(19)
(11) EP 0 250 950 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.05.1991  Patentblatt  1991/19

(21) Anmeldenummer: 87108322.6

(22) Anmeldetag:  11.06.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B26B 5/00

(54)

Messer

Knife

Couteau


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB LI SE

(30) Priorität: 03.07.1986 DE 3622342

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.01.1988  Patentblatt  1988/01

(73) Patentinhaber: MARTOR-ARGENTAX E.H. Beermann KG
D-42648 Solingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Knoop, Heinz-Peter
    D-5650 Solingen (DE)

(74) Vertreter: Ostriga, Harald et al
Patentanwälte Ostriga & Sonnet Postfach 20 16 53
42216 Wuppertal
42216 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 2 085 790
US-A- 2 640 260
US-A- 4 517 741
US-A- 1 507 043
US-A- 3 906 627
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Messer, wie es entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch die US-A-2 640 260 bekanntgeworden ist.

    [0002] Bei dem von der US-A-2 640 260 bekannten Messer ist die aus Bandstahl gefertigte Messerklinge an den Innenflächen eines aus einem Blechzuschnitt geformten hohlen Griffkörpers geführt. Ein quer zur Breitfläche der Messerklinge federbelasteter, etwa bolzenartiger Schieber durchdringt die Messerklinge auswechselbar in einer Bohrung und den Griffkörper in einem dessen gesamte Griffkörperdicke durchsetzenden Schieber-Längsschlitz. Der bolzenartige Schieber bildet nur an einem Ende eine Betätigungshandhabe. Deshalb ist die jeweilige Ausführungsform entweder nur für Rechtshänder oder nur für Linkshänder ergonomisch sinnvoll einsetzbar.

    [0003] Von der US-A-1 507 043 ist ein Messer mit einem im wesentlichen hohlen Griffkörper und einer hierin längsbewegiich geführten, von den Führungselementen nicht trennbaren, also insoweit auch nicht auswechselbaren, Messerklinge an sich bekannt. Und zwar ist mit der Messerklinge ein rückwärtiger Führungsblock, welcher nahezu den gesamten lichten Querschnitt des hohlen Griffkörpers ausfüllt und an dessen Innenflächen geführt ist, einstückig ausgebildet. An zwei diametral gegenüberliegenden Seitenflächen ist dem Führungsblock jeweils ein relativ schmaler Betätigungsansatz angeformt. Jeder Betätigungsansatz durchsetzt die benachbarte Seitenwand des Griffkörpers in einem Längsschlitz. Wegen der an beiden Griffkörper-Breitseiten vorhandenen Betätigungsansätze ist die verschiebliche Messerklinge des vorbekannten Messers für Rechtshänder und Linkshänder gleichermaßen gut bedienbar.
    Ausgehend von dem durch die US-A-2 640 260 bekannten Messer, dessen für Daumenbetätigung bestimmte Betätigungshandhabe nur an einer Griffkörper-Breitseite - also für eine bestimmte Handhabung orientiert - vorhanden ist, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das bekannte Messer bei Erzielung einer einfachen Bauweise so auszugestalten, daß die Schieberteil-Betätigungshandhabe universeller als bisher bedienbar ist. Diese Aufgabe wurde entsprechend dem Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0004] Wesentlich ist, daß das Schieberteil an beiden Griffkörper-Breitseiten je eine Betätigungshandhabe aufweist. Hiermit ist insbesondere bei Sicherheitsmessern, deren Klinge dauernd in Einfahrrichtung zugfederbelastet ist, eine ständige Daumenbedienung der Betätigungshandhabe auch bei Überkopfschneidarbeiten möglich geworden. Selbstverständlich ist das erfindungsgemäß ausgestattete Messer sowohl für den Rechtshänder als auch für den Linkshänder gleichermaßen gut geeignet.

    [0005] Beide Betätigungshandhaben führen zwischen sich mindestens eine Längs-Führungsleiste und nehmen außerdem die Messerklinge lösbar zwischen sich auf, die nur mittelbar über das Schieberteil an der Führungsleiste geführt ist.

