| (19) |
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(11) |
EP 0 305 638 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.11.1990 Patentblatt 1990/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.09.1984 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F26B 11/04 |
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| (54) |
Temperiermaschine
Heat-treating machine
Machine pour le traitement par la chaleur
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
22.09.1983 CH 5146/83
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.03.1989 Patentblatt 1989/10 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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84110713.9 / 0142652 |
| (73) |
Patentinhaber: Gebrüder Bühler AG |
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9240 Uzwil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Egger, Friedrich
CH-9244 Niederuzwil (CH)
- Gautschi, Andreas
CH-9213 Hauptwil (CH)
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| (74) |
Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS |
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Widenmayerstrasse 5 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 693 641 FR-A- 905 375
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FR-A- 888 387 US-A- 1 711 188
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Der Erfindung bezieht sich auf eine Temperiermaschine für stückiges Gut, insbesondere
Trockner oder Teigwarentrockner, mit a) einer Trommel, die im wesentlichen aus b)
stirnseitiggen Trommelelementen und c) zwischen diesen Trommelelementen sich erstreckenden,
nebeneinander im Abstand von der Trommelachse angeordneten und von einer Wandung umschlossenen
Kammerelementen aufgebaut ist.
[0002] Wenn hier von einer Temperiermaschine die Rede ist, so soll damit zum Ausdruck gebracht
werden, daß sich eine derartige Maschine selbstverständlich auch zum Kühlen und allgemein
für jede Art von Wärme- oder Kältebehandlung eignet. Daher ist die Anwendung solcher
Maschinen nicht auf Teigwaren beschränkt, vielmehr könnten sie auch zur Wärmebehandlung
von Früchten, (z. B. Nüssen oder Bohnen aller Art) oder für mineralisches, stückiges
Gut eingesetzt werden.
[0003] Eine derartige Temperiermaschine ist aus der FR-A 888 387 bekannt. Die Trommel der
bekannten Temperiermaschine hat eine am Außenumfang liegende Außenwand, eine am Innenumfang
liegende Innenwand und mehrere radial die Innenwand mit der Au- Benwand verbindenden
Trennwände, welche den Bereich zwischen derinnenwand und der Außenwand in einzelne
Kammerelemente unterteilen. Die Außenwand jedes Kammerelementes weist ebenso wie dessen
Innenwand jeweils ein fest verschraubtes Sieb auf.
[0004] Aus der DE-C 320 526 ist eine Trockentrommel mit sektorförmigen Taschenhorden bekannt.
Die Trommel besteht hierbei aus einem Rahmengestell, das im Querschnitt etwa die Form
eines mit Speichen versehenens Wagenrades hat. Zum Beschicken der Trommel mit Trockengut
können sektorförmige Taschenhorden in die zwischen den Speichen befindlichen sektorförmigen
Taschen auswechselbar eingeführt werden. Die Taschenhorden sind mit Sieblochwänden
versehen und weisen stirnseitig eine über Scharniere angehängte Klappe auf. Dieser
bekannte Hordentrockner ist ohne Fördereinrichtung ausgebildet. Das Trockengut muß
durch die Klappe in der Stirnseite eingeführt werden. Diese Klappen haben sich nicht
bewährt, weil sich dabei fast zwangsläufig immer wieder Spalte ergeben, durch welche
das zu trocknende Gut entweder hindurch gelangen kann und dann Verschmutzungen verursacht
oder in denen sich das Gut verfängt und aufgrund unzureichender Belüftung nur mangelhaft
getrocknet wird. Fällt dieses noch teigige Gut in die Kammer zurück, so kann es die
Ursache für Verklebungen und Verschmutzungen im Inneren sein.
[0005] Bei einem aus der IT-A 512 118 bekannt gewordenen Trommeltrockner für Teigwaren besteht
die Fördereinrichtung in jedem Kammerelement aus einer Art von durch entsprechend
geformte Wandungen gebildeten Schnecke, die jedoch im Kammerelement unbeweglich angeordnet
ist und sich lediglich exzentrisch um die Trommelachse mit jeder Trommelumdrehung
dreht. Die Folge war, dass das Stückgut unter der Wirkung der Schwerkraft sich den
Schraubengängen entlang bewegte, was eine schonende Förderung mit sich brachte, bei
der die Gefahr von Quetschungen und übermässiger Abrieb vermieden war. Es sind allerdings
auch Teigwarentrockner bekannt geworden, bei denen eine angetriebene Schnecke innerhalb
jedes Kammerelements vorgesehen ist. In diesem Falle hatte das Kammerelement dann
meist Zylinderform.
[0006] In jedem Falle aber waren die einzelnen Kammerelemente am Trommelumfang angeordnet,
so dass im Inneren der Trommel ein Hohlraum verblieb. Der Umfang dieses Hohlraumes
stellte den Innendurchmesser der Trommel dar und war gegen jede Kammer durch eine
Siebwand begrenzt, ebenso wie dies am Aussenumfang der Trommel der Fall war. Somit
bildete jede Kammer von innen nach aussen einen Kanel für die Trockenluft, die im
allgemeinen quer durch die Trommel strömte. Bei der genannten IT-A 512 118 war die
Siebwand des Aussen- und des Innenumfanges der Trommel am Kammergehäuse fixiert. Im
Falle von Verklebungen war daher der Zugang zum Inneren des Gehäuses erschwert, so
dass in der Praxis eine Reinigung kaum durchgeführt werden konnte.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Temperiermaschine im
Hinblick auf eine stabile Trommel bei erleichterter Montage weiterzuentwickeln.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei der gattungsgemäßen Temperiermaschine
die Kammerelemente als einzeln auswechselbare, mit den stirnseitigen Trommelelementen(
zerstörungsfrei) lösbar verbindbare Bauelemente ausgebildet sind.
[0009] Im Prinzip besteht also die Trommel aus stirnseitigen Trommelelementen und dazwischen
einzeln auswechselbar befestigten Kammerelementen.
