| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 272 342 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
14.08.1991 Patentblatt 1991/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.12.1986 |
|
|
| (54) |
Tisch- oder Arbeitsplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung
Table top or working surface and method for its production
Table ou plan de travail et procédé de fabrication
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.06.1988 Patentblatt 1988/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Fritz Becker KG |
|
33034 Brakel (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schwarz,Günter
D-3492 Brakel (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Selting, Günther, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
von Kreisler, Selting, Werner
Postfach 10 22 41 50462 Köln 50462 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 509 649 GB-A- 1 044 083
|
FR-A- 1 162 350 US-A- 3 730 797
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Tisch- oder Arbeitsplatte sowie auf ein Verfahren
zu ihrer Herstellung.
[0002] Es ist bekannt, Tisch- oder Arbeitsplatten als Tischlerplatte herzustellen, wobei
eine mehrschichtige Furnierplatte zwischen zwei äußeren Deckschichten, die aus Holz
oder Kunststoff bestehen können, angeordnet wird. Sämtliche Schichten verlaufen parallel
zur Plattenebene. Das Erscheinungsbild einer solchen Tisch-oder Arbeitsplatte wird
ausschließlich von der Deckschicht bestimmt, die entweder ein vorbestimmtes Muster
hat oder deren Muster aus einer Furniermaserung besteht. Platten aus parallel zur
Plattenebene verlaufenden Schichten haben, sofern sie aus Holz bestehen, den Nachteil,
daß durch den Einfluß von Wärme und/oder Feuchtigkeit Verwerfungen auftreten können.
Solche Platten sind nicht formstabil. Platten, deren Oberfläche aus der Maserungsseite
einer Furnierschicht besteht, sind anfällig gegen Beschädigungen und Kratzer, weil
die Furnierseite relativ weich ist.
[0003] Bei Holz, insbesondere Furnierholz, bildet die Hirnseite die härteste Seite. Die
Hirnseite ist diejenige Schnittseite, die quer zur Maserung bzw. quer zur Hauptfaserrichtung
des Holzes gerichtet ist. Wenn man eine Platte aus Holzstücken zusammensetzen würde,
deren Hirnseiten die Oberfläche bilden, ähnlich wie dies gelegentlich bei Parkettfußböden
geschieht, wäre eine solche Platte anfällig gegen Risse, weil Holz, dessen Hirnseite
die Oberfläche bildet, leichter reißt als Holz, dessen Langseite (in Faserrichtung
geschnitten) die Oberseite bildet.
[0004] Aus DE-B-1 509 649 ist ein Parkettelement bekannt, in dessen Oberseite sich Hirnholzstreifen
und Streifen mit längslaufenden Fasern abwechseln. Zur Herstellung des Parkettelements
wird zunächst eine Multiplex-Platte aus mehreren Furnierschichten erzeugt, wobei benachbarte
Furnierschichten rechtwinklig zueinander verlaufende Faserrichtungen haben. Aus dieser
Multiplex-Platte werden dann die Parkettelemente durch senkrecht zu den Furnierschichten
verlaufende Schnitte herausgeschnitten. Die Multiplex-Platte hat eine ungerade Anzahl
von Furnierschichten, wodurch die äußeren Furnierschichten untereinander gleiche Faserrichtungen
haben. Wenn zwei derartige Blöcke gegeneinandergesetzt werden, bilden die untereinander
gleich orientierten Begrenzungsschichten einen sichtbaren Streifen.