    [0006] Weitere Einzelheiten, Vorteile und erfindungswesentliche Merkmale ergeben sich aus zusätzlichen Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messers unter Bezugnahme auf die angefügten Zeichnungen. Dabei zeigt im einzelnen:
       Fig. 1 eine Ansicht der Breitseite eines Messers,
       Fig. 2 eine Draufsicht auf die obere MesserSchmalseite entsprechend dem mit II bezeichneten Ansichtspfeil in Fig. 1, wobei die Griffschalen-Längshälften teilweise weggeschnitten sind; hierbei ist auf der linken Griffkörper-Breitseite eine leicht lösbar arretierte, die Messerklinge haltende Schieber-Abdeckung völlig sichtbar, welche zugleich eine Schieber-Betätigungshandhabe bildet; auch an der anderen Griffkörper- Breitseite ist eine Betätigungshandhabe sichtbar; die dargestellte Messerklinge befindet sich (wie in Fig. 1) in Schneidposition;
       Fig. 3 eine Draufsicht in Anlehnung an die Darstellung gemäß Fig. 2, jedoch mit abgeschwenkter Schieber-Abdeckung,
       Fig. 4 oben eine Innenansicht der rechten und unten eine Innenansicht der linken Griffschalen-Längshälfte gemäß Fig. 1 bis 3.
       Fig. 5 oben eine Außenansicht der rechten Griffschalen-Längshälfte und unten eine Außenansicht der linken Griffschalen-Längshälfte (letztere ist auch aus Fig. 1 ersichtlich) und
       Fig. 6 eine seitlich auseinandergezogene Darstellung der inneren zum Teil beweglichen Messerbauteile.

    [0007] In den Zeichnungen ist ein Messer insgesamt mit der Bezugsziffer 10 dargestellt.

    [0008] Jedes Messer weist einen im wesentlichen hohlen Griffkörper 11 auf, der aus zwei Griffschalen-Längshälften 12l (linke Griffschalen-Längshälfte) und 12r (rechte Griffschalen-Längshälfte) besteht.

    [0009] An jeder Breitseite des Griffkörpers 11, also an der linken Breitseite Bl und an der rechten Breitseite Br befindet sich ein Schieber-Längsschlitz 13, welcher die gesamte Diecke des Griffkörpers 11, d.h. von der linken Breitseite Bl bis zur rechten Breitseite Br, durchsetzt. Der Schieber-Längsschlitz 13 unterteilt sich in zwei Längsschlitz-Hälften, und zwar in die linke Längsschlitzhälfte Hl, und in die rechte Längsschlitzhälfte Hr, wie insbesondere aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen ist.

    [0010] Die Breite b der linken Längsschlitz-Hälfte H₁ ist etwas größer als die Breite der im vorliegenden Falle eine Trapezklinge darstellenden Messerklinge 14 mit Schneide 15.

    [0011] Die in Fig. 1 ansonsten nicht sichtbare rechte Griffschalen-Längshälfte 12r bildet zwei sich voneinander im Parallelabstand befindende Messerklingen-Führungsbahnen 16, auf welcher die Messerklinge 14 jedoch nicht unmittelbar sondern mittels eines insgesamt mit 17 bezeichneten Schiebers längsverschieblich parallel zur Griffkörper-Längsachse x geführt ist.

    [0012] Die Messerklingen-Führungsbahnen 16, die Führungsleisten für den Schieber 17 bilden, werden im folgenden noch näher beschrieben.

    [0013] In den Fig. 1 und 2 befindet sich die Messerklinge 14 in ihrer Schneidposition, d.h. der Schieber 17 ist gänzlich nach vorn zu der mit S bezeichneten Schneidseite hin verschoben, wobei eine in der Ansicht vorn etwa V-förmig ausgebildete Schieber-Abdeckung 18 an einen korrespondierend ausgebildeten Anschlag A der linken Schieber-Längsschlitzhälfte H₁ anstößt.

