(19)
(11) EP 0 428 781 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.05.1991  Patentblatt  1991/22

(21) Anmeldenummer: 89121643.4

(22) Anmeldetag:  23.11.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E01B 27/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(71) Anmelder: Franz Plasser Bahnbaumaschinen- Industriegesellschaft m.b.H.
A-1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Mohr, Pierre
    F-55500 Ligny en Barrois (FR)

(74) Vertreter: Rau, Manfred, Dr. Dipl.-Ing. et al
Rau, Schneck & Hübner Patentanwälte Königstrasse 2
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gleisbaumaschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters eines Gleises


    (57) Gleisbaumaschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters eines Gleises, mit einem auf Schie­nenfahrwerken abgestützten Maschinenrahmen und einer über Antriebe (30) höhenverstellbar an diesem befestig­ten Pfluganordnung (17) mit einer vertikal und quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufenden Stauwand (18), der jeweils im Bereich einer Maschinenlängsseite eine im Winkel zur Maschinenlängsrichtung verstellbare Schotterleitplatte (19) zugeordnet ist. Die Stauwand (18) ist mit einer in Arbeitsrichtung vorgeordneten, horizontal und unmittelbar über der Schienenoberkante angeordneten Abdeckplatte (24) verbunden, deren in Ma­schinenlängsrichtung verlaufende Enden jeweils im Be­reich der Schienenaußenseite nach unten in Richtung zum Schienenfuß umgebogen ausgebildet sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Gleisbaumaschine zum Ver­teilen und Profilieren des Bettungsschotters eines Gleises, mit einem auf Schienenfahrwerken abgestütz­ten Maschinenrahmen und einer über Antriebe höhenver­stellbar an diesem befestigten Pfluganordnung mit einer im wesentlichen vertikal und quer zur Maschinenlängs­richtung verlaufenden Stauwand, der jeweils im Bereich einer Maschinenlängsseite eine im Winkel zur Maschinen­längsrichtung verstellbare Schotterleitplatte zugeord­net ist.

    [0002] Es ist - gemäß DE-OS 38 20 843 - bereits eine derartige, als Schotterpflug bezeichnete Gleisbaumaschine zum Ver­teilen und Profilieren des Bettungsschotters bekannt. Zwischen den beiden endseitig angeordneten Schienen­fahrwerken ist eine Pfluganordnung höhenverstellbar mit einem Maschinenrahmen verbunden. Diese Pfluganordnung besteht aus einer vertikalen und quer zur Maschinen­längsrichtung verlaufenden Stauwand, an der in Arbeits­richtung vorgeordnete Schienentunnels zur Abdeckung der beiden Schienen des Gleises befestigt sind. Sowohl zwi­schen den beiden Schienentunnels als auch an die beiden Enden der Stauwand anschließend sind Mittel- bzw. Seiten­pflugplatten vorgesehen. Der Schotterpflug verfügt über ein unmittelbar an die Stauwand anschließendes Quer­förderband, dem ein geneigt angeordnetes Schürfblech sowie eine Kehrbürste nachgeordnet sind. Unmittelbar vor der mittels eigener Antriebe höhenverstellbaren Pfluganordnung sind quer- und höhenverstellbare Flanken­pflüge mit dem Maschinenrahmen verbunden. Mit einem der­artigen Schotterpflug ist unter entsprechender Stellung der Flankenpflüge und der Mittel- und Seitenpflugplatten überschüssig vorhandener Schotter wahlweise in jeden Be­reich der Schotterbettung umleitbar, wobei im Bereich der Stauwand aufgestauter und über das obere Ende der­selben überfließender Schotter unter Einsatz des an­schließenden Querförderbandes im Flankenbereich der Schotterbettung abgeworfen wird.

    [0003] Es ist auch - gemäß AT-PS 389 132 - eine kontinuier­lich verfahrbare Gleisbaumaschine mit Stopfaggregaten, Gleisstabilisatoren und Pfluganordnungen bekannt. Letz­tere sind sowohl vor den Stopfaggregaten als auch vor den Gleisstabilisatoren höhenverstellbar mit dem Ma­schinenrahmen verbunden und sorgen dafür, daß das Gleis jeweils vor dem unmittelbar nachfolgenden Arbeitsaggre­gat zur Genüge eingeschottert ist.

