TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine Masken-Rahmen-Kombination für eine Farbbildröhre, d.
h. eine Anordnung mit einem in etwa rechteckigen Maskenrahmen und einer Maske, die
mit dem Rahmen über Schweißpunkte verbunden ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Masken für Farbbildröhren werden aus speziellen Blechen gezogen, die mit Langlöchern
versehen sind. Beim Ziehen wird ein Maskenhemd gebildet und die Maskenfläche wird
aufgewölbt. Das Maskenhemd wird mit dem Rahmen in acht oder zwölf Schweißpunkten durch
elektrisches Punktscheißen verbunden. Grundsätzlich werden Schweißpunkte benachbart
zur kurzen und zur langen Mittelachse und in den Eckpunkten gesetzt. Für Farbbildröhren
ab etwa 20 Zoll Schirmdiagonale werden auch noch Schweißpunkte auf den langen Seiten
jeweils zwischen der Mitte und einem Eck gesetzt.
[0003] In bezug auf die Eigenschaften der Verbindung zwischen Maske und Rahmen ist einerseits
hohe Steifigkeit erwünscht, damit sich die Maske bei Stößen nicht verformt und damit
sie durch Schallwellen, wie sie von einem Lautsprecher innerhalb z. B. eines Fernsehgeräts
übertragen werden, nur wenig zu Schwingungen angeregt wird. Aus anderen Gesichtspunkten
ist aber eine nur lockere Kopplung erwünscht, insbesondere wegen unterschiedlichem
Ausdehnungsverhalten von Maske und Rahmen beim Herstellen einer Röhre und beim Betreiben
der Röhre, insbesondere bei hohen Strahlströmen.
[0004] Um den gegensätzlichen Forderungen optimal genüge zu leisten, werden Masken an bestimmten
Stellen mit Versteifungssicken versehen und an anderen Stellen werden Entkoppelungsschlitze
angebracht. Auch ist sorgfältig auf die Höhe der Schweißpunkte bezogen auf die Höhe
des Maskenhemdes zu achten. Derartige allgemeine Probleme und eine Lösung dafür sind
z. B. in DE 31 15 799 A1 beschrieben.
[0005] Wie bei jeder technischen Optimierungsaufgabe besteht auch bei dem oben genannten
Optimierungsproblem dauernd der Wunsch, eine Anordnung zu finden, die einen noch besseren
Kompromiß in bezug auf die gegenläufigen Anordnungen darstellt, als er bisher erzielt
war. Konkret für den vorliegenden Fall bedeutet dies, daß seit vielen Jahren dauernd
die Aufgabe besteht, eine Maske so mit dem zugehörigen Rahmen zu verbinden, daß die
Stoß- und Schwingungsfestigkeit verbessert ist, sich aber durch Erwärmung bedingte
Ausdehnungen möglichst wenig auf die Farbdarstellungsqualität der Röhre auswirken.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die erfindungsgemäße Masken-Rahmen-Kombination zeichnet sich dadurch aus, daß sie
statt einfacher Schweißpunkte Doppelschweißpunkte aufweist, und zwar zumindest benachbart
zur langen Achse der Kombination. Die Doppel schweißpunkte sind so ausgebildet, daß
sie im wesentlichen in gleicher Hemdhöhe, aber ein wenig voneinander beabstandet
liegen.
[0007] Von ganz besonderem Vorteil ist es, acht Doppelschweißpunkte zu verwenden, nämlich
jeweils zwei benachbart zur kurzen und zur langen Mittel achse der Kombination und
jeweils einen Doppelschweißpunkt in jedem Eck. In diesem Fall können auch bei Kombinationen
für sehr große Röhrentypen die bisher grundsätzlich erforderlichen Schweißpunkte
zwischen der Mitte und den Ecken jeder langen Seite wegfallen. Es hat sich herausge
stellt, daß mit acht Doppelschweißpunkten statt zwölf Einzelschweißpunkten erheblich
bessere Stoßfestigkeit bei gleichzeitig besseren Wäremausdehnungseigenschaften erzielt
wird.
