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(11) |
EP 0 272 398 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.1991 Patentblatt 1991/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.10.1987 |
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Einrichtung zum Ueberführen von in einem Strom anfallenden Druckereierzeugnissen auf
die Zuführstrecke einer Verarbeitungsstation
Device for transferring printed products arriving in a continuous stream to the feedline
of a processing station
Dispositif pour transférer des produits imprimés arrivant en une ligne vers la ligne
d'alimentation d'une station de transformation
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
21.11.1986 CH 4668/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.06.1988 Patentblatt 1988/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Ferag AG |
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CH-8340 Hinwil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Reist, Walter
CH-8340 Hinwil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 058 CH-A- 623 794 DE-A- 3 532 403 DE-C- 362 435 GB-A- 2 111 028 GB-A- 2 170 793
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CH-A- 559 691 DE-A- 3 304 219 DE-C- 318 384 FR-A- 2 347 188 GB-A- 2 134 084 US-A- 2 849 236
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Im vorliegenden Zusammenhang ist unter dem Begriff "Verarbeitungsstation" jeweils
eine Maschineneinheit zu verstehen, die die beispielsweise ab einer Druckerpresse
über einen Förderer kontinuierlich anfallenden Druckereierzeugnisse weiterverarbeitet,
beispielsweise mit anderen Druckereierzeugnissen zu einem Fertigprodukt vereinigt,
oder eine Beilage in jedes der Druckereierzeugnisse einfügt, oder die Druckereierzeugnisse
stapelt, paketiert, umschnürt und/oder umreift oder adressiert oder auf Format zuschneidet.
Diese weitere Verarbeitung kann entweder im Durchlauf, d.h. kontinuierlich (beispielsweise
Einfügen einer Beilage) erfolgen, oder aber schubweise (beispielsweise beim Paketieren).
Dementsprechend ist die Arbeitsweise der solchen Verarbeitungsstationen vorgeschalteten
Zuführstrecken kontinuierlich oder diskontinuierlich. Oft ist die Leistungsfähigkeit
einer solchen Verarbeitungsstation jener der Druckerpresse bzw. des auf diese folgenden
Förderers nicht gewachsen und/oder es besteht der Wunsch, Teile der Produktion einer
bestimmten weiteren Verarbeitung und andere Teile derselben Produktion einer anderen
weiteren Verarbeitung zuzuführen. Im einen wie im anderen Fall ist daher die kontinuierlich
anfallende Produktion aufzuteilen.
[0003] Man hat bereits vorgeschlagen, diese Aufteilung dadurch zu erreichen, dass in den
Förderer Weichen eingebaut wurden, deren Zweige je an eine Verarbeitungsstation oder
an die dieser vorgeschalteten Zuführstrecke führen. Dies bedingt aber, dass die gerade
belieferte Verarbeitungsstation imstande sein sollte, während einer Belieferungsperiode
die anfallenden Druckereierzeugnisse weiterzuverarbeiten. Es wurde aber bereits erwähnt,
dass das Schluckvermögen der Verarbeitungsstationen von der Art der auszuführenden
weiteren Verarbeitung abhängt und deshalb möglicherweise der Leistungsfähigkeit des
Förderers nicht gewachsen ist.
[0004] Auch hat man schon vorgeschlagen, die Aufteilung dadurch zu erzielen, dass dem Förderer
beispielsweise nur jedes zweite Druckereierzeugnis der einen Zuführstrecke zugeführt
wird und die übrigen der anderen Zuführstrecke. Auch diese Lösung vermag nicht ganz
zu befriedigen, denn sie setzt voraus, dass der den anfallenden Strom zuführende Förderer
ein speziell ausgebildeter Einzelförderer ist, wobei zusätzlich bei den Verarbeitungsstationen
mit schubweiser Arbeitsweise ein Stauraum vorgesehen sein muss, um die während der
Pause zwischen zwei Arbeitsschüben zugeführten Druckereierzeugnisse aufzunehmen.
