[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zur Garbehandlung von Lebensmitteln (Gargut)
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Bei Mikrowellenöfen ist es bekannt, am Boden des Ofenraumes einen rotierbaren Drehteller
lösbar anzuordnen, auf welchem das zu behandelnde Gargut während dem Garprozeß plaziert
wird. Es wird dadurch erreicht, daß möglichst alle Stellen des Gargutes mit Zonen
unterschiedlicher Energiedichte innerhalb des Ofenraumes in Berührung kommen, so
daß die Einwirkung der im Ofenraum vorhandenen Energie auf das Gargut vergleichmäßigt
wird. Es sind auch Öfen zur Garbehandlung von Lebensmitteln bekannt, bei denen zusätzlich
zu einem Hochfrequenzgenerator zur Mikrowellenbehandlung noch eine oder mehrere Widerstandsheizungen
z.B. verbunden mit Umluft im Ofenraum vorgesehen sind, wodurch auch ein kombinierter
Betrieb von Mikrowellenbehandlung und konventioneller thermischer Behandlung des Gargutes
ermöglicht wird. Bei der letztgenannten Behandlungsmethode ist es zur Erhaltung optimaler
Garergebnisse meist notwendig, das Gargut abhängig von der Wahl des Heizbetriebes
mit Ober- und/oder Unterhitze bzw. Umluftheizung in unterschiedlichen Höhen innerhalb
des Ofenraumes zu plazieren.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Ofen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 so zu verbessern, daß bei einfacher konstruktiver Ausgestaltung sowohl die bei
der Mikrowellenbehandlungstechnik bekannten Vorteile hinsichtlich der Vergleichmäßigung
der auf das Gargut einwirkenden Energie als auch die Forderungen in bezug auf die
bevorzugt wahlweise Plazierung des Gargutes innerhalb des Ofenraumes bei konventioneller
Widerstands-Wärmebehandlung erhalten bzw. erfüllt werden.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im Kennzeichnungsteil des
Patentanspruches 1 angegebenen Maßnahmen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Patentansprüchen.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung der gestellten Aufgabe macht es möglich, die konventionelle
Behandlungstechnik mit Widerstandsheizkörpern und unterschiedlichen Gargutebenen
zu kombinieren mit der Drehtellertechnik, die insb. bei Mikrowellenbehandlung, aber
auch bei Wärmebehandlung mit Widerstandsheizkörpern oder bei kombiniertem Betrieb
eine Vergleichmäßigung bezüglich der Einwirkung der in unterschiedlich dichten Energiezonen
innerhalb des Ofenraumes vorhandenen Energie auf das Gargut bewirkt. Bei Anwendung
der Mikrowellentechnik ist es vorteilhaft, wenn in den Ofenwandungen vorzugsweise
mehrere Einkoppelöffnungen für die Einspeisung von Mikrowellenenergie in den Ofenraum
vorgesehen sind, wodurch die Energieverteilung innerhalb des Ofenraumes noch zusätzlich
vergleichmäßigt wird Erst mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Ofen wird erreicht,
daß alle bekannten Garbehandlungsmethoden in bezug auf die Optimierung der Garergebnisse
unter den denkbar besten Voraussetzungen auch in Kombinationsbetrieb in einem universell
anpaßbaren Gerät angewandt werden können, was dadurch noch gefördert wird, daß der
Modul und damit der Drehteller wahlweise in unterschiedlichen Höhen innerhalb des
Ofenraumes plaziert werden kann.
[0006] Eine konstruktiv besonders einfache und raumsparende Bauweise in bezug auf die Anordnung
der Antriebsmittel für den Modul bzw. Drehteller ergibt sich aus den Patentansprüchen
3 bis 10. Mit einfachen getriebetechnischen Maßnahmen besteht die Möglichkeit, den
wärmeempfindlichen elektrischen Antriebsmotor an der kühlsten und in bezug auf den
vorhandenen Bauraum günstigsten Stelle anzuordnen, unabhängig von der Plazierung der
festen Kupplungsanschlüsse. Vorteilhaft ist hierbei insb. die Reihenschaltung bzw.
