[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kombination gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Bei einer bekannten Kombination dieser Art (DE-PS 34 37 725, insbesondere Figur
3) besteht das Problem, die Skistiefel für das Tourengehen exakt in die Position zu
bringen und auch dort zu halten, in der das der Sohlenhaltevorrichtung zugeordnete
Lagerteil und das der Skistiefelsohle zugeordnete Lagerteil exakt zueinander passen,
um ein Verschwenken des Skistiefels um eine horizontale Achse zu ermöglichen. Dies
ist deshalb mit Schwierigkeiten verbunden, weil die Skistiefelsohle für das Tourengehen
mit einem gewissen Abstand über den Ski gehalten und gelagert werden muß, um den notwendigen
Freiraum zwischen Skistiefelsohle und Ski zu schaffen, der für ein Verschwenken des
Skistiefels beim Tourengehen erforderlich ist. Bei der erwähnten Ausführungsform umfaßt
die vordere Sohlenhaltevorrichtung einen U-förmigen Bügel, der mit dem Basisteil am
Ski befestigt ist und der in den aufrechtstehenden Schenkein Lagerbohrungen für eine
Steckachse aufweist, die zur schwenkbaren Lagerung des Skistiefels sowohl in die Lagerbohrungen
der Sohlenhaltevorrichtungen als auch durch eine quer verlaufende Bohrung der Skistiefelsohle
gesteckt werden muß, um die schwenkbare Verbindung von Sohlehaltevorrichtung und
Skistiefelsohle herzustellen. Dabei muß die Bohrung in der Skistiefelsohle und die
Lagerbohrungen der Sohlenhaltevorrichtung fluchtend ausgerichtet werden, um die Steckachse
einführen zu können, was vom
Skiläufer in einer gebückten Stellung bewerkstelligt werden muß. Dies ist insbesondere
dann schwierig, wenn der Skiläufer keinen ebenen Untergrund vorfindet oder einen
schweren Rucksack auf dem Rücken trägt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine exakte Zuordnung des der Sohlenhaltevorrichtung
zugeordneten Lagerteils zu dem der Stiefelsohle zugeordneten Lagerteil auf einfache
Weise zu ermöglichen.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den voneinander unabhängigen Ansprüchen
1 bzw. 2, die ausgehend von dem gleichen Oberbegriff zwei verschiedene Lösungsmöglichkeiten
angeben.
[0005] Beide Lösungsmöglichkeiten umfassen den gleichen Grundgedanken, der darin besteht,
eine konzentrisch zur Schwenkachse angeordnete Zentrierung vorzusehen die eine zwangsweise
Ausrichtung der beiden Lagerteile beim Einsetzen des Skistiefels in die vordere Sohlenhaltevorrichtung
bewirkt.
[0006] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 1 sind an der Sohlenhaltevorrichtung zwei einander
gegenüberliegende zylindrische Zentrieransätze vorgesehen, deren jeweilige Außenflächen
den einen, der Sohlenhaltevorrichtung zugeordneten Lagerteil konzentrisch umgeben
und in der Stiefelsohle sind an gegenüberliegenden Sohlenrändern zwei den Zentrieransätzen
angepaßte Lagerausnehmungen vorgesehen, die zur Sohlenfläche hin für die Einführung
der Zentriereinsätze offen und mit ihrer Lagerfläche für die Zentrieransätze konzentrisch
zu dem der Skistiefelsohle zugeordneten Lagerteil ausgebildet sind.
[0007] Bei der zweiten Ausgestaltungsmöglichkeit nach Ansprüche 2 sind an beiden gegenüberliegenden
Seiten der Skistiefelsohle zylindrische zentrieransätze vorgesehen, deren jeweilige
Außenflächen den einen, der Skistiefelsohle zugeordneten Lagerteil konzentrisch umgeben
und an der Sohlenhaltevorrichtung sind zwei den Zentrieransätzen angepaßte Lager vorgesehen,
die zur vom Ski abgewandten Seite hin für die Einführung der Zentrieransätze offen
und mit ihren Lagerflächen für die Zentrieransätze konzentrisch zu dem der Sohlenhaltevorrichtung
zugeordneten Lagerteils ausgebildet sind.
