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EP 0 302 851 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.03.1991 Patentblatt 1991/10 |
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Anmeldetag: 11.07.1988 |
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Hubkolben-Brennkraftmaschine
Reciprocating piston internal combustion engine
Machine à combustion interne à pistons alternatifs
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
05.08.1987 AT 1986/87
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.02.1989 Patentblatt 1989/06 |
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Patentinhaber: AVL Gesellschaft für
Verbrennungskraftmaschinen und Messtechnik
mbH.Prof.Dr.Dr.h.c. Hans List |
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8020 Graz (AT) |
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Erfinder: |
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- Prevedel, Kurt
A-8010 Graz (AT)
- Wünsche, Peter, Dipl.-Ing.
D-8010 Graz (AT)
- Oberth, Hans, Dipl.-Ing.
D-8010 Graz (AT)
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Vertreter: Krause, Walter, Dr. Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Babeluk - Krause,
Mariahilfer Gürtel 39/17 1150 Wien 1150 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 704 635 GB-A- 2 135 385
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FR-A- 2 180 346 US-A- 2 215 793
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Hubkolben-Brennkraftmaschine
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubkolben-Brennkraftmaschine, bei welcher der Kolben
an seiner Unterseite auf seinem Weg zum oberen Totpunkt über eine gesteuerte Öffnung
Frischgas ansaugt und bei seiner Rückbewegung dieses Gas vorverdichtet und über eine
Verbindungsleitung und eine weitere gesteuerte Öffnung dem Zylinder der Brennkraftmaschine
zuführt und bei welcher in dem im wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden
Kurbelgehäuse eine Pleuelstange vorgesehen ist, welche einschließlich einem großen
Lagerauge gleichbleibende Abmessungen in Richtung der Kurbelwellenachse aufweist,
und mit ihren parallelen Stirnflächen an planen Gegenflächen im Kurbelgehäuse abdichtet
und dort zwei abgetrennte Räume bildet, welche mittels Steuerorganen eine Pleuelpumpe
bilden.
[0002] Eine Zweitakt-Brennkraftmaschine dieser Art ist in der DE-PS 710 288 beschrieben,
bei der beim Ansaugen durch die Kurbelgehäusepumpe das gesamte Kurbelgehäuse mit den
Ansaugöffnungen in Verbindung steht, beim Verdichten der Pumpenladung das Kurbelgehäuse
jedoch durch die außer dem Arbeitskolben ebenfalls als Förderkolben dienende Pleuelstange
in zwei Räume geteilt ist. Von diesen Räumen dient nur der in Drehrichtung vor der
Pleuelstange dienende Raum zur Verdichtung der Ladung, wobei die Trennung der beiden
Räume durch dichte Führung der Pleuelstange an ihren Seitenflächen und ihrer Kurbelstange
an den planen und kreisrunden Innenflächen der Kurbelwangen erfolgt. Zur Abdichtung
des kolbenseitigen Endes der Pleuelstange ist an dieser ein seitlicher Ansatz angebracht,
der mit seinen Seitenteilen und seinem äußeren Ende an den Innenwänden einer am Übergang
des Zylinders zum Kurbelgehäuse angeordneten Ausbuchtung mit einer der Bewegung des
Ansatzes entsprechenden Kontur dicht geführt ist.
[0003] Mit dieser Ausführung der Kurbelgehäusepumpe für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine
ist deren an sich geringer Wirkungsgrad infolge der großen Schadräume nur geringfügig
erhöht worden, und dies mit einem verhältnismäßig großem baulichen Aufwand. Kolben-
und Pleuelpumpe sind dabei über den Kurbelgehäuseraum als gemeinsamen Ansaug- und
Druckraum verbunden, sodaß die Anwendungsmöglichkeit auf Zweitaktmaschinen beschränkt
ist.
[0004] In der US-PS 3 973 532 ist eine Viertakt-Hubkolben-Brennkraftmaschine beschrieben,
deren Kolben auf dem Weg zu seinem oberen Totpunkt Luft oder Kraftstoff-Luftgemisch
in das Kurbelgehäuse einsaugt und bei seiner Rückbewegung im Kurbelgehäuse vorverdichtete
Luft zu den Ansaugorganen der Brennkraftmaschine fördert. Hiebei ist ein schlechter
Vorverdichtungwsirkungsgrad des Motorkolbens durch den großen vom Kurbelgehäuse gebildeten
Schadraum von besonderem Nachteil. Zur Erzielung hoher Luftfördermengen, z.B. für
Dieselmotoren, ist es aus der DE-OS 36 37 811 bekannt, einen zusätzlichen von der
Kurbelwelle gegenläufig zum Arbeitskolben antreibbaren Hilfskolben anzuordnen. Dieser
ergibt einerseits hohe Reibverluste und insgesamt einen schlechten mechanischen Wirkungsgrad.
