(19)
(11) EP 0 300 957 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.07.1991  Patentblatt  1991/31

(21) Anmeldenummer: 88810300.9

(22) Anmeldetag:  06.05.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47C 7/00, A47C 31/02

(54)

Stuhl, insbesondere Büro- oder Arbeitsstuhl

Office chair

Chaise de travail


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 24.07.1987 CH 2839/87

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.01.1989  Patentblatt  1989/04

(73) Patentinhaber: EQUUS MARKETING AG
CH-9038 Rehetobel (CH)

(72) Erfinder:
  • Tobler, Peter
    CH-9424 Rheineck (CH)

(74) Vertreter: Riederer, Conrad A., Dr. 
Bahnhofstrasse 10
7310 Bad Ragaz
7310 Bad Ragaz (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 659 179
US-A- 4 643 480
US-A- 4 390 210
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stuhl, insbesondere einen Büro- oder Arbeitsstuhl, mit einem Sitz, und einer mit einem Ueberzug aus Textil, Leder oder dergleichen versehenen Rückenlehne.

    [0002] In den letzten Jahren haben Modeströmungen immer weitere Gebiete erfasst, die bisher praktisch frei von solchen Strömungen waren. Des weiteren finden immer häufigere und raschere Wechsel dieser Strömungen statt Auch das Gebiet der Stühle ist davon nicht verschont geblieben und stellt die Stuhlhersteller vor erhebliche Probleme. Einerseits sehen sich die Stuhlhersteller gezwungen, sich den Modeströmungen anzupassen und Produkte zu fabrizieren, die vom Markt verlangt werden, aber andererseits müssen sie auch versuchen, die Herstellungskosten im Griff zu behalten, um nicht preislich aus dem Marktgedrängtzu werden. Diese Erfordernisse widersprechen sich. Um die Herstellungskosten möglichst tief zu halten, sind grosse Serien erforderlich, welche die Verwendung von Spritzformen ermöglichen. Spritzformen sind aber sehr teuer. Wenn somit ein Stuhlmodell schneller als erwartet aus der Mode gerät, so erweisen sich die hohen Investitionen für die Herstellung der Spritzformen als Fehlinvestitionen. Um die Gefahr solcher Fehlinvestitionen zu vermeiden, finden nun bei der Stuhlfabrikation vielfach Tiefziehwerkzeuge statt Spritzformen Verwendung. Tiefziehwerkzeuge sind billiger als Spritzformen, aber die damit hergestellten Teile kommen wesentlich teurer zu stehen als in grossen Mengen gespritzte Teile.

    [0003] Ein weiteres Problem, mit welchem sich die Stuhlhersteller konfrontiert sehen, bilden die verschiedenen Stuhlarten. Es gibt heute Stühle mit sehr unterschiedlichem Komfort. So gibt es beispielsweise Stühle, bei denen Sitz und Rückenlehne fest zueinander angeordnet sind. Dann findet man Stühle mit verstellbarer Rückenlehne. Dazu bestehen die verschiedensten Verstellmechanismen. Bei den sogenannten Synchronstühlen ist ein Verstellmechanismus vorgesehen, welcher bei einer Veränderung der Neigung der Rückenlehne auch eine Veränderung der Neigung des Sitzes und des Abstandes des Sitzes von der Rückenlehne bewirkt. Ein Arbeitsstuhl dieser Art wird beispielsweise in der CH-PS 524982 beschrieben. Bei diesem Arbeitsstuhl erstreckt sich der Rückenlehnenträger in Form einer Stange nach oben und ist dort um 90° abgebogen, um mittels eines Flansches die Rückenlehne zu tragen.

