| (19) |
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(11) |
EP 0 293 399 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.08.1991 Patentblatt 1991/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.10.1987 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8700/144 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8804/602 (30.06.1988 Gazette 1988/14) |
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| (54) |
FÜHRUNGSSCHIENE UND GLIEDERKETTE FÜR KETTENSÄGE
GUIDING RAIL AND LINK CHAIN FOR CHAIN SAWS
BARRE DE GUIDAGE ET CHAINE TRANSPORTEUSE POUR SCIE A CHAINE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
23.12.1986 CH 5208/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.12.1988 Patentblatt 1988/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Gamma Stawag AG |
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CH-8153 Rümlang (CH) |
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Erfinder: |
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- BOLLER, Willi
CH-8308 Agasul-Illnau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bruderer, Werner |
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Patentanwaltskanzlei
Oberhittnauerstrasse 12 8330 Pfäffikon 8330 Pfäffikon (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 453 661 DE-A- 3 332 051 DE-C- 938 211 US-A- 4 517 954
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DE-A- 2 245 730 DE-A- 3 607 011 GB-A- 578 826
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Führungsschienen- und Gliederkettensystem für Kettensägen
zur Bearbeitung von Beton, Gesteinen und Mauerwerk mit einer Gliederkette, durch die
Führungsschiene geführten Kühlmittelkanälen, an beiden Längsseiten der Führungsschiene
angeordneten Zusatzschienen sowie mit Kettengliedern welche mindestens teilweise seitliche
Führungselemente und auf die Kettenglieder aufgesetzte Schneidplatten aufweisen.
[0002] Eine derartige Gliederkette für eine Kettensäge ist aus der Publikation D-A-3332051
bekannt. Dabei ist die Führungsschiene, oder auch Schwert genannt, einer Kettensäge
an den Längsseiten mit Zusatzschienen aus Metall versehen. Die Führungsschiene ist
hohl ausgebildet, wobei dieser Hohlraum als Kühlmittelkanal dient, und an den Seitenflächen
der Zusatzschienen sind Kühlmittelkanäle angeordnet. Die zugehörige Gliederkette besteht
aus auf Zapfen gelagerten Rollen, welche über Führungs- und Verbindungsglieder miteinander
verbunden sind. Die Rollen laufen auf der Aussenfläche der Zusatzschiene, und die
Kette wird am vorderen Ende des Schwertes über ein Kettenrad umgelenkt. Auf den Führungselementen
der Kette sind diamantbestückte Schneidplatten befestigt, welche als Schneidwerkzeuge
dienen.
[0003] Trotzdem der Kette über die Führungsschiene laufend Kühlund Schmiermittel zugeführt
werden kann, weisen derartige Führungsschienen-/Gliederkettensysteme eine hohe Abnützung
und kurze Standzeit auf. Der Abrieb der Schneidplatten und der Schneidstaub setzen
sich an den Zusatzschienen, den Führungsgliedern und den Rollen ab und schleifen diese
metallischen Bauteile ab bis zur Zerstörung. Zudem dringt der Schleifstaub zwischen
alle Gleitflächen ein, und das zulässige Spiel zwischen den Elementen wird durch Abnützung
sehr rasch überschritten. Da derartige Ketten sehr teuer sind, können sie aufgrund
der raschen Abnützung nicht wirtschaftlich eingesetzt werden. Die häufig notwendigen
Kettenwechsel und Betriebsunterbrüche verursachen zudem hohe Betriebskosten.
[0004] Eine weitere ähnliche Schneidkette für Steinarbeiten ist aus DE A 2245730 bekannt.
Bei dieser Lösung wird eine Gliederkette beschrieben, bei welcher jedes zweite Glied
einstückig und U-förmig ausgebildet ist und die Schenkel der Glieder eine, an den
Längsseiten des Schwertes angeordnete, Führungsleiste umgreifen. Alle Kettenglieder
müssen mit einer Diamant-Schneidplatte bestückt sein. Auf den Verbindungsachsen zwischen
den Kettengliedern sind Rollen gelagert, welche auf den Führungsleisten des Schwertes
abrollen. Die beschriebene Schneidkette ist weder mit einer Kühlung noch einer Schmierung
ausgestattet, was zu erheblichem Verschleiss und rascher Beschädigung führt.