[0005] Eine mehrschichtige Platte, von der der Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ausgeht,
ist bekannt aus FR-A-1 162 350. Diese Platte besteht aus einzelnen, mehrschichtigen
Blöcken.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tisch- oder Arbeitsplatte aus Holz
zu schaffen, die ein gefälliges, abwechslungsreiches Aussehen hat, stabil, schlagzäh
und widerstandsfähig gegen Risse ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Tisch- oder Arbeitsplatte verlaufen die Furnierschichten
nicht, wie üblich, parallel zur Plattenebene, sondern senkrecht hierzu. Die parallelen
Furnierschichten erstrecken sich durch die gesamte Plattenstärke, so daß dieselben
Furnierschichten an der Oberseite und an der Unterseite der Platte sichtbar in Erscheinung
treten. Da in jedem Block die Faserrichtungen benachbarter Furnierschichten rechtwinklig
zueinander verlaufen, ergeben sich an den Plattenhauptflächen schmale Streifenmuster,
wobei die Breite jedes Streifens der Furnierstärke entspricht. Die Hirnkanten der
Furnierschichten sind dunkler als die Längskanten, so daß helle und dunkle Streifen
einander abwechseln. Da die Platte aus abwechselnden schlagzähen, widerstandsfähigen
Hirnholzkanten und weichen, aber reißfesten Langholzkanten des Furniers besteht, vereinigt
sie die Eigenschaften beider Kanten, nämlich hohe Widerstandsfestigkeit und geringe
Anfälligkeit gegen Rißbildung. Besonders hervorzuheben ist das abwechslungsreiche
Streifenmuster, das keineswegs eintönig ist, da die natürliche Färbung jeder einzelnen
Schicht in Längsrichtung variiert. Als Holz für die erfindungsgemäße Platte eignet
sich insbesondere Buchenholz, wobei die Furnierstärke etwa 2 mm betragen sollte. Natürlich
sind auch andere Furnierstärken möglich.
[0009] Ein weiterer Vorteil der Platte besteht in ihrer hohen Formkonstanz, auch unter ungünstigen
Umweltbedingungen.
[0010] Ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungs gemäßen Tisch- oder Arbeitsplatte
ist in Patentanspruch 5 angegeben. Anspruch 5 geht in seinem gattungsbegriff aus vom
Stand der Technik nach FR-A-1 162 350.
[0011] Bei einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Blöcke
unmittelbar durch Zerschneiden der Schicht-Platte erzeugt. Hierbei entstehen in der
fertigen Platte farbige Streifen, deren Länge in der Regel derjenigen der Schicht-Platte
entsprechen. Um ein abwechslungsreicheres Streifenmuster ohne lange, durchgehende,
gleichfarbige Streifen zu erzielen, wird bei einer Abwandlung des Verfahrens die Schicht-Platte
durch Schnitte quer zur Plattenebene zunächst in rechteckige Einheiten unterteilt;
mindestens einige Einheiten werden in der Plattenebene umverteilt; die Einheiten werden
anschließend zur Erzeugung einer Hilfsplatte an ihren Schnittflächen wieder miteinander
verleimt und schließlich wird die Hilfsplatte quer zu den verleimten Schnittflächen
zu den Blöcken unterteilt.
[0012] Bei der Abwandlung des Verfahrens besteht jeder Block aus Elementen, die aus unterschiedlichen
Einheiten der Schicht-Platte stammen, welche vorher nicht in der gleichen Weise benachbart
waren, wie sie innerhalb des Blocks angeordnet sind. Trotz der Umverteilung der in
den Blöcken enthaltenen Elemente bleiben die Hirnholzschichten und die Langholzschichten
jeweils in der gleichen Ebene, so daß in der fertigen Platte das Streifenmuster beibehalten
wird, wobei innerhalb eines Streifens ausschließlich Hirnholzelemente und innerhalb
der benachbarten Streifen ausschließlich Langholzelemente sichtbar sind. Lediglich
an den Plattenkanten wechseln die Färbungen.