[0008] Die Doppelschweißpunkte werden im wesentlichen an denjenigen Stellen gesetzt, an
denen bei bisher bekannten Kombinationen Einzelschweißpunkte saßen. Es wird z. B.
der herkömmliche Schweißpunkt in einem Eck oder benachbart zu einer der Mittelachsen
weiterverwendet und ein zweiter Schweißpunkt wird einige Millimeter daneben gesetzt:
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0009]
Fig. 1 schematische Draufsicht und schematische Seitenansicht einer Masken-Rahmen-Kombination
für eine Farbbildröhre, mit zehn einfachen Schweißpunkten und zwei Doppelschweißpunkten;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine Masken-Rahmen-Kombination für eine Farbbildröhre,
mit acht Doppelschweißpunkten; und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Eckenbereichs einer Masken-Rahmen-Kombination.
[0010] Die Masken-Rahmen-Kombinationen 10 gemäß den Fig. 1 bis 3 weisen einen in etwa rechteckigen
Rahmen 11 und eine Maske 12 mit gewölbter Lochfläche und einem Maskenhemd 13 auf.
Von der Vielzahl von Langlöchern 14 in jeder Maske 12 sind der Übersichtlichkeit halber
jeweils nur einige wenige dargestellt. Jede der Masken 12 ist mit dem zugehörigen
Rahmen 11 über Schweißpunkte verbunden, und zwar über zwölf Schweißpunkte 15.1 bis
15.12 bei der Anordnung gemäß Fig. 1 und über acht Schweißpunkte 15.2 bis 15.4, 15.6,
15.8 bis 15.10 und 15.12 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 sind die benachbart zur langen Mittelachse 16.1 liegenden Schweißpunkte
15.3 und 15.9 als Doppelschweißpunkte ausgebildet; alle anderen Schweißpunkte sind
Einzelschweißpunkte. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 sind alle acht Schweißpunkte
Doppelschweißpunkte.
[0011] Aus Fig. 3 ist die Lage eines Doppelschweißpunktes, und zwar des Schweißpunktes 15.8
im linken unteren Eck in der Anordnung von Fig. 2 im Detail dargestellt. Die zwei
einzelnen Schweißpunkte sind um eine Strecke 5 von etwa 5 mm voneinander getrennt.
Sie liegen in derselben Höhe H bezogen auf die Biegelinie zwischen Maskenhemd 13 und
gelochter Maskenfläche. Beide Schweißpunkte liegen in einem Eckbereich, der über
Ausschnitte 17 mechanisch von den anderen Bereichen des Maskenhemdes 13 etwas entkoppelt
ist. Mit Hilfe dieser Ausschnitte 17 werden mechanische Spannungen verringert, die
dann auftreten, wenn die Maske bei der Herstellung oder im Betrieb einer Röhre eine
andere Wärmeausdehnung erfährt als der Rahmen. Während an dieser Stelle eine Schwächung
in der Maske vorhanden ist, ist andererseits die gelochte Fläche etwas dadurch verstärkt,
daß um ihren Rand eine Sicke 18 umläuft. Beim Anbringen der Ausschnitte 17, der Sicke
18 und beim Positionieren der Lage der Schweißpunkte handelt es sich um aus dem Stand
der Technik bekannte Maßnahmen. Die genaue Lage der Schweißpunkte hängt insbesondere
davon ab, an welcher Stelle die Verbindungen zwischen Rahmen 11 und einer (nicht dargestellten)
Frontglaswanne liegen. Vorzugsweise werden die Schweißpunkte an solchen Stellen gesetzt,
die Stiften in der Glaswanne benachbart liegen, die zum Befestigen des Rahmens dienen.
Diese Stifte sind typischerweise einige Millimeter bis einige zehn Millimeter gegenüber
den Mittelachsen versetzt, weswegen auch Schweißpunkte in der Regel nicht genau auf
den Mittel achsen sondern benachbart zu diesen liegen.