[0005] Bei beiden bekannten Lösungen ist die Gliederkette zwischen den Gliedern mit Rollen
bestückt, welche auf den Zusatzschienen, bzw. Führungsleisten abrollen und die Kettenkräfte
auf diese übertragen. Es wird davon ausgegangen, dass die Verwendung von Rollenlagern,
bzw. das Prinzip der Rollreibung zwingend notwendig ist, um das Sägen von Gesteinen
zu ermöglichen. Diese Ueberlegung ist grundsätzlich richtig. In der Praxis zeigt sich
jedoch, dass im Bereiche der Kontaktpunkte der Rollen sehr hohe Flächenpressungen
auftreten, welche zu Beschädigungen und Zerstörung der Zusatzschienen, bzw. Führungsleisten,
führen. Der sich auf der Rollfläche ablagernde Schneidstaub, verstärkt und beschleunigt
diesen Zerstörungsprozess zusätzlich.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Führungsschienen-/Gliederkettensystem
zu schaffen, welches eine hohe Standzeit aufweist, bei welchem die Abnützung zwischen
den Kettengliedern und den Führungselementen gering ist, welches eine hohe Sicherheit
gegen Störungen aufweist und einfach in der Herstellung ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 definierten
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich nach den
Merkmalen der abhängigen Patentansprüche.
[0008] Das erfindungsgemässe Führungsschienen-/Gliederkettensystem weist gegenüber den bekannten
Kettensägen eine wesentlich höhere Standzeit auf. Dies wird dadurch erreicht, dass
die Führungsschiene bzw. das Schwert der Kettensäge an den beiden Längsseiten Zusatzschienen
aus Kunststoff aufweist, auf welchen metallische Gleitelemente der Kette gleiten.
Diese Zusatzschienen sind in Nuten, welche sich an den Längsseiten des Schwertes befinden,
eingelegt. Als Kunststoffe eignen sich Materialien mit hoher Abrieb- und Wasserbeständigkeit.
Da die Kühlmittelkanäle durch den Zentrumsbereich der Zusatzschienen geführt sind,
tritt die Kühl- und Schmierflüssigkeit im Mittelbereich der Gleitflächen aus. Dadurch
werden der Schneid- und Schleifstaub aus dem Bereiche der Gleitflächen weggespült,
und zwischen den Gleitschienen und den Gleitelementen der Kette bildet sich ein Flüssigkeitsfilm,
welcher das Schleifen der metallischen Kettenglieder auf den Zusatzschienen verhindert.
[0009] Die Gelenke in der Kette sind vollständig gegen aussen abgeschirmt, und Schleif-
und Schneidstaub kann nicht in diese eindringen. Dies wird einerseits dadurch sichergestellt,
dass die gleitenden Flächen der Gelenke allseitig abgedeckt sind und anderseits vom
Zentrum des Gelenkes Schmierstoff in konsistenter Form über alle Gleitflächen nach
aussen gepresst wird. Als Schmierstoffe eignen sich wasserbeständige Fette mit Additiven,
wie z.B. Molybdän und anderen bekannten Zusätzen. Im Kontaktbereiche der Gleitflächen
zwischen den Gleitelementen und den Gleitschienen sorgt der Druck des Kühlmittels
dafür, dass nur geringe Mengen von Schmiermittel aus den Gleitflächen zwischen den
Führungselementen und den Gleitelementen austreten. Dadurch ist der Verlust von Schmiermittel
gering, und die Gelenke können im Rahmen der normalen Arbeitsunterbrüche nachgeschmiert
werden. Bei ordnungsgemässer Schmierung der Kette und Zuführung von genügend Kühlmittel
über die Führungsschiene erreicht dieses Führungsschienen-/Gliederkettensystem Standzeiten,
welche ein Mehrfaches höher sind als bei bekannten Gliederketten für Beton, Gestein
und Mauerwerk. Da die Bauteile der Kette aus flachen Elementen bestehen, welche nicht
gebogen oder abgekröpft sind, können sie leicht massgenau geschliffen werden, wodurch
sich eine kostengünstige Kette bauen lässt. Da die Schneidplatten auf Trägerplatten
befestigt sind, besteht auch keine Gefahr, dass durch Auflöten die gehärteten Kettenglieder
erweicht werden. Zudem können die Schneidplatten mit ihren Trägerplatten zum für die
Fabrikation günstigsten Zeitpunkt an den Kettengliedern angebracht werden, was wiederum
eine einfachere und günstigere Herstellung der Kette ermöglicht.
