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(11) |
EP 0 199 713 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.08.1991 Patentblatt 1991/33 |
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Anmeldetag: 15.04.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21D 49/00 |
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Verfahren zum Bespannen einer Trommel mit einem endlosen, dünnwandigen Metallmantel
Method for covering a drum with an endless thin metal coating
Procédé pour recouvrir un tambour avec une enveloppe métallique sans fin à paroi mince
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
15.04.1985 AT 1116/85
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.10.1986 Patentblatt 1986/44 |
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Patentinhaber: BERNDORF BAND GesmbH |
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A-2560 Berndorf (AT) |
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Erfinder: |
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- Harreither, Rupert, Dipl.-Ing.
A-2500 Baden (AT)
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| (74) |
Vertreter: Widtmann, Georg, Dipl.-Ing. Dr. techn. |
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Clusiusgasse 2/8 1090 Wien 1090 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DD-B- 122 618 GB-A- 1 060 987
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DE-B- 1 434 567 US-A- 2 629 354
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bespannen einer Film-Gießtrommel
bzw. eines Film-Gießrades mit einem endlosen dünnwandigen Metallmantel zur Bildung
einer Gießoberfläche.
[0002] Bei bekannten Gießmaschinen für Filme mit großen Gießtrommeln bzw. Gießrädern ist
eine häufige Nachbearbeitung der Trommeloberfläche zur Bildung einer glatten Gießfläche
erforderlich. Um diese schwierige und zeitaufwendige Bearbeitung zu vermeiden, hat
man in der Praxis schon versucht, die Gießtrommel mit einem hochwertigen Belag auszustatten.
Dazu muß aber ein auf die Trommel aufzubringender Metallmantel sehr straff gespannt
sein und die Trommel gleichmäßig umschließen. Infolge der Größe der Gießtrommel ist
ihr Ausbau nicht möglich, so daß der Metallmantel an Ort und Stelle aufgebracht werden
muß. Auch die sonst üblichen Verfahren des thermischen Aufschrumpfens scheiden aus
diesem Grunde aus.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, auf die Oberfläche einer in Arbeitsstellung
befindlichen Gießtrommel einer Film-Gießmaschine einen straff gespannten Metallmantel
aufzubringen.
[0004] Diese Aufgabe zum Bespannen einer Film-Gießtrommel mit einem endlosen dünnwandigen
Metallmantel zur Bildung einer Gießoberfläche wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Gießtrommel zunächst ein Metallband
aufgerollt und dabei laufend an die Gießtrommel angedrückt wird, bis es die Gießtrommel
umschließt und sich die Bandenden Überlappen, hierauf das Metallband unter Längszugspannung
gesetzt und in diesem Zustand an der zum Verschweißen der Bandenden vorgesehenen Stelle
abgelängt bearbeitet, geschweißt und nachgearbeitet wird.
[0005] Nach einer vorteilhaften Weiterentwicklung dieses Verfahrens kann das Metallband
auf die Trommel aufgerollt und dabei laufend mit Halterungen an beiden Rändern des
Trommelumfanges befestigt werden, bis die Bandenden überlappt sind, sodann werden,
vorzugsweise von der der Überlappungsstelle gegenüberliegenden Seite ausgehend, stufenweise
Spannelemente an Trommel und Metallband befestigt und mittels einer dazwischen angeordneten
Spannvorrichtung auseinandergedrückt, wobei jeweils der dazwischenliegende Bandteil
unter eine vorgegebene Spannung gebracht wird, bis die Überlappungsstelle erreicht
ist, schließlich werden die dort überlappenden Bandenden durchgeschnitten und nach
Glätten sowie Nachspannen der Bandenden zum Schließen des Spaltes geschweißt und nachbearbeitet.
[0006] Nach einer anderen Weiterentwicklung der Erfindung werden Spanngurte außen mitgerollt
und nach Schließung der Umschlingung gespannt, wobei durch Reibung auch das Metallband
gespannt wird.