    [0014] Die Längsverschiebung des Schiebers 17 nach vorn zur Schneidseite S erfolgt entgegen der Rückstellkraft einer Zugfeder 19. Bei diesem Sicherheitsmesser 10 muß also der Betätigungsdaumen den Schieber 17 ständig in seiner Schneidposition halten. Allerdings sind auch Arretierungsmittel für die Schneidposition anwendbar, die beispielsweise entsprechend der DE-C- 27 36 395 die Schneidposition mit relativ geringer Daumen-Querkraft aufrechterhalten. Sobald die zugleich eine linke Griffhandhabe Gl bildende Schieber-Abdeckung 18 mit dem Daumen nicht mehr nach vorne geschoben wird, zieht also die Zugfeder 19 den Schieber 17 zusammen mit der Messerklinge 14 in eine Ruheposition (Fig. 3) zurück, gemäß welcher die Messerklinge 14 gänzlich im Griffkörper 11 aufgenommen ist. Hierbei befindet sich die Messerklinge 14 mit ihrer gesamten Klingenbreitseite 20 innerhalb der linken Schieber-Längsschlitzhälfte Hl.

    [0015] Die Entnahme der Messerklinge 14 in ihrer zurückgezogenen Ruheposition gemäß Fig. 3 vollzieht sich wie folgt:
       Zunächst ist die Messerklinge 14 entsprechend den Darstellungen in den Fig. 1 und 2 in ihrer vorgeschobenen Schneidposition innerhalb des Schiebers 17 lösbar arretiert gehalten. Die lösbare Arretierung erfolgt über Schnappverrastmittel 21, die in Fig. 2 gestrichelt dargestellt sind.

    [0016] Nachdem die Zugfeder wirksam wurde, befindet sich die Messerklinge 14 gemeinsam mit dem Schieber 17 in der zurückgezogenen Ruheposition gemäß Fig. 3. Da die Schieber-Abdeckung 18 bzw. die linke Betätigungshandhabe Gl über ein Filmscharnier 22 an einem Konsolteil 23 und dieses wiederum an einer Schieber-Gleitplatte 26 gehalten ist, läßt sich die Schieber-Abdeckung 18 in Schwenkrichtung u aus der Anbindung der Schnappverrastmittel 21 lösen. So kann die Messerklinge 14 durch die breite linke Schieber-Längsschlitzhälfte Hl heraus nach außen entnommen und gegen eine neue Messerklinge 14 ausgetauscht werden.

    [0017] Aus Fig. 3 ist im übrigen zu ersehen, daß die Schnappverrastmittel 21 aus hinterschnittenen patrizenförmigen Rast- bzw. Zentrierzapfen 24 der Schieber-Gleitplatte 26 und aus entsprechend hinterschnittenen matrizenartigen Rastlöchern 25 der Schieber-Abdeckung 18 bzw. der mit ihr identischen linken Betätigungshandhabe Gl bestehen. Sobald eine neue Messerklinge 14 eingewechselt ist, wird die Schieber-Abdeckung 18 wiederum in ihre Raststellung (vergleichbar mit den Fig. 1 und 2) versetzt.

    [0018] Es bleibt noch zu erwähnen, daß sich die Anlenkungsachse a des Filmscharniers 22 parallel zur Querachse y des Griffkörpers 11 erstreckt.

    [0019] Der Schieber 17 stellt insgesamt zweckmäßig ein Spritzgußteil aus geeignetem Kunststoff dar, der auch das Filmscharnier 22 ermöglicht. Die beiden Griffschalen-Längshälften 12l und 12r können wahlweise Kunststoff-Spritzgußteile oder Metall-Druckgußteile darstellen.

    [0020] Der Aufbau des Schiebers 17 läßt sich, ausgehend von den Fig. 1-3, am besten anhand der Fig. 4-6 erklären. Aus den Fig. 1-3 wird zunächst deutlich, daß der Schieber-Längsschlitz 13 die gesamte Dicke des Griffkörpers 11 quer durchsetzt und daß der den Schieber-Längsschlitz 13 wiederum durchsetztende Schieber 17 eine solche Quererstreckung aufweist, daß er an der linken Griffkörper-Breitseite Bl eine linke Betätigungshandhabe Gl und an der rechten Griffkörper-Breitseite Br eine rechte Betätigungshandhabe Gr bildet. Hierbei sind die beiden Betätigungshandhaben Gl und Gr bezüglich einer sich im wesentlichen parallel zur Ebene der Messerklinge 14 erstreckenden Ebene spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet.