[0008] Hierdurch ist eine gegenseitige Ausrichtung der Lagerteile in einfacher und sicherer
Weise möglich, ohne daß die Schwenkbarkeit des Skistiefels beeinträchtigt wird, da
die Zentrieransätze und ihre zugeordneten Lagerausnehmungen konzentrisch zur Schwenkachse
ausgebildet sind.
[0009] Ausgehend von der an sich bekannten Ausgestaltung, wonach die Sohlenhaltevorrichtung
zwei flache, senkrecht zur Skioberfläche und mit der Flachseite paralell zur Skilängsachse
stehende Halter für den einen Lagerteil aufweist, ist eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung dadurch gegeben, daß die Skistiefelsohle an ihren beiden Seitenrändern
im Lagerbereich Führungsflächen für die beiden Halter aufweist, an denen die Halter
in Benutzungszustand eng anliegen. Hierdurch wird der Stiefel zusätzlich zu der Lageranordnung
gegen ein Verkanten gesichert, so daß die Lageranordnung entlastet wird.
[0010] Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 : eine Seitenansicht eines Skistiefels mit einer vorderen und hinteren Sohlenhaltevorrichtung
in der Tourenstellung;
Fig. 2 : eine teilweise Seitenansicht der Skistiefelspitze und der Sohlenhaltevorrichtung;
Fig. 3 : eine Seitenansicht der Stiefelspitze mit geschnitten dargestellter Sohlenhaltevorrichtung;
Fig. 4 : einen Schnitt nach der Linie IV - IV in Fig. 3;
Fig. 5 : einen Schnitt nach der Linie V - V in Fig. 4;
Fig. 6 : eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung der zweiten Ausführungsform;
Fig. 7 : eine teilweise geschnittene Seitenansicht der vorderen Sohlenhaltevorrichtung
nach Fig. 6;
Fig. 8 : einen Schnitt nach der Linie VIII - VIII in Fig. 6; und
Fig. 9 : einen Schnitt nach der Linie IX - IX in Fig. 8.
[0012] In Fig. 1 ist eine Skibindung in ihrer Tourenstellung dargestellt, die auch für den
Abfahrtslauf geeignet ist. Diese Skibindung umfaßt eine vordere Sohlenhaltevorrichtung,
die insgesamt mit 1 bezeichnet ist und eine hintere Sohlenhaltevorrichtung, die insgesamt
mit 2 bezeichnet ist. Die hintere Sohlenhaltevorrichtung 2 ist als Fersenhaltevorrichtung
ausgebildet und umfaßt einen Sohlenniederhalter 3, der in Höhenrichtung bei Überlastungauslöst
und der mittels eines Bügels 4 an einem Schlitten 5 angelenkt ist, der in einer Haltevorrichtung
6 quer zur Skilängsrichtung verschiebbar gelagert und mittels einer nicht dargestellten
Rastvorrichtung in der Gebrauchslage gehalten ist. Diese Rastvorrichtung gibt den
Schlitten 5 in seitlicher Richtung frei, wenn eine bestimmte Überbelastung eintritt.
In der dargestellten nach hinten weggeschwenkten Stellung ist die hintere Sohlenhaltevorrichtung
unwirksam und gestattet ein Verschwenken des Skistiefels für das Tourengehen.
[0013] Die vordere Sohlenhaltevorrichtung 1 umfaßt einen Lagerbock 7, der U-förmig ausgeführt
ist und zwei nach oben ragende Halter 8, 9 aufweist, die über das Basisteil 10 am
Ski gehalten sind. Die Halter 8 und 9 dienen zur Lagerung einer Steckachse 12 die,
wie in Fig. 4 mit gestrichtelten Linien angedeutet, an einem Ende einen verdickten
Kopf 13 und am gegenüberliegenden Ende eine Nut 14 aufweist, in die eine am Halter
8 schwenkbar gelagerte Sicherungslasche 15 eingreift, um die Steckachse 12 in ihrer
Gebrauchslage zu halten. Hierbei greift die Steckachse nicht nur durch Lagerbohrungen
16 und 17 in den Haltern 8 und 9, sondern auch durch eine durchgehende quer zur Skistiefellängsachse
verlaufende Bohrung 18, die als Lager für die Steckachse 12 dient, um den Stiefel
um eine horizontale und quer zur Skilängsrichtung verlaufende Achse beim Tourengehen
verschwenken zu können. Um ein rasches Ausschlagen des Kunststoffmaterials, aus dem
die Skistiefelsohle besteht, zu vermeiden, ist die Bohrung 18 mit einer Metallhülse
19 ausgekleidet.