[0013] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Schicht-Platte, die das Grundmaterial für die herzustellende
Tisch- oder Arbeitsplatte darstellt,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Schicht-Platte,
- Fig. 3
- das Umordnen mehrerer aus der Schicht-Platte hergestellter Blöcke bei der ersten Variante
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus einer Tisch- oder Arbeitsplatte, die nach der ersten Verfahrensvariante
hergestellt ist,
- Fig. 5
- das Zerschneiden der Schicht-Platte zu Einheiten zur Durchführung der zweiten Variante
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 6
- das Umordnen der Einheiten zu der Hilfsplatte,
- Fig. 7
- das Zerschneiden der Hilfsplatte zu Blöcken und das Flachlegen der Blöcke,
- Fig. 8
- eine Tisch- oder Arbeitsplatte, die aus mehreren Blöcken zusammengesetzt ist,
- Fig. 9
- den Randbereich einer Tisch- oder Arbeitsplatte mit heruntergezogenem Rand,
- Fig. 10
- den Randbereich nach Fig. 9 nach dem Rundschleifen,
- Fig. 11
- eine Ansicht des querlaufenden Randbereichs,
- Fig. 12
- die Herstellung des Randbereichs an einer längslaufenden Kante der Tisch- oder Arbeitsplatte
und
- Fig. 13
- eine aus den Blöcken hergestellte runde Tischplatte.
[0015] In Fig. 1 sind die Furnierschichten 10 und 11 einer Schicht-Platte 12 aus Buchenholz
dargestellt. Jede dieser Furnierschichten besteht aus einer rechtwinkligen Platte
mit einer Stärke von etwa 2 mm. Die Furniermaserung 13 verläuft jeweils in den Plattenhauptseiten.
Die Richtung der Holzfasern verläuft in jeder zweiten Furnierschicht 10 in Plattenlängsrichtung
und in jeder Furnierschicht 11 in Plattenquerrichtung. Dies ist daran erkennbar, daß
die Hauptrichtung der Maserung 13 in den Furnierschichten 10 längsgerichtet und in
den Furnierschichten 11 quergerichtet ist. Diejenige Kante, die quer zur Holzfaserrichtung
verläuft, ist die Hirnkante 14 und diejenige Kante, die parallel zu den Holzfasern
verläuft, ist die Längskante 15. Man erkennt, daß an jeder Stirnseite der Schicht-Platte
12 Hirnkanten 15 und Längskanten 14 einander abwechseln, d.h. übereinanderliegen.
Ebenfalls wechseln diese Kanten an der Längsseite der Schicht-Platte, jedoch hat beispielsweise
die Furnierschicht 10 an der Längsseite eine Längskante 15 und an der Stirnseite eine
Hirnkante 14, während die benachbarte Furnierschicht 11 an der Längsseite eine Hirnkante
14 und an der Stirnseite eine Längskante 15 aufweist.
[0016] Bei der ersten Ausführungsform des Verfahren wird die Schicht-Platte 12 durch vertikale
Längsschnitte 16, die durch sämtliche übereinanderliegenden Furnierschichten 10, 11
geführt sind, in Blöcke 1,2,3,4,... unterteilt, von denen jeder eine Breite hat, die
der Stärke der herzustellenden Tisch- oder Arbeitsplatte entspricht. Diese Blöcke
1,2,3,4,... werden anschließend gemäß Fig. 3 flachgelegt, mit ihren Längsseiten 17
gegeneinandergelegt und verklebt. Die Blöcke können dabei gemäß Fig. 4 in Längsrichtung
gegeneinander versetzt werden, wobei, ähnlich wie bei einem Mauerwerk, die Blöcke
einer Reihe in bezug auf die Blöcke der benachbarten Reihe gegeneinander, z.B. um
eine halbe Blocklänge, versetzt sind. Jeder Block besteht aus einem langgestreckten
Streifen, dessen Höhe h etwa 30 mm beträgt. Alle Blöcke haben die gleiche Breite und
sie bestehen aus der gleichen Zahl von Furnierschichten 10,11. Die Furnierschichten
zweier in Längsrichtung hintereinander angeordneter Blöcke 3,2 sind zueinander ausgerichtet,
d.h. die Hirnkanten 14 bilden in der Plattenoberfläche jeweils einen durchgehenden
Streifen und die Längskanten 15 bilden ebenfalls einen durchgehenden Streifen. Die
Schicht-Platte 12 hat eine geradzahlige Anzahl von Furnierschichten, so daß in der
fertigen Platte jeweils zwei seitlich benachbarte Blöcke mit einer Hirnkante 14 des
einen Blocks und einer Längskante 15 des anderen Blocks aneinander angrenzen.