    [0021] Eine Besonderheit des Schiebers 17 und der griffkörperseitigen Führungsanordnung besteht darin, daß der Griffkörper 11, und zwar die rechte Griffschalen-Längshälfte 12r, innen an beiden Seiten ihrer Längsschlitzhälfte Hr, d.h. an deren oberen und an deren unteren Längsseite, je eine Führungsleiste 16 bildet (s. Fig. 4 und 5 dort jeweils obere Darstellung). Das Schieberteil 17 ist nun etwa in einer Ebene zwischen diesen beiden Führungsleisten 16 geteilt, wobei beide so gebildeten Schieberteil- Bereiche, die jeweils den Betätigungshandhaben Gl und Gr zugeordnet sind, lösbar oder fest miteinander verbunden sind.

    [0022] In Fig. 6 sind die beiden Schieberteil-Bereiche des Schiebers 17 mit der linken Betätigungshandhabe Gl und der rechten Betätigungshandshabe Gr besonders deutlich herausgestellt.

    [0023] Im Zusammenhang der Fig. 5 und 6 wird folgendes deutlich:
       Der Schieberteil-Bereich mit der Betätigungshandhabe Gl ist mit der Schieber-Gleitplatte 26 versehen. Die Schieber-Gleitplatte 26 weist zwei randliche, der Ebene der Messerklinge 14 parallele streifenförmige Gleitbereiche 27 auf, von denen aus Fig. 6 nur ein einziger ersichtlich ist. Die beiden Gleitbereiche 27 sind zur Anlage an ihren parallelen Leistenflächen 28 der Führungsleisten 16 bestimmt (s. Fig. 4 obere Darstellung). Mitten zwischen beiden streifenförmigen Gleitbereichen 27 bildet die Schieber-Gleitplatte 26 einen Führungsansatz 29, welcher mit je einer quer zur Ebene der Messerklinge 14 verlaufenden unteren und oberen Führungsfläche 30 (aus Fig. 6 ist nur die obere Führungsfläche 30 zu ersehen) an einer parallelen inneren Leistenfläche 31 anliegt.

    [0024] Zugleich bildet die Schieber-Gleitplatte 26 an ihrer dem Führungsansatz 29 abgewandten Breitseite eine Aufnahme 32 für die Messerklinge 14.

    [0025] Die Schieber-Gleitplatte 26 weist benachbart ihrer Messerklingen-Aufnahme 32 ebenfalls einen Ansatz 33 auf, welcher patrizenförmige Verriegelungszapfen 34 trägt, die in nicht näher bezeichnete hinterschnittene Rastlöcher der Haltekonsole 23 schnappverrastend eingreifen.

    [0026] An der rechten Griffkörper-Breitseite Br ist die Führung des Schiebers 17 wie folgt gelöst: aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß der Führungsansatz 29 zur rechten Griffkörper-Breitseite Br gerichtete patrizenförmige Verriegelungszapfen 35 aufweist. Die Verriegelungszapfen 35 wirken mit Rastlöchern 36 innerhalb der rechten Betätigungshandhabe Gr schnappverrastend zusammen. Auf diese Weise kann die rechte Betätigungshandhabe Gr ihrerseits zwei randliche, der Ebene der Messerklinge 14 parallele streifenförmige Gleitbereiche 37 (aus Fig. 6 ist nur ein Gleitbereich 37 ersichtlich) bilden, welche an den ihnen parallelen anderen Leistenseitenflächen 38 anliegen, die aus Fig. 5 (obere Darstellung) ersichtlich sind.

    [0027] Im Zusammenhang der Fig. 1, 2 und 6 ist auch zu ersehen, daß an dem der Schneidseite S abgewandten rückwärtigen Ende des Schieberteils 17 (und zwar lösbar innerhalb der Rastfuge zwischen 33 und 34 an einem in Fig. 6 nicht gezeigten Zapfen) das vordere Ende 39 der Zugfeder 19 befestigt ist. Das hintere Ende 40 der Zugfeder 19 ist innerhalb eines teilweise walzenförmigen Steckkörpers 41 befestigt, und zwar mittels eines gestrichelt dargestellten Querzapfens 42 (Fig. 6). Der teilweise walzenförmige Steckkörper 41 durchsetzt beide Griffschalen- Längschälften 12l und 12r in einer seiner Außenkontur angepaßten griffkörperseitigen Queröffnung 43 mit Preßsitz. Auf diese Weise wird zumindest im hinteren Bereich des Griffkörpers 11 eine stabile lösbare Steckverbindung erzielt, welche durch im übrigen Bereich der Griffschalen-Längshälften 12l und 12r vorgesehene Rastverbindungen (in Fig. 4 angedeutet und mit 44 bezeichnet) ergänzt wird.