[0005] Eine die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweisende Einrichtung ist beispielsweise
aus der DE-A-3 304 219 bekannt. Diese weist eine Speichereinrichtung mit zwei an einem
gemeinsamen ortsfesten Gestell angeordneten, parallelachsigen Wickeleinrichtungen
auf, deren beide Wikkelkerne mit einem gemeinsamen Wickelband miteinander verbunden
sind. Zwischen den Wickeleinrichtungen verlaufen parallel zueinander ein Förderer
zum Heranführen von Drukkereierzeugnissen in Teilschuppenformationen zur einen Wickeleinrichtung
und eine Zuführstrecke zum Wegtransportieren der von der anderen Wickeleinrichtung
abgegebenen Druckereierzeugnisse zu einer Verarbeitungsstation. Eine Weicheneinrichtung
verbindet den Zuförderer mit der entsprechenden Wickeleinrichtung bzw. die andere
Wickeleinrichtung mit der Zuführstrecke und die beiden Wickeleinrichtungen miteinander.
Um die herangeführten Druckereierzeugnisse in gleicher gegenseitiger Lage nach dem
Zwischenspeichern der Verarbeitungsstation zuführen zu können, werden diese in zwei
separaten Teilschuppenströmen herangefördert und nach mehrmaligem Umwickeln von der
einen Wickeleinrichtung auf die andere der Zuführstrecke übergeben. Mit dieser bekannten
Einrichtung ist es unmöglich, gleichzeitig und unabhängig voneinander Druckereierzeugnisse
aufzunehmen und abzugeben. Um dies zu ermöglichen wird vorgeschlagen, mehrere solche
Speichereinrichtungen parallel nebeneinander anzuordnen, wobei der allen Speichereinrichtungen
gemeinsame Förderer von verschiedenen Quellen gespiesen sein kann und die allen Speichereinrichtungen
gemeinsame Förderstrecke Verzweigstellen zum Zuleiten der Druckereierzeugnisse an
verschiedene Verarbeitungsstationen aufweisen kann.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine gattungsgemässe Einrichtung zu schaffen, die bei einfachem Aufbau die herangeführten
Druckereierzeugnisse aufnehmen und unabhängig an die Verarbeitungsstation weiterleiten
kann.
[0007] Zu diesem Zweck weist die vorgeschlagene Einrichtung gemäss der Erfindung die im
Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale auf.
[0008] Erfindungsgemäss ist im Überführbereich von einem Förderer zu einer Zuführstrecke
gewissermassen ein Zwischenlager vorgesehen, das stets aufgefüllt und gleichzeitig
abgebaut werden kann, wobei dieser Abbau unabhängig von der vom Förderer angelieferten
Menge und optimal den Bedürfnissen der nachfolgenden Verarbeitungsstation angepasst
ist.
[0009] Eine Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend rein beispielsweise anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Grundriss einer Einrichtung mit drei Förderern und vier Verarbeitungsstationen,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht eines der zwölf in Fig. 1 dargestellten Zwillingswickel-Gestelle,
- Fig. 3
- eine Ansicht aus Richtung des Pfeiles III der Fig. 2 des Zwillingswickel-Gestelles
der Fig. 2, und
- Fig. 4
- in einer schematischen, perspektivischen Darstellung die Arbeitsweise an einer der
Kreuzungsstellen.
[0010] Es wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen. Bei der in einem sehr schematisch im
Grundriss dargestellten Einrichtung 10 sind drei Förderer A, B, C mit strichpunktierten
Linien angedeutet, die in der mit Pfeilen angegebenen Förderrichtung arbeiten. Ferner
erkennt man vier Verarbeitungsstationen 11, 12, 13, 14, deren Zuführstrecken mit 15,
16, 17 bzw. 18 und deren Ausgänge mit 19, 20, 21 bzw. 22 bezeichnet sind. An den Ausgängen
19, 20, 21 steht je ein Transportmittel, beispielsweise ein Gabelstapler oder ein
Lieferwagen 23 bereit, um die von den Verarbeitungsstationen erzeugten Produkte aufzunehmen
und wegzutransportieren.
[0011] Die Förderer A, B, C sind vorzugsweise endlos umlaufend angetriebene Einzelförderer
in Ueberkopf-Bauweise, die mit in einem Abstand voneinander angeordneten, steuerbaren
Greifern versehen sind, welche jeweils ein Druckereierzeugnis in seiner, in Förderrichtung
gesehen, vorlaufenden Kante erfassen. Ein solcher Förderer ist beispielsweise in der
US-PS 3,955,667 beschrieben.