[0017] Auf die beschriebene Weise entsteht die Tisch- oder Arbeitsplatte 20, von der in
Fig. 4 ein Ausschnitt dargestellt ist. Die Blöcke müssen nicht notwendigerweise aus
einer einzigen Schicht-Platte 12 hergestellt sein, sondern sie können auch aus unterschiedlichen
Schicht-Platten stammen.
[0018] Da es in jedem Fall günstig ist, die Länge der Blöcke möglichst groß zu machen, besteht
die Gefahr, daß beispielsweise ein besonders stark gefärbter Hirnholzstreifen sich
über eine große Länge der Tischplatte erstreckt und im Streifenmuster besonders hervortritt.
Dieser Nachteil wird mit dem im folgenden anhand der Fign. 5 bis 8 erläuterten zweiten
Verfahren vermieden.
[0019] Bei dem abgewandelten Verfahren wird eine Schicht-Platte 12, die derjenigen der Fign.
1 und 2 entspricht, durch querverlaufende Schnitte 21 in rechteckige Einheiten I,
II, III und IV unterteilt. Diese Einheiten werden anschließend gemäß Fig. 6 umgeordnet,
beispielsweise in der Reihenfolge I, III, II, IV. In dieser Reihenfolge werden die
Einheiten nachfolgend mit A,B,C,D bezeichnet. Die Einheiten werden anschließend mit
ihren Schnittflächen 21 in der umgeordneten Reihenfolge wieder zusammengeleimt. Wie
aus Fig. 6 erkennbar ist, bleibt dabei die Folge der Furnierschichten 10 und 11 die
gleiche, wie bei der Schicht-Platte 12 nach Fig. 5, jedoch ist jede der in der Schicht-Platte
noch durchgehenden Furnierschichten jetzt mehrfach unterbrochen und umverteilt worden.
Auf diese Weise entsteht die in Fig. 7 dargestellte Hilfsplatte 22, die die gleichen
Abmessungen und die gleiche Form hat, wie die Schicht-Platte 12. Die Umverteilung
der Einheiten ist dadurch erkennbar, daß die Maserungen 13 an der Oberseite der Hilfsplatte
22 keine durchgehende Struktur bilden, sondern an den verleimten Schnittstellen 21
abgebrochen sind.
[0020] Die Hilfsplatte 22 wird nun, gemäß Fig. 7 quer zu den verleimten Flächen 21 in Blöcke
1,2,3,4,5,... zerschnitten, wobei der Block 1 beispielsweise aus den Elementen A1,
B1, C1 und D1 besteht. Der Buchstabe A,B,C,D bedeutet jeweils die Herkunft aus der
betreffenden Einheit. Jeder Block hat eine Breite, die der Stärke der herzustellenden
Tischplatte entspricht. Bei der Herstellung der Einheiten durch Zerschneiden der Schicht-Platte
12 ist die Einheit I oder A am Ende der Schicht-Platte mit der halben Breite der übrigen
Einheiten hergestellt worden. Dies führt dazu, daß das Element A1,A2,A3 in jedem Block
die halbe Länge der übrigen Elemente hat. Die Blöcke werden nun gemäß Fig. 7 flachgelegt
und gemäß Fig. 8 mit ihren Längsseiten gegeneinandergelegt und in einer gemeinsamen
Ebene verleimt. Die Länge der Tisch- oder Arbeitsplatte 20 nach Fig. 8 ist gleich
der Blocklänge und diese ist gleich der Länge der Schicht-Platte 12 bzw. der Hilfsplatte
22. Der Versatz der Elemente in Block 1 zu denjenigen in Block 2 wird dadurch erreicht,
daß die kürzeren Elemente A1,A2,A3 und A4 in benachbarten Blöcken an entgegengesetzten
Enden angeordnet werden, d.h. Block 2 ist in Bezug auf Block 1 um 180 ° gedreht. In
jedem Block ist die Zahl der Furnierschichten mit längslaufender Maserung gleich derjenigen
der Furnierschichten mit querlaufender Maserung. Daher schließt sich an die äußere
Furnierschicht eines Blockes im benachbarten Block eine Furnierschicht an, die rechtwinklig
hierzu gemasert ist, so daß das abwechselnde Farbmuster der Streifen nicht gestört
wird. Innerhalb eines jeden Blockes sind die Furnierschichten durchgehend, wobei die
Farbtönung jedoch von Element zu Element geringfügig variieren kann.
