[0001] Die Erfindung betrifft ein Strickwerkzeug, bspw. eine Auswahlplatine oder eine Nadel
für Strickmaschinen, mit einem flachen Schaftteil und mit einer im Bereiche einer
Schmalseite des Schaftteiles vorkragend angeordneten, schmalen, länglichen Steuerfeder,
die mit einem Endteil in eine zu dieser Schmalseite hin sich öffnende schlitzartige
Durchbrechung an dem Schaftteil eingefügt und an dem Schaftteil starr verankert ist.
[0002] Beispielsweise in der DE-OS 1585 211 ist eine Rundstrickmaschine mit elektronischer
Nadelauswahl beschrieben, bei der die Nadeln durch Stößer in Gestalt von Auswahlplatinen
gesteuert sind, die mustergemäß zwischen einer wirksamen und einer unwirksamen Stellung
radial hin- und hergeschwenkt werden können, um sie damit mit einer Hubkurve in und
außer Eingriff zu bringen. Jede dieser Auswahlplatinen trägt im Bereiche einer Schmalseite
eine vorkragend angeordnete Steuerfeder nach Art eines Federstäbchens, die einenends
an einem Schaftteil der Auswahlplatine verankert ist. Diese Steuerfeder stützt sich
im Bereiche ihres freien Endes gegen ein Widerlager an dem Nadelzylinder ab und wirkt
als Rückstellfeder für die elektromagnetisch angesteuerte Auswahlplatine.
[0003] Zur Verankerung der Steuerfeder an dem Schaftteil der Auswahlplatine ist ein Endteil
der Steuerfeder etwa haarnadelförmig umgebogen und mit einem Schenkel in eine sich
endseitig erweiternde, schlitzartige Durchbrechung des Schaftteiles eingepreßt.
[0004] Da die Steuerfeder somit mit ihrem Endteil in der schlitzartigen Durchbrechung des
Schaftteiles der Auswahlplatine lediglich eingespannt und damit unter Vorspannung
reibschlüssig gehalten ist, besteht die Gefahr, daß bei längerer Betriebsdauer zufolge
der hohen dynamischen Belastung der Steuerfeder sich deren Endteil aus der schlitzartigen
Durchbrechung des Schaftteils der Auswahlplatine seitlich etwas herausarbeitet, mit
dem Ergebnis, daß in dem zugeordneten Führungskanal der Nadel und der Auswahlplatine
eine zusätzliche Reibung auftritt, was unerwünscht ist. Auch können gelegentlich
unkontrollierte Maßänderungen in der Lage der Steuerfeder zu der Auswahlplatine auftreten,
die ebenfalls die Funktion der Strickmaschine beeinträchtigen.
[0005] Grundsätzlich Gleiches gilt auch für eine aus der US-PS 3643 472 (Fig. 10) bekannte
Auswahlplatine, deren Steuerfeder mit ihrem Endteil in einen etwa rechtwinklig zu
der Platinenlängsachse verlaufende, parallelflankig begrenzte Durchbrechung eingespannt
und in deren Achsrichtung durch ein rechtwinklig abgebogenes Endstück gesichert ist.
Die Platine muß dabei mit einer im wesentlichen L-förmigen, schlitzartigen Durchbrechung
ausgebildet werden, was herstellungsmäßig nicht einfach ist.
