[0001] Die Erfindung betrifft einen Kolbenantrieb, insbesondere zur Betätigung eines Ventils,
mit einem Gehäuse, in welchem ein Kolben mit Kolbenstange zwischen zwei Endstellungen
axial hin- und herbewegbar ist, wobei eine Endstellung des Kolbens mittels eines im
Gehäuse eingebauten, aus Schnecke und Schneckenrad bestehenden Schneckentriebs axial
einstellbar ist.
[0002] Im Deutschen Gebrauchsmuster 8804393.2 ist ein Kolbenantrieb beschrieben, bei welchem
beide Endstellungen des Kolbens mittels je eines Schneckentriebs einstellbar sind.
Die drehbaren aber axial im Gehäuse ortsfest gelagerten Schneckenräder greifen hier
jeweils in eine axial verschiebbare Gewindebüchse ein, welche Anschläge für den Kolben
bilden.
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Kolbenantrieb der vorgenannten
Art einfacher zu gestalten, insbesondere hinsichtlich der konstruktiven Ausführung
und der Zahl der erforderlichen Teile der Einrichtungen zum Einstellen der Endstellungen
des Kolbens.
[0004] Nach der Erfindung wird dies bei dem eingangs genannten Kolbenantrieb dadurch erreicht,
daß das mit Innengewinde versehene Schneckenrad axial beweglich auf dem Außengewinde
eines gehäusefesten Gewindestutzens angeordnet ist zur im wesentlichen direkten Beaufschlagung
des Kolbens.
[0005] Zur Einstellung der zweiten Endstellung des Kolbens ist vorzugsweise ein in die Bewegungsbahn
des Kolbens ragendes Zahnrad vorgesehen, das axial beweglich auf dem Außengewinde
eines gehäusefesten Gewindestutzens angeordnet und auf diesem von außen verdrehbar
ist.
[0006] Im Bereich dieses Zahnrades ist das Gehäuse vorteilhafterweise mit einer Öffnung
versehen, durch welche ein Werkzeug zwischen jeweils zwei Zähne des Zahnrades einführbar
und dadurch das letztere verdrehbar ist.
[0007] Zweckmäßigerweise ist diese Öffnung durch einen Stopfen verschließbar, der mit einer
radialen Nase versehen ist, die zwischen zwei Zähne des Zahnrades greift und dieses
arretiert.
[0008] Vorzugsweise ist axial zwischen dem Schneckenrad und dem Kolben eine verdrehfeste
Scheibe angeordnet.
[0009] Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der einzigen
Figur der Zeichnung erläutert, die schematisch im Schnitt ein erfindungsgemäßes Ventil
zeigt.
[0010] Der in der Zeichnung dargestellte Kolbenantrieb 10 hat ein Gehäuse 12, bestehend
aus einem Unterteil 14 und einem Oberteil 16, die geeignet miteinander verbunden sind,
z.B. mittels nicht-dargestellter Schrauben zusammengeschraubt sind.
[0011] Im Gehäuse ist ein Kolben 18 axial verschiebbar angeordnet und in einer Kolbenlaufbüchse
44 geführt. Der Kolben 18 ist mit einer Kolbenstange 20 versehen, die aus dem Gehäuse
herausgeführt ist und deren anderes Ende z.B. mit einer Membran eines Membranventiles
gekoppelt ist, das durch den Kolben betätigt, z.B. geöffnet und geschlossen wird.
[0012] In der dargestellten Ausführungsform ist der Kolben mehrteilig ausgebildet, er besteht
aus dem eigentlichen Kolben 18, der aus einem Kunststoffmaterial besteht, sowie einer
Kolbenverstärkung 50 aus Metall, z.B. aus Stahlblech. Anstelle eines solchen mehrteiligen
Kolbens kann auch ein einteiliger Kolben verwendet werden, wobei jedoch der Kolben
selbst nicht Teil der Erfindung ist.
[0013] Das Gehäuse 12 ist mit einem Einlaß 26 und einem Auslaß 24 für ein Druckmittel, z.B.
