| (19) |
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(11) |
EP 0 227 985 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.03.1991 Patentblatt 1991/10 |
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Anmeldetag: 08.12.1986 |
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| (54) |
Ultraschall-Sensor
Ultrasonic sensor
Sonde ultrasonique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
20.12.1985 DE 3545382
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.07.1987 Patentblatt 1987/28 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Granz, Bernd, Dr.
D-8507 Oberasbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- ULTRASONICS, Mai 1980, Seiten 123-126; IPC Business Press, Guildford,GB K.C. SCHOTTON
et al.: "A pvdf membrane hydrophone for operation in the range 0.5MHz to 15 MHz."
- ULTRASONICS, September 1981, Seiten 213-216; IPC Business Press, Guildford, GB P.A.
LEWIN: "Miniature piezoelectricpolymer ultrasonic hydrophone probes."
- JOURNAL OF THE ACOUSTIC SOCIETY OF AMERICA; Band 69 , Nr.3, März 1981, Seiten 853-859;
New York, US A.S. DeREGGI et al.: "Piezoelectric polymer probe for ultrasonic applications."
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ultraschall-Sensor mit einer wenigstens in ihrem
Randbereich an einem Stützkörper befestigten Polymerfolie, die wenigstens in einem
Teilbereich piezoelektrisch aktiviert ist, der mit Elektroden elektrisch gekoppelt
ist.
[0002] Bei der Bestimmung der Eigenschaften eines in einem schalltragenden Medium, beispielsweise
Wasser, herrschenden Ultraschallfeldes werden sogenannte Miniatur- oder Membran-Hydrophone
verwendet. Die dreidimensionale Verteilung der Schalldruckamplitude des Ultraschallfeldes
wird dadurch ermittelt, daß der an jeweils verschiedenen Orten in einer Meßwanne herrschende
Schalldruck mit einem derartigen Hydrophon gemessen wird.
[0003] Aus "Ultrasonics, September 1981, Seiten 213 bis 216" ist ein Miniatur-Hydrophon
bekannt, bei dem eine an ihren beiden Flachseiten mit Elektroden versehene piezoaktive
Folie aus Polyvinylidenfluorid PVDF mit einer Dicke von 25 µm auf die Stirnfläche
eines Edelstahlrohres elektrisch isoliert aufgespannt ist. Der Durchmesser der Folie
beträgt etwa 1 mm. Auf der Innenseite der Folie ist ein Platindraht angebracht, der
mit dem Innenleiter eines Koaxialkabels verbunden ist. Dieser Platindraht wird von
einem, das Innere des Edelstahlrohres ausfüllenden Backing gestützt. Die Außenseite
der Folie ist mit dem Edelstahlrohr elektrisch kontaktiert und mit der Abschirmung
des Koaxialkabels verbunden.
[0004] In "Ultrasonics, Mai 1980, Seiten 123 bis 126" ist ein Membran-Hydrophon offenbart,
bei dem eine Folie aus Polyvinylidenfluorid PVDF mit einer Dicke von 25 µm zwischen
zwei als Stützkörper dienende Metallringe aufgespannt ist. Dadurch wird eine Membran
mit einem Inendurchmesser von etwa 100 mm gebildet. Die Oberflächen der Membran sind
in einem kleinen zentralen Bereich mit einander gegenüberliegenden kreisscheibenförmigen
Elektroden versehen, deren Durchmesser beispielsweise 4 mm beträgt. Zwischen diesen
Elektroden befindet sich der polarisierte, piezoelektrisch aktive Bereich der Membran.
Von den kreisscheibenförmigen Elektroden führen als Metallfilme auf die Oberflächen
der Membran aufgebrachte Anschlußleiter zum Rand der Membran und werden dort mit Hilfe
eines Leitklebers mit einem Koaxialkabel kontaktiert.
[0005] Ein wesentlicher Vorteil derartiger Hydrophone besteht darin, daß die akustische
Impedanz ihrer piezoelektrischen Elemente der akustischen Impedanz von Wasser besser
angepaßt ist, als es bei Verwendung eines piezokeramischen Materials der Fall wäre.
Dies ergibt gegenüber piezokeramischen Sensoren sowohl eine erhöhte Frequenzbandbreite
als auch eine verringerte störende Beeinflussung des Ultraschallfeldes am Meßort.