    [0028] Der teilwalzenförmige Steckkörper 41 bildet einen die linke Schieber-Längsschlitzhälfte Hl rückwärtig an der linken Griffkörper-Breitseite Bl begrenzenden Fortsatz 45. Der Fortsatz 45 ist von einem sich parallel zur Griffkörper- Längsachse x erstreckenden Aufnahmekanal 46 für die Zugfeder 19 axial durchsetzt. Der Fortsatz 45 wiederum sitzt satt in einem Aufnahmeschlitz 47 (der Griffschalen-Längshälfte 12l), der eine verengte Fortsetzung der Längsschlitzhälfte Hl darstellt.

    [0029] Die beiden Betätigungshandhaben Gl, Gr sind bei ausgeschobener Messerklinge 14 im vordersten Bereich (bei S) des Griffkörpers 11 angeordnet und bilden zwei zur Schneidseite S hin ansteigende Griffmulden 48.

    [0030] Sämtliche schieberseitigen Schnappverrastungsstellen - mit Ausnahme der Schnappverrastungstelle 21 - können auch während der Montage unlösbar gemacht (z.B. verklebt) werden.


    Ansprüche

    1. Messer (10) mit einem im wesentlichen hohlen Griffkörper (11), einer hierin längsbeweglich an einer Führungsbahn (16) geführten Messerklinge (14) sowie mit einem mit der Messerklinge (14) längsbeweglich und lösbar gekuppelten, griffkörperseitig in einem die gesamte Griffkörper-Dicke durchsetzenden Schieber-Längsschlitz (13) geführten Schieberteil (17), dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberteil (17) an beiden Griffkörper-Breitseiten (Bl, Br) je eine Betätigungshandhabe (Gl, Gr) aufweist, daß beide Betätigungshandhaben (Gl, Gr ) mindestens eine sich parallel zur Griffkörper-Längsachse (x) erstreckende, am Griffkörper (11) angeordnete, die Führungsbahn bildende, Führungsleiste (16) zwischen sich aufnehmen und daß die Messerklinge (14) nur mittelbar über das Schieberteil (17) an der Führungsleiste (16) geführt ist.
     
    2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Betätigungshandhaben (Gl, Gr) bezüglich einer sich im wesentlichen in der oder parallel zur Messerklingen-Ebene (bei 14) erstreckenden Ebene spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet und ausgebildet sind.
     
    3. Messer nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffkörper (11) an beiden Längsseiten des Schieber-Längsschlitzes (13) innerhalb des Messerhohlraums an je einer langen Längsschlitzseite eine Führungsleiste (16) bildet, daß das Schieberteil (17) etwa in einer Ebene zwischen den beiden Führungsleisten (16) geteilt ist, und daß beide so gebildete Schieberteil-Bereiche (bei Gl und Gr), von denen jedes eine Betätigungshandhabe (Gl, Gr) aufweist, miteinander verbunden sind.
     
    4. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schieberteil-Bereiche (bei Gl und Gr) lösbar oder fest miteinander verbunden sind.
     
    5. Messer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schieberteil-Bereiche (bei Gl und Gr) über Schnappverrastmittel (35, 36) lösbar miteinander verbunden sind.
     
    6. Messer nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schieberteil-Bereich (bei Gl) eine Schieber-Gleitplatte (26) mit zwei randlichen, der Messerklingen-Ebene (bei 14) parallelen streifenförmigen Gleitbereichen (27) zur Anlage an einer parallelen Leistenseitenfläche (28) und, an die Gleitbereiche (27) anschließend, einen den Zwischenraum zwischen den im Parallelabstand befindlichen beiden Führungsleisten (16) durchgreifenden Führungsansatz (29) bildet, welcher mit je einer quer zur Messerklingen-Ebene (bei 14) verlaufenden Führungsfläche (30) an einer parallelen inneren Leistenfläche (31) anliegt.
     
    7. Messer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber-Gleitplatte (26) an ihrer dem Führungsansatz (29) abgewandten Breitseite eine Aufnahme (32) für die Messerklinge (14) bildet.
     