[0012] Die Zuführstrecken 15 - 18 sind dagegen den jeweils zugeordneten Verarbeitungsstationen
11 - 14 angepasst ausgebildet und können beispielsweise durch Förderbänder, Bändchenförderer
mit oder ohne Mitnehmer oder durch längs eines Gleittisches oder einer Gleitschiene
bewegte Mitnehmer gebildet sein.
[0013] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass alle Förderer A, B und C alle Zuführstrecken 15
- 18 im rechten Winkel kreuzen. Die insgesamt 12 Kreuzungsstellen sind mit 15A - 15c,
mit 16A - 16C, mit 17A - 17C und mit 18A - 18C bezeichnet.
[0014] Im Bereich jeder dieser Kreuzungsstellen ist jede der Zuführstrecken 15 - 18 mit
einem Paar Uebergabestellen 24, 25 versehen (siehe Kreuzungsstellen 15A und 17C),
die im Abstand voneinander je zu beiden Seiten der Bahn der Förderer A, B bzw. C angeordnet
sind. Ferner ist im Bereich jeder der Kreuzungsstellen als Speichereinrichtung ein
nachstehend noch näher zu beschreibendes Zwillingswickel-Gestell 26 vorhanden, von
denen jedes zwei Wickel 27 und 28 trägt.
[0015] Als Speichereinrichtung kann aber auch eine Vorrichtung zum Bilden eines gewendelten
Stapels, wie z. B. in der DE-PS 25 18 374 beschrieben, verwendet werden, bei der der
Stapeltisch jedoch wie in der DE-PS 25 18 372 beschrieben ausgebildet sein kann.
[0016] Die Wickel 27 und 28 sind koaxial zueinander in einem solchen Abstand voneinander
montiert, dass der eine Wickel eines der Gestelle 26 nach einem der Förderer A, B
bzw. C ausgerichtet ist, der andere Wickel desselben Gestelles dagegen nach einer
der Uebergabestellen 24, 25 an der betreffenden Kreuzungsstelle. An der Kreuzungsstelle
15A ist beispielsweise der Wickel 27 nach dem Förderer A ausgerichtet, und der Wickel
28 nach der Uebergabestelle 25. An der Kreuzungsstelle 17C ist dagegen der Wickel
28 nach dem Förderer C ausgerichtet und der Wickel 27 nach der Uebergabestelle 24
an der Zuführstrecke 17.
[0017] Die Wickelgestelle 26 sind - wie sich noch zeigen wirdlängs der Zuführstrecke, denen
sie zugeordnet sind, verschiebbar, damit jeweils der eine der Wickel 27 (oder 28)
nach einem der Förderer A, B, C ausgerichtet werden kann, wobei dann der andere Wickel
28 (oder 27) zwangsläufig nach einer der Uebergabestellen 24, 25 an der betreffenden
Kreuzungsstelle ausgerichtet ist.
[0018] Nun sei auf Fig. 2 und 3 mit der Vorbemerkung Bezug genommen, dass an sich das Aufwickeln
von Druckereierzeugnissen zu einem Wickel und das Abwickeln eines solchen Wickels
zur Entnahme der Druckereierzeugnisse von einem Wickel bekannt ist. Dazu kann beispielsweise
auf DE-OS 32 36 866 (B 65 H 31/28), 32 44 663 oder 32 44 664 (beide B 65 H 29/51)
hingewiesen werden.
[0019] In den Fig. 2 und 3 ist einer der Förderer A, B, C lediglich durch dessen Führungsschiene
29 angedeutet. Das Zwillingswickel-Gestell 26 weist einen Tragrahmen 30 auf, der mit
einem Boden 31 versehen ist. Dieser Tragrahmen 30 weist koaxial zueinander fluchtende
Lagerungen 32 auf, in denen zwei Wickelkerne 33, 34 koaxial zueinander gelagert sind.
Auf Auslegerstützen 35 sind drei aufrechtstehende Träger 36, 37 und 38 (Fig. 3) montiert,
in denen Lagerungen (nicht dargestellt) von zwei Wellen 39, 40 gegebenenfalls lotrecht
verschiebbar angeordnet sind. Auf der Welle 39 sitzt eine Spule 41 und auf der Welle
40 eine Spule 42. Diese Spulen 41, 42 dienen entweder zur gebremsten Abgabe oder zur
positiven Aufnahme eines Wickelbandes 43. In Fig. 3 ist der Wickel 27 auf dem Wickelkern
33 in Bildung begriffen, während der Wickel 28 auf dem Kern 34 abgewickelt wird. Die
Wickelkerne 33 und 34, sowie die zugeordneten Spulen 41, 42 sind unabhängig voneinander
und je nach Funktion in der einen oder in der anderen Drehrichtung angetrieben. Dementsprechend
ist auf dem Boden 31 des Tragrahmens 30 für jeden der Wickelkerne/Spulen 33/41 bzw.
