| (19) |
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(11) |
EP 0 282 508 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.03.1991 Patentblatt 1991/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.09.1987 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8700/112 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8802/066 (24.03.1988 Gazette 1988/07) |
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| (54) |
BRENNSTOFFEINSPRITZVORRICHTUNG FÜR EINE DIESELBRENNKRAFTMASCHINE MIT VOREINSPRITZUNG
FUEL INJECTION DEVICE FOR A DIESEL INTERNAL COMBUSTION ENGINE WITH PREINJECTION
DISPOSITIF D'INJECTION DE CARBURANT DANS UN MOTEUR DIESEL AVEC PREINJECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
09.09.1986 CH 3617/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
| (73) |
Patentinhaber: NOVA-WERKE AG |
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CH-8307 Effretikon (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FUCHS, Peter
CH-8450 Adlikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bruderer, Werner |
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Patentanwaltskanzlei
Oberhittnauerstrasse 12 8330 Pfäffikon 8330 Pfäffikon (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 370 173 GB-A- 514 011
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FR-A- 2 496 170
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine
in der jeweils eine Einspritzdüse über eine Druckleitung an einer Brennstoffpumpe
angeschlossen ist, die Brennstoffpumpe einen Zylinder mit mindestens einer Brennstoffleitung
für den Zu- und Abfluss von Brennstoff und einen Pumpenraum sowie einen Pumpenkolben
aufweist, wobei der Pumpenkolben mindestens einen mit dem Pumpenraum verbundenen Ringraum
mit zwei Steuerkanten und der Zylinder eine zugehörige Entlastungsbohrung zur Unterbrechung
des Druckaufbaues im Pumpenraum aufweist, der Pumpenkolben mit einer vom Brennstoffsystem
unabhängigen, mit einem Druckmittel betriebenen Antriebseinheit verbunden ist, und
diese Antriebseinheit eine Axialkolbeneinheit, eine Druckquelle und eine Steuereinrichtung
aufweist.
[0002] Brennstoffeinspritzvorrichtungen dieser Art finden bei Brennkraftmaschinen Verwendung,
bei welchen der Haupteinspritzphase eine Voreinspritzung vorgelagert ist. Dadurch
lässt sich bekanntlich die Belastung der Motorenbauteile reduzieren und der Verbrennungsprozess
in der Brennkraftmaschine verbessern. Aus der US-PS Nr. 4 426 198 ist eine derartige
Einspritzvorrichtung bekannt, wobei diese Einrichtung einen Kolben mit einer schrägen
Steuerkante aufweist und von einer Nockenwelle angetrieben ist. Das Pumpengehäuse
ist in bekannter Weise mit einer Brennstoffkammer versehen, in welche Einlassbohrungen
für den Brennstoff münden, und von welcher eine Druckleitung zur Einspritzdüse ausgeht.
Die Stirnfläche des Pumpenkolbens und die Kanten eines Ringraumes am Kolbenmantel
bilden Steuerkanten und wirken in bekannter Weise mit den Einlassbohrungen zusammen.
Unterhalb des ersten Ringraumes mit der Schrägkante, welcher mit der Brennstoffkammer
verbunden ist, ist ein zweiter Ringraum angeordnet. Dieser Ringraum steht ebenfalls
mit der Brennstoffkammer der Pumpe, d.h. dem Pumpenraum, in Verbindung. Im Pumpengehäuse
ist eine Entlastungsbohrung angeordnet, welche mit der Abflussleitung für den Brennstoff
verbunden ist. Bei Beginn des Pumpenhubes werden die Zuflussleitungen für den Brennstoff
und die Entlastungsbohrung durch den Kolben verschlossen und im Pumpenraum Druck aufgebaut.
Dieser Druck wird wieder abgebaut, sobald der untere Ringraum die Entlastungsbohrung
freigibt, wodurch auch der Einspritzvorgang unterbrochen wird. Die Dauer der Unterbrechung
ist von den Abmessungen des zweiten Ringraumes und der Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung
des Kolbens abhängig. Die Unterbrechung erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu welchem der
Kolben bereits eine relativ grosse Geschwindigkeit aufweist. Die Nockenscheibe beschleunigt
und bewegt den Kolben weiter, und es geht Bewegungsweg des Kolbens verloren. Damit
der im Pumpenraum verdrängte Brennstoff abfliessen kann, müssen der Ringraum und die
Entlastungsbohrung relativ grosse Abmessungen aufweisen, was zu erhöhter Leckage
führt.
[0003] Sobald die Entlastungsbohrung vom Kolbenmantel wieder geschlossen wird, entsteht
infolge der hohen Kolbengeschwindigkeit ein Druckstoss, welcher auf die Nockenwelle
übertragen wird und zu zusätzlichen, nachteiligen Belastungen derselben führt. Die
vom Pumpendruck erzeugten hohen Kräfte, z.B. bei 2000 bar Einspritzdruck, bewirken
Torsionsschwingungen, die den Einspritzbeginn infolge Druckverlaufsabweichungen
dynamisch um mehrere Grad Kurbelwinkel verschieben, Bei hohen Geschwindigkeiten des
Kolbens und insbesondere bei schnell laufenden Motoren treten weitere Nachteile auf,
indem die Entlastungsbohrung vom zweiten Ringraum so rasch überfahren wird, dass
der Druckabbau nicht mehr richtig abläuft. Bei grossen Motoren sind die auf die Nockenwelle
wirkenden Kräfte derart gross, dass besondere Massnahmen notwerdig und die Konstruktionen
der Wellen und Nocken sehr teuer werden. Die wirkenden Kräfte und die Bewegungsgeschwindigkeiten
der Pumpenkolben beschränken die Hubwege des Kolbens und auch den in der Pumpenkammer
maximal erzeugbaren Druck.
[0004] Aus der Schrift FR-A-2 496 170 ist eine Brennstoffpumpe bekannt, bei welcher der
Pumpenkolben von einem mit Druckmittel beaufschlagten Antriebskolben angetrieben
wird. Als Druckmittel für den Antrieb des Antriebskolbens wird die Verwendung einer
Flüssigkeit oder eines Gases vorgeschlagen. Die Bewegungen des Antriebskolbens werden
in bekannter Weise über ein Mehrwegventil in der Druckmittelzuleitung gesteuert.
Dem Mehrwegventil ist ein Druckmittelspeicher vorgelagert. Eine elektrische Steuereinrichtung
verarbeitet Messignale aus dem Verbrennungsraum und von der Kurbelwelle des Motors
und erzeugt Steuersignale für das Steuerventil in der Druckmittelzuleitung. Der Hub
des Pumpenkolbens wird durch den Hub des Antriebskolbens bestimmt, d.h. mittels der
elektrischen Steuereinrichtung. Da diese Steuerung sehr ungenau ist, weist der Pumpenkolben
zwei schräge Steuerkanten auf, und im Pumpenzylinder sind eine Einlassbohrung und
eine Auslassbohrung für den Brennstoff angeordnet. Diese beiden Bohrungen werden durch
die beiden Steuerkanten am Pumpenkolben geöffnet und/oder geschlossen. Durch Verdrehen
des Pumpenkolbens um die Längsachse kann in bekannter Weise die von der Pumpe zur
Düse geförderte Brennstoffmenge pro Hub verändert werden. Diese Steuerung ist mit
den bekannten Mängeln behaftet, und es wird nur der Beginn und das Ende des Einspritzvorganges
gesteuert. Eine Unterbrechung des Hubvorganges zur Erzeugung einer Voreinspritzung
ist in der praktischen Ausführung nicht möglich, da die Steuervorgänge über den Antriebskolben
viel zu ungenau und zu langsam sind. Das ganze System des Antriebskolbens und des
Druckmittels wirkt zudem als Feder, was zu unerwünschten Verzögerungen oder Beschleunigungen
des Pumpenkolbens führt. Es besteht auch die Gefahr, dass Druckstösse im Pumpenraum
zu Schwingungen im Druckmittelsystem führen. Derartige Stösse und Schwingungen stören
die Steuervorgänge und führen zu Defekten an den Steuerungen und Leitungen. Bei hohen
Motorgeschwindigkeiten oder hohen Einspritzdrücken sind die Verzögerungen zwischen
den Messungen am Motor und den Bewegungskorrekturen am Antriebskolben in der Pumpe
viel zu gross, wodurch die Einspritzvorgänge ungenau werden. Dies führt zu Leistungsverlusten
und erhöhten Schadstoffbelastungen.
[0005] Eine der vorliegenden Erfindung ähnliche Brennstoffpumpe, die jedoch heine Voreinspritseirichtung
aufweist, ist in der Patentanmeldung W088/02068 beschrieben, die das gleiche Prioritäts
datum hat wie vorliegende Erfindung.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennstoffeinspritzvorrichtung zu
schaffen, welche auch bei Einspritzvorgängen mit Voreinspritzung die Verwendung eines
von Druckmittel beaufschlagten Antriebes ermöglicht, bei welcher die Kolbengeschwindigkeit
während der Unterbrechungsphase reduziert und der gesamte Hubweg des Pumpenkolbens
vergrössert und gleichzeitig der Einspritzdruck erhöht werden kann. Der Antrieb soll
so schnell geschaltet werden können, dass die Bewegungen des Pumpenkolbens steuerbar
sind. Im weiteren soll die Einrichtung die genaue Unterbrechung der Einspritzphase
auch bei schnell laufenden Motoren ermöglichen und die Veränderung der Voreinspritz-,
der Unterbrechungs- und der Haupteinspritzphase abhängig vom Betriebszustand zulassen.
Die Einrichtung soll auch eine mechanische Notlaufeinrichtung aufweisen.
[0007] Die Einrichtung zur Lösung dieser Aufgaben ist dadurch gekennzeichnet, dass eine
erste Steuereinrichtung einen Hauptschieber und einen Hilfsschieber für das Druckmittel
umfasst, Haupt- und Hilfsschieber je einen Rückstellkolben aufweisen, diese Rückstellkolben
über eine Leitung mit dem Pumpenraum verbunden und von Brennstoff beaufschlagt sind,
in der Brennstoffleitung an der Pumpe eine zweite Steuereinrichtung mit einem Ueberström-/Saugventil
und mindestens einem Unterbrecherventil angeordnet ist, und das Ueberström-/Saugventil
eine Schaltkolbeneinheit aufweist, deren Kolbenraum über eine erste Leitung mit der
Entlastungsbohrung am Pumpenzylinder und dem Pumpenraum sowie über eine zweite Leitung
mit dem Unterbrecherventil und anschliessend der Brennstoffleitung verbunden ist.