    [0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Gleisbaumaschine der eingangs be­schriebenen Art, mit der die Schwellen, insbesondere sogenannte Blockschwellen, in unterschiedlicher Höhe einschotterbar sind.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die quer verlaufende Stauwand mit einer dieser in Ar­beitsrichtung vorgeordneten, etwa horizontal bzw. pa­rallel zur Gleisebene und unmittelbar über der Schienen­oberkante angeordneten Abdeckplatte verbunden ist, deren in Maschinenlängsrichtung verlaufende Enden jeweils im Bereich der Schienenaußenseite nach unten in Richtung zum Schienenfuß umgebogen ausgebildet sind. Eine der­artig ausgeführte Pfluganordnung ermöglicht eine Ein­schotterung der beiden im Bereich der Schienenaußen­seiten gelegenen Schwellenauflager mittels aufgestauten Schotters, ohne dabei den Mittelbereich einer Block­schwelle, der vorschriftsmäßig ein niedrigeres Schotter­niveau aufzuweisen hat, einzuschottern. Damit erübrigt sich in besonders wirtschaftlicher Weise ein nachträg­liches und mühsames Entfernen des im Schwellen-Mittel­bereich zuviel vorhandenen Schotters. Durch entsprechen­de Höhenverstellung der Pfluganordnung läßt sich auch auf einfache Weise das Ausmaß der Einschotterung variieren. Somit besteht durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Pfluganordnung die Möglichkeit, das Gleis beispiels­weise unmittelbar vor einer Stopfmaschine lediglich im Bereich der Schwellenauflager ausreichend einzu­schottern, so daß auch bei höheren Niveaukorrekturen im Rahmen der nachfolgenden Unterstopfung genügend Schotter zur Verfügung steht.

    [0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Stauwand jeweils im unmittelbar an die Schieneninnen­seite anschließenden Bereich Öffnungen auf, deren untere Kante durch die horizontale Abdeckplatte gebildet ist. Mit diesen Öffnungen in der Stauwand sind auch die bei­den schieneninnenseitig gelegenen Schwellenauflagerbe­reiche problemlos einschotterbar, wobei der Gleis-Mit­telbereich durch die über diesem angeordnete Abdeckplatte weiterhin vor einer unerwünschten Schotterzufuhr ge­schützt ist.

    [0007] Entsprechend einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind an der Rückseite der Stauwand zwei die Öffnungen umschließende Verteilerhosen befestigt, deren unterer, den Öffnungen gegenüberliegender Endbereich parallel zur Gleisebene verlaufend ausgebildet ist. Mit der­artigen, an der Rückseite der Stauwand angeordneten Verteilerhosen ist der infolge des Staudruckes von der Abdeckplatte in die Öffnungen verdrängte Schotter ge­zielt dem der Schieneninnenseite benachbarten Schwellen­auflagerbereich zuführbar. Dabei läßt sich die Schotter­menge durch entsprechende Höhenverstellung der Pflug­anordnung bzw. der Verteilerhosen auf einfache Weise regulieren.

    [0008] Die Abdeckplatte weist gemäß einer weiteren vorteil­haften Variante der Erfindung im unmittelbar an die Schieneninnenseite anschließenden Bereich jeweils eine Öffnung auf, wobei an der Unterseite der Abdeckplatte diese Öffnungen umschließende Verteilerhosen befestigt sind. Infolge dieser direkt in der Abdeckplatte gelege­nen Öffnungen fließt der Schotter infolge der Schwer­kraft automatisch in die anschließenden Verteilerhosen zu dem schieneninnenseitig gelegenen Schwellenauflager.

    [0009] Eine andere Variante der Erfindung besteht darin, daß die Abdeckplatte an ihrer Unterseite mit zwei in Ma­schinenlängsrichtung verlaufenden und zur Abdeckung der Schienen vorgesehenen Schienentunnels verbunden ist. Diese konstruktive Lösung ermöglicht gegebenenfalls auch die Verwendung von bereits im Einsatz befindlichen Pflug­anordnungen, wobei die im Haupterfindungsmerkmal ange­führte gebogene Ausbildung der beiden in Maschinenlängs­richtung verlaufenden Enden der Abdeckplatte durch die jeweilige Außenwand der beiden Schienentunnels ersetz­bar ist.

