[0001] Die Erfindung betrifft einen Werbeträger, bestehend aus einem Gehäuse mit schmalen
seitlichen, für die Verbindung mit weiteren Werbeträgern ausgebildeten Abschlüssen,
mit jeweils zwei in gleicher, jedoch in umkehrbarer Richtung separat antreibbaren
Vorratsrollen und einer auf- und abwickelbaren Folie, die fallweise mit einer Vertonungseinrichtung
ausgerüstet ist, wie sie beispielsweise bei Werbeträgern in Supermärkten, teilweise
von hinten durchleuchtet, verwendet wird.
[0002] Ein solcher Werbeträger ist beispielsweise durch die DE-OS 36 25 969 bekannt, wobei
diese Schrift ihrerseits wieder auf der DE-OS 30 35 694 basiert.
[0003] Mit einer Einrichtung nach dieser Schrift, die einen durchlichtbaren Werbeträger,
der mit einem endlichen Filmband ausgerüstet und in Abhängigkeit von auf dem Filmband
angeordneten Codiermarken einschließlich des reversiblen Antriebes steuerbar ist,
nennt, soll erreicht werden, daß ein exakter Antrieb des Bandes mit einheitlichen
Stillstandszeiten möglich ist.
[0004] Die Lösung zeichnet sich dadurch aus, daß das Filmband eine Bandkombination aus
einer Klarsichtschicht und einer weißgrundig eingefärbten Reflexionsschicht ist und
zwischen beiden Schichten das Plakatmaterial ausgerichtet und nach einer Codiermarke
eingebracht und durch die beiden Bänder fixiert wird.
[0005] Nachteilig an dieser Konzeption ist, daß in die von einer manuellen Ausgangssteuerung
ausgehende, vielfach mechanische Steuerung nicht die erwartete Exaktheit des Bildstandes
erreicht wird, so daß bei einer Vielzahl von in Reihe angeordneten, kombinierten
Geräten die Fehlerquelle durch mangelhaften Bildstand mit zunehmender Länge der aus
einzelnen Werbeträgern gebildeten Kombination immer größer wird. Dies wirkt sich
insbesondere bei Umschaltung der Vortriebsgeschwindigkeiten vom schnellen auf den
langsamen Lauf bis zum Stillstand und auch in umgekehrter Reihenfolge aus.
[0006] Aus diesen Nachteilen resultiert als Aufgabe dieser Erfindung, einen Werbeträger
nach der eingangs beschriebenen Art zu nennen, der auch bei langen Verbindungen
gleicher Geräte eine Einregelung der Bildstände auf eine minimale Plus-Abweichung
sichert.
[0007] Des weiteren sollte der oft störende, sichtbare Bildwechsel vermieden werden.
[0008] Diese Aufgabe wird für den eingangs beschriebenen Werbeträger dadurch gelöst, daß
das Werbematerial jeweils zwischen zwei durchlochte, adhäsive Sichtfolien, die im
Abstand der Breite der Plakate zu maßgleichen Einstecktaschen verschweißt bzw. verklebt
und für die Aufnahme des Werbematerials vorgesehen sind, einsteckbar ist und das
so gebildete Band mit einer Trägerfolie fest verklebt ist, oder daß die Plakate über
die Adhäsionsfolie auf der Trägerfolie angebracht sind,
daß mindestens zwei metallene Codiermarken auf dem Plakat angeordnet sind und einen
Nährungsschalter betätigen, wobei die Signale im Romspeicher der CPU eingelesen bzw.
erfaßt werden.
daß zwei Geschwindigkeiten - schneller und langsamer Vorlauf - vorgesehen sind, wobei
kurz vor Erreichung der Bildposition auf langsamen Vorlauf zu deren Einregelung auf
max. +5/10 mm die beiden Antriebsmotoren über die CPU umschalten, und
daß das Sichtfenster mit einer oder mehreren Sichtfolien verklebt ist, die mit Anlegung
einer Spannung von 50 bis 100 Hz und 100 bis 200 V durchsichtig und bei Abschalten
der Spannung undurchsichtig wird bzw. werden, wobei das Plakat zur Sichtfolie einen
Abstand aufweist, der zur Unterdrückung der Kontrastemission von der Plakatoberfläche
notwendig ist.
[0009] Zusammengefaßt kann für diese Merkmalkombination festgehalten werden, daß die Anordnung
des Werbeträgers zwischen zwei Sichtfolien dessen weitestgehende Schonung beinhaltet,
wobei die Lochung der Folien keinen Luftstau in der Tasche beim schnellen Zurückspulen
der Folien bilden kann.