[0006] Mit derartigen Hydrophonen lassen sich jedoch keine Ultraschall-Stoßwellen, deren
Druckamplituden im Bereich von etwa 10⁸ Pa liegen, messen. Derartige Stoßwellen mit
sehr steilen Pulsflanken, deren Anstiegszeiten 1 µs unterschreiten, führen bei den
bekannten Hydrophonen zu einer durch Kavitationseffekte verursachten mechanischen
Zerstörung der im piezoelektrisch aktiven Bereich der PVDF-Folie aufgebrachten metallischen
Elektroden. Solche Stoßwellen treten beispielsweise im Fokusbereich von Lithotriptern
auf, bei denen eine fokussierte Ultraschall-Stoßwelle zur Zerstörung von Konkrementen,
beispielsweise Nierensteinen in der Niere eines Patienten, verwendet wird. Sowohl
bei der Entwicklung, als auch bei der routinemäßigen Überwachung derartiger Geräte
ist es erforderlich, die Eigenschaften der Stoßwelle im Fokusbereich zu bestimmen.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Ultraschallsensor anzugeben,
dessen piezoelektrisches Element aus einem Polymer besteht und der auch bei Messung
von energiereichen Ultraschall-Stoßwellen verwendet werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruchs
1. Die im piezoelektrisch aktiven Bereich der Polymerfolie durch eine Ultraschallwelle
verursachten Oberflächenladungsschwingungen werden über das die Polymerfolie umgebende
Medium zu den außerhalb des dem piezoelektrisch aktiven Bereich der Polymerfolie zugeordneten
Oberflächenbereiches der Polymerfolie angeordneten Elektroden elektrisch gekoppelt.
Der piezoelektrisch aktive zentrale Bereich der Polymerfolie kann somit im Fokusbereich
einer fokussierten Ultraschall-Stoßwelle angeordnet sein, da im sensitiven Bereich
der Polymerfolie keine mechanisch instabile elektrisch leitfähige Schicht vorhanden
ist.
[0009] Die Erfindung beruht teilweise auf der Erkenntnis, daß durch die Verwendung eines
piezoelektrischen Polymers mit einer gegenüber piezokeramischen Werkstoffen relativ
geringen Dielektrizitätskonstante eine rein kapazitive Kopplung ohne hohe Signalverluste
möglich wird. Die Elektroden können dementsprechend vom piezoelektrisch aktiven Bereich
der Polymerfolie räumlich getrennt sowohl auf der Folie selbst als auch außerhalb
der Folie beispielsweise am Stützkörper befestigt sein. Die Elektroden sind dabei
in vorteilhafter Weise so gestaltet, daß ihre gegenseitige Kapazität möglichst klein
gegenüber den Koppelkapazitäten ist, um die durch parasitäre Kapazitäten auftretenden
Signalverluste zu verringern. Eine der Elektroden ist mit der elektrischen Masse des
Systems verbunden. Da eine hohe Koppelkapazität mit einem hohen elektrischen Nutzsignal
einhergeht, ist es vorteilhaft, wenn die Koppelkapazitäten zu den Elektroden möglichst
groß sind. Da in der Regel während der Messung die Umgebung des Ultraschall-Sensors
annähernd auf Massepotential liegt, kann insbesondere die Koppelkapazität des piezoelektrisch
aktiven Bereiches nach Masse durch geeignete konstruktive Maßnahmen erhöht werden,
ohne daß zusätzliche signalreduzierende parasitäre Kapazitäten entstehen. Insbesondere
kann gegenüber dem piezoelektrisch aktiven Bereich der Membran parallel zu deren Oberfläche
eine flache ebenfalls membranartige zusätzliche Masseelektrode im Ultraschallsensor
angeordnet sein. Dadurch wird der piezoelektrisch aktive Bereich besonders wirksam
kapazitiv gegen Masse gekoppelt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform sind gegenüber den beiden Flachseiten der Membran
auf den freien Stirnseiten des Stützkörpers Deckplatten angeordnet. Zwischen Deckplatte
und Membran entsteht somit eine dichte Kammer, die mit einer schalltragenden Flüssigkeit
gefüllt ist. Dies hat den Vorteil, daß die im Inneren der Kammer befindliche Flüssigkeit
nicht im Austausch mit der das Hydrophon umgebenden Flüssigkeit steht. Durch diese
Maßnahme wird sowohl die Reproduzierbarkeit der Messungen erhöht als auch die Möglichkeit
geschaffen, das zur akustischen Kopplung verwendete Medium in diesen Kammern des Membran-Hydrophons
unabhängig vom akustischen Trägermedium in der Meßwanne zu wählen. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform ist die in den beiden Hohlräumen befindliche Flüssigkeit
ein Elektrolyt.