[0021] Die Kanten der Tisch- oder Arbeitsfläche können rundgeschliffen werden, wobei die
Streifen, die sich durch die gesamte Materialstärke erstrecken, sich in die Kantenflächen
hinein fortsetzen. Fign. 9 bis 11 zeigen die Ausbildung einer verstärkten Randkante.
Hierzu wird die Platte mit einem Gehrungsschnitt 23 versehen, an den eine ebenfalls
mit einem Gehrungsschnitt versehene Blockleiste 24 aus dem beschriebenen Furniermaterial
angesetzt wird. Die Blockleiste 24 ragt nach unten über die Platte 20 hinaus und bildet
eine Kantenverstärkung. Die Kante kann anschließend gemäß Fig. 10 rundgeschliffen
werden.
[0022] Fig. 11 zeigt die Querkante der Tisch- oder Arbeitsplatte mit angesetzter Blockleiste
24, um den durchgehenden Verlauf des Streifenmusters zu verdeutlichen. Die quer zu
den Furnierstreifen 25 verlaufende Plattenkante 26 hat gemäß Fig. 12 das inverse Streifenmuster
wie die Oberseite der Tisch- oder Arbeitsplatte. Wenn die längslaufende Kante vertikal
abgeschnitten würde, würde diese Kante innerhalb einer einzigen Furnierschicht verlaufen
und kein Streifenmuster aufweisen.
[0023] Aus diesem Grund wird die Tischplatte an der längslaufenden Kante mit einem Gehrungsschnitt
27 versehen und an diesen wird die Blockleiste 28 angeleimt, die in der beschriebenen
Weise aus mehreren Furnierschichten hergestellt ist. Die Schichten der Blockleiste
28 verlaufen horizontal in Längsrichtung der Tisch- oder Arbeitsplatte, also parallel
zu den Streifen 25 an der Oberseite.
[0024] In Fig. 13 ist eine kreisförmige Tisch- oder Arbeitsfläche 20 dargestellt, die aus
zahlreichen rechteckigen länglichen Blöcken 30 hergestellt ist. Die Tisch- oder Arbeitsplatte
ist in vier Quadranten 31,32,33,34 unterteilt und in jedem Quadranten sind die Blöcke
30 so angeordnet, daß sie mit ihrer Längsachse parallel zur horizontalen Mittelachse
des Quadranten ausgerichtet sind. In den beiden einander gegenüberliegenden Quadranten
31 und 33 haben die Blöcke 30 demnach die gleiche Ausrichtung und in den dazwischenliegenden
Quadranten 32 und 34 sind sie rechtwinklig hierzu ausgerichtet. An den Grenzen der
Quadranten stoßen die Blöcke rechtwinklig gegeneinander.
[0025] Die beschriebenen Anordnung der Blöcke hat den Vorteil, daß im Randbereich der runden
oder ovalen Tisch- oder Arbeitsfläche die Streifenmuster in die vertikalen Randflächen
fortgesetzt werden können, ohne daß die Streifen dort eine zu große Breite erhalten
würden. Die den Rand bildenden Blöcke und ihre Streifen verlaufen unter einem Winkel
von maximal 45 ° zur Kreistangente. Zwar werden die Streifen in den Randbereichen
der Quadranten an der vertikalen Umfangsfläche des Tisches breiter als im Mittelbereich
des Quadranten, jedoch werden keine allzu breiten Streifen erzeugt.