[0014] Um beim Einsetzen der Skistiefelspitze in die vordere Sohlenhaltevorrichtung eine
exakte Ausrichtung zwischen den Lagerbohrungen 16 und 17 in den Haltern 8 und 9 und
der Bohrung 18 in der Skistiefelspitze zu erreichen, um in einfacher Weise die Steckachse
12 in die Lagerbohrung 16, die Bohrung 18 und die Lagerbohrung 17 einführen zu können,
sind an den beiden einander gegenüberliegenden Sohlenrändern Lagerausnehmungen 20
ausgebildet, die zur Sohlenunterseite hin offen sind. Diese Lagerausnehmungen sind
Zentrieransätzen 21 angepaßt, die an den Haltern 8,9 vorgesehen sind. Die Zentrieransätze
21 sind als zylindrische Büchsen ausgeführt und konzentrisch zu den Lagerbohrungen
16 und 17 an den Haltern befestigt. Diese Zentrieransätze 21 dringen beim Einsetzen
der Skistiefelspitze in die vordere Sohlenhaltevorrichtung in die nach unten offenen,
Lagerausnehmungen 20 ein, bis sie an den halbrunden Lagerflächen dieser Lagerausnehmungen
anliegen. In diesem Zustand fluchten die Lagerbohrungen 16 und 17 mit der Bohrung
18 im Skistiefel, so daß die Steckachse 12 mühelos eingeschoben werden kann. Die Innenbohrung
der Zentrieransätze entspricht in ihrem Durchmesser den Durchmessern der Bohrungen
16, 17 und 18. Hierdurch wird nicht nur eine fluchtende Ausrichtung der genannten
Bohrungen erzielt, sondern auch eine größere Lagerfläche für die Steckachse 12 an
den Haltern 8, 9 erreicht. Da die Zentrieransätze 21 konzentrisch zu diesen Bohrungen
angeordnet sind, dienen sie gleichzeitig auch zusätzlich zu der aus Steckachse 12
und Bohrung 18 zusammengefügten Lageranordnung als zusätzliche Lagerung. Im Bereich
der Lagerausnehmung 20 sind an beiden gegenüberliegenden Sohlenrändern Führungsflächen
22 ausgebildet, an denen sich in der Gebrauchsstellung die Halter 8 und 9 eng anlegen,
wodurch die Skistiefelspitze zusätzlich seitlich geführt ist. Diese Führungsflächen
sind, wie aus den Figuren 2 bis 5 ersichtlich, exakt paralell zueinander ausgerichtet,
um eng an den Haltern 8 und 9 anliegen zu können. Aus der schräg zulaufenden Verjüngung
der Stiefelsohle ergibt es sich, daß der vordere Teil der Führungsflächen 22 auf Ansätzen
der Stiefelsohle und der hintere Teil im Grund von Ausnehmungen in den Seitenrändern
der Skistiefelsohle ausgebildet sind.
[0015] In den Figuren 6 bis 9 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt. Der grundsätzliche
Unterschied zu der Ausführungsform nach den Figuren 2 bis 5 besteht darin, daß die
Zentrieransätze an der Skistiefelsohle und die hierfür vorgesehenen Lager an den Haltern
angebracht sind. Da die übrigen Ausbildungen mit denjenigen der Ausführungsform nach
den Figuren 2 bis 5 entsprechen, sind für übereinstimmende Teile die gleichen Bezugszeichen
verwendet.
[0016] Wie aus den Figuren 6 bis 8 ersichtlich sind an den Haltern 8 und 9 Lager 23 in Form
von V-förmigen Lagerschalen ausgebildet, die an ihrem Grund konzentrisch zu den Lagerbohrungen
16 und 17 der Halter 8 und 9 ausgebildet und nach oben offen sind, um das Einführen
von Zentrieransätzen 24 zu ermöglichen, die an der Skistiefelsohle ausgebildet sind.