[0010] Im folgoden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einer Führungsschiene mit einer Gliederkette zu einer Kettensäge
in Seitenansicht und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Gliederkette und den oberen Teil einer Führungsschiene
mit einem Gelenk der Gliederkette.
[0011] Der in Figur 1 dargestellte Ausschnitt aus einer Führungsschiene 1, bzw. einem Schwert
einer Kettensäge, zeigt die vordere Seitenwand 18, das Zwischenstück 16, an welchem
die Seitenwände befestigt sind und auf der richtigen Distanz zueinander gehalten werden,
sowie die auf dem Zwischenstück 16 aufliegende obere Zusatzschiene 3. Diese Zusatzschiene
3 besteht im dargestellten Beispiel aus Bakelit, d.h. einem Schichtpressstoff, und
ist satt gleitend in den Zwischenraum zwischen den Seitenwänden 18, 19 der Führungsschiene
1 eingefügt. Auf der Gleitfläche 15 der Zusatzschiene 3 liegen die Gleitelemente 6
der Gliederkette 2 auf. Die Gleitelemente 6 sind über Gelenke 5 mittels der Seitenführungselemente
7, 8 miteinander verbunden. An der oberen Seite der Gleitelemente 6 sind Schneidplatten
4 befestigt, welche aus diamantbestückten Hartmetallplatten gebildet sind.
[0012] Figur 2 zeigt die Ausgestaltung der Gliederkette 2 und des Randbereiches der Führungsschiene
1 in vergrösserter Darstellung. Der dargestellte Schnitt geht dabei durch eines der
Gelenke 5 und einen Kühlmittelkanal 13 in der Gleitschiene 3. Das Gelenk 5 besteht
aus einem Bolzen 21, welcher an beiden Seiten abgesetzte Zapfen 23, 24 aufweist. Diese
Zapfen 23, 24 haben einen kleineren Durchmesser als der Innenbereich des Bolzens 21.
Dieser Bolzen 21 ist drehbar in einer Lagerbüchse 20 gelagert, welche fest sitzend
in das Gleitelement 6 eingepresst ist. Die Zapfen 23 und 24 sind ihrerseits in Bohrungen
in den Seitenführungselementen 7 bzw. 8 gelagert, wobei sie mit diesen Seitenführungselementen
7 und 8 in bekannter Weise fest verbunden sind. Im dargestellten Beispiel erfolgt
dies dadurch, dass die Aussenflächen der Zapfen 23 und 24 ringförmig eingekerbt und
dadurch Material nach aussen verdrängt und der Bolzen 21 mit den Seitenführungselementen
7 und 8 verklemmt wird. Die Abmessungen zwischen den beiden Seitenführungselementen
7 und 8 sowie die Breite der Lagerbüchse 20 und der Gleitelemente 6 sind so gewählt,
dass die Gleitelemente 6 und die Seitenführungselemente 7, 8 spielfrei und leicht
um die Achsen 22 gegeneinander schwenkbar sind. Die Seitenführungselemente 7 und 8
sind im weiteren so ausgebildet, dass sie die Seitenflächen 11, 12 der Zusatzschiene
3 überlappen, und dadurch die Gliederkette 2 mit möglichst geringem Spiel auf der
Zusatzschiene 3 seitlich geführt ist. Die Gleitelemente 6 weisen an der unteren Seite
Gleitflächen 9 auf, welche an der Gleitfläche 15 der Zusatzschiene 3 aufliegen. Durch
die Zwischenstücke 16 in der Führungsschiene 1 führen vom Innenhohlraum der Führungsschiene
1 Kühlmittelkanäle 17 nach aussen. Von diesen Kühlmittelkanälen 17 gehen jeweils zwei
Kühlmittelkanäle 13 aus, welche im Zentrum der Zusatzschiene 3 angeordnet sind. Die
Austrittsöffnungen dieser Kühlmittelkanäle 13 befinden sich im Bereiche der Mittelachse
14 an der Gleitfläche 15 der Zusatzschiene 3. Das über die Führungsschiene 1 zugeführte
Kühlmittel strömt somit durch die Kühlmittelkanäle 17 und 13 nach aussen und fliesst
über die Gleitfläche 15 nach aussen ab.
[0013] Im Zentrum der Gelenke 5 befindet sich ein Schmiermittelkanal 25. Dieser Schmiermittelkanal
25 ist auf einer Seite durch einen Zapfen 30 verschlossen und weist an der anderen
Seite ein mit einer Feder 31 belastetes Kugelventil 32 auf. Vom zentralen Schmiermittelkanal
25 gehen eine oder mehrere radiale Bohrungen 26 aus, welche Schmiermittelkanäle bilden
und die Schmiermittelzufuhr zum Aussenmantel 27 des Bolzens 21 ermöglichen. Das Kugelventil
32 verhindert das Eindringen von Wasser, ermöglicht aber das Einpressen von wasserbeständigem
Molybdän-Fett in die Schmiermittelkanäle 25 und 26. Entlang des Aussenmantels 27 des
Bolzens 21 wird das Fett nach aussen gepresst und füllt auch die Gleitflächen zwischen
den Gleitelementen 6 und den Seitenführungselementen 7 und 8 aus. Dadurch wird verhindert,
dass Kühlmittel und Schleif- bzw. Schneidstaub zwischen die Gleitflächen eindringt
und diese beschädigt. Beim Nachschmieren werden allfällig eingedrungene Schmutzpartikel
nach aussen befördert, und auch der über die Kühlmittelkanäle 13 zugeführte Kühlmittelstrom
befördert Schmutzpartikel aus dem Bereiche der Gleitflächen weg. Das Führungsschienen-/Gliederkettensystem
weist dadurch einen Selbstreinigungseffekt auf und sorgt laufend für eine optimale
Schmierung und einen Gleitfilm zwischen allen Gleitflächen. Da die Zapfen 23, 24 des
Bolzens 21 mit den Seitenführungselementen 7 bzw. 8 formschlüssig verbunden sind,
ist der Aussenmantel 27, bzw. die Gleitfläche des Bolzens 21 nach aussen abgekapselt
und vor Verschmutzung geschützt.
[0014] Wie aus Figur 1 und 2 erkennbar ist, sind die Schneidplatten 4 auf Trägerplatten
28 befestigt. Die Befestigung der Schneidplatten 4 auf den Trägerplatten 28 erfolgt
normalerweise durch Hartlötverfahren. Die Trägerplatten 28 bedecken dabei die volle
Grundfläche der Schneidplatten 4, wodurch sich zwischen den Schneidplatten 4 und den
Trägerplatten 28 die grösstmögliche Haft- und Kontaktfläche ergibt. An den Gleitelementen
6 sind an der oberen Seite 10 entsprechende Aussparungen vorgesehen, wobei Nocken
29 die überstehenden Ränder der Trägerplatten 28 übergreifen, Die Befestigung der
Trägerplatten 28 in den Aussparungen, bzw. an den Nocken 29 der Gleitelemente 6 erfolgt
durch Kleben oder Annieten der Nocken 29. Dieses Befestigungsverfahren gewährleistet
eine einfache und sichere Befestigung und verhindert, dass beim Befestigen der Schneidplatten
4 durch Lötverfahren die gehärteten Gleitelemente 6 wieder weich gemacht werden. Je
nach Belastung der Kette und der Einsatzart weisen der Bolzen 21 und die Lagerbüchse
20 eine Härte von 55 bis 65 Rockwell C, bzw. HRC auf und die Gleitelemente 6 und die
Seitenführungselemente 7 und 8 eine Härte von 35 bis 48 Rockwell C, bzw. HRC. Als
Kühlmittel sind alle bekannten Schneid- und Kühlmittel für Gesteinsarbeiten einsetzbar.
1. Führungsschienen- und Gliederkettensystem für Kettensägen zur Bearbeitung von Beton,
Gesteinen und Mauerwerk mit einer Gliederkette, durch die Führungsschiene geführten
Kühlmittelkanälen, an beiden Längsseiten der Führungsschiene angeordneten Zusatzschienen
sowie mit Kettengliedern welche mindestens teilweise seitliche Führungselemente und
auf die Kettenglieder aufgesetzte Schneidplatten aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Gliederkette (2) und den Zusatzschienen (3) an der Führungsschiene
(1) eine Gleitlagerung gebildet ist, die Zusatzschienen (3) aus Kunststoff sind und
eine Gleitfläche (15) aufweisen, die Gliederkette (2) abwechselnd aus metallischen
Gleitelementen (6) und Paaren von flachen Seitenführungselementen (7, 8) besteht und
diese Elemente über Gelenke (5) miteinander verbunden sind, die Gleitelemente (6)
an der Unterseite eine Gleitfläche (9) aufweisen und diese Gleitflächen (9) auf der
Gleitfläche (15) der Zusatzschiene (3) aufliegen, die Schneidplatten (4) an den gegenüberliegenden
Seiten (10) der Gleitelemente (6) angeordnet sind, die Zusatzschienen (3) mit nach
aussen gerichteten Kühlmittelkanälen (13) versehen sind welche durch die Zusatzschienen
(3) geführt und deren Austrittsöffnungen im Bereiche der Mittelachse (14) der Gleitfläche
(15) angeordnet sind und die Seitenführungselemente (7, 8) beidseitig die äusseren
Seitenflächen (11, 12) der Zusatzschiene (3) überlappen und an diesen anliegen.
2. Führungsschiene und Gliederkette für Kettensäge nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gelenk (5) aus einer in das Gleitelement (6) eingepressten
Lagerbüchse (20), einem in der Büchse (20) drehbar gelagerten Bolzen (21) mit abgesetzten
Zapfen (23, 24) an beiden Seiten besteht, diese Zapfen (23, 24) in den Seitenführungselementen
(7, 8) gelagert und fest mit diesen verbunden sind und entlang der Achse (22) des
Bolzens (21) ein Schmiermittelkanal (25) mit Radialbohrungen (26) zum Aussenmantel
(27) des Bolzens (21) angeordnet ist.
3. Führungsschiene und Gliederkette für Kettensäge nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schneidplatten (4) auf einer Trägerplatte (28) befestigt
sind und diese Trägerplatte (28) mittels einer Kleboder Klemmverbindung fest mit dem
Gleitelement (6) verbunden ist.
4. Führungsschiene und Gliederkette für Kettensäge nach einem der Patentansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbüchse (20) und der Bolzen (21) eine
Härte von 55 bis 65 Rockwell C und die Gleitelemente (6) und Führungselemente (7,
8) eine Härte von 35 bis 48 Rockwell C aufweisen.
5. Führungsschiene und Gliederkette für Kettensäge nach einem der Patentansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelkanäle (25, 26) und alle Zwischenräume
der Gelenke mit einem wasserbeständigen Molybdän-Fett gefüllt sind.
6. Führungsschiene und Gliederkette für Kettensäge nach einem der Patentansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschienen (3) aus einem Schichtpressstoff
auf der Basis eines Phenolharzes bestehen.
1. Guide rail and link chain system for chain saws for cutting concrete, stones and
masonry, with a link chain, cooling medium channels guided through the guide rail,
extra rails mounted on both longitudinal sides of the guide rail, and with chain links
which have at least partly lateral guide elements and cutting plates mounted on the
chain links, characterised in that between the link chain (2) and the extra rails
(3) a track bed is formed on the guide rail (1), having extra rails (3) made of plastics
material and a slide face (15), the link chain (2) consists alternately of metal slide
elements (6) and pairs of flat lateral guide elements (7, 8) and these elements are
joined together via hinges (5), the slide elements (6) have a slide face (9) on the
under-side and these slide faces (9) rest on the slide face (15) of the extra rail
(3), the cutting plates (4) are mounted on the opposite sides (10) of the slide elements
(6), the extra rails (3) are provided with outward-oriented cooling medium channels
(13), which are guided through the extra rails (3) and whose discharge apertures are
mounted in the region of the central axis (14) of the slide face (15), and the lateral
guide elements (7, 8) cover the outer side faces (11, 12) of the extra rail (3) on
both sides and abut same.
2. Guide rail and link chain system for chain saw according to claim 1, characterised
in that the hinge (5) consists of a bearing bushing (20) pressed into the slide element
(6) and of a bolt (21) rotatably mounted in the bushing (20) with a stepped journal
(23, 24) on both sides, these journals (23, 24) being mounted in the lateral guide
elements (7, 8) and being rigidly joined thereto, and a lubricant channel (25) with
radial bores (26) to the outer casing (27) of the bolt (21) is provided along the
axis (22) of the bolt (21).
3. Guide rail and link chain system for chain saw according to claim 1 or 2, characterised
in that the cutting plates (4) are fixed to a carrier plate (28) and this carrier
plate (28) is connected rigidly to the slide element (6) by means of an adhesive or
clip connexion.