[0006] Schließlich ist aus der DE-OS 2327 585 eine Rundstrickmaschine bekannt, die mit
Nadeln arbeitet, welche an ihrem Schaftteil jeweils eine zur magnetischen Nadelauswahl
dienende, einseitig verankerte Steuerfeder tragen. Die Anordnung ist dabei derart
getroffen, daß die aus Stahldraht von runder oder leicht plattgewalzter, also mit
Anflachungen versehener Querschnittsgestalt hergestellte oder aus dünnem Federstahlblech
ausgestanzte Steuerfeder mit ihrem Endteil in einem parallelflankig begrenzten Schlitz
am Nadelschaftteil eingepaßt und in diesem durch Verstemmen fixiert ist. Auf diese
Weise wird zwar eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Ende der Steuerfeder und
dem Nadelschaftteil erzeugt, doch gewährleisten die einzelnen, im Abstand zueinander
angeordneten Prägestellen im Bereiche der Seitenwände des Schlitzes keine präzise
seitliche Ausrichtung der Steuerfeder zu dem Nadelschaft. Da das Endteil der Steuerfeder
gehärtet ist und deshalb beim Verstemmen nicht verformt wird, kann außerdem nicht
mit Sicherheit ausgeschlossen werden, daß sich bei der schon erwähnten hohen dynamischen
Beanspruchung der Steuerfeder deren Endteil mit der Zeit von den Verstemmungen etwas
freiarbeitet, womit die ganze Steuerfeder an ihrer Verankerungsstelle begrenzt drehbeweglich
würde. Außerdem besteht die Gefahr, daß der Schlitz durch die bei der Verstemmung
auftretenden Querkräfte aufgeweitet und dadurch das Hochkantmaß des Schaftes in unkontrollierbarer
Weise verändert wird.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein mit einer einseitig verankerten Steuerfeder versehenes Strickwerkzeug zu schaffen,
das sich durch eine verdrehfeste, exakte und auch bei hoher dynamischer Beanspruchung
über lange Betriebszeiträume sichere Verankerung der Steuerfeder an dem Schaftteil
auszeichnet, ohne die Wirtschaftlichkeit der Herstellungsmöglichkeiten zu beeinträchtigen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das eingangs genannte Strickwerkzeug erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schaftteil anschließend an die Durchbrechung
eine Vertiefung ausgebildet ist, deren Breite quer zu der Längserstreckung der Durchbrechung
gemessen, zumindest stellenweise größer als die Breite der Durchbrechung ist, daß
die Steuerfeder an ihrem Endteil einen entsprechend der Breite der Vertiefung verbreiterten
Verankerungsabschnitt aufweist, dessen Dicke kleiner oder gleich der Tiefe der Vertiefung
ist und daß die Steuerfeder in der Durchbrechung zumindest einseitig seitlich geführt
und mit ihrem Verankerungsabschnitt in die Vertiefung eingepaßt ist.
[0009] Durch die Lage der Durchbrechung und der Vertiefung ist eine exakte Ausrichtung in
der jeweils vorbestimmten Stellung gewährleistet. Da die Vertiefung breiter als die
Durchbrechung ist, ist die Steuerfeder in Längsrichtung durch ihren verbreiterten
Verankerungsabschnitt formschlüssig arretiert. Gleichzeitig verhindert der verbreiterte
Verankerungsabschnitt ein ungewolltes Verdrehen der Steuerfeder. Schließlich bietet
sich eine sehr genau lagerichtige Montagemöglichkeit für die Steuerfeder, weil die
Vertiefung eine eindeutige feste Zuordnung von Steuerfedern und Schaftteil sicherstellt.
Damit ist auch ein gezieltes Richten der Steuerfeder möglich, falls dies im Einzelfall
zweckmäßig sein sollte. Die Montage der Steuerfeder kann herstellerseits erfolgen,
wobei - falls erforderlich - auch verschiedene Steuerfedern ohne Veränderung am Schaftteil
angebracht werden können.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vertiefung eine im wesentlichen ebene
Bodenfläche auf, der eine entsprechende, zumindest bereichsweise ebene Auflagefläche
an dem Verankerungsabschnitt zugeordnet ist. Auch können die nutenartige Vertiefung
und der Verankerungsabschnitt jeweils mit parallelen Seitenwänden ausgebildet sein,
was die Herstellungs- und Montagebedingungen wesentlich erleichtert. Insbesondere
mit Rücksicht auf die Herstellung kann die Vertiefung mit Vorteil auch in der Verlängerung
der geraden Durchbrechung und symmetrisch zu deren Längsachse angeordnet sein, doch
sind grundsätzlich natürlich Ausführungsformen denkbar, bei denen die Vertiefung bspw.
unter einem Winkel zu der Achse der geraden Durchbrechung verlaufend vorgesehen ist.
Für die Vertiefung selbst können auch von der Nutenform abweichende Gestaltungen
gewählt werden, bspw. eine kreisrunde Form, um nur eine weitere Möglichkeit zu erwähnen.
[0011] Der Verankerungsabschnitt ist an dem Endteil der Steuerfeder in der Regel bezüglich
lediglich einer Seitenfläche des Endteils vertieft angeordnet, wobei er in einfacher
Weise durch eine Abpressung des Endteils der Steuerfeder gebildet sein kann. Die Tiefe
der Vertiefung und die Dicke des Verankerungsabschnittes sind in einer bevorzugten
Ausführungsform etwa gleich der halben Dicke des Schaftteils; abhängig von den Beanspruchungsverhältnissen
etc. ist aber auch eine andere Bemessung der Tiefe bzw. Dicke möglich.