[0010] Bevorzugt weisen die Kammerelemente auf ihrer radial außen liegenden Mantelwand eine
erste Sieblochwand und ihrer gegenüberliegenden inneren Mantelwand eine zweite Sieblochwand
auf. Weiterhin weisen die Kammerelemente zum Bilden von Freiräumen zwischen ihnen
bevorzugt eine von einer Sektorform abweichende, vorzugsweise polygone Querschnittsform
auf. In diesen Freiräume sind Halte- und Spannvorrichtungen angeordnet, mittels derer
zumindest die erste Sieblochwand in einer Geschlossenstellung oder in einer Offenstellung
lösbar festlegbar ist. Insbesondere hierdurch wird auf einfache Weise eine bequeme,
leichte Zugänglichkeit zum Kammerinneren geschaffen und gleichzeitig dessen Säuberung
erleichtert.
[0011] Weitere Einzelheiten ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Temperiermaschine in perspektivischer Ansicht, wobei
einzelne Teile weggebrochen sind;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform;
Fig. 3 eine Ausbildung der Kammerelemente und Sieblochwände und
Fig. 4 und 5 verschiedene weitere Ausführungsformen, zu denen die
Fig. 6 eine Seitenansicht zu einer der Ausführungen gemäss Fig. 5 veranschaulicht.
[0012] Gemäss Fig. ist eine Trommel 1 in einem Trommelgehäuse 2 in nicht dargestellter Weise
gelagert. Die Trommel 1 ist in vorbestimmten, vorzugsweise gleichmässigen Abständen
durch Trommelschilde 3 (im folgenden auch kurz Schilde 3 genannt) unterteilt. Diesen
Trommelschilden liegt auf Seiten des Trommelgehäuses 2 jeweils eine die Schilde 3
dicht umgebende Zwischenwand 4 gegenüber. Bei der Montage kann das jeweilige Schild
3 in die es umgebende Oeffnung 5 der Zwischenwand 4 geschoben werden, oder die Zwischenwand
4 ist geteilt und wird erst nach dem Einsetzen des Schildes 3 vervollständigt. Dabei
ist es denkbar, dass die Schilde 3 an ihrem Aussenunfamge gegebenenfalls eine Nut
und/oder eine Feder besitzen, die in eine entsprechende Nut bzw. Ausformung der Zwischenwand
4 eingreift, um so eine bessere Abdichtung zwischen den von den Schilden 3 und den
Zwischenwänden 4 gebildeten Behandlungskammern 24 zu erzielen. Gegebenenfalls sind
zur Erzielung von Federn und Nuten die Schilde 3 und/oder die Zwischenwände 4 aus
mehreren Schichten aufgebaut, von denen einzelne Schichten entsprechend einer Feder
vorragen oder eine Vertiefung bilden.
[0013] An ihrem Umfang nimmt die Trommel 1 eine Anzahl kistenförmiger Kammerelemente 6 auf.
Jedes Kammerelement 6 beinhaltet eine Fördereinrichtung, die in der eingangs geschilderten
Weise angetrieben oder auch bloss passiv durch die Trommeldrehung betrieben sein kann,
die aber in jedem Falle das zu behandelnde Gut, im allgemeinen Teigwaren, mit gleichmässiger
Geschwindigkeit über die Länge jedes Kammerelementes 6 transportiert.
[0014] Wie ersichtlich, sind die Kammerelemente 6 in einander benachbarten und durch ein
Schild 3 getrennten Trommelabschnitten derart fluchtend aufeinander ausgerichtet,
dass das zu trocknende Gut am Ende eines Kammerelementes 6 des (bezogen auf Fig. 1)
hinteren Trommelabschnittes durch eine der Oeffnungen 7 gelangt und von dort in eine
Kammer 6 des vorderen Trommelabschnittes fällt. Das zu trocknende Gut durchläuft dann
im vorderen Trommelabschnitt das entsprechende Kammerelement 6 und tritt beim vordersten
Schild 3 wiederum aus, wobei entsprechende Abführeinrichtungen für das getrocknete
Gut vorgesehen sind. Derartige Einrichtungen sind aus dem Stande der Technik bekannt
und brauchen daher im einzelnen nicht erläutert zu werden. Es sei lediglich darauf
hingewiesen, dass es ebenfalls bekannt ist, das getrocknete Gut aus dem Inneren der
Trommel her abzuführen, was auch hier durchaus im Rahmen der Möglichkeit liegt. Hierzu
ist es lediglich erforderlich, das den Innenumfang der Trommel begrenzende Siebgewebe
8 etwas schmäler auszuführen, so dass zwischen seinem Rande und dem benachbarten Schild
3 genügend Platz verbleibt, um ein Herabfallen das getrockneten Gutes aus einer an
der Unterseite jedes Kammerelementes 6 und an deren Rande angebrachten Auslassöffnung
zu ermöglichen. Ebenso kann aber die Auslassöffnung auch im Bereiche des Aussenumfanges
der Trommel 1 angeordnet sein, wobei das herausfallende, getrocknete Gut unterhalb
der Trommel 1 aufgefangen wird.
[0015] Das den Innenumfang der Trommel 1 begrenzende Siebgewebe 8 ist über Stangen 9 gelegt,
die jeweils zwischen zwei Schilden 3 befestigt sind. Während aber bei der dargestellten
Ausführung die innere Siebwand aus einem einzigen Siebgewebe 8 besteht, das allen
an der Trommel 1 angeordneten Kammerelemente 6 gemeinsam ist, ist für die äussere
Siebwand eine besonders vorteilhafte Ausführungsform gezeigt. Hierbei ist jedem Kammerelement
6 eine gesonderte Siebwand 10 zugeordnet, die an ihren seitlichen Enden mit Hilfe
durchgesteckter Stangen 11 am Gehäuse jedes Kammerelementes 6 gespannt gehalten wird.
Wie dies im einzelnen erfolgt, wird später anhand der Fig. 3 bis 5 erläutert werden.
[0016] Es versteht sich, dass die Trommel 1 aufgrund ihrer Ausbildung mit Siebwänden am
Innen- und Aussenumfang quer zu ihrer Achse luftdurchlässig ist, so dass ein Behandlungsgas,
im allgemeinen Warmluft, beispielsweise an der Unterseite entsprechend dem Pfeil 12
in jeweils eine Behandlungskammer 24 eingeblasen und an der Oberseite, beispielsweise
über ein Abzugsrohr 13, abgeführt werden kann. Beispiele für die Führung der Behandlungsluft
werden in der Folge anhand der Fig. 2 erläutert.