[0011] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung verwiesen, in deren
- Figur 1
- ein Ultraschall-Sensor gemäß der Erfindung schematisch im Schnitt dargestellt ist.
In
- Figur 2
- ist eine vorteilhafte Ausgestaltung des Randbereichs des Ultraschall-Sensors ebenfalls
im Schnitt dargestellt und
- Figur 3
- zeigt eine besonders vorteilhafte Anordnung der Elektroden auf den Flachseiten der
Polymerfolie in einer Draufsicht und
- Figur 4
- zeigt einen Ultraschall-Sensor mit einer besonders vorteilhaft gestalteten Masselektrode
im Schnitt. In
- Figur 5
- ist eine bevorzugte Ausführungsform eines geschlossenen Ultraschall-Sensors im Schnitt
dargestellt.
- Figur 6
- zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ultraschall-Sensors,
bei der die Elektroden außerhalb der Polymerfolie angeordnet sind und in
[0012] Gemäß Figur 1 enthält ein Ultraschall-Sensor 2 eine beispielsweise kreisscheibenförmige
Polymerfolie 4, die zwischen zwei beispielsweise ringförmige Stützkörper 6 straff
eingespannt ist und eine Membran 40 bildet. Die Polymerfolie besteht aus einem semikristallinen
Polymer, beispielsweise Polyvinylfluorid PVF oder einem Copolymer von Vinylfluorid
mit Tetrafluorethylen oder Trifluorethylen, insbesondere biaxial gereckten Polyvinylidenfluorid
PVDF. Die Polymerfolie 4 ist in einem zentralen Bereich 42 polarisiert und piezoelektrisch
aktiv. Der piezoelektrisch aktive Bereich 42 ist von einem piezoelektrisch inaktiven
Bereich 44 umgeben. Der Durchmesser d des beispielsweise kreisscheibenförmigen, rotationssymmetrisch
um eine senkrecht zu den Flachseiten der Polymerfolie 4 verlaufende Mittelachse 22
angeordneten zentralen Bereiches 42 ist sehr viel kleiner als der Durchmesser D der
Membran 40 der Polymerfolie 4. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Durchmesser
d des polarisierten zentralen Bereiches 42 kleiner als 2 mm, insbesondere kleiner
als 1 mm. Der Durchmesser D der Membran 40 ist in vorteilhafter Weise größer als 30
mm, insbesondere größer als 50 mm zu wählen, um den Einfluß der Stützkörper 6 auf
das im zentralen Bereich 42 zu messende Schallfeld zu verringern. Die Dicke der Polymerfolie
4 beträgt zwischen 10 µm und 100 µm, insbesondere zwischen 25 µm und 50 µm. Die Polymerfolie
4 ist an der Oberfläche ihres piezoelektrisch inaktiven Bereich 44 auf ihren beiden
Flachseiten mit jeweils einer Elektrode 8 versehen. Die Elektroden 8 sind somit derart
angeordnet, daß sie vom piezoelektrisch aktiven Bereich 42 räumlich getrennt sind
und ihn nicht berühren. Die Elektroden 8 befinden sich vorzugsweise in einem äußeren
Randbereich der Polymerfolie 4, dessen Breite kleiner als 1/4, insbesondere kleiner
als 1/10 des Durchmessers der Folie ist. Die Elektroden 8 haben eine beispielsweise
ringförmige Gestalt und sind im Bereich der Membran 40 beispielsweise konzentrisch
um die Mittelachse 22 angeordnet. Die Elektroden 8 sind mit elektrischen Anschlußleitern
82 versehen, die beispielsweise in radialen Nuten 62 der Stützkörper 6 zum zylindrischen
Außenrand des Ultraschall-Sensors 2 führen. Dort können die Anschlußleiter 82 beispielsweise
mit einem Koaxialkabel verbunden werden, das die elektrischen Signale an eine weiterverarbeitende
Elektronik, beispielsweise einen ladungsempfindlichen Verstärker, weiterleitet. Insbesondere
ist einer der beiden Anschlußleiter 82 mit der elektrischen Masse verbunden.