    [0010] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfin­dung ist die Abdeckplatte mit ihrem der Stauwand gegen­überliegenden Ende im Winkel nach unten in Richtung zu den Schwellen umgebogen ausgebildet und das untere Ende der Abdeckplatte unterhalb der Schienenunterkante ange­ordnet. Mittels einer derartig ausgebildeten Abdeckplatte ist im Gleis-Mittelbereich vorhandener überschüssiger Schotter in vorteilhafter Weise entfernbar, so daß die vorschriftsmäßige Absenkung des Schotterniveaus zwischen den beiden Blöcken einer Blockschwelle kontrollier- und gegebenenfalls auch herstellbar ist.

    [0011] Oberhalb der Abdeckplatte und unmittelbar vor der Stau­wand ist gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung eine durch einen Antrieb in eine quer zur Maschinenlängs­richtung verlaufende Arbeitsbewegung versetzbare Schot­ter-Transporteinrichtung vorgesehen. Für den Fall, daß überschüssiger Schotter lediglich von einer der beiden Flanken aufnehmbar ist, kann die Schotter-Transportein­richtung einen Teil des in einem seitlichen Endbereich der Pfluganordnung aufgestauten Schotters auf die gegen­überliegende Seite transferieren. Auch im Falle einer Querneigung des Gleises kann mit einer derartigen Trans­porteinrichtung ein unerwünschter Schotterfluß in Rich­tung zur niedriger gelegenen Schiene vermieden werden.

    [0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die oberhalb der Abdeckplatte befindliche Schotter­Transporteinrichtung als um zwei - jeweils im Bereich einer Maschinenlängsseite gelegene - Umlenkrollen mit in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Drehachsen um­lenkbare Förderkette mit von dieser abstehenden Schotter­Mitnahmeorganen ausgebildet. Eine solcherart ausgebilde­te Förderkette ermöglicht mit geringem konstruktivem Aufwand eine gezielte Schotterverteilung, wodurch auch für den Fall, daß lediglich an einer Gleislängsseite überschüssiger Schotter vorhanden ist, eine gleichmäßige Schotteraufteilung auf sämtliche vier Schwellenauflager­bereiche möglich ist. Dazu ist es besonders vorteilhaft, wenn gemäß einer weiteren Variante der Erfindung ein der Abdeckplatte benachbarter Untergurt der Förderkette parallel zur Abdeckplatte angeordnet und der Antrieb wahlweise in beiden Drehrichtungen beaufschlagbar aus­gebildet ist.

    [0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Förderkette mittels eigener Antriebe unabhängig von der Stauwand, den Schienentunnels und der mit diesen verbundenen Abdeckplatte höhenverstell­bar mit dem Maschinenrahmen verbunden ist. Durch diese unabhängige Höhenverstellbarkeit ist eine rasche Anpas­sung des Schotter-Quertransportes durch die Planier­kette in Abstimmung auf die im Flankenbereich aufgestauten Schottermengen möglich.

    [0014] Eine andere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die Stauwand jeweils in ihrem Endbe­reich mit einer um eine vertikale Achse verschwenkbaren Schotterleitplatte verbunden ist. Damit ist der für die Einschotterung der Blockschwellen erforderliche Schotter problemlos dem Flankenbereich entnehmbar, wobei unter entsprechender Schrägstellung der Schotterleitplatte eine selbsttätige Querverlagerung des Schotters auf die Abdeckplatte erzielbar ist.

    [0015] Jeder mit der Stauwand verschwenkbar verbundenen Schotter­leitplatte ist gemäß einer anderen Erfindungsausbildung ein höhen- und querverstellbarer Flankenpflug vor- bzw. zugeordnet. Mit diesem ist der für die Gleis-Einschot­terung benötigte Schotter auch aus dem seitlichen End­bereich der Schotterbettung in Richtung zur höher gele­genen Schotterleitplatte und von dieser wieder in Richtung zur Abdeckplatte verlagerbar.

