10 Gew.-% wassermischbares organisches Lösungsmittel aus der Gruppe der Mono-
oder Diethylenglykolmonoalkylether mit 1 bis 4 C-Atomen in der Alkylgruppe
0,1 - 0,5 Gew.-% Zusatzstoffe sowie
Rest Wasser.
9. Verfahren zur pflegenden Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere Fußböden,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Flächen mit einer Lösung von 1 bis 3 % eines der
Mittel nach Ansprüchen 1
bis 8 in Wasser wischt, nicht mit Wasser nachspült und die verbleibende Flüssigkeitsmenge
eintrocknen läßt.
1. A floor cleaning preparation containing surfactants and alkali-soluble, non-metal-crosslinked
polymer compounds, characterized in that it consists of the following components:
0.5-10% by weight of a surfactant from the group of adducts of ethylene oxide with
alcohols or alkyl phenols, alkyl benzene sulfonates, alkyl sulfates, alkane sulfonates,
fatty acid ester sulfonates and mixtures thereof,
0.1-4.5% by weight of an alkali-soluble, non-metal-crosslinked polymer compound having
a minimum film- forming temperature of 0 to 70°C,
0.01-5% by weight complexing agents showing an alkaline reaction,
0-3% by weight alkalizing agents,
0-40% by weight of a water-miscible organic solvent,
0-5% by weight additives and
balance water.
2. A floor cleaning preparation as claimed in claim 1, consisting of:
1-6% by weight of a surfactant from the group of adducts of ethylene oxide with alcohols
or alkyl phenols, alkyl benzene sulfonates, alkyl sulfates, alkane sulfonates, fatty
acid ester sulfonates and mixtures thereof,
0.2-2.9% by weight of an alkali-soluble, non-metal-crosslinked polymer compound having
a minimum film- forming temperature of 0 to 70°C,
0.05-3% by weight complexing agents showing an alkaline reaction,
0.05-2% by weight alkalizing agents,
0-20% by weight of water-miscible organic solvent,
0.05-2% by weight additives and
balance water.
3. A floor cleaning preparation as claimed in claim 1 or 2, in which the surfactant
is selected from the group consisting of adducts of 8 to 20 mol EO with C12-18 fatty alcohols, 012-18 alkane sulfonates, alkyl benzene sulfonates containing 9 to 15 C atoms in the alkyl
group and mixtures thereof.
4. A floor cleaning preparation as claimed in any of claims 1 to 3 which contains
both anionic and nonionic surfactants.
5. A floor cleaning preparation as claimed in any of claims 1 to 4, in which the alkali-soluble
polymer compound is selected from the group consisting of copolymers of acrylic acid
and/or methacrylic acid with styrene, acrylates and/or methacrylates.
6. A floor cleaning preparation as claimed in any of claims 1 to 5, in which the alkali-soluble
polymer compound is a copolymer of acrylic acid or methacrylic acid with different
acrylates and/or methacrylates and styrene.
7. A floor cleaning preparation as claimed in any of claims 1 to 6, in which the water-miscible
organic solvent is selected from the group of mono- or diethylene glycol monoalkyl
ethers containing 1 to 4 C atoms in the alkyl group.
8. A floor cleaning preparation as claimed in any of claims 1 to 7 consisting of 1-6%
by weight of a surfactant mixture consisting of at least one adduct of 8 to 20 mol
ethylene oxide with
012-18 fatty alcohols and/or alkyl benzene sulfonate and/or alkane sulfonate,
0.2-1 % by weight of a copolymer or methyl acrylate, ethyl acrylate, methacrylic acid
and styrene,
0.05-1% by weight ethylene diamine tetraacetate,
0.5-10% by weight of a water-miscible organic solvent from the group consisting of
mono- or diethylene glycol monoalkyl ethers containing 1 to 4 C atoms in the alkyl
group,
0.1-0.5% by weight additives and
balance water.
9. A process for the cleaning and care of hard surfaces, more particularly floors,
characterized in that the surfaces are wiped with a solution of 1 to 3% of one of
the preparations claimed in claims 1 to 8 in water, are not rinsed with water and
the remaining quantity of liquid is left to dry.