Hintereinanderschaltung von Getriebeelementen in Form von Verbindungsstangen, deren
Abtriebs-Zahnräder mit Kronen-Zahnrädern am Antriebsmotor und an den Stellen der Kupplungsanschlüsse
kämmen. Sämtliche Getriebeelemente einschließlich des Antriebsmotors können hierbei
auf einem gemeinsamen Träger befestigt sein zur Bildung einer Antriebs-Baugruppe,
die auch ohne große Schwierigkeiten zur Nachrüstung bereits vorhandener Öfen geeignet
ist. Gemäß Patentanspruch 8 ist für den Antrieb der Drehteller in unterschiedlichen
Höhen des Ofenraumes eine Antriebseinheit vorgesehen, die in einfacher Weise mit Trägern,
sogenannten Gargutträgern, die pfannenartig, rahmenartig oder rostartig ausgebildet
sind, verbindbar ist. Der so gebildete Modul ist wie ein Gargutträger herkömmlicher
Art in den Ofenraum einschiebbar oder einsetzbar, wobei er entweder in Rillenführungen
entlang den seitlichen Ofenwänden geführt ist oder aber in ebenfalls bekannter Weise
freitragend an der Innenseite eines sogenannten Backwagens gelagert sein kann. Gemäß
Patentanspruch 12 ergibt sich eine vorzügliche Kopplungsverbindung dieses Moduls
mit dem Kupplungsanschluß, indem die beiden zusammenwirkenden Kupplungsteile kraftschlüssig
miteinander in Verbindung gebracht werden. Die Herstellung dieser Kupplungsverbindung
kann selbsttätig erfolgen beim Einschieben des Moduls in den Ofenraum, begünstigt
durch die federnde Ausgestaltung zumindest eines der Kupplungsteile sowie durch das
Vorhandensein von Auflaufschrägen an diesen Kupplungsteilen, wobei für diese Kupplungsverbindung
das schon vorhandene Selbstschließ-Kraftmoment der in Form eines Backwagens oder in
Form einer Drehtür ausgebildeten Ofentür ausgenützt werden kann.
[0007] Obwohl der Antrieb des Drehtellers vom Drehteller-Zentrum aus über die geschilderten
Getriebeelemente als konstruktiv am günstigsten erscheint gibt es alternative Lösungswege
für den Antrieb des Drehtellers. So kann in an sich bekannter Weise der Antrieb über
elektromagneteisch wirkende, also berührungslose Kopplungselemente an sich bekannter
Art, erfolgen, was den Vorteil hat, daß keine Öffnung in der Ofenwandung vorhanden
sein muß. Ferner besteht die Möglichkeit, z.B. über ein Reibgetriebe den Drehteller
an dessen Tellerrand anzutreiben oder aber evtl. zusätzlich einen Antrieb des Drehtellers
durch strömende Luft gemäß Patentanspruch 18 vorzunehmen.
[0008] In bezug auf die Ausgestaltung des Drehtellers ergibt sich im Rahmen der Erfindung
die Möglichkeit, den Durchmesser des Drehtellers weitestgehend der lichten Weite des
z.B. quadratischen Ofenraumes entsprechend zu bemessen, so daß der Drehteller auch
bei Nicht-Rotation als große Standfläche für das Gargut zur Verfügung steht. Hierbei
werden die Ecken des Ofenraumes nicht von dem Drehteller überdeckt und die dadurch
gebildeten Spalte zwischen den Ofenwandungen und dem Drehteller bei Umluftbetrieb
zur Zirkulation der Umluft ausgenützt werden können. Zugunsten einer solchen Luftzirkulation
oder aber Mikrowellenstrahlung oder Wärmekonvektion kann vorgesehen sein, daß der
Drehteller selbst mit Durchbrechungen versehen und z.B. gitter- oder rostartig ausgebildet
ist.