[0007] Vorteilhafte Weiterentwicklungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in weiteren
Unteransprüchen beansprucht.
[0008] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen,
die das Verfahren und die Gießvorrichtung schematisiert darstellen, näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Aufriß der Gießvorrichtung,
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt hierzu,
- Fig. 3 bis 6
- das Auflegen und Spannen eines Metallbandes in verschiedenen Stadien,
- Fig. 7
- das Trennen des Metallbandes,
- Fig. 8
- das Bearbeiten der Schweißkanten,
- Fig. 9
- das Schweißen,
- Fig. 10
- das Bearbeiten der fertigen Schweißnaht,
- Fig. 11 und 12
- das Anbringen der Spannelemente, in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 13 und 14
- einen Aufriß und Vertikalschnitt der Gießtrommel mit Spanngurten zum Spannen des Metallbandes,
in Ausgangsstellung,
- Fig. 15
- eine Zwischenstellung dieses Spannvorganges,
- Fig. 16
- eine Endstellung hierzu,
- Fig. 17
- ein Befestigungselement, vergrößert,
- Fig. 18
- eine aufgesetzte Spannvorrichtung,
- Fig. 19 und 20
- diese Spannvorrichtung in Auf- und Grundriß,
- Fig. 21, 22 und 23
- Anordnungen der Bearbeitungswerkzeuge an dieser Spannvorrichtung und
- Fig. 24 und 25
- vergrößerte achsonometrische Darstellungen des Spannvorganges.
[0009] Es soll eine Trommel, beispielsweise ein Gießrad mit 4,8 m Ø in der Filmindustrie
mit einem 1 mm dicken, 1,2 m breiten Edelstahlband mit einer für das Aufgießen des
Triazetat-Rohfilmes erforderlichen fehlerfreien hochglanzpolierten Oberfläche bespannt
werden.
[0010] Für die Aufnahme einer Unterlagsschiene 1, vorzugsweise aus Kupfer zum Endlosschweißen
des Bandes b wird in die Trommel a eine Nut 9 ca. 10 - 12 mm Tiefe und 40mm Breite
eingefräst (siehe Fig. 9). Falls die Schweißparameter (Schweißstrom) es erlauben,
kann auf diese Nut verzichtet werden.
[0011] Zur Befestigung von Spannelementen d werden Gewindelöcher i in axialer Richtung in
beide Stirnseiten oberhalb der Schulter h der Trommel a gebohrt (Fig. 11).
[0012] Das Metallband b ist um ca. 600 mm länger als der Umfang der Trommel a. Die Breite
des Bandes b ist so gewählt, daß es links und rechts der Trommel a um je 30 mm über
die Trommelbreite hinausragt (Fig. 12). Die außen zu liegen kommende Oberfläche, auf
welche später das Produkt gegossen wird, ist mit einer geeigneten Schutzfolie versehen.
[0013] Diese überstehenden Ränder weisen in gewissen Abständen entsprechende Löcher k auf,
welche zur Befestigung der Spannelemente c mittels Schrauben dienen. Diese Spannelemente
c sind so ausgeführt, daß sie entlang den Schultern h der Trommel a gleiten können
(Fig. 12).
[0014] Das auf eine Transportspule aufgewickelte Metallband b wird in ein Abrollgestell
e gelegt und das Bandende an der Trommel a mit einer Klammer befestigt (Fig. 2).
[0015] Durch langsames Drehen der Trommel a wird das Metallband b auf den Trommelumfang
gelegt und in den vorgesehenen Abständen an beiden Bandrändern mittels der Spannelemente
c an die Trommel a angeklammert (Fig. 3).
[0016] So wird in Einzeletappen durch Weiterdrehen der Trommel a und Anschrauben der Spannelemente
c das gesamte Band auf die Trommel a aufgelegt, wobei die beiden Bandenden zuletzt
etwa 600 mm überlappen (Fig. 4).