Diese Zentrieransätze 24 sind durch die Enden einer durchlaufenden Büchse 25 gebildet,
die gleichzeitig als Lager für die Steckachse 12 dient und deren Innenbohrung im Durchmesser
im wesentlichen dem Durchmesser der Steckachse entspricht. Auch bei dieser Ausführungsform
sind die Führungsflächen 22 an beiden Seiten der Skistiefelsohle vorgesehen.
1. Kombination einer vorderen Sohlenhaltevorrichtung einer Tourenbindung mit einem
Skistiefel, bei der der Skistiefel mittels einer Lageranordnung um eine horizontale,
quer zur Skilängsrichtung verlaufende Achse schwenkbar gehalten ist, wobei die Lageranordnung
aus einem der Sohlenhaltevorrichtung und einem der Skistiefelsohle zugeordneten Lagerteil
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß an der Sohlenhaltevorrichtung (1) zwei einander gegenüberliegende zylindrische
Zentrieransätze (21) vorgesehen sind, deren jeweilige Außenfläche den einen, der
Sohlenhaltevorrichtung zugeordneten Lagerteil (16, 17, 12) konzentrisch umgeben und
daß in der Skistiefelsohle an gegenüberliegenden Sohlenrändern zwei den Zentrieransätzen
(21) angepaßte Lagerausnehmungen (20) vorgesehen sind, die zur Sohlenfläche hin für
die Einführung der Zentrieransätze offen und mit ihrer Lagerfläche für die Zentrieransätze
konzentrisch zu dem der Skistiefelsohle zugeordneten Lagerteil ausgebildet sind.
2. Kombination einer vorderen Sohlenhaltevorrichtung einer Tourenbindung mit einem
Skistiefel, bei der der Skistiefel mittels einer Lageranordnung um eine horizontale,
quer zur Skilängsrichtung verlaufende Achse schwenkbar gehalten ist, wobei die Lageranordnung
aus einem der Sohlenhaltevorrichtung und einem der Skistiefelsohle zugeorneten Lagerteil
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden gegenüberliegenden Seiten der Skistiefelsohle zylindrische Zentrieransätze
(24) vorgesehen sind, deren jeweilige Außenflächen den einen, der Stiefelsohle zugeordneten
Lagerteil (18) konzentrisch umgeben und daß an der Sohlenhaltevorrichtung (1) zwei
den Zentrieransätzen angepaßte Lager (23) vorgesehen sind, die zur vom Ski abgewandten
Seite hin für die Einführung der Zentrieransätze (24) offen und mit ihrer Lagerfläche
für die Zentrieransätze (24) konzentrisch zum Lagerteil (16, 17, 12) ausgebildet sind.
3. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohlenhaltevorrichtung (1) zwei flache senkrecht zur Skioberfläche und mit
der Flachseite parallel zur Skilängsrichtung stenende Halter (8, 9) für den einen
Lagerteil (16, 17, 12) aufweist.
4. Kombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Skistiefelsohle an ihren beiden Seitenrändern im Lagerbereich Führungsflächen
(22) für die beiden Halter (8, 9) aufweist, an denen die Halter im Benutzungszustand
eng anliegen.
5. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der der Sohlenhaltevorrichtung (1) zugeordnete Lagerteil als Steckachse (12)
ausgebildet und in Lagern (16, 17) der Halter (8, 9) gelagert ist und daß der dem
Skistiefel zugeordnete Lagerteil (18) als eine durchgehende, quer zur Skistiefelachse
verlaufende Bohrung ausgebildet ist.
6. Kombination nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrieransätze (21) als Zylinderhülsen ausgebildet und an den Haltern
(8, 9) konzentrisch zu den Lagern (16, 17) befestigt sind.
7. Kombination nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrieransätze (24) als Zylinderhülsen mit einer Bohrung entsprechend der
in der Skistiefelsohle ausgebildeten Bohrung ausgeführt und in der Skistiefelsohle
befestigt sind.
8. Kombination nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrieransätze (24) durch die feien Enden einer durchgehen den, in der
Skistiefelsohle quer zur Skistiefellängsachse eingebetteten zylindrischen Hülse (25)
gebildet sind und daß die Innenbohrung der Hülse als das der Skistiefelsohle zugeordnete
Lagerteil (18) dient.
9. Kombination nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrieransätze (24) sich innerhalb der äußeren Skistiefelsohlenkontur
in Ausnehmungen der Skistiefelsohle befinden.