    [0016] Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung be­steht auch darin, daß an der Rückseite der über eigene Antriebe höhenverstellbaren Stauwand zwei Spurkranz­rollen befestigt sind, die mit Hilfe von Antrieben in bezug auf die Stauwand höhenverstellbar ausgebildet sind. Mit Hilfe dieser Spurkranzrollen ist die Stauwand bzw. die gesamte Pfluganordnung für eine wahlweise Änderung der im Bereich der Stopfauflager in die Schwellenfächer abzuwerfenden Schottermengen höhenverstellbar.

    [0017] Schließlich besteht noch eine weitere vorteilhafte Aus­bildung der Erfindung darin, daß die Pfluganordnung mit der Stauwand, der Abdeckplatte und der Förderkette einem ein Stopf- und ein Gleis-Hebe-Richtaggregat aufweisenden Werkzeugrahmen einer kontinuierlich verfahrbaren Gleis­ stopfmaschine in Arbeitsrichtung vorgeordnet ist, wo­bei der Werkzeugrahmen und die Pfluganordnung auf einem gemeinsamen, vorzugsweise gelenkig ausgebildeten Maschi­nenrahmen angeordnet sind. Eine derartige Kombinations­merkmale aufweisende Gleisstopfmaschine ist in konti­nuierlicher Arbeitsvorfahrt mit hoher Leistung und Wirtschaftlichkeit einsetzbar, wobei die Einschotterung des Gleises sowie dessen Lagekorrektur in einem einzigen Arbeitsfluß durchführbar ist.

    [0018] Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher be­schrieben.

    [0019] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht einer kontinuierlich ver­fahrbaren Gleisstopfmaschine mit einer dem Stopf­aggregat vorgeordneten, erfindungsgemäß ausgebilde­ten Pfluganordnung zum Einschottern von Schwellen eines Gleises,

    Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht der Pflugan­ordnung mit einer höhenverstellbaren Förderkette,

    Fig. 3 eine im Vergleich zu Fig.2 verkleinerte Draufsicht auf die Pfluganordnung gemäß Fig.1 und 2,

    Fig. 4 eine Frontansicht der Pfluganordnung gemäß Pfeil IV in Fig.3,

    Fig. 5 eine vergrößerte Teil-Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsge­mäß ausgebildeten Pfluganordnung,

    Fig. 6 einen Teil-Querschnitt gemäß Pfeil VI in Fig. 5,

    Fig. 7 eine räumliche Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäß aus­gebildeten Pfluganordnung und

    Fig. 8 eine schematische Seitenansicht einer wei­teren, mit einer erfindungsgemäßen Pfluganordnung ausgestatteten Gleisbaumaschine.



    [0020] Eine in Fig.1 als Gleisstopfmaschine ausgebildete Gleis­baumaschine 1 weist einen gelenkig ausgebildeten und über mehrere Drehgestell-Fahrwerke 2 auf einem Gleis 3 abgestützten Maschinenrahmen 4 auf und ist mit Hilfe eines Fahrantriebes 5 kontinuierlich in der durch einen Pfeil 6 dargestellten Arbeitsrichtung verfahrbar. Etwa mittig ist mit dem Maschinenrahmen 4 ein Werkzeugrahmen 7 längsverschiebbar verbunden, der mit seinem in Arbeits­richtung hinteren Ende über ein Fahrwerk 8 direkt am Gleis 3 abstützbar ist. Auf dem über einen eigenen An­trieb relativ zum Maschinenrahmen 4 zyklisch längsver­schiebbaren Werkzeugrahmen 7 sind ein höhenverstellbares Zweischwellen-Stopfaggregat 9 und ein höhen- und seiten­verstellbares Gleis-Hebe-Richtaggregat 10 für die Gleis­lagekorrektur angeordnet. Zur Feststellung der Differenz zwischen Gleis-Ist- und Soll-Lage sind mit einem Bezugs­system verbundene Meßräder 11 vorgesehen. Unmittelbar vor dem letzten Drehgestell-Fahrwerk 2 ist eine über einen Antrieb 12 höhenverstellbare Kehreinrichtung 13 mit dem Maschinenrahmen 4 verbunden. Diese Kehreinrich­tung 13 verfügt über eine durch einen Antrieb rotier­bare Kehrbürste 14, der ein Querförderband 15 unmittel­bar vorgeordnet ist.