[0012] Die Vertiefung kann sich mit Vorteil über angeschrägte oder abgerundete seitliche
Schultern an die Durchbrechung anschließen, wodurch die Einpassung erleichtert und
scharfe Kanten vermieden werden.
[0013] Die Steuerfeder ist in der Durchbrechung beidseitig seitlich geführt, wenn es darauf
ankommt, das Endteil der Steuerfeder über eine bestimmte Länge auf beiden Seiten
fest einzuspannen. Es gibt aber auch Auswahlplatinen oder Nadeln, bei denen eine geringere
Biegesteifigkeit der Steuerfeder im Bereiche ihrer Einspannstelle gewünscht wird.
Beispielsweise in solchen Fällen kann die Durchbrechung, ausgehend von ihrer Öffnung
zu der Schmalseite des Schaftteiles hin, über einen vorbestimmten Längenabschnitt
mit einer Seitenwand gegenüber der Steuerfeder seitlich zurückgesetzt sein. Dieser
seitlich zurückgesetzte Längenabschnitt kann sich dabei erforderlichenfalls bis zu
der Vertiefung selbst erstrecken. Die Seitenwand der Durchbrechung bewirkt dann lediglich
eine einseitige Führung der Steuerfeder.
[0014] Prinzipiell ist es denkbar, die Steuerfeder an ihrem Endteil lediglich dadurch mit
dem Schaftteil zu verbinden, daß Endteil bzw. Verankerungsabschnitt mit Vorspannung
in die Durchbrechung bzw. die Vertiefung eingepreßt und dort reibschlüssig gehalten
werden. Damit ist gegebenenfalls sogar eine austauschbare Anordnung der Steuerfeder
an dem Schaftteil möglich. Zweckmäßigerweise wird die Steuerfeder an ihrem Endteil
mit dem Schaftteil aber fest verbunden, was mit Vorteil in der Weise geschehen kann,
daß der Verankerungsabschnitt an dem Schaftteil angeschweißt oder angelötet, angeklebt
oder an diesem formschlüssig, bspw. durch Verstemmen, befestigt ist.
[0015] Zu den Strickwerkzeugen, an denen in der beschriebenen Weise eine Steuerfeder befestigt
werden kann, zählen Nadeln, Platinen, Stößer etc., kurz alle der Maschenbildung dienenden
oder an dieser mitwirkenden Teile, die mit einer solchen Steuerfeder ausgerüstet
werden müssen.
[0016] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Strickwerkzeug gemäß der Erfindung, in Gestalt einer Auswahlplatine, in
einer Seitenansicht,
Fig. 2 das Endteil mit dem verbreiterten Verankerungsabschnitt der Steuerfeder des
Strickwerkzeugs nach Fig. 1, in einer Draufsicht, im Ausschnitt und in einem anderen
Maßstab,
Fig. 3 die Steuerfeder des Strickwerkzeugs nach Fig. 1, geschnitten längs der Linie
III-III der Fig. 1 und in einem anderen Maßstab,
Fig. 4 das Schaftteil des Strickwerkzeugs nach Fig. 1, im Ausschnitt, unter Veranschaulichung
der Befestigung der Steuerfeder und in einem anderen Maßstab,
Fig. 5 die Anordnung nach Fig. 4, geschnitten längs der Linie V-V, im Ausschnitt und
in einem anderen Maßstab,
Fig. 6 die Anordnung nach Fig. 4, geschnitten längs der Linie VI-VI der Fig. 4, im
Ausschnitt und in einem anderen Maßstab,
Fig. 7 ein Strickwerkzeug gemäß der Erfindung, in Gestalt einer zweiten Ausführungsform
einer Auswahlplatine, in einer Seitenansicht und im Ausschnitt, und
Fig. 8 das Strickwerkzeug nach Fig. 7, geschnitten längs der Linie VIII-VIII, im Ausschnitt
und in einem anderen Maßstab.
[0017] Das in den Fig. 1 und 7 in zwei Ausführungsformen dargestellte Strickwerkzeug ist
eine sogenannte Auswahlplatine für eine Rundstrickmaschine mit elektromagnetischer
Nadelauswahl, wie sie bspw. in der DE-PS 37 12 673 beschrieben ist. Abgesehen von
hier nicht weiter interessierenden Elementen, weist die Auswahlplatine ein Schaftteil
1 auf, an dem ein Steuerfuß 2 sitzt und über das die Auswahlplatine im in die Maschine
eingesetzten Zustand auf der dem Steuerfuß 2 gegenüberliegenden Schmalseite an einer
Schwenkstelle 3 auf dem bei 4 angedeuteten Boden der zugeordneten Führungsnut am
Nadel- oder Platinenzylinder schwenkbar abgestützt ist.
