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EP 0 297 283 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.1991 Patentblatt 1991/19 |
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Anmeldetag: 26.05.1988 |
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Vorrichtung zum Aufteilen eines Stromes aus Druckexemplaren
Device for subdividing a stream of prints
Dispositif pour scinder un courant d'imprimés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
30.06.1987 DE 3721515
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.01.1989 Patentblatt 1989/01 |
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Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Köbler, Ingo
D-8901 Anhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Vorrichtung zum Aufteilen eines Stromes aus Druckexemplaren.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufteilen eines Stromes aus Druckexemplaren
gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0003] Aus der EP-A1-0 089 407 ist eine Vorrichtung zum Aufteilen von Druckexemplaren bekannt.
Die Druckexemplare werden durch kontinuiertlich umlaufende Bänder, einem rotierenden
Zylinderpaar zugeführt, hinter dem Ableitzungen angeordnet sind, wobei jeder Zylinder
des Zylinderpaares mindestens ein Segment aufweist, das aus dem Zylindermantel heraus
in die Transportbahn der Druckexemplare ragt und die umfangsmäßige Lage der Segmente
und die Drehzahl des Zylinderpaares bezogen auf den Takt der ankommenden Druckexemplare
so festgelegt sind, daß diese durch das Segment des einen Zylinders unter die feststehende
Ableitzunge in einen ersten Transportpfad und durch das Segment des anderen Zylinders
durch die Ableitzungen in einen zweiten Transportpfad führbar sind. Der Nachteil dieser
Vorrichtung besteht unter anderem darin, daß der Verteilervorrichtung ein Schneidwalzenpaar
vorangestellt werden muß, um die üblicherweise von einer Druckträgerbahn abgeschnittenen
Druckexemplare bereitzustellen. Dadurch ergibt sich eine voluminöse Bauweise und ein
hoher Kostenaufwand.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Aufteilen des Stromes aus Druckexemplaren
zu schaffen, der es möglich ist, die Druckexemplare auch gleichzeitig von einer Druckträgerbahn
zu trennen, d.h., daß sie neben der Trennfunktion auch die Verteilerfunktion ausführt.
Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen. In diesen zeigen:
Fig. 1 Eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verteiler- und Schneidvorrichtung
und
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einer zweiten Arbeitsposition der Schneid-
und Ablenkzylinder.
[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt ein Schneidwerk 1, dem eine Druckträgerbahn
2 vorzugsweise vertikal zugeführt wird. Für die Zuführung der Druckträgerbahn 2 wird
ein Zugwerk in Form mindestens eines Zugwalzenpaares 3, 4 verwendet. Mittels zweier
gegenläufig rotierender Schneidzylinder 5, 6 wird an einer Schnittstelle 7 die Druckträgerbahn
2 geschnitten, so daß Bogen 8 entstehen, die vorzugsweise abwechselnd in Transportpfade
gelangen, die im nachfolgenden noch beschrieben werden.
[0006] In dem hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel weist jeder Schneidzylinder
5, 6 jeweils ein Messer 13, 14 und einen Schneidbalken 15, 16 auf. Dadurch können
an der Schnittstelle jeweils mit Hilfe eines Messers des einen Zylinders und dem Schneidbalken
des anderen Zylinders die Bogen 8 zugeschnitten werden. Selbstverständlich können
auch mehrere derartige Messer/Schneidbalkenkombinationen verwendet werden.
[0007] Gemäß der Erfindung sind an jedem Schneidzylinder 5, 6 Flügel 9, 10 bzw. 11, 12 angeordnet.
Mit Hilfe dieser Flügel 9, 10; 11, 12, die als Ablenkelemente fungieren, werden die
Bogen 8 in einen von zwei Transportpfaden eingeführt. Vorzugsweise ist unterhalb der
Schneidzylinder 5, 6 eine Zunge 17 mit dreieckförmigem Querschnitt angeordnet, die
den nachfolgenden Transportpfaden quasi vorgeschaltet ist. Der linke Transportpfad
umfaßt ein Bänderpaar 18, 19 und der rechte Transportpfad ein Bänderpaar 20, 21. Für
die Umlenkung der Bänderpaare 18, 19; 20, 21 sind Umlenkrollen 22, 23 bzw. 24, 25
vorgesehen.