[0013] Die Eigenschaften des Ultraschallfeldes eines für medizinische Zwecke verwendeten
Ultraschallsenders werden in der Regel in einem mit einer schalltragenden Flüssigkeit,
beispielsweise Wasser, gefüllten Becken gemessen. Der Ultraschall-Sensor 2 ist somit
während der Messung von Wasser 10 umgeben.Die durch das Ultraschallfeld auf die Polymerfolie
4 einwirkenden Druckkräfte erzeugen im piezoelektrisch aktiven zentralen Bereich 42
hochfrequente Oberflächenladungsschwingungen. Der piezoelektrisch aktive Bereich 42
ist von den Elektroden 8 bei Verwendung reinen Wassers hochohmig getrennt. Wegen der
hohen relativen Dielektrizitätszahl ε
r = 81 von Wasser koppeln jedoch diese Ladungsschwingungen kapazitiv über das als Dielektrikum
wirkende Wasser auf die Elektroden 8 über. Da die signalaufnehmenden Elektroden 8
am äußeren Rand des Membranbereiches der Polymerfolie 4 angeordnet sind, können im
zentralen Bereich 40 sehr hohe Schalldruckamplituden reproduzierbar gemessen werden,
ohne daß die Gefahr einer mechanischen Zerstörung und eines Abplatzens der Elektroden
8 von der Polymerfolie 4 auftritt.
[0014] Entsprechend Figur 2 können sich die Elektroden 8 auch in den Bereich der Polymerfolie
4 erstrecken, der zwischen den Stützkörpern 6 eingeklemmt ist. Die Nuten 64, in denen
die Anschlußleiter 82 verlaufen, müssen sich somit nicht mehr bis zum Innenrand der
Stützkörper 6 erstrecken.
[0015] In der vorteilhaften Ausführungsform gemäß Figur 3 sind die beiden Flachseiten der
Polymerfolie 4 jeweils mit einer annähernd halbringförmigen Elektrode 86 bzw. 87 versehen.
Die beiden Elektroden 86 und 87 sind derart angeordnet, daß sie sich nicht überlappen.
Die zwischen den Elektroden 86 und 87 auftretende parasitäre Kapazität, die eine Verminderung
des elektrischen Nutzsignals verursacht, wird dadurch verringert. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn der Ultraschall-Sensor auch zum Messen von Ultraschallfeldern
eingesetzt werden soll, die in der medizinischen Diagnostik verwendet werden.
[0016] Gemäß Figur 4 ist einer der beiden Stützkörper 6 an seiner, der Polymerfolie 4 abgewandten
Flachseite mit einer Masseelektrode 12 versehen. Diese Masseelektrode 12 ist gemeinsam
mit derjenigen Elektrode 8, die sich im Gebiet zwischen der Masselektrode 12 und der
Polymerfolie 4 befindet, mit der elektrischen Masse verbunden. Dadurch wird die Koppelkapazität
des piezoelektrisch aktiven Bereiches 42 nach Masse und somit das an den Eingängen
eines Verstärkers 26 anliegende elektrische Signal vergrößert. Die Masselektrode 12
besteht in einer vorteilhaften Ausführungsform aus einer Edelstahlfolie, deren Dicke
weniger als 100 µm, insbesondere zwischen 10 µm und 20 µm beträgt. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform ist die Masseelektrode 12 ein dünnes Metallgitter, dessen
Dicke ebenfalls kleiner als 100 µm ist. Dadurch wird der störende Einfluß der Masseelektrode
12 auf das Ultraschallfeld verringert. Die zwischen Masseelektrode 12 und Polymerfolie
4 befindliche Elektrode 8 kann in einer besonders bevorzugten, vereinfachten Ausführungsform
auch entfallen, da die Masseelektrode 12 die Funktion dieser Elektrode 8 übernimmt.
[0017] Entsprechend der Ausführungsform gemäß Figur 5 sind die Stützkörper 6 an ihren der
Polymerfolie 4 abgewandten Flachseiten jeweils mit einer Deckplatte 122 bzw. 124 versehen.