[0012] Die beschriebenen Masken-Rahmen-Kombinationen unterscheiden sich von bekannten derartigen
Kombinationen nur dadurch, daß verschiedene Schweißpunkte als Doppelschweißpunkte
ausgebildet sind. Dabei hat an einem Doppelschweißpunkt jeder Einzelschweißpunkt
im wesentlichen die Abmessung eines herkömmlichen Schweißpunktes, also einen Durchmesser
von etwas über einem Millimeter. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Einzelschweißpunkte
eines Doppelschweißpunktes um etwa 5 mm gegeneinander versetzt. Beim rechten Doppelschweißpunkt
15.3 z. B. liegt der obere Schweißpunkt an der herkömmlichen Stelle, nämlich etwa
45 mm unterhalb der langen Mittelachse 16.1, und der untere Schweißpunkt liegt 5 mm
darunter. Die Angaben "oberer" und "unterer" Schweißpunkt beziehen sich auf die Darstellung
gemäß den Fig. 1 und 2; tatsächlich liegen die Punkte auf derselben Höhe H bezogen
auf die Höhe des Maskenhemdes, wie oben angegeben (Fig. 3).
[0013] Bei herkömmlichen Masken-Rahmen-Kombinationen für Röhren mit einer Bildschirmdiagonalen
ab etwa 20 Zoll wurden zwölf Einzelschweißpunkte mit den Lagen gemäß Fig. 1 gesetzt.
Bei Kombinationen für Röhren mit kleineren Diagonalen wurden acht Schweißpunkte in
den Lagen gemäß Fig. 2 angebracht. Werden statt Einzelschweißpunkten durchgehend Doppelschweißpunkte
verwendet, ist es auch bei Röhren mit sehr großen Bildschirmdiagonalen von 27 Zoll
und darüber möglich, nur mit acht Schweißstellen, als Doppelschweißpunkte ausgebildet,
auszukommen. Bei Kombinationen für kleine Röhren ergibt sich eine deutliche Optimierung
von Eigenschaften, wenn statt der bisherigen acht Einzelschweißpunkte noch sechs
Einzelschweißpunkte verwendet werden, aber die Schweißpunkte benachbart zur langen
Mittelachse als Doppelschweißpunkte ausgebildet werden. Bei Kombinationen für Röhren
mit Bildschirmdiagonalen ab 20 Zoll kann die Anordnung gemäß Fig. 1 mit zwölf Schweißpunkten
verwendet werden, von denen diejenigen benachbart zur langen Mittelachse Doppel schweißpunkte
sind, jedoch hat sich gezeigt, daß die Anordnung gemäß Fig. 2 vorteilhafter ist.
1. Masken-Rahmen-Kombination (10) für eine Farbbildröhre, mit
- einem in etwa rechteckigen Maskenrahmen (11),
- einer Maske (12) aus einem gelochten Blech mit umgebogenem Hemd (13) und
- Schweißpunkten (15.1 bis 15.12), die das Maskenhemd, und damit die Maske, mit dem
Rahmen verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß
- zumindest diejenigen Schweißpunkte (15.3, 15.9), die benachbart zur langen Mittelachse
(16.1) der Kombination (10) liegen, als Doppelschweißpunkte ausgebildet sind, die
im wesentlichen in gleicher Hemdhöhe (H) aber ein wenig voneinander beabstandet liegen.
2. Masken-Rahmen-Kombination nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Schweißpunkte (15.2 bis 15.4, 15.6, 15.8 bis 15.10, 15.12) nur Doppelschweißpunkte
vorhanden sind, und zwar in den Ecken und benachbart zur langen Mittelachse (16.1)
sowie zur kurzen Mittelachse (16.k).
3. Masken-Rahmen-Kombination nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den zwei Einzelschweißpunkten eines Doppelschweißpunktes
(15.2 bis 15.4, 15.6, 15.8 bis 15.10, 15.12) einige wenige Millimeter beträgt.