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(11) |
EP 0 245 325 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.11.1990 Patentblatt 1990/48 |
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Anmeldetag: 25.10.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B42C 9/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP8600/616 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8702/624 (07.05.1987 Gazette 1987/10) |
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| (54) |
KLEBSTOFFAUFTRAGSVERFAHREN
ADHESIVE APPLICATION PROCESS
PROCEDE D'APPLICATION D'ADHESIFS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
02.11.1985 DE 3538897
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.1987 Patentblatt 1987/47 |
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Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien |
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40191 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- RECKZIEGEL, Erich
D-4000 Düsseldorf 13 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 737 504 US-A- 4 129 471
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FR-A- 2 207 968
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Klebstoffauftragsverfahren in der Buchherstellung
beim Verbinden von Buchblock und Umschlag (1) unter Verwendung eines auf den Umschlag
aufzutragenden Heißschmelzklebstoffes, wobei vorzugsweise zugleich mit der Beleimung
(6) für den Buchrücken eine Seitenbeleimung (7) auf den Umschlag (1) aufgebracht wird.
[0002] Unter dem Begriff "Buchherstellung" wird im vorliegenden Zusammenhang außer dem Herstellen
von Büchern im eigentlichen Sinne auch das Herstellen von anderen graphischen Produkten,
wie Zeitschriften und Katalogen, verstanden. Eine entsprechend allgemeine Bedeutung
haben die im folgenden verwendeten Begriffe "Buchblock", "Buchrücken" und dergleichen.
[0003] Für die Klebeverbindung graphischer Produkte auf Tischgeräten sowie halb- oder vollautomatischen
Klebebindemaschinen wird der Klebstoff auf dem Umweg über Walzenauftragssysteme unmittelbar
auf den Buchrücken aufgebracht. Dazu werden offene Leimbecken verwendet. Es ist auch
schon versucht worden, mit der Form des Buchrükkens angepaßten Düsen den Klebstoffauftrag
ebenfalls unmittelbar auf den Buchrücken aufzubringen. Diese Verfahrensweise scheiterte
jedoch daran, daß die Randblätter an der Schnittkante nicht sicher bzw. vollständig
mit Klebstoff abgedeckt werden konnten. Insbesondere bei hochvolumigen Papieren, bei
denen der Verformungsgrad durch den Druck der erforderlichen Haltezange besonders
ausgeprägt ist, treten häufig Störungen auf.
[0004] Zum Kleben werden in der Praxis Dispersionsklebstoffe, Glutinleime und Schmelzklebstoffe
eingesetzt. Die Einsatzbreite dieser Klebstoffgruppen ist jedoch begrenzt, da je nach
Klebstofftyp schwierig zu bindende Papiere nicht mehr mit einem für die Gebrauchsbeanspruchung
ausreichenden Festigkeit gebunden werden. So können flüchtige Anteile der eventuell
auf die Inhaltsbögen aufgebrachten Druckfarbe oder auch der Druckfarbe oder von Bestandteilen
der Oberflächenbeschichtung aus dem Umschlag in den Klebstoff migrieren und dessen
Festigkeit reduzieren. Hinzu kommt eine begrenzte Flexibilität bei tiefen Temperaturen
von unter - 20°C sowie ein Nachlassen der Festigkeit bei hohen Temperaturen von über
80°C. Die Schwierigkeiten bei den genannten Systemen, die mit ein- oder mehrschichtigem
Auftrag arbeiten, können an sich durch Verwendung von ein- oder zweikomponentigen
PUR-Schmelzstoffen weitgehend behoben werden. Während jedoch Zweikomponentensysteme
mit den vorgenannten Walzenauftragssystemen noch gut zu verarbeiten und zu beherrschen
sind, gilt dies nicht mehr für die bei Feuchtigkeit vernetzenden PUR-Schmelzklebstoffsysteme.
Durch wesentlich kleinere weitgehend abgekapselte Auftragssysteme kann hierbei zwar
eine Verbesserung erreicht werden, die grundsätzliche Gefahr einer unerwünschten Vernetzung
bleibt jedoch bestehen. Bei längeren Arbeitspausen, wie sie bei Formatwechsel, Maschinenumschaltung
oder bei Störungen vorgeschalteter Maschinen auftreten können, ist daher das Auftragssystem
entweder zu reinigen oder es muß die Gefahr einer Vernetzung des noch im Auftragssystem
befindlichen Klebstoffs in Kauf genommen werden. Da vollständig vernetzte PUR-Schmelzklebstoffe
nicht löslich oder aufschmelzbar sind, kann eine Reinigung nur noch mechanisch und
entsprechend zeitaufwendig erfolgen.