[0010] Die Codiermarken sind unmittelbar auf dem Plakat angeordnete, d.h. also nicht auf
der Folie. Sie betätigen einen Nährungsschalter, wobei die Signale in einer zentralen
CPU (Computereinheit) erfaßt werden und über diese knapp vor Erreichung der Bildposition
auf einen langsamen Vorlauf zur Einregelung auf eine maximale Plus-Toleranz über
die CPU umschaltet.
[0011] Die Funktion des Sichtfensters ist als solche ausreichend in der Merkmalskombination
erklärt.
[0012] Im übrigen kann im Rahmen der vorstehende Merkmalskombination vorgesehen werden,
daß das Filmband als einen Bild für Bild stattfindenden Rücklauf - oder auch schnell
- zurückgespult werden kann.
[0013] Die Bildfolge kann unabhängig von ihrer Reihenfolge auch regelbar positioniert werden.
[0014] Dies wird dadurch ermöglicht, daß die zentrale CPU die Marken jedes Werbeträgers
nach der Position in den Romspeicher der Steuereinheit einzählt, so daß jedes Plakat
in dem im EPROM gespeicherten Programm identifiziert und ausgewählt bzw. ausgeregelt
wird.
[0015] Zum weiteren technischen Aufbau ist zu bemerken, daß die CPU 40 bis 150 Geräte ansteuern
kann, die sich synchron bewegen, wobei die einzelnen Geräte so konstruiert sind, daß
sie eine Bildreihe ohne sichtbare Abstände zwischen den einzelnen Modulen bilden.
[0016] Zur Genauigkeit der Einstellung der Bildposition auf ein ein bestimmtes Plus-Maß
nicht überschreitendes Maß mit den beiden durch die CPU geregelten Motoren wird darauf
verwiesen, daß dies notwendig ist, da z.B. eine über 40 Geräte fortlaufende Schrift
ohne Verzerrungen exakt dargestellt werden soll, z.B. ein aus den einzelnen Geräten,
d.h. den einzelnen gleichen Modulen zusammengestellter Schriftzug:

[0017] Dies soll über weitere Module erstreckbar sein.
[0018] Abschließend wird noch auf eine Besonderheit der Entwicklung hingewiesen, die vorsieht,
daß die einzelnen Geräte (Module), zur Vermeidung von Verletzungen von Personen,zur
Dämpfung mit Gasdruckfedern ausgerüstet sind, die die Energie des Aufpralles verzehren
und im nachfolgenden die Module wieder in ihre Normallage zurückbringen. Dies hat
insbesondere bei der Ausrüstung von Sportfeldern, bei denen die Werbeträger praktisch
die Randbegrenzung bilden, große Bedeutung, da der Aufprall von Spielern oder auch
Bällen so gedämpft werden kann, daß keine ernsthaften Verletzungen dieses Personenkreises
stattfinden können und daß die Beschädigung der einzelnen Module praktisch ausgeschlossen
ist.
[0019] Die Erfindung wird durch die beigefügten schematischen Zeichnungen in beispielsweiser
Darstellung näher erläutert.
Figur 1 zeigt den Werbeträger in einem Schnitt durch ein Gehäuse.
Figur 2 zeigt den Ausschnitt "X" aus Figur 1.
[0020] Das Gehäuse 1 ist mit weiteren seitlichen Anschlüssen 2 zur Verbindung mit weiteren
Werbeträgern gemäß Figur 1 ausgerüstet und jeweils mit zwei in gleicher, jedoch umkehrbarer
Richtung separat antreibbaren Vorratsrollen 3, die ihrerseits je einen Antriebsmotor
11 aufnehmen, versehen, wobei diese ein endloses Band, bestehend aus zwei durchlochten
Adhäsiv-Folien 4, die im Abstand der Breite des Plakates 7 zu maßgleichen Einstecktaschen
verschweißt bzw. verklebt sind, bilden, das weiter mit einer zu den Oberflächen der
Vorratsrollen 3 gerichteten Tragfolie 8 verbunden ist.
[0021] Das Werbematerial 7, das üblicherweise Plakate sind, wird durch die adhäsiven Eigenschaften
der Sichtfolie 4 in den Taschen sicher positioniert.
[0022] Auf den Plakaten 7 sind mindestens zwei im Abstand voneinander angeordnete Codiermarken
9 befestigt, die einen Nährungskontakt 10 betätigen. Die von diesem Schalter ausgehenden
Signale werden im Romspeicher der CPU eingelesen, wobei diese Impuls für die Umschaltung
des schnellen Vorlaufes auf einen langsamen Vorlauf der Antriebsmotore 11 geben, so
daß die Einregelung des Bildstandes auf max.+5/10 mm gewährleistet werden kann.