[0017] In Fig. 2 und den folgenden Figuren sind Teile gleicher Funktion mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet, Teile ähnlicher Funktion ebenso, jedoch unter Hinzufügung einer Hunderterziffer.
Dementsprechend ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass das Trommelgehäuse 2 auf einem Gestell
14 aufgebockt ist. Um die Zugänglichkeit zum Inneren jeder Behandlungskammer 24 bzw.
zur Trommel 1 zu erleichtern, sind die Seitenwände 15 des Trommelgehäuses 2 in der
durch Pfeile angedeuteten Weise aufklappbar. Hierzu sind an der Oberseite des Trommelgehäuses
2 (nicht dargestellte) Scharniere vorgesehen. Ferner ist angedeutet, wie das zu trocknende
Gut 16 in den Kammerelemente 6 bei Drehung der Trommel 1 umgewälzt wird, und es ist
verständlich, dass bei dieser Umwälzung das Gut 16 entlang der schon erwähnten Schneckengänge
transportiert wird.
[0018] Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind zur Erzeugung erwärmter Umluft zwei Aggregate
vorgesehen, die jeweils aus einem Heizkörper 17 und einem Gebläse 18 bestehen. Dementsprechend
wird die in jeder Behandlungskammer 24. enthaltene Luft entsprechend den Pfeilen 19
umgewälzt und dabei 24 durch den Heizkörper 17 erwärmt. Die Behandlungskammer 24 besitzt
an ihrer vorderen Zwischenwand 4' eine Eintrittsöffnung 20 und an ihrer hinteren Zwischenwand
4 eine Austrittsöffnung 21. Durch diese Oeffnungen 20, 21 kann eine Verbindung mit
den benachbarten Behandlungskammern hergestellt werden, sofern diese Oeffnungen 20,
21 nicht verschlossen sind.
[0019] Der Strömungsweg für den Durchluftbetrieb ist durch die Achse der Rohre 23 und 13
bzw. die Oeffnungen 20 und 21 gegeben. Damit ist gesichert, dass Luft im Durchluftbetrieb
jeweils durch die Kammerelemente 6 im oberen und unteren Viertel der Trommel 1 hindurchgeführt
wird. Gerade aber im oberen und unteren Viertel sind die Sieblochwände 10 der Kammerelemente
6 vollständig vom Gut 16 bedeckt, so dass gesichert ist, dass die Luft nicht am Gut
im wesentlichen wirkungslos vorbeistreichen kann. Allerdings bleibt auch bei enger
Bauweise der Behandlungskammer 24 seitlich noch genügend Platz, um an sich ein Ausweichen
der Durchluft zu ermöglichen.
[0020] Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform von kistenartigen, über den Trommelumfang
verteilten Kammerelemente 106, die - im Querschnitt gesehen - annähernd eine Polygonform
besitzen. Dabei ist der dem jeweils benachbarten Kammerelement 106 zugewandte Wandungsabschnitt
25 geknickt und verläuft so, dass ein radial einwärts gelegener Abschnitt 26 parallel
zur entsprechenden Wandung des benachbarten Kammerelementes 106 verläuft. Durch diese
Massnahme wird erreicht, dass ein vernachlässigbar dünner Spalt zwischen einander
benachbarten Kammerelementen 106 verbleibt, und so die Luft gezwungen wird, die innere
Sieblochwand 8 zu durchströmen, im Inneren jedes Kammerelementes 106 das zu trocknende
Gut zu umspülen und letztlich an der äusseren Siebwand 110 wieder auzutreten.
[0021] Der radial auswärts gelegene Teil 27 des Wandungsabschnittes 25 schliesst mit dem
Teil 26 einen Winkel in der Weise ein, dass zwischen einander gegenüberliegenden Abschnitten
27 einander benachbarter Kammerelemente 106 ein Freiraum 28 gebildet wird. Dieser
Freiraum 28 dient zur Unterbringung einer Haltevorrichtung und einer Spannvorrichtung
für jede der jeweils nur einem Kammerelement 106 zugeordneten Sieblochwände 110.
[0022] Die Auslassöffnung 29 jedes Kammerelementes 106 kann schlitzförmig sich von einer
Mittelwand 30 bis zum seitlichen Wandungsabschnitt 25 erstrecken. Dadurch erhält die
Auslassöffnung 29 eine von der Rechteckform abweichende Form. Um daher das Trockengut
einer (in der dargestellten Weise) rechteckförmigen Auslassöffnung 29 zuzuleiten,
kann sich von dem seitlichen Wandungsabschnitt 25 eine strichliert angedeutete Schrägwand
31 zur Auslassöffnung 29 erstrecken.
[0023] Die innere Sieblochwand 8 mag hier über (nicht dargestellte) den Innenumfang der
Trommel 1 definierende Zylinderbügel gelegt sein, so dass sie eine im wesentlichen
vollkommen zylindrische Oberfläche besitzt. In diesem Falle mag es zweckmässig sein,
wenn die Gehäuse jedes Kammerelementes 106 an ihrer an der Sieblochwand 8 anliegenden
Seite konkav geformt sind, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Es versteht sich jedoch,
dass bei einer solchen Ausbildung die einzelnen Kammerelemente 106 sehr stark gegen
die innere Sieblochwand 8 gespannt sein müssen, um eine Schlitzbildung zu verhindern.
Dabei kann die nachstehend noch beschriebene Spannvorrichtung für die radial äussere
Sieblochwand 110 gleichzeitig als jene Spannvorrichtung wirken, die die Anpressung
der inneren Sieblochwand 8 an das Gehäuse jedes Kammerelementes 106 bewirkt.
[0024] Für das Halten und Spannen der äusseren Sieblochwand 110 ist ein rechteckiger, über
das gesamte Gehäuse des Kammerelementes 106 reichender (vgl. Fig. 1) Rahmen vorgesehen,
der aus zwei Stangen 11,111 und an jedem Ende eines Kammerelementes 106 aus einem
Federbügel 32 besteht. Um Platz für diesen Federbügel 32 zu schaffen, kann das Kammerelementgehäuse
an der Oberseite einen kleinen Ausschnitt besitzen, es kann aber auch jedes Trommelschild
3 mit einer entsprechenden seitlichen Nut versehen sein. Die Anordnung von Federbügeln
32 trägt dazu bei, das die Sieblochwand 110 bildende Siebgewebe gespannt zu halten.