1. Tisch- oder Arbeitsplatte aus mehreren miteinander verleimten Furnierschichten (10,11),
wobei zahlreiche schmale Blöcke (1,2,3,4,...) aus mehreren Furnierschichten (10,11)
an ihren Längsseiten miteinander verleimt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Furnierschichten (10,11) senkrecht zur Plattenebene verlaufen und in der Plattenoberfläche
Hirnkanten (14) und Längskanten (15) der Furnierschichten (10,11) abwechselnd angeordnet
sind, daß jeweils zwei seitlich benachbarte Blöcke mit Zwei Flächen aneinander anliegen,
zu denen die Fasern im wesentlichen parallel verlaufen und wobei Sich die Fasern der
einen Fläche mit denen der anderen Kreuzen, und daß die Furnierschichtungen jeweils
zweier in Längsrichtung hintereinander angeordneter Blöcke gleichsinnig Verlaufen.
2. Tisch- oder Arbeitsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rechteckigen
Blöcke (1,2,3,4,...) in längslaufenden Reihen angeordnet sind und daß die Blöcke einer
Reihe gegenüber den Blöcken der beiden benachbarten Reihen in Längsrichtung versetzt
sind.
3. Tisch- oder Arbeitsplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
einige gegeneinanderstoßende Blöcke (30) mit ihren Längsrichtungen rechtwinklig zueinander
verlaufen.
4. Tisch- oder Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß an den längs zu den Furnierschichten (10,11) verlaufenden Plattenkanten Blockleisten
(28) befestigt sind, deren Furnierschichten parallel zur Plattenebene verlaufen.
5. Verfahren zur Herstellung einer Tisch- oder Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche
1 bis 4, wobei (12) zahlreiche mehrschichtige Blöcke (1,2, 3,4,...) miteinander verleimt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß Zunächst eine Schichtplatte (12) mit einer geraden
Anzahl von sich Kreuzenden Furnieren (10,11) hergestellt wird, die dann in ein zelne
Blöcke (1,2,3,4) Zerschnitten wird, deren Breite der Stärke der herzustellenden Platte
(20) entspricht, und daß dann die Blöcke flachgelegt und entlang ihrer Längsseiten
(17) derart miteinander verleimt werden, daß jeweils zwei seitlich benachbarte Blöcke
mit zwei Flächen aneinander Liegen zu denen die Fasern im wesentlichen parallel verlaufen
und wobei sich Fasern der einen Fläche mit denen der anderen Kreuzen und daß die Furnierschichtungen
jeweils zweier in Längsrichtung hintereinander angeordneter Blöcken gleichsinnig verlaufen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht-Platte (12) durch
Schnitte (21) quer zur Plattenebene in rechteckige Einheiten (I, II, III, IV) unterteilt
wird, daß mindestens einige Einheiten in der Plattenebene umverteilt werden, daß die
Einheiten (A,B,C,D) anschließend zur Erzeugung einer Hilfsplatte wieder in derselben
Ebene miteinander verleimt werden und daß die Hilfsplatte (22) quer zu den verleimten
Schnittflächen (21) zu den Blöcken (1,2,3,4,...) zerteilt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einheit (A) kürzer gemacht
wird als die übrigen Einheiten (B,C,D), daß jeder Block (1,2,3,4,...) ein Element
aus der kürzeren Einheit (A) enthält und daß die kürzeren Elemente (A1,A2,A3,A4) benachbarter
Blöcke an entgegengesetzten Enden angeordnet werden.
1. A table or working plate of a plurality of glued together veneer layers (10, 11),
wherein numerous narrow blocks (1, 2, 3, 4,...) of a plurality of veneer layers (10,
11) are glued together at their longitudinal sides,
characterised in
that said veneer layers (10, 11) extend perpendicular to the plate plane, and front
edges (14) and longitudinal edges (15) of said veneer layers (10, 11) are arranged
alternatingly in the plate surface, that two respective laterally adjacent blocks
abut each other by two faces to which the fibers extend substantially parallel, the
fibers of the one face crossing the fibers of the other face, and that the veneer
layers of two blocks sequentially arranged in the longitudinal direction extend in
the same direction, respectively.