[0008] Nach der Erfindung weist die von einem Druckmittel beaufschlagte Antriebseinheit
eine erste Steuereinrichtung mit einem Haupt- und Hilfsschieber auf, welche den Zu-
und Abfluss von Druckmittel zur Axialkolbeneinheit regeln. Dieses Druckmittelsystem
ist vom Brennstoffsystem getrennt und lässt die Verwendung von besonders geeigneten
Druckmitteln, z.B. Hochdruck-Hydrauliköl zu. Das Brennstoffsystem der Brennstoffpumpe
und das Druckmittelsystem der Axialkolbeneinheit sind voneinander unabhängige Systeme,
welche nur über die Rückstellkolben der ersten Steuereinrichtung miteinander verknüpft
sind. Die Haupt- und Hilfsschieber der ersten Steuereinrichtung weisen Rückstellkolben
auf, welche mit dem Pumpenraum verbunden sind und von Brennstoff beaufschlagt werden.
Diese Verbindungsleitung vom Pumpenraum zu den Rückstellkolben der Steuereinrichtung
ermöglicht eine direkte Beeinflussung des Druckmittelsystems durch das Brennstoffsystem.
Je nach Stellung des Pumpenkolbens, bzw. der daran angeordneten Steuerkanten, wird
die erste Steuereinrichtung zu einem gewünschten Zeitpunkt von unter Hochdruck stehendem
Brennstoff beaufschlagt und das Druckmittelsystem der Axialkolbeneinheit gesteuert.
Die zweite im Brennstoffsystem angeordnete Steuereinrichtung erlaubt die Steuerung
des Zu- und Abflusses von Brennstoff und gleichzeitig die Beeinflussung der ersten
Steuereinrichtung in Abhängigkeit vom Druck im Pumpenraum. Diese Anordnung hat den
Vorteil, dass die Phasen des Einspritzvorganges direkt mit Hilfe des Brennstoffdruckes
und der Kolbenbewegung gesteuert sind. Die Entlastungsbohrungen im Pumpenzylinder
dienen nur der Uebertragung von Druckstössen und die Einrichtung lässt deshalb sehr
hohe Kolbengeschwindigkeiten und die Verwendung aller Brennstoffarten zu. Als weiterer
Vorteil ist mittels des Unterbrecherventils an der zweiten Steuereinrichtung die
Länge der Unterbrechungsphase während der Einspritzphase veränderbar.
[0009] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Zylinder der Pumpe im oberen Bereich mindestens eine Brennstoffspeiseleitung zum Pumpenraum
und im Bewegungsbereich des Kolbens eine erste Entlastungsbohrung und eine zweite,
unterhalb der ersten angeordneten Entlastungsbohrung aufweist, diese Entlastungsbohrungen
Teile der Leitungen zwischen dem Pumpenraum und den Rückstellkolben sowie der Schaltkolbeneinheit
sind und am Mantel des Pumpenkolbens drei Ringräume mit je zwei Steuerkanten angeordnet
und über einen Kanal mit dem Pumpenraum verbunden sind. In weiterer Ausgestaltung
ist zwischen dem Kolbenraum des Rückstellkolbens am Hilfsschieber und dem Kolbenraum
des Rückstellkolbens am Hauptschieber eine Verbindungsleitung mit einem Rückschlagventil
angeordnet, und der Kolbenraum des Rückstellkolbens am Hilfsschieber ist über eine
weitere Leitung mit dem Kolbenraum des Schaltkolbens der zweiten Steuereinrichtung
verbunden. Die Anordnung von drei Ringräumen mit Steuerkanten am Pumpenkolben und
von zwei Entlastungsbohrungen am Pumpenzylinder ermöglicht die richtige Ansteuerung
des Haupt- und Hilfsschiebers an der ersten Steuereinrichtung sowie der Schaltstellen
in der zweiten Steuereinrichtung. Zusätzliche Unterbrüche der Einspritzphase lassen
sich durch die Anordnung von weiteren Ringräumen mit Steuerkanten erreichen. Die Entlastungsbohrung
und die Ringräume dienen nur der Uebertragung von Druckstössen und können, da die
Durchflussmengen sehr gering sind, kleine Abmessungen aufweisen.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Hauptschieber
drei durch Sperrsitze voneinander getrennte Ringräume und zwei miteinander verbundene
Schieberkörper und der Hilfsschieber zwei durch einen Sperrsitz getrennte Ringräume
und einen Schieberkörper auf, wobei zwischen dem mittleren Ringraum des Hauptschiebers
und einem der Ringräume des Hilfsschiebers eine Verbindungsleitung angeordnet ist,
eine Druckleitung und eine Rücklaufleitung zu je einem der anderen Ringräume des
Hauptschiebers geführt, und der zweite Ringraum des Hilfsschiebers über eine Leitung
mit der Axialkolbeneinheit verbunden ist. Eine weitere Verbesserung der Brennstoffeinspritzvorrichtung
lässt sich dadurch erreichen, dass in einer ersten Schaltstellung des Hauptschiebers
ein Schieberkörper die Druckleitung sperrt und die Rücklaufleitung mit der Verbindungsleitung
zu einem der Ringräume des Hilfsschiebers verbunden ist, und in einer zweiten Schaltstellung
der andere Schieberkörper die Rücklaufleitung sperrt und die Druckleitung mit der
Verbindungsleitung zum Hilfsschieber verbunden ist. Zweckmässig weist der Schieberkörper
des Hilfsschiebers eine Drosselbohrung auf, und diese Drosselbohrung verbindet die
beiden Ringräume bei geschlossenem Sperrsitz miteinander.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in
einer ersten Schaltstellung des Hilfsschiebers der Schieberkörper den Sperrsitz frei
gibt und die Leitung zur Axialkolbeneinheit direkt mit der Verbindungsleitung zum
Hauptschieber verbunden ist, und in einer zweiten Schaltstellung der Schieberkörper
die Leitung zur Axialkolbeneinheit sperrt und über die Drosselbohrung zwischen den
beiden Ringräumen einen beschränkten Durchflusskanal bildet.
[0012] In der ersten Schaltstellung strömt das volle Volumen zur Axialkolbeneinheit und
bewegt den Kolben mit der normalen Geschwindigkeit. Die zweite Schaltstellung nimmt
der Hilfsschieber ein, wenn der erste Ringraum am Pumpenkolben mit der ersten Entlastungsbohrung
am Pumpenzylinder zusammenwirkt. Der unter Druck stehende Brennstoff verschiebt den
Hilfsschieber über den Rückstellkolben. Die im Schieberkörper des Hilfsschiebers
angeordnete Drosselbohrung lässt in dieser Stellung nur einen reduzierten Volumenstrom
von der Druckmittelquelle zur Axialkolbeneinheit zu. Dadurch wird die Bewegungsgeschwindigkeit
des Pumpenkolbens reduziert, wobei die Reduktion durch Veränderung des Drosselquerschnittes
steuerbar ist. Daraus folgt der Vorteil, dass während der Unterbrechungsphase der
Einspritzung praktisch kein Hubvolumen, bzw. Arbeitsweg des Pumpenkolbens verloren
geht.
[0013] Weitere Verbesserungen der Brennstoffeinspritzvorrichtung ergeben sich dadurch, dass
die zweite Steuereinheit zwei Unterbrecherventile aufweist, beide Ventile mit je einem
Steuerkolben versehen sind, zwischen dem Ventilraum eines der Unterbrecherventile
und dem Kolbenraum dieses Unterbrecherventiles eine Verbindungsleitung vorhanden,
und in dieser Verbindungsleitung ein Hilfsventil angeordnet ist. Im weiteren ist
der Kolbenraum des zweiten Unterbrecherventiles über eine Leitung mit der unteren
Entlastungsbohrung am Pumpenzylinder verbunden, und eine Feder öffnet das Ventil
in drucklosem Zustand. In bevorzugter Weise ist das zweite Unterbrecherventil mit
einer aus der Steuereinheit herausgeführten Spindel versehen. Der Kolben des Hilfsventiles
ist mit einer Feder belastet und in drucklosem Zustand steht das Ventil offen, wobei
der Kolbenraum des Ventils über eine Leitung mit der Verbindungsleitung zwischen Haupt-
und Hilfsschieber verbunden und in dieser Leitung ein Schaltventil mit einer Verbindung
zur Rücklaufleitung eingebaut ist.
[0014] Die beiden Unterbrecherventile, bzw, deren Kolbenräume, sind über Leitungen mit dem
Brennstoffsystem und dem Pumpenraum verbunden und werden durch Druckstösse gesteuert.
Dabei sind diese beiden Ventile so geschaltet, dass normalerweise eines offen und
das andere geschlossen ist. Diese Anordnung erlaubt sehr schnelle Schaltungen, da
während der Oeffnungsbewegung des einen Unterbrecherventiles das andere bereits geschlossen
werden kann und umgekehrt. Zudem bleiben die zweite Steuereinheit und die Pumpe funktionsfähig,
auch wenn die Steuerelemente ausfallen. Anstelle der oder ergänzend zur hydraulischen
Ansteuerung lassen sich die Unterbrecherventile auch indirekt mechanisch oder elektrisch
ansteuern. Die direkte hydraulische Steuerung weist den Vorteil auf, dass keine zusätzlichen
Schaltmedien notwendig sind und dadurch die Fremdeinflüsse auf die Steuerung reduziert
werden. Das Schaltventil, welches das Hilfsventil steuert ist ein Hydraulikventil,
welches in bekannter Weise elektrisch betätigt wird. Die elektrischen Signale werden
in bekannter Weise vom Kurbeltrieb, dem Impulsgeber oder anderen leistungsabhängigen
Messstellen erzeugt. Für die Steuerung des Hydraulikventiles ist auch eine Nockensteuerung
geeignet.
[0015] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in der mit der Brennstoffableitung
verbundenen Bohrung in der zweiten Steuereinrichtung ein Rückschlagventil angeordnet,
und dieses Rückschlagventil sperrt die zum Unterbrecherventil führende Bohrung ab
und weist einen freien Durchlass in Richtung der mit der Brennstoffleitung verbundenen
Bohrung auf. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass Druckschläge, welche in der mit
der Brennstoffleitung verbundenen Bohrung auftreten, nicht auf die Unterbrecherventile
einwirken können. Dadurch wird ein ungewolltes Oeffnen dieser Ventile verhindert.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schieberkörper des Hauptschiebers
mit einer Schubstange verbunden, mindestens ein Teil der Schubstange bildet den Kern
einer Magnetspule, und diese Magnetspule ist mit einem elektrischen Impulsgeber verbunden
und/oder die Schubstange ist Teil einer mechanischen Sperreinrichtung ist und diese
Sperreinrichtung legt die Schubstange und die Schieberkörper des Hauptschiebers in
einer Steuerstellung fest.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine
Nockenwellen-Steuerung mit der ersten Steuereinrichtung im Hydrauliksystem in Verbindung
steht, und eine Nockenscheibe dieser Nockenwellen-Steuerung auf die Schubstange der
Steuereinrichtung einwirkt. Bei dieser Anordnung kann eine Nockenwelle von geringer
Masse eingesetzt werden, da sie nur Steuerelemente bewegen muss. Dies im Gegensatz
zu Einspritzvorrichtungen, bei welchen die Nockenwelle direkt die Pumpenkolben antreibt,
und die einer schweren und aufwendigen Konstruktion bedürfen. Die Steuernockenwelle
wirkt direkt auf die Schubstange des Hauptschiebers und dient als Betätigungsorgan
des Hauptschiebers oder als Notsteuerung bei Ausfall der Magnetspule. In weiterer
Ausgestaltung der Erfindung ist der Kolben der Axialkolbeneinheit doppeltwirkend und
weist eine volle und eine reduzierte Kolbenfläche auf und die Druckmittelzuleitung
zu dem Arbeitsraum der Axialkolbeneinheit, welcher der voll beaufschlagten Kolbenfläche
zugeordnet ist, ist über die Steuereinrichtung zur Druckquelle und eine Druckmittelzuleitung
von einem Ringraum der Axialkolbeneinheit welcher der reduzierten Ringfläche des
Kolbens zugeordnet ist, direkt zur Druckquelle geführt.