[0017] Der eigentliche Spannvorgang muß auf der, der Überlappungsstelle diametral gegenüberliegenden
Trommelseite beginnen. Zu diesem Zweck wird die Überlappungsstelle nach unten gefahren
und die Klemmung des Bandanfanges gelöst.
[0018] Vom oberen Trommelteil ausgehend wird nun mit dem Bandspannen begonnen. Hiezu werden
jene beiden Spannelemente d (Fig. 5), welche nach oben zu liegen kommen, an der linken
und rechten Trommelschulter angeschraubt.
[0019] Beidseits der Trommel wird nun mittels je einer hydraulischen Presse zwischen dem
Spannelement d und dem am Band b festgeschraubten - im Uhrzeigersinn gesehen - nächsten
Spannelement c das Bandstück in diesem Bereich gespannt und im gespannten Zustand
mit einem mechanischen Spannschloß f, welches zwischen die Spannelemente c, d geklemmt
wird, fixiert (Fig. 5). Damit ist der Bereich Fig. 5 (Folge 1) gespannt fixiert.
[0020] Als nächste Etappe wird mit dem Bandstück entgegen dem Uhrzeigersinn gesehen (als
Folge 2 gezeichnet) genau so verfahren.
[0021] Die Spannetappe (Folge 3) liegt wieder in Richtung Uhrzeigersinn, Etappe (Folge 4)
wieder entgegen diesem
[0022] Die hydraulische Presse wird immer zwischen dem an der Trommel a angeschraubten Spannelement
d und dem am Bandrand befestigten Spannelement c angesetzt und nach erfolgter Spannung
des jeweiligen Bandstückes durch die Spannschlösser f ersetzt.
[0023] So wird weiterverfahren, bis zu den letzten Spannetappen vor den überlappten Enden
(Fig. 6).
[0024] Alle diese Spannvorgänge werden bei normaler Raumtemperatur durchgeführt.
[0025] Auf Grund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten von Band b und Trommel
a wäre es erforderlich, eine entsprechend hohe Vorspannung bei Raumtemperatur aufzubringen,
damit das Band b bei Arbeitstemperatur, falls diese höher liegt, noch sicher und fest
an der Trommel a anliegt.
[0026] Nimmt man z.B. an, daß ein Edelstahlband mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient von
ca. 16 . 10⁻⁶ m/m°C bei der Arbeitstemperatur von 40°C mit noch einer Zugspannung
von 3 kp/mm² auf einer Gußeisentrommel mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient von ca.
11 . 10⁻⁶ m/m°C stehen soll, müßte man bei Raumtemperatur bei dem beschriebenen Spannvorgang
eine Zugspannung von ca. 9 kp/mm² aufbringen.
[0027] Aus praktischen Gründen umgeht man die Notwendigkeit einer so hohen Montagezugspannung,
indem man das gesamte System auf ein Temperaturniveau bringt, das in der Nähe der
Arbeitstemperatur liegt. Es müssen dann nur mehr Zugspannungen in der Größenordnung
von 3 kp/mm² durch das vorher beschriebene Spannsystem aufgebracht werden, was leicht
zu beherrschen ist.
[0028] Dieses hydraulische Montage-Spannsystem hat den Vorteil, daß die Zugspannung kontrollierbar
aufgebracht werden kann.
[0029] Der Nachspannvorgang bei erhöhter Temperatur ist im nächsten Absatz beschrieben.
[0030] Zur weiteren Erhöhung der bei normaler Raumtemperatur erreichten Bandspannung wird
die Trommel a und damit auch das aufliegende Band b auf etwa Arbeitstemperatur gebracht
und dieselben Spannvorgänge, ausgehend von der ersten Spannetappe (Folge 1) wie sie
im vorher angeführten Absatz geschildert sind, wiederholt.