[0009] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den in der Zeichnung
dargestellten und nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen.
[0010] Es zeigt:
Fig. 1, 2 und 3 die prinzipielle Verdeutlichung der Erfindung anhand eines in Sseitenansicht,
Frontansicht und Draufsicht schematisch dargstellten Ofens,
Fig. 4, 5 und 6, 7 zwei jeweils in Seitenansicht und Teil-Draufsicht des Ofens verdeutlichte
Varianten eines Antriebs-Getriebes außerhalb des Ofens, d.h der Ofenmuffel,
Fig. 8 anhand einer Ofen-Draufsicht die Darstellung des Antriebs-Getriebes gemäß der
Variante in Fig. 4, 5 in Verbindung mit einem innerhalb des Ofens angeordneten Moduls,
Fig. 9 eine Draufsicht auf den Modul und dessen Kupplungsverbindung gemäß Fig. 8,
Fig. 10 die Schnittansicht X-X gemäß Fig. 9 mit Darstellung eines Teils eines Drehtellers,
Fig. 11, 12 und 13, 14 die Darstellung der in den vorhergehenden Figuren gezeigten
Kupplungsteile als Einzelheit jeweils in Draufsicht und Frontansicht,
Fig. 15, 16 die schematische Darstellung eines in den Ofen einschiebbaren Moduls
in Draufsicht und Seiten-Schnittansicht,
Fig. 17 eine alternative Kupplungsverbindung zwischen einem Modul und einem Antriebs-Getriebe
in Schnitt-Draufsicht.
[0011] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 ist mit 1 die Ofenmuffel eines Ofens
zur Garbehandlung von Gargut gezeigt, deren frontseitige Öffnung 2 von einem Ofenflansch
3 umzogen ist und die einen Ofenraum 4 umschließt. Die Öffnung 2 ist verschließbar
durch eine Ofentür 5, die als sogenannter Backwagen an horizontal verschiebbaren Zügen
6 schubladenartig in die Öffnungsstellung und in die Schließstellung am Ofenflansch
3 verschiebbar ist. In Fig. 1 ist nur schematisch verdeutlicht, daß an der oberen
Ofenwand der Ofenmuffel 1 ein Mikrowellengenerator 6 angeordnet sein kann, der über
eine oder mehrere Ankoppelöffnungen 7 mit dem Ofenraum 4 in an sich bekannter Weise
in Verbindung steht und daß z.B. unterhalb der oberen und unteren Ofenwand Widerstandsheizkörper
8 als Ober- und Unterhitze vorgesehen sein können. Ferner kann z.B. im Bereich der
Rückwand 9 der Ofenmuffel 1 ein Umluftgebläse z.B. in Verbindung mit einem weiteren
Widerstandsheizkörper vorgesehen sein, durch das erhitzte Luft während des Garprozesses
im Ofenraum umgewälzt werden kann. Hinter der Rückwand 9 der Ofenmuffel 1 ist ein
nur sche matisch angedeuteter elektrischer Atnriebsmotor 10 angeordnet, der über
nachstehend näher erläuterte Getriebeelemente mit zwei in unterschiedlichen Höhen
des Ofenraumes 4 in einer Seitenwand 11 angeordneten Kupplungsanschlüssen 12 in verbindung
steht, wobei die mit 13 bezeichneten Getriebeelemente nur als Striche dargestellt
sind. In anderer Ansicht sind diese Kupplungsanschlüsse 12 in Fig. 2 verdeutlicht.