[0018] Beim Betrieb der erfindungsgemässen Brennstoffeinspritzvorrichtung wird der Pumpenkolben
mittels einer an sich bekannten Steuereinrichtung von der Motorenleistung abhängig
um seine Längsachse verdreht und in eine Stellung gebracht, bei welcher die Steuerkanten
die Einspritzung der gewünschen Brennstoffmenge bewirken. Der Start des Einspritzvorganges
wird über die erste Steuereinrichtung im Druckmittelsystem mittels eines elektrischen
Impulses über die Magnetspule oder mittels der Steuernockenwelle bewirkt. Die erste
Steuereinrichtung gibt den Druckmittelzufluss zur Axialkolbeneinheit frei und diese
bewegt den Pumpenkolben, wobei der Brennstoff im Pumpenraum unter Druck gesetzt wird.
Bei einem bestimmten Druck öffnet das Steuerventil zur Einspritzdüse, und der Brennstoff
wird unter Druck bis zu 2000 bar in die Dieselbrennkraftmaschine eingespritzt. Sobald
der Pumpenkolben den Weg zwischen der Steuerkante an der oberen Endfläche und der
oberen Steuerkante am ersten Ringraum zurückgelegt hat wird der Pumpenraum über die
erste Entlastungsbohrung und die Verbindungsleitungen mit den beiden Steuereinrichtungen
gekoppelt, und der plötzliche, sich mit Schallgeschwindigkeit ausbreitende Druckstoss
bewirkt über die Rückstellkolben in der ersten Steuereinrichtung ein Rückstellen
des Hilfsschiebers und sperrt dadurch den Hauptstrom von Druckmittel zur voll beaufschlagten
Kolbenfläche der Axialkolbeneinheit. Der Vorschub des Axial- und des Pumpenkolbens
erfolgt nur noch mittels des reduzierten Druckmittelstromes über die Drosselbohrung
des Hilfsschiebers. Gleichzeitig wirkt der Druckstoss auf die Schaltkolbeneinheit
der zweiten Steuereinrichtung und öffnet das Ueberström-/Saugventil. Dadurch entspannt
sich der im Pumpenraum herrschende Druck über die Speiseleitung in die Brennstoffableitung,
und der Einspritzvorgang wird unterbrochen. Wird der erste Ringraum am Mantel des
Pumpenkolbens schräg angeordnet, lässt sich die Voreinspritzphase in bekannter Weise
durch Verdrehen des Kolbens um die Längsachse verstellen. Sobald die untere Steuerkante
des ersten Ringraumes die Entlastungsbohrung passiert hat, ist der Pumpenkolben für
die Fortsetzung der Einspritzung bereit und bewegt sich mit reduzierter Geschwindigkeit.
Zu einem gewünschten Zeitpunkt wird das geschlossene Unterbrecherventil geöffnet
und dadurch der Kolbenraum der Schaltkolbeneinheit entlastet. Dies hat zur Folge,
dass der Rückstellkolben am Hilfsschieber der ersten Steuereinheit ebenfalls entlastet
wird und der federbelastete Schieber in seine erste Schaltstellung zurückgeschoben
wird. Dadurch trifft wieder der volle Volumenstrom von Druckmittel-auf den Axialkolben,
und die Bewegung des Pumpenkolbens wird mit voller Geschwindigkeit fortgesetzt. Das
Ueberström-/Saugventil schliesst sofort und im Pumpenraum wird wieder Druck aufgebaut.
Beim gewünschten Einspritzdruck öffnet das Steuerventil die Zuleitung zur Einspritzdüse,
und die Haupteinspritzphase beginnt. Während dieser Phase wird das Unterbrecherventil
in der zweiten Steuereinrichtung wieder geschlossen.
[0019] Sobald die obere Steuerkante des zweiten Ringraumes die erste Entlastungsbohrung
erreicht, wird das Ueberström-/Saugventil in beschriebener Weise erneut geöffnet
und die Haupt-Einspritzphase aigebrochen. Der dritte Ringraum am Pumpenkolben ist
parallel zum zweiten angeordnet, und die oberen Steuerkanten der beiden Ringräume
weisen den gleichen Abstand voneinander auf wie die erste und die zweite Entlastungsbchrung.
Weber die Verbindungsleitungen tritt deshalb der Druckstoss gleichzeitig auf die beiden
Rückstellkolben des Hilfs- und des Hauptschiebers an der ersten Steuereinrichtung
sowie auf die Schaltkolbeneinheit der zweiten Steuereinrichtung. Der Hauptschieber
öffnet den Rücklauf im Druckmittelsystem, was zur Folge hat, dass mit dem Oeffnen
des Ueberström-/Saugventiles im Brennstoffsystem auch der Axialkolben sofort stoppt
und zurückfährt. Dies gewährleistet den sofortigen Verschluss der Einspritzleitung
und verhindert ein Nachpumpen. Der Pumpenkolben und der Axialkolben werden in ihre
Ausgangsstellungen im unteren Totpunkt gestossen. Im unteren Totpunkt des Pumpenkolbens
liegt die Steuerkante an der oberen Endfläche des Kolbens unter der ersten Entlastungsbohrung.
Damit steht das ganze Brennstoffsystem einschliesslich der Rückstellkolben unter
dem gleichen Druck. Der Hilfsschieber fährt ebenfalls in seine Ausgangslage, und
die Steurereinrichtungen stehen für den nächsten Arbeitstakt bereit.
[0020] Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung ist der Hub des Pumpenkolbens nicht durch
mechanische Elemente beschränkt. Der Kolben kann deshalb einen kleineren Durchmesser
und einen grösseren Hub als die bekannten Vorrichtungen aufweisen. Dadurch ergibt
sich mehr Raum für die Steuerkanten, was die Herstellung und die Einstellung vereinfacht.
Infolge der volumetrischen Bestimmung der eingespritzten Brennstoffmenge ist diese
Brennstoffeinspritzvorrichtung ausserordentlich genau. Der Start des Einspritzvorganges
lässt sich durch bekannte und erprobte Mittel genau festlegen und an die erste Steuereinrichtung
übertragen. Durch die Trennung des Brennstoffsystems vom Druckmittelsystem ist der
Einsatz von speziellen Hydraulikölen oder anderen Druckmitteln möglich, welche die
bei Brennstoffeinspritzvorrichtungen gewünschte hohe Lebensdauer gewährleisten. Die
Verbindung der Schrägkantensteuerung am Pumpenkolben mit einer druckmittelbeaufschlagten
Antriebseinheit ergibt eine sehr hohe Betriebssicherheit und konstruktive Unabhängigkeit.
Ein grosser Vorteil dieser Brennstoffeinspritzvorrichtung besteht zudem darin, dass
sämtliche Bauelemente axial zueinander angeordnet werden können, und bei Anordnung
von mehreren Einspritzvorrichtungen jede von der anderen unabhängig ist. Die schweren
und aufwendigen Antriebsnockenwellen entfallen vollständig, was insbesondere bei grossen
und schnell laufenden Dieselmotoren wesentlich ist. Trotzdem ist die Notsteuerung
über Nockenwellen-Steuerungen mit einer leichten Nockenwelle gewährleistet.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemässe Brennstoffeinspritzvorrichtung in schematischer Darstellung
mit teilweise im Schnitt dargestellten Bauelementen
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die erste Steuereinrichtung mit mechanischer Sperreinrichtung
und der Nockenwellen-Steuerung
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die zweite Steuereinrichtung mit zwei Unterbrecherventilen,
einem Hilfsventil und einem zusätzlichen zwischen die beiden Steuereinrichtungen geschalteten
Steuerventil.
[0022] Die in Figur 1 dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung weist eine Brennstoffpumpe
3, eine Axialkolbeneinheit 28, eine erste Steuereinrichtung 38, eine zweite Steuereinrichtung
50 und eine Einspritzdüse 1 auf. Die Brennstoffpumpe 3 umfasst einen Pumpenzylinder
4, einen Pumpenraum 6, einen Pumpenkolben 7 sowie eine Brennstoffleitung, welche aus
der Brennstoffzuleitung 14, dem Rückschlagventil 16, dem Brennstoffkanal 5, der Durchströmleitung
66, der Speiseleitung 13 und der Brennstoffableitung 15 besteht. Am oberen Ende des
Pumpenzylinders 4 ist eine Druckleitung 2 angeordnet, welche ein Steuerventil 17 beinhaltet
und zur Einspritzdüse 1 führt. Die Speiseleitung 13 ist am oberen Ende des Pumpenraumes
6 in diesen eingeführt. Der Pumpenkolben 7 weist an seinem Mantel mehrere Ringräume
18, 19, 20 auf, welche über einen Kanal 10 mit dem Pumpenraum 6 in Verbindung stehen.
Der erste Ringraum 18 weist Steuerkanten 22, 23, der zweite Ringraum 19 Steuerkanten
24, 25 und der dritte Ringraum 20 die Steuerkante 26 auf. Die obere Endfläche 9 des
Pumpenkolbens 7 bildet eine erste Steuerkante 21. Im Pumpenzylinder 4 sind eine erste
Entlastungsbohrung 11 und eine zweite Entlastungsbohrung 12 angeordnet. Wenn sich
der Pumpenkolben 7 im unteren Totpunkt befindet, mündet die erste Entlastungsbohrung
11 oberhalb der oberen Endfläche 9 des Pumpenkolbens 7 in den Pumpenraum 6. Die zweite
Entlastungsbohrung 12 ist zur ersten Entlastungsbohrung 11 mit einem Abstand angeordnet,
welcher dem maximalen Hub des Pumpenkolbens 7 entspricht. Der Pumpenkolben 7 ist im
weiteren um sein Längsachse 8 drehbar, wozu eine bekannte Verstelleinrichtung 125
vorgesehen ist. Im weiteren ist der Pumpenkolben 7 an seinem unteren Ende mit der
Axialkolbeneinheit 28 einer Antriebseinheit 27 verbunden.