    8. Messer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber-Gleitplatte (26) benachbart ihrer Messerklingen-Aufnahme (32) eine Anbindung oder Anlenkung, wie Filmscharnier (22) od.dgl., mit einer Betätigungshandhabe (Gl) bildet.
     
    9. Messer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Messerklingen-Aufnahme (32) abgewandten anderen Griffkörper-Breitseite (Br) die andere Betätigungshandhabe (Gr) ggf. lösbar am Führungsansatz (29) befestigt ist und ihrerseits mit zwei randlichen der Messerklingen-Ebene (bei 14) parallelen streifenförmigen Gleitbereichen (37) an mit letzteren parallelen Leistenseitenflächen (38) anliegt.
     
    10. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Schneidseite (S) abgewandten rückwärtigen Ende des Schieberteils (17) das vordere Ende (39) einer Zugfeder (19) befestigt ist, deren hinteres Ende (40) an einem mindestens teilweise walzenförmigen Steckkörper (41) befestigt ist, welcher den ggf. aus zwei Griffschalen-Längshälften (12l, 12r) bestehenden Griffkörper (11) in einer seiner Außenkontur angepaßten Queröffnung (43) mit Preßpassung durchsetzt.
     
    11. Messer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der walzenförmige Steckkörper (43) einen den Schieber-Längsschlitz (13) rückwärtig an einer Griffkörper-Breitseite (Bl) begrenzenden Fortsatz (45) bildet, welcher einen sich rückwärtig an den Längsschlitz (13) anschließenden Aufnahmeschlitz (47) ausfüllt und welcher einen zum Messergriff-Hohlraum nach innen offenen rinnenförmigen Aufnahmekanal (46) für die Zugfeder (19) bildet.
     
    12. Messer nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleisten (16) von der der Messerklingen-Aufnahme (32) abgewandten Griffschalen-Längshälfte (12r) gebildet ist.
     
    13. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Betätigungshandhaben (Gl, Gr) bei ausgeschobener Messerklinge (14) im vordersten Bereich (bei S) des Griffkörpers (11) angeordnet sind und zwei zur Schneidseite (S) hin ansteigende Griffmulden (48) bilden.
     


    Claims

    1. A knife (10) comprising a substantially hollow handle body (11), a knife blade (14), which is guided in said body so as to be longitudinally displaceable along a guide path (16), and a sliding member (17), which is releasably coupled and longitudinally displaceable with the knife blade (14) and is guided on the handle body side in a sliding member slot (13) penetrating the entire handle body thickness, characterised in that, on both handle body broad sides (Bl, Br), the sliding member (17) comprises an operating lever (Gl, Gr) in each case, which between them receive at least one guide strip (16), which extends parallel to the handle body longitudinal axis (x), is arranged on the handle body (11) and forms the guide path, and the knife blade (14) is only guided indirectly along the guide strip (16) via the sliding member (17).
     
    2. A knife according to claim 1, characterised in that both operating levers (Gl, Gr) are arranged and designed mirror-symmetrical to one another relative to a plane extending substantially in or parallel to the knife blade plane (at 14).
     
    3. A knife according to claim 1 or claim 2, characterised in that, on both longitudinal sides of the sliding member slot (13) and inside the knife cavity, the handle body (11) forms a guide strip (16), the sliding member (17) is divided approximately in a plane between the two guide strips (16) and both sliding member sections (at Gl and Gr) formed in this manner, each of which comprises an operating lever (Gl, Gr), are connected to one another.
     
    4. A knife according to one of claims 1 to 3, characterised in that the two sliding member sections (at Gl, and Gr) are releasably or rigidly connected to one another.
     
    5. A knife according to claim 4, characterised in that both sliding member sections (at Gl, and Gr) are releasably connected to one another by snap locking means (35, 36).
     
    6. A knife according to one of claims 3 to 5, characterised in that one sliding member section (at Gl,) forms a sliding member slide plate (26) having two peripheral strip-shaped sliding regions (27) arranged parallel to the knife blade plane (at 14) for abutment against a parallel lateral strip surface (28) and, adjoining the sliding regions (27), a guide extension (29), which penetrates the intermediate space between the two guide strips (16) arranged parallel and spaced apart, and which rests with a guide surface (30) extending transverse to the knife blade plane (at 14) against a parallel inner strip surface (31).
     