Weiters steigt in jedem Falle die Bauraumabmessung und es ergibt sich ein beträchtlicher
Mehraufwand.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und außerdem
eine vielseitig einsetzbare Kurbelgehäusepumpe zu schaffen.
[0006] Die Erfindung besteht darin, daß im Kurbelgehäuse ein Ringschieber verdrehbar gelagert
ist, den die Pleuelstange mit geringem Spiel durchsetzt, sodaß durch den Kolben,
die Laufbüchse und den Ringschieber der Arbeitsraum einer Kolbenpumpe gebildet ist,
welcher je einen ventilgesteuerten Ansaug- und Auslaßkanal aufweist, und daß die Pleuelstange
über Spalte einerseits mit der Kurbelwange und andererseits mit dem Abschlußdeckel
des Kurbelgehäuses dichtet und so im Ringschieber eine Ansaug- und eine Druckkammer
einer separierten Pleuelpumpe bilden, die über je eine Ausnehmung im Abschlußdeckel
des Kurbelgehäuses, welche etwa spiegelbildlich zu der in der unteren Totpunktlage
stehenden Pleuelstange angeordnet sind, mit je anschließenden, gesteuerten Einlaß-
und Auslaßkanälen in Verbindung stehen.
[0007] Das Schadvolumen der Kolbenpumpe ist dabei sehr klein und die Drucksteigerungen in
dieser Pumpe sind daher entsprechend groß. Die Pleuelstange teilt die vom Ringschieber
umschlossene Kammer in zwei sich kontinuierlich periodisch ändernde Volumina, eine
Saug- und eine Druckkammer. Durch die Arbeitsweise mit der Pleuelstange als Verdrängerelement
lassen sich, bedingt durch restloses Einsaugen und Ausschieben ohne nennenswerte
Schadvolumina, hohe Drucksteigerungen erzielen. Die Fördermenge kann bei gleichbleibendem
Hub durch Ändern der Pleuelstangenbreite variiert und so an verschiedene Aufgaben
angepaßt werden. Der durch diese Anordnung entstehende kleine Schadraum erhöht den
Vorverdichtungswirkungsgrad erheblich. Das dabei geförderte Luftvolumen dient einem
Zweitaktmotor zur Spülung, einem Viertaktmotor als vorverdichtete Ladeluft.
[0008] Diese Erfindung stellt somit eine Auflademöglichkeit ohne externes Spül- oder Ladegebläse
für Zwei- und Viertakt-Diesel-oder Ottomotoren sowie für Brennkraftmaschinen, die
mit anderen Treibstoffen z.B. Gas, betrieben werden, dar. Trotz des hohen Gewinns
an Förderleistung des Motorkolbens tritt praktisch keine Vergrößerung des Bauvolumens
gegenüber Brennkraftmaschinen mit konventioneller Kurbelkastenspülung ein.
[0009] Eine einfache Ausführung gemäß der Erfindung ergibt sich dadurch, daß die Durchtrittsöffnung
für die Pleuelstange im Ringschieber gleichbleibend ist und die Breiten der Pleuelstange
über deren Länge so bemessen sind, daß das Spiel der Pleuelstange gegenüber der Durchtrittsöffnung
bei allen Winkellagen der Pleuelstange etwa konstant ist.
[0010] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die Pleuelpumpe Luft ansaugt und verdichtet
und gemeinsam mit der Kolbenpumpe in ein saugseitig angeordnetes Sammelrohr fördert.
Für gewisse Anwendungsfälle kann die Pleuelpumpe vorteilhaft als eigenständige Pumpe
zur Förderung von Fremdgasen und die Kolbenpumpe der Motoraufladung dienen.
[0011] Durch dynamisch dichtende Spalte können Reibverluste gering gehalten werden.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine im Schnitt nach der Linie I-I in Fig.
2 und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, die
Fig. 3 bis 6 schematische Darstellungen derselben Maschine zur Erläuterung deren
Wirkungsweise.