    [0021] Die Gleisbaumaschine 1 zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters und zum Unterstopfen des Gleises weist unmittelbar hinter dem vorderen Drehgestell-Fahr­werk 2 eine mittels eines Antriebes 16 höhenverstellbar am Maschinenrahmen 4 befestigte Pfluganordnung 17 auf. Diese ist mit einer vertikalen, quer zur Maschinen­längsrichtung verlaufenden Stauwand 18 mit seitlich angeordneten, im Winkel zur Maschinenlängsrichtung ver­stellbaren Schotterleitplatten 19 und die Schienen 20 abdeckenden Schienentunnels 21 ausgestattet. Der Stau­wand 18 ist eine höhenverstellbare Schotter-Transport­einrichtung 22 zum Quertransport von Schotter unmittel­bar vorgeordnet. In Arbeitsrichtung vor der Pfluganord­nung 17 befinden sich höhen- und seitenverstellbare Flankenpflüge 23.

    [0022] Wie insbesondere in Fig.2 und 3 ersichtlich, ist die quer verlaufende Stauwand 18 mit einer dieser in Arbeits­richtung vorgeordneten, etwa horizontal bzw. parallel zur Gleisebene und unmittelbar über der Schienenoberkante an­geordneten Abdeckplatte 24 verbunden. Ebenso sind die beiden parallel zueinander verlaufenden Schienentunnels 21 durch die Abdeckplatte 24 miteinander verbunden. An der Rückseite der über die Antriebe 16 entlang von Füh­rungen 25 höhenverstellbaren Stauwand 18 sind zwei Spur­kranzrollen 26 um eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar befestigt. Diese Spur­kranzrollen 26 sind mit Hilfe von Antrieben 27 unabhän­gig von der Stauwand 18 höhenverstellbar. Die der Stau­wand 18 unmittelbar vorgeordnete, als Förderkette 28 ausgebildete Schotter-Transporteinrichtung 22 ist über eine Parallelogramm-Anlenkung mit dem Maschinenrahmen 4 verbunden und mittels zweier Antriebe 29 höhenverstellbar.

    [0023] Wie insbesondere in Fig.3 ersichtlich, ist jeder mit der Stauwand 18 um eine vertikale Achse 30 verschwenkbar ver­bundenen Schotterleitplatte 19 ein höhen- und querver­stellbarer Flankenpflug 23 vor- bzw. zugeordnet (in Fig.2 sind die Schotterleitplatten 19 und die Flanken­pflüge 23 der besseren Übersicht halber nicht darge­stellt). An der Rückseite der Stauwand 18 sind jeweils im Bereich der Schieneninnenseite zwei Verteilerhosen 31 befestigt, deren unterer Endbereich parallel zur Gleisebene verlaufend ausgebildet ist.

    [0024] Wie in Fig.4 ersichtlich, weist die Stauwand 18 jeweils im unmittelbar an die Schieneninnenseite anschließenden Bereich Öffnungen 32 auf, deren untere Kante durch die horizontale Abdeckplatte 24 begrenzt ist. Die an der Rückseite der Stauwand 18 befestigten Verteilerhosen 31 umschließen diese Öffnungen 32 bzw., anders ausgedrückt, die Verteilerhosen 31 sind im Randbereich der Öffnungen 32 mit der Stauwand 18 verbunden. Die oberhalb der Ab­deckplatte 24 befindliche Schotter-Transporteinrichtung 22 ist als Förderkette 28 mit von dieser abstehenden Schotter-Mitnahmeorganen 33 ausgebildet. Jeweils etwa oberhalb einer Schiene 20 ist eine Umlenkrolle 34 mit in Maschinenlängsrichtung verlaufender Drehachse zur Umlenkung der Förderkette 28 vorgesehen. Die Schotter-­Transporteinrichtung 22 verfügt über einen Antrieb 35, durch den die Förderkette 28 wahlweise in beide Quer­richtungen antreibbar ist. Zumindest der der Abdeck­platte 24 benachbarte Untergurt 36 der Förderkette 28 ist unabhängig von seiner Höhenlage parallel zur Abdeck­platte 24 angeordnet. Eine mit den beiden Schienen 20 verbundene Schwelle 37 ist als sogenannte Blockschwelle mit zwei durch einen Stahlträger 38 voneinander distan­zierten und jeweils mit den Schienen 20 verbundenen Betonblöcken 39 ausgebildet. Bei einer vorschriftsmäßi­gen Einschotterung einer derartigen Blockschwelle 37 befindet sich das zwischen den beiden Betonblöcken 39 befindliche Schotterbettniveau etwa 7 cm unterhalb der Schienenunterkante. Der untere Endbereich der beiden schieneninnenseitig gelegenen Verteilerhosen 31 deckt etwa den durch die Schiene 20 und das innenseitig ge­legene Ende des Betonblockes 39 begrenzten Bereich der Schwelle 37 ab.