Da die Kammerelemente 106 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise relativ lange ausgebildet
sein können, mag es zweckmässig sein, auch zwischen den einander gegenüberliegenden
Enden jedes Kammerelementes 106 zusätzliche Federbügel 33 vorzusehen, die die Sieblochwand
110 überragen.
[0025] Jeder Federbügel 32, 33 ist um eine Achse 43 derart schwenkbar, dass er aus der anhand
des mittleren Kammerelementes 106 in Fig. 3 gezeigten Geschlossenstellung in die anhand
des rechten Kammerelementes 106 gezeigte Offenstellung gelangen kann. In dieser Offen-Stellung
mag die Sieblochwand 110 in der gezeigten Weise locker sein, es kann aber auch je
nach der gewählten Durchbiegung des Federbügels 32 durch dessen Eigenelastizität gespannt
werden.
[0026] Zum eigentlichen Spannen der Sieblochwand 110 in seiner Geschlossen-Stellung dient
jedoch eine Spannvorrichtung, die im einfachsten Falle aus einer Zugfeder 35 besteht.
Wenn auch in Fig. 3 nur eine einzige Zugfeder 35 dargestellt ist, so versteht es sich
doch, dass in der Mehrzahl der Anwendungsfälle wenigstens zwei Zugfedern 35 an jedem
Ende eines Kammerelementes 106, gegebenenfalls aber auch noch dazwischen, vorzusehen
sind. Jede Zugfeder 35 greift dabei an einem an einem Trommelschild 3 (vgl. Fig. 1)
befestigten Verankerungsstift 36 an und wird andernends an der gemeinsam mit der Stange
111 die Haltevorrichtung bildenden Stange 11 eingehängt.
[0027] Durch diese Konstruktion wird einerseits gesichert, dass die äussere Sieblochwand
110 stets gespannt und ohne Spaltbildung am Gehäuse jedes Kammerelementes 106 anliegt.
Darüberhinaus wird durch diese Konstruktion gewährleistet, dass die Sieblochwand 110
durch einfaches Aushängen der Spannvorrichtung 35 in ihre Offenstellung gelangen kann
und so jedes einzelne Kammerelement 106 zu Reinigungszwecken leicht zugänglich ist.
Ferner kann auf diese Weise auch leicht eine einzelne Kammer 106 vom Trommelumfang
entfernt werden, um so die innere Sieblochwand 8 zu reinigen.
[0028] Das neuerliche Einsetzen eines einzelnen Kammerelementes 106 wird durch die gezeigte
Polygonform zusätzlich unterstützt, weil die etwa radial verlaufenden Wandungsabschnitte
26 der benachbarten Kammerelemente als Führungs- und Orientierungsflächen wirken.
Dabei wirkt es weiterhin erleichternd, wenn die Verankerungsteile 34, 36 entlang einer
Radiallinie 37 angeordnet sind.
[0029] Fig. 4 zeigt, wie an einem Kammerelement 6 ein Siebgewebe 310 beispielsweise als
innere Sieblochwand angeordnet sein kann, indem Zugfedern 35 an einer verstärkten
Gewebekante 51 angreifen. Es ist daraus ersichtlich, dass die innere Sieblochwand
nicht notwendig von einem für alle Kammerelemente gemeinsamen Siebgewebe gebildet
sein muss, sondern dass diese innere Wand gegebenenfalls genau so ausgebildet sein
kann, wie dies anhand der äusseren Sieblochwand 10 bisher beschrieben wurde und in
der Folge noch beschrieben werden wird. Bevorzugt ist jedoch wenigstens die äussere
Sieblochwand 10 über den Aussenumfang der Trommel 1 in mehrere Winkelabschnitte unterteilt,
wobei bevorzugt jedem Kammerelement eine gesonderte Sieblochwand zugeordnet ist.
[0030] Bei der Montage des Kammerelementes 6 (Fig. 4) wird zunächst das Siebgewebe 310 in
die Federn 35 eingehängt. Anschliessend wird das Kammerelement 6 zwischen zwei am
Schild befestigte Anschläge 52 eingeschoben. Gegebenenfalls können die Anschläge 52
zur genaueren Orientierung der Kammer 6 trichterförmig sich verengende Blanken besitzen.
Anschliessend wird das äussere Sieb 10 darüber gelegt und mit Hilfe von in die Haltestangen
11 eingehängten, am Schild 3 verankerten Schnellspannverschlüssen 53 niedergezogen.
Dabei erfolgt der Zug der Schnellspannverschlüsse 53 entgegen der Wirkung der Zugfedern
35, die sich dabei stärker spannen, bis am Kammerelementgehäuse vorgesehene Gegenanschläge
54 sich an den Anschlägen 52 anlegen. Auf diese Weise wirken die Zugfedern 35 mit
den Spannverschlüssen 53 zu einer gemeinsamen Spannvorrichtung für beide Sieblochwände
10, 310 zusammen, wobei die als Orientierungseinrichtungen wirkenden Anschläge 52,
54 dafür sorgen, dass die Ein- und Auslassöffnungen (vgl. die Oeffnung 29 in Fig.
1) genau mit den Oeffnungen 7 der Schilde 3 fluchten. Zur seitlichen Ausrichtung können
dabei die schon erwähnten Trichterflächen an den Anschlägen 52 beitragen, wie überhaupt
die Anschläge 52 so eng als möglich an den Seitenwandabschnitten 225 des Kammerelementgehäuses
angeordnet sind.
[0031] Das Kammerelement 6 ist bei der Ausführung nach Fig. 4 in geöffnetem Zustande dargestellt
und weist in bekannter Weise aus fünf Flächenabschnitten bestehende Wände auf. Während
der untere Flächenabschnitt 55 über beide, durch die Mittelwand 30 getrennte Kammerhälften
im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Kammerelementes 6 verläuft (vgl. die
Fig. 6), erstreckt sich von dort aus der dunkler schraffierte, links anschliessende
Abschnitt 56 von unten und weiter innen (bezogen auf die Ebene der Zeichnung) nach
oben und aussen, bis nach einer Ganghöhe der so gebildeten Schnecke eine zum Wandabschnitt
55 in einer Parallelebene gelegene Wand 57 sich anschliesst.