[0013] Die Zweitakt-Brennkraftmaschine besteht aus dem Kurbelgehäuse 1 mit eingegossener
Laufbüchse 2, der Kurbelwelle 3, dem Kolben 4 und der Pleuelstange 5. Die Kurbelwelle
3 ist im Kurbelgehäuse 1 mittels des Wälzlagers 6 gelagert und weist eine abgestufte
Kurbelwange 7 auf, welche mit ihrer Umfangsfläche bis knapp an das Kurbelgehäuse 1
bzw. die Laufbüchse 2 heranreicht und den Kurbelzapfen 8 trägt. Dieser Kurbelzapfen
8 wird vom großen Lagerauge 9 der Pleuelstange 5 umfaßt, wobei die Länge des Kurbelzapfens
gleich der durchgehend gleichen Abmessung der Pleuelstange 5 in Richtung der Kurbelwellenachse
3ʹ ist. Die Pleuelstange 5, die mit dem Kolben 4 über den Kolbenbolzen 10 antriebsverbunden
ist, weist zwei parallele Stirnflächen 5ʹ und 5" auf, von welchen die Stirnfläche
5ʹ mit der Kurbelwange 7 und die Stirnfläche 5" mit dem Abschlußdeckel 11 des Kurbelgehäuses
1 dichtet.
[0014] Im unteren Teil des Kurbelgehäuses ist ein Ringschieber 12 mittels Nadeln 13 drehbar
gelagert. Anstelle der Nadellagerung können auch in Richtung der Kurbelwellenachse
verlaufende Nuten an einer der Gleitflächen vorgesehen sein. Es ist auch denkbar,
den Ringschieber durch einen Plattenschieber zu ersetzen.
[0015] Die Pleuelstange 5 durchsetzt den Ringschieber 12, der an dem Absatz 7ʹ der Kurbelwange
7 mit Hilfe des Ansatzes 12ʹ zentriert ist, in einem Schlitz 12", welcher durch die
beiden abgerundeten Endkanten 14 und 15 des Ringschiebers 12 bestimmt ist, mit geringem
Spiel. Damit dieses Spiel bei allen Stellungen der Pleuelstange gleich bleibt, ist
die Kontur der Pleuelstange 5 entsprechend angepaßt, wie die Fig. 3 bis 6 anschaulich
zeigen.
[0016] Die Pleuelstange 5 unterteilt den durch den Ringschieber 12 umschlossenen Raum in
die Ansaugkammer A und die Druckkammer B, welche je über eine nierenförmige Ausnehmung
16 bzw. 17 im Abschlußdeckel 11 mit dem Einlaßkanal 18 bzw. dem Auslaßkanal in Verbindung
stehen. Der Einlaßkanal 18 wird durch die Membranen 20 gesteuert, welche ein Rückströmen
verhindern. Entsprechende Membranen sind beim nicht näher dargestellten Auslaßkanal
19 vorgesehen.
[0017] In den Fig. 3 bis 6 ist die Wirkungsweise der Pleuelpumpe veranschaulicht. Von der
neutralen Stellung gemäß Fig. 3 ausgehend, bei welcher die Pleuelstange 5 sich in
der oberen Totpunktlage befindet, wird nach Fig. 4 bereits das Fördermedium in die
Ansaugkammer A eingesaugt und aus der Druckkammer B ausgeschoben. Fig. 5 zeigt die
Stellung, bei welcher der Kolben bzw. die Pleuelstange 5 ihren unteren Totpunkt erreicht
hat, wobei die Ansaugkammer A und die Druckkammer B gleich groß sind. In Fig. 6 ist
das Ausschieben des Fördermediums nahezu vollständig und die Ansaugkammer A hat fast
ihren Größtwert erreicht. Bei allen Stellungen der Pleuelstange 5 hat das Spiel zwischen
Pleuelstange und den Endkanten 14 und 15 des Ringschiebers 12 zufolge der angepaßten
Kontur der Pleuelstange den gewünschten gleichen kleinen Wert.
[0018] Die Kolbenpumpe hat zufolge des Abschlusses ihres Arbeitsraumes gegenüber dem Kurbelgehäuse
durch den Ringschieber 12 einen nur sehr geringen Schadraum, wie aus Fig. 1 ohne
weiteres ersichtlich ist. Diese Kolbenpumpe saugt über den Ansaugkanal 21, welcher
durch die Membrane 22 gesteuert wird, Luft an und fördert die verdichtete Luft durch
den Auslaßkanal 23, welcher durch Membranen 24 gesteuert wird. Die verdichtete Luft
strömt über die Einlaßschlitze 25 in der Laufbüchse 2 in den Zylinderraum 26 ein,
wie durch die gestrichelte Linie 27 angedeutet ist. Gleichzeitig strömen die verbrannten
Gase durch den Auslaßschlitz 28, wie durch die gestrichelte Linie 29 angedeutet,
aus. Die in die Pleuelpumpe einströmende Luft ist durch die gestrichelte Linie 30
und die ausströmende Luft durch die gestrichelte Linie 31 veranschaulicht. Für den
Fall, daß es sich um eine Mehrzylindermaschine handelt, kann zweckmäßig ein Sammelrohr
32 vorgesehen sein, in welches sowohl die Pleuelpumpe als auch die Kolbenpumpe fördert.