    [0025] Im Arbeitseinsatz wird die Pfluganordnung 17 unter Beaufschlagung der Antriebe 16 und Auflage der Spur­kranzrollen 26 auf die Schienen 20 abgesenkt. Ebenso werden die beiden Flankenpflüge 23 in ihre Arbeitspo­sition gebracht. Bei kontinuierlicher Arbeitsvorfahrt der Gleisbaumaschine 1 mit zyklischem Unterstopfen der Schwellen 37 durch das Stopfaggregat 9 erfolgt eine kon­tinuierliche Einschotterung der zwischen den Betonblöcken 39 ein- und derselben Gleislängsseite gelegenen Schwel­lenfachbereiche, so daß für die unmittelbar nachfol­gende Unterstopfung auch bei größeren Gleislagekorrek­turen genügend Schotter zur Verfügung steht. Durch ent­sprechende Stellung der Flankenpflüge 23 und Schräg­stellung der Schotterleitplatten 19 wird im Flankenbe­reich der Schotterbettung befindlicher überschüssiger Schotter in Richtung zur Stauwand 18 transportiert. Der in diesem Bereich aufgestaute Schotter bewirkt auto­matisch eine Einschotterung der darunter befindlichen, schienenaußenseitig gelegenen Schwellenfachbereiche. Der nach dieser ersten Einschotterung noch vorhandene überschüssige Schotter wird infolge des Staudruckes auf die Abdeckplatte 24 und schließlich durch die beiden Öffnungen 32 der Stauwand 18 in die beiden Verteiler­hosen 31 befördert. Damit wird auch die Einschotterung der schieneninnenseitig gelegenen Schwellenfächer im Bereich der Betonblöcke 39 bzw. der Schwellenauflager durchgeführt.

    [0026] Für den Fall, daß in einem Flankenbereich zu wenig oder überhaupt kein überschüssiger Schotter vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, durch Absenken der Schotter-­Transporteinrichtung 22 und entsprechende Beaufschlagung des Antriebes 35 den auf einer Seite der Pfluganordnung 17 aufgestauten überschüssigen Schotter auch zur gegen­überliegenden Öffnung 32 bzw. dem schienenaußenseitig gelegenen Schwellenfachbereich zu transportieren. Durch die auf den beiden Schienentunnels 21 gelegene Ab­deckplatte 24 wird eine unerwünschte Ablagerung des überschüssigen Schotters im Schwellen-Mittelbereich zuverlässig ausgeschlossen. Zur wahlweisen Veränderung der gewünschten Einschotterungshöhe werden die beiden Antriebe 27 beaufschlagt, wodurch die Distanz zwischen der Schwellenoberseite und der Unterkante der Stau­wand 18 bzw. der Verteilerhosen 31 variierbar ist.

    [0027] Eine in Fig.5 und 6 dargestellte Pfluganordnung 40 mit einer Stauwand 41, einer Schotter-Transporteinrichtung 42 und Schienentunnels 43 weist eine diese miteinander verbindende Abdeckplatte 44 auf, die im schieneninnen­seitig gelegenen Bereich mit Öffnungen 45 ausgestattet ist. An der Unterseite der Abdeckplatte 44 sind diese Öffnungen 45 umschließende Verteilerhosen 46 befestigt. Bei dieser Ausführungsvariante der Erfindung fällt der durch die Schotterleitplatte 47 und die Stauwand 41 aufgestaute Schotter zum Teil in die schienenaußensei­tig gelegenen Schwellenfächer 48 und zum Teil über die Verteilerhosen 46 auch in die schieneninnenseitig ge­legene und durch die Betonblöcke 50 begrenzten Schwel­lenfächer 49 der Blockschwellen 51.

