[0001] Die Erfindung betrifft einen Zünder für ein Sprenggeschoß, insbesondere Submunitionsgeschoß
(Bomblet), gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiger Bombletzünder mit axial herausschraubbarer Haupt-Zündnadel und quer
zur Geschoßlängsrichtung aus einer Sicherstellung in eine Scharfstellung verschiebbaren
Schieber mit Detonatorladung ist z. B. aus der EP-0 284 923 A2 bekannt. Im Schieber
ist ein durch eine zweite Zündnadel zündbares Anzündelement einer pyrotechnischen
Verzögerungsstrecke für eine Selbstzerlegung des Geschosses nach Nichtauslösung des
Detonators bei Zielaufprall durch die Haupt-Zündnadel vorgesehen. Dies kann z. B.
geschehen, wenn ein derartiges aus einem Trägergeschoß ausgestoßenes Tochtergeschoß
(Bomblet) auf weichem Boden, Morast, Schnee, Baumzweigen oder einem Tarnnetz landet.
Nachteilig bei der bekannten Bombletkonstruktion ist die Tatsache, daß der Schieber
in Scharfstellung der Zündeinrichtung seitlich weit und ungeschützt aus dem Zündergehäuse
herausragt. Hierdurch können z. B. bei Regenwetter sehr leicht Fehlzündungen bei
der Detonatorladung oder dem freiliegenden Anzündelement der Verzögerungsladung für
die Selbstzerlegung auftreten. Weiterhin nachteilig ist die Anordnung der zweiten
Zündnadel zur Zündung des Anzündelementes am äußeren ungeschützten, aus dem Zündergehäuse
seitlich weit herausragenden Ende des Schiebers selbst. Die zweite Zündnadel ist
mit einem schweren Schlagstück versehen und mittels eines Bolzens drehbar an dem
Schieber befestigt. Bei Scharfstellung durch Verschiebung des Schiebers seitlich aus
dem Zündergehäuse heraus soll das Schlagstück durch Fliehkraft aus der Eigenrotation
des Bomblets wirksam werden und die massive Zündnadel soll eine Bewegung von etwa
90° auf einem Teilkreis mit kleinem Radius ausführen und in das Anzündelement eindringen.
Die Gestalt der Zündnadelspitze ist massiv kegelförmig mit einseitiger Abflachung
ausgebildet, möglicherweise um das Eindringen in das Anzündelement auf kleinem Kreisbogen
zu erleichtern. Diese Zünderkonstruktion beinhaltet weiterhin den großen Nachteil,
daß durch den weit aus dem Zündergehäuse ragenden Schieber mit außenseitigem schwergewichtigen
Zündnadel- Schlagstück große Unwuchten bei Rotation und dadurch destabilisierende
Kräfte auf das Bomblet einwirken.
[0003] Aus der DE-OS 33 33 312 ist ein weiterer Bombletzünder mit Selbstzerlegemöglichkeit
bekannt. Dabei ist eine massive kegelförmige zweite Zündnadel zur Aktivierung des
Anzündsatzes bzw. des Verzögerungssatzes für die Selbstzerlegung des Bomblets an
der inneren Gehäusewandung befestigt. Nachteilig bei diesem bekannten Bombletzünder
ist die massive kegelförmige Anzündnadel und die räumliche Anordnung des Verzögerungssatzes
im Zündergehäuse zwischen Schieber und Hauptsprengladung. Dadurch wird die Bauhöhe
des Zünders vergrößert und der Anzündsatz ist nicht einteilig mit der Verzögerungsstrecke
verbunden, so daß die Anzündung sozusagen "um die Ecke" erfolgen muß.
In jedem Anzündelement für die Verzögerungsladung ist eine mit einer Folie abgedeckte
Anstichöffnung vorgesehen, in welche die Anstich- bzw. Zündnadel eindringt und die
Ladung initiiert. Die bekannte zweite Zündnadel mit massiver kegeliger Form verschließt
diese Öffnung beim Anzündvorgang mehr oder weniger, je nachdem wie tief sie eindringt.