[0008] Die erfindungsgemäße Wirkungsweise der Vorrichtung besteht im wesentlichen darin,
daß ein gerade von der Druckträgerbahn 2 abzuschneidender Bogen mit seinem vorauslaufenden
Bereich 26 durch ein Ablenkelementepaar 9, 10 in den Transportpfad, z.B. 18, 19 eingeführt
wurde. In Fig. 1 ist diese Situation dargestellt, während in Fig. 2 durch das Ablenkelementepaar
10, 11 der nachfolgend abzuschneidende Bogen 8 mit seinem vorauslaufenden Bereich
26 in den rechten Transportpfad 20, 21 eingeführt wird.
[0009] Die erfindungsgemäße vorzugsweise abwechselnde Einführung der Bogen 8 in einen der
Transportpfade 18, 19 oder 20, 21 wird gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und
2 dadurch ermöglicht, daß einer der Ablenkflügel bzw. Ablenkelemente biegesteifer
ist. Dies ist in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel der längere Flügel 11,
der mit einem kürzeren Flügel 10 zusammenwirkt und der längere Flügel 9, der mit dem
kürzeren Flügel 12 zusammenwirkt, wenn sich die Schneidzylinder 5, 6 um 180° von der
Stellung gemäß Fig. 1 weitergedreht haben. Dadurch, daß der längere Flügel 9 bzw.
11, jeweils biegesteifer ist, wird bei der Weiterdrehung der Schneidzylinder 5, 6
nach dem Erfassen des vorderen Bereiches 26 eines abzuschneidenden Bogens 8 dieser
jeweils in einen der Ablenkkanäle 18, 19 oder 20, 21 gedrängt. Fig. 2 läßt erkennen,
daß bedingt durch den kürzeren bzw. weicheren als Ablenkelement dienende Flügel 10
der längere, bzw. biegesteifere Flügel 11 der Bogen 8 rechts der Zunge 17 in den Transportpfad
20, 21 mit seinem vorderen Bereich 26 eingeführt, wonach Bogen 8 am hinteren Ende
abgeschnitten wird.
[0010] Durch das Zusammenwirken jeweils eines steiferen bzw. längeren Flügels 9 mit einem
kürzeren 12 bzw. 11 mit 10 ergibt sich somit in abwechselnder Folge eine Einführung
der Exemplare 8 entweder in Transportpfad 20, 21 oder in den Transportpfad 18, 19.
[0011] Es kann ausreichen, die Flügel 9 bis 12 aus dem gleichen Werkstoff herzustellen,
wobei sich die unterschiedliche Elastizität allein durch die Ausbildung bzw. Dimensionierung
der Flügel ergibt oder es können unterschiedliche Materialien für jeweils zwei zusammenwirkende
Flügel verwendet werden, so daß stets der steifere Flügel gegen den Druck des weniger
steifen Flügels die Ablenkung der Druckexemplare in einen der Pfade bewirkt. Der weniger
steife Flügel (10, 12) hebt jeweils die Druckexemplare 8 von den Schneidzylindern
5, 6 ab.
1. Vorrichtung zum Aufteilen eines Stromes aus Druckexemplaren mittels zwei rotierenden
Ablenkelementen, (9, 10; 11, 12), durch die die Druckexemplare (8) jeweils in einen
von zwei nachgeordneten Transportpfaden (18, 19, 20, 21) abgedrängt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die als voneinander unterschiedliche, elastische und gegeneinander
angestellte Flügel ausgebildeten Ablenkelemente (9, 10; 11, 12) wechselweise an einem
Schneidzylinderpaar (5, 6), dem eine Druckträgerbahn (2) zugeführt wird, angeordnet
sind, in der Weise, daß jeweils das zwischen dem Schneidzylinderpaar (5, 6) abzuschneidende
Druckexemplar (8) mit dem vorauslaufenden Bereich (26) durch eines der Ablenkelemente
(9, 10; 11, 12) in einen der Transportpfade (18, 19; 20, 21) eingeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkelemente (9,
10; 11, 12) in Drehrichtung des Schneidzylinderpaares (5, 6) gesehen, hinter dem Schneidmesser
(13, 14) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ablenkelement
(9; 11) länger als das mit diesem zusammenwirkende andere Ablenkelement (10; 12) ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Ablenkelement (9; 11) biegesteifer als das andere mit ihm zusammenwirkende Ablenkelement
(10; 12) ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das längere Ablenkelement (9; 11) biegesteifer als das kürzere Ablenkelement (10;
12) ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an jedem Schneidzylinderpaar (5, 6) diametrisch gegenüberliegend jeweils ein längeres
Ablenkelement (9; 11) und ein kürzeres Ablenkelement (10; 12) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Transportpfade (18, 19; 20, 21) in Form von divergierenden Bandleitungen unterhalb
des Schneidzylinderpaares (5, 6) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
vor den Transportpfaden (18, 19; 20, 21) eine Zunge (17) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (17) einen dreieckförmigen
Querschnitt aufweist.