[0031] Zur Trennung der beiden überlappten Bandenden bei der bei Arbeitstemperatur erreichten
Spannung ist es erforderlich, daß in die ausgenommene Nut 9 der Trommel a eine Schiene
1 mit einer Freistellung m für den Scheibenfräser t eingelegt wird.
[0032] Wurde auf das Fräsen dieser Nut 9 verzichtet - siehe Vorbereitung der Trommel - so
wird zwischen Gießtrommel a und Band b im Bereich des Fräserschnittes ein dünner Unterlagsstreifen
zum Schutz der Oberfläche des Gießrades gelegt.
[0033] Das Band b wird beidseitig des künftigen Schnittes fixiert und mit einem in einer
eigenen Schienenführung linear bewegten Scheibenfräser t geschnitten (Fig. 7).
[0034] Der Frässchnitt ist an beiden Bandenden zu glätten (Fig. 8) und die Oxydschicht der
Bandoberfläche in üblicher Form je etwa 10 mm beidseitig abzuschleifen.
[0035] Zum Endlosschweißen ist es günstig, daß die beiden Bandenden satt aneinander liegen.
Nach dem Fräsen beträgt der Spalt etwas mehr als die Fräserdicke.
[0036] Das Schließen des Frässpaltes wird erreicht, indem man abermals Trommel und Band
auf eine höhere Temperaturstufe erwärmt und eine weiteres "Nachspannen" des Bandes,
wie bereits beschrieben, bei dieser Temperatur durchgeführt wird.
[0037] Die Endlosschweißung erfolgt nach dem WIG-Plasma- oder einem sonst geeigneten Schweißverfahren.
Zur Ableitung der beim Schweißen entstehenden Wärme wird in die Nut 9 eine mit einer
Schweißnut m versehene Kupferschiene 1, welche die Trommelfläche um ca. 1/10 mm überragt,
eingelegt (Fig. 9).
Wurde keine Nut 9 gefräst, wird ein entsprechend dünner Unterlagsstreifen zwischen
Band b und Trommel a gelegt.
[0038] Niederhalter n pressen die beiden dicht aneinander liegenden Bandenden an die Kupferschiene
1. Die Schweißung erfolgt bei genau eingestellten Schweißparametern und elektromotorisch
zwangsgesteuerter Erennerführung p (Fig. 9).
[0039] Nach erfolgter Endlosschweißung werden alle Spannelemente c, d und Spannschlösser
f entfernt. Das Band b liegt satt an der Trommel a auf. Zur Bearbeitung der Schweißraupe
s und der beidseitig der Schweißraupe liegenden Einbrandkerbe stehen dadurch, daß
die Unterlagsschiene 1 ca. 1/10 mm über dem Trommelradius liegt, ebenfalls 1/10 mm
zur Verfügung.
[0040] Es kann dadurch auch im Bereich der Schweißnaht der Trommelradius genau eingehalten
werden (Fig. 10). Durch mechanische Bearbeitung, beispielsweise durch Schleifen und
nachfolgendem Polieren wird die Oberfläche der Schweißzone der übrigen Bandoberfläche
angeglichen.
[0041] Falls die Trommel a keinen geeigneten reversierbaren Antrieb besitzt, kann diese
zur Bearbeitung des Schweißnahtbereiches durch einen Kurbelantrieb x hin- und herbewegt
werden, wodurch man die Bearbeitungszeit wesentlich verkürzt (Fig. 23).
[0042] Als letzter Arbeitsgang erfolgt das Besäumen des Bandes, d.h. die überstehenden Bandränder
werden mittels Trennscheibe, Fräser oder Drehmeißel weggeschnitten und die Bandkanten
entgratet. Falls die überstehenden Bandränder nicht stören, kann das Besäumen entfallen.
[0043] Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Die
Trommel, wobei unter Trommel auch ein Rad verstanden wird, dessen Umfangfläche als
Arbeitsfläche dient, kann auch über das Band gerollt werden, an Stelle der Vorsprünge
können auch Nuten an der Seite zur Führung der Spannelemente dienen.
Zur Befestigung können an Stelle von Schrauben auch Klemmungen oder Klebungen dienen,
als Spannvorrichtungen statt Hydrauliken auch Schraubenspindeln oder Keile.
[0044] Des weiteren kann in Fällen, wo es die Platzverhältnisse oder die Konstruktionsmerkmale
der Gießtrommel a (bzw. des Gießrades) nicht erlauben, das Band b mittels Spannelementen
d, c und zugehöriger Spannschlösser f unter die erforderliche Zugspannung zu bringen,
dieses mittels Spanngurten o geeigneter Konstruktion aufgebracht werden. Der Vorgang
stellt sich dann im wesentlichen so dar, wie es das folgende Ausführungsbeispiel zeigt.
[0045] Bei der Variante nach den Figuren 13 bis 25 werden an Stelle der Spannelemente auf
der Seite des Trommelumfanges Spanngurte o benutzt, die mit dem Metallband b über
der Trommel a geschlungen und sodann unter Zugspannung gesetzt werden, wobei sie diese
Spannung auf das Band b übertragen. Bedingung dafür ist, daß der Reibungskoeffizient

zwischen Metallband b und Trommel a kleiner ist als der Reibungskoeffizient zwischen
Spanngurt und Metallband. Dies kann durch Wahl geeigneter Materialpaarung oder durch
reibungserhöhende bzw. vermeidende Beläge oder Zwischenschichten erfolgen.
[0046] Der Vorgang ist nun folgender:
Von Transporttrommeln, die auf Böcken j und e stehen, werden gleichzeitig die Spanngurte
o und das Metallband b abgerollt, mit ihren Enden auf die Trommel a aufgelegt und
dort mit Klammern k1, die an den Seiten der Trommel a verschraubt sind, befestigt
(Fig. 17). Dabei drücken federbelastete Druckkörper die Spanngurte o und das Metallband
b gegen die Trommel a. Bei weiterer Drehung der Trommel a werden weitere Klammern
k1 gesetzt, bis der Umfang geschlossen ist. An Stelle der Klammern k1 können Andrückrollen
auf geeigneten ortsfesten Böcken dienen. Sodann wird ein Spannrahmen v bei der Endenüberlappung
aufgesetzt und durch einen geeigneten Spannmechanismus u, der zwischen Spannrahmen
v und den Abschlußstücken r der Spanngurte o wirkt, die Spannung auf die Spanngurte
und das Metallband b aufgebracht (Fig. 18). Der Spannrahmen v, der auf dem Gestell
w der Gießmaschine aufruht, besitzt auch einem Arbeitsschlitten z und ein Vorschubgetriebe
y für die Bearbeitungswerkzeuge, wie Fräser, Schweißbrenner und Schleifer (Figuren
21 bis 23). Zum Bewegen des Gießrades a kann dabei auch ein Kurbelantrieb x (Fig.
23) dienen.