Für eine sichere Anzündung sollte die Zündnadel möglichst tief eindringen, dann ist
die Anstichöffnung jedoch völlig verschlossen und durch eine schlechte Abströmmöglichkeit
der entstehenden Verbrennungsgase kann die Anzündung wieder zum Erlöschen führen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Zünder für ein Tochtergeschoß (Bomblet)
anzugeben, bei dem die geschilderten Nachteile nicht auftreten, wobei eine sichere
Zündung gewährleistet ist und die Bauhöhe des Zünders und das Gewicht bzw. der Totlastanteil
vermindert werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Durch die extrem flache Ausbildung der zweiten Zündnadel wird ein verbessertes Abgasen
der entstehenden Verbrennungsgase des Anzündsatzes erreicht, da der Querschnitt der
Anstichöffnung durch die flache spitze Anzündnadel nicht verschlossen wird und die
Verbrennungsgase ungehindert oberhalb und unterhalb der flachen Zündnadel aus der
Anzündöffnung des Anzündsatzes heraus abströmen können. Durch das bessere Abgasen
wird zudem ein besserer gleichmäßigerer Abbrand und insbesondere werden konstante
bzw. gleichlange Verzögerungszeiten bei gleichzeitiger Anzündung/Aktivierung von einer
Vielzahl von aus einem Trägergeschoß ausgestoßenen Bomblets erreicht.
[0006] Zweckmäßigerweise ist die zweite Zündnadel integriertes Bestandteil (einteilig verbunden)
einer kreisförmigen, aus einem dünnen Blech gefertigten Federblechscheibe, welche
mittig eine streifenartige Federzunge aufweist, die in Scharfstellung des Schiebers
in eine unterhalb des Schiebers angeordnete Ausnehmung eingreift und damit ein Rückprallen
des Schiebers verhindert und diesen sicher in Scharfstellungsposition fixiert. Vorteilhafterweise
ist die Federzunge in Sicherstellung des Schiebers nicht belastet, sondern wird erst
bei Querverschiebung des Schiebers niedergedrückt und unterliegt damit keinen Ermündungserscheinungen
bei langer Lagerhaltung.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert und beschrieben.
[0008] Es zeigen:
Figur 1: Einen Längsschnitt durch ein Bomblet-Zündergehäuse gemäß der Erfindung,
Figur 2: einen Teilschnitt durch ein Anzündelement einer Verzögerungsstrecke mit zweiter
Zündnadel und
Figur 3: einen Querschnitt durch das Zündergehäuse mit teilgeschnittenem Schieber.
[0009] In Figur 1 ist mit der Bezugsziffer 10 ein Zündergehäuse bezeichnet, das mittels
eines Halteringes 14 fest auf einem Bombletgehäuse 12 fixiert ist. Innerhalb des
Zündergehäuses 10 ist ein quer zur Mittelachse A des Bombletgeschosses verschiebbarer
Schieber 16 mit Detonatorladung 18 angeordnet.
Die Darstellung zeigt den Schieber 16 in Sicherstellung, wobei die Detonatorladung
18 seitlich aus der geraden Linie zwischen einer Haupt-Zündnadel 20 und einer im oberen
Bombletgehäuse 12 angeordneten Verstärkerladung 22 zur Zündung der Hauptsprengladung
24 heraus verschoben ist. Die zentral angeordnete Haupt-Zündnadel 20 ist über eine
Schraubverbindung mit einer als zusätzliche Schlagmasse dienenden, im Zündergehäuse
10 axial verschiebbaren Hülse 26 verbunden. In dargestellter Sicherungsposition ist
die Zündnadel 20 in die Hülse 26 eingeschraubt, so daß sich diese nach oben bzw. hinten
gegen einen Gehäuseabsatz des Zündergehäuses 10 abstützt. Vorne ragt die Spitze 28
der Hauptzündnadel 20 in eine auf der Oberseite des Schiebers 16 angeordnete Ausnehmung
(Sacklochbohrung) hinein und fixiert so den Schieber 16 in Sicherungsposition.