    7. A knife according to claim 6, characterised in that, on its broad side facing away from the guide extension (29), the sliding member slide plate (26) forms a receiving elememt (32) for the knife blade (14).
     
    8. A knife according to claim 7, characterised in that, adjacent its knife blade receiving element (32), the sliding member slide plate (26) forms a connection or joint, such as a film joint (22) or the like with one operating lever (Gl,).
     
    9. A knife according to claim 8, characterised in that on the other handle body broad side (Br) facing away from the knife blade receiving element (32), the other operating lever (Gr) is optionally detachably secured to the guide extension (29) and rests in turn with two peripheral strip-shaped sliding regions (37), which are parallel to the knife blade plane (at 14), against lateral strip surface (38) which are parallel to said sliding regions (37).
     
    10. A knife according to one of claims 1 to 9, characterised in that secured to the rear end of the sliding member (17) facing away from the cutting side (S) is the front end (39) of a tensioning spring (19), whose rear end (40) is secured to an at least partially roller-shaped plug element (41), which in a force-fitting manner penetrates the handle body (11) optionally comprising two longitudinal handle casing halves (12l, 12r) in a transverse opening (43) adapted in its outer contour to said plug element (41).
     
    11. A knife according to claim 10, characterised in that the roller-shaped plug element (41) forms an extension (45) which defines the sliding member slot (13) at the rear on one handle body broad side (Bl), fills a receiving slot (47) adjoining the slot (13) at the rear and forms a channel-like receiving duct (46) for the tensioning spring (19), which duct opens inwards in the direction of the knife handle cavity.
     
    12. A knife according to one of claims 1 to 11, characterised in that the guide strip (16) is formed by the longitudinal handle casing half (12r) facing away from the knife blade receiving element (32).
     
    13. A knife according to one of claims 1 to 12, characterised in that, when the knife blade (14) is extended, the two operating levers (Gl, Gr) are arranged in the foremost region (at S) of the handle body (11) and form two lever depressions (48) rising in the direction of the cutting side (S).
     


    Revendications

    1. Cutter (10) comportant un corps (11) pour l'essentiel creux formant le manche, une lame (14) de cutter guidée dans ledit corps pour coulisser dans le sens de la longueur le long d'un chemin (16) de guidage, ainsi qu'avec une partie (17) formant poussoir qui est couplée de manière dissociable et peut coulisser avec la lame (14) du cutter dans le sens longitudinal en étant guidée côté corps formant manche dans une fente (13) longitudinale afférente traverse de part en part la totalité de l'épaisseur du corps formant le manche,
    caractérisé par le fait que la partie (17) formant poussoir présente de chacun des deux côtés larges (Bl, Br) une prise (Gl , Gr) de manipulation, que les deux prises (Gl, Gr) reprennent entre elles au moins un listel (16) de guidage qui s'étend parallèlement à l'axe longitudinal (x) du corps formant le manche, est prévu sur le corps (11) formant le manche et forme le chemin de Guidage, et que la lame (14) du cutter n'est guidée qu'indirectement, par l'intermédiaire de la partie (17) formant poussoir, sur le listel (16) de guidage.
     
    2. Cutter suivant la revendication 1,
    caractérisé par le fait que, par rapport à un plan s'étendant pour l'essentiel dans le plan de la lame de cutter (dans 14) ou parallèlement audit plan, les deux prises (Gl, Gr) de manipulation sont agencées et façonnées de manière énantiomorphe.
     
    3. Cutter suivant la revendication 1,
    caractérisé par le fait que le corps (11) formant le manche forme sur les deux côtés longitudinaux de la fente (13) longitudinale pour le poussoir, à l'intérieur de la cavité creuse du cutter, sur chacun des deux côtés longs de la fente longitudinale un listel (16) de guidage, que la partie (17) formant poussoir est partagée dans un plan situé à peu près entre les deux listels (16) de guidage, et que les deux zones de partie le poussoir ainsi constituées (au niveau de Gl et de Gr), qui présentent chacune une prise (Gl, Gr) de manipulation, sont reliées l'une à l'autre.
     