34/42 je ein Motor 44, 45 montiert, beispielsweise ein bezüglich Drehzahl stufenlos
regelbarer und bezüglich Drehrichtung reversierbarer Getriebemotor, der über nur sehr
schematisch als Kettentriebe 46, 47 bzw. 48, 49 angedeutete Wickelgetriebe den zugeordneten
Wickelkern 33 bzw. 34 und die zugeordnete Spule 41 bzw. 42 antreibt.
[0020] Das gesamte Zwillingswickel-Gestell 26 ist über am Boden 31 des Tragrahmens 30 montierte
Rollen 50 auf durch Endanschläge 51, 52 begrenzten Führungsschienen 53 in Richtung
der Achsen der Wickelkerne 33, 34 verfahrbar. Zu diesem Zweck ist am Boden 31 zusätzlich
ein vertikalachsiger, reversierbarer Getriebemotor 54 montiert, dessen Abtriebswelle
den Boden 31 durchsetzt und mit einem Zahnrad 55 versehen ist. Dieses Zahnrad 55 kämmt
mit einer zwischen den beiden Führungsschienen 53 (Fig. 2) fest angeordneten Zahnstange
56. Wenn nun der Getriebemotor 54 eingeschaltet wird, verschiebt sich das gesamte
Zwillingswickel-Gestell 26 in Fig. 2 in Richtung des Pfeiles 57, bis in die mit der
strichpunktierten Linie 58 angedeutete Lage. Während in Fig. 2 und 3 in der mit ausgezogenen
Linien dargestellten Lage des Gestells 26 es der Wickel 27 ist, der die vom einen
der Förderer A, B oder C anfallenden Druckereierzeugnisse durch Aufwickeln aufnimmt,
und der Wickel 28 seine Druckereierzeugnisse der Uebergabestelle 25 abgibt, vertauschen
diese Wickel in der mit der Linie 58 angedeuteten Lage Ihre Funktion. Dabei wird die
Drehrichtung der Motoren 44 und 45 reversiert, und der Wickel 28, der nun nach einem
der Förderer A, B bzw. C ausgerichtet ist, nimmt wieder Druckereierzeugnisse auf,
während der Wickel 27 die in Fig. 3 nicht sichtbare Uebergabestelle 24 beliefert,
wie in Fig. 1 an der Kreuzungsstelle 16A dargestellt.
[0021] Einer der Vorteile des Zwillingswickel-Gestelles 26 in vorliegendem Zusammenhang
ist auch darin zu sehen, dass es nicht erforderlich ist, einen vollen Wickel aus dem
Tragrahmen 30 herauszuheben. Es genügt, dass die Greifer des in Fig. 4 als Ausführungsform
des Transporteurs gemäss der US-PS 3,955,667 dargestellten Förderers A, B bzw. C so
gesteuert werden, dass sie an der betreffenden Kreuzungsstelle die beförderten Druckereierzeugnisse
Z nicht mehr freigeben und dass der diesem vollen Wickel zugeordnete Motor stillgesetzt
wird. Erst wenn dann der andere Wickel leer ist, wird das Zwillingswickel-Gestell
26 verschoben und die Motoren 44, 45 so wieder eingeschaltet, dass die Wickel ihre
Funktion vertauschen.
[0022] Die beschriebene Einrichtung zeichnet sich durch eine ausgesprochene Flexibilität
namentlich in grösseren Druckereien aus, weil sie praktisch ohne Umrüstzeiten zu erfordern
die Produktion aus verschiedenen Druckerpressen gleichzeitig oder unmittelbar nacheinander
verschieden weiteren Verarbeitungen zuführen kann.