4. Guide rail and link chain system for chain saw according to one of claims 1 to
3, characterised in that the bearing bushing (20) and the bolt (21) have a hardness
of 55 to 65 Rockwell C and the slide elements (6) and guide elements (7, 8) have a
hardness of 35 to 48 Rockwell C.
5. Guide rail and link chain system for chain saw according to one of claims 1 to
4, characterised in that the lubricant channels (25, 26) and all spaces between the
hinges are filled with a water-resistant molybdenum grease.
6. Guide rail and link chain system for chain saw according to one of claims 1 to
5, characterised in that the slide rails (3) consist of a pressed laminate based on
phenol resin.
1. Système à rail de guidage et chaîne à maillons pour des scies à chaîne, en vue
de l'usinage de béton, de roches et de maçonnerie, comprenant une chaîne à maillons,
des canaux à agent réfrigérant guidés à travers le rail de guidage, des rails supplémentaires
disposés sur les deux côtés longitudinaux du rail de guidage ainsi que des maillons
de chaîne qui présentent des éléments de guidage au moins partiellement latéraux et
des plaquettes de coupe montées sur les maillons de chaîne, caractérisé en ce que,
entre la chaîne à maillons (2) et les rails supplémentaires (3), un support à glissement
est formé sur le rail de guidage (1), en ce que les rails supplémentaires (3) sont
en matière synthétique et présentent une surface de glissement (15), en ce que la
chaîne à maillons (2) est constituée alternativement d'éléments de glissement (6)
métalliques et de paires d'éléments de guidage latéraux (7, 8) plats, en ce que ces
éléments sont mutuellement reliés par des articulations (5), en ce que les éléments
de glissement (6) présentent une surface de glissement (9) sur la face inférieure,
en ce que ces surfaces de glissement (9) reposent sur la surface de glissement (15)
des rails supplémentaires (3), en ce que les plaquettes de coupe (4) sont agencées
sur les côtés opposés (10) des éléments de glissement (6), en ce que les rails supplémentaires
(3) sont pourvus de canaux à agent réfrigérant (13) qui sont dirigés vers l'extérieur
et sont guidés à travers les rails supplémentaires (3) et dont les ouvertures de sortie
sont agencées dans la zone de l'axe central (14) de la surface de glissement (15)
et en ce que les éléments de guidage latéraux (7, 8) recouvrent des deux côtés les
faces latérales externes (11, 12) du rail supplémentaire (3) et sont en appui sur
celles-ci.
2. Rail de guidage et chaîne à maillons de scie à chaîne suivant la revendication
1, caractérisé en ce que l'articulation (5) est constituée d'une douille de support
(20) qui est enfoncée dans l'élément de glissement (6), et d'un goujon (21) qui est
supporté dans la douille (20) de manière à pouvoir pivoter et qui présente des tourillons
en ressaut (23, 24) des deux côtés, en ce que ces tourillons (23, 24) sont supportés
dans les éléments de guidage latéraux (7, 8) et sont reliés de manière fixe à ces
derniers, et en ce qu'un canal à agent lubrifiant (25) doté d'alésages radiaux (26)
vers l'enveloppe externe (27) du goujon (21) est agencé le long de l'axe (22) du goujon
(21).
3. Rail de guidage et chaîne à maillons de scie à chaîne suivant l'une des revendications
1 et 2, caractérisés en ce que les plaquettes de coupe (4) sont fixées sur une plaque
de support (28) et en ce que cette plaque de support (28) est reliée de manière fixe
à l'élément de glissement (6) au moyen d'une liaison par collage ou par pinçage.
4. Rail de guidage et chaîne à maillons de scie à chaîne suivant l'une des revendications
1 à 3, caractérisés en ce que la douille de support (20) et le goujon (21) présentent
une dureté Rockwell C de 55 à 65 et en ce que les éléments de glissement (6) et les
éléments de guidage (7, 8) présentent une dureté Rockwell C de 35 à 48.
5. Rail de guidage et chaîne à maillons de scie à chaîne suivant l'une des revendications
1 à 4, caractérisés en ce que les canaux à agent lubrifiant (25, 26) et tous les interstices
des articulations sont remplis d'une graisse au molybdène résistant à l'eau.
6. Rail de guidage et chaîne à maillons de scie à chaîne suivant l'une des revendications
1 à 5, caractérisés en ce que les rails de glissement (3) sont constitués d'une matière
stratifiée à base d'une résine phénolique.