[0005] Aus dem Bereich der Paketbeleimung sind aus der DE-B-12 74 864 und aus der DE-A-19
22 056 auch schon Klebstoffauftragssysteme bekannt, die kontinuierlich oder diskontinuierlich,
ausgerüstet mit einer oder mehreren Düsen, Klebstoff auf Breite und Länge begrenzt
auf ein Substrat, beispielsweise die Verschlußlasche eines Kartons, aufbringen können.
Für diese Auftragssysteme eignen sich sowohl Dispersionsklebstoffe als auch Leime
tierischer Herkunft und Schmelzklebstoffe.
[0006] Ein Klebstoffauftragsverfahren der eingangs genannten Art ist aus der US-A-4 129
471 bekannt. Dabei werden auf Basis von Polyethylen, Polyvinylacetat oder Polyamid
hergestellte Heißschmelzklebstoffe auf Umschläge aufgetragen. Derartige Klebstoffe
sind mehrfach wärmeaktivierbar. Daher wird entsprechend der US-A-4 129 471 zunächst
der Heißschmelzklebstoff auf den Umschlag aufgebracht, und dann irgendwann später
in geeigneten Vorrichtungen wieder aktiviert, d.h. schmelzflüssig gemacht, um dann
den Umschlag mit den Blättern zu verkleben.
[0007] Völlig anderer Natur sind aber feuchtigkeitsvernetzende Polyurethan-Heißschmelzklebstoffe.
Diese sind nicht mehrfach wieder wärmeaktivierbar, so daß sehr schnell im Anschluß
an den Auftrag des Klebstoffes auf einen Umschlag die Verbindung mit den zu verklebenden
Seiten erfolgen muß. Feuchtigkeitsvernetzende Polyurethan-Heißschmelzklebstoffe werden
bisher mit Verfahren verarbeitet, bei welchen aus einem Tauchbekken der Klebstoff
auf eine rotierende Walze übertragen und von dort auf daran vorbeigeführte Buchrücken
weitergegeben wird. Hierbei wird der Klebstoff aber nur auf den Buchrücken übertragen
und sind sehr dünne Klebstoffschichten nicht zu realisieren. Die bekannten Walzenverfahren
haben weiterhin den Nachteil, daß sie bei hohen Geschwindigkeiten zu einem Aufschäumen
des Klebstoffs führen und sich im Tauchbecken, aus welchem der Klebstoff auf die Walze
übertragen wird, an der Oberfläche des Klebstoffspiegels durch Vernetzung eine Klebstoffhaut
bildet.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dem feuchtigkeitsvernetzende
Polyurethan-Heißschmelzklebstoffe in der Buchherstellung zum Rückenbeleimen sowie
Seitenbeleimen der Verbindungsfläche von Buchblock und Umschlag problemlos verarbeitet
werden können und vor allem wirtschaftlich und störungsfrei aufzutragen sind.
[0009] Bei einem Klebstoffauftragsverfahren der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß auf den Umschlag ein feuchtigkeitsvernetzender
Polyurethan-Schmelzklebstoff in einer die Buchrückenstärke beiderseits um 0,5 mm übersteigenden
Breite mittels einer Schlitzdüse oder einer Mehrlochdüse, insbesondere im Kontaktverfahren,
in dünner Schichtstärke von 0,1 mm an aufwärts aufgetragen wird.
[0010] Hierdurch wird ein Verfahren geschaffen, mit dem feuchtigkeitsvernetzende Polyurethan-Schmelzklebstoffe
wirtschaftlich und störungsfrei auch in relativ dünnen Schichtstärken auf Umschläge
aufzutragen sind. Weiterhin wird durch die Aufbringung des Klebstoffes auf den Umschlag
erreicht, daß die Auftragsbreite die Buchblockstärke beiderseits, insbesondere um
0,5 - 20 mm, übersteigend derart einzustellen ist, daß mit absoluter Reproduzierbarkeit
auch die Randblätter immer vollständig von dem Klebstoff erfaßt werden. Dadurch, daß
zum Auftragen des Klebstoffes Düsen verwendet werden, lassen sich mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren wesentlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten erzielen, als mit den bekannten
Walzenverfahren.