1. Einrichtung zum Ueberführen von in einem Strom, insbesondere in einem Schuppenstrom
anfallenden Druckereierzeugnissen auf die Zuführstrecke einer Verarbeitungsstation,
mit wenigstes einem den Strom heranführenden Förderer (A,B,C), mindestens einer Speichereinrichtung
mit zwei je einen Wickelkern (33,34) aufweisenden Wickeleinrichtungen (27,28) zum
Zwischenspeichern der herangeführten Druckereierzeugnisse (Z), und wenigstens einer
Zuführstrecke (15,16,17,18) zum Zubringen der von der Speichereinrichtung abgegebenen
Druckereierzeugnisse (Z) zur entsprechenden Verarbeitungsstation, wobei die eine Wickeleinrichtung
(27,28) zur Aufnahme der vom Förderer (A,B,C) herangeführten Druckereierzeugnisse
(Z) und die andere wickeleinrichtung (28,27) zur Abgabe der zwischengespeicherten
Druckereierzeugnisse (Z) an die Zuführstrecke (15,16,17,18) vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, dass der Förderer (A,B,C) die Zuführstrecke (15,16,17,18) kreuzt,
die beiden Wickeleinrichtungen (33,34) der an der Kreuzungsstelle vorgesehenen Speichereinrichtung
wechselweise vom Förderer (A,B,C) her beschickbar und an die Zuführstrecke (15,16,17,18)
entleerbar sind, und die Wickeleinrichtungen (27,28) unabhängig voneinander antreibbar
sind, um die jeweils vom Förderer (A,B,C) beschickte Wickeleinrichtung (27;28) im
Aufwickelsinn und davon unabhängig die andere Wickeleinrichtung (28; 27) zum Abgeben
der darauf aufgewickelten Druckereierzeugnisse (Z) an die Zuführstrecke (15,16,17,18)
gleichzeitig im Abwickelsinn anzutreiben.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, mit einem gemeinsamen Gestell (26) für die beiden Wickeleinrichtungen
(33,34) und wenigstens einer der Zuführstrecke (15,16,17,18) zugeordneten Uebergabestelle,
an welcher die von der betreffenden Wickeleinrichtung (28; 27) abgegebenen Druckereierzeugnisse
(Z) der Zuführstrecke (15,16,17,18) übergeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gestell (26) in zwei unterschiedliche Positionen verbringbar ist, in welchen wechselweise
die eine Wickeleinrichtung (27:28) nach dem Förderer (A,B,C) und die andere nach der
Uebergabestelle (24,25) ausgerichtet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (26) einen beiden
Wickelkernen (33,34) gemeinsamen Tragrahmen (30) aufweist, an dem die beiden Wickelkerne
(33,34) einzeln und unabhängig voneinander antreibbar angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelkerne (33,34)
im Tragrahmen (30) koaxial zueinander und in einem Abstand zueinander angeordnet sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführstrecke
(15,16,17,18) im Bereich der Kreuzungsstelle mit zwei, je zu einer Seite des Förderers
(A,B,C) angeordneten Uebergabestellen (24,25) versehen ist, und das Gestell (26) längs
der Zuführstrecke (15,16,17,18) verschiebbar ist, sodass wechselweise die eine oder
die andere Uebergabestelle (24,25) durch die jeweils zugeordnete Wickeleinrichtung
(27,28) und die andere Wickeleinrichtung (28,27) vom Förderer (A,B,C) beschickbar
ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Gestell
(26) für jeden Wickelkern (33,34) ein bezüglich Drehzahl stufenlos veränderbarer und
reversierbarer Antriebsmotor (44,55) vorhanden ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch mindestens eine
weitere den Förderer (A,B,C) kreuzende, einer entsprechenden Verarbeitungsstation
(11,12,13,14) zugeordnete Zuführstrecke (15,16,17,18) und eine an jeder Kreuzungsstelle
vorgesehnen Speichereinrichtung.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (A,B,C) die
Zuführstrecken (15,16,17,18) an den Kreuzungsstellen etwa rechtwinklig kreuzt.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Förderer
(A,B,C) vorhanden sind, die jede Zuführstrecke (15,16,17,18) an im Abstand voneinander
angeordneten Kreuzungsstellen kreuzen und an jeder kreuzungsstelle eine Speichereinrichtung
vorgesehen ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der
Zuführstrecken als Zusammentrag-Vorrichtung ausgebildet sind.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer
mit Druckereierzeugnissen (Z) gefüllten ersten Wickeleinrichtung (27,28) einer Speichereinrichtung
der Strom mittels des entsprechenden Förderers (A,B,C) einer andern Kreuzungsstelle
zuführbar ist, solange als die zweite Wickeleinrichtung (28,27) der genannten Speichereinrichtung
nicht leer ist.