    [0028] Eine in Fig.7 dargestellte Pfluganordnung 52 mit einer Stauwand 53 und verschwenkbar an dieser befestigten Schotterleitplatten 54 weist eine speziell ausgebildete Abdeckplatte 55 auf. Die in Maschinenlängsrichtung ver­laufenden Enden 56 dieser Abdeckplatte 55 sind jeweils im Bereich der Schienenaußenseite nach unten in Rich­tung zum Schienenfuß umgebogen ausgebildet, so daß kein Schienentunnel zum Abhalten des Schotters von der Schie­ne erforderlich ist. Diese nach unten umgebogenen Enden 56 sind in den in Fig.1 bis 6 dargestellten Ausführungen vergleichbar mit einem Teil der schienenaußenseitig ge­legenen Wand der Schienentunnels. An ihrem der Stauwand 53 gegenüberliegenden Ende ist die Abdeckplatte 55 im Winkel nach unten in Richtung zu den Schwellen 57 umge­bogen, wobei das untere Ende 58 unterhalb der Unterkante der Schienen 59 angeordnet ist. Auf diese Weise ist ge­gebenenfalls im Schwellen-Mittelbereich zuviel vorhan­dener Schotter in Richtung zu den in der Stauwand 53 angeordneten Öffnungen 60 und den an der Rückseite der Stauwand 53 befestigten Verteilerhosen transportierbar (siehe Pfeile). Vertikale, mit der Abdeckplatte 55 ver­bundene Stege 61 verhindern ein unerwünschtes Abfließen des Schotters auf die Schienen 59.

    [0029] Eine weitere, in Fig.8 dargestellte und als Schotter­pflug ausgebildete Gleisbaumaschine 62 mit einem Maschi­nenrahmen 63 und Fahrwerken 64 ist mit Hilfe eines An­triebes 65 kontinuierlich in der durch einen Pfeil dar­gestellten Richtung verfahrbar. Vor dem vorderen Fahr­werk 64 befindet sich eine erfindungsgemäß ausgebildete, höhenverstellbare Pfluganordnung 66 mit einer unabhängig davon höhenverstellbaren Schotter-Transporteinrichtung 67. Am hinteren Ende des Maschinenrahmens 63 ist eine höhenverstellbare Kehrbürste 68 mit einem Querförder­band 69 vorgesehen. Mit dieser Gleisbaumaschine 62 kann das Gleis 70 im Bereich der schienenseitig gelegenen und zu unterstopfenden Schwellenauflager eingeschottert werden, während der Gleis-Mittelbereich durch die Ab­deckplatte nicht eingeschottert wird. Durch die nach­folgende rotierende Kehrbürste 68 erfolgt ein Entfernen von auf den Schwellen liegendem Schotter.

    [0030] Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung auch normale, über die gesamte Länge etwa gleichbleibenden Querschnitt aufweisende Schwellen einschotterbar.


    Ansprüche

    1. Gleisbaumaschine zum Verteilen und Profi­lieren des Bettungsschotters eines Gleises, mit einem auf Schienenfahrwerken (2;64) abgestützten Maschinen­rahmen (4;63) und einer über Antriebe (16) höhenverstell­bar an diesem befestigten Pfluganordnung (17;40) mit einer im wesentlichen vertikal und quer zur Maschinen­längsrichtung verlaufenden Stauwand (18;41;53), der je­weils im Bereich einer Maschinenlängsseite eine im Winkel zur Maschinenlängsrichtung verstellbare Schotterleit­platte (19;47;54) zugeordnet ist, dadurch ge­kennzeichnet, daß die quer verlaufende Stauwand (18;41;54) mit einer dieser in Arbeitsrichtung vorgeordneten, etwa horizontal bzw. parallel zur Gleis­ebene und unmittelbar über der Schienenoberkante ange­ordneten Abdeckplatte (24;44;55) verbunden ist, deren in Maschinenlängsrichtung verlaufende Enden (56) je­weils im Bereich der Schienenaußenseite nach unten in Richtung zum Schienenfuß umgebogen ausgebildet sind.
     
