[0001] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff eine Verpackung zum Schutz von elektronischen
Geräten vor Transportschäden, welche zu diesem Zweck das Gerät zumindest teilweise
formschlüssig umschließt und welche den Raum zwischen Gerät und Transportbehälter
zumindest teilweise ausfüllt.
[0002] Verpackungen dieser Art sind grundsätzlich bekannt. Zum Verpacken von Geräten der
Unterhaltungs-Elektronik werden, das Gerät teilweise umschließende Formteile z.B.
aus Styropor oder Wellpappe oder ähnlichen Materialien benutzt. Diese Formteile weisen
jedoch folgende Nachteile auf:
a) Großer Raumbedarf, da die Formteile in den meisten Fällen nicht stapelbar sind.
Damit ergeben sich hohe Kosten der Lagerhaltung und des Transports.
b) Die Entsorgung von nicht mehr benötigten Styropor-Formteilen ist aufwendig. In
vielen Fällen werden diese Formteile in einer Deponie als nicht abbaubares Material
gelagert. Nur ein sehr geringer Teil der Styropor-Formteile findet im zerkleinerten
Zustand Verwendung z.B. als Boden-Auflockerung im Garten- und Landschaftsbau. Ein
Verbrennen der Styropor-Teile ist zwar möglich, muß aber, damit keine Schadstoffe
entstehen, bei Temperaturen größer 1.000 °C erfolgen.
Da der größte Teil der heutigen Müllverbrennungs-Anlagen mit Temperaturen zwischen
600 und 850 °C arbeitet, entstehen bei der Verbrennung des Styropors Schadstoffe wie
Co₂ und unverbrannte Kohlenwasserstoffe.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung zu schaffen und derart
auszugestalten, daß
1. sie aus einem umweltfreundlichen, leicht entsorgbarem Material besteht, und
2. eine veränderbare elastische Verformbarkeit durch bedarfsweise Auf- oder Ineinanderstapeln
von Verpackungsteilen ermöglicht wird.
[0004] Zweck einer solchen Verpackung ist, innerhalb eines Transportbehälters ein zerbrechliches
Gut, insbesondere elektronische Geräte, so zu umschließen, daß bei Fall oder Stoß
auf den Transportbehälter auf das verpackte Gut nur solche Beschleunigungskräfte übertragen
werden, die unterhalb der Beschädigungsgrenze des verpackten Gutes liegen.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verpackung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Den Hohlprofil-Teilen der Erfindung ähnliche Teile aus Zellstoff-Material sind als
Lebensmittel-Aufnahmebehälter bekannt.
[0007] Entsprechend der Aufgabenstellung werden, in Form und Material diesen bekannten Lebensmittel-Aufnahmebehältern
ähnliche, Hohlprofil-Teile als Teile zwischen dem Gerät und dem Transportbehälter
benutzt. Durch eine, den jeweiligen Erfordernissen des Gerätes entsprechenden Gestaltung
der Hohlprofil-Elemente und durch deren aneinander oder ineinander stapelbaren Art
wird erst die hohe erforderliche elastische Verformbarkeit der Hohlprofil-Teile bzw.
der Gesamtverpackung erreicht.
[0008] Innerhalb einer Verpackung sind die Hohlprofil-Elemente der einzelnen Hohlprofil-Teile
in Form und Größe gleich. Dadurch können die Verpackungen, z.B. für den Transport
oder die Lagerhaltung, ineinander geschachtelt werden, wodurch ein auf ein Minimum
reduziertes Volumen erreicht werden kann. Lagerhaltungs- und Transportkosten werden
somit verringert.
[0009] Die Entsorgung der Verpackung gemäß der Erfindung ist vollkommen unproblematisch
und umweltfreundlich, weil das Material sowohl verbrannt, als auch kompostiert werden
kann.
[0010] Für das Aufeinanderstapeln der einzelnen Hohlprofil-Teile sind die aufeinandertreffenden
Hohlprofil-Elemente so gestaltet, daß durch teilweises Ineinandergreifen der Hohlprofil-Elemente
ein seitliches Verschieben verhindert wird.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen
zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Hohlprofil-Teil,
- Fig. 2
- eine Verpackungseinheit im Schnitt dargestellt, bestehend aus verpacktem Gerät, Verpackung
und Transportbehälter,
- Fig. 3
- eine aufgeklappte, aus mehreren Hohlprofil-Teilen bestehende Verpackung,
- Fig. 4
- eine zum Zweck der Lagerung oder des Transports zusammengeklappte Verpackung,
- Fig. 5
- eine Konturlinien-Darstellung von aufeinandergestapelten Hohlprofil-Teilen,
- Fig. 6
- eine Konturlinien-Darstellung von ineinander geklappten Hohlprofil-Teilen.
[0012] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß das aus mehreren Hohlprofil-Elementen 2 bestehende
Hohlprofil-Teil 1 formmäßig derart gestaltet ist, daß die benötigte elastische Verformbarkeit
entsteht und daß mehrere Hohlprofil-Teile aufeinander gesetzt oder ineinander geschachtelt
werden können.