1. Device for transferring printed products arriving in a stream, in particular in an
overlapping stream, to the feed line of a processing station, with at least one conveyor
(A, B,C ) bringing the printed products forward, at least one storage device with
two spool devices (27, 28) each possessing a hub (33, 34) for interim storage of the
incoming printed products (Z), and at least one feed line (15, 16, 17, 18) for supplying
the printed products (Z) dispensed by the storage device to the corresponding processing
station, one spool device (27, 28) being intended to receive the printed products
(Z) brought forward by the conveyor (A, B, C) and the other spool device (28, 27)
being intended for dispensing printed products (Z) from interim storage to the feed
line (15, 16, 17, 18), characterized in that the conveyor (A, B, C) runs across the
feed line (15, 16, 17, 18), the two spool devices (33, 34) of the storage device provided
at the crossing, point can be alternately loaded from the conveyor (A, B, C) and unloaded
on to the feed line (15, 16, 17, 18), and the spool devices (27, 28) can be driven
independently of one another, to propel in the winding direction the spool device
(27; 28) in course of being loaded from the conveyor (A, B, C) and at the same time,
and independently thereof, to propel in the unwinding direction the other spool device
(28; 27) to dispense the printed products (z) wound thereon to the feed line (15,
16, 17, 18).
2. Device according to Claim 1, with a common mounting frame (26) for the two spool devices
(33, 34) and at least one transfer point assigned to the feed line (15, 16, 17, 18),
at which the printed products (Z) dispensed by the corresponding spool device (28;
27) are transferred to the feed line (15, 16, 17, 18), characterized in that the mounting
frame (26) is capable of being set in two different positions, in which the spool
devices (27; 28) are alternately aligned with the conveyor (A, B, C) and the transfer
point (24, 25).
3. Device according to Claim 2, characterized in that the mounting frame (26) possesses
a support frame (30) common to the two hubs (33, 34), which are arranged on the support
frame (30) so as to be capable of being driven individually and independently of one
another.
4. Device according to Claim 3, characterized in that the hubs (33, 34) are arranged
in the support frame (30) coaxially with one another and spaced apart.
5. Device according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the feed line (15,
16, 17, 18) is provided in the region of the crossing point with two transfer points
(24, 25) arranged one on either side of the conveyor (A, B, C), and the mounting frame
(26) is capable of being shifted along the feedline (15, 16, 17, 18), so that either
transfer point (24, 25) can be supplied by the spool device (27, 28) assigned to it
while the other spool device (28, 27) is being supplied from the conveyor (A, B, C).
6. Device according to one of Claims 2 to 5, characterized in that a reversible, infinitely
variable change-speed drive motor (44, 55) is provided in the mounting frame (26)
for each hub (33, 34).
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized by at least one further feed
line (15, 16, 17, 18) crossing the conveyor (A, B, C) and assigned to a corresponding
processing station (11, 12, 13, 14), and a storage device provided at each crossing
point.
8. Device according to Claim 7, characterized in that the conveyor (A, B, C) crosses
the feed lines (15, 16, 17, 18) more or less at right angles at the crossing points.
9. Device according to Claim 7 or 8, characterized in that several conveyors (A, B, C)
are provided, crossing each feed line (15, 16, 17, 18) at crossing points which are
spaced apart at intervals, and a storage device is provided at each crossing point.
10. Device according to Claim 9, characterized in that at least a portion of the feed
lines is constructed as an assembling device.
11. Device according to one of Claims 7 to 10, characterized in that in the event of a
first spool device (27, 28) of a storage device being filled with printed products
(Z), the stream can be fed by means of the corresponding conveyor (A, B, C) to another
crossing point, until the second spool device (28, 27) of the said storage device
is empty.