Zwischen dem Membranbereich 40 der Polymerfolie 4 und den Deckplatten 122 und 124
entsteht somit jeweils eine dichte Kammer 100. In einer vorteilhaften Ausführungsform
bestehen diese Deckplatten 122 und 124 aus einem Kunststoff, beispielsweise Polystyrol
PS oder Polymethacrylsäuremethylester PMMA, welcher der außerhalb der Kammer 100 befindlichen
schalltragenden Flüssigkeit weitgehend akustisch angepaßt und dessen Einfluß auf das
zu messende Schallfeld gering ist. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
bestehen die Deckplatten 122 und 124 aus Polymethylpenten, PMP, dessen akustische
Impedanz nahezu gleich der akustischen Impedanz von Wasser ist. Insbesondere können
die Deckplatten 122 und 124 auch aus einer Polymerfolie bestehen, deren Dicke vorzugsweise
kleiner als 100 µm ist. Die Kammern 100 sind gegenüber dem Außenraum dicht verschlossen
und sind durch die Polymerfolie 4 voneinander getrennt. Dazu sind die Nuten 62 in
denen die Anschlußleiter 82 verlaufen, beispielsweise mit einem Klebstoff 84 teilweise
vergossen oder es ist eine Ausführungsform gemäß Figur 2 vorgesehen, bei der die Nuten
nicht bis zum Innenrand der Stützkörper 6 führen. Die Kammern 100 sind mit einer schalltragenden
Flüssigkeit gefüllt. Als Flüssigkeit kann beispielsweise Wasser vorgesehen sein, bei
dem die Signalkopplung vom piezoelektrisch aktiven zentralen Bereich 42 zu den Kontaktelektroden
8 im wesentlichen kapazitiv erfolgt. In einer besonderen Ausführungsform sind die
Kammern 100 mit einem Elektrolyten, z.B. einer wässrigen Kochsalzlösung, gefüllt,
dessen elektrische Leitfähigkeit so gewählt ist, daß der ohmsche Widerstand zwischen
den Elektroden 8 und der Oberfläche des piezoaktiven Bereichs 42 kleiner als 1 kΩ
insbesondere kleiner als 100 Ω ist. In dieser Ausführungsform erfolgt die Kopplung
des im piezoelektrisch aktiven Bereich 42 erzeugten Wechselladungssignals auf die
Elektroden 8 in erster Näherung über den durch die Flüssigkeit gebildeten Serienwiderstand.
Wenigstens die Oberfläche der Elektroden 8 besteht in vorteilhafter Weise aus einem
edelmetallischen Werkstoff, beispielsweise Gold Au oder Platin Pt.
[0018] Eine der Deckplatten 122 und 124 kann in einer besonderen Ausführungsform auch aus
einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, beispielsweise einer Edelstahlfolie oder einem
elektrisch leitfähigen Kunststoff bestehen und mit der elektrischen Masse verbunden
sein. Dadurch wird die Koppelkapazität des piezoelektrisch aktiven Bereichs 42 nach
Masse vergrößert und das elektrische Ausgangssignal entsprechend erhöht. Besteht eine
der Deckplatte 122 und 124 aus einem metallischen Werkstoff, so ist der Ultraschall-Sensor
2 bei einer Messung in vorteilhafter Weise so im Schallfeld eines Ultraschall-Senders
einzusetzen, daß sich diese Deckplatte auf der dem Ultraschall-Sender abgewandten
Seite des Ultraschall-Sensors 2 befindet.
[0019] Bei einem besonders vorteilhaften Ultraschall-Sensor 24 gemäß Figur 6 ist eine kreisscheibenförmige
Polymerfolie 4 an einem rotationssymmetrischen Stützkörper 6 befestigt, der beispielsweise
an seiner Innenwand mit einer ringförmigen Ausnehmung versehen ist, die sich bis zu
den der Polymerfolie 4 abgewandten Stirnseiten der Stützkörper 6 erstreckt. In diese
Ausnehmung ist jeweils eine ebenfalls ringförmige Elektrode 88 eingeschoben und mit
einem am Stützkörper 6 befestigten Halteflansch 66 fixiert. Die Elektroden 88 sind
beispielsweise metallische Ringe deren Wandstärke weniger als 1 mm, betragen kann.