[0023] Die Axialkolbeneinheit 28 besteht aus einem Zylinder 29 sowie einem doppeltwirkenden
Axialkolben 30 und ist über Druckmittelleitungen 35, 36 mit einer ebenfalls zur Antriebseinheit
27 gehörenden Druckquelle 37 verbunden. Der doppeltwirkende Axialkolben 30 weist eine
gegen den Arbeitsraum 33 gerichtete Kolbenfläche 31 auf, welcher eine dem Ringraum
34 zugeordnete Ringfläche 32 gegenüberliegt. Die Antriebseinheit 27 wird mit einem
beliebigen bekannten Druckmittel betrieben und bildet ein Druckmittelsystem. Im vorliegenden
Beispiel wird Hochdruck-Hydrauliköl verwendet. Im Druckmittelsystem befindet sich
auch die erste Steuereinrichtung 38, welche über eine Druckleitung 42, eine Rücklaufleitung
43 und eine Leckleitung 44 verfügt. Die Druckmittelleitung 35, welche in den Arbeitsraum
33 der Axialkolbeneinheit 28 mündet, ist ebenfalls mit der ersten Steuereinrichtung
38 verbunden. Im weiteren sind an die erste Steuereinrichtung 38 Verbindungsleitungen
45, 46 angeschlossen, welche zu den Entlastungsbohrungen 11 und 12 am Pumpenzylinder
4 führen. Die Verbindungsleitungen 45, 46 sind über eine weitere Verbindungsleitung
47, in welche ein Rückschlagventil 48 eingebaut ist, miteinander verbunden. Dieses
Rüickschlagventil 48 verhindert, dass Brennstoff von der Leitung 46 zur Leitung 45,
bzw. zum Hauptschieber fliesst. Ein elektrischer Impulsgeber 39 ist neben der ersten
Steuereinrichtung 38 angeordnet und mit dieser verbunden. Dieser Impulsgeber 39 steht
in bekannter Weise mit den übrigen Mess- und Steuerorganen der Brennkraftmaschine
in Verbindung und steuert die Einspritzvorgänge den Bedürfnissen entsprechend. Neben
der Druckquelle 37 sind in der Antriebseinheit 27, bzw. im Druckmittelsystem in bekannter
Weise ein Druckregelventil 40 und ein Druckmittel- und Ausgleichsbehälter 41 angeordnet.
[0024] Die Verbindungsleitung 46, die Durchströmleitung 66 und die Speiseleitung 13 stehen
mit der zweiten Steuereinrichtung 50 in Verbindung. Diese weist eine durchgehende
Bohrung 64 auf, welche einerseits mit der Durchströmleitung 66 und anderseits mit
der Brennstoffableitung 15 in Verbindung steht. In dieser Bohrung ist ein Ueberström-/Saugventil
51 eingebaut, welches über einen Ventilsitz 61, einen Ventilschaft 58 und einen Schaltkolben
52 verfügt. Bei offenem Ventilsitz 61 kann Brennstoff von der Brennstoffzuleitung
14 über die Durchströmleitung 66, den Ventilsitz 61 und die Speiseleitung 13 in den
Pumpenraum 6 fliessen. Zur Unterstützung des Brennstoffzuflusses ist in der Brennstoffzuleitung
14 eine nicht dargestellte Brennstoffpumpe angeordnet, welche den Brennstoff unter
niederem Druck im Brennstoffsystem fördert. Das Ueberström-/Saugventil 51 ist mit
einer Feder 59 belastet, welche den Ventilsitz 61 schliesst. Im Ueberströmraum 62
befindet sich der Schaltkolben 52, welcher am Ventilschaft 58 anliegt. Unterhalb
des Schaltkolbens 52 ist ein Kolbenraum 57 ausgebildet, welcher über eine Leitung
49 mit der Verbindungsleitung 46 und der Entlastungsbohrung 11 in Verbindung steht.
Im Kolbenraum 57 ist eine Feder 60 angeordnet, welche den Schaltkolben 52 gegen
den Ventilschaft 58 drückt und das Ueberström-/Saugventil 51 gegen den Anpressdruck
der Feder 59 entlastet und im Gleichgewicht hält. Leber die Bohrungen 63, 65 und ein
Unterbrecherventil 53 steht der Kolbenraum 57 auch in Verbindung mit der Bohrung 64,
bzw. der Brennstoffableitung 15. Zwischen die Bohrungen 63 und 65 ist ein Ausgleichsventil
54 eingeschaltet, welches das Nachströmen von Brennstoff in die verschiedenen Bohrungen
erleichtert. Ein gegenüber dem Unterbrecherventil 53 angeordnetes Rückschlagventil
55 verhindert, dass Druckstösse in der Bohrung 64 das geschlossene Unterbrecherventil
53 aufstossen. Solche Druckstösse können auftreten, wenn das Ueberström-/Saugventil
51 bei hohem Druck in der Pumpenkammer 6 geöffnet wird und der Pumpendruck über die
Speiseleitung 13 in die Bohrung 64 und die Brennstoffableitung 15 abfliesst. Je nach
Druck im Pumpenraum 6 können solche Druckstösse kurzfristig bis 200 bar erreichen.
Die Betätigung des Unterbrecherventiles 53 erfolgt über eine Steuerung 56, welche
eine bekannte elektrische Steuerung oder eine mechanische Steuerung ist, welche mit
der auf die erste Steuereinrichtung 38 einwirkende Nockenwellen-Steuerung verbunden
ist.
[0025] Die erste Steuereinrichtung 38 ist in Figur 2 im Schnitt dargestellt und besteht
im wesentlichen aus einem Hauptschieber 70, einem Hilfsschieber 71, einer mechanischen
Sperreinrichtung 69 und einer Nockenwellen-Steuerung 110. Der Hauptschieber 70 weist
zwei Schieberkörper 77, 78 mit Steuerkanten und Sperrsitzen 82, 83 auf. Dem Schieberkörper
77 ist ein Ringraum 79 und dem Schieberkörper 78 ein Ringraum 81 zugeordnet. Dazwischen
befindet sich ein dritter Ringraum 80. Hinter jedem der Schieberkörper 77 bzw. 78
sind Druckentlastungsräume und Dichtkolben angeordnet, wobei die Druckentlastungsräume
mit einer Leckleitung 44 verbunden sind. Die Schieberkörper 77, 78 und die Dichtkolben
sind mittels eines Kerns im richtigen Abstand zueinander angeordnet und miteinander
verbunden. Der Ringraum 81 steht in Verbindung mit der Rücklaufleitung 43, der Ringraum
79 mit der Druckleitung 42 und 36, und der Ringraum 80 über eine Verbindungsleitung
89 mir einem Ringraum 86 des Hilfsschiebers 71. An einem Ende des Hauptschiebers
70 ist eine Schubstange 96 angeordnet, welche mit den Schieberkörpern 77, 78 verbunden
ist, wobei ein Teil der Schubstange 96 den Kern 98 einer Magnetspule 97 bildet. Die
Schubstange 96 erstreckt sich über die Magnetspule 97 hinaus und wird von der mechanischen
Sperreinrichtung 69 umschlossen. An diese mechanische Sperreinrichtung 69 schliesst
sich die Nockenwellen-Steuerung 110 an.
[0026] An der gegenüberliegenden Seite des Hauptschiebers 70 wirkt ein Rückstellkolben 72
über einen Zapfen 76 mit den Schieberkörpern 77, 78 zusammen. Ein zum Rückstellkolben
72 gehörender Kolbenraum 73 steht über die Verbindungsleitung 45 mit dem Brennstoffsystem
in Verbindung. Diese Verbindungsleitung 45 ist wie aus Figur 1 ersichtlich in die
Entlastungsbohrung 12 im Pumpenzylinder 4 eingeführt, welche in den Pumpenraum 6
führt. Ueber die Verbindungsleitung 47 und das Rückschlagventil 48 ist der Kolbenraum
73 auch mit der Verbindungsleitung 46 und damit der Entlastungsbohrung 11 im Pumpenzylinder
4, bzw. dem Kolbenraum 57 in der zweiten Steuereinrichtung 50 verbunden.
[0027] Der Hilfsschieber 71 weist einen Schieberkörper 84 und zwei Ringräume 85, 86 auf.
Hinter dem Schieberkörper 84 und den Ringräumen 85, 86 sind ebenfalls Druckentlastungsräume
und Dichtkolben angeordnet, wobei die Druckentlastungsräume mit der Leckleitung 44
verbunden sind. Zwischen den beiden Ringräumen 85, 86 befindet sich der Sperrsitz
87. Ueber die Verbindungsleitung 89 steht der Ringraum 86 je nach Stellung des Hauptschiebers
70 mit der Druckleitung 42 oder der Rücklaufleitung 43 in Verbindung. Vom Ringraum
85 geht die Druckmittelleitung 35 aus, welche zum Arbeitsraum 33 der Axialkolbeneinheit
28 führt. Im Schieberkörper 84 befindet sich eine Drosselbohrung 88, welche auch bei
geschlossenem Sperrsitz 87 einen reduzierten Durchfluss von Hydrauliköl vom Ringraum
86 in den Ringraum 85 und umgekehrt ermöglicht. Der Hilfsschieber 71 wirkt an einem
Ende ebenfalls mit einem Rückstellkolben 74 zusammen. Ein zum Rückstellkolben 74
gehörender Kolbenraum 75 steht über die Verbindungsleitung 46 mit dem Brennstoffsystem
bzw. mit der Entlastungsbohrung 11 am Pumpenzylinder 4 und dem Kolbenraum 57 an der
zweiten Steuereinrichtung 50 in Verbindung. An der gegenüberliegenden Seite ist der
Hilfsschieber 71 mit einer im Leckraum 95 angeordneten Feder 94 belastet, welche den
Hilfsschieber 71 jeweils in die Ausgangsposition zurückstösst.
[0028] In Figur 2 ist zusätzlich zu den beiden Schiebern 71, 72 die mechanische Sperreinrichtung
69 und die Nockenwellen-Steuerung 110 dargestellt. Die mechanische Sperreinrichtung
69 besteht im wesentlichen aus einem Sperrkörper 100, Klinken 104 und Entriegelungsbolzen
106. Die Schubstange 96 ragt in den Sperrkörper 100 hinein und weist in dessen Bereich
eine Schulter 101 auf. Wird die Schubstange 96 mittels der Magnetspule 97 nach links
verschoben, so nimmt die Schulter 101 den Sperrkörper 100 mit, und die federbelasteten
Klinken 104 rasten in die Nocken 105 ein und halfen den Sperrkörper 100 in seiner
Position fest. Dadurch kann die Stromzufuhr zur Magnetspule 97 unterbrochen werden,
und es besteht keine Ueberlastungs- und Ueberhitzungsgefahr. Die Rückstellung der
Schubstange 96 erfolgt am Ende des Einspritzvorganges über den vom Einspritzdruck
beaufschlagten Rückstellkolben 72. Dabei wird die Schubstange 96 gegen die Kraft der
Feder 102 nach rechts gedrückt und die Entriegelungsbolzen 106 werden vom Ende der
Schubstange 96 nach aussen getrieben. Diese Entriegelungsbolzen 106 heben die Sperrklinken
104 an und geben dadurch die Nocken 105 am Sperrkörper 100 frei. Die Feder 103 drückt
nun den Sperrkörper 100 wieder in seine Ausgangslage zurück.