Wie aus den Fig. 1 und 3 erkennbar, ist eine allgemein als Modul 14 bezeichnete, in
den Ofenraum 4 einschiebbare Einheit in unterschiedlichen Höhen an Haken 15 an der
Innenseite der Ofentür 5 freitragend einhängbar und beim Schließen der Ofentür 5
in den Ofenraum 4 einbringbar. Der Modul 14 besteht im wesentlichen aus einem beim
Ausführungsbeispiel rahmenartigen Träger 16 und einer nachstehend noch näher beschriebenen
Atnriebseinheit 17, die mit dem Träger 16 z.B. lösbar verbunden ist und auf die ein
Drehteller 18 lösbar aufgesetzt ist, welcher Drehteller 18 mit mehreren Durchbrechungen
19 versehen und in Form eines strahlenartigen, kreisrunden Rostes ausgebildet ist.
Aus Fig. 3 ist erkennbar, daß der Antriebsmotor 10 über das Getriebeelement 13 mit
dem Kupplungsanschluß 12 verbunden ist und daß mit diesem Kupplungsanschluß 12 ein
Kupplungsteil 20 der Antriebseinheit 17 bei geschlossener Ofentür 5 antriebsmäßig
gekuppelt ist, wobei über weitere Getriebe- elemente im Inneren der geschlossenen
und balkenartigen Antriebseinheit die vom Antriebsmotor 10 ausgehende Drehbwegung
auf den Drehteller 18 übertragen wird. Wie verdeutlicht, besitzt der Drehteller einen
Durchmesser, der zumindest annähernd der lichten Weite der quadratischen Ofenmuffel
1 entspricht. Der Modul 14 mit Drehteller 18 kann beim Ausführungsbeispiel in zwei
unterschiedlichen Höhen innerhalb des Ofenraumes 4 angeordnet sein entsprechend der
Plazierung der Kupplungsanschlüsse 12 in diesen unterschiedlichen Höhen.
[0012] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 ist auf der Abtriebswelle des Antriebsmotors
10, ebenso wie auf den Kupplungsanschlüssen 12, ein Kronen-Zahnrad 21 befestigt. In
Reihe hintereinander befinden sich zwischen dem Antriebsmotor 10 und dem unteren Kupplungsanschluß
12 und zwischen diesem und dem oberen Kupplungsanschluß 12 Verbindungsstangen 22,
an deren Enden Abtriebs-Zahnräder 23 befestigt sind, die mit den entsprechenden Kronen-Zahnrädern
21 kämmen. Auf diese Weise wird mittels eines gemeinsamen Antriebsmotors 10 die Drehbewegung
in einfachster Weise übertragen auf zwei in unterschiedlichen Höhen der Seitenwand
11 angeordnete Kupplungsanschlüsse 12, wobei die Drehbewegung am unteren Kupplungsanschluß
12 um 90° nach oben umgelenkt wird.
[0013] Demgegenüber sind beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 und 7 die beiden Kupplungsanschlüsse
12 senkrecht übereinander angeordnet, wobei sich der Antriebsmotor 10 mit Abstand
oberhalb der Ofenmuffel 1 befindet. Hierbei sind zumindest die Kronen-Zahnräder 21
der beiden Kupplungsanschlüsse 12 sowie der Antriebsmotor und dessen Kronen-Zahnrad
21 einschließlich der Verbindungsstangen 22 auf einem gemeinsamen Träger 24 gelagert
und stellt somit eine z.B. in einfacher Weise nachrüstbare Baueinheit dar.
[0014] Anhand der Fig. 8 bis 14 wird die Kupplungsverbindung zwischen der vorgenannten Getriebeeinheit,
z.B. der genannten Baugruppe, und dem Modul 14 bzw. dessen Antriebseinheit 17 verdeutlicht.