[0011] Bei sehr leichten Papieren kann der PUR-Schmelzklebstoff in der gesamten Breite in
gleicher Dicke aufgetragen werden, da mit relativ dünnen Schichtstärken im Bereich
von 1/10 bis 2/10 mm zu arbeiten ist, so daß die durch die Seitenbeleimung entstehende
Steigung im Bereich des Buchrückens wenig stört. Das Maß der Störung wird mit zunehmender
Dicke des Buchblocks geringer.
[0012] Für dickere und hochvolumige papiere werden als Auftragskopf entweder Schlitzdüsen
oder Mehrlochdüsen eingesetzt, die eine Differenzierung in der Auftragsstärke im Bereich
von Buchrücken und Seitenbeleimung durch abgestufte Frontflächen bei der Schlitzdüse
und durch geringeren Düsenlochdurchmesser im Bereich der Seitenbeleimung bei der Mehrlochdüse
erlauben. In diesem Sinne ist es möglich, auch bei dickerem Klebstoffauftrag auf dem
Buchrücken eine dünne Seitenbeleimung zu erhalten und die unliebsame Steigung im Bereich
des Buchrückens zu vermeiden. Die Düsen für die Seitenbeleimung können auch abgetrenntvon
derRückenbeleimung ausgeführt werden, wobei dann jeweils die Auswahl besteht, die
Seitenbeleimung auf den Umschlag oder aber auf den Buchrücken aufzubringen. Diese
Alternative besteht selbstverständlich auch für den Fall von Schlitzdüsen.
[0013] Es ist ferner zweckmäßig, an der Klebstoffauftragsstelle Wassernebel oder Wasserdampf
aufzubringen. Hierdurch wird, insbesondere bei dickeren Klebstoffschichten, die zum
Vernetzen notwendige Feuchtigkeit noch effektiver und schneller zugeführt als durch
die Eigenfeuchtigkeit des Papiers bzw. die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Es
empfiehlt sich, den Wassernebel bzw. den Wasserdampf zwischen Klebstoffauftrag und
Anlegen an den Umschlag aufzubringen.
[0014] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei zeitlich begrenztem
Stillstand des Klebstoffauftragssystems eine merkliche Veränderung des in der Düse
weitgehend gegen Außeneinflüsse abgeschlossenen Klebstoffs nicht eintritt. Bei längeren
Unterbrechungen und Arbeitsende kann das System durch Abnahme der Düse und Verschließen
der Zuführung problemlos vollkommen verschlossen werden. Der zum Reinigen des Düsenkopfes
erforderliche Aufwand ist gering gegen die bisher zum Reinigen eines ganzen walzenbestückten
Auftragssystems verwendeten Mühen.
[0015] Anhand der schematischen Darstellung von Ausführungsbeispielen werden Einzelheiten
der Erfindung erläutert.
[0016] Es zeigen:
Fig. 1 ein Klebstoffauftragssystem mit einer Schlitzdüse; und
Fig. 2 + 3 ein Auftragssystem mit einer Mehrlochdüse.
[0017] In Fig. 1 und 2 wird ein zum Aufleimen auf den Rücken eines Buchblocks vorgesehener
Umschlag insgesamt mit 1 bezeichnet. Der Umschlag 1 besitzt ein inneres Rillungspaar
2, 3 und ein äußeres Rillungspaar 4, 5. Zwischen den inneren Rillungen 2 und 3 wird
die Rückenbeleimung 6 vorgesehen, während im Bereich zwischen den Rillungen 2 und
4 bzw. 3 und 5 eine Seitenbeleimung 7 aufgebracht werden kann. Die Rückenbeleimung
6 und die Seitenbeleimung 7 können flächig wie in Fig. 1 oder als getrennte Klebstoffstreifen
8 bzw. 9 wie in Fig. 2 vorgesehen werden.
[0018] In Fig. 1 wird ein Düsenkopf 10 mit insgesamt mit 11 bezeichneter Schlitzdüse zum
Aufbringen von Rückenbeleimung und Seitenbeleimung 6 und 7 vorgesehen. Die Schlitzdüse
11 kann im Kontaktverfahren arbeiten oder den Klebstoff aus einer das Umschlag papier
gerade nicht zu berührenden Düse, d.h. über einen kurzen Abstand, auf die jeweilige
Fläche 6 bzw. 7 aufbringen. Im Ausführungsbeispiel wird eine Schlitzdüse 11 vorgesehen,
die an den für die Seitenbeleimung vorgesehenen Rändern eine Abstufung 12 besitzt,
derart, daß der Mittelteil 13 der Schlitzdüse 11 einen dickeren Klebstoffbelag als
die Randteile im Bereich der Abstufung 12 liefert. Grundsätzlich kann aber auch eine
Schlitzdüse 11 mit überall gleicher Schlitzstärke vorgesehen werden. Diese soll dann
so breit sein, daß die Breite des zu beklebenden Buchrückens durch die Rückenbeleimung
6 beiderseits um mindestens 0,5 mm, insbesondere bis zu 2 mm überschritten wird. Dadurch
wird - selbst bei fehlender Seitenbeleimung - eine einwandfreie Beleimung auch der
Randblätter sichergestellt.