[0032] Dagegen erstreckt sich an der rechten Seite vom unteren Wandabschnitt 55 ein schräg
nach innen verlaufender, heller schraffierter Wandabschnitt 58 (vgl. Fig. 6), an den
im Abstand einer Ganghöhe von dem Wandabschnitt 57 ein hierzu paralleler Wandabschnitt
50 anschliesst. Wie ersichtlich, ist zweckmässig die Ober- und Unterseite des Gehäuses
des Kammerelementes 6 gerundet, um so eine gleichmässigere Spannung auf das jeweilige
Siebgewebe 10 bzw. 310 aufzubringen. Diese Rundung kann entsprechend einem Kreisbogen
erfolgen, doch ergibt sich die beste Vergleichmässigung, bei Ausbildung entlang eines
Parabelbogens.
[0033] Fig. 5 veranschaulicht weitere mögliche Ausbildungen anhand von Kammerelementen 306,
406 und 506, von denen das Kammerelement 406 in Seitenansicht zusammen mit einem Trommelschild
3 aus Fig. 6 ersichtlich ist. Normalerweise werden an einer Trommel nur gleichartig
ausgeführte Kammerelemente verwendet. Gemäss Fig. 5 sind verschiedenartig ausgebildete
Kammerelemente 306 bis 506 zur Darstellung verschiedener Ausführungsformen gezeigt,
-auch um zu veranschaulichen, dass gegebenenfalls auch unterschiedlich ausgebildete
Kammerelemente nebeneinander in einer Trommel verwendet werden können.
[0034] Abweichend von. der anhand der Fig. 4 beschriebenen, bekannten schneckenförmigen
Ausbildung der passiven Fördereinrichtung im Inneren des Kammerelementes 6 besitzt
das Kammerelement 306 eine Ausbildung der passiven, d.h. nur durch die Drehung der
Trommel wirkenden, Fördereinrichtung der aus der IT-PS 427 072 bekannt geworden en
Art. Hierbei ist das Kammerelement durch eine Anzahl von Zwischenwänden 60 unterteilt,
die von schrägen, rinnenartigen Förderrutschen 61 überragt werden. Somit gleitet das
zu trocknende Gut jeweils eine Förderrinne 61 abwärts und gelangt bei der nächsten
halben Trommelumdrehung in den oberen Bereich, von wo es über die benachbarte Förderrinne
in das nächste Kammerelement gleitet.
[0035] Zum Spannen der inneren Sieblochwand 8 zwischen den Stäben 9 kann das Gehäuse des
Kammerelementes 306 mit Henkeln 62 versehen sein, an denen schematisch angedeutete
und in bekannter Weise ausgebildete Spannverschlüsse 53 (vgl. Fig. 4) angreifen. Gleichzeitig
wird damit das Kammerelement 306 in ihre fluchtende Lage mit den Kammereiementen an
der anderen Seite des jeweiligen Schildes gebracht, wobei wiederum Anschläge 154 entsprechend
den Anschlägen 54 der Fig. 4 (nur ein Anschlag 154 ist gezeigt) vorgesehen sein können.
Der Anschlag 154 ist in Fig. 5 in explodierter Darstellung gezeigt, weil er noch eine
weitere Funktion erfüllt. An ihm kann nämlich eine Zugfeder 35 für den Eingriff an
einer Haltestange 11 der äusseren Sieblochwand 10 verankert sein. Die gleiche Anordnung
mag für die Haltestange 11 am anderen Ende getroffen sein, oder es ist an der rechten
Seite (bezogen auf Fig. 5) die Haltestange 11 mit dem Henkel 62 vereinigt, wodurch
sie dort eine Doppelfunktion auch für den Angriff des dortigen Spannverschlusses 53
ausübt, was aber anderseits zur Folge hat, dass das Sieb 10 erst nach Abnahme der
Stange aus ihrer Halterung am Henkel 62 vom Kammerelement 106 lösbar ist. Dieses Beispiel
zeigt, dass die jeweilige Sieblochwand nicht unbedingt an einer Haltevorrichtung des
Schildes befestigt sein muss, sondern dass die Haltevorrichtung auch am Kammerelement
selbst vorgesehen sein kann. Es versteht sich übrigens, dass dem Anschlag 154 ein
entsprechender Gegenanschlag (nicht dargestellt) zugeordnet ist. Am Kammerelement
406 ist eine mögliche Ausführungsform der trichterförmigen Seitenflanken eines solchen
Gegenanschlages 152 dargestellt. Allerdings wirkt er bei dieser Ausführung lediglich
als Zentrierhilfe, weil ein ortsfester Gegenanschlag 252 in der aus Fig. 6 ersichtlichen
Weise am Schild 3 angeschweisst ist. Dieser Gegenanschlag 252 wirkt mit einem mit
dem Kammerelementgehäuse fest verbundenen Anschlag 254 zusammen, der mit einer abgewinkelten
Platte 63 versehen ist. Diese Platte 63 besitzt eine schlitzförmige Oeffnung 64, in
die eine Klinkennase 65 eingreift. Die Klinkennase 65 ist an einem Federarm 66 ausgebildet,
der am Gegenanschlag 252 befestigt ist. Wie Fig. 6 deutlich zeigt, ist die untere
Fläche 67 der Nase 65 etwas abgeschrägt, so dass Fertigungstoleranzen ausgeglichen
werden und diese Fläche 67 in jedem Falle am unteren Rande der Oeffnung 64 (vgl. Fig.
5) anliegt. Auf diese Weise wird das Kammerelement 406 in einer Lage fixiert, in der
die beiden Anschläge 252, 254 aneinander anliegen. Zum Lösen des Kammerelementes 406
von den Schilden 3 braucht die einen Schnappverschluss bildende Klinkennase 65 lediglich
aus der Oeffnung 64 der Platte 63 gezogen werden. Gegebenenfalls kann der Klinke 65
eine Arretiereinrichtung zugeordnet sein, um sie entgegen der Wirkung ihres Federarmes
66 in Offenstellung zu halten.
