[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Reinigungsgerät für Flächen, insbesondere Fensterscheiben,
bestehend aus einer Griffstange und einem Halter für ein oder zwei mittig daran lösbar
befestigte, leisten- oder stabförmige Reinigungselemente.
[0002] Bei Reinigungsgeräten dieser Art werden mit Wischerblättern bestückte leistenförmige
Reinigungselemente oder mit schwamm- oder lammfellartigen Überzügen bestückte stabförmige
Reinigungselemente verwendet. Mittels der mit solchen Überzügen bestückten Reinigungselemente
wird die zu reinigende Fläche mit Reinigungsflüssigkeit benetzt, während mit den mit
Wischerblättern bestückten leistenförmigen Reinigungselementen die Flüssigkeit von
der zu reinigenden Fläche abgestreift wird. Sofern ein Reinigungsgerät mit diesen
beiden Arten von Reinigungselementen bestückt ist, braucht die Bedienungsperson für
die beiden aufeinanderfolgenden Arbeiten lediglich das Reinigungsgerät um 180
o zu wenden. Solche Reingungselemente sind zwar lösbar an der mehr oder weniger langen
Griffstange befestigt, doch sind die Befestigungsmittel nicht für ein schnelles und
häufiges Wechseln der Reinigungselemente ausgelegt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungsgerät der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem mit schnellem Handgriff die Reinigungselemente ausgewechselt
und dauerhaft sowohl gegen axiale Bewegung in Richtung der Achse des Halters als auch
gegen Verdrehen um die Achse des Halters fixiert werden können. Das Reinigungsgerät
soll dabei für die unterschiedlichste Bestückung mit Reinigungselementen geeignet
sein.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Reinigungsgerät der eingangs genannten
Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Griffstange an einem Ende eine
Innenhülse mit zwei axialen, gegenüberliegenden Schlitzen trägt, auf der verdrehbar,
aber axial unverschieblich eine Außenhülse mit einem Innengewinde gelagert ist, das
zwei gegenüberliegende Aussparungen in Form axialer Nuten aufweist, die durch Verdrehen
der Außenhülse in eine mit den Schlitzen fluchtende Lage bringbar sind, und daß in
die Innenhülse ein axial in zwei Hälften längsgeteilter Zapfen einsteckbar ist, von
dem mindestens eine Zapfenhälfte ein Reinigungselement und diese Zapfenhälfte und
die andere Zapfenhälfte jeweils einen dem Innengewinde entsprechenden Außengewindeabschnitt
tragen, dessen Breite mit der Breite des Schlitzes und der Nut derart übereinstimmt,
daß bei fluchtender Ausrichtung von Schlitz und Nut der Zapfen in der Innenhülse verschiebbar
und durch Verdrehen der Außenhülse der Zapfen über die ineinandergreifenden Gewinde
axial arretiert ist.
[0005] Das erfindungsgemäße Reinigungsgerät läßt sich mit einem einzigen Reinigungselement
oder zwei verschiedenen Reinigungselementen bestücken. Im Falle eines einzigen Reinigungselementes
trägt die zweite Zapfenhälfte kein Reinigungselement. In diesem Fall trägt sie nur
zur Fixierung der anderen, ein Reinigungselement tragenden Zapfenhälfte bei. Allein
durch Verdrehen der Außenhülse um etwas weniger als eine halbe Umdrehung lassen sich
die Reinigungselemente lösen bzw. in der Innenhülse axial arretieren. Ein umständliches
Losschrauben, unter Umständen sogar noch unter Zuhilfenahme von Werkzeugen ist nicht
erforderlich. Die Sicherung gegen Verdrehen um die Achse des Halters erfolgt über
den Formschluß der Außengewindeabschnitte der beiden Zapfenhälften, die in die axialen
Schlitze der Innenhülse eingreifen.
[0006] Der Bedienungsfreundlichkeit kommt zugute, wenn beide Innen- und Außengewindeabschnitte
gleich gestaltet sind. In diesem Fall läßt sich der längsgeteilte Zapfen in beiden
180
o Positionen in die Innenhülse einsetzen und durch Verdrehen der Außenhülse verspannen,
weil die Außen- und Innengewindeabschnitte in jeder der beiden Positionen miteinander
korrespondieren.
[0007] Vorzugsweise weist die Innenhülse einen solchen Anschlag für den Zapfen auf, daß
bei am Anschlag anstoßendem Zapfen die Außengewindeabschnitte mit den Innengewindeabschnitten
korrespondieren. Eine umständliche axiale Ausrichtung hinsichtlich der korrespondierenden
Außen- und Innengewindeabschnitte entfällt also.