    4. Cutter suivant l'une des revendications 1 à 3,
    caractérisé par le fait que les deux zones (au niveau de Gl et de Gr) de la partie formant poussoir sont reliées l'une à l'autre d'une manière dissociable ou solidaire.
     
    5. Cutter suivant la revendication 4,
    caractérisé par le fait que les deux zones (au niveai de Gl et de Gr) de la partie formant poussoir sont reliées l'une à l'autre d'une manière dissociable par l'intermédiaire de moyens (35, 36) de crantage à déclic.
     
    6. Cutter suivant l'une des revendications 3 à 5,
    caractérisé par le fait qu'une zone (au niveau de Gl) de la partie formant poussoir constitue une platine (26) de glissement pour ledit poussoir, avec deux zones (27) de glissement en forme de bandes en bordure, parallèles à la lame (au niveau de 14) du cutter, pour aller épouser une face latérale (28) parallèle des listels et, à la suite des zones (27) de glissement, un épaulement (29) de guidage qui traverse de part en part l'insterstice entre les deux listels (16) de guidage parallèles situés à distance l'un de l'autre et vient épouser chaque fois par une face (30) de guidage s'étendant dans le sens transversal au plan de la lame de cutter (au niveau de 14), une face (31) parallèle intérieure de chacun des listels.
     
    7. Cutter suivant la revendication 6,
    caractérisé par le fait que sur son côté large orienté à l'opposé de l'épaulement (29) de guidage, la platine (26) de glissement du poussoir forme un logement (32) pour la lame (14) du cutter.
     
    8. Cutter suivant la revendication 7,
    caractérisé par le fait que la platine (26) de glissement du poussoir forme, au voisinage de son logement (32) pour la lame de cutter, un point de liaison ou d'articulation, tel qu'un film-charnière (22) ou similaire, avec une prise (Gl ) de manipulation.
     
    9. Cutter suivant la revendication 8,
    caractérisé par le fait que sur l'autre côté large (Br) du corps formant le manche, qui est orienté à l'opposé du logement (32) pour la lame de cutter, l'autre prise (Gr) de manipulation est assujettie, le cas échéant de manière dissociable, à l'épaulement (29) de guidage et épouse à son tour, par deux zones (37) de glissement en forme de bandes en bordure parallèles au plan de la lame du cutter (au niveau de 14), des faces (38) latérales des listels, parallèles auxdites zones (37) de glissement.
     
    10. Cutter suivant l'une des revendications 1 à 9,
    caractérisé par le fait que l'extrémité avant (39) d'un ressort (19) de traction, dont l'extrémité arrière (40) est fixée à un corps emboîtable (41) ayant au moins en partie la forme d'un rouleau qui traverse de part en part, dans une ouverture (43) transversale adaptée à ses contours extérieurs avec une tolérance d'ajustage demandant une pression, le corps (11) qui, formant le manche, se compose le cas échéant de deux moitiés longitudinales (12l , 12r) de coquille du manche, est fixée à l'extrémité arrière de la partie (17) formant poussoir qui est orientée à l'opposé du côté du tranchant (S).
     
    11. Cutter suivant la revendication 10,
    caractérisé par le fait que le corps emboîtable (43) en forme de rouleau constitue un prolongement (45) qui délimite la fente (13) longitudinale pour le poussoir vers l'arrière sur un côté large (Bl) du corps formant le manche, qui comble une fente (47) de réception faisant suite à la fente (13) longitudinale pour le poussoir et qui comporte un conduit (46) en forme de rigole ouverte vers l'intérieur de la cavité dans le manche du cutter pour abriter le ressort (19) de traction.
     
    12. Cutter suivant la revendication 11,
    caractérisé par le fait que les listels (16) de guidage sont constitués par la moitié longitudinale (12r) de coquille du manche qui est orientée à l'opposé du logement (32) prévu pour la lame du cutter.
     
    13. Cutter suivant l'une des revendications 1 à 12,
    caractérisé par le fait que les deux prises (Gl, Gr) de manipulation sont placées dans la zone la plus en avant (près de S) du corps (11) formant le manche et forment deux coupelles (48) de prise remontant en direction du côté du tranchant (S), lorsque la lame (14) du cutter est repoussée et sortie.
     




    Zeichnung