Wie in Fig. 8 und 9 verdeutlicht, ist der Antriebsmotor 10 samt einem Lagerelement
25 für die Verbindungsstange 22 an einem Lagerbock 26 befestigt, der an der Rückwand
9 der Ofenmuffel 1 befestigt ist. Im Bereich jedes Kupplungsanschlusses 12 ist an
Lagerstellen 27 ein in etwa kastenartiges Lagerelement 28 mittels Schrauben befestigt,
in welchem Lagerelement 28 eine das Kronen-Zahnrad 21 sowie im Inneren des Ofenraumes
den scheibenförmigen Kupplungsanschluß 12 drehfest aufweisende Welle 29 drehbar gelagert
ist. Dar scheibenförmige Kupplungsanschluß 12 überragt nur wenig die Seitenwand 11
und ist größtenteils in einer Ausprägung dieser Seitenwand versenkt angeordnet. In
dem Lagerelement 28 ebenfalls drehbar gelagert ist das andere Ende bzw. die anderen
Enden der Verbindungsstangen 22. Die scheibenförmigen Kupplungsanschlüsse 12 besitzen
eine schräge Auflauffläche 30 und sind an den Außenflächen mit kreuzförmigen Kupplungsvertiefungen
31 versehen (siehe Fig. 11 und 12). Mit dem Kupplungsanschluß 12 kuppelbar ist der
ebenfalls scheibenförmige Kupplungsteil 20 der Antriebseinheit 17. Dieser ebenfalls
mit einer schrägen Auflauffläche 30 versehene Kupplungsteil 20 besitzt an der Außenfläche
entsprechende Kupplungsnocken 32, die mit den Kupplungsvertiefungen 31 verrasten.
Der Kupplungsteil 20 ist befestigt auf einer Welle 33, die im Inneren eines geschlossenen
Gehäuses 34 der Antriebseinheit 17 verläuft und die an der anderen Seite ein Abtriebs-Zahnrad
23 besitzt. Gelagert ist die Welle auf einem winkeligen Lagerbock 35 im Inneren des
Gehäuses 34. Auf der Welle 33 mittels eines Anschlagstiftes 36 anschlagbegrenzt gelagert,
ist ein Federwiderlager 37, zwischen dem und dem festen Lagerbock 35 eine Druckfeder
38 vorgespannt angeordnet ist. Auf diese Weise ist die Welle 33 axial etwa um den
Betrag a entgegen der Kraft der Druckfeder 38 in Pfeilrichtung verschiebbar, nämlich
dann, wenn der Modul 14 in den Ofenraum 4 eingeschoben wird, wobei mittels der Auflaufschrägen
30 Kupplungsanschluß 12 und Kupplungsteil 20 aufeinander auflaufen und in der in den
Fig. 8 und 9 gezeigten Stellung miteinander drehfest verrasten. Senkrecht zur Welle
33 ist im Gehäuse 34 ebenfalls drehbar eine hülsenartige Steckkupplung 39 gelagert,
die an den mit relativ großem Abstand voneinander entfernten Stellen 40 und 41 am
Gehäuse 34 leicht drehbar gelagert ist und innerhalb des Gehäuses ein Kronen-Zahnrad
21 trägt, das mit dem Abtriebs-Zahnrad 23 kämmt. In diese z.B. quadratische Steckkupplung
39 einsteckbar ist ein entsprechend profilierter Steckbolzen 42 des Drehtellers 18,
der mit einem unteren Ringflansch 43 sich reibungsarm auf einer schmalen Ringschulter
44 innerhalb einer Gehäusevertiefung 45 abstützt. Auf den mit einem erhabenen Außenrand
versehenen Drehteller 18 ist ein Gargutträger 46, z.B. in Form einer Pfanne, eines
Rostes oder eines Backbleches aufgesetzt. Das vorzugsweise aus schalenartigen Teilen
zusammengesetzte Gehäuse 34 kann aus Steatit oder Porzellan bestehen, während der
Träger 16 vorzugsweise aus Stahl gebildet ist. Gehäuse 34 und Träger 16 werden miteinander
durch Verschrauben oder durch Zusammenstecken verbunden. Durch diese Trennbarkeit
wird die Reinigung und Aufbewahrung erleichtert.