[0008] Für bestimmte Arbeiten mit dem Reinigungsgerät kann es praktisch sein, wenn die beiden
Reinigungselemente gegeneinander in Achsrichtung des Zapfens versetzbar sind. Um diese
Forderung zu erfüllen und gleichzeitig ein problemloses Ineinandergreifen der Innen-
und Außengewindeabschnitte zu gewährleisten, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß die beiden Zapfenhälften an ihren aneinanderliegenden
Innenseiten durch eine Verzahnung axial gesichert sind, deren Teilung auf die Teilung
der Gewindeabschnitte derart abgestimmt ist, daß in jeder möglichen axialen Lage der
beiden Zapfenhälften die Gewindeabschnitte korrespondieren.
[0009] Um das Einsetzen der beiden Zapfenhälften in die Innenhülse zu erleichtern, können
die beiden Zapfenhälften an ihren aneinanderliegenden Innenseiten durch eine axiale
Nut-Feder-Verbindung gegen Verdrehen um eine Normalachse auf den Innenseiten gesichert
sein. Durch diese Nut-Feder-Verbindung wird die zuvor beschriebene axiale Versetzung
der beiden Zapfenhälften im Rastermaß der Verzahnung nicht beeinträchtigt.
[0010] Um verschiedenartige Reinigungselemente im Reinigungsgerät auch bei vorhandener Verzahnung
und/oder Nut-Feder-Verbindung kombinieren zu können, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
vorgesehen, daß die beiden Innenseiten der Zapfenhälften hinsichtlich der Verzahnung
und/oder der Nut-Feder-Verbindung gleich gestaltet sind.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 ein Reinigungsgerät mit Griffstange und darin eingesetztem zweiteiligen Halter
für ein leistenförmiges Reinigungselement und ein stabförmiges Reinigungselement in
Aufsicht,
Fig. 2 das Reinigungsgerät gemäß Figur 1 im Axialschnitt nach der Linie I - I der
Fig. 1,
Fig. 3 ein Bauteil des Reinigungsgerätes gemäß Figur 1 in Ansicht, und zwar eine Griffstange
mit einer angeformten Innenhülse,
Fig. 4 die Griffstange mit Innenhülse gemäß Figur 3 im Axialschnitt nach der Linie
II - II der Figur 3,
Fig. 5 die Griffstange gemäß Figur 3 mit einer auf der Innenhülse sitzenden Außenhülse
in Ansicht,
Fig. 6 die Griffstange mit Innenhülse und Außenhülse gemäß Figur 5 im Axialschnitt
nach der Linie III - III der Figur 5,
Fig. 7 den zweiteiligen Halter für die Reinigungselemente im Axialschnitt nach der
Linie I - I der Figur 1,
Fig. 8 den mit stabförmigen Reinigungselementen bestückten Teil des zweiteiligen Halters
gemäß Figur 7 in Aufsicht,
Fig. 9 das Halteteil für die stabförmigen Reinigungselemente in Aufsicht nach der
Schnittlinie IV - IV der Figur 7,
Fig. 10 das Halteteil für die stabförmigen Reinigungselemente im Axialschnitt nach
der Linie V - V der Figur 9,
Fig. 11 eine Zapfenhälfte des Halteteils für die stabförmigen Reinigungselemente im
Querschnitt nach der Linie VI - VI der Figur 9,
Fig. 12 ein für die Bestückung mit leistenförmigen Reinigungselementen eingerichtetes
Halteteil in Aufsicht nach der Linie VII - VII der Fig. 7,
Fig. 13 das Halteteil für die leistenförmigen Reinigungselemente im Axialschnitt nach
der Linie VIII - VIII der Figur 12,
Fig. 14 eine Zapfenhälfte des Halteteils gemäß Figur 12 im Querschnitt nach der Linie
IX - IX der Figur 12,
Fig. 15 eine Außenhülse in Ansicht,
Fig. 16 die Außenhülse gemäß Figur 15 in Stirnansicht A der Figur 15,
Fig. 17 die Außenhülse gemäß Figur 15 im Axialschnitt nach der Linie X - X der Figur
15,
Fig. 18 die Außenhülse gemäß Figur 15 im Querschnitt nach der Linie XI - XI der Figur
15.