[0010] Auf dem aus dem Zündergehäuse 10 herausragenden Ende der Haupt-Zündnadel 20 ist ein
zusammengefaltetes Stabilisierungsband 30 befestigt. Außen auf dem Zündergehäuse
10 und den oberen durchmesserverkleinerten Bereich des Zündergehäuses 10 umschließend
sind zwei radial nach außen verschwenkbare, halbkreisförmig gebogene Drallbremsflügel
32, z. B. aus dünnem Stahlblech, befestigt. Um die eingeklappten Drallbremsflügel
32 herum ist ein Wickelband 34 gelegt. Das Wickelband 34 und das Stabilisierungsband
30 werden in ihrer aufgewickelten Lage von einer übergestülpten haubenartigen, zweigeteilten
Kunststoff-Klammer 36 festgehalten, die wiederum selbst von einem Federstahl-Haltering
38 in ihrer Position gehalten wird.
[0011] Bei ihrem Transport in ein Zielgebiet mittels eines auf große Entfernungen (z. B.
30 km) verschießbaren großkalibrigen Trägergeschosses sind die Tochtergeschosse innerhalb
des Trägergeschosses auf platzsparende Weise als Säulen ineinandergestapelt. In Figur
1 ist in gestrichelter Darstellung ein solches, das Zündergehäuse 10 völlig überdeckendes
Nachbarbomblet 60 angedeutet. Dabei ragt das Zündergehäuse 10 weit in den kegelförmigen
Freiraum der Hohlladungseinlage des benachbarten Bomblets 60 hinein.
[0012] Bei Ausstoß der Tochtergeschosse aus dem Trägergeschoß mittels einer Ausstoßladung
über einem Zielgebiet laufen nach Aufhebung der Stapelanordnung innerhalb eines vorbestimmbaren
Zeitraumes mehrere Schritte zeitlich nacheinander von der Sicherungsposition des Bombletzünders
bis zu seiner Scharfstellung ab:
Zunächst wird äußerlich das Stabilisierungsband 30 aus seiner eingefalteten Ruheposition
herausgezogen und entfaltet. Dabei springt die Kunststoff-Klammer 36 mit Haltering
38 vom Zündergehäuse 10 ab und gibt das Wickelband 34 frei. Danach wickelt sich das
abwerfbare Wickelband 34 ab und gibt die Drallbremsflügel 32 frei, die aufgrund der
rotationsbedingten Fliehkräfte ausschwenken und den Drall des nunmehr stabilisiert
herabfallenden Bombletgeschosses vermindern.
[0013] Nachdem das Stabilisierungsband 30 ausgefaltet ist, wirkt ein Drehmoment auf die
Zündnadel 20, die sich ein Stückchen nach hinten aus der Hülse 26 herausdreht, dabei
hebt sich die Spitze 28 der Zündnadel 20 aus der Ausnehmung im Schieber 16 heraus
und der Schieber kann sich ruckartig - sofern er dafür von separat wirkenden weiteren
Sicherungsmitteln freigegeben ist - in seine Scharfstellungsposition verschieben.
Dazu ist der Schwerpunkt des Schiebers 16 so eingestellt, daß er in Sicherungsposition
(in Figur 1 links) neben der Mittelachse A angeordnet ist, wodurch die Fliehkräfte
bei hohem Drall den Schieber 16 (nach links) gegen die Kraft einer Druckfeder 40 drücken.
Sobald der Drall bzw. die Fliehkräfte durch die Drallbremsflügel 32 etwas abgebaut
ist, überwiegt die Druckkraft der Feder und verschiebt den Schieber etwas nach rechts
in Richtung einer zweiten Zündnadel 42. Sobald der Schwerpunkt über die Mittelachse
A hinaus (in Figur 1 nach rechts) gelangt ist, schnellt der Schieber 16 durch die
Druckkraft der Feder 40 und die nun wieder wirksam werdende Fliehkraft in seine Scharfstellungsposition.
[0014] Die innerhalb des Zündergehäuses 10 seitlich angeordnete zweite Zündnadel 42 zur
Initiierung eines Anzündelementes 44 einer pyrotechnischen Verzögerungsstrecke 46
mit Verstärkungssatz 48 und explosivem Sprengsatz 50 ist blechstreifenartig flach
mit spitzkegelförmigem Zuschnitt ausgebildet, damit sie zur sicheren Initiierung
tief in den Anzündsatz 44 eindringen kann, ohne das Abströmen der entstehenden Verbrennungsgase
zu behindern.