[0015] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 15 und 16 ist eine Antriebseinheit 17 etwa
der vorbeschriebenen Art mit einem rahmenartigen Träger 16 lösbar verbunden. Hierzu
besitzt der Träger 16 mittig eine Platte 47, auf der die Antriebseinheit 17 z.B. mittels
zweier Rändelschrauben 48 verschraubt ist. Dieser Modul ist vorgesehen für den Einschub
in ein sogenanntes Rippenbackrohr, dessen Seitenwände rippenartige Führungselemente
besitzen. In wesentlicher Übereinstimmung mit den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
wird in der letzten Einschubphase eine Kupplungsverbindung hergstellt zwischen dem
Kupplungsteil 20 des Moduls und dem entsprechenden Kupplungsanschluß 12 an einer
der Seitenwände der Ofenmuffel.
[0016] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 17 wird statt einer mechanischen Kupplung eine
elektromagnetische Kupplung angewendet. Hierbei ist an der der Seitenwand 11 zugewandten
Seite des Kronen-Zahnrades 21 ein Dauermagnet mit den Polen S und N, z.B. ein Bariumferritmagnet
49 befestigt. Eine Öffnung in der Seitenwand ist abgedeckt z.B. durch ein ferrom
agnetisches Blech 50 oder z.B. durch eine Glasabdeckung. Das Kupplungs-Gegenstück
an der Antriebseinheit 17′ wird gebildet entweder durch einen entsprechenden Dauermagneten
51 als Anker oder aber durch einen Eisenanker, der am freien Ende der Welle 33 angeordnet
ist. Eine mechanische Kupplungsverbindung findet hier nicht statt. Bei Antrieb des
Dauermagneten 49 durch den Antriebsmotor 10 wird über den Anker 51 gleichfalls die
Welle 33 und damit auch der Drehteller zur Rotation gebracht.
1. Ofen zur Garbehandlung von Lebensmitteln (Gargut) mittels von thermischen Widerstandsheizkörpern
und/oder von einem Mikrowellengenerator ausgehende Energie, mit einem im Ofenraum
angeordneten Drehteller für das Gargut, der durch einen außerhalb des Ofenraumes angeordneten
Antriebsmotor antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehteller (18) Bestandteil eines in den Ofenraum (4) einsetz- oder einschiebbaren
Moduls (14) ist, für den innerhalb des Ofenraumes wenigstens ein Kupplungsanschluß
(12) des Antriebsmotors (10) vorgesehen sind.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in unterschiedlichen Höhen innerhalb
des Ofenraumes Kupplungsanschlüsse (12) des gemeinsamen Antriebsmotors (10) vorgesehen
sind.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsanschlüsse
(12) an der Rück- und/oder Seitenwand (9, 11) des Ofenraumes (4) plaziert sind.
4. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsanschlüsse
an der Innenseite der Ofentür angeordnet sind.
5. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsanschlüsse
(12) über in Reihe oder parallel außerhalb des Ofenraumes (4) liegende Getriebeelemente
(13, 21, 22, 23) mit dem Antriebsmotor (10) verbunden sind.
6. Ofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebeelemente aus an den
Kupplungsanschlüssen (12) und am Antriebsmotor (10) vorgesehenen Kronen-Zahnrädern
(21) und dazwischen angeordneten, Abtriebs-Zahnräder (23) aufweisenden Verbindungsstangen
(22) bestehen.
7. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor
(10), die Getriebeelemente und gegebenenfalls auch die Kupplungsanschlüsse (12) auf
einem gemeinsamen Träger (24) angeordnet sind.
8. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der den
Drehteller (18) aufweisende Modul (14) aus einem pfannen-, rahmenoder rostartigen,
in Führungen innerhalb des Ofenraumes (4) einschiebbaren und/oder an der Ofentür (5)
einhängbaren Träger (16) und einer mit dem Träger vorzugsweise lösbar verbundenen
Antriebseinheit (17) besteht, die mit dem Kupplungsanschluß (12) kuppelbar ist und
auf die der Drehteller (18) lösbar und rotierbar aufsetzbar ist.
9. Ofen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die gekapselte, vorzugsweise
balkenartige Antriebseinheit (17) an einem Ende einen mit dem Kupplungsanschluß (12)
kuppelbaren Kupplungsteil (20) sowie im Zentrum des Trägers (16) einen mit dem Kupplungsteil
drehfest verbundenen Antriebsteil für den Drehteller besitzt.
10. Ofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Kupplungsteil und Kupplungsanschluß
als Reib-, Zahn- oder Steckkupplung ausgebildet sind.
11. Ofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Kupplungsteil und Kupplungsanschluß
als Magnetkupplung ausgebildet sind. (Fig. 17)
12. Ofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (20) in der
Antriebseinheit (17) federnd gelagert ist und mit Vorspannung am Kupplungsanschluß
(12) anliegt.
13. Ofen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung der Kupplungsanschlüsse
(12) an der Seitenwand des Ofenraumes (4) der Kupplungsanschluß und/oder der Kupplungsteil
(20) schräge Auflaufflächen (30) besitzt.
14. Ofen nach einem der Ansprüche 10, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß Kupplungsanschluß
(12) und Kupplungsteil (20) in Scheibenform ausgebildet sind und an den einander zugewandten
Flächen einerseits Kupplungsnocken (32) und andererseits entsprechende Kupplungsvertiefungen
(31) besitzen.
15. Ofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsteil der Antriebseinheit
(17) als mit einem Getriebeelement, vorzugsweise einem Kronen-Zahnrad (21) verbundene,
hülsenartige Steckkupplung (39) für die Aufnahme eines Steckbolzens (42) des Drehtellers
(18) ausgebildet ist.
16. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehteller (18) in seiner Tellerfläche mit Durchbrechungen (19) versehen, z.B. rostartig
ausgebildet ist.
17. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kupplungsanschluß mit dem Rand des Drehtellers zu dessen Antrieb gekuppelt ist.
18. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehteller, vorzugsweise an seiner Unterseite mit Luftwiderstandsflächen versehen
ist, die im Strömungsbereich einer gerichteten, z.B. durch ein Umluftgebläse bewirkten
Luftströmung liegen und dem Drehantrieb des Drehtellers zumindest unterstützend dienen.
19. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ofentür mit einem z.B. stößelartigen Aktivator versehen ist, der bei der Tür-Schließbewegung
auf den Drehteller einwirkt und auf ihn einen Drehimpuls ausübt.
20. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Modul selbst oder die den Modul tragende, schubladenartig geführte Ofentür auf einer
zur Ofenrückwand hin abfallenden Führungsbahn geführt ist und beim Einschieben in
den Ofenraum selbsttätig in Kupplungsverbindung mit dem Kupplungsanschluß gelangt.
21. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Modul durch die selbstschließende Ofentür in Kupplungsver bindung mit dem
Kupplungsanschluß gedrückt wird.
22. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Modul rechteckförmig, vorzugsweise quadratisch ausgebildet ist, derart, daß zwischen
seinen Rändern und den Ofenwänden Luftströmungsspalte verbleiben.
23. Ofen nach einem dar vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser des Drehtellers (18) weitestgehend der lichten Weite des Ofenraumes (4)
entspricht.
24. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Ofenwandungen vorzugsweise mehrere Einkoppelöffnungen (7) für die Einspeisung von
Mikrowellenenergie in den Ofenraum (4) vorgesehen sind.
25. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofenraum
(4) Widerstandsheizkörper (8), vorzugsweise für Ober- und Unterhitze vorgesehen sind.
26. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Umluftgebläse für die Erzeugung einer Umluftströmung im Ofenraum vorgesehen ist.