[0018] Im Bereiche dem Steuerfuß 2 gegenüberliegenden Schmalseite ist an dem Schaftteil
1 vorkragend eine schmale, längliche Steuerfeder 5 einenends verankert, deren Breite
im wesentlichen der Dicke des aus Stahlblech ausgestanzten Schaftteils 1 entspricht
und die parallel zu dem Schaftteil 1 ausgerichtet ist. Die Steuerfeder 5 besteht bei
der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 6 aus einem beidseitig bei 6 (Fig. 3) abgeplatteten
Runddraht aus Federstahl; sie ist an ihrem freien Ende bei 7 leicht abgerundet und
liegt im montierten Zustand der Auswahlplatine auf dem Boden 4 der Führungsnut auf.
Das Schaftteil 1 ist im Bereiche der Steuerfeder 5 auf seiner Unterseite mit einer
randoffenen Ausnehmung 8 versehen, in die die Steuerfeder 5 ragt und in die sich bei
einem Verschwenken oder Kippen der Auswahlplatine die Steuerfeder 5 einlegen kann,
wie dies in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist.
[0019] Die Steuerfeder 5 ist an dem Schaftteil 1 im Bereiche der Ausnehmung 8 mit ihrem
Endteil 9 starr verankert, dessen Gestalt im einzelnen aus den Fig. 2,3 und 6 hervorgeht.
Das Endteil 9 weist endseitig einen verbreiterten Verankerungsabschnitt 10 auf, der
symmetrisch zu der bei 11 angedeuteten Längsmittelebene der Steuerfeder 5 angeordnet
ist und durch entsprechendes einseitiges Abpressen des die Steuerfeder 5 bildenden
Federstahldrahtes hergestellt wurde. Der bei 12 im wesentlichen parallelflankig
begrenzte Verankerungsabschnitt 10 ist, wie aus den Fig. 3,5 zu entnehmen, lediglich
bezüglich einer Seitenfläche 6 des Endteils 9 vertieft angeordnet, während er auf
seiner anderen Seite mit der zugeordneten Seitenfläche 6 fluchtet und damit eine ebene
Auflagefläche 13 bildet. Die beiden im wesentlichen geradlinigen Seitenflächen 12
des Verankerungsabschnittes 10 gehen schließlich bei 14 abgerundet in die beiden
Seitenflächen 6 des Endteils 9 über.
[0020] In dem Schaftteil 1 ist auf dessen unterer Schmalseite zu der Ausnehmung 8 hin sich
öffnend eine parallelflankig begrenzte schlitzartige Durchbrechung 15 ausgebildet,
an die sich in der geradlinigen Verlängerung ihrer Längsachse eine ebenfalls parallelflankig
begrenzte nutenartige Vertiefung 16 anschließt, die von einer Breitseite her in das
Schaftteil 1 eingefräst ist. Die schlitzartige Durchbrechung 15 weist beim Übergang
in die Ausnehmung 8 bei 17,18 abgerundete Randkanten auf. Ihre Breite entspricht engtoleriert
der rechtwinklig zu den Flächen 6 (Fig.3) gemessenen Dicke des Endteils 9 der Steuerfeder
5. Die Vertiefung 16 ist anschließend an einen gebogenen Fräserauslauf-Abschnitt 170
über den größten Teil ihrer Länge bei 180 mit einer ebenen Bodenfläche ausgebildet,
die sich beidseitig symmetrisch zu ihrer Mittelachse erstreckt. Die Tiefe 19 der Vertiefung
16 beträgt, ebenso wie die Dicke 20 des Verankerungsabschnittes 10, jeweils etwa die
Hälfte der Dicke des flachen Schaftteils 1.