    [0004] Eine etwas modernere Ausführung eines Arbeitsstuhls ist in der CH-PS 659179 dargestellt. Dort besteht der Rückenlehnenträger aus einer etwa L-förmig abgebogenen Kunststoffschale. Im unteren Teil der Kunststoffschale sind die Seitenwände nach oben aufgebogen und umfassen den hinteren Teil des Sitzes. Der obere Teil der Kunststoffschale weist ebenfalls aufgebogene Seitenwände auf. Diese Seitenwände umfassen seitlich das im oberen Teil der Kunststoffschale angeordnete Rückenlehnenpolster. Das Rückenlehnenpolster ist daher von hinten nicht sichtbar. Nachteilig ist dabei, dass bei jeder Aenderung der Stuhlform eine neue Kunststoffschale notwendig wird. Weiter ist nachteilig, dass der Stuhl wegen der grossen Kunststofffläche auf der Rückseite einen etwas kalten Eindruck erweckt. Der Stuhl ist also weder aenderungsfreundlich noch anpassungsfähig.

    [0005] Es muss noch auf ein anderes Problem der Stuhlhersteller hingewiesen werden. Wegen der Vielzahl der durch die Mode- und Komfortansprüche nötigen und vielfach nur kurzlebigen Stuhlmodelle ergeben sich erhebliche Lager- und Ersatzteilprobleme. Es wird erwartet, dass der Stuhlhersteller auch für Stühle, die nicht mehr hergestellt werden, noch während längerer Zeit Ersatzteile für Reparaturen an Lager hält. Die Lager nehmen daherstarkzu. Nun erschweren aber grosse Lager mit vielen Teilpositionen die rationelle Lagerbewirtschaftung und blockieren auch viel Raum und Kapital, welche für andere Zwecke eingesetzt werden könnten.

    [0006] Wie vorher unter Bezugnahme auf die CH-PS 659179 beschrieben wurde, hat sich insbesondere bei den sogenannten Synchronstühlen eingebürgert, dass die Rückseite der Rückenlehne durch eine Kunststoffschale gebildetwird. Dies gibt dem Stuhl den "Plastik-Look". Um diesen zu vermeiden, sind einige Stuhlhersteller dazu übergegangen, die Kunststoffschale der Rückenlehne mit Textilien zu überziehen. Dies ist jedoch sehr teuer und hat zudem den Nachteil, dass sich die Rückenlehne-hinten weiterhin hart anfühlt.

    [0007] Die US-A-4643480 zeigt einen Autositz, dessen Rückenlehne einen Stahlrahmen aufweist. Die Form dieses Stahlrahmens gibt der Rückenlehne die äussere Kontur. Im Innern des Stahlrahmens verlaufen je in einem über weite Strecken gleich bleibendem Abstand vom Stahlrohr zwei Drähte, so dass zwischen diesen ein Schlitz geschaffen wird. In diesem Schlitz ist der um den Rand der Rückenlehne herumgezogene Ueberzug eingeführt und im Innern des Stahlrahmens befestigt. Ferner dient der Schlitz auch dem Einhängen einer Abdeckung aus Kunstleder oder Textil, welche notgedrungen eine Form aufweist, die dem Schlitzverlauf entspricht.

    [0008] Die US-A-4390210 beschreibt einen Stuhl gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit einer Rückenlehne, die eine Abdeckung in Form einer Schale aufweist. Von dieser äusseren Schale heisst es ausdrücklich, dass sie sich über die Rückseite der Rückenlehne erstreckt. Weiterwird bemerkt, dass die Ränderderäusseren Schale und der inneren Schale, nahe beieinander angeordnet sind, wobei der herumgezogene Teil der Polsterung und des Sitzüberzugs zwischen Randabschnitten der beiden Schalen eingeklemmt sind. Die Befestigung der Schale dient einer entfernt vom Schalenrand angeordnete Steckverbindung.

    [0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorher angeführten Nachteile mindestens teilweise zu vermeiden. Es sollte eine Stuhlkonstruktion gefunden werden, welche wesentlich änderungsfreundlicher als die bisherigen Stuhlkonstruktionen ist. Der Stuhldesigner sollte nicht wie bisher durch fabrikatorische Zwänge in seiner Freiheit beschränkt sein. Ferner sollte die neue Stuhlkonstruktion es ermöglichen, für verschiedene Stuhlarten und Stuhlfamilien weitgehend die gleichen Teile zu verwenden, damit diese Teile in hohen Stückzahlen rationell gefertigt werden können und eine Lagerhaltung mit geringem Platz- und Kapitalbedarf möglich ist.

    [0010] Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.

    [0011] Dank der Formgebung der Abdeckung sind eine Vielzahl von Rückenlehnenformen möglich, ohne dass die Abdeckung geändert werden müsste. Die verschiedenen Rückenlehnenformen können entsprechend den Modeströmungen und/oderden Komfort-und anderen Bedürfnissen rasch mit einer vielzahl von verschiedenen Stuhlgestellen und verschiedenen Sitzformen kombiniert werden. Es kann dabei auch ein Synchronverstellmechanismus zur Anwendung kommen, wenn dies gewünscht wird. Die neue Stuhlkonstruktion besitzt also eine hohe Flexibilität zur Anpassung an die sich ändernden Wünsche des Marktes. Der Designer hat eine grosse Freiheit in der Ausgestaltung der Rückenlehne und der Kombination mit verschiedenen Stuhlgestellen. Da bei Synchronstühlen der Rückenlehnenträger in allen Fällen derselbe bleiben kann, ist immer derselbe Synchronverstellmechanismus verwendbar. Die grosse Freiheit des Designers hat den Vorteil, dass nun sogar Designwünsche verschiedener Kunden gewissermassen "ä la carte" berücksichtigt werden können. Dies ist auch dann der Fall, wenn nur kleine Serien bestellt werden. Es können gegebenenfalls auch später Nachlieferungen in kleinen Serien erfolgen. Es ist somit für den wirtschaftlich denkenden Käufer nicht mehr nötig, Stühle von der Stange zu kaufen. Der Besteller hat es vielmehr in der Hand, ohne erheblichen Mehrpreis sich Stühle zu beschaffen, die sozusagen seine individuelle Handschrift tragen und das Image des Betriebes widerspiegeln, in welchem sie zur Anwendung gelangen.

    [0012] Trotz der grossen möglichen Formvielfalt können bei allen Stühlen sehr viele gleiche Teile verwendet werden, was eine rationelle und billige Fertigung und Lagerhaltung ermöglicht.

    [0013] Die Abdeckung kann vorteilhaft eine runde, ovale oder vieleckige Schale aufweisen. Dies ermöglicht die Verwendung der Abdeckung mit einer vielzahl von Rückenlehnenformen. Zweck, mässigerweise erstreckt sich von der Schale eine Verlängerung nach unten. Diese Verlängerung kann den Rückenlehnenträger teilweise umgeben, so dass er von den Blicken abgeschirmt ist. Sein Aussehen ist daher ohne Bedeutung, was eine besonders billige Fertigung erlaubt. Das bei bekannten Rückenlehnenträgern übliche Verchromen und Polieren kann daher entfallen.

    [0014] Die Erfindung betrifft auch ein Bausystem zur Herstellung von Stühlen, welches gekennzeichnet ist durch eine Vielzahl von verschiedenen Stuhlgestellen und Sitzen mitverschiedenen Formen und Farben und Rückenlehnen mitverschiedenen Formen und Farben und einer Abdeckung von grundsätzlich einheitlicher Form aber verschiedenen möglichen Farben.

    [0015] Dieses Bausystem ermöglicht eine rasche Montage einer grossen Vielzahl von Stühlen durch Kombination der verschiedenen Bauteile.

    [0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigt :

    Fig. 1 einen Schnitt durch einen Arbeitsstuhl gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,

    Fig. 2 eine Vorderansicht eines Arbeitsstuhls gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,

    Fig. 3 eine Ansicht von hinten eines Arbeitsstuhls gemäss Figur 2,

    Figuren 4 und 5 einen Arbeitsstuhl wie in Figuren 2 und 3, jedoch mit anderen Sitz- und Rückenlehnenformen,

    Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel eines Arbeitsstuhls mit einem anderen Sitzgestell und einer weiteren Ausgestaltung der Sitz- und Rückenlehnenform.



    [0017] Die Figuren 1 bis 3 zeigen einen Arbeitsstuhl mit Sitz 11, Rückenlehne 13 und Verstellmechanismus 15. Bei diesem Stuhl wird der support 17 in üblicherweise von einem Fusskreuz 19 mit Standrohr 21 und Höhenlift 23 (Figuren 2 und 3) getragen. Wie Figur 1 zeigt, ist im Bereich des vorderen Endes der Sitz 11 um eine Achse 25 schwenkbar gelagert. Der Rückenlehnenträger 27 ist L-förmig und mit dem Teil 29, welcher unter den Sitz 11 ragt, mit einer Achse 31 mit dem Sitzträger 33 und mit einer Achse 35 mit einem Hebel 37 gelenkig verbunden. Der Hebel 37 ist seinerseits mit der Achse 39 am Support 17 angelenkt. Ein arretierbares Federaggregat 41, z.B. eine Gasfeder, ist an seinem einen Ende über ein Gelenk 43 mit dem vorderen Ende des Supports 17 verbunden. An seinem anderen Ende ist das Federaggregat 41 mit der Achse 35 gelenkig verbunden.

    [0018] . Der Verstellmechanismus 15 funktioniert so, dass wenn der Benutzer des Stuhls eine Bewegung der Rückenlehne 13 von der eingezeichneten Stellung nach hinten bewirkt, eine entsprechende Bewegung des Sitzes 11 stattfindet. Die dabei stattfindende Neigungswinkelveränderung des Sitzes 11 ist etwa halb so gross wie jene der Rückenlehne 13.

    [0019] Wichtig ist nun festzustellen, dass der aufrechte Teil 30 des L-förmigen Rückenlehnenträgers 27 nicht die Form einer schale wie etwa in der CH-PS 659179 aufweist, sondern ungefähr stabförmig ist, wie dies beispielsweise aus der CH-PS 524982 bekannt ist. Am Teil 30 des Rückenlehnenträgers 27 ist beispielsweise mit Schrauben 44 die Rückenlehne 13 befestigt. Die Rückenlehne 13 besteht beispielsweise aus einem aus Sperrholz geformten Kern 45 mit einem Ueberzug 47 aus Textilmaterial, Leder oder dergleichen. Unter dem Ueberzug 47 befindet sich vorteilhaft eine Polsterung 49. Der Ueberzug 47 und vorteilhaft auch die Polsterung 49, die zweckmässigerweise aus Schaumkunststoff besteht, erstrecken sich auch auf die Rückseite der Rückenlehne 13 und zwar von oben und von der Seite her bis in die Nähe des aufrechten Teils 30 des Rückenlehnenträgers 27.

    [0020] Von besonderer Bedeutung ist nun die Abdeckung 51, welche z.B. lösbar mit einer Steckverbindung 53 am Rückenlehnenträger 27 befestigt ist. Die Abdeckung 51 bestehtvorteilhaft aus Kunststoff. Wie Figur 3 zeigt, deckt die Abdeckung 51 die Rückenlehne 13 nicht ganz, sondern nur teilweise ab, so dass der Ueberzug 47 der Rückenlehne 13 auch hinten sichtbar und greifbar ist. Der Stuhl hat daher auch von hinten ein gefälliges, warmes Aussehen und fühlt sich auch entsprechend angenehm an, wenn man ihn bei der Rückenlehne 13 erfasst. Wie die Figuren 3 bis 6 zeigen, hat die Abdeckung 51 eine runde Schale 54 mit einer nach unten sich erstreckenden Verlängerung 55, welche den Rückenlehnenträger 27 teilweise umgibt. Dieser ist daher in den Figuren 2 bis 6 nicht ersichtlich. Die Stühle gemäss diesen Figuren können einen Verstellmechanismus 15 aufweisen, müssen es aber nicht. Die Abdeckung 51 ist also auch bei Stühlen ohne Verstellmechanismus 15 anwendbar.