1. Device for dividing a stream of prints by means of two rotating deflection elements
(9, 10; 11, 12), by which the prints (8) are forced into one of two transport paths
(18, 19, 20, 21) situated downstream, characterised in that the deflection elements
(9, 10; 11, 12), constructed as wings different from each other, resilient and set
against each other, are arranged alternatingly on a pair of cutting cylinders (5,
6) to which a print carrier web (2) is fed, in such a way that the print (8) to be
cut between the pair of cutting cylinders (5, 6) with the advancing area (26) is introduced
by one of the deflection elements (9, 10; 11, 12) into one of the transport paths
(18, 19; 20, 21).
2. Device according to claim 1, characterised in that the deflection elements (9,
10; 11, 12), seen in the direction of rotation of the pair of cutting cylinders (5,
6), are arranged behind the cutting blade (13, 14).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that one deflection element
(9; 11) is longer than the other deflection element (10; 12) co-operating with it.
4. Device according to one of the preceding claims, characterised in that one deflection
element (9; 11) is more resistant to bending than the other deflection element (10;
12) co-operating with it.
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the longer
deflection element (9; 11) is more resistant to bending than the shorter deflection
element (10; 12).
6. Device according to one of the preceding claims, characterised in that on each
pair of cutting cylinders (5, 6) there are arranged, at diametrically opposite points,
a longer deflection element (9; 11) and a shorter deflection element (10; 12) respectively.
7. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the transport
paths (18, 19; 20, 21) are arranged in the form of diverging belt conveyors below
the pair of cutting cylinders (5, 6).
8. Device according to one of the preceding claims, characterised in that a tongue
(17) is arranged in front of the transport paths (18, 19; 20, 21).
9. Device according to claim 8, characterised in that the tongue (17) has a triangular
cross-section.
1. Dispositif pour le partage d'un courant de feuilles imprimées au moyen de deux
éléments de déviation tournants (9, 10; 11, 12), grâce auxquels les feuilles sont
poussées vers l'un ou l'autre de deux itinéraires de circulation (18, 19, 20, 21)
montés en aval, caractérisé par le fait que les éléments de déviation (9, 10; 11,
12) conçus sous forme d'ailes distinctes les unes des autres, élastiques et fonctionnant
en vis-à-vis, sont disposés alternativement sur un couple de cylindres de coupe (5,
6) (2) alimenté en bande de support d'impression (2) de manière que chaque feuille
imprimée à couper (8) entre le couple de cylindres de coupe (5, 6) est introduite
par sa zone antérieure (26) sous l'effet de l'un des éléments de déviation (9, 10;
11, 12) dans l'un des itinéraires de circulation (18, 19; 20, 21).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les éléments de
déviation (9, 10; 11, 12), vus dans le sens de rotation du couple de cylindre de coupe
(5, 6), sont disposés en arrière de la lame de coupe (13, 14).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé par le fait
qu'un élément de déviation (9; 11) est plus long que l'autre élément de déviation
(10; 12) coopérant avec celui-ci.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'un élément de déviation (9; 11) est plus rigide que l'autre élément de déviation
(10; 12) coopérant avec celui-ci.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que l'élément de déviation le plus long (9; 11) est plus rigide que l'élément de déviation
le plus court (10; 12).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que sur chaque couple de cylindres de coupe (5, 6) sont disposés dans chaque cas,
diamétralement opposés, un élément de déviation long (9; 11) et un élément de déviation
court (10; 12).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que les itinéraires de circulation (18, 19; 20, 21) sont disposés sous la forme de
lignes de bandes divergentes en-dessous du couple de cylindres de coupe (5, 6).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'une languette (17) est disposée en avant des itinéraires de circulation (18, 19;
20, 21).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé par le fait que la languette (17)
présente une section triangulaire.