1. Verfahren zum Bespannen einer Film-Gießtrommel (a) bzw. eines -Rades mit einem endlosen
dünnwandigen Metallmantel (b) zur Bildung einer Gießoberfläche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Gießtrommel (a) zunächst ein Metallband (b) aufgerollt und dabei laufend
an die Gießtrommel angedrückt wird, bis es die Gießtrommel umschließt und sich die
Bandenden überlappen, hierauf das Metallband unter Längszugspannung gesetzt und in
diesem Zustand an der zum Verschweißen der Bandenden vorgesehenen Stelle abgelängt,
bearbeitet, geschweißt und nachgearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband (b) auf die
Trommel (a) aufgerollt und dabei laufend mit Spannelementen (c) an beiden Rändern
des Trommelumfanges befestigt wird, bis es mit seinen Enden überlappt, sodann,vorzugsweise
von der der Überlappungsstelle gegenüberliegenden Seite ausgehend, stufenweise Spannelemente
(d,c) an Trommel (a) und Band (b) befestigt werden und mittels einer dazwischen angeordneten
Spannvorrichtung auseinander gedrückt werden, wobei jeweils der dazwischenliegende
Bandteil unter eine vorgegebene Spannung gebracht wird, bis die Überlappungsstelle
erreicht ist, sodann die dort überlappenden Bandenden durchgeschnitten und nach Glättung
der Bandenden sowie Nachspannung zum Schließen des Spaltes geschweißt und nachgearbeitet
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappungsstelle unten
liegt und vor dem Spannen die Befestigung des Bandendes gelöst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung mittels
hydraulischer Spannvorrichtungen aufgebracht und mit mechanischen Spannschlössern
(f) fixiert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannvorgang stufenweise auf beiden Seiten der Trommel alternierend vorgenommen wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bearbeitung und Verschweißung der Bandenden oben liegend erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannvorgang bzw. ein Nachspannvorgang bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise der Arbeitstemperatur,
vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schweißen nach dem WIG-Verfahren erfolgt, mittels elektromotorischer zwangsgesteuerter
Brennerführung (p).
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
erfolgter Schweißung die Spannelemente (c,d) und Spannschlösser (f) entfernt und das
Band (b) an den Rändern besäumt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Metallband (b) Spanngurte
(o) außen mitgerollt und nach Schließung der Umschlingung gespannt werden, wobei durch
Reibung auch das Metallband (b) gespannt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung mittels eines
Spannrahmens (v) erfolgt, der gleichzeitig auch als Träger für Niederhalter (n) und
Bearbeitungswerkzeuge, wie Fräser, Schleifer, Schweißbrenner u. dgl. dient.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband (b) mit Rollen
angedrückt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Kurbeltrieb (x), dessen Kurbel an der Trommel (a) angreift, für die Bewegung der Trommel
als Werkstück dient (Fig. 23).
1. Method of covering a film casting drum (a) or film casting wheel with an endless thin-walled
metal shell (b) to form a casting surface, characterized in that a metal band (b)
is first rolled onto the casting drum (a) while being continuously pressed against
the casting drum until it surrounds the latter and the ends of the band overlap, whereupon
the metal band is longitudinally tensioned and, in this state, cut to length at the
point intended for the welding together of the ends of the band, machined, welded
and finished.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the metal band (b) is rolled onto
the drum (a) while being continuously fastened by tensioning members (c) on both edges
of the periphery of the drum until the ends of the band overlap, whereupon, preferably
starting from the side opposite the overlap, tensioning members (d, c) are fastened
step by step to the drum (a) and band (b) and are pressed apart by means of a tensioning
device disposed therebetween, the portion of the band lying therebetween being in
each case brought under a predetermined tension, until the overlap point is reached,
whereupon the band ends overlapping there are cut through and, after the smoothing
of the band ends and retensioning to close the gap, are welded and finished.
3. Method according to Claim 2, characterized in that the overlap point lies at the bottom
and the fastening of the band end is released before the tensioning.
4. Method according to Claim 2 or 3, characterized in, that the tension is applied by
means of hydraulic tensioning devices and fixed by mechanical tension locks (f).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the tensioning
operation is carried out in stages on each side of the drum alternately.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the machining
and welding of the band ends are effected while the latter lie at the top.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the tensioning
operation or a retensioning operation is carried out at elevated temperature, preferably
the working temperature.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the welding
is effected by the TIG method with electric motor control of the torch guide means
(p).
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after the welding
has been effected the tensioning members (c, d) and tension locks (f) are removed
and the band (b) is trimmed at the edges.
10. Method according to Claim 1, characterized in that together with the metal band (b)
tensioning belts (o) are also rolled around on the outside and are tensioned after
being wrapped completely around, the metal band (b) also being at the same time tensioned
by friction.