[0036] Selbstverständlich stellt die Ausführung nach Fig.6 lediglich ein besonders vorteilhaftes
Beispiel dar, bei dem ein rasches Lösen bzw. Befestigen der einzelnen Kammerlelemente
6 bzw. 406 an den zugehörigen Trommelschilden 3 aufgrund der gezeigten Schnellkupplungseinrichtung
möglich ist. Mit Hilfe der gezeigten Zentriereinrichtung kann nicht nur ein richtiger
Sitz gewährleistet werden, sondern im Endeffekt auch eine relativ steife Konstruktion,
bei der die Kammerelemente 6 die Versteifungsrippen zwischen den Schilden 3 bilden.
Dort, wo höhere Ansprüche an Steifigkeit und Festigkeit gestellt werden, also besonders
bei längeren Maschinen mit mehr als einem Schild 3 zwischen den beiden Endschildern
(vgl. Fig. 1), mag eine andere Art lösbarer Verbindung, etwa eine Schraubverbindung,
bevorzugt sein. In jedem Falle aber bedarf es dann keiner oder nur einer schwächeren
Tragkonstruktion. Vor allem ist aber durch diese baukastenartige Anordnung nicht nur
die Montage erleichtert, sondern es ergibt sich für jede Maschine leicht eine Erweiterungsmöglichkeit,
so dass Produktion und Lagerhaltung ebenfalls vereinfacht und verbilligt werden.
[0037] Beim Kammerelement 406 ist die Haltevorrichtung und die Spannvorrichtung für die
Sieblochwand 10 im einzelnen nicht dargestellt und kann entsprechend einer der vorher
beschriebenen Ausführungen ausgebildet sein.
[0038] Anhand der Kammerelemente 506 ist gezeigt, wie die Dichtwirkung im Bereiche der zueinander
parallelen und etwa radial verlaufenden Seitenwandabschnitte 126 durch Ausbildung
als eine Art Labyrinthdichtung verbessert werden kann. Zu diesem Zwecke besitzt der
(in Fig. 5) nach rechts weisende Wandabschnitt 126 Ausbuchtungen 68, die in entsprechende
Kerben 69 der benachbarten Wand 226 eingreifen. Durch diese Wandausbildung wird aber
nicht nur die Dichtwirkung verbessert, sondern gleichzeitig auch jedes Kammerelement
506 bezüglich der benachbarten Kammerelemente in ihrem Sitz fixiert, so dass die Anordnung
stabiler wird. Zusätzlich stellen die Ausbuchtungen 68 sowie die Vertiefungen 69 (die
nicht unbedingt dreieckförmig sein müssen, sondern auch andere Gestalt, z.B. Wellenform
haben können) Verstärkungssicken für die Seitenwandabschnitte 126, 226 dar, so dass
gegebenenfalls diese Wandabschnitte aus schwächerem Material gebildet sein können.
Dadurch werden nicht nur Kosten eingespart, sondern vor allem auch das Gesamtgewicht
der Maschine verringert. Um bei zu starker Verzahnung der Wandabschnitte 126, 226
die Herausnehmbarkeit einzelner Kammerelemente 506 nicht zu gefährden, sollten diese
Sicken 68, 69 die bevorzugt eine abgerundete Form besitzen, einen Oeffnungswinkel
a haben, der grösser als 45
° ist und beispielsweise annähernd 60° beträgt.
[0039] Es ist ferner eine Sieblochwand 210 vorgesehen, die an einem Ende beispielsweise
an einer Stange 211 fest verankert ist, mehrere Kammerelemente 506 übergreift und
am anderen Ende entweder mit einer Spannvorrichtung oder einer entsprechenden Haltevorrichtung
verbunden werden kann. Wie schon anhand der Fig. 4 gezeigt wurde, kann ja jeweils
die an einem Ende wirkende Haltevorrichtung und die am anderen Ende wirkende Spannvorrichtung
jeweils gleichartig ausgebildet sein. Unterschiedlich aber gegenüber den vorherigen
Ausführungsformen ist ein Spannarm 144, der um eine Achse 70 schwenkbar ist und durch
eine (nicht dargestellte) Feder gegen die Kammerelemente 506 zu belastet wird. Der
Arm 144 ist in der gezeigten Weise derart V-förmig gestaltet, dass seine Schenkel
parallel zu den Seitenwandabschnitten 127 dieser Kammerelemente liegen. Dadurch wird
nicht nur das Sieb 210 zwischen beiden Kammerelemente 506 gespannt, sondern zusätzlich
auch noch die Lage der Kammerelemente 506 fixiert.
[0040] Es versteht sich auch, dass im Rahmen der Erfindung zahlreiche verschiedene Modifikationen
vorgenommen werden können. Verfolgt man beispielsweise den Gedanken, wonach ein einziges
Sieb mehrere Wandungsabschnitte abdecken kann und verbindet man diesen Gedanken mit
der aus Fig. 5 anhand des Kammerelementes 306 gezeigten Verbindung des Siebes 10 mit
dem Kammerelementgehäuse selbst, so lässt sich die Kombination leicht auch in der
Form abwandeln, dass ein einziges Sieb rund um ein Kammerelementgehäuse gewickelt
und seine Enden gegen einander verspannt werden. In diesem Falle stellt das eine Ende
der Spannvorrichtung gleichzeitig auch die Haltevorrichtung dar. Da sich in diesem
Falle normalerweise ein Schlitz zwischen den beiden Enden des Siebes ergibt, wird
dieser Schlitz vorzugsweise in den Bereich einer abdeckenden Seitenwand (25 od. dgl.)
gelegt. Ferner könnte beispielsweise die Haltevorrichtung gefedert gelagert sein,
beispielsweise durch Befestigung der Schnellspannverschlüsse 53 an Blattfedem oder
Gummiblöcken. Selbstverständlich sind die verschiedensten Kombinationen der gezeigten
Einzelmerkmale möglich. Ebenso sind verschiedene Anwendungen der beschriebenen Maschine,
etwa zum Kühlen von Futterpellets oder zum Hindurchführen eines granulierten Adsorbens
durch ein Rauchgas denkbar.
1. Temperiermaschine für stückiges Gut, insbesondere Trockner oder Teigwarentrockner,
a) mit einer Trommel (1), die im wesentlichen aus
b) stirnseitigen Trommelelementen (Schilde 3) und
c) zwischen diesen Trommelelementen sich erstreckenden, nebeneinander im Abstand von
der Trommelachse (71) angeordneten und von einer Wandung umschlossenen Kammerelementen
(6; 106; 306; 406; 506) aufgebaut est, dadurch gekennzeichnet, daß
d) die Kammerelemente (6; 106; 306; 406; 506) als einzeln auswechselbare, mit den
stirnseitigen Trommelelementen lösbar verbindbare Bauelemente ausgebildet sind.
2. Temperiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Kammerelement
(6; 106; 306; 406; 506) die dem Innenraum der Trommel (1) abgewandte äußere Mantelwand
eine erste Sieblochwand (10; 110; 210) und die der äußeren Mantelwand gegenüberliegende
innere Mantelwand eine zweite Sieblochwand aufweist.
3. Temperiermaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammerelemente (6; 106; 306; 406; 506) zum Bilden von Freiräumen (28) zwischen
den Kammerelementen (6; 106; 306; 406; 506) eine von einer Sektorform abweichende,
z. B. polygone Querschnittsform aufweisen.
4. Temperiermaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Kammerelement (6; 106; 306; 406; 506) innen eine Fördereinrichtung für das
Gut (16) aufweist.
5. Temperiermaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die stirnseitigen Trommelelemente als Schilde (3) ausgebildet sind, senkrecht
zur Trommelachse (71) angeordnet sind und sich über den Innenumfang der Trommel (1)
hinaus erstrecken.
6. Temperiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den
Kammerelementen (6; 106; 306; 406; 506) Versteifungsrippen (9,11) zwischen den Schilden
(3) vorgesehen sind.
7. Temperiermaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Sieblochwand (10; 110) durch eine im Freiraum (28) angeordnete Halte- und
Spannvorrichtung (11, 34, 35,36; 11,53; 53,144,211) in einer Geschlossenstellung lösbar
festlegbar ist und in eine Offenstellung bringbar ist.
8. Temperiermaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Spannvorrichtung
(11, 34, 35, 36; 11, 53; 53, 144, 211) für die erste Sieblochwand (10; 110) an den
Schilden (3) angreift.
9. Temperiermaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Spannvorrichtung
(11,34,35,36; 11,53; 53,144,211) dem lösbaren Befestigen der Kammerelemente (6; 106;
306; 406; 506) dient.
10. Temperiermaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Sieblochwand (10; 110) von einem rahmenlosen Siebegewebe gebildet wird und
zumindest am Außenumfang der Trommel (1) angeordnet ist.
11. Temperiermaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Sieblochwand (10; 110) mehreren Kammerelementen (6; 106) gemeinsam zugeordnet
ist.
12. Temperiermaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Sieblochwand
(10; 110) in Axialrichtung und/oder in Umfangrichtung der Trommel (1) unterteilt ist.
13. Temperiermaschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Kammerelement (6; 106) einer gesondert abhebbaren ersten Sieblochwand (10; 106) zugeordnet
ist.
14. Temperiermaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halte- und Spannvorrichtung (11, 34, 35, 36; 11, 53; 53, 144, 211) eine Federung,
vorzugsweise mit mindestens einer Zugfeder (35) zum Belasten der ersten Sieblochwand
(10; 110) in ihrer Geschlossenstellung unter einem Schnellspannverschluß (53) und/oder
einem Schnappverschluß (63 bis 67) aufweist.
15. Temperiermaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Sieblochwand (10:110) wenigstens an einem Ende wenigstens eine Öffnung für
den Eingriff einer Halteeinrichtung (11, 35) aufweist.
16. Temperiermaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung als
Tasche für einen quer zur Spannrichtung der ersten Sieblochwand (10; 110) verlaufenden
Haltestab (11) ausgebildet ist.
1. A temperature-controlling machine for material in lumps, in particular dryer or
dryer for pasta,
a) with a drum (1), being essentially constructed of
b) face side drum elements (plates 3) and
c) chamber elements (6; 106; 306; 406; 506) surrounded by a wall, which extend between
these drum elements, and are arranged side by side in a distance from the drum axis
(71), characterized in that
d) the chamber elements (6; 106; 306; 406; 506) are constructed to be individually
interchangeable components, which are releasably connected with the face side drum
elements.
2. A temperature-controlling machine according to claim 1, characterized in that at
each chamber elements (6; 106; 306; 406; 506), the outer wall, turned off from the
inner space of the drum (1) has a first perforated wall (10; 110; 210) and the inner
wall, facing the outer wall has a second perforated wall.
3. A temperature-controlling machine according to one of the preceding claims characterized
in that the chamber elements (6; 106; 306:406; 506) have a non-sector shaped crosssection,
for example a polygonal cross-section for forming cavities (28) between the chamber
elements (6; 106; 306; 406; 506).
4. A temperature-controlling machine according to one of the preceding claims characterized
in that each chamber element (6; 106; 306; 406; 506) has a conveying means for the
material (16) in its interior.
5. A temperature-controlling machine according to one of the preceding claims characterized
in that the face side drum elements are constructed as plates (3), disposed perpendicularly
to the drum axis (71) and projecting beyond the inner drum (1) periphery.
6. A temperature-controlling machine according to claim 5 characterized in that stiffening
ribs (9, 11) between the plates (3) are provided additionally to the chamber elements
(6; 106; 306; 406; 506).
7. A temperature-controlling machine according to one of claims 3 to 6, characterized
in that the first perforated wall (10; 110) is releasably fixed in a closed position
and can be brought into an open position by a retaining and tensioning device (11,
34, 35, 36; 11, 53; 53, 144, 211), being arranged in this cavity (28).
8. A temperature-controlling machine according to claim 7, characterized in that the
retaining and tensioning device (11,34,35,36; 11,53; 53,144,211) for the first perforated
wall (10; 110) acts on the plates (3).
9. A temperature-controlling machine according to claim 8 characterized in that the
retaining and tensioning device (11, 34, 35, 36; 11, 53; 53, 144, 211) serves for
the releasable attachment of the chamber elements (6; 106; 306; 406; 506).
10. A temperature-controlling machine according to one of claims 2 to 9 characterized
in that the first perforated wall (10; 110) is formed by a frameless screen net and
is arranged at least at the outer periphery of the drum (1).
11. A temperature-controlling machine according to one of claims 2 to 10 characterized
in that the first perforated wall (10; 110) is simultaneously associated with a plurality
of chamber elements (6; 106).
12. A temperature-controlling machine according to claim 11 characterized in that
the first perforated wall (10; 110) is subdivided in the axial and/or peripheral direction
of the drum (1).