    2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Stauwand (18;53) jeweils im unmittel­bar an die Schieneninnenseite anschließenden Bereich Öffnungen (32;60) aufweist, deren untere Kante durch die horizontale Abdeckplatte (24;55) gebildet ist.
     
    3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß an der Rückseite der Stauwand (18) zwei die Öffnungen (32) umschließende Verteilerhosen (31) befestigt sind, deren unterer, den Öffnungen (32) gegen­überliegender Endbereich parallel zur Gleisebene ver­laufend ausgebildet ist.
     
    4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß die Abdeckplatte (44) im unmittelbar an die Schieneninnenseite anschließenden Bereich jeweils eine Öffnung (45) aufweist und daß an der Unterseite der Abdeckplatte (44) diese Öffnungen (45) umschließende Verteilerhosen (46) befestigt sind.
     
    5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (24) an ihrer Unterseite mit zwei in Maschinenlängsrichtung verlaufenden und zur Abdeckung der Schienen (20) vor­gesehenen Schienentunnels (21) verbunden ist.
     
    6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (55) mit ihrem der Stauwand (53) gegenüberliegenden Ende im Win­kel nach unten in Richtung zu den Schwellen umgebogen ausgebildet und das untere Ende (58) der Abdeckplatte (55) unterhalb der Schienenunterkante angeordnet ist.
     
    7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Abdeckplatte (24) und unmittelbar vor der Stauwand (18) eine durch einen Antrieb in eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Arbeitsbewegung versetzbare Schotter-Trans­porteinrichtung (22) vorgesehen ist.
     
    8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich­net, daß die oberhalb der Abdeckplatte (24) befindliche Schotter-Transporteinrichtung (22) als um zwei - jeweils im Bereich einer Maschinenlängsseite gelegene - Umlenk­rollen (34) mit in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Drehachsen umlenkbare Förderkette (28) mit von dieser abstehenden Schotter-Mitnahmeorganen (33) ausgebildet ist.
     
    9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich­net, daß ein der Abdeckplatte (24) benachbarter Untergurt (36) der Förderkette (28) parallel zur Abdeckplatte (24) angeordnet und der Antrieb (35) wahlweise in beiden Drehrichtungen beaufschlagbar ausgebildet ist.
     
    10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderkette (28) mittels eigener Antriebe (29) unabhängig von der Stauwand (18), den Schienentunnels (21) und der mit diesen verbundenen Abdeckplatte (24) höhenverstellbar mit dem Maschinen­rahmen (4) verbunden ist.
     
    11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauwand (18) jeweils in ihrem Endbereich mit einer um eine vertikale Achse (30) verschwenkbaren Schotterleitplatte (19) verbunden ist.
     
    12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­net, daß jeder mit der Stauwand (18) verschwenkbar ver­bundenen Schotterleitplatte (19) ein höhen- und quer­verstellbarer Flankenpflug (23) vor- bzw. zugeordnet ist.
     
    13. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite der über eigene Antriebe (16) höhenverstellbaren Stauwand (18) zwei Spurkranzrollen (26) befestigt sind, die mit Hilfe von Antrieben (27) in bezug auf die Stauwand (18) höhen­verstellbar ausgebildet sind.
     
    14. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfluganordnung (17) mit der Stauwand (18), der Abdeckplatte (24) und der Förder­kette (28) einem ein Stopf- und ein Gleis-Hebe-Richt­aggregat (9,10) aufweisenden Werkzeugrahmen (7) einer kontinuierlich verfahrbaren Gleisstopfmaschine in Ar­beitsrichtung vorgeordnet ist, wobei der Werkzeugrahmen (7) und die Pfluganordnung (17) auf einem gemeinsamen, vorzugsweise gelenkig ausgebildeten Maschinenrahmen (4) angeordnet sind.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht