(19)
(11) EP 0 281 942 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.08.1991  Patentblatt  1991/32

(21) Anmeldenummer: 88103268.4

(22) Anmeldetag:  03.03.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65B 69/00

(54)

Entdrahtungsmaschine

Wire removing machine

Machine d'enlèvement de fil


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 12.03.1987 DE 3707966

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.09.1988  Patentblatt  1988/37

(73) Patentinhaber: B+G-FÖRDERTECHNIK GMBH
D-5350 Euskirchen (DE)

(72) Erfinder:
  • Gronau, Kurt
    D-5350 Euskirchen (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Lippert, Stachow, Schmidt & Partner 
Postfach 30 02 08
51412 Bergisch Gladbach
51412 Bergisch Gladbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 004 923
GB-A- 2 184 704
FR-A- 2 417 436
US-A- 3 513 522
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Entdrahtungsmaschine für Ballen, insbesondere für Zellstoffballen, bestehend aus einer Positioniereinrichtung für die Ballen, einer Schneideinrichtung zum Durchtrennen der um die Ballen herumgespannten Verschnürungsdrähte, einer Greifeinrichtung, mit der die Verschnürungsdrähte nach der Durchtrennung ein Stück von dem Ballen abhebbar sind, sowie einer Aufwickeleinrichtung zum Aufwickeln der durchtrennten Drähte.

    [0002] Zum Entdrahten von Ballen sind bereits Schneidvorrichtungen (DE-PS 28 16 912) und Aufwickeleinrichtungen (DE-PS 28 21 336) bekannt. Mit den bekannten Schneidvorrichtungen lassen sich die Verschnürungsdrähte leicht auffinden und durchtrennen, und mit den bekannten Wickel köpfen können die durchtrennten Verschnürungsdrähte bequem aufgewickelt werden.

    [0003] Ein Problem bei den bekannten Einrichtungen besteht jedoch immer noch in dem Zusammenspiel von Schneideinrichtungen und Aufwickeleinrichtungen sowie in dem Auffinden der durchtrennten Drähte durch die Aufwickeleinrichtungen.

    [0004] Bei einer bekannten Entdrahtungsmaschine der eingangs genannten Art (US-A-3 513 522) besteht die Schneideinrichtung aus einer Scherenanordnung, bei der jedem Einzeldraht eine gesonderte Schere zugeordnet ist. In dem in der entgegengehaltenen Druckschrift beschriebenen Ausführungsbeispiel dient die Maschine zum Entdrahten von Heuballen, die mit drei parallelen Drähten umgeben sind. Demgemäß sind drei Scheren vorgesehen, die an genau derjenigen Stelle positioniert sind, in der im Normalfalle ein Draht verlaufen müßte. In der Praxis verlaufen die Verschnürungsdrähte häufig aber nicht an einer genau vorgegebenen Stelle, da sie während des Transports der Ballen verrutschen oder durch unsachgemäße Behandlung weit aus ihrer Normallage verschoben werden können. Es kann deshalb bei der bekannten Vorrichtung leicht vorkommen, daß ein Draht oder auch mehrere Drähte, die aus ihrer Normallage verschoben sind, nicht von den Scheren erfaßt und somit nicht durchschnitten werden. Die Aufwickeleinrichtung bei der bekannten Maschine wird daher häufig auch auf solche Drähte aufgeschoben werden, die nicht durchtrennt sind, so daß es zu Betriebsstörungen kommen kann.

    [0005] Wenn man die Schneidenschenkel der Scheren extrem lang macht, um beim Erfassen der Drähte eine größere Breite zu überdecken, so setzt dies voraus, daß erstens eine ausreichende Anpreßkraft auf die Scherenschenkel wirkt und daß Zweitens das Ballenmaterial weich genug ist, damit die Scherenschenkel durch das Material hindurchgezogen werden können. Die Verschnürungsdrähte sind nämlich häufig fest um den Ballen herumgespannt und liegen unterhalb des äußeren Niveaus der Ballenaußenfläche. Die in der entgegengehaltenen Druckschrift abgebildeten Scheren eignen sich daher nur zum Durchtrennen solcher Verschnürungsdrähte, die um relativ weiches Material, beispielsweise um einen Heuballen, herumgespannt sind. Zum Durchtrennen der Verschnürungsdrähte von Zellstoffballen, Altpapierballen oder dergleichen ist die bekannte Schereneinrichtung nicht verwendbar.

    [0006] Ein weiterer Nachteil der bekannten Entdrahtungsmaschine ist in der Greifeinrichtung zu sehen. Bei der Greifeinrichtung der bekannten Maschine sind auf gegenüberliegenden Seiten der Drähte hakenförmige Klauen vorgesehen, die sich von gegenüberliegenden Seiten aufeinander zu bewegen, die Drähte untergreifen und in der Ballenmitte zusammenführen. Das Drahtbündel wird dann gemeinsam von dem Ballen abgehoben und von einer Aufwickeleinrichtung erfaßt.

    [0007] Eine solche Greifeinrichtung ist nur dann einsetzbar, wenn das Ballenmaterial ausreichend weich ist und die hakenförmigen Klauen nach Art eines Pfluges durch den Außenbereich des Ballenmaterials durchgezogen werden können. Für Heuballen, für welche die bekannte Entdrahtungsmaschine vorgesehen ist, mag dies funktionieren; für Ballen aus gepreßtem Zellstoff oder Altpapier, für welche die Entdrahtungsmaschine der vorliegenden Anmeldung vorgesehen ist, sind derartige Greifeinrichtungen nicht geeignet.

    [0008] Darüber hinaus ist die Greifeinrichtung in der bekannten Entdrahtungsmaschine relativ aufwendig, denn es sind zwei Einzelaggregate erforderlich, die die Drähte an in einem Abstand voneinander angeordneten Stellen ergreifen und abheben.

    [0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Entdrahtungsmaschine vielseitiger zu gestalten, wobei eine einwandfreie Entdrahtung auch dann möglich sein soll, wenn eine unterschiedliche Anzahl von Verschnürungsdrähten in unterschiedlichen Abständen voneinander angeordnet ist und die einzelnen Verschnürungsdrähte unter Umständen seitlich verrutscht sind. Insbesondere soll sich die Entdrahtungsmaschine für Ballen aus beliebigem Material, auch aus extrem hartem Material, anwenden lassen.

    [0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Schneideinrichtung zwei langgestreckte Messerbalken aufweist, die an ihren Schneidseiten mit in regelmäßigen Abständen angeordneten Zähnen versehen und relativ zueinander hin- und herverschiebbar sind, daß die Greifeinrichtung durch mindestens eine Hubleisteneinheit gebildet ist, deren Hubleisten mit über ihre Länge in gleichen Abständen verteilt angeordneten Zähnen versehen sind, parallel zu der angrenzenden Ballenfläche liegen und relativ zueinander in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind, und daß die Aufwickeleinrichtung die durchtrennten Verschnürungsdrähte in dem Abstand zwischen der jeweiligen Ballenkante und der Greifeinrichtung erfaßt und zu Spulen aufwickelt.

    [0011] Die aus dem Messerbalken bestehende Schneideinrichtung, die aus der DE-PS 28 16 912 bekannt ist, erstreckt sich über die gesamte Ballenbreite und erfaßt jeden Einzeldraht, auch wenn dieser schräg verläuft oder verschoben ist, und durchtrennt ihn zuverlässig. Zum Durchtrennen ist nur ein sehr geringer Hub erforderlich, der mit relativ geringen Kräften vollzogen werden kann.

    [0012] Die Greifeinrichtung ist ähnlich ausgebildet wie die Schneideinrichtung, wobei jedoch die Greifzähne keine Schneiden aufweisen. Auch die Greifeinrichtung kann die Drähte zuverlässig erfassen, wobei es keine Rolle spielt, wieviele Drähte vorhanden sind und inwieweit diese aus ihrer Soll-Lage verschoben sind. Die Greifzähne können die Drähte leicht und zuverlässig auffinden und durch eine nur geringe Verschiebung der Hubleisten relativ zueinander zuverlässig erfassen.

    [0013] Zum einwandfreien Funktionieren der neuen Entdrahtungsmaschine ist nur eine einzige Hubleisteneinheit erforderlich, mit der die erfaßten Drähte von dem Ballen abgehoben werden. Dabei bilden die Hubleiste einerseits und die entsprechende Kante des Ballens andererseits zwei parallele Linien, zwischen denen die gedachte Ebene verläuft. Sämtliche durchtrennten und von der Greifeinrichtung erfaßten Drähte verlaufen durch diese Ebene, und zwar unabhängig davon, ob sie genau in ihrer Soll-Lage verlaufen oder parallel oder auch schräg verschoben sind.

    [0014] Die Aufwickeleinrichtung wird genau durch diese Ebene geführt, in der die durchtrennten Einzeldrähte mittels der Greifeinrichtung gehalten werden. Die Aufwickeleinrichtung ergreift dabei zuverlässig jeden einzelnen Verschnürungsdraht und wickelt diesen zu einer sehr kleinen Einzelspule auf.

    [0015] Die Zähne der Greifeinrichtung weisen vorzugsweise Flanken auf, die auf der Greifseite vom Zahn aus schräg nach hinten, eine Hinterschneidung bildend, geneigt sind. Die Zähne ziehen dadurch beim Verschieben der Hubleisten die Drähte in Richtung zum Zahnfuß und halten diese zuverlässig fest.

    [0016] Die Greifeinrichtung kann dabei ähnlich ausgebildet sein wie die Schneideinrichtung nach der DE-PS 28 16 912, ohne daß jedoch an den Zähnen Schneiden ausgebildet sind. Aufgrund der leistenförmigen, durchgehenden Greifvorrichtung werden die Drähte unabhängig von ihrer Lage zuverlässig erfaßt, ein Stück in die Zähne hineingezogen und dann festgehalten.

    [0017] Es können mehrere nebeneinander angeordnete, in der Höhe relativ zueinander versetzte und sich gegenseitig überlappende Hubleisteneinheiten vorgesehen sein, die je um eine parallel zu den Drähten verlaufende Achse schwenkbar sind. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß sich die Hubleisteneinheit auch einer welligen Oberfläche der Ballen anpaßt und die Verschnürungsdrähte zuverlässig ergreifen kann. Im Normalfall genügt es aber, wenn eine einzige Hubleisteneinheit vorgesehen ist, die sich über die gesamte Breite eines Ballens erstreckt.

    [0018] Die Aufwickeleinrichtung weist zweckmäßig mindestens einen gabelförmigen Aufnehmer auf, der zwischen dem Ballen und der jeweiligen Greifeinheit angeordnet, parallel zu dem Ballen längs verschieblich geführt und um seine Längsachse drehbar ist. Eine solche Aufwickeleinrichtung kann eine sehr einfache Konstruktion aufweisen, wobei lediglich der gabelförmige Aufnehmer durch die Ebene geführt zu werden braucht, in der die durchtrennten Verschnürungsdrähte gehalten werden.

    [0019] Der gabelförmige Aufnehmer kann ein Rundstabprofil sein, das an einem Ende in einer drehbaren und in Längsrichtung des Profils verschlebbaren Halterung sitzt, wobei sich der Schlitz vom gegenüberliegenden freien Profilende aus etwa über eine Ballenlänge in das Profil hinein erstreckt. Auf diese Weise können mit einem einzigen gabelförmigen Aufnehmer zwei oder mehr Drähte erfaßt werden, die in der beschriebenen Ebene liegen, und können bequem aufgedreht und mit Hilfe eines Abstreifers von dem Aufnehmer entfernt werden.

    [0020] In der Praxis kann es vorkommen, daß die von dem Greifer gehaltenen Drähte nicht genau in einer Ebene liegen. Um diese Toleranzen ausgleichen zu können, kann das freie Schlitzende des Aufnehmers aufgeweitet sein.

    [0021] Damit die Aufwickeleinrichtung möglichst kleine Drahtspulen herstellt, kann eine zumindest im Bereich der aufzuwickelnden Drähte seitlich gegen den gabelförmigen Aufnehmer anlegbare Druckplatte vorgesehen sein. Diese sorgt dafür, daß die Drähte sich eng auf dem Aufnehmer aufwickeln.

    [0022] Die Druckplatte kann um eine parallel zu dem gabelförmigen Aufnehmer liegende Achse schwenkbar sein, so daß sie bei größer werdender Spule allmählich von dem Aufnehmer wegschwenken kann.

    [0023] Vorzugsweise sind an der Druckplatte in Abständen Querstege angeordnet, die senkrecht zur Druckplatte liegen, auf der dem gabelförmigen Aufnehmer abgewandten Seite senkrecht zur Druckplatte verschieblich gelagert sind und durch Schlitze in der Druckplatte hindurchgreifen. Die Querstege dienen dabei zur Begrenzung der Spulenbreite, so daß dadurch die Spulen nicht nur eng, sondern auch schmal werden. wenn beim Anlegen der Druckplatte an den Aufnehmer ein Quersteg auf den aufzuwickelnden Draht trifft, so wird der Quersteg in die Druckplatte hineingedrückt, so daß dieser Quersteg beim Aufspulen der Drähte nicht stört. Die Querstege stehen vorzugsweise in Richtung zum gabelförmigen Aufnehmer unter Federvorspannung, so daß kein gesonderter Betätigungsmechanismus für die Querstege erforderlich ist.

    [0024] Alternativ kann die Aufwickeleinrichtung anstelle der Druckplatte auch eine zumindest im Bereich der aufzuwickelnden Drähte seitlich gegen den gabelförmigen Aufnehmer anlegbare Druckwalze aufweisen, die in Richtung auf den gabelförmigen Aufnehmer unter Federvorspannung steht. Mit Hilfe der Druckwalze können die aufzuwickelnden Spulen unter Umständen noch kompakter hergestellt werden.

    [0025] Vorzugsweise sind an der Halterung der Druckwalze im Bereich der aufzuwickelnden Drähte zu beiden Seiten der Druckwalze in Abständen angeordnete, vorspringende Führungsstifte vorgesehen, die die Druckwalze sowie den gabelförmigen Aufnehmer, wenn die Druckwalze an diesem anliegt, mit Abstand seitlich übergreifen. Durch diese Führungsstifte, die in ihren beiden Reihen in relativ kurzen Abständen nebeneinander angeordnet sind, werden die aufzuwickelnden Drähte etwa senkrecht zu dem gabelförmigen Aufnehmer geführt, so daß nicht die Gefahr besteht, daß die Drähte zu Beginn des Aufwickelvorganges aus dem Längsschlitz herausrutschen.

    [0026] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im Nachstehenden im einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Entdrahtungsmaschine in perspektivischer Darstellung,
    Fig. 2
    in vergrößerter Darstellung einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Fig. 1,
    Fig. 3
    eine Ansicht der Druckplatte in perspektivischer Darstellung,
    Fig. 4
    einen Ausschnitt aus der Greifeinrichtung in vergrößerter Darstellung,
    Fig. 5
    in schematischer Darstellung eine Positioniereinrichtung für die Ballen in der Entdrahtungsmaschine,
    Fig. 6
    eine Seitenansicht der Positioniereinrichtung mit einer Hubvorrichtung zum Anheben des Ballens,
    Fig. 7
    eine schematische Ansicht der Entdrahtungsmaschine in ihrer Arbeitsposition,
    Fig. 8
    in schematischer Darstellung die Greifeinrichtung in Aktion,
    Fig. 9
    in schematischer Darstellung die Aufwickeleinrichtung beim Einfahren der gabelförmigen Aufnehmer,
    Fig. 10
    in schematischer Darstellung einen gabelförmigen Aufnehmer unmittelbar vor dem Aufwickeln eines durchtrennten Verschnürungsdrahtes,
    Fig. 11
    einen gabelförmigen Aufnehmer mit teilweise aufgewickeltem Verschnürungsdraht,
    Fig. 12
    einen gabelförmigen Aufnehmer beim Abstreifen der aufgewickelten Drahtspulen,
    Fig. 13
    die Ansicht einer anderen Ausführungsform der Andrückeinrichtung,
    Fig. 14
    die Andrückeinrichtung gemäß Fig. 13 unmittelbar vor dem Aufsetzen auf den Aufnehmer und
    Fig. 15
    die Andrückeinrichtung im aufgesetzen Betriebszustand.


    [0027] Nach Fig. 1 bis 4 der Zeichnung besteht die Entdrahtungsmaschine, die insbesondere zum Entdrahten von Zellstoffballen vorgesehen ist, im wesentlichen aus einer Positioniereinrichtung 1 für die Ballen, einer Schneideinrichtung 2 zum Durchtrennen der um die Ballen herum gespannten Verschnürungsdrähte, einer Greifeinrichtung 3 mit der die Verschnürungsdrähte festgehalten und nach dem Durchtrennen ein Stück von dem Ballen abgezogen werden können, sowie einer Aufwickeleinrichtung 4 zum Aufwickeln der durchtrennten Verschnürungsdrähte.

    [0028] Die Schneidvorrichtung 2, die Greifeinrichtung 3 sowie die Aufwickeleinrichtung 4 sitzen in einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten Gestell, mit welchem die Einzelaggregate gemeinsam in der Höhe verfahrbar sind. Das Gestell befindet sich unmittelbar über der Positioniereinrichtung.

    [0029] Wie aus Fig. 5 hervorgeht, besteht die Positioniereinrichtung 1 im wesentlichen aus einem Rollgang 5, auf welchem die Ballen 6, die noch mit ihrer Verschnürung 7 versehen sind, herangefahren und unterhalb der Entdrahtungsmaschine positioniert werden. Zur Positionierung dient ein Endschalter 8, mit welchem der jeweilige Ballen 6 auf seinem Transportweg gestoppt werden kann, sowie eine seitliche Führungsleiste 9 in Kombination mit einem Schieber 10, der quer zum Rollgang verschieblich ist. Wenn der Ballen durch Betätigung des Endschalters 8 angehalten und mit Hilfe des Schiebers 10 gegen die Führungsleiste 9 gedrückt worden ist, befindet sich unabhängig von der Größe und Höhe des Ballens jeweils eine vertikale Kante 11 des Ballens 6 in einer bestimmten Position. Zu dieser Kante 11 werden die Einzelaggregate der Entdrahtungsmaschine ausgerichtet. Die Ausrichtung relativ zu einer Kante genügt, da die Ballen, wie in Fig. 5 dargestellt, durch vier sich in einer Ebene kreuzenden Verschnürungsdrähten 7 zusammengehalten werden. Insofern kommen in jeder vertikalen Seitenfläche des Ballens 6 zwei vertikale, parallel zueinander angeordnete Drahtabschnitte vor, die allerdings in relativ großen Toleranzbereichen verlaufen können.

    [0030] An der durch die Positioniereinrichtung 1 jeweils ausgerichteten Ballenkante 11 orientieren sich die Schneideinrichtung 2, die Greifeinrichtung 3 sowie die Aufwickeleinrichtung 4, die gemeinsam an einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten Gestell befestigt und in horizontaler und vertikaler Richtung verfahrbar sind.

    [0031] Die Schneideinrichtung 2 sowie die Greifeinrichtung 3 sind an plattenförmigen Halterungen 12 befestigt, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind, wobei die plattenförmigen Halterungen 12 jeweils gegenüber denjenigen vertikalen Seitenflächen der Ballen 6 angeordnet sind, die sich an die ausgerichtete Ballenkante 11 anschließen.

    [0032] Wie insbesondere aus Fig. 7 zu erkennen ist, sind die plattenförmigen Halterungen 12 relativ zu einer Gestellplatte 13 vor- und zurückverschiebbar, d.h., daß sie gegen einen in seiner ausgerichteten Position befindlichen Ballen fahrbar und wieder von diesem zurückverschiebbar sind.

    [0033] Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, ist im unteren Bereich jeder plattenförmigen Halterung 12 eine Schneideinrichtung 2 angeordnet. Die Schneideinrichtung 2 kann dabei ähnlich ausgebildet sein wie die bekannte Schneideinrichtung nach der DE-PS 28 16 912. In einer gehäuseförmigen Halterung 14 sitzen dabei zwei langgestreckte Messerbalken 15 und 16, die an ihren Schneidseiten in regelmäßigen Abständen hintereinander angeordnete Zähne aufweisen. Einer der beiden Messerbalken steht fest, während der andere Messerbalken hin- und herschiebbar ist, und zwar mittels eines in Fig. 2 und 7 erkennbaren Hubzylinders 17, der jeweils an der Rückseite der jeweiligen plattenförmigen Halterung 12 angeordnet ist.

    [0034] Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, sitzt die Greifeinrichtung 3 an je einer schwenkbaren Platte 18, die hinter der jeweiligen plattenförmigen Halterung angeordnet ist, wobei die Greifeinrichtung 3 durch eine Aussparung 19 in der jeweiligen plattenförmigen Halterung 12 hindurchgreift. Die Greifeinrichtung 3 besteht aus drei Hubleisten 20, 21 und 22, die parallel zu der Schneideinrichtung 2 bzw. der angrenzenden Ballenfläche liegen. Die beiden äußeren Hubleisteneinheiten 20 und 21 sind zueinander fluchtend angeordnet, während die mittlere Hubleisteneinheit 22 etwas höher liegt, wobei sich die Enden der Hubleisteneinheiten 20 und 22 bzw. 22 und 21 überlappen, so daß der gesamte Ballenflächenbereich, in welchem die Verschnürungsdrähte verlaufen können, abgedeckt ist.

    [0035] Die Hubleisteneinheiten 20 bis 22 bestehen aus jeweils zwei relativ zueinander verschieblichen Hubleisten 23 und 24, von denen die untere Hubleiste 23 feststeht, während die obere Hubleiste 24 mit Hilfe von Hubzylindern 25 verschieblich ist. Wie insbesondere aus Fig. 4 zu erkennen ist, sind die Hubleisten 23 und 24 mit über ihre Länge in gleichen Abständen verteilt angeordneten Zähnen 26 bzw. 27 versehen, deren Flanken 28 bzw. 29 auf der Greifseite vom Zahnkopf aus schräg nach hinten geneigt sind, so daß eine Hinterschneidung 30 entsteht. Wenn die Greifflanken 28 und 29 der Zähne 26 bzw. 27 gegeneinander fahren, so wird ein Draht, der von den Zähnen erfaßt ist, nach hinten in die Hinterschneidung 30 gezogen und dort sicher festgehalten. Nach einem ähnlichen Prinzip kann auch die Schneideinrichtung 2 aufgebaut sein, wobei allerdings die gegeneinander gerichteten Zahnflanken mit Schneiden versehen sein müssen, um die erfaßten Drähte zu durchtrennen.

    [0036] Die drei Hubleisteneinheiten 20, 21 und 22 der Greifeinheit 3 sind jeweils um eine mittige vertikale Achse 31 schwenkbar angeordnet, während die beiden seitlichen Enden über Druckfedern 32 gegen die schwenkbare Platte 18 abgestützt sind. Auf diese Weise können sich die Hubleisteneinheiten zuverlässig gegen die Ballenflächen anlegen, auch wenn diese nicht eben sind.

    [0037] Das gleiche Prinzip der geteilten Einheit läßt sich auch für die Schneideinrichtung 2 verwirklichen, damit sich auch diese eventuellen Unregelmäßigkeiten der Ballenfläche anpassen kann.

    [0038] Zum Verschwenken der mit der Greifvorrichtung 3 versehenen Platte 18 relativ zu der plattenförmigen Halterung 12 ist die Platte 18 in ihrem oberen Bereich um eine relativ zu der plattenförmigen Halterung 12 feststehende Achse 33 schwenkbar gelagert und über eine Hebelkonstruktion 34 mittels eines Hubzylinders 35 antreibbar.

    [0039] Die Aufwickeleinrichtungen 4, die jeder Greifeinrichtung 3 zugeordnet sind, bestehen im wesentlichen aus einem gabelförmigen Aufnehmer 36, der aus einem mit einem mittigen Längsschlitz 37 versehenen Rundstabprofil gebildet ist. Das eine Ende des Aufnehmers 36 sitzt in einer drehbaren und in Längsrichtung des Stabprofils verschiebbaren Halterung 38. Der Schlitz 37 erstreckt sich vom freien Ende des Profils aus etwa über eine Ballenlänge in das Rundstabprofil hinein. Das freie Ende des Schlitzes 37 ist mit einer keilförmigen Aufweitung 39 versehen, um die Drähte leichter ergreifen zu können.

    [0040] Jedem gabelförmigen Aufnehmer 36 ist ein Abstreifer 40 zugeordnet, der quer zu dem jeweiligen Aufnehmer 36 verschieblich ist und diesen mit zwei Schenkeln 41 seitlich übergreift. Eine mittige Zunge 42 greift in den Schlitz 37 ein, so daß sich die aufgespulten Drahtenden zuverlässig abziehen lassen, wenn die Aufnehmer 36 relativ zu den Abstreifern 40 in Längsrichtung verschoben werden.

    [0041] Jeder Aufwickeleinrichtung 4 ist eine Druckplatte 43 zugeordnet, die um eine parallel zu dem jeweiligen Aufnehmer 36 verlaufende Achse 44 schwenkbar und mittels eines Hubzylinders 45 antreibbar ist. Die Platte 43 läßt sich jeweils schräg von oben auf den zugeordneten, in Aktion befindlichen Aufnehmer 36 auflegen.

    [0042] An jeder Druckplatte 43 sind in Abständen Querstege 46 angeordnet, wie insbesondere in Fig. 3 dargestellt. Die Querstege sind senkrecht zu der Druckplatte 43 angeordnet und auf der dem gabelförmigen Aufnehmer 36 abgewandten Seite senkrecht zur Druckplatte 43 verschieblich gelagert. Die Querstege 46 sitzen dabei an einer gemeinsamen Halteleiste 47, die parallel zu der Druckplatte 43 verläuft und verschieblich an zwei Lagerbolzen 48 geführt ist. An ihrer Rückseite ist die Halteleiste 47 mit einer unter Spannung stehenden Druckfeder 49 beaufschlagt, die sich an einem am Bolzenende sitzenden Ring 50 abstützt.

    [0043] Die Querstege 46, die sich durch Schlitze 51 in der Druckplatte 43 hindurcherstrecken, liegen in der Aktionsstellung der Druckplatte 43 an der Außenfläche des gabelförmigen Aufnehmers 36 an. Die Querstege 46 begrenzen dabei die Breite der aufzuwickelnden Spule.

    [0044] Die Arbeitsweise der in der Zeichnung dargestellten Entdrahtungsmaschine läuft wie folgt ab:
    Der in Fig. 5 auf dem Rollgang 5 ankommende Ballen 6 wird mit Hilfe des Endschalters 8 gestoppt und mit dem Schieber 10 gegen die Führungsleiste 9 gedrückt, so daß immer eine Ecke, nämlich die Ballenkante 11, ausgerichtet ist und zwar unabhängig von den Abmessungen des jeweiligen Ballens.

    [0045] Wie in Fig. 6 dargestellt, befindet sich der Ballen 6 in dieser ausgerichteten Lage über einem vertikal verschieblichen Tisch 52, der mit nach oben durch die Rollen des Rollgangs greifenden Stützstiften 53 versehen ist. Mittels dieser Stützstifte wird der Ballen in eine vorgegebene Lage angehoben, in der die Oberseite des Ballens immer in derselben Ebene liegt und somit zu den einzelnen Funktionseinrichtungen immer die gleiche Relativlage hat.

    [0046] Das Gestell mit den einzelnen Funktionseinrichtungen fährt in die in Fig. 7 gezeigte Lage, und dann werden die plattenförmigen Halterungen 12 mit Hilfe von Hubzylindern 54 gegen den positionierten Ballen gefahren, wobei zunächst die Schneideinrichtungen 2 auf den Ballen auftreffen und die jeweiligen Verschnürungsdrähte 7 durchschneiden.

    [0047] Dann erfassen die Greifeinrichtungen 3 die durchtrennten Drähte 7 und schwenken in die in Fig. 8 dargestellte Schräglage, in der die Drähte 7 in einer von der jeweiligen Ballenoberkante schräg nach unten gerichteten Ebene liegen.

    [0048] Wenn die Drähte 7 diese Lage erreicht haben, fahren, wie in Fig. 9 veranschaulicht, die zu der Aufwickeleinrichtung 4 gehörenden gabelförmigen Aufnehmer 36 nach vorn, wobei die Drahtenden in den Längsschlitz 37 jedes Aufnehmers 36 eingefädelt werden.

    [0049] Nach dem Vorschieben der gabelförmigen Aufnehmer 36 werden die Druckplatten 43 in ihre Aktionsposition abgesenkt, in der sie dicht über der Oberfläche des jeweiligen Aufnehmers zu liegen kommen.

    [0050] Dann werden, wie in Fig. 11 dargestellt, die Aufnehmer 36 in Drehung versetzt, um die Drähte 7 zu Spulen 55 aufzuwickeln.

    [0051] Nach dem Zurückschwenken der Druckplatten 43 fährt, wie in Fig. 12 dargestellt, der Abstreifer 40 ein, während gleichzeitig die gabelförmigen Aufnehmer 36 zurückfahren, wodurch die Spulen 55 abgestreift werden und in einen Aufnahmebehälter 56 fallen.

    [0052] In Fig. 13 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Andrückeinrichtung 57 dargestellt, die als Alternative zu der oben beschriebenen Druckplatte 43 verwendet wird. Die Andrückeinrichtung 57 ist ein wesentlicher Bestandteil der Aufwickeleinrichtung 4 und weist eine Druckwalze 58 auf, die sich über den gesamten Bereich der aufzuwickelnden Drähte erstreckt. Die Druckwalze 58 ist an einer plattenförmigen Halterung 59 drehbar gelagert. Als Lager dienen zwei Lagerhülsen 60, in welche an den Enden der Druckwalze 58 vorgesehene Lagerstifte 61 eingreifen.

    [0053] Die Lagerhülsen 60 sitzen an je einer Führungsstange 62, die senkrecht an der plattenförmigen Halterung 59 befestigt ist und quer zu der Achse der Druckwalze 58 liegt. Die Lagerhülsen 60 können entweder an den Führungsstangen 62 verschieblich gelagert sein oder die Führungsstangen 62 können in sich teleskopartig verstellbar sein. Bei beiden Ausführungsformen sind die Lagerhülsen 60 mit Hilfe von Druckfedern 63 in Richtung von der plattenförmigen Halterung 59 weg federbelastet, d.h., daß die Druckwalze 58 unter Federvorspannung in Richtung auf den gabelförmigen Aufnehmer 36 steht, so daß die Druckwalze in der Betriebsstellung immer mit etwa konstantem Druck an den sich auf dem Aufnehmer 36 aufwickelnden Drahtspulen anliegt.

    [0054] An der plattenförmigen Halterung 59 sind ferner im Bereich der aufzuwickelnden Drähte zu beiden Seiten der Druckwalze 58 in Abständen angeordnete, vorspringende Führungsstifte 64 vorgesehen, die die Druckwalze 58 mit Abstand seitlich übergreifen. Die freien Enden der Führungsstifte sind angespitzt.

    [0055] Der Funktionsmechanismus der Andrückeinrichtung 57 ist in den Figuren 14 und 15 veranschaulicht.

    [0056] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist zusätzlich eine Niederhalterleiste 65 vorgesehen, die von oben auf den Ballen 6 drückt und quer zu den etwa parallel angeordneten Verschnürungsdrähten 7 verläuft. Nach dem Durchtrennen der Verschnürungsdrähte 7 werden die durchtrennten Enden der Verschnürungsdrähte mit Hilfe der Greifeinrichtung 3 so weit angehoben, daß sie etwa in einer horizontalen Ebene liegen, die der Oberseite des jeweiligen Ballens 6 entspricht. Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Greifeinrichtung 3 aus einer einzigen durchgehenden Hubleisteneinheit 66. Wenn die Verschnürungsdrähte 7 in der gemeinsamen horizontalen Ebene liegen, fährt der gabelförmige Aufnehmer 36 vor, der in gleicher Weise ausgebildet ist, wie bei dem in Fig. 1 bis 12 dargestellten Ausführungsbeispiel. Das freie Ende des Aufnehmers 36 kann unter Umständen noch in einer zusätzlichen Halterung geführt sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist.

    [0057] Dann senkt sich von oben die Andrückeinrichtung 57 so weit herab, bis die Druckwalze 58 auf dem Aufnehmer 36 aufliegt. Die Führungsstifte 64 übergreifen dabei beidseitig den Aufnehmer 36, d.h., daß die aufzuspulenden Verschnürungsdrähte 7 jeweils in einem Zwischenraum 67 zwischen zwei Führungsstiften 64 einer Stiftreihe liegen.

    [0058] Dann wird der gabelförmige Aufnehmer 36 in Drehung versetzt und gleichzeitig werden die Niederhalterleiste 65 und die Hubleisteneinheit 66 gelöst, so daß diese den Draht freigeben, wie in Fig. 15 dargestellt. Die Drähte 7 wickeln sich dann auf dem Aufnehmer 36 zu Spulen auf, wobei die Führungsstifte 64 zumindest in der Anfangsphase dafür sorgen, daß der Draht in dem Schlitz 37 des Aufnehmers 36 verbleibt und nicht seitlich aus diesem herausrutscht. Die Druckwalze 58 trägt dazu bei, daß die Drähte 7 zu kompakten Spulen aufgewickelt werden. Danach werden die Spulen in gleicher Weise wie bei dem in Fig. 12 dargestellten Beispiel von dem Aufnehmer 36 abgestreift und fallen in den Aufnahmebehälter 56.


    Ansprüche

    1. Entdrahtungsmaschine für Ballen (6), insbesondere für Zellstoffballen, bestehend aus einer Positioniereinrichtung (1) für die Ballen (6), einer Schneideinrichtung (2) zum Durchtrennen der um die Ballen (6) herumgespannten Verschnürungsdrähte (7), einer Greifeinrichtung (3), mit der die Verschnürungsdrähte (7) nach der Durchtrennung ein Stück von dem Ballen (6) abhebbar sind, sowie einer Aufwickeleinrichtung (4) zum Aufwickeln der durchtrennten Drähte (7) zu Spulen (55), dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (2) zwei langgestreckte Messerbalken (15,16) aufweist, die an ihren Schneidseiten mit in regelmäßigen Abständen angeordneten Zähnen versehen und relativ zueinander hin- und herverschiebbar sind, daß die Greifeinrichtung (3) durch mindestens eine Hublei steneinheit (20,21,22) gebildet ist, deren Hubleisten (23, 24) mit über ihre Länge in gleichen Abständen verteilt angeordneten Zähnen (26,27) versehen sind, parallel zu der angrenzenden Ballenfläche liegen und relativ zueinander in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind, und daß die Aufwickeleinrichtung (4) die durchtrennten Verschnürungsdrähte (7) in dem Abschnitt zwischen der jeweiligen Ballenkante und der Greifeinrichtung (3) erfaßt und aufwickelt.
     
    2. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (26,27) der Greifeinrichtung (3) Flanken (28,29) aufweisen, die auf der Greifseite vom Zahnkopf aus schräg nach hinten, eine Hinterschneidung (30) bildend, geneigt sind.
     
    3. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickeleinrichtung (4) mindestens einen gabelförmigen Aufnehmer (36) aufweist, der in dem Bereich zwischen dem Ballen (6) und der jeweiligen Greifeinrichtung (3) angeordnet, parallel zu den Hubleisten (20, 21, 22) längsverschieblich geführt und um seine Längsachse drehbar ist.
     
    4. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gabelförmige Aufnehmer (36) ein Rundstabprofil ist, das einen mittigen Längsschlitz (37) aufweist und an einem Ende in einer drehbaren und in Längsrichtung des Profils verschiebbaren Halterung (38) sitzt, und daß sich der Längsschlitz (37) vom freien Profilende aus etwa über eine Ballenlänge in das Profil hineinerstreckt.
     
    5. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Schlitzende eine Aufweitung (39) aufweist.
     
    6. Entdrahtungsmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickeleinrichtung (4) eine zumindest im Bereich der aufzuwickelnden Drähte (7) seitlich gegen den gabelförmigen Aufnehmer (36) anlegbare Druckplatte (43) aufweist.
     
    7. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckplatte (43) um eine parallel zu dem gabelförmigen Aufnehmer (36) liegende Achse (44) schwenkbar ist.
     
    8. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Druckplatte (43) in Abständen Querstege (46) angeordnet sind, die senkrecht zur Druckplatte (43) liegen, auf der dem gabelförmigen Aufnehmer (36) abgewandten Seite senkrecht zur Druckplatte (43) verschieblich gelagert sind und durch Schlitze (51) in der Druckplatte (43) hindurchgreifen.
     
    9. Entdrahtungsmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickeleinrichtung (4) eine zumindest im Bereich der aufzuwickelnden Drähte (7) seitlich gegen den gabelförmigen Aufnehmer (36) anlegbare Druckwalze (58) aufweist, die in Richtung auf den gabelförmigen Aufnehmer (36) unter Federvorspannung (63) steht.
     
    10. Entdrahtungsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Halterung (59) der Druckwalze (58) im Bereich der aufzuwickelnden Drähte (7) zu beiden Seiten der Druckwalze (58) in Abständen angeordnete, vorspringende Führungsstifte (64) vorgesehen sind, die die Druckwalze (58) sowie den gabelförmigen Aufnehmer (36), wenn die Druckwalze (58) an diesem anliegt, mit Abstand seitlich übergreifen.
     
    11. Entdrahtungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (2), die Greifeinrichtung (3) sowie die Aufwickeleinrichtung (4) paarweise über Eck angeordnet sind.
     


    Claims

    1. Wire-removing machine for bales, in particular for pulp bales, consisting of a positioning device (1) for the bales (6), a cutting device (2) for cutting through the tying wires (7) stretched around the bales (6), a gripping device (3), with which the tying wires (7) are liftable a short distance away from the bale (6) after being cut through, and also a winding device (4) for winding the cut-through wires (7) into coils (55), characterized in that said cutting device (2) has two elongated cutter bars (15, 16), which on their cutting sides are provided with teeth arranged one behind the other at regular intervals and are displaceable back and forth relative to one another, that the gripping device (3) is formed by at least one lifting strip unit (20, 21 22) whose lifting strips (23, 24) are provided with teeth (26, 27) arranged so as to be distributed at equal intervals over their length, lie parallel to the adjacent bale surface and are displaceable relative to one another in their longitudinal direction, further in that said winding device (6) seizes the cut-through wires (7) in the section between the respective bale edge and the gripping device (3) and winds them.
     
    2. Wire-removing machine according to claim 1, characterized in that the teeth (26, 27) of the gripping device (3) have flanks (28, 29) being inclined obliquely, on the gripping side, from the tooth head towards the rear, forming an undercut (30).
     
    3. Wire-removing machine according to claim 1 or 2, characterized in that the winding device (4) has at least one fork-shaped receiver (36) which is arranged in the area between the bale (6) and the respective gripping device (3), is guided in a longitudinally dicplaceable manner parallel to the lifting strips (20, 21, 22) and is rotatable about its longitudinal axis.
     
    4. Wire-removing machine according to claim 3, characterized in that the fork-shaped receiver (36) is a round-bar profile which has a central longitudinal slot (37) and at one end is situated in a rotatable mounting (38) which is displaceable in the longitudinal direction of the profile, and that the longitudinal slot (37) extends from the free profile end approximately over a bale length into the profile.
     
    5. Wire-removing machine according to claim 4, characterized in that the free slot end has a widened section (39).
     
    6. Wire-removing machine according to one of claims 3 to 5, characterized in that the winding device (4) has a pressure plate (43) which can be placed laterally against the fork-shaped receiver (36) at least in the area of the wires (7) to be wound.
     
    7. Wire-removing machine according to claim 6, characterized in that the pressure plate (43) is pivotable about an axis (44) lying parallel to the fork-shaped receiver (36).
     
    8. Wire-removing machine according to claim 6 or 7, characterized in that transverse webs (46) are arranged on the pressure plate (43) at intervals, which transverse webs (46) lie perpendicularly to the pressure plate (43), are displaceably mounted perpendicularly to the pressure plate (43) on the side remote from the fork-shaped receiver (36) and pass through slots (51) in the pressure plate (43).
     
    9. Wire-removing machine according to one of claims 3 to 5, characterized in that the winding device (4) has a pressure roller (58) which can be placed laterally against the fork-shaped receiver (36) at least in the area of the wires (7) to be wound and is under spring pretension (63) in the direction of the fork-shaped receiver (36).
     
    10. Wire-removing machine according to claim 9, characterized in that projecting guide pins (64) which are arranged at intervals on both sides of the pressure roller (58) in the area of the wires (7) to be wound are provided on the mounting (59) of the pressure roller (58), which guide pins (64) laterally overlap at a distance the pressure roller (58) and the fork-shaped receiver (36) when the pressure roller (58) rests against the latter.
     
    11. Wire-removing machine according to one of claims 1 to 10, characterized in that the cutting device (2), the gripping device (3) and the winding device (4) are arranged crosswise in pairs.
     


    Revendications

    1. Machine d'enlèvement de liens métalliques pour balles (6), en particulier pour des balles de cellulose, se composant d'un dispositif de positionnement (1) pour les balles (6), d'un dispositif de coupe (2) pour sectionner les liens métalliques (7) tendus autour des balles, d'un dispositif de préhension (3) avec lequel les liens métalliques (7) peuvent être un peu écartés de la balle (6) après avoir été sectionnés, ainsi que d'un dispositif d'enroulement (4) pour enrouler en bobines (55) les liens (7) sectionnés, caractérisée en ce que le dispositif de coupe (2) comporte deux barres de coupe de forme allongée (15, 16) qui sont pourvues, sur leur côté tranchant, de dents disposées à intervalles réguliers et qui peuvent être déplacées en un mouvement de va-et-vient l'une par rapport à l'autre, en ce que le dispositif de préhension (3) est constitué par au moins un ensemble de lames mobiles (20, 21, 22) dont les lames mobiles (23, 24) sont pourvues de dents (26, 27) réparties à intervalles égaux sur toute leur longueur, sont disposées parallèlement à la face contiguë de la balle et sont mobiles dans leur direction longitudinale l'une par rapport à l'autre, et en ce que le dispositif d'enroulement (4) saisit les liens métalliques sectionnés (7) dans le segment compris entre l'arête correspondante de la balle et le dispositif de préhension (3)et les enroule en bobines (55).
     
    2. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 1, caractérisée en ce que les dents (26, 27) du dispositif de préhension (3) présentent des flancs (28, 29) qui, du côté de la préhension, sont inclinées obliquement vers l'arrière à partir du sommet de la dent en formant une contre-dépouille (30).
     
    3. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif d'enroulement (4) comporte au moins un capteur fourchu (36) qui est disposé dans la région entre la balle (6) et le dispositif de préhension (3) respectif, est guidé de façon à pouvoir se déplacer longitudinalement en direction parallèle aux lames mobiles (20, 21, 22) et peut tourner autour de son axe longitudinal.
     
    4. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 3, caractérisée en ce que le capteur fourchu (36) est un profilé en barre ronde qui présente une fente longitudinale médiane (37) et est monté par une extrémité dans un support (38) qui peut tourner et se déplacer dans la direction longitudinale du profilé, et en ce que la fente longitudinale (37) pénètre dans le profilé sur une distance correspondant à peu prés à la longueur d'une balle à partir de l'extrémité libre du profilé.
     
    5. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'extrémité libre de la fente présente un élargissement (39).
     
    6. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisée en se que le dispositif d'enroulement (4) comporte une plaque de pression (43) qui peut être appliquée latéralement contre le capteur fourchu (36), au moins dans la région des liens métalliques à enrouler.
     
    7. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 6, caractérisée en ce que la plaque de pression (43) peut pivoter autour d'un axe (44) parallèle au capteur fourchu (36).
     
    8. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce qu'il est disposé, à intervalles sur la plaque de pression (43), des entretoises (46) qui sont perpendiculaires à la plaque de pression (43), sont montées mobiles perpendiculairement à la plaque de pression (43) du côté opposé au capteur fourchu (36) et passent à travers des fentes (51) dans la plaque de pression (43).
     
    9. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que le dispositif d'enroulement (4) comporte un cylindre de pression (58) qui peut être appliqué latéralement contre le capteur fourchu (36) au moins dans la région des liens métalliques à enrouler (7) et qui est sollicité par des ressorts en direction du capteur fourchu (36).
     
    10. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'il est prévu, sur le support (59) du cylindre de pression (58), des broches de guidage saillantes (64) qui sont disposées à intervalles des deux côtés du cylindre de pression (58) dans la région des liens métalliques à enrouler (7) et qui embrassent latéralement à intervalles le cylindre de pression (58) ainsi que le capteur fourchu (36) lorsque le cylindre de pression (58) est appliqué sur ce dernier.
     
    11. Machine d'enlèvement de liens métalliques selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le dispositif de coupe (2), le dispositif de préhension (3) et le dispositif d'enroulement (4) sont disposés en angle par paires.
     




    Zeichnung