1. Produit de nettoyage de sol contenant des agents tensioactifs et des composés polymères
solubles dans les alcalis, non réticulés avec des métaux, caractérisé en ce qu'il
est constitué des composants suivants:
0,5-10% en poids d'un agent tensioactif choisi parmi des composés d'addition d'oxyde
d'éthylène avec des alcools ou des alkyl-phénols, alkylbenzènesulfonates, alcane-sulfonates,
sulfonate d'esters d'acides gras et des mélanges de ceux-ci,
0,1-4,5% en poids d'un composé polymère soluble dans les alcalis, non réticulé avec
un métal, ayant une température minimale de formation de feuil comprise entre 0 et
70°C,
0,01-5% en poids d'un complexant à réaction alcaline,
0-3% en poids d'un agent d'alcalinisation,
0-40% en poids d'un solvant organique miscible à l'eau,
0-5% en poids d'additifs, ainsi que
le reste en eau.
2. Produit de nettoyage de sol selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est
constitué de:
1-6% en poids d'un agent tensioactif choisi parmi des composés d'addition d'oxyde
d'éthylène avec des alcools ou des alkylphénols, sulfonates d'alkylbenzène, sulfates
d'alkyle, alcanesulfonates, sulfonates d'esters d'acides gras ou des mélanges de ceux-ci,
0,2-2,9% en poids d'un composé polymère soluble dans les alcalis, non réticulé avec
un métal, ayant une température minimale de formation de feuil comprise entre 0 et
70°C,
0,05-3% en poids d'un complexant à réaction alcaline,
0,05-2% en poids d'un agent d'alcalinisation,
0-20% en poids d'un solvant organique miscible à l'eau
0,05-2% en poids d'additifs, ainsi que
le reste en eau.
3. Produit de nettoyage de sol selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
l'agent tensioactif est choisi parmi les adducts de 8-20 moles d'oxyde d'éthylène
(OE) sur des alcools gras ayant de 12 à 18 atomes de carbone, des alcanesulfonates
en C12-C18, des alkylbenzènesulfonates ayant 9 à 15 atomes de carbone dans le groupe alkyle,
et des mélanges de ceux-ci.
4. Produit de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce qu'il contient aussi bien des agents tensioactifs anioniques que des agents
tensioactifs non ioniques.
5. Produit de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le composé polymère soluble dans les alcalis est choisi parmi des copolymères
de l'acide acrylique et/ou de l'acide méthacrylique avec le styrène, des esters d'acide
acrylique et/ou des esters d'acide méthacrylique.
6. Produit de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que le composé polymère soluble dans les alcalis est un copolymère d'acide acrylique
ou d'acide méthacrylique avec différents esters d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique
et le styrène.
7. Produit de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que le solvant organique miscible à l'eau est choisi parmi des éthers monoalkyliques
de mono- ou diéthylèneglycol ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans le groupe alkyle.
8. Produit de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce qu'il est constitué de:
1-8% en poids d'un mélange d'agents tensioactifs à base d'au moins un composé d'addition
de 8-20 moles d'oxyde d'éthylène avec des alcools gras en C12-C18 et/ou un alkyl (CJ2--CJ8) benzènesulfonate et/ou un alcanesulfate en C12-C18,
0,2-1 % en poids d'un copolymère d'acrylate de méthyle, acrylate d'éthyle, acide méthacrylique
et styrène,
0,05-1% en poids de tétracétate d'éthylène diamine,
0,5-10% en poids d'un solvant organique miscible à l'eau, choisi parmi des éthers
monoalkyliques de mono- ou diéthylèneglycol ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans
le fragment alkyle,
0,1-0,5% en poids d'additifs, ainsi que
le reste en eau.
9. Procédé pour le nettoyage d'entretien de surfaces dures, en particulier de sols,
caractérisé en ce que l'on essuie les surfaces avec une solution de 1 à 3% d'un des
produits selon les revendications 1 à 8, dans de l'eau, on ne les rince pas ensuite
à l'eau et on laisse sécher la quantité de liquide résiduelle.