[0015] Die zweite Zündnadel 42 stellt ein integriertes zungenartig hochgebogenes Blechstreifenteil
einer flachen, in direkter Nachbarschaft zum Schieber 16 angeordneten, den gesamten
Querschnitt des Zündergehäuses 10 überdeckenden Federblechscheibe 52 dar. Dabei stützt
sich der zungenartig hochgebogene, zur Federblechscheibe 52 senkrecht stehende Teil
der zweiten Zündnadel 42 rückseitig an der inneren Wandung des Zündergehäuses 10 ab.
Zweckmäßigerweise weist die zweite Zündnadel 42 bzw. die Federblechscheibe 52 eine
Materialstärke bzw. Blechdicke von 0,1 bis 0,8 mm, vorzugsweise von ca. 0,4 mm auf.
Die zweite Zündnadel 42 ist unsymmetrisch zur Mittelachse B des Schiebers 16 in direkter
Linie mit dem Anzündelement 44 der pyrotechnischen Verzögerungsstrecke 46 angeordnet,
deren Endbereich mit Verstärkungssatz 48 und explosivem Sprengsatz 50 direkt neben
der Detonatorladung 18 angeordnet ist.
[0016] Zweckmäßigerweise weist die Federblechscheibe 52 einen integrierte Federzunge 54
auf, die mit einer entsprechenden Ausnehmung 56 auf der Unterseite des Schiebers 16
in Scharfstellung des Schiebers in einer blockierenden Wirkverbindung steht. Ist
der Schieber 16 in Scharfstellungsposition verschoben, wird er durch die Federzunge
54 arretiert, wobei diese in die Ausnehmung 56 auf der Unterseite des Schiebers 16
einrastet. Bei bisher bekannten Ausführungen zur Sicherung des Schiebers mittels
Federzunge, drückte die bekannte Federzunge in Sicherungsstellung permanent auf den
Schieber. Bei kleiner Rotationsgeschwindigkeit reichte oft die Fliehkraft bzw. eine
Federkraft nicht genügend aus, um die Reibungskraft zwischen bekannter Federzunge
und Schieber zu überwinden und den Schieber in Scharfstellung zu bewegen sowie die
dann noch notwendige Anstichenergie aufzubringen. Durch Anbringen einer abgeschrägten
Stufe vor der Ausnehmung 56 und einem Tieferlegen bzw. einer tieferen Ausbildung
der Ausnehmung 56 in der Unterseite des Schiebers 16 wird in Sicherstellung weder
der Schieber 16 noch die Federzunge 54 belastet. Erst während der Verschiebebewegung
in Scharfstellung drückt der Schieber 16 die Federzunge 54 herunter. In Scharstellungsposition
springt dann die Federzunge 54 in die Ausnehmung 56 des Schiebers 16 ein und hindert
ihn dann am Herauslaufen aus dieser Scharfstellungsposition.
[0017] Die Federblechscheibe 52 wird von einer, das Zündergehäuse 10 außen übergreifenden
dünnwandigen Abdeckhaube 58 am Zündergehäuse 10 fixiert. Zweckmäßigerweise weist
die Abdeckhaube 58 die gleiche Blechdicke wie die Federblechscheibe 52 auf.
[0018] Sobald der Schieber 16 seine Scharfstellungsposition erreicht hat, wobei das Anzündelement
44 durch die zweite Zündnadel 42 gezündet wird, greift die Federzunge 54 in die Ausnehmung
56 ein und fixiert den Schieber 16 in dieser Position. Dabei ist jetzt die Detonatorladung
18 in einer Linie genau unter der Spitze 28 der Hauptzündnadel 20 angeordnet, die
im Normalfall bei hartem Zielaufprall die Detonatorladung 18 initiiert, welche die
Verstärkungsladung 22 und damit die Hauptsprengladung 24 zur Zündung und Detonation
bringt.