[0012] Das Reinigungsgerät gemäß dem Ausführungsbeispiel weist eine hohlzylindrische Griffstange
1, in die eine Verlängerungsstange einsteckbar ist, eine daran angeformte hohlzylindrische
Innenhülse 2, eine darauf drehbar, aber axial unverschieblich gelagerte Außenhülse
3 und einen zweiteiligen Halter 4 auf, der mit einem axial zweigeteilten Zapfen 5,6
in der Innenhülse 2 steckt.
[0013] Das eine Halteteil 7 des zweiteiligen Halters 4 ist zum Anschrauben von zwei stabförmigen
Armen eingerichtet, die mit einem schlauchartigen Überzug aus einem lammfellartigen
oder anderen saugfähigen Material bestückt werden können. Zur Erhöhung der Aufnahme
von Flüssigkeit sind in dem Halteteil 7 und den Armen 8 Kammern 9,10 ausgebildet.
[0014] Das andere Halteteil 10 des Halters 4 ist zum Anschrauben eines leistenartigen Wischerblattes
eingerichtet.
[0015] Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, weist die Innenhülse 2
zwei diametral gegenüberliegende, zur Stirnseite offene Schlitze 11,12 auf. An ihrer
der offenen Stirnseite gegenüberliegenden Seite ist die Innenhülse 2 topfförmig gestaltet,
wobei der Boden 13 der Stirnseite des zweiteiligen Zapfens 5,6 als Anschlag dient.
In der Außenseite der Wand des topfförmigen Teils ist eine Ringnut 14 eingelassen.
In dieser Ringnut 14 ist die in den Figuren 15 bis 17 als Einzelteil dargestellte
Außenhülse 3 mit einem entsprechend gestalteten Kragen 15 geführt, wie in den Figuren
2 und 6 dargestellt ist.
[0016] Die Außenhülse 3 ist aus Montagezwecken aus zwei Halbschalen 3a,3b zusammengesetzt.
Die Halbschalen 3a,3b werden nach der Positionierung auf der Innenhülse 2 an ihrer
Stoßfuge zusammengeschweißt.
[0017] Die Außenhülse 3 weist zwei absolut gleich gestaltete Innengewindeabschnitte 16,17
auf, zwischen denen sich diametral gegenüberliegende axiale Nuten 18,19 bis zur Stirnseite
der Außenhülse 3 erstrecken. Die Breite dieser axialen Nuten 18,19 ist gleich der
Breite der axialen Schlitze 11,12 der Innenhülse 2. Durch Verdrehen der Außenhülse
3 auf der Innenhülse 2 lassen sich deshalb die Nuten 18,19 in Flucht mit den Schlitzen
11,12 bringen.
[0018] Die beiden Zapfenhälften 5,6 beider Halteteile 7,10 sind absolut gleich gestaltet.
Auf ihrem Außenumfang tragen sie einen Abschnitt 20,21 eines Außengewindes, das den
beiden Abschnitten 16,17 des Innengewindes der Außenhülse 3 entspricht. Die Breite
der Gewindeabschnitte 20,21 in Umfangsrichtung ist gleich der Weite der axialen Schlitze
11,12 und Nuten 18,19. Bei fluchtender Anordnung der Schlitze 11,12 und der Nuten
18,19 läßt sich der zweiteilige Zapfen 5,6 einschieben, bis die Stirnseite des zweiteiligen
Zapfens 5,6 zur Anlage an dem Boden 13 kommt, wie in Figur 2 dargestellt ist. Durch
anschließendes Verdrehen der Außenhülse 3 werden deren Innengewindeabschnitte 16,17
zum Eingriff mit den Außengewindeabschnitten 20,21 des zweiteiligen Zapfens 5,6 gebracht
und auf diese Art und Weise der zweiteilige Zapfen 5,6 in der Innenhülse 2 axial fixiert.
Die Gewindeabschnitte 16,17,20,21 sind dabei so gestaltet, daß zum Fixieren weniger
als eine halbe Verdrehung erforderlich ist. Aufgrund der absolut gleichen Ausbildung
der beiden Gewindeabschnitte 16,17 und 20,21 läßt sich der zweiteilige Zapfen 5,6
in beiden 180
o Drehstellungen einsetzen und durch Verschrauben fixieren. Die Lage der Gewindeabschnitte
20,21 in bezug auf den stirnseitigen Anschlag am Boden 13 ist so gestaltet, daß in
Anschlagstellung die Gewindegänge ineinandergreifen können und es keiner axialen Nachjustierung
bedarf. Die in die axialen Schlitze 11,12 eingreifenden Außengewindeabschnitte 20,21
sichern den zweiteiligen Zapfen 5,6 gegen Verdrehen um die Achse des Zapfens 5,6 in
der Innenhülse 2.