[0021] Im montierten Zustand ist die Steuerfeder 5 mit ihrem flachen Verankerungsabschnitt
10 in der insbesondere aus den Fig. 1,4 zu entnehmenden Weise in die Vertiefung 16
eingepaßt, während der an den Verankerungsabschnitt 10 sich anschließende Bereich
des Endteiles 9 in der schlitzartigen Durchbrechung 15 ebenfalls engtoleriert aufgenommen
ist, derart, daß er von den Seitenwänden der Durchbrechung 15 beidseitig spielfrei
geführt ist. Die Vertiefung 16 ist in ihrer Umrißgestalt der Kontur des Verankerungsabschnittes
10 einschließlich dessen abgeschrägten Übergängen bei 14 ausgebildet, so daß durch
das Zusammenwirken mit den sich so ergebenden Schultern 21,die keilförmig unter einem
spitzen Winkel 22 verlaufen, eine exakte axiale Arretierung des Verankerungsabschnittes
10 und damit der Steuerfeder 5 an dem Schaftteil 1 gewährleistet ist. Da der Verankerungsabschnitt
10, ausgehend von einer Fläche 6 der Steuerfeder 5, abgepreßt ist, liegt das Endteil
9 symmetrisch mittig in der Durchbrechung 15, während an den beiden einander gegenüberliegenden
Breitseiten des Schaftteiles 1 keine vorstehenden Flächenteile vorhanden sind, wie
dies Fig. 5 augenfällig zeigt.
[0022] In der Vertiefung 16 ist der Verankerungsabschnitt 10 durch randseitige Verstemmungen
23 formschlüssig fixiert, wozu auf Fig. 6 hingewiesen sei.
[0023] Anstelle der oder zusätzlich zu den Verstemmungen 23 könnte der in der Vertiefung
16 liegende Verankerungsabschnitt 10 auch durch Verlöten oder Verschweißen an dem
Schaftteil 1 befestigt sein. Auch sind Ausführungsformen vorstellbar, bei denen auf
eine solche Befestigung mittels Verstemmen, Verschweißen, Verlöten etc. verzichtet
ist und der Verankerungsabschnitt 10 in die Vertiefung 16 lediglich mit geringen Übermaß
eingepreßt ist, so daß sich eine reibschlüssige Fixierung unter Vorspannung ergibt.
[0024] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 sind gleiche Teile wie bei der beschriebenen
Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 6 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, so daß
sich insoweit eine nochmalige Erläuterung erübrigt.
[0025] Anders wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 6 ist die Steuerfeder 5 hier
als Flachprofil ausgebildet, wie dies durch die Querschnittsdarstellung bei 24 angedeutet
ist. Die Steuerfeder 5 ist einenends derart an dem Schaftteil 1 befestigt, daß sie
mit ihren beiden Breitseiten 60 parallel zu der benachbarten Schmalseite des Schaftteils
1 ausgerichtet ist. Die schlitzartige Durchbrechung 15 ist breiter als die Steuerfeder
5, derart, daß ihre von der Oberkante des Schaftteils 1 entfernt liegende Seitenwand
25 gegenüber der Steuerfeder 5 zurückgesetzt ist. Die Steuerfeder 5 ist im übrigen
auf der gegenüberliegenden Seitenwand 26 abgestützt und an dieser entsprechend ihrer
Biegelinie verlaufend geführt.
[0026] Der seitlich zurückgesetzte Längenabschnitt der einen Seitenwand 25 der Durchbrechung
15 erstreckt sich bis zu der nutenartigen Vertiefung 16, deren Tiefe 19 in diesem
Falle größer ist als die halbe Dicke des Schaftteiles 1. Der abgepreßte, verbreiterte
Verankerungsabschnitt 10 an dem Endteil 9 der Steuerfeder 5 ist, wie aus Fig. 8 zu
ersehen, von beiden Breitseiten her vertieft angeordnet, wobei seine Dicke 20 in diesem
Falle kleiner ist als die Tiefe 19 der Vertiefung 16. Die Fixierung des Verankerungsabschnittes
10 in der Vertiefung 16 erfolgt wiederum durch Verstemmungen 23. Die Steuerfeder 5
ist in Längsrichtung der Vertiefung 16 durch die Formgebung der Seitenwand 26 arretiert,
die mit einer entsprechenden Krümmung der Steuerfeder 5 zusammenwirkt. Der Verankerungsabschnitt
10 ist im übrigen ebenfalls seitlich parallelflankig begrenzt. Seine Auflagefläche
180 ist eben, was in gleichem Maße auch für den ausgenutzten Teil der Bodenfläche
13 der Vertiefung 16 gilt.
[0027] Die Steuerfeder 5 ist ersichtlich in Belastungsrichtung als Profil-Federzunge ausgebildet;
eine entsprechende Ausbildung der Steuerfeder 5 könnte auch bei der Ausführungsform
nach den Fig. 1 bis 6 gewählt werden.