13. A temperature-controlling machine according to claim 11 or 12 characterized in
that each chamber element (6; 106) is associated with a separate, liftable first perforated
wall (10; 106).
14. A temperature-controlling machine according to one of claims 7 to 13 characterized
in that the retaining and tensioning device (11, 34, 35, 36; 11, 53; 53, 144, 211)
has spring means, preferably comprising at least one tensioning spring (35) for biasing
the first perforated wall (10; 110) into its closed position and a high-speed tensioning
fastener (53) and/or snap fastener (63 to 67).
15. A temperature-controlling machine according to one of claims 2 to 14 characterized
in that the first perforated wall (10; 110) has at least one opening at least at one
end for engaging a retaining means (11, 34).
16. A temperature-controlling machine according to claim 15 characterized in that
the opening is constructed as a pocket for a retaining rod (11) extending transversally
to the tensioning direction of the first perforated wall (10;110).
1. Machine de traitement par la chaleur pour matière en morceaux, notamment séchoir
ou sécheur de pâtes alimentaires, du type comprenant:
a) un tambour (1) qui est essentiellement constitué
b) d'éléments frontaux de tambour (flasques 3) et
c) de compartiments élémentaires (6, 106, 306, 406, 506) s'étendant entre ces éléments
de tambour, disposés côte-à-côte et à une certaine distance de l'axe (71) du tambour
et entourés par une paroi, caractérisée en ce que:
d) les compartiments élémentaires (6, 106, 306, 406, 506) sont réalisés sous la forme
d'éléments pouvant être fixés d'une manière démontable sur les éléments frontaux du
tambour et pouvant être remplacés individuellement.
2. Machine de traitement par la chaleur, suivant la revendication 1, caractérisée
en ce que, pour chaque compartiment élémentaire (6, 106, 306, 406, 506), la paroi
cylindrique extérieure faisant face du côté opposé à la cavité intérieure du tambour
(1) comprend une première paroi perforée filtrante (10, 110, 210), tandis que la paroi
cylindrique intérieure située à l'opposé de cette paroi cylindrique extérieure comporte
une seconde paroi perforée filtrante.
3. Machine de traitement par la chaleur, suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'afin de former des espaces libres (28) entre les compartiments
élémentaires (6, 106, 306, 406, 506), ces derniers présentent, en; coupe transversale,
une forme s'écartant de la forme d'un secteur, par exemple une forme polygonale.
4. Machine de traitement par la chaleur, suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que chaque compartiment élémentaire (6, 106, 306, 406, 506) comporte
intérieurement des moyens de déplacement de la matière (16).
5. Machine de traitement par la chaleur, suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments frontaux du tambour sont réalisés sous la forme
de flasques (3), sont disposés perpendiculairement à l'axe (71) du tambour et s'étendent
sur toute l'étendue du contour périphérique intérieur de ce tambour (1).
6. Machine de traitement par la chaleur, suivant la revendication 5, caractérisée
en ce qu'entre les flasques (3), il est prévu, en plus des compartiments élémentaires
(6, 106, 306, 406, 506), des éléments allongé a de renfort (9, 11).
7. Machine de traitement par le chaleur, suivant l'une des revendications 3 à 6, caractérisée
en ce que la première paroi perforée filtrante (10, 110) peut être fixée, d'une manière
démontable, dans la position fermée et être amenée dans une position ouverte, à l'aide
de moyens de maintien et de mise sous tension (11, 34, 35, 36; 11,53; 53,144,211)
disposés dans l'espace libre (28).
8. Machins de traitement par le chaleur, suivant la revendication 7, caractérisée
en ce que les moyens de maintien et de mise sous tension (11, 34, 35, 36; 11, 53;
53, 144, 211) prévus pour la première paroi perforée filtrante (10, 110) prennent
appui sur les flasques (3).
9. Machine de traitement par la chaleur, suivant le revendication 8, caractérisée
en ce que les moyens de retenue et de mise sous tension (11, 34, 35, 36; 11, 53; 53,
144, 211) servent à une fixation des compartiments élémentaires (6, 16, 306, 406,
506) permettant un démontage.
10. Machine de traitement par le chaleur, suivant l'une des revendications 2 à 9,
caractérisée en ce que la première paroi perforée filtrante (10, 110) est formée d'un
tissu filtrant sans cadre et est disposée au moins sur le contour périphérique extérieur
du tambour (1).
11. Machine de traitement par la chaleur, suivent l'une des revendications 2 à 10,
caractérisée en ce que la première paroi perfore filtrante (10, 110) est associée,
d'une manière commune, à plusieurs compartiments élémentaires (6, 106).
12. Machine de traitement par la chaleur, suivent la revendication 11, caractérisée
en ce que la première paroi perforée filtrante (10, 110) est divisée en plusieurs
parties suivant la direction axiale et/ou suivant la direction circonférentielle du
tambour (1).
13. Machine de traitement par le chaleur, suivant le revendication 11 ou 12, caractérisée
en ce que chaque compartiment élémentaire (6, 106) est associé à une première paroi
perforée filtrante (10, 106) pouvant être ôtée d'une manière indépendante.
14. Machine de traitement par la chaleur, suivant l'une des revendications 7 à 13,
caractérisée en ce que les moyens de retenue et de mise sous tension (11, 34, 35,
36; 11, 53; 53, 144, 211) comprennent un montage élastique, comportant de préférence
au moins un ressort de traction (35), servent à appliquer un effort sur le première
paroi perforée filtrante (10, 110) dans sa position fermée en faisant intervenir une
fermeture rapide de mise sous tension (53) et/ou une fermeture à enclenchement rapide
(63 à 67).
15. Machine de traitement par la chaleur, suivant l'une des revendications 2 à 14,
caractérisée en ce que la première paroi perforée filtrante (10, 110) comprend, au
moins à l'une de ses extrémités, au moins une ouverture permettant l'accrochage d'un
moyen de retenue (11, 35).
16. Machine de traitement par la chaleur, suivant la revendication 15, caractérisée
en ce que l'ouverture est réalisée SOUS 18 forme d'un logement prévu pour une tige
de retenue (11) s'étendant transversalement aux moyens de mise sous tension de la
première paroi perforée filtrante (10, 110).