[0019] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zeigt einen Düsenkopf 14 mit einer insgesamt
mit 15 bezeichneten Mehrlochdüse. Als Lochabstände der Mehrlochdüse 15 können Beträge
von 0,5 bis 5 mm sowohl im Bereich der Rückenbeleimung als auch der Seitenbeleimung
7 vorgesehen werden. Auch in diesem Fall wird zweckmäßig - selbst bei Wegfall ein
er eigentlichen Seitenbel'eimung - eine Rückenbeleimung 6 aufgebracht, die um etwa
0,5 bis 2 mm breiter als der zu beklebende Buchrücken ist, um die jeweiligen Randblätter
sicher zu erfassen.
[0020] Bei Ausbildung der Mehrlochdüse 15 des Düsenkopfes 14 nach Fig. 2 sowohl für eine
Rückenbeleimung 6 als auch für eine Seitenbeleimung 7 kann es günstig sein, die Düsenlochdurchmesser
im Bereich der Seitenbeleimung 7 dem gewünschten Unterschied der Klebstoffauftragsstärke
entsprechend kleiner als im Bereich der Rückenbeleimung 6 zu wählen. Im Ausführungsbeispiel
sind die Klebstoffstreifen 9 im Bereich der Seitenbeleimung 7 deutlich schmaler als
die Klebstoffstreifen 8 im Bereich der Rückenbeleimung 6.
[0021] In den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und 2 wird bei Betrieb entweder der Düsenkopf
10 bzw. 14in Pfeilrichtung 16 relativ zum Umschlag 1 oder aber der Umschlag 1 in Pfeilrichtung
16 relativ zum Düsenkopf 10 bzw. 14 bewegt.
[0022] Wenn die Seitenbeleimung nicht auf den Umschlag sondern unmittelbar auf den Buchblock
18 aufgebracht werden soll, sind hierzu übliche Schlitzdüsen oder Lochdüsen (19, 20)
einzusetzen. Walzenauftragssysteme sind auch in diesem Fall nicht empfehlenswert,
wenn feuchtigkeitsvernetzende PUR-Klebstoffsysteme verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0023]
1 = Umschlag
2,3 = innere Rillungen
4, 5 = äußere Rillungen
6 = Rückenbeleimung
7 = Seitenbeleimung
8, 9 = Klebstoffstreifen
10 = Düsenkopf (Fig. 1)
11 = Schlitzdüse
12 = Abstufung
13 = Mittelteil (11)
14 = Düsenkopf (Fig. 2)
15 = Mehrlochdüse
16 = Pfeilrichtung
17 = Pfeilrichtung
1. Klebstoffauftragsverfahren in der Buchherstellung beim Verbinden von Buchblock
und Umschlag (1) unter Verwendung eines auf den Umschlag aufzutragenden Heißschmelzklebstoffes,
wobei vorzugsweise zugleich mit der Beleimung (6) für den Buchrücken eine Seitenbeleimung
(7) auf den Umschlag (1) aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Umschlag
(1) ein feuchtigkeitsvernetzender Polyurethan-Schmelzklebstoff in einer die Buchrückenstärke
beiderseits um 0,5 mm übersteigenden Breite mittels einer Schlitzdüse (11) oder einer
Mehrlochdüse (15), insbesondere im Kontaktverfahren, in dünner Schichtstärke von 0,1
mm an aufwärts aufgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Klebstoffstärke
der Seitenbeleimung (7) zu derjenigen der Rükkenbeleimung (6) der Buch- und Blattstärke
entsprechend vorgegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückenbeleimung (6) des Buchblocks unmittelbar auf den Umschlag (1), aber die Seitenbeleimung
unmittelbar auf den Buchblock aufgebracht werden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenbeleimung mit Hilfe von von der der Rükkenbeleimung (6) zugeordneten Schlitzdüse
(11) getrennten Schlitzdüsen ausgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Mehrlochdüse (15) überall gleiche Einzeldüsen mit Lochabständen von 0,5 bis
5 mm auf der Gesamtbreite von Rückenund Seitenbeleimung (6, 7) vorgesehen werden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lochdurchmesser der Einzeldüsen der Mehrlochdüse (15) im Bereich der Seitenbeleimung
(7) im Sinne der gewünschten Auftragsstärke kleiner als die Lochdurchmesser der Einzeldüsen
im Bereich der Rückenbeleimung (6) vorgegeben werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man
an der Klebstoffauftragsstelle Wassernebel oder Wasserdampf aufbringt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebel zwischen Klebstoffauftrag
und Anlegen an den Umschlag aufgebracht wird.