11. Method according to Claim 10, characterized in that tensioning is effected by means
of a tensioning frame (v), which at the same time also serves as carrier for hold-down
means (n) and machining tools, such as milling cutters, grinding tools, welding torches,
and the like.
12. Method according to Claim 10, characterized in that the metal band (b) is pressed
into contact by rollers.
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a crank drive
(x), whose crank acts on the drum (a), serves as component for the movement of the
drum (Figure 23).
1. Procédé pour habiller un tambour (a), ou une roue, de coulée de film avec une enveloppe
métallique (b) sans fin, à paroi mince, pour former une surface de coulée, procédé
caractérisé par le fait que l'on déroule tout d'abord une bande (b) de métal sur le
tambour (a) de coulée et qu'on l'y appuie à la suite sur le tambour de coulée jusqu'à
ce qu'elle entoure le tambour de coulée et que les extrémités de la bande se recouvrent,
après quoi on place la bande de métal sous contrainte de traction longitudinale et,
dans cet état, elle est mise à longueur à l'endroit prévu pour le soudage des extrémités
de la bande, usinée, soudée et reprise en usinage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'on déroule la bande
(b) de métal sur le tambour (a) et qu'on l'y fixe à la suite avec des éléments (c)
de serrage aux deux bords de la périphérie du tambour, jusqu'à ce qu'elle se recouvre
par ses extrémités ; qu'ensuite, en partant de préférence du côté opposé à l'endroit
de recouvrement, on fixe pas à pas des éléments (d,c ) de mise sous tension mécanique
sur le tambour (a) et sur la bande (b) et on les repousse l'un à l'écart de l'autre
au moyen d'un dispositif tendeur disposé entre eux, étant précisé que, chaque fois,
la portion de bande située entre eux est mise sous une tension mécanique prescrite
jusqu'à ce que soit atteint l'endroit du recouvrement ; qu'ensuite on coupe les extrémités
de la bande qui s'y recouvrent et qu'après lissage des extrémités de la bande et reprise
de la tension pour fermer la fente, on les soude et on en reprend l'usinage.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'on place en bas l'endroit
du recouvrement et qu'avant la mise sous tension mécanique, on supprime la fixation
de l'extrémité de la bande.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que l'on applique la
tension mécanique au moyen de dispositifs hydrauliques de mise sous tension et qu'on
la fixe avec des organes mécaniques(f) de maintien sous tension (organes tendeurs).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'on
procède au procescus de mise sous tension mécanique pas à pas et alternativement des
deux côtés du tambour.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'usinage
et le soudage des extrémités de la bande se font en position haute.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'on
procède au processus de mise sous tension mécanique et à un processus de reprise de
mise sous tension mécanique à température élevée, de préférence à la température de
travail.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le
soudage se fait selon le procédé de soudage au tungstène sous gaz inerte, au moyen
d'un guidage (p) forcé et commandé par un moteur électrique, du chalumeau (p).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'après
avoir effectué le soudage, on enlève les éléments (c, d) de mise sous tension et les
organes tendeurs (f) de maintien sous tension et l'on rogne la bande (b) sur les bords.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'avec la bande (b) de
métal, on enroule, à l'extérieur, des ceintures (o) de mise sous tension et qu'on
les met sous tension mécanique après achèvement de l'enlacement, ce par quoi la bande
(b) de métal est également mise sous tension mécanique par frottement.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que la mise sous tension
mécanique se fait au moyen d'un cadre (v) de mise sous tension, qui sert simultanément
aussi de support pour les serre-flans (n) et des outils d'usinage comme une fraise,
une meule, un chalumeau de soudage et analogues.
12. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que l'on appuie au moyen
de galets sur la bande (b) de métal.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un
entraînement (x) à manivelle, dont la manivelle agit sur le tambour (a), sert pour
le mouvement du tambour comme pièce à usiner (figure 23).