1. Dispositif pour transférer des produits imprimés arrivant en une ligne, en une nappe
notamment, vers la ligne d'alimentation d'une station de transformation, avec un convoyeur
au moins (A, B, C), amenant la ligne, avec un dispositif de stockage au moins, comportant
deux dispositifs d'enroulement (27, 28) respectivement dotés d'un cylindre de bobine
(33, 34), pour le stockage intermédiaire des produits imprimés amenés (z), et avec
une ligne d'alimentation au moins (15, 16, 17, 18), pour transférer les imprimés (Z),
délivrés par le dispositif de stockage, vers la station de transformation correspondante,
l'un des dispositifs d'enroulement (27, 28) étant prévu pour recevoir les imprimés
(z), amenés par le convoyeur (A, B, C), et l'autre dispositif d'enroulement (28, 27)
pour transférer les imprimés (Z), situés dans le stockage intermédiaire, sur la ligne
d'alimentation (15, 16, 1 7, 1 8), caractérisé en ce que le convoyeur (A, B, C) croise
la ligne d'alimentation (15, 16, 17, 18), en ce que les deux dispositifs d'enroulement
(33, 34) du dispositif de stockage, prévu au point d'intersection, peuvent être alternativement
chargés par le convoyeur (A, B, C) et vi dés sur la ligne d'alimentation (15, 16,
17, 18), et en ce que les dispositifs d'enroulement (27, 28) sont entraînables indépendamment
l'un de l'autre, en vue d'entraîner le dispositif d'enroulement (27; 28), chargé par
le convoyeur (A, B, C), dans le sens d'enroulement, et d'entraîner simultanément dans
le sens de déroulement, indépendamment du premier dispositif, l'autre dispositif d'enroulement
(28; 27), pour transférer les produits enroulés (Z) vers la ligne d'alimentation (15,
16, 17, 18).
2. Dispositif suivant la revendication 1, avec un support commun (26) pour les deux dispositifs
d'enroulement (33, 34), et avec un poste de transfert au moins, affecté à la ligne
d'alimentation (15, 16, 17, 18), sur lequel les produits imprimés (Z), délivrés par
le dispositif d'enroulement concerné (28; 27), sont transférés sur la ligne d'alimentation
(15, 16, 17, 18), caractérisé en ce que le support (26) peut se déplacer dans deux
positions, dans lesquelles chaque dispositif d'enroulement (27; 28) s'aligne alternativement
sur le convoyeur (A, B,C) et sur le poste de transfert (24, 25).
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le support (26) présente
un cadre porteur (30), commun aux deux cylindres de bobines (33, 34), sur lequel les
deux cylindres (33, 34) sont montés et entraînés, individuellement et indépendamment
l'un de l'autre.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que les cylindres de bobines
(33, 34) sont montés dans le cadre porteur (30) d'une manière coaxiale, avec un certain
écartement mutuel.
5. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que
la ligne d'alimentation (15, 16, 17, 18) est munie, dans la zone du point d'intersection,
de deux postes de transfert (24, 25), respectivement disposés de part et d'autre du
convoyeur (A, B, C), et en ce que le support (26) peut se déplacer le long de la ligne
d'alimentation (15, 16, 17, 18), si bien que l'un ou l'autre des postes de transfert
(24, 25) peut être alimenté par le dispositif d'enroulement correspondant (27, 28),
tandis que l'autre dispositif d'enroulement (28, 27) est chargé par le convoyeur (A,
B, C).
6. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce qu'un
moteur de commande réversible (44, 55), à réglage continu pour la vitesse de rotation,
est prévu dans le support (26), pour chaque cylindre de bobine (33, 34).
7. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par une
autre ligne d'alimentation au moins (15, 16, 17, 18), croisant le convoyeur (A, B,
C) et affectée à une station de transformation correspondante (11, 12, 13, 14), et
par un dispositif de stockage, prévu à chaque point d'intersection.
8. Dispositif suivant la revendication 7, caractérisé en ce que le convoyeur (A, B, C)
croise les lignes d'alimentation (15, 16, 17, 18) aux points d'intersection, à peu
près à angle droit.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 7 et 8, caractérisé par plusieurs convoyeurs
(A, B, C), qui croisent chaque ligne d'alimentation (15, 16, 17, 18) aux points d'intersection,
distants les uns des autres, et en ce qu'un dispositif de stockage est prévu à chaque
point d'intersection.
10. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce qu'une partie au moins des
lignes d'alimentation est réalisée sous forme de dispositif d'assemblage.
11. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que,
avec un premier dispositif d'enroulement (27, 28) d'un dispositif de stockage, rempli
de produits imprimés (Z), la ligne peut être amenée vers un autre point d'intersection,
par le convoyeur correspondant (A, B, C), aussi longtemps que le deuxième dispositif
d'enroulement (28, 27) du dispositif de stockage précité n'est pas vide.