[0028] Bei den beiden beschriebenen Ausführungsformen ist die Vertiefung 16 jeweils durch
eine nutenartige Ausfräsung in dem Schaftteil 1 gebildet. Alternativ sind auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen die Vertiefung bspw. kreisrund in Gestalt einer Sackbohrung oder
mit einer anderen entsprechenden Umrißgestaltung hergestellt ist. Der Verankerungsabschnitt
10 ist in jeden Falle aber entsprechend der Umrißform der Vertiefung 16 gestaltet,
so daß er engtoleriert eingepaßt werden kann. Sichergestellt muß sein, daß die Vertiefung
16 und der Verankerungsabschnitt 10 wenigstens stellenweise breiter als die Durchbrechung
15 sind, derart, daß eine formschlüssige Arretierung in Richtung der Längserstreckung
durch die Breitenunterschiede zwischen. der Durchbrechung 15 und der Vertiefung 16
gewährleistet ist. Der verbreiterte Verankerungsabschnitt 10 hat in der Regel eine
etwa rechteckige Querschnittsgestalt. Er könnte bspw. zum Boden der Vertiefung hinweisend
aber auch ballig oder anders gestaltet sein.
1. Strickwerkzeug, bspw. Auswahlplatine oder Nadel für Strickmaschinen, mit einem
flachen Schaftteil und mit einer im Bereiche einer Schmalseite des Schaftteiles vorkragend
angeordneten, schmalen, länglichen Steuerfeder, die mit einem Endteil in eine zu dieser
Schmalseite hin sich öffnenden, schlitzartige Durchbrechung an dem Schaftteil eingefügt
und an diesem starr verankert ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schaftteil (1)
anschließend an die Durchbrechung (15) eine Vertiefung (16) ausgebildet ist, deren
Breite,quer zu der Längserstreckung der Durchbrechung (15) gemessen, zumindest stellenweise
größer als die Breite der Durchbrechung (15) ist, daß die Steuerfeder (5) an ihrem
Endteil (9) einen entsprechend der Breite der Vertiefung (16) verbreiterten Verankerungsabschnitt
(10) aufweist, dessen Dicke kleiner oder gleich der Tiefe der Vertiefung (16) ist
und daß die Steuerfeder (5) in der Durchbrechung (15) zumindest einseitig seitlich
geführt und sie mit ihrem Verankerungsabschnitt (10) in die Vertiefung (16) eingepaßt
ist.
2. Strickwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (16)
eine im wesentlichen ebene Bodenfläche (180) aufweist, der eine entsprechende, zumindest
bereichsweise ebene Auflagefläche (13) an dem Verankerungsabschnitt (10) zugeordnet
ist.
3. Strickwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nutenartige
Vertiefung (16) und der Verankerungsabschnitt (10) jeweils mit parallelen Seitenwänden
(12) ausgebildet sind.
4. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertiefung (16) in der Verlängerung der geraden Durchbrechung (15) und symmetrisch
zu deren Längsachse angeordnet ist.
5. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verankerungsabschnitt (10) an dem Endteil (9) der Steuerfeder (5) bezüglich
lediglich einer Seitenfläche (6) des Endteiles (9) vertieft angeordnet ist.
6. Strickwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsabschnitt
(10) durch eine Abpressung des Endteils (9) der Steuerfeder (5) gebildet ist.
7. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Vertiefung (16) über angeschrägte oder abgerundete seitliche Schultern
(21) an die Durchbrechung (15) anschließt.
8. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchbrechung (15),ausgehend von ihrer Öffnung zu der Schmalseite des Schaftteiles
(1) hin, über einen vorbestimmten Längenabschnitt mit einer Seitenwand (25) gegenüber
der Steuerfeder (5) seitlich zurückgesetzt ist.
9. Strickwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der seitlich zurückgesetzte
Längenabschnitt sich bis zu der Vertiefung (16) erstreckt.
10. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verankerungsabschnitt (10) an dem Schaftteil (1) unlösbar befestigt ist.
11. Strickwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsabschnitt
(10) an dem Schaftteil (1) angeschweißt, angelötet oder angeklebt ist.
12. Strickwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsabschnitt
(10) an dem Schaftteil formschlüssig, bspw. durch Verstemmen, befestigt ist.
13. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe (19) der Vertiefung (16) und die Dicke (20) des Verankerungsabschnittes
(10) etwa gleich der halben Dicke des Schaftteils (1) sind.
14. Strickwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerfeder (5) in Belastungsrichtung als Flachprofil-Federzunge ausgebildet
ist.