[0019] Einsatzgebiete der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine sind sowohl Otto- als auch
Dieselmotoren und Gasmotoren in Zwei-und Viertaktbauweise, insbesondere Kleinmotoren
zur Verwendung z.B. bei Kettensägen, tragbaren Stromaggregaten und Pumpen, Mopedmotoren
und Motoren für Motorräder und Flugzeugantrieb z.B. Segelflugzeuge. Aber auch für
größere und große Motoren sowohl im Einzylinder- als auch im Mehrzylinderbauart bei
entsprechender konstruktiver Gestaltung des Kurbelkastenraumes, ist die erfindungsgemäße
Ausführung anwendbar.
1. Hubkolben-Brennkraftmaschine, bei welcher der Kolben an seiner Unterseite auf seinem
Weg zum oberen Totpunkt über eine gesteuerte Öffnung Frischgas ansaugt und bei seiner
Rückbewegung dieses Gas vorverdichtet und über eine Verbindungsleitung und eine weitere
gesteuerte Öffnung dem Zylinder der Brennkraftmaschine zuführt und bei welcher in
dem im wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Kurbelgehäuse eine
Pleuelstange vorgesehen ist, welche einschließlich einem großen Lagerauge (9) gleichbleibende
Abmessungen in Richtung der Kurbelwellenachse (3ʹ) aufweist, und mit ihren parallelen
Stirnflächen (5, 5ʹ) an planen Gegenflächen im Kurbelgehäuse abdichtet und dort zwei
abgetrennte Räume bildet, welche mittels Steuerorganen eine Pleuelpumpe bilden, dadurch gekennzeichnet, daß im Kurbelgehäuse (1) ein Ringschieber (12) verdrehbar gelagert ist, den die
Pleuelstange (5) mit geringem Spiel durchsetzt, sodaß durch den Kolben (4), die Laufbüchse
(2) und den Ringschieber (12) der Arbeitsraum einer Kolbenpumpe (K) gebildet ist,
welcher je einen ventilgesteuerten Ansaug- (21) und Auslaßkanal (23) aufweist, und
daß die Pleuelstange (5) über Spalte einerseits mit der Kurbelwange (7) und andererseits
mit dem Abschlußdeckel (11) des Kurbelgehäuses (1) dichtet und so im Ringschieber
(12) eine Ansaug- (A) und eine Druckkammer (B) einer separierten Pleuelpumpe (P) bilden,
die über je eine Ausnehmung (16, 17) im Abschlußdeckel (11) des Kurbelgehäuses (1),
welche etwa spiegelbildlich zu der in der unteren Totpunktlage stehenden Pleuelstange
angeordnet sind, mit je anschließenden, gesteuerten Einlaß- (18) und Auslaßkanälen
(19) in Verbindung stehen.
2. Hubkolben-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (12") für die Pleuelstange (5) im Ringschieber (12) gleichbleibend
ist und die Breiten der Pleuelstange (5) über deren Länge so bemessen sind, daß das
Spiel der Pleuelstange gegenüber der Durchtrittsöffnung (12") bei allen Winkellagen
der Pleuelstange (5) etwa konstant ist.
3. Hubkolben-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pleuelpumpe (P) Luft ansaugt, verdichtet und gemeinsam mit der Kolbenpumpe
(K) in ein saugseitig angeordnetes Sammelrohr (32) fördert.
4. Hubkolben-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pleuelpumpe (P) als eigenständige Pumpe zur Förderung von Fremdgasen und
die Kolbenpumpe (K) der Motoraufladung dient.
1. A reciprocating-piston internal-combustion engine with a piston which, in travelling
to its upper dead center sucks fresh gas via a controlled opening into the space beneath
its base and, during the return stroke, sends the then compressed gas via a connecting
passage and another controlled opening to the cylinder of said internalcombustion
engine, and in the crankcase, the cross-section of the latter being of mainly circular
form, with a connecting rod which has unchanging dimensions in the direction of the
axis 3ʹ of the crankshaft 3, including the ones of the crank eye 9, and which along
its parallel front and back surface 5ʹ, 5" fits closely the mating even faces in said
crankcase and thereby forms two separate spaces there, which by means of control devices
form a connecting-rod pump, characterized in that the crankcase 1 of said engine is
equipped with a rotatable annular slide 12, which is carried on bearings and into
which, with a small amount of play, the connecting rod extends, to the effect that
the piston 4, the cylinder liner 2 and said annular slide 12 form the pump space of
a piston pump K with one inlet pasage 21 and one outlet passage 23, both of them controlled
by valves; and that said connecting rod 5 seals across gaps with the crank cheek 7,
on the one side, and the cover 11 of said crankcase 1, on the other, to the effect
that within said annular slide 12 one suction chamber A and one pressure chamber B
of a separated connecting-rod pump are formed, each of which connects via respective
recesses 16 and 17 each embedded in said cover 11 of the crankcase 1 and located at
about mirror-symmetric distance to said connecting rod when in bottom dead center
position with respective valve-controlled inlet 18, or outlet 19, passages.