[0023] Die Vorderseite des Gehäuses 1 wird durch ein Sichtfenster 12 abgedeckt, das mit
einer oder mehreren Sichtfolien 13 verklebt ist. Bei Anlegung einer Spannung an die
Sichtfolien 13 mit einer Frequenz von 50 bis 100 Hz und 100 - 200 V ist die Sichtfolie
durchsichtig und wird bei Abschaltung wieder undurchsichtig.
[0024] In diesem Zusammenhang ist es jedoch notwendig, daß zwischen der oder den Sichtfolien
4 ein Abstand zum Plakat 7 gegeben ist, der so bemessen ist, daß die Kontrastemission
von der Oberfläche des Plakates 7 unterdrückt wird.
[0025] Das Antriebsystem ist so steuerbar, daß die Filmbänder 4, zusammen mit dem Tragband
8, auf einem Bild für Bild stattfindenden Rücklauf oder auch auf schnelle Rückspulung
geschaltet werden kann.
[0026] Für die Funktion ist es wichtig, daß die zentrale CPU die Marke jedes Werbeträgers
7 (Plakat) nach der Position im Romspeicher der Steuereinheit einzählt, so daß jeder
Werbeträger 7 in dem im EPROM gespeicherten Programm identifiziert und ausgewählt
ausgeregelt wird. Eine besondere Bedeutung muß dem Werbeträger 7 für die Umfassung
von Sportfeldern zugesprochen werden, da diese im allgemeinen die Grenze des Spielfeldes
bilden. Hierbei werden die einzelnen, miteinander verbundenen Gehäuse 1 zur Vermeidung
von Verletzungen von Personen durch die Dämpfung der Gasdruckfedern 14 im wesentlichen
gesichert. da die Energie des Aufpralles verzehrt und im nachfolgenden das bzw. die
Gehäuse 1 wieder in seine bzw. ihre Normallage zurückgebracht wird.
1. Werbeträger, bestehend aus einem Gehäuse (1) mit schmalen seitlichen, für die Verbindung
mit weiteren Werbeträgern ausgebildeten Abschlüssen (2), mit jeweils zwei in gleicher,
jedoch in umkehrbarer Richtung separat antreibbaren Vorratsrollen (3) und einer auf-
und abwickelbaren Folie (4), die fallweise mit einer Vertonungseinrichtung (5) ausgerüstet
ist, wie sie beispielsweise bei Werbeträgern in Supermärkten, teilweise von hinten
durchleuchtet, verwendet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Werbematerial (7) jeweils zwischen zwei durchlochte, adhäsive Sichtfolien (4),
die im Abstand der Breite der Plakate (7) zu maßgleichen Einstecktaschen verschweißt
bzw. verklebt und für die Aufnahme des Werbematerials (7) vorgesehen sind, einsteckbar
ist und das so gebildete Band mit einer Trägerfolie (8) fest verklebt ist, oder daß
die Plakate (7) über die Adhäsionsfolie auf der Trägerfolie (8) angebracht sind,
daß mindestens zwei metallene Codiermarken (9) auf dem Plakat angeordnet sind und einen
Nährungsschalter (10) betätigen, wobei die Signale im Romspeicher der CPU eingelesen
bzw. erfaßt werden,
daß zwei Geschwindigkeiten - schneller und langsamer Vorlauf - vorgesehen sind, wobei
kurz vor Erreichung der Bildposition auf langsamen Vorlauf zu deren Einregelung auf
max. +5/10 mm die beiden Antriebsmotoren über die CPU umschalten, und
daß das Sichtfenster (12) mit einer oder mehreren Sichtfolien (13) verklebt ist, die
mit Anlegung einer Spannung von 50 bis 100 Hz und 100 bis 200 V durchsichtig und bei
Abschalten der Spannung undurchsichtig wird bzw.werden, wobei das Plakat (7) zur
Sichtfolie (4) einen Abstand aufweist, der zur Unterdrückung der Kontrastemission
von der Plakatoberfläche notwendig ist.
2. Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Filmband (4 ) auf einen Bild für Bild stattfindenden Rücklauf, oder auch schnell,
zurückgespult werden kann.
3. Werbeträger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bildfolge, unabhängig von der Reihenfolge, auch regelbar positioniert werden
kann.
4. Werbeträger nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die zentrale CPU die Marken jedes Werbeträgers nach der Position in den Romspeicher
der Steuereinheit einzählt, so daß jedes Plakat (7) in dem im EPROM gespeicherten
Programm identifiziert und ausgewählt bzw. ausgeregelt wird.
5. Werbeträger nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Geräte, zur Vermeidung von Verletzungen von Personen, zur Dämpfung
mit Gasdruckfedern (14) ausgerüstet sind, die die Energie des Aufpralles verzehren
und im nachfolgenden den Werbeträger wieder in seine Normallage zurückbringen.