[0029] Aus Sicherheitsgründen ist beim dargestellten Beispiel zusätzlich zur Magnetspule
97 der Einspritzansteuerung die Nockenwellen-Steuerung 110 angeordnet. Diese besteht
aus der Nockenscheibe 107 mit einem Nocken 108 und der am Steuerkörper 100 befestigten
Ablaufrolle 109. Die Nockenwelle wird von einem nicht dargestellten Antrieb, welcher
mit dem Kurbeltrieb in Verbindung steht, angetrieben. Bei Ausfall der elektrischen
Impulsgeber 39 oder der Magnetspule 97 oder bei einem Stromausfall treibt der Nocken
108 über die Ablaufrolle 109 den Sperrkörper 100 und damit die Schubstange 96 bei
Beginn des Einspritzvorganges nach links. Die Bewegung des Steuerkörpers 100 und der
Schubstange 96 bedarf nur geringer Kräfte, und die Nockenwellen-Steuerung 110 kann
deshalb leicht und ohne grossen kinematischen Aufwand gebaut werden. Die Rückstellung
der Schubstange 96 am Ende des Einspritzvorganges erfolgt in gleicher Weise wie oben
beschrieben. Im dargestellten Beispiel ist neben der Magnetspule 97 noch eine zweite
Magnetspule 99 angeordnet. Beide Magnetspulen 97, 99 erhalten über die elektrische
Leitung 93 elektrische Impulse vom elektrischen Impulsgeber 39. Durch Betätigung der
Magnetspule 99 mit einem elektrischen Impuls kann die Schubstange 96 nach rechts
verschoben und damit der Einspritzvorgang vorzeitig abgebrochen werden. Dies ermöglicht
einen Notstopp der Einspritzvorrichtung, da durch diese Verschiebung des Hauptschiebers
70 die Beaufschlagung des Axialkolbens 30 der Axialkolbeneinheit 28 unterbrochen und
der Axialkolben 30 zurückgedrückt wird.
[0030] Bei der in Figur 3 dargestellten zweiten Steuereinrichtung 50 handelt es sich um
eine Ausführungsform, welche höhere Schaltgeschwindigkeiten zulässt und Notlauffunktionen
erfüllt. Diese verbesserte Steuereinrichtung verfügt in gleicher weise wie die in
Figur 1 dargestellte über ein Ueberström-/Saugventil 51 mit einem Schaltkolben 52,
ein Ausgleichsrentil 54 und ein Rückschlagventil 55. Von der Durchströmleitung 66
fliesst Brennstoff in den Ueberströmraum 62 und von dort entweder über das Ueberström-/Saugventil
51 und die Speiseleitung 13 in den Pumpenraum 6 oder über die Bohrung 64 zur Brennstoffableitung
15. Das Rückschlagventil 55 weist einen freien Durchlass 68 auf, durch welchen der
Brennstoff von der Bohrung 64 in die Leitung 15 fliessen kann. Bei offenem Rückschlagventil
55 steht der Ventilraum 114 über die Bohrung 67 mit der Brennstoffableitung 15 in
Verbindung. Der Kolbenraum 57 des Schaltkolbens 52 ist wie aus Figur 1 ersichtlich
über die Leitung 49 sowie die Leitungen 45 und 46 mit den Entlastungsbohrungen 11
und 12 im Pumpenzylinder 4 verbunden. In die Bohrungen 63, 65 zwischen dem Kolbenraum
57 und der Brennstoffableitung 15 ist zusätzlich zum Unterbrecherventil 53 ein zweites
Unterbrecherventil 111 eingebaut. Neben dem Unterbrecherventil 53 ist ein weiteres
Hilfsventil 117 angeordnet. Das Unterbrecherventil 111 weist einen Steuerkolben 113
und einen Kolbenraum 118 auf, wobei der Kolbenraum 118 über die Leitung 119 mit der
Leitung 45 bzw. der Entlastungsbohrung 12 verbunden ist. Herrscht im Kolbenraum 118
kein Druck, so wird das Unterbrecherventil 111 von einer Feder 120 gegen den unteren
Anschlag gedrückt und steht offen. Das Unterbrecherventil 53 verfügt über einen Steuerkolben
112 und einen Kolbenraum 115, welcher über die Leitung 116 mit dem Ventilraum 114
in Verbindung steht. Das Unterbrecherventil 53 wird von einer Feder 126 gegen den
Ventilsitz gedrückt, wenn im Kolbenraum 115 kein Druck vorhanden ist und hält dieses
Ventil geschlossen. In der Leitung 116 zwischen Kolbenraum 115 und Ventilraum 114
ist das Hilfsventil 117 angeordnet, welches über einen Kolben 121, einen Kolbenraum
123 und eine Feder 122 verfügt. Im drucklosen Zustande drückt die Feder 122 den Kolben
121 gegen den Anschlag, und das Hilfsventil 117 steht offen. Der Kolbenraum 123 ist
über die Leitung 124 mit einem Schaltventil 90 verbunden, welches seinerseis über
die Steuerleitungen 91, 92 mit dem Hilfsschieber 71 der Steuereinrichtung 38 in Verbindung
steht. Die Steuerleitung 91 mündet wie aus Figur 2 ersichtlich ist in den Ringraum
86 und die Steuerleitung 92 in den mit der Leckleitung verbundenen Leckraum 95 am
Hilfsschieber 71. Das Schaltventil 90 ist ein Drei-Zweiwegventil, welches vom Impulsgeber
39 elektrisch oder von einer Nockenwelle betätigt wird. Der Betrieb der in Figur 1
dargestellten Brennstoffeinspritzeinrichtung erfolgt in der Weise, dass Brennstoff
von der Brennstoffzuleitung 14 über den Brennstoffkanal 5, die Leitung 66, das offene
Saugventil 51 und die Speiseleitung 13 in den Pumpenraum 6 strömt. Dabei befindet
sich der Pumpenkolben 7 in seiner untersten Lage und auch der mit dem Pumpenkolben
7 verbundene Axialkolben 30 ist im unteren Totpunkt. Der Hauptschieber 70 der ersten
Steuereinheit 38 wird von der Feder 103 in seiner Ausgangslage gehalten, und der Schieberkörper
77 verschliesst dabei die Verbindung der Druckleitung 42 zur Druckmittelleitung 35.
Bei Beginn eines Einspritzvorganges wird vom elektrischen Impulsgeber 39 die Magnetspule
97 angeregt und über die Schubstange 96 der Hauptschieber 70 in Richtung des Rückstellkolbens
72 verschoben. Dadurch gibt der Schieberkörper 77 die Verbindung zwischen dem Ringraum
79 und dem Ringraum 80 frei. Anderseits verschliesst der Schieberkörper 78 die Verbindung
zwischen dem Ringraum 80 und dem Ringraum 81. Dadurch strömt Druckmittel unter Druck
von der Druckleitung 42 über die Leitung 89 in die Ringräume 86, 85 am Hilfsschieber
71 und in die Leitung 35 und damit in den Arbeitsraum 33 der Axialkolbeneinheit 28.
Der Axialkolben 30 verschiebt sich nach oben und stösst den Pumpenkolben 7 in Richtung
des oberen Endes des Pumpenraumes 6. Durch diese Axialbewegung wird die Entlastungsbohrung
11 im Pumpenzylinder 4 geschlossen, und im Pumpenraum 6 wird Druck aufgebaut. Bei
Erreichen eines bestimmten Druckes öffnet das Steuerventil 17 und über die Einspritzdüse
1 wird Brennstoff in den Verbrennungsraum einer Dieselbrennkraftmaschine eingespritzt.
Der im Pumpenraum 6 herrschende Druck wird über einen am Mantel des Pumpenkolbens
7 angebrachten Kanal 10 den Ringräumen 18, 19 und 20 zugeführt. Sobald der Ringraum
18 bzw. dessen obere Steuerkante 22 die Entlastungsbohrung 11 erreicht, pflanzt sich
der im Pumpenraum 6 aufgebaute Druck als Druckstoss über die Leitungen 46 und 49 in
die erste und zweite Steuereinrichtung 38 und 50 fort. In der ersten Steuereinrichtung
38 wird wie aus Figur 2 erkennbar der Rückstellkolben 74 über den Kolbenraum 75 vom
Druckstoss beaufschlagt. Dadurch wird der Hilfsschieber 71 gegen die Kraft der Feder
94 verschoben, und der Schieberkörper 84 verschliesst den Sperrsitz 87. In dieser
Stellung des Hilfsschiebers 71 kann von der Druckleitung 42 nur noch ein begrenzter
Volumenstrom über die Drosselbohrung 88 in den Ringraum 85 und damit zum Axialkolben
30 fliessen. Der Pumpenkolben 7 bewegt sich deshalb von diesem Moment an nur noch
mit reduzierter Geschwindigkeit. Gleichzeitig wird in der zweiten Steuereinrichtung
50 über den Kolbenraum 57 der Schaltkolben 52 vom Druckstoss beaufschlagt. Der Schaltkolben
52 verschiebt sich nach oben und öffnet über den Ventilschaft 58 das Ueberström-/Saugventil
51 bzw. dessen Ventilsitz 61. Der im Pumpenraum 6 herrschende Druck entspannt damit
sofort in den Ueberströmraum 62, die Bohrung 64 und in die Brennstoffableitung 15.
Der plötzliche Druckabfall bewirkt das sofortige Schliessen des Steuerventiles 17,
und der Einspritzvorgang wird unterbrochen. Die Entlastungsbohrung 11 wird nach einem
kurzen Bewegungsweg des Kolbens 7 durch die untere Steuerkante 23 des Ringraumes 18
wieder verschlossen, und das Ueberström-/Saugventil 51 wird durch das im Kolbenraum
57 vorhandene Brennstoffvolumen in der offenen Position gehalten. Dabei ist der Druck
im Raum 57 höher als im Raum 62. Die Federn 59, 60 unterstützen die Bewegungen des
Ventiles 51. Da der Ringraum 18 nur der Uebertragung des Druckstosses dienen muss,
kann der Abstand zwischen den Steuerkanten 22, 23 sehr klein gewählt werden. Im Moment,
wo der Einspritzvorgang fortgesetzt werden soll, wird das Unterbrecherventil 53 schnell
geöffnet, indem die Steuerung 56 betätigt wird. Dadurch wird die Bohrung 65 mit der
Brennstoffableitung 15 verbunden und der Hilfsschieber 71 in der ersten Steuereinrichtung
38 kann durch die Feder 94 in seine Ausgangslage zurückgestossen werden. Durch die
gleiche Druckentlastung wird das Ueberström-/Saugventil 51 geschlossen. In der Folge
strömt wieder der volle Volumenstrom in die Druckleitung 35 und die Bewegung des
Axialkolbens 30 und damit des Pumpenkolbens 7 wird mit voller Geschwindigkeit fortgesetzt.