Die Elektroden 88 bestehen beispielsweise aus Edelstahl oder aus Messing, das zum
Schutz vor den korrosiven Eigenschaften des umgebenden Mediums beispielsweise mit
einer Platinschutzschicht versehen ist. Von den Elektroden 88 führen Anschlußleiter
82 über Nuten 68 des Stützkörpers 6 zu seinem zylindrischen Außenrand.
[0020] In dieser besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Polymerfolie 4 somit nicht
mehr mit Elektroden beschichtet. Dies hat den Vorteil, daß der Ultraschall-Sensor
24 auch in seinen linearen Dimensionen erheblich verkleinert werden kann, da sich
in dieser Ausführungsform die Elektroden 88 auch in unmittelbarer Nähe des Fokus einer
Ultraschall-Stoßwelle befinden können, ohne daß die Gefahr einer Zerstörung der Elektroden
88 besteht. Eine derartige Miniaturisierung des Ultraschall-Sensors 24 hat den Vorteil,
daß die Koppelkapazitäten des piezoelektrisch aktiven Bereiches 42 zu den Elektroden
88 durch eine Verringerung des gegenseitigen Abstandes vergrößert werden und somit
die Empfindlichkeit des Ultraschall-Sensors 24 erhöht wird.
[0021] Auch in der Ausführungsform nach Figur 6 kann der Ultraschall-Sensor 24 mit einer
Masseelektrode entsprechend Figur 4 oder mit Deckplatten entsprechend Figur 5 versehen
sein.
1. Ultraschall-Sensor mit einer wenigstens in ihrem Randbereich an einem Stützkörper
befestigten Polymerfolie, die wenigstens in einem Teilbereich piezoelektrisch aktiviert
ist, der mit Elektroden elektrisch gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (8) räumlich getrennt vom piezoelektrisch aktiven Bereich (42)
angeordnet sind.
2. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des piezoelektrisch aktiven Bereiches (42) kleiner als die Gesamtfläche
des eine Membran (40) bildenden Teils der Polymerfolie (4) ist.
3. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (8) auf den Flachseiten der Polymerfolie (4) wenigstens teilweise
im Oberflächenbereich der Membran (40) angeordnet sind.
4. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine kreisscheibenförmige Membran (40) vorgesehen ist, die in ihrem äußeren
Randbereich mit kreisringförmigen Elektroden (8) versehen ist, die konzentrisch um
einen zentralen kreisscheibenförmigen piezoelektrisch aktiven Bereich (42) angeordnet
sind.
5. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die auf den einander gegenüberliegenden Flachseiten der Polymerfolie (4)
angeordneten Elektroden (86, 87) nicht überlappen.
6. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Elektroden (88) vorgesehen sind, die von der Polymerfolie (4) räumlich getrennt
angeordnet sind.
7. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer kreisscheibenförmigen Polymerfolie (4) ringförmige Elektroden (88)
vorgesehen sind, die am Stützkörper (6) angeordnet sind.
8. Ultraschall-Sensor nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber einer der beiden Flachseiten der Membran (40) auf der der Membran
(40) abgewandten Stirnseite des Stützkörpers (6) eine kreisscheibenförmige Masseelektrode
(12) angeordnet ist.
9. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Masseelektrode (12) ein Metallgitter ist.
10. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber den beiden Flachseiten der Membran (40) auf den freien Stirnseiten
des Stützkörpers (6) jeweils eine Deckplatte (122, 124) angeordnet ist und daß zwischen
Deckplatte (122, 124) und Membran (40) jeweils eine dichte Kammer (100) gebildet wird,
die mit einer schalltragenden Flüssigkeit gefüllt ist.
11. Ultraschall-Sensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die schalltragende Flüssigkeit ein Elektrolyt ist.
1. An ultrasonic sensor with a polymer film secured at least in its edge region on a
supporting body, which film is piezo-electrically activated at least in one partial
region which is electrically coupled with electrodes, characterised in that the electrodes
(8) are arranged spatially separated from the piezo-electrically active region (42).
2. An ultrasonic sensor according to claim 1, characterised in that the surface of the
piezoelectrically active region (42) is smaller than the whole area of the part of
the polymer film (4) forming a membrane (40).
3. An ultrasonic sensor according to claim 2, characterised in that the electrodes (8)
on the flat sides of the polymer film (4) are arranged at least partially in the surface
region of the membrane (40).