    [0021] Die Form der Schale 54 kann statt rund auch oval oder vieleckig sein. Es ist von besonderem Vorteil, dass die gleiche Abdeckung 51 für die verschiedensten Stuhlarten und Stuhlformen verwendbar ist. So zeigt beispielsweise Figur 3 die Verwendung der Abdeckung mit einer runden Rückenlehne 13, Figur 4 mit einer quadratischen Rückenlehne 13, Figur 5 mit einer eine Kopfstütze 17 aufweisenden Rückenlehne 13 und Figur 6 mit einer Ohren 16 aufweisenden Rückenlehne 13.

    [0022] Aus den vorangehenden Beispielen gemäss den Figuren 2 bis 6 ergibt sich, dass die Form der Rückenlehne 13 problemlos an die herrschenden Modeströmungen angepasstwerden kann. Es ist auch möglich, Kundenwünsche zu berücksichtigen und Stühle mit einer speziellen Rückenlehnenform rationell auch in kleinen Stückzahlen zu fertigen. Es ist ferner auch möglich, nachträglich einen Stuhl mit wenig Aufwand mit einer anderen Rückenlehne auszustatten. Dabei ist es bei einem Synchronstuhl nicht notwendig, auch den Rückenlehnenträger 27 (Figur 2) zu wechseln. Als Beispiel kann erwähnt werden, dass die Rückenlehne des Stuhls von Figur 3 ohne weiteres mit jener des Stuhls von Figur 5 vertauscht werden könnte.

    [0023] Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass es möglich ist, mit einem einfachen Bausatz von Elementen form- und farbverschiedene Stühle verschiedenster Arten zusammenzusetzen. Bei Synchronstühlen ist dabei von Bedeutung, dass der Rückenlehnenträger 27 und somit auch der Verstellmechanismus 15, von welchem der Rückenlehnenträger 27 einen Teil darstellt, immer gleich sein kann. Weiterkann grundsätzlich bei allen Stühlen eine einheitliche Abdeckung 51 Anwendung finden. Sollte aber eine andere Farbe für die Abdeckung 51 gewünscht werden, so lassen sich solche Abdeckungen 51 mit der gleichen Form herstellen. Dies erlaubt hohe Stückzahlen, was wiederum den Vorteil hat, dass sich die Investionen für eine Spritzform lohnen, die eine rationelle Fertigung zu einem tiefen Stückpreis erlaubt. Die beschriebene Stuhlkonstruktion erlaubt, mit einem minimalen Aufwand eine rasche Anpassung an Modeströmungen und Kundenwünsche vorzunehmen. Auch wird die Lagerhaltung erheblich vereinfacht Die Stühle schaffen eine wohnliche Atmosphäre, weil die Farben der textilen oder ledernen Polsterüberzüge auch auf der Rückseite der Rückenlehne zur Geltung kommen und die Stühle sich auch beim Anfassen der Rückenlehne warm und behaglich anfühlen.


    Ansprüche

    1. Stuhl, insbesondere Büro- oder Arbeitsstuhl, mit einem Sitz (11) und einer Rückenlehne (13), welche mit einem Ueberzug (47) aus Textil, Leder oder dergleichen versehen ist, der um den Rand der Rückenlehne (13) herumgezogen ist, um diesen abzudecken, und einer an der Rückseite der Rückenlehne angeordneten Abdeckung (51) mit einer Schale (54) und mindestens einer Steckverbindung (53) zur Befestigung der Schale, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ueberzug (47) vom Rand her weiter über die Rückseite der Rückenlehne (13) erstreckt, und dass die Schale (54) die Rückenlehne nur teilweise abdeckt und somit die gleiche Schale (54) für verschiedene Rückenlehnenformen verwendbar ist.
     
    2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ueberzug (87) auf der Rückseite der Rückenlehne (13) von oben und von den Seiten hin bis in die Nähe des Rückenlehnenträgers (27) hin erstreckt.
     
    3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite der Rückenlehne (13) ebenfalls gepolstert ist.
     