Bei Erreichen des vorgewählten Einspritzdruckes öffnet das Steuerventil 17 wieder,
und die Hauptphase der Einspritzung beginnt. Während dieser Phase wird das Unterbrecherventil
53 mit Hilfe der Steuerung 56 wieder geschlossen. Die Haupteinspritzphase setzt sich
fort, bis die Steuerkanten 24 und 26 der beiden Ringräume 19 und 20 die Entlastungsbohrungen
11 und 12 erreichen. Die beiden Steuerkanten 24 und 26 sind im gleichen Abstand voneinander
angeordnet wie die beiden Entlastungsbohrungen 11 und 12. Bei Erreichen dieser Position
wird der im Pumpenraum 6 herrschende Druck in der Form eines Druckstosses über die
Leitungen 45, 46 und 49 an die beiden Steuereinrichtungen 38 und 50 übertragen. Durch
den Druckstoss in der Leitung 45 und über den Kolbenraum 73 wird der Rückstellkolben
72 beaufschlagt und der Hauptschieber 70 zurückgestossen. Der Schieberkörper 77 unterbricht
die Verbindung zwischen den Ringräumen 79 und 80, und der Schieberkörper 78 öffnet
die Verbindung zwischen den Ringräumen 80 und 81, womit der Arbeitsraum 33 an der
Axialkolbeneinheit 28 mit der Rücklaufleitung 43 in Verbindung steht. Da der Hilfsschieber
71 durch den Druckstoss auf den Rückstellkolben 74 ebenfalls verschoben wurde, ist
der Sperrsitz 87 durch den Schieberkörper 84 verschlossen. Das Druckmedium kann deshalb
vom Arbeitsraum 33 über die Leitung 35 und die Drosselbohrung 88 nur mit beschränkter
Geschwindigkeit zurückströmen, wodurch ein Zurückschiessen des Kolbens verhindert
wird. Gieichzeitig öffnet wie schon oben beschrieben an der zweiten Steuereinrichtung
50 das Ueberström-/Saugventil 51 den Ventilsitz 61, und der Druck im Pumpenraum 6
wird sofort abgebaut. In der Folge schliesst das Steuerventil 17, und der Haupteinspritzvorgang
wird beendigt. Das ganze Brennstoffsystem und damit auch die Ringräume 18, 19 und
20 am Pumpenkolben 7 sowie die Leitungen 45, 46, 49 stehen damit wieder unter dem
normalen Druck der Brennstofförderpumpe und der Hilfsschieber 71 wird mittels der
Feder 94 in die Ausgangspesition zurückgestossen. Der Schieberkörper 84 öffnet dabei
den Sperrsitz 87 und gibt den vollen Rückströmquerschnitt frei. Der im Ringraum 34
der Axialkolbeneinheit 28 herrschende Druck des Druckmittelsystems stösst den Axialkolben
30 zurück, bis er seine Ausgangslage im unteren Totpunkt wieder erreicht hat. Die
Einrichtung steht damit für einen weiteren Einspritzvorgang bereit.
[0031] Werden entsprechend der Figur 3 in der zweiten Steuereinrichtung 50 zwei Unterbrecherventile
53 und 111 eingesetzt, so erfolgt die Schaltung dieser Ventile ebenfalls mit Hilfe
der über die Entlastungsbohrungen 11 und 12 vom Pumpenraum 6 abgezweigten Druckstösse.
Die Verwendung von zwei Unterbrecherventilen 53, 111 mit entsprechenden Steuerkolben
112, 113 gewährleistet den Betrieb bis zum maximalen Hub auch bei Ausfall der Steuerung
56 gemäss Figur 1 oder des Schaltventils 90 oder deren Ansteuerung. Dabei ist das
Hilfsventil 117 im drucklosen Zustand im Kolbenraum 123 durch die Federkraft 122 offen.
Erreicht die Steuerkante 22 am Kolben 7 die Entlastungsbohrung 11, wirkt der Druck
aus dem Pumpenraum 6 als Druckstoss von der Entlastungsbohrung 11 über die Leitung
49 und die Verbindungsleitung 116 auf den Steuerkolben 112, und das Unterbrecherventil
53 öffnet. Infolge des Druckabfalles im Kolbenraum 57 schliesst sofort das Ueberström-/Saugventil
51, und die Einspritzung wird fortgesetzt. Mit dem Abfallen des Druckes in der Verbindungsleitung
116 schliesst auch das Ventil 53 wieder. Der Kolben 7 bewegt sich weiter nach oben,
wobei die Einspritzphase fortgesetzt wird. Sobald die Steuerkanten 24 und 26 je die
Entlastungsbohrungen 11 und 12 erreichen, wirkt der Druck aus dem Pumpenraum 6 als
Druckstoss über die Leitungen 49 und 119. Der Druckstoss über die Leitung 49 wirkt
auf den Schaltkolben 52 und öffnet das Ueberström-/Saugventil 51. Das zweite Unterbrecherventil
111 wird gleichzeitig durch den Druckstoss aus dem Pumpenraum 6 über die Entlastungsbohrurg
12, die Verbindungsleitung 119 und der Beautschlagung des Steuerkolbens 113 geschlossen,
so dass das Ueberström-/Saugventil offen bleibt und die Einspritzung beendet wird.
Durch das Abströmen über das Ueberström-/Saugventil 51 und den nachfolgenden langsamen
Saughub sinkt der Druck im ganzen Brennstoffsystem und auch im Kolbenraum 118, so
dass das Ventil 111 durch die Feder 120 zuzurück gedrängt wird und für den nächsten
Förderhub wieder offen steht. Mit Hilfe einer Spindel 127 am Unterbrecherventil 111
können während des Einspritzhubes übergreifende Steuerbewegungen ausgeübt werden.
Durch eine an sich bekannte, nicht dargestellte Betätigung der Spindel 127, z.B.
in Verbindung mit dem Schaltventil 90, ergeben sich kürzere Schaltintervalle für das
Ueberström-/Saugventil 51. Während des Oeffnungsvorganges des ersten Unterbrecherventiles
53 kann das zweite Unterbrecherventil 111 bereits geschlossen werden und umgekehrt.
Das offene Unterbrecherventil 111 wird offen gehalten, indem das Hilfsventil 117 geschlossen
wird. Das Schaltventil 90 sorgt dafür, dass das Hilfsventil 117 im richtigen Zeitpunkt
geöffnet und damit das Unterbrecherventil 53 geschlossen wird. Die Steuerung des
Schaltventiles 90 für das Hilfsventil 117 erfolgt beim dargestellten Beispiel in
bekannter Weise leistungs- und drehzahlabhängig wie die Steuerung der Verstelleinrichtung
125 am Pumpenkolben 7. Die Kombination dieser beiden Verstellmöglichkeiten ermöglicht
die Veränderung der Voreinspritz-, Unterbrecher- und Haupteinspritzphasen in einem
weiten Bereich. Bei Verwendung von zwei Unterbrecherventilen 53 und 111 an der zweiten
Steuereinrichtung 50 lassen sich am Pumpenkolben 7 noch weitere Ringräume mit Steuerkanten
anordnen, wodurch weitere Unterbrechungsphasen in den Einspritzzyklus einschaltbar
sind. Infolge des langen möglichen Hubes des Pumpenkolbens 7 lassen sich derartige
Ringräume in bekannter Weise leicht anordnen.
1. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine mit Voreinspritzung
in der jeweils eine Einspritzdüse (1) über eine Druckleitung (2) an einer Brennstoffpumpe
(3) angeschlossen ist, die Brennstoffpumpe (3) einen Zylinder (4) mit mindestens
einer Brennstoffleitung (14, 5, 15) für den Zu- und Abfluss von Brennstoff und einen
Pumpenraum (6) sowie einen Pumpenkolben (7) aufweist, wobei der Pumpenkolben (7) mindestens
einen mit dem Pumpenraum (6) verbundenen Ringraum (18) mit zwei Steuerkanten (22,
23) und der Zylinder (4) eine zugehörige Entlastungsbohrung (11) zur Unterbrechung
des Druckaufbaues im Pumpenraum (6) aufweist, der Pumpenkolben (7) mit einer vom Brenntoffsystem
unabhängigen, mit einem Druckmittel beriebenen Antriebseinheit (27) verbunden ist
und diese Antriebseinheit (27) eine Axialkolbeneinheit (28), eine Druckquelle (37)
und eine Steuereinrichtung (38) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste
Steuereinrichtung (38) einen Hauptschieber (70) und einen Hilfsschieber (71) für
das Druckmittel umfasst, Haupt- und Hilfsschieber (70, 71) je einen Rückstellkolben
(72, 74) aufweisen, diese Rückstellkolben (72, 74) über eine Leitung (45, 46) mit
dem Pumpenraum (6) verbunden und von Brennstoff beaufschlagt sind, in der Brennstoffleitung
(5, 15) an der Pumpe (3) eine zweite Steuereinrichtung (50) mit einem Ueberström-/Saugventil
(51) und mindestens einem Unterbrecherventil (53) angeordnet ist, und das Ueberström-/Saugventil
(51) eine Schaltkolbeneinheit (52) aufweist, deren Kolbenraum (57) über eine erste
Leitung (49) mit der Entlastungsbohrung (11) am Pumpenzylinder (4) und dem Pumpenraum
(6) sowie über eine zweite Leitung (61, 65) mit dem Unterbrecherventil (53) und anschliessend
der Brennstoffleitung (15) verbunden ist.
2. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (4) der Pumpe (3) im oberen Bereich
mindestens eine Brennstoffspeiseleitung (13) zum Pumpenraum (6) und im Bewegungsbereich
des Kolbens eine erste Entlastungsbohrung (11) und eine zweite, unterhalb der ersten
angeordneten Entlastungsbohrung (12) aufweist, diese Entlastungsbohrungen (11, 12)
Teile der Leitungen (45, 46, 49) zwischen dem Pumpenraum (6) und den Rückstellkolben
(72, 74) sowie der Schaltkolbeneinheit (52) sind und am Mantel des Pumpenkolbens
(7) drei Ringräume (18, 19, 20) mit je zwei Steuerkanten angeordnet und über einen
Kanal (10) mit dem Pumpenraum (6) verbunden sind.
3. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kolbenraum (75) des Rückstellkolbens
(74) am Hilfsschieber (71) und dem Kolbenraum (73) des Rückstellkolbens (72) am Hauptschieber
(70) eine Verbindungsleitung (47) mit einem Rückschlagventil (48) angeordnet ist,
und der Kolbenraum (75) des Rückstellkolbens (74) am Hilfsschieber (71) über eine
weitere Leitung (46, 49) mit dem Kolbenraum (57) des Schaltkolbens (52) der zweiten
Steuereinrichtung (50) verbunden ist.
4. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptschieber (70) drei
durch Sperrsitze (82, 83) voneinander getrennte Ringräume (79, 80, 81) und zwei miteinander
verbundene Schieberkörper (77, 78) und der Hilfsschieber (71) zwei durch einen Sperrsitz
(87) getrennte Ringräume (85, 86) und einen Schieberkörper (84) aufweist, zwischen
dem mittleren Ringraum (80) des Hauptschiebers (70) und einem der Ringräume (86) des
Hilfsschiebers (71) eine Verbindungsleitung (89) angeordnet ist, eine Druckleitung
(42) und eine Rücklaufleitung (43) zu je einem der anderen Ringräume (79, 81) des
Hauptschiebers (70) geführt, und der zweite Ringraum (85) des Hilfsschiebers (71)
über eine Leitung (35) mit der Axialkolbeneinheit (28) verbunden ist.
5. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
4, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Schaltstellung des Hauptschiebers
(70) ein Schieberkörper (77) die Druckleitung (42) sperrt und die Rücklaufleitung
(43) mit der Verbindungsleitung (89) zu einem der Ringräume (86) des Hilfsschiebers
(71) verbunden ist, und in einer zweiten Schaltstellung der andere Schieberkörper
(78) die Rücklaufleitung (43) sperrt und die Druckleitung (42) mit der Verbindungsleitung
(89) zum Hilfsschieber (71) verbunden ist.
6. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkörper (84) des Hilfsschiebers (71)
eine Drosselbohrung (88) aufweist, und diese Drosselbohrung (88) die beiden Ringräume
(85, 86) bei geschlossenem Sperrsitz (87) miteinander verbindet.
7. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Schaltstellung
des Hilfsschiebers (71) der Schieberkörper (84) den Sperrsitz (87) frei gibt und die
Leitung (35) zur Axialkolbeneinheit (28) direkt mit der Verbindungsleitung (89) zum
Hauptschieber (70) verbunden ist, und in einer zweiten Schaltstellung der Schieberkörper
(84) die Leitung (35) zur Axialkolbeneinheit (28) sperrt und über die Drosselbohrung
(88) zwischen den beiden Ringräumen (85, 86) einen beschränkten Durchflusskanal bildet.
8. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Steuereinheit (50)
zwei Unterbrecherventile (53, 111) aufweist, beide Ventile mit je einem Steuerkolben
(112, 113) versehen sind, zwischen dem Ventilraum (114) eines der Unterbrecherventile
(53) und dem Kolbenraum (115) dieses Unterbrecherventiles (53) eine Verbindungsleitung
(116) vorhanden, und in dieser Verbindungsleitung (116) ein Hilfsventil (117) angeordnet
ist.
9. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenraum (118) des zweiten Unterbrecherventiles
(111) über eine Leitung (119, 45) mit der unteren Entlastungsbohrung (12) am Pumpenzylinder
(4) verbunden ist und eine Feder (120) das Ventil (111) in drucklosem Zustand öffnet.
10. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Unterbrecherventil (111) mit einer aus
der Steuereinheit (50) herausgeführten Spindel (127) versehen ist.
11. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (121) des Hilfsventiles
(117) mit einer Feder (122) belastet ist und in drucklosem Zustand das Ventil (117)
offen steht, der Kolbenraum (123) des Ventiles (117) über eine Leitung (124, 91)
mit der Verbindungsleitung (89) zwischen Haupt- und Hilfsschieber (70, 71) verbunden
und in dieser Leitung (124, 91) ein Schaltventil (90) mit einer Verbindung (92) zur
Rücklaufleitung (43) eingebaut ist.
12. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der mit der Brennstoffableitung
(15) verbundenen Bohrung (64) in der zweiten Steuereinrichtung (50) ein Rückschlagventil
(55) angeordnet ist, und dieses Rückschlagventil (55) die zum Unterbrecherventil
(53) führende Bohrung (67) absperrt und einen freien Durchlass (68) in Richtung der
mit der Brennstoffableitung (15) verbundenen Bohrung (64) aufweist.
13. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieberkörper (77, 78)
des Hauptschiebers (70) mit einer Schubstange (96) verbunden sind, mindestens ein
Teil der Schubstange (96) den Kern (98) einer Magnetspule (97) bildet und diese Magnetspule
(97) mit einem elektrischen Impulsgeber (39) verbunden ist.
14. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieberkörper (77, 78)
des Hauptschiebers (70) mit einer Schubstange (96) verbunden sind, die Schubstange
(96) Teil einer mechanischen Sperreinrichtung (69) ist und diese Sperreinrichtung
(69) die Schubstange (96) und die Schieberkörper (77, 78) des Hauptschiebers (70)
in einer Steuerstellung festlegt.
15. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach Patentanspruch
14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nockenwellen-Steuerung (110) mit der ersten
Steuereinrichtung (38) in Verbindung steht und eine Nockenscheibe (107) dieser Nockenwellen-Steuerung
(110) auf die Schubstange (96) der Steuereinrichtung (38) einwirkt.
16. Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Dieselbrennkraftmaschine nach einem der
Patentansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (30) der Axialkolbeneinheit
(28) doppeltwirkend ist und eine volle und eine reduzierte Kolbenfläche aufweist und
die Druckmittelleitung (35) zum Arbeitsraum (33) der Axialkolbeneinheit (28), welcher
der voll beaufschlagten Kolbenfläche (31) zugeordnet ist, über die Steuereinrichtung
(38) zur Druckquelle (37) und eine Druckmittelleitung (36) von einem Ringraum (34)
der Axialkolbeneinheit (28), welcher der reduzierten Ringfläche (32) des Kolbens
(30) zugeordnet ist, direkt zur Druckquelle (37) geführt ist.
1. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine with preinjection
in which a respective injection nozzle (1) is connected by a pressure line (2) to
a fuel pump (3), the fuel pump (3) has a cylinder (4) with at least one fuel line
(14, 5, 15) for the supply and discharge of fuel and a pump chamber (6) as well as
a pump piston (7), the pump piston (7) having at least one annular chamber (18) with
two control edges (22, 23) connected to the pump chamber (6) and the cylinder (4)
having an associated relief bore (11) for interrupting the pressure build-up in the
pump chamber (6), the pump piston (7) is connected to a pressure-medium operated drive
unit (27) which is independent of the fuel system and said drive unit (27) has an
axial piston unit (28), a pressure source (37) and a control device (38), characterised
in that a first control device (38) comprises a main slide valve (70) and an auxiliary
slide valve (71) for the pressure medium, the main and auxiliary slide valves (70,
71) each have a restoring piston (72, 74), said restoring pistons (72, 74) are connected
by a line (45, 46) to the pump chamber (6) and are acted upon by fuel, a second control
device (50) with an overflow/upstroke valve (51) and at least one interrupter valve
(53) is disposed in the fuel line (5, 15) at the pump (3), and the overflow/upstroke
valve (51) has a control piston unit (52) whose piston chamber (57) is connected by
a first line (49) to the relief bore (11) at the pump cylinder (4) and the pump chamber
(6) as well as by a second line (63, 65) to the interrupter valve (53) and subsequently
to the fuel line (15).
2. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 1, characterised in that the cylinder (4) of the pump (3) has in the upper region
at least one fuel feed line (13) to the pump chamber (6) and in the region of displacement
of the piston a first relief bore (11) and a second relief bore (12) disposed below
the first, said relief bores (11, 12) are portions of the lines (45, 46, 49) between
the pump chamber (6) and the restoring pistons (72, 74) as well as the control piston
unit (52) and three annular chambers (18, 19, 20) each having two control edges are
disposed on the skirt of the pump piston (7) and are connected by a channel (10) to
the pump chamber (6).
3. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 1 or 2, characterised in that a connecting line (47) with a check valve (48)
is disposed between the piston chamber (75) of the restoring piston (74) at the auxiliary
slide valve (71) and the piston chamber (73) of the restoring piston (72) at the main
slide valve (70), and the piston chamber (75) of the restoring piston (74) at the
auxiliary slide valve (71) is connected by a further line (46, 49) to the piston chamber
(57) of the control piston (52) of the second control device (50).
4. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 3, characterised in that the main slide valve (70) has three
annular chambers (79, 80, 81) separated from one another by blocking seats (82, 83)
and two interconnected slide valve elements (77, 78), and the auxiliary slide valve
(71) has two annular chambers (85, 86) separated by a blocking seat (87) and one slide
valve element (84), a connecting line (89) is disposed between the central annular
chamber (80) of the main slide valve (70) and one of the annular chambers (86) of
the auxiliary slide valve (71), a pressure line (42) and a return line (43) each lead
to one of the other annular chambers (79, 81) of the main slide valve (70) and the
second annular chamber (85) of the auxiliary slide valve (71) is connected by a line
(35) to the axial piston unit (28).
5. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 4, characterised in that, in a first switching position of the main slide valve
(70), a slide valve element (77) blocks the pressure line (42) and the return line
(43) is connected by the connecting line (89) to one of the annular chambers (86)
of the auxiliary slide valve (71) and, in a second switching position, the other slide
valve element (78) blocks the return line (43) and the pressure line (42) is connected
by the connecting line (89) to the auxiliary slide valve (71).
6. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 4, characterised in that the slide valve element (84) of the auxiliary slide
valve (71) has a throttle bore (88) and said throttle bore (88) connects the two annular
chambers (85, 86) to one another when the blocking seat (87) is closed.
7. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 4 to 6, characterised in that, in a first switching position of the
auxiliary slide valve (71), the slide valve element (84) unblocks the blocking seat
(87) and the line (35) to the axial piston unit (28) is directly connected to the
connecting line (89) to the main slide valve (70) and, in a second switching position,
the slide valve element (84) blocks the line (35) to the axial piston unit (28) and
forms a restricted flow channel by way of the throttle bore (88) between the two annular
chambers (85, 86).
8. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 7, characterised in that the second control unit (50) has two
interrupter valves (53, 111), each of the two valves is provided with a control piston
(112, 113), between the valve chamber (114) of one of the interrupter valves (53)
and the piston chamber (115) of said interrupter valve (53) there is a connecting
line (116), and an auxiliary valve (117) is disposed in said connecting line (116).
9. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 8, characterised in that the piston chamber (118) of the second interrupter
valve (111) is connected by a line (119, 45) to the lower relief bore (12) at the
pump cylinder (4) and a spring (120) opens the valve (111) in the unpressurised state.
10. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 8, characterised in that the second interrupter valve (111) is provided with
a spindle (127) extending out from the control unit (50).
11. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 8 or 9, characterised in that the piston (121) of the auxiliary valve
(117) is loaded by a spring (122) and in an unpressurised state the valve (117) is
open, the piston chamber (123) of the valve (117) is connected by a line (124, 91)
to the connecting line (89) between the main and auxiliary slide valves (70, 71) and
an on-off valve (90) with a connection (92) to the return line (43) is installed in
said line (124, 91).
12. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 11, characterised in that a check valve (55) is disposed in
the bore (64) in the second control device (50) connected to the fuel diversion (15),
and said check valve (55) blocks the bore (67) leading to the interrupter valve (53)
and has a free outlet (68) in the direction of the bore (64) connected to the fuel
diversion (15).
13. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 12, characterised in that the slide valve elements (77, 78)
of the main slide valve (70) are connected to a connecting rod (96), at least a portion
of the connecting rod (96) forms the core (98) of a magnet coil (97) and said magnet
coil (97) is connected to an electric pulse generator (39).
14. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 13, characterised in that the slide valve elements (77, 78)
of the main slide valve (70) are connected to a connecting rod (96), the connecting
rod (96) is part of a mechanical locking device (69) and said locking device (69)
fixes the connecting rod (96) and the slide valve elements (77, 78) of the main slide
valve (70) in a control position.
15. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to patent
claim 14, characterised in that a camshaft control (110) is connected to the first
control device (38) and a cam plate (107) of this camshaft control (110) acts upon
the connecting rod (96) of the control device (38).
16. Fuel injection device for a diesel internal combustion engine according to one
of patent claims 1 to 15, characterised in that the piston (30) of the axial piston
unit (28) is double-acting and has a full and a reduced piston area, and the pressure
medium line (35) to the working chamber (33) of the axial piston unit (28) associated
with the fully acted-upon piston area (31) is conveyed by way of the control device
(38) to the pressure source (37) and a pressure medium line (36) from an annular chamber
(34) of the axial piston unit (28) associated with the reduced annular area (32) of
the piston (30) is conveyed directly to the pressure source (37).
1. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel à préinjection dans lequel
un injecteur (1) est, par l'intermédiaire d'un conduit sous pression (2), raccordé
à une pompe à carburant (3), la pompe à carburant (3) présentant un cylindre (4) avec
au moins un conduit à carburant (14, 5, 15) pour l'amenée et la sortie du carburant
et une chambre de pompe (6) ainsi qu'un piston de pompe (7), le piston de pompe (7)
présentant au moins un espace annulaire (18) qui est pourvu de deux bords de commande
(22, 23) et est en communication avec la chambre de pompe (6), le cylindre (4) présentant
un trou de décharge (11) correspondant pour interrompre la constitution de pression
dans la chambre de pompe (6), le piston de pompe (7) étant relié à une unité d'entraînement
(27) qui est indépendante du système à carburant et qui est mise en oeuvre à l'aide
d'un agent sous pression, cette unité d'entraînement (27) présentant une unité à piston
axial (28), une source de pression (37) et un dispositif de commande (38), caractérisé
en ce qu'un premier dispositif de commande (38) comporte un coulisseau principal (70)
et un coulisseau auxiliaire (71) pour l'agent sous pression, les coulisseaux principal
et auxiliaire (70, 71) présentant chacun un piston de rappel (72, 74), ces pistons
de rappel (72, 74) étant, par un conduit (45, 46), reliés à la chambre de pompe (6)
et étant sollicités par du carburant, un deuxième dispositif de commande (50) pourvu
d'une soupape de décharge/aspiration (51) et d'au moins une soupape d'interruption
(53) étant agencé dans le conduit à carburant (5, 15) de la pompe (3), et en ce que
la soupape de décharge/aspiration (51) présente une unité à piston de commutation
(52) dont la chambre de piston (57) est reliée par l'intermédiaire d'un premier conduit
(49) au trou de décharge (11) du cylindre de pompe (4) et à la chambre de pompe (6)
ainsi que par un deuxième conduit (63, 65) à la soupape d'interruption (53) et ensuite
au conduit à carburant (15).
2. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
1, caractérisé en ce que le cylindre (4) de la pompe (3) présente, dans la zone supérieure,
au moins un conduit d'alimentation en carburant (13) vers la chambre de pompe (6)
et dans la zone de déplacement du piston un premier trou de décharge (11) et un deuxième
trou de décharge (12) qui est agencé en dessous du premier, ces trous de décharge
(11, 12) étant des parties des conduits (45, 46, 49) prévus entre la chambre de pompe
(6) et les pistons de rappel (72, 74) ainsi que l'unité à piston de commutation (52)
et en ce que trois espaces annulaires (18, 19, 20) présentant chacun deux bords de
commande sont agencés sur l'enveloppe du piston de pompe (7) et sont en communication
avec la chambre de pompe (6) par l'intermédiaire d'un canal (10).
3. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que, entre la chambre de piston (75) du piston de rappel
(74) du coulisseau auxiliaire (71) et la chambre de piston (73) du piston de rappel
(72) du coulisseau principal (70), un conduit de liaison (47) est agencé avec une
soupape de retenue (48) et en ce que la chambre de piston (75) du piston de rappel
(74) du coulisseau auxiliaire (71) est, par l'intermédiaire d'un autre conduit (46,
49), en communication avec la chambre de piston (57) du piston de commutation (52)
du deuxième dispositif de commande (50).
4. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que le coulisseau principal (70) présente trois chambres
annulaires (79, 80, 81) mutuellement séparées par des sièges d'arrêt (82, 83) et deux
corps de coulisseau (77, 78) mutuellement reliés et en ce que le coulisseau auxiliaire
(71 ) présente deux chambres annulaires (85, 86) séparées par un siège d'arrêt (87)
et un corps de coulisseau (84), en ce qu'un conduit de liaison (89) est agencé entre
la chambre annulaire centrale (80) du coulisseau principal (70) et l'une des chambres
annulaires (86) du coulisseau auxiliaire (71), en ce qu'un conduit sous pression (42)
et un conduit de retour (43) sont chacun guidés vers une des autres chambres annulaires
(79, 81) du coulisseau principal (70) et en ce que la deuxième chambre annulaire (85)
du coulisseau auxiliaire (71 ) est, par l'intermédiaire d'un conduit (35), en communication
avec l'unité à piston axial (28).
5. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
4, caractérisé en ce que, dans une première position de commutation du coulisseau
principal (70), un corps de coulisseau (77) bloque le conduit sous pression (42),
le conduit de retour (43) étant en communication avec le conduit de liaison (89) vers
une des chambres annulaires (86) du coulisseau auxiliaire (71), et en ce que, dans
une deuxième position de commutation, l'autre corps de coulisseau (78) bloque le conduit
de retour (43), le conduit sous pression (42) étant relié au conduit de liaison (89)
vers le coulisseau auxiliaire (71 ).
6. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
4, caractérisé en ce que le corps de coulisseau (84) du coulisseau auxiliaire (71)
présente un trou d'étranglement (88) et en ce que ce trou d'étranglement (88) relie
mutuellement les deux chambres annulaires (85, 86) lorsque le siège d'arrêt (87)
est fermé.
7. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
4 à 6, caractérisé en ce que, dans une première position de commutation du coulisseau
auxiliaire (71), le corps de coulisseau (84) libère le siège d'arrêt (87), le conduit
(35) vers l'unité à piston axial (28) étant directement en communication avec le conduit
de liaison (89) en direction du coulisseau principal (70), et en ce que, dans une
deuxième position de commutation, le corps de coulisseau (84) bloque le conduit (35)
vers l'unité à piston axial (28), le trou d'étranglement (88) formant un canal de
passage limité entre les deux chambres annulaires (85, 86).
8. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que la deuxième unité de commande (50) présente deux soupapes
d'interruption (53, 111), les deux soupapes étant chacune pourvues d'un piston de
commande (112, 113), un conduit de liaison (116) étant présent entre la chambre de
soupape (114) d'une des soupapes d'interruption (53) et la chambre de piston (115)
de cette soupape d'interruption (53), et en ce qu'une soupape auxiliaire (117) est
agencée dans ce conduit de liaison ( 116).
9. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
8, caractérisé en ce que la chambre de piston (118) de la deuxième soupape d'interruption
(111) est, par l'intermédiaire d'un conduit (119, 45), en communication avec le trou
de décharge inférieur (12) du cylindre de pompe (4) et en ce qu'un ressort ( 120)
ouvre la soupape (111), à l'état sans pression.
10. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
8, caractérisé en ce que la deuxième soupape d'interruption (111) est pourvue d'une
tige (127) qui fait saillie hors de l'unité de commande (50).
11. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
8 et 9, caractérisé en ce que le piston (121) de la soupape auxiliaire (117) est sollicité
par un ressort (122), en ce que la soupape (117) est ouverte à l'état sans pression,
en ce que la chambre de piston ( 123) de la soupape ( 117) est, par l'intermédiaire
d'un conduit (124, 91), reliée au conduit de liaison (89) prévu entre le coulisseau
principal et le coulisseau auxiliaire (70, 71) et en ce que, dans ce conduit (124,
91), une soupape de commutation (90) est incorporée avec une communication (92) vers
le conduit de retour (43).
12. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 11, caractérisé en ce qu'une soupape de retenue (55) est agencée dans l'alésage
(64) qui est prévu dans le deuxième dispositif de commande (50) et qui est relié au
conduit de sortie de carburant (15) et en ce que cette soupape de retenue (55) bloque
l'alésage (67), qui mène à la soupape d'interruption (53), et présente un passage
libre (68) en direction de l'alésage (64) qui est relié au conduit de sortie de carburant
(15).
13. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que les corps de coulisseau (77, 78) du coulisseau principal
(70) sont reliés à une tige de poussée (96), au moins une partie de la tige de poussée
(96) formant le noyau (98) d'une bobine d'excitation (97), et en ce que cette bobine
d'excitation (97) est connectée à un générateur d'impulsions électriques (39).
14. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 13, caractérisé en ce que les corps de coulisseau (77, 78) du coulisseau principal
(70) sont reliés à une tige de poussée (96), la tige de poussée (96) étant une partie
d'un dispositif de blocage mécanique (69), et en ce que ce dispositif de blocage (69)
fixe la tige de poussée (96) et les corps de coulisseau (77, 78) du coulisseau principal
(70) dans une position de commande.
15. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant la revendication
14, caractérisé en ce qu'une commande à arbre à came (110) est en liaison avec le
premier dispositif de commande (38) et en ce qu'un disque à came (107) de cette commande
à arbre à came (110) agit sur la tige de poussée (96) du dispositif de commande (38).
16. Dispositif d'injection de carburant d'un moteur Diesel suivant l'une des revendications
1 à 15, caractérisé en ce que le piston (30) de l'unité à piston axial (28) est à
double effet, en ce qu'il présente une surface de piston totale et une surface de
piston réduite, et en ce que le conduit à agent sous pression (35) qui mène à la chambre
de travail (33) de l'unité à piston axial (28), à laquelle la surface de piston totalement
sollicitée (31) est adjointe, est guidé par l'intermédiaire du dispositif de commande
(38) vers la source de pression (37) et en ce qu'un conduit à agent sous pression
(36) provenant d'une chambre annulaire (34) de l'unité à piston axial (28), à laquelle
la surface annulaire réduite (32) du piston (30) est adjointe, est guidé directement
à la source de pression (37).