[0013] Die Hohlprofil-Elemente 2 können dabei die Form von einfachen oder mehrfach abgesetzten
Kegelstümpfen, von Paraboloiden oder von Kugelkalotten besitzen.
[0014] Die Fig. 2 zeigt eine Darstellung, in der das Gerät 3 von der aus sieben Hohlprofil-Teilen
bestehenden Verpackung allseitig umschlossen und der Raum zwischen Gerät 3 und Transportbehälter
4 dadurch ausgefüllt wird. Zur Vereinfachung der Darstellung ist der Schnitt durch
die Verpackung schraffiert gezeichnet.
[0015] Eine Ausführungsform einer aufgeklappten Verpackung zeigt die Fig. 3. Die Bereiche,
in denen die einzelnen Hohlprofil-Teile Hohlprofil-Elemente aufweisen, sind zur Vereinfachung
schraffiert gezeichnet.
[0016] Die gezeichnete Ausführungsform stellt eine Verpackung dar, die das Gerät allseitig
umschließt. Durch andere Gestaltung, z.B. durch Weglassen von Hohlprofil-Teilen, können
wunschgemäß auch weniger Seiten des Gerätes umschlossen werden.
[0017] Die einzelnen Hohlprofil-Teile sind durch scharnierartige Verbindungen 12 miteinander
verbunden. Diese Verbindungen beinhalten je mindestens eine Sollbiegestelle 5', 8',
10', damit die Hohlprofil-Teile in eine das Gerät umhüllende Form geklappt werden
können.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform sind für jede Verbindung zwei Sollbiegestellen
vorhanden. Dadurch kann die Verpackung in einer Art nach Fig. 4 extrem raumsparend
zusammengeklappt werden. Die Abstände der Sollbiegestellen 5'-5'', 8'-8'', 10'-10''
auf jeder Verbindung sind entsprechend der gewünschten Art des Zusammenklappens unterschiedlich
angelegt.
[0019] Durch eine Gestaltung der Hohlprofil-Elemente 2 nach Fig. 5 ist ein Stapeln der Hohlprofil-Teile
1 aufeinander möglich. Da die aufeinander treffenden Flächen der Hohlprofil-Elemente
ineinandergreifende Erhebungen 2a bzw. Vertiefungen 2b aufweisen, ist eine seitliche
Fixierung der Hohlprofil-Teile 1 gegeneinander gegeben.
[0020] Entsprechend der Gestaltung der Hohlprofil-Elemente 2 können die Hohlprofil-Teile
1 nach Fig. 6 ineinander gestapelt werden.
[0021] Es kann also bei Benutzung von gleichen Hohlprofil-Teilen durch Aufeinander- bzw.
Ineinanderstapeln der Hohlprofil-Teile der Verzögerungsweg, den das Gerät beim Fall
zur Verfügung hat, in weiten Grenzen variiert werden.
[0022] Dementsprechend ändert sich reziprok die auf das Gerät wirksame Kraft.
1. Verpackung zum Schutz von elektronischen Geräten vor Transportschäden, welche zu diesem
Zweck das Gerät zumindest teilweise formschlüssig umschließt und welche den Raum zwischen
Gerät und Transportbehälter zumindest teilweise ausfüllt, dadurch gekennzeichnet, daß als Verpackungsmaterial ein an sich bekanntes Zellstoff-Material benutzt wird,
welches zum Zweck der elastischen Verformbarkeit als Hohlprofil-Teil (1) bestehend
aus gleichartigen, aneinander gereihten und miteinander verbundenen Hohlprofil-Elementen
(2), ausgestaltet ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofil-Elemente (2) derart gestaltet sind, daß das gesamte Hohlprofil-Teil
(1) sowohl aufeinander, als auch ineinander stapelbar ist.
3. Verpackung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurchgekennzeichnet, daß das Zellstoff-Material aus einer Mischung von Recycling-Papier, Holzschliff
und Bindemittel besteht.
4. Verpackung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, daß die Verpackung aus mehreren Hohlprofil-Teilen (1) besteht, welche über scharnierartige
Verbindungen (12) so miteinander verbunden sind, daß die einzelnen Hohlprofil-Teile
(1) aufeinander oder ineinander klappbar sind.
5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die scharnierartigen Verbindungen (12) zwischen den Hohlprofil-Teilen (1) je
eine Sollbiegestelle (5', 8', 10')besitzen.
6. Verpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die scharnierartigen Verbindungen (12) zwischen den Hohlprofil-Teilen (1) je
eine zweite Sollbiegestelle (5'', 8'', 10'') besitzen.
7. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackung an den Stellen, an denen das zu verpackende Gerät herausragende
Teile aufweist, Ausnehmungen besitzt.
8. Verpackung nach einem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofil-Elemente (2) die Form von einfachen, oder mehrfach abgesetzten
Kegelstümpfen besitzen.
9. Verpackung nach einem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofil-Elemente (2) die Form von Paraboloiden besitzen.
10. Verpackung nach einem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofil-Elemente (2) die Form von Kugelkalotten besitzen.