    4. Stuhl nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehnenträger (27) Teil eines Verstellmechanismus (15) ist.
     
    5. Arbeitsstuhl nach einem derAnsprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich von der Schale (54) eine Verlängerung (55) nach unten erstreckt.
     
    6. Bausystem zur Herstellung von Stühlen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von verschiedenen Stuhlgestellen und Sitzen (11) mit verschiedenen Formen und Farben, Rückenlehnen (13) mit verschiedenen Formen und Farben und einer Abdeckung (54) von grundsätzlich einheitlicher Form aber verschiedenen möglichen Farben.
     
    7. Bausystem zur Herstellung von Funktionsstühlen, insbesondere Synchronstühlen, dadurch gekennzeichnet, dass grundsätzlich ein einheitlicher Verstellmechanismus (15) für alle Stühle vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Chair, in particular office or work chair, comprising a seat (11) and a back rest (13, which is provided with a cover (47) of textile material, leather or the like extending around the edge of the back rest (13) to cover it, and a cover element (51) located at the back of the back rest and having a shell (54) and at least one plug connector (53) for securing the shell, characterised in that the cover (47) extends from the edge further over the back of the back rest (13) and in that the shell only partly covers the back rest so that the same shell can be used for different back rest forms.
     
    2. Chair according to claim 1, characterised in that the cover (47) extends on the back of the seat back (13) from the top and from the sides near to the seat back support (27).
     
    3. Chair according to claim 1 or 2, characterised in that the back of the seat back (13) is also upholstered.
     
    4. Chair according to claim 2 or 3, characterised in that the seat back support (27) is part of an adjusting mechanism (15).
     
    5. Chair according to claims 1 to 4, characterised in that an extension (55) extends downward from the shell (54).
     
    6. Modular system for manufacturing chairs according to one of the claims 1 to 5, characterised by a plurality of different chair frames and seats (11) with different shapes and colours, seat backs (13) with different shapes and colours, and a cover (54) of uniform shape but different possible colours.
     
    7. Modular system for manufacturing function chairs, in particular synchronous chairs, characterised in that an uniform adjusting mechanism is provided for all chairs.
     


    Revendications

    1. Chaise, en particulier chaise de bureau ou de travail, comprenant un siège (11) et un dossier (13) qui est garni d'une housse (47) en textile, en cuir ou en une matière similaire qui est rabattue autour du bord du dossier (13) pour recouvrir celui-ci, ainsi qu'un cache (51) qui est disposé sur la face arrière du dossier et comporte une coquille (54) et au moins un dispositif d'assemblage par enclenchement (53) pour la fixation de la coquille, caractérisée en ce qu'à partir du bord, la housse (47) s'étend largement sur la face arrière du dossier (13), et en ce que la coquille (54) ne recouvre que partiellement le dossier, ce qui fait que la même coquille (54) peut être utilisée pour différentes formes de dossier.
     
    2. Chaise selon la revendication 1, caractérisée en ce que la housse (47) s'étend sur la face arrière du dossier (13) depuis le haut et depuis les côtés jusqu'à proximité du support de dossier (27).
     
    3. Chaise selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la face arrière du dossier(13) est également capitonnée.
     
    4. Chaise selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le support de dossier (27) fait partie d'un mécanisme de réglage (15).
     
    5. Chaise selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'un prolongement (55) de la coquille (54) s'étend vers le bas.
     
    6. Système de construction pour la fabrication de chaises selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par une multiplicité de carcasses de chaise différentes et de sièges (11) de formes et de couleurs différentes et par des dossiers (13) ayant des formes et des couleurs différentes et comportant un cache (53) qui a essentiellement une seule et même forme, mais différentes couleurs possibles.
     
    7. Système de construction pour la fabrication de chaises fonctionnelles, en particulier de chaises synchrones, caractérisé en ce qu'il est prévu essentiellement un seul et même mécanisme de réglage (15) pour toutes les chaises.
     




    Zeichnung