4. An ultrasonic sensor according to claim 3, characterised in that a circular disc-shaped
membrane (40) is provided, which is equipped in its outer edge region with circular
ring-shaped electrodes (8), which are arranged concentrically around a central circular
disc-shaped piezo-electrically active region (42).
5. An ultrasonic sensor according to claim 3 or 4, characterised in that the electrodes
(86, 87) opposingly arranged on the flat sides of the polymer film (4) do not overlap.
6. An ultrasonic sensor according to claim 1 or 2, characterised in that electrodes (88)
are provided which are arranged spatially separated from the polymer film (4).
7. An ultrasonic sensor according to claim 6, characterised in that with a circular disc-shaped
polymer film (4) ring-shaped electrodes (88) are provided, which are arranged on the
supporting body (6).
8. An ultrasonic sensor according to one of claims 4 to 7, characterised in that opposite
one of both flat sides of the membrane (40) on the end side of the supporting body
(6) facing away from the membrane (40) there is arranged a circular disc-shaped ground
electrode (12).
9. An ultrasonic sensor according to claim 8, characterised in that the ground electrode
(12) is a metal grid.
10. An ultrasonic sensor according to claim 1 or 8, characterised in that opposite both
flat sides of the membrane (40) on the free end sides of the supporting body (6) there
is arranged in each case a cover plate (122, 124) and in that formed in each case
between the cover plate (122,124) and membrane (40) there is a sealed chamber (100),
which is filled with a sound-carrying liquid.
11. An ultrasonic sensor according to claim 9, characterised in that the sound-carrying
liquid is an electrolyte.
1. Capteur à ultrasons comportant une feuille de polymère fixée au moins dans sa zone
marginale à un corps de support et activée par voie piézoélectrique au moins dans
une zone partielle, qui est accouplée à des électrodes, caractérisé par le fait que
les électrodes (8) sont disposées en étant séparées dans l'espace vis-à-vis de la
zone (42) active du point de vue piézoélectrique.
2. Capteur à ultrasons suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la surface
de la zone (42) active du point de vue piézoélectrique est plus petite que l'ensemble
de la surface de la partie de la feuille de polymère (4), constituant une membrane
(40).
3. Capteur à ultrasons suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que les électrodes
(8) sont disposées sur les faces planes de la feuille de polymère (4) au moins partiellement
dans la zone de la surface de la membrane (40).
4. Capteur à ultrasons suivant la revendication 3, caractérisé par le fait qu'il est
prévu une membrane (40) en forme de disque circulaire, qui comporte, dans sa zone
marginale extérieure, des électrodes en forme d'anneaux circulaires (8), qui sont
disposées concentriquement autour d'une zone centrale en forme de disque circulaire,
active du point de vue piézoélectrique.
5. Capteur à ultrasons suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait que les
électrodes (86,87), qui sont situées sur les faces planes, opposées l'une à l'autre,
de la feuille de polymère (4), ne se chevauchent pas.
6. Capteur à ultrasons suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'il
est prévu des électrodes (88), qui sont disposées en étant séparées dans l'espace
par rapport à la feuille de polymère (4).
7. Capteur à ultrasons suivant la revendication 6, caractérisé par le fait que dans le
cas d'une feuille de polymère en forme de disque circulaire (4), il est prévu des
électrodes annulaires (88), qui sont disposées sur le corps de support (6).
8. Capteur à ultrasons suivant l'une des revendications 4 à 7, caractérisé par le fait
qu'une électrode de masse (12) en forme de disque circulaire est disposée sur la face
frontale du corps de support (6), tournée à l'opposé de la membrane (40), en vis-à-vis
de l'une des deux faces frontales de cette membrane.
9. Capteur à ultrasons suivant la revendication 8, caractérisé par le fait que l'électrode
de masse (12) est une grille métallique.
10. Capteur à ultrasons suivant la revendication 1 ou 8, caractérisé par le fait que des
plaques de fermeture respectives (122,124) sont disposées respectivement sur les faces
frontales libres du corps de support (6), en vis-à-vis des deux faces planes de la
membrane (40), et qu'une chambre étanche (100), remplie d'un liquide transmettant
le son, est formée respectivement entre la plaque de fermeture (122,124) et la membrane
(40).
11. Capteur à ultrasons suivant la revendication 9, caractérisé par le fait que le liquide
transmettant le son est un électrolyte.

