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(11) |
EP 0 246 252 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.05.1991 Patentblatt 1991/22 |
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Anmeldetag: 07.11.1986 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8600/452 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8702/900 (21.05.1987 Gazette 1987/11) |
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NETZWERK FÜR ZÄUNE UND/ODER SPIELE
NETTING FOR FENCES AND/OR GAMES
GRILLAGE POUR CLOTURES ET/OU JEUX
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
09.11.1985 DE 3539856
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.1987 Patentblatt 1987/48 |
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Patentinhaber: |
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- ALT, Michael Helmut
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
- HACKMANN, Lothar
D-7016 Gerlingen (DE)
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Erfinder: |
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- FICHTENAU, Hans, Günther, Ernst
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
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Vertreter: Schuster, Gregor, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Schuster & Thul
Wiederholdstrasse 10 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 951 792 FR-A- 2 357 152
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DE-A- 2 731 615 US-A- 4 353 324
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- Tennis,No.9 01 May 1978, pages 23,24,see the whole page 23, advertisement of Rossignol
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Fadennetzwerk für Zäune und/oder Spiele
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Netzwerk aus nach der Gattung des Oberbegriffes des
Hauptanspruchs wie z.B. in dem Dokument "Tennis, Nr 9, 1. Mai 1978, Seite 23" beschrieben.
Derartige Fadennetzwerke können auch entweder als Spielfelder trennende aber transparente
Flächen, weshalb auch häufig von Netzspielen wie beispielsweise Tennis die Rede ist,
oder können als Territorien abgrenzende Mittel, die das Überschreiten von einem zum
anderen Territorium hindern sollen, wie beispielsweise die Zuschauer von den Fußballern
trennende, natürlich die Sicht nicht behindernde Schutzzäune dienen. Solche Netzwerke
können auch als Schutz für den Zuschauer dienen, z.B. gegen fliegende Teile wie Bälle,
Sportgeräte und dergleichen. In jedem Fall weisen diese Flächennetzwerke Abmessungen
auf, die zweckentsprechend sind, wobei das Netzwerk meist von jeder seiner beiden
Flächenseiten betrachtbar ist, ohne daß dadurch die weitergehende Sicht durch das
Netzwerk gehindert werden würde. Im übrigen ist der Verwender derartiger Netzwerke
bemüht, einerseits das Netzwerk in ausreichendem Maße als solches _ beispielsweise
als Trennfläche _ erkennbar zu haben und andererseits zu vermeiden, daß das Netzwerk
die Sicht durch das Netzwerk hindurch behindert.
Vorteile der Erfindung
[0002] Das erfindungsgemäße Netzwerk mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß es als Informationsträger verwendbar ist, beispielsweise
in der Werbung, da der durch einen Farbstoff beschichtete Flächenabschnitt immer auf
einer Flächenseite des Netzwerkes erkennbar ist. Auf der Rückseite des Netzwerkes
hingegen ist dieses nur in seiner ursprünglichen Farbgebung, nämlich dem Farbton des
Grundmaterials, wie beispielsweise einem Textilgarn, erkennbar.
[0003] Der Grund, warum bisher derartige Netzwerke für Informationszwecke nur teilweise
eingesetzt wurden, beruht unter anderem auf dem Grundsatz, daß bei einem normal eingefärbten
Netzwerk die beiden Flächenseiten spiegelsymmetrische Darstellungen des eingefärbten
Flächenabschnitts aufweisen, so daß beispielsweise bei der Verwendung einer Schrift
als Werbemittel diese nur von der einen Flächenseite aus lesbar, hingegen auf der
Rückseite spiegelverkehrt ist.
[0004] Die Erfindung ermöglicht vorteilhafterweise windempfindliche Leuchtreklame an hohen
Gebäuden, Transparente an beispielsweise für Rennen vorgesehenen Straßen oder auch
Fahrbahnen überquerende Werbebahnen durch windschlüpfrige Netze zu ersetzen.
[0005] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Farbschicht durch Aufsprühen
gewonnen. Beim Auftragen des Farbstoffes kann in einfacher Weise auf das Netz eine
Schablone gelegt werden, und der Farbstoff kann so auf die eine Seite der Netzfläche
und damit der Fäden aufgetragen werden.
[0006] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Schicht aus durch Lösungsmittel
auswaschbarem Material bestehen, so daß der Informationscharakter ohne Entfernen des
Netzes oder Zerstörung des Netzes geändert werden kann.
[0007] Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung kann der Farbstoff aus phosphoreszierendem
Material bestehen. Hierdurch wird erreicht, daß die Information auch nach Ausschalten
einer Beleuchtung oder in den Abend- und Nachtstunden von sich aus weiter leuchtet.
[0008] Der Faden hat einen Mindestdurchmesser von 1 mm, so daß die beschichtete Fläche entsprechend
gut erkennbar ist. Die Netzwerkmaschenweite weist mindestens 30 mm auf, so daß trotz
Beschichtung eine gute Transparenz erhalten bleibt.