1. Procédé pour l'application de colle dans la fabrications de livres lors de la reliure
du corps du livre et de la couverture (1) en utilisant une colle en matière fondue
à répandre sur la couverture (1), pour effectuer, de préférence sur celle-ci, un encollage
latéral (7) en même temps que l'encollage (6) sur le dos du corps du livre, caractérisé
par le fait qu'il consiste à répandre sur la couverture (1) une couche mince d'au
moins 0,1 mm d'épaisseur de colle au polyuréthane fondue réticulant l'humidité sur
une largeur dépassant les deux côtés de l'épaisseur du dos du corps du livre de 0,5
mm, à l'aide d'une buse fendue (11) ou d'une buse à orifices multiples (15), et à
utiliser notamment un procédé de contact.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le rapport entre
l'épaisseur de colle de l'encollage latéral (7) et celle de l'encollage dorsal (6)
est déterminé en fonction de l'épaisseur du livre et des feuilles.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait
que l'encollage dorsal (6) du corps du livre est effectué directement sur la couverture
(1) et l'encollage latéral directement sur le corps du livre.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que l'encollage latéral est réalisé à l'aide de buses fendues séparées de la buse
fendue (11) affectée à l'encollage dorsal (6).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait
que dans le cas de l'utilisation d'une buse à orifices multiples (15) on prévoit des
buses individuelles identiques avec une distance entre les orifices de 0,5 à 5 mm
sur toute la largeur des encollages dorsal et latéral (6, 7).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait
que pour obtenir l'épaisseur d'application de colle souhaitée, les diamètres des buses
individuelles de la buse à orifices multiples (15) au niveau de l'encollage latéral
(7) sont prévus inférieurs àceux des buses individuelles au niveau de l'encollage
dorsal (6).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait
que l'on répand du brouillard d'eau ou de la vapeur d'eau à l'emplacement d'application
de la colle.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait
que du brouillard d'eau est répandu entre l'application de la colle et l'emplacement
de celle-ci sur la couverture.
1. Method of applying an adhesive substance in the production of books during the
connection of book block and cover (1) with the use of a hot- fusion adhesive substance
to be applied onto the cover, wherein a lateral glue-coating (7) is applied onto the
cover (1) preferably simultaneously with the glue-coating (6) for the book spine,
characterised thereby, that a moisture-crosslinking polyurethane fusion adhesive substance
is applied onto the cover (1) in a thin layer thickness upwards from 0.1 millimetres
over a width exceeding the book spine thickness by 0.5 millimetres at both sides by
means of a slot nozzle (11) or a multi-hole nozzle (15), particularly in the contact
method.
2. Method according to claim 1, characterised thereby, that the ratio of the adhesive
substance thickness of the lateral glue-coating (7) to that of the spine glue-coating
(6) is preset in accordance with the book thickness and the sheet thickness.
3. Method according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the
spine glue-coating (6) of the book block is applied directly onto the cover (1), but
the lateral glue-coating is applied directly onto the book block.
4. Method according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the
lateral glue-coating is carried out with the aid of slot nozzles separate from the
slot nozzle (11) associated with the spine glue-coating (6).
5. Method according to one of the preceding claims, characterised thereby, that in
the case of a multi-hole nozzle (15), like individual nozzles are provided everywhere
with hole spacings of 0.5 to 5 millimetres over the entire width of the spine glue-coating
(6) and the lateral glue-coating (7).
6. Method according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the
hole diameters of the individual nozzles of the multi-hole nozzle (15) in the region
of the lateral glue-coating (7) are smaller in the sense of the desired thickness
of application than the hole diameters of the individual nozzles of the multi-hole
nozzle (15) in the region of the spine glue-coating (6).
7. Method according to one of the preceding claims, characterised thereby, that one
applies water mist orwatervapour atthe place of application of the adhesive substance.
8. Method according to claim 7, characterised thereby, that the mist is applied between
application of the adhesive substance and laying against the cover.