Luft, versehen, wobei in der dargestellten Ausführungsform der Kolben ständig durch
im Gehäuse angeordnete Druckfedern 22 in Abwärtsrichtung, z.B. in Schließrichtung
des nichtdargestellten Ventils beaufschlagt ist. Über den Einlaß 26 kann Druckluft
ins Gehäuse und unter den Kolben 18 eingeführt werden, wodurch der letztere gegen
die Kraft der Druckfedern 22 axial nach oben verschoben wird, wodurch das zugehörige
Ventil, mit dem die Kolbenstange 20 gekoppelt ist, beispielsweise geöffnet wird.
[0014] Die beiden Endstellungen des Kolbens und damit auch sein Hub können nun nach Bedarf
eingestellt werden.
[0015] Der untere Teil 14 des Gehäuses ist hierzu mit einem nach oben ragenden, konzentrisch
zur Mittelachse des Gehäuses verlaufenden axialen Gewindestutzen 28 versehen, der
ein Außengewinde hat, auf welchem ein mit einem entsprechenden Innengewinde versehenes
Schneckenrad 30 sitzt. Durch Drehen des Schneckenrades 30 mit Hilfe einer nur schematisch
dargestellten Schnecke 32 bewegt sich das Schneckenrad 30 auf dem gehäusefesten
Gewindestutzen 28 axial aufwärts oder abwärts.
[0016] Die Schnecke 32, die hier um 90
o versetzt dargestellt ist, und in Wirklichkeit hinter der Schnittebene der Zeichnung
liegt, ist durch das Gehäuse nach außen geführt und kann manuell betätigt werden.
Durch Drehen der Schnecke 32 wird somit das Schneckenrad 30 axial verschoben und damit
die untere Endstellung des Kolbens 18 eingestellt.
[0017] Die unterste Endstellung des Kolbens 18 ist hierbei durch einen Flansch 48 vorgegeben,
der einen nicht-veränderbaren, gehäusefesten untersten Anschlag für den Kolben 18,
50 bildet.
[0018] Zwischen dem Kolben bzw. zwischen der Verstärkung 50 des Kolbens und dem Schneckenrad
30 sind eine oder auch mehrere Scheiben 42 lose eingelegt zur Übertragung der Kräfte
zwischen Schneckenrad und Kolben. Die Kolbenverstärkung 50 ist mit wenigstens einem
axial nach unten abgebogenen Lappen 52 versehen, der verdrehfest im Gehäuse gehalten
ist, was jedoch in dem dargestellten Schnitt nicht gezeigt ist. In der dargestellten
Ausführungsform hat die Kolbenverstärkung 50 zwei solcher Lappen 52, die in entsprechende
Nuten oder Ausnehmungen (nicht gezeigt) des Gehäuses eingreifen und dadurch die Kolbenverstärkung
50 und den mit ihr verbundenen Kolben 18 gegen Verdrehung sichern.
[0019] Mit Hilfe der Schnecke 32 und dem Schneckenrad 30 kann somit die untere Endstellung
des Kolbens 18 eingestellt werden. So kann beispielsweise vorgesehen werden, daß das
durch den Kolbenantrieb 10 betätigte Ventil stets etwas geöffnet ist, d.h. in der
einen (oberen) Endstellung des Kolbens 18 ist dieses Ventil voll geöffnet, während
in der anderen (unteren) Endstellung des Kolbens dieses Ventil nicht voll geschlossen,
sondern noch etwas geöffnet ist, um beispielsweise einen Mindestdurchgang durch das
Ventil zu gewährleisten. Darüber hinaus ist mit Hilfe des Schneckentriebes 30, 32
eine Notbetätigung möglich, wenn beispielsweise die elektrische Steuerung oder die
Druckluftzufuhr ausfallen, kann der Kolben 18 manuell angehoben oder abgesenkt und
damit das mit ihm gekoppelte Ventil geöffnet oder geschlossen werden.