[0009] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0010] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 ein Flächennetzwerk mit Sicht nach Pfeil I in Fig. 2 auf die eine Flächenseite,
die eine abschnittsweise Beschichtung aufweist und
Figur 2 einen Schnitt nach Linie II.II in Fig. 1 durch zwei Fäden dieses Netzwerkes
in vergrößertem Maßstab.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0011] In Fig. 1 ist ein einfaches Netz, wie es beispielsweise auf dem Tennisplatz verwendet
wird, dargestellt, bei dem ein Flächengebilde 1, das nur ausschnittsweise dargestellt
ist, durch eine Anzahl von Maschen 2 gebildet wird, wobei die Fäden 3 durch Knoten
4 diese Maschen 2 rechteckig oder wenn verzogen, rhombusartig begrenzen. Ein derartiges
Fadennetzwerk kann geknüpft sein, wie es meist bei Tennisnetzen der Fall ist, es kann
aber auch für andere Verwendungen einstückig aus Kunststoff gestanzt oder gespritzt
sein.
[0012] In Fig. 1 sind einige Netzfäden 5 gestrichelt dargestellt, wodurch eine Information
auf dem Flächennetzwerk entsteht. Die gestrichelt dargestellten Fäden sind, im Unterschied
zu den übrigen Fäden, mit einem Farbstoff beschichtet.
[0013] In Fig. 2 sind diese Fäden 5 in vergrößertem Maßstab und im Schnitt dargestellt,
wobei der Kernfaden 3 der gleiche wie beim Netzwerk in Fig. 1 ist und nur die eine
der durch Pfeil I dargestellte Sicht zugewandte Hälfte des Fadens mit einem Farbstoff
6 beschichtet ist. Der Pfeil I gibt diese Sichtrichtung an, durch die die Draufsicht
in Fig. 1 entsteht, während der Pfeil III die Rückseitenansicht angibt. Wenn der Betrachter
das Fadennetzwerk gemäß Pfeil III betrachtet, so kann er die Farbschicht 6 nicht wahrnehmen
und entsprechend auch nicht die Information 5, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist.
Für ihn zeigt sich das Netzwerk ohne Information. Natürlich kann eine entsprechende
Beschichtung der gleichen Information auf dieser, der Richtung III zugewandten, Netzfläche
vorgesehen sein, die dann aber nur von dieser Seite III aus sichtbar ist. Durch die
beiden Sichtseiten I und III wird das Flächengebilde 1 in zwei Hälften geteilt,durch
die eine gedachte strichpunktiert dargestellte Mittelfläche 7 verläuft.
1. Als Informationsträger dienendes von beiden Seiten betrachtbares transparentes
Netzwerk aus Fäden, welches zur Wiedergabe einer Information beschichtet ist, wobei
zur Darstellung der Information mindestens eine der beiden Sichtseiten (I, III) des
Netzwerkes abschnittsweise mit Farbstoff (6) beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden an ihren Kreuzungspunkten fest miteinander verbunden sind daß sich die
Beschichtung (6) bei jedem Faden (3) bis maximal zu einer gedachten Mittelfläche (7)
des Netzwerkes erstreckt, die das Netzwerk in zwei jeweils nur von einer Seite (I
oder III) sichtbare Hälften der Fäden (3) teilt, und daß die Maschenweite des Netzwerkes
mindestens 30 mm aufweist, und daß die Fäden aus Textil oder Kunststoff bestehen,
undurchsichtig sind und einen Durchmesser von mindestens 1 mm aufweisen.
2. Netzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschicht (6) eine,
vorzugsweise durch Aufspritzen gewonnene, Sprühschicht ist.
3. Netzwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschicht (6)
aus durch Lösungsmittel auswaschbarem Material besteht.
4. Netzwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Farbschicht (6) aus phosphoriszierendem Material besteht.
1. Transparent netting designed to carry information, capable of being viewed from
either side, being constructed of twine or filament that is coated as a means of applying
the information, whereby parts of at least one of the two visible sides (I, III) of
said netting are coated with pigment (6) in order to depict the information, characterized
by said twine or filaments being joined together where they cross one another, by
the pigment coating (6) applied to each piece of twine or filament (3) reaching no
farther than an imaginary center line dividing the twine or filaments of said netting
into two halves, each only visible from one side (I or III), by said netting having
a mesh of at least 30 mm and by the twine or filaments being of natural or synthetic
fiber, being non-transparent and having a diameter of at least 1 mm.
2. Netting in accordance with Claim 1, characterized by the pigment coating (6) being
in the form of a sprayed-on coating.
3. Netting in accordance with Claim 1 or 2, characterized by the pigment coating (6)
being of a material capable of being washed off by means of a solvent.
4. Netting in accordance with one of the preceding claims, characterized by the pigment
coating (6) being of a fluorescent material.
1. Filet transparent pouvant être regardé des deux côtés et servant de support publicitaire,
qui est enduit pour reproduire une information. L'un des deux côtés visibles (I, III)
du filet est au moins partiellement revêtu d'une couche de couleur (6) et se distingue
par le fait que les fils sont reliés à demeure à leurs points d'intersection, que
l'enduction (6) de chaque fil (3) le recouvre jusqu'à une surface médiane imaginaire
(7) du filet au maximum, qui sépare le filet en deux surfaces visibles d'un seul côté
seulement (I ou III) des fils, que le maillage en textile ou en matière plastique
soit au moins égal à 30 mm et que les fils en textile ou en matière plastique soient
opaques et présentent un diamètre d'au moins 1 mm.
2. Filet selon demande de brevet 1, se distinguant par le fait que la couche de couleur
(6), soit appliquée par une couche pulvérisée.
3. Filet selon demande de brevet 1 ou 2, se distinguant par le fait que la couche
de couleur (6) consiste en un matériau lavable par un solvant.
4. Filet selon une des demandes ci-dessus, se distinguant par le fait que la couche
de couleur (6) soit en matériau phosphorescent.