Zur störungsfreien Durchzündung der Detonatorladung 18 auf die Verstärkungsladung
22 im Bombletgehäuse 12 können die Federblechscheibe 52 und/oder die dünne Abdeckhaube
58 eine zentrale Bohrung aufweisen.
[0019] Sofern nach einer Fallzeit von z. B. 15 Sekunden nach Ausstoß aus dem Trägergeschoß
die Detonatorladung bei weichem Auftreffen auf das Zielgebiet nicht durch die Hauptzündnadel
20 gezündet wird, brennt der Verzögerungssatz 46 nach z. B. 20 Sekunden durch und
zündet den Verstärkungssatz 46, der eine hohe Verbrennungstemperatur entwickelt, sowie
den Explosivpulver enthaltenden Sprengsatz 50, welche nachfolgend auf kurzem Wege
die direkt daneben angeordnete Detonatorladung 18 dennoch aktivieren.
[0020] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion des Bombletzünders wird bei Verminderung
von Bauhöhe und Gewicht des Zünders eine störungsfreie Anzündung des Anzündelementes
für eine nachfolgende Selbstzerstörung bzw. Detonation des Bomblets in jedem Falle
sichergestellt.
Bezugszeichen-Liste
[0021]
10 Zündergehäuse
12 Bombletgehäuse
14 Haltering
16 Schieber
18 Detonatorladung
20 Haupt-Zündnadel
22 Verstärkerladung
24 Hauptsprengladung
26 Hülse
28 Spitze
30 Stabilisierungsband
32 Drallbremsflügel
34 Wickelband
36 Klammer
38 Haltering
40 Druckfeder
42 zweite Zündnadel
44 Anzündelement
46 Verzögerungsstrecke
48 Verstärkungssatz
50 Sprengsatz
52 Federblechscheibe
54 Federzunge
56 Ausnehmung
58 Abdeckhaube
60 Nachbarbomblet
1. Zünder für ein Sprenggeschoß, insbesondere Submunitionsgeschoß (Bomblet), mit
axial verschiebbarer Haupt-Zündnadel (20) und quer zur Geschoßlängsrichtung bzw. Mittelachse
(A) verschiebbarem Schieber (16) mit Detonatorladung (18), wobei im Schieber (16)
ein durch eine seitlich im Zündergehäuse (10) angeordnete zweite Zündnadel (42) zündbares
Anzündelement (44) einer pyrotechnischen Verzögerungsstrecke (46) für eine Selbstzerlegung
des Geschosses vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zündnadel (42) blechstreifenartig flach mit spitzkegelförmigem Zuschnitt
ausgebildet ist.
2. Zünder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zündnadel (42) ein integriertes zungenartig hochgebogenes Blechstreifenteil
einer flachen, in direkter Nachbarschaft zum Schieber (16) angeordneten, den gesamten
Querschnitt des Zündergehäuses (10) überdeckenden Federblechscheibe (52) ist.
3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der zungenartig hochgebogene, zur Federblechscheibe (52) senkrecht stehende
Teil der zweiten Zündnadel (42) sich rückseitig an der inneren Wandung des Zündergehäuses
(10) abstützt.
4. Zünder nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zündnadel (42) bzw. die Federblechscheibe (52) eine Materialstärke
bzw. Blechdicke von 0,1 bis 0,8 mm, vorzugsweise ca. 0,4 mm, aufweist.
5. Zünder nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federblechscheibe (52) eine integrierte Federzunge (54) aufweist, die mit
einer entsprechenden Ausnehmung (56) auf der Unterseite des Schiebers (16) in Scharfstellung
des Schiebers (16) in einer blockierenden Wirkverbindung steht.
6. Zünder nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zündnadel (42) unsymmetrisch zur Mittelachse (B) des Schiebers (16)
in direkter Linie mit dem Anzündelement (44) der pyrotechnischen Verzögerungsstrecke
(46) angeordnet ist, deren Endbereich mit einem Verstärkungssatz (48) bzw. explosiven
Sprengsatz (50) versehen ist und direkt neben der aufschlagbetätigbaren Detonatorladung
(18) angeordnet ist.