2. A reciprocating-piston internal-combustion engine according to claim 1, wherein
the width of the opening 12" through which the connecting rod 5 extends into the annular
slide 12 remains constant and the breadths of said connecting rod, along its length,
are such dimensioned that, given any angular position said connecting rod 5 arrives
at, the distance between said connecting rod and the edges of said opening 12", i.e.
the play, remains about constant.
3. A reciprocating-piston internal-combustion engine according to claim 1, wherein
the connecting-rod pump P sucks in and compresses air and delivers the charge, together
with the piston pump K into a manifold 32, located at the intake side of the cylinder
of said engine.
4. A reciprocating-piston internal-combustion engine according to claim 1, wherein
said connecting-rod pump P is used as a separated pump providing for the transport
of extraneous gases whereas the piston pump K serves the charging of said engine.
1. Machine à combustion interne à piston alternatif, dans laquelle le piston, sur
son trajet vers le point mort haut, aspire à son côté inférieur du gaz frais par l'intermédiaire
d'un orifice commandé, et précomprime ce gaz lors de son mouvement de retour et
l'amène, par l'intermédiaire d'une canalisation de liaison et d'un autre orifice
commandé, au cylindre du moteur à combustion interne, tandis qu'il est prévu dans
le carter de vilebrequin, de section transversale essentiellement circulaire, de cette
machine, une bielle motrice, qui comporte des dimensions constantes, même pour le
gros oeil de palier (9), en direction de l'axe (3ʹ) de l'arbre de vilebrequin et qui
par ses faces frontales parallèles (5, 5ʹ) assure l'étanchéité sur les surfaces planes
opposées du carter de vilebrequin où elle délimite deux espaces séparés, lesquels
grâce à des organes de commande, constituent une pompe de bielle, machine caractérisée
en ce que, dans le carter de vilebrequin (1) est monté, de façon à pouvoir tourner,
un tiroir annulaire (12), que traverse avec un jeu réduit la bielle motrice (5), de
sorte que par le piston (4), la chemise (2), et le tiroir annulaire (12) est formée
la chambre de travail d'une pompe à piston (A), qui comporte un canal d'aspiration
(21) et un canal d'évacuation (23) chacun commandé par une soupape, tandis que la
bielle motrice (5) assure l'étanchéité par des interstices, d'une part avec le flasque
de vilebrequin (7) et, d'autre part, avec le couvercle de fermeture (11) du carter
de vilebrequin (1), et délimite ainsi dans le tiroir annulaire (12) une chambre d'aspiration
(A) et une chambre de refoulement (B) d'une pompe de bielle (P) séparée, ces chambres,
chacune par l'intermédiaire d'un évidement (16, 17) dans le couvercle de fermeture
(11) du carter de vilebrequin (1), évidements à peu près symétriques par rapport à
la bielle se trouvant au point mort bas, étant en communication avec des canaux d'admission
(18) et d'échappement (19) se raccordant à ces évidements.
2. Machine à combustion interne à piston alternatif selon la revendication 1, caractérisée
en ce que l'orifice de passage (12") de la bielle (5) dans le tiroir annulaire (12)
est constant et les largeurs de la bielle (5) sur sa longueur étant dimensionnées
de façon que le jeu de la bielle par rapport à l'orifice de passage (12ʹ) est à peu
près constant pour toutes les positions angulaires de cette bielle (5).
3. Machine à combustion interne à piston alternatif selon la revendication 1, caractérisée
en ce que la pompe de bielle (P) aspire de l'air, le comprime et conjointement avec
la pompe à piston (K) le refoule dans un tube collecteur (32) disposé côté aspiration.
4. Machine à combustion interne à piston alternatif selon la revendication 1, caractérisée
en ce que la pompe de bielle (P) en tant que pompe indépendante, sert à refouler
des gaz en provenance de l'extérieur, tandis que la pompe à piston (K) sert à suralimenter
le moteur.