[0020] Zur Einstellung der oberen Endstellung des Kolbens 18 und damit zur Einstellung seines
Hubes ist in den Deckel 16 des Gehäuses 12 ein etwa topfförmiger Einsatz 46 eingelegt,
der sich an der Innenfläche des Deckels 16 nach oben abstützt. Der Einsatz 46 hat
eine zentrale Bohrung und ist mittels dieser Bohrung an einen vom Deckel 16 des Gehäuses
aus einwärts gerichteten Stutzen 54 zentriert und gehalten. Die Schraubendruckfedern
22, die den Kolben 18, wie dargestellt, in Abwärtsrichtung beaufschlagen, stützen
sich an dem Einsatz 46 ab und drücken diesen gegen die innere Stirnwand des Deckels
16.
[0021] Der Einsatz 46 ist mit einem zylindrischen Gewindestutzen 34 versehen, der ein Außengewinde
hat, auf dem ein mit einem entsprechenden Innengewinde versehenes Zahnrad 36 sitzt,
wobei die beiden Gewinde miteinander in Eingriff stehen.
[0022] Der Einsatz 46 ist im Deckel 16 gegen Verdrehen gesichert, beispielsweise indem
der Deckel mit Nasen 56 versehen ist, die in entsprechende Nuten 58 des Einsatzes
greifen.
[0023] Der Einsatz 46 ist somit ortsfest im Deckel 16 gehalten, während das Zahnrad 36,
wenn es relativ zu dem Gewindestutzen 34 verdreht wird, axial auf dem letzteren auf-
und abbewegbar ist.
[0024] Da das Zahnrad 36 in die Bahn des Kolbens 18 hineinragt bzw. dem Kolben axial gegenüberliegt,
bildet es somit einen Anschlag für die Bewegung des Kolbens 18 in Aufwärtsrichtung.
Durch entsprechende Drehung des Zahnrades 36 kann somit die obere Endstellung des
Kolbens 18 und damit sein Hub eingestellt werden.
[0025] Um nun das Zahnrad 36 auf dem Gewindestutzen 34 verdrehen zu können, ist der Deckel
16 des Gehäuses mit einer Bohrung, z.B. einer Gewindebohrung 60 versehen, die in
der Seitenwand des Deckels 16 im Bereich des Zahnrades 36 ausgebildet ist und durch
die ein Werkzeug, z.B. ein Schraubenzieher, eingeführt und in die Zahnlücken zwischen
jeweils zwei Zähnen des Zahnrades 36 eingesetzt werden kann. Durch eine entsprechende
Schwenkbewegung des Schraubenziehers kann dann das Zahnrad schrittweise verdreht werden.
[0026] Die Gewindebohrung 60 ist durch einen Stopfen 38 verschließbar, der an seinem inneren
Ende mit einer radial vorstehenden Nase 40 versehen ist, die, wenn der Stopfen 38
in die Gewindebohrung 60 eingeschraubt ist, in eine Zahnlücke zwischen zwei Zähne
eingreift und auf diese Weise das Zahnrad 36 arretiert.
[0027] Auf diese Weise ist mit sehr einfachen Mitteln eine Verstellung des Zahnrades 36
und damit eine Einstellung des Hubes des Kolbens 18 möglich. Der Einsatz 46 ist in
der dargestellten Ausführungsform als ein selbständiges Teil ausgebildet, ggf. kann
der Gewindestutzen 34 aber auch direkt am Deckel 16 angeformt und damit einteilig
mit diesem ausgebildet sein.
1. Kolbenantrieb (10), insbesondere zur Betätigung eines Ventils, mit einem Gehäuse
(12), in welchem ein Kolben (18) mit Kolbenstange (20) zwischen zwei Endstellungen
axial hin- und herbewegbar ist, wobei eine Endstellung des Kolbens (18) mittels eines
im Gehäuse (12) eingebauten, aus Schnecke (32) und Schneckenrad (30) bestehenden Schneckentriebes
axial einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Innengewinde versehene
Schneckenrad (30) axial beweglich auf dem Außengewinde eines gehäusefesten Gewindestutzens
(28) angeordnet ist zur im wesentlichen direkten Beaufschlagung des Kolbens (18).
2. Kolbenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der
zweiten Endstellung des Kolbens (18) ein mit Innengewinde versehenes, in die Bewegungsbahn
des Kolbens (18) ragendes Zahnrad (36) vorgesehen ist, das axial beweglich auf dem
Außengewinde eines gehäusefesten Gewindestutzens (34) angeordnet und auf diesem von
außen verdrehbar ist.
3. Kolbenantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12, 16)
im Bereich des Zahnrades (36) mit einer Öffnung (60) versehen ist, durch welche ein
Werkzeug, z.B. ein Schraubenzieher, zwischen jeweils zwei Zähne des Zahnrades (36)
einführbar und das letztere relativ zum Gewindestutzen (34) verdrehbar ist.
4. Kolbenantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (60) durch
einen Stopfen (38) verschließbar ist, der mit einer radialen Nase (40) versehen ist,
die zwischen zwei Zähne des Zahnrades (36) greift und dieses arretiert.
5. Kolbenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß axial zwischen dem Schneckenrad
(30) und dem Kolben (18) eine verdrehfeste Einrichtung (50, 52) angeordnet ist.
1. Actuator (10), particularly for actuation of a valve, with a housing (12), in which
a piston (18) with piston rod (20) can be moved axially back and forward between two
positions, where one terminal position of the piston (18) can be axially adjusted
by means of an existing worm drive incorporated into the housing (12) consisting of
a screw conveyor (32) and worm gear (30) thereby characterized that the worm gear
(30) provided with an internal thread axially movable on the external thread of a
threaded pipe (28) permanently attached to the housing is located for substantially
direct action on the piston (18).
2. Actuator according to Claim 1, thereby characterized that for adjustment of the
second terminal position of the piston (18) a gear provided with an internal thread
is provided with a projecting gear (36) in the movement track of the piston (18),
which is located axially movable on the external thread of a treaded pipe (34) permanently
attached to the housing and can be rotated on it from the outside.
3. Actuator according to Claim 2, thereby characterized that the housing (12, 16)
is provided in the area of the gear (36) with an opening (60), through which a tool,
e.g. a screwdriver, can be inserted between two cogs of the gear (36) which can be
rotated relative to the threaded pipe (34).
4. Actuator according to Claim 3, thereby characterized that the opening (60) can
be closed by a plug ( 38 ), which is provided with a radial nose ( 40 ), which grips
between two cogs of the gear ( 36 ) and locks it.
5. Actuator according to Claim 1, thereby characterized that a nonrotating device
(50, 52) is located axially between the gear (30) and the piston (18).
1. Vérin (10), en particulier pour actionner une soupape, comprenant un boîtier (12)
dans lequel un piston (18) avec une tige de piston (20) effectue un mouvement axial
de va-et-vient entre deux positions finales, une position finale du piston (18) étant
réglable axialement à l'aide d'un engrenage à vis sans fin monté dans le boîtier (12)
et comprenant une vis (32) et une roue tangente (30), caractérisé par le fait que la roue tangente (30) à filet intérieur est disposée de façon axialement
mobile sur le filet extérieur d'une douille filetée (28) fixée au boîtier et destinée
à l'alimentation essentiellement directe du piston (18).
2. Vérin selon la revendication 1, caractérisé par le fait que pour régler la seconde position finale du piston (18) on a prévu
une roue dentée (36) à filet intérieur, entrant dans la trajectoire du piston (18),
roue dentée qui est disposée de façon axialement mobile sur le filet extérieur d'une
douille filetée (34) fixée au boîtier et pouvant être tournée sur celle-ci depuis
l'extérieur.
3. Vérin selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le boîtier (12, 16) possède dans la zone de la roue dentée (36) une
ouverture (60) par laquelle un outil, p.ex. un tournevis, peut être introduit entre
deux dents de la roue dentée (36) afin de tourner cette dernière par rapport à la
douille filetée (34.).
4. Vérin selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'ouverture ( 60 ) peut être fermée par un bouchon (38) à talon radial
(40) qui engrène entre deux dents de la roue dentée (36) et qui bloque celle-ci.
5. Vérin selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'entre la roue tangente (30) et le piston (18) est disposé un dispositif
(50, 52) résistant à la torsion.