[0019] Wie schon aus Figur 7, besser aber noch aus den Figuren 8 bis 14 ersichtlich, tragen
die aufeinanderliegenden Innenseiten der beiden Zapfenhälften 5,6 zwei axiale Zahnreihen
23,24,25,26 und dazwischen eine Feder 27,28 und eine Nut 29,30. Die Anordnung dieser
Elemente ist bei beiden Zapfenhälften 5,6 absolut gleich, wobei das Rastermaß der
Verzahnung der Zahnreihen 23,24,25,26 auf die Gewindeabschnitte 20,21 derart abgestimmt
ist, daß in jeder axial versetzten Position der beiden Zapfenhälften 5,6 bei einer
stirnseitig am Boden 13 anstoßenden Zapfenhälfte 5 oder 6 die Gewindeabschnitte 20,21
der Zapfenhälften 5,6 zu den Innengewindeabschnitten 16,17 der Außenhülse 3 ausgerichtet
sind. Die ineinandergreifenden Feder-Nut-Verbindungen 27,30 und 28,29 ermöglichen
die Axialverschiebung der beiden Zapfenhälften 5,6 zueinander, verhindern jedoch eine
Winkelversetzung um eine zur Zapfenachse senkrechte Achse.
1. Reinigungsgerät für Flächen, insbesondere Fensterscheiben, bestehend aus einer
Griffstange (1) und einem Halter (4) für ein oder zwei mittig daran lösbar befestigte,
leisten- oder stabförmige Reinigungselemente (8),
dadurch gekennzeichnet, daß die Griffstange (1) an einem Ende eine Innenhülse (2) mit zwei axialen, gegenüberliegenden
Schlitzen (11,12) trägt, auf der verdrehbar, aber axial unverschieblich eine Außenhülse
(3) mit einem Innengewinde (16,17) gelagert ist, das zwei gegenüberliegende Aussparungen
in Form axialer Nuten (18,19) aufweist, die durch Verdrehen der Außenhülse (3) in
eine mit den Schlitzen (11,12) fluchtende Lage bringbar sind, und daß in die Innenhülse
(2) ein axial in zwei Hälften längsgeteilter Zapfen (5,6) einsteckbar ist, von denen
mindestens eine Zapfenhälfte (5,6) einen Halter (4,7,10) für ein Reinigungselement
(8) und diese Zapfenhälfte (5) und die andere Zapfenhälfte (6) jeweils einen dem Innengewinde
(16,17) entsprechenden Außengewindeabschnitt (20,21) tragen, dessen Breite mit der
Breite des Schlitzes (11,12) und der Nut (18,19) derart übereinstimmt, daß bei fluchtender
Ausrichtung der Schlitze (11,12) und der Nuten (18,19) der Zapfen (5,6) in der Innenhülse
(2) axial verschiebbar und durch Verdrehen der Außenhülse (3) über die ineinandergreifenden
Gewinde (16,17,21,22) axial arretiert ist.
2. Reinigungsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Innen- und Außengewindeabschnitte (16,17,20,21) gleich gestaltet sind.
3. Reinigungsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenhülse (2) einen solchen Anschlag (13) für den Zapfen (5,6) aufweist,
daß bei am Anschlag (13) anstoßendem Zapfen (5,6) die Außengewindeabschnitte (20,21)
mit den Innengewindeabschnitten (16,17) korrespondieren.
4. Reinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zapfenhälften (5,6) an ihren aneinanderliegenden Innenseiten durch
eine Verzahnung (23,24,25,26) axial gesichert sind, deren Teilung auf die Teilung
der Gewindeabschnitte (16,17,20,21) derart abgestimmt ist, daß in jeder möglichen
axialen Lage der beiden Zapfenhälften (6,7) die Gewindeabschnitte(16,17,20,21) in
Eingriff bringbar sind.
5. Reinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zapfenhälften (5,6) an ihren aneinanderliegenden Innenseiten durch
eine axiale Nut-Feder-Verbindung (27,28,29,30) gegen Verdrehung um eine Normalachse
auf den Innenseiten gesichert sind.
6. Reinigungsgerät nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Innenseiten der Zapfenhälften (5,6) hinsichtlich der Verzahnung (23,24,25,26)
und/oder der Nut-Feder-Verbindung (27,28,29,30) gleich gestaltet sind.