2. The table and working plate of claim 1, characterised in that the rectangular blocks
(1, 2, 3, 4,...) are arranged in longitudinally extending rows and that the blocks
of one row are offset in the longitudinal direction from the blocks of the two adjacent
rows.
3. The table and working plate of claim 1 or 2, characterised in that the longitudinal
extension of at least several abutting blocks (30) extend rectangular to each other.
4. The table and working plate of one of claims 1 to 3, characterised in that block ledges
(28), the veneer layers of which extend parallel to the plate plane, are fastened
at the plate edges extending longitudinal to the veneer layers (10, 11).
5. A method of making a table or working plate of one of claims 1 to 4, wherein a plurality
of multi-layered blocks (1, 2, 3, 4, ...) are glued together, characterised in that,
first, a sandwich plate (12) with an even number of crossing veneers (10, 11) is made,
which is then cut to individual blocks (1,2,3,4,...) of a width corresponding to the
thickness of the plate (20) to be made, and that, thereafter, said blocks are laid
flatly and glued together at their longitudinal sides such that two respective laterally
adjacent blocks abut each other by two faces to which the fibers extend substantially
parallel, the fibers of the one face crossing the fibers of the other face, and that
the veneer layers of two blocks sequentially arranged in the longitudinal direction
extend in the same direction, respectively.
6. The method of claim 5, characterised in that said sandwich plate (12) is divided into
rectangular units (I, II, III, IV) by cuts extending transversal to the plate plane,
that at least several units are rearranged in said plate plane, that said units (A,B,C,D)
are then glued together in the same plane to form an auxiliary plate and that said
auxiliary plate (22) is cut transversal to the glued cut edges (21) to form said blocks
(1,2,3,4,...).
7. The method of claim 6, characterised in that one unit (A) is made shorter than the
remaining units (B,C,D), that each block (1,2,3,4,...) contains an element formed
by said shorter unit (A) and that said shorter elements (A1, A2, A3, A4) of adjacent
blocks are arranged at opposite ends.
1. Dessus do table ou plan de travail constitué d'une pluralité de couches de placage
(10, 11) collécs l'une à l'autre, dans lequel de nombreux blocs étroits (1, 2, 3,
4, ...) de plusieurs couches de placage (10, 11) sont collés l'un á l'autre le long
de leurs côtés longitudinaux, caractérisé par le fait que les couches de placage (10,
11) s'étendent perpendiculairement au plan de surface et, dans le plan de surface,
les bordures frontales (14) et les bordures longitudinales (15) des couches de placage
(10, 11) sont disposées alternativement, par le fait que deux blocs latéralement adjacents
sont disposés à chaque fois l'un à côté de l'autre par deux faces, dans lesquelles
les fibres s'étendent sensiblement parallèlement, les fibres d'une des faces se croisent
avec celles de l'autre face, et par le fait que les couches de placage, à chaque groupe
de deux blocs disposés l'un derrière l'autre dans le sens longitudinal, s'étendent
dans le même sens,
2. Dessus de table ou plan de travail selon la revendication 1, caractérisé par le fait
que les blocs rectangulaires (1, 2, 3, 4, ...) sont disposés en rangées s'étendant
longitudinalement et que les blocs d'une rangée sont décalés dans le sens longitudinal
par rapport aux blocs des deux rangées adjacentes.
3. Dessus de table ou plan de travail selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisé par le fait qu'au moins quelques blocs (30) qui s'entrecroisent, s'étendent,
par leurs sens longitudinaux, à angle droit l'un par rapport à l'autre.
4. Dessus de table ou plan de travail selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé
par le fait que sur les bords du plan de surface, qui s'étendent longitudinalement
par rapport aux couches de placage (10, 11) sont fixées des moulures de blocs (28)
dont les couches de placage s'étendent parallèlement au plan de surface.
5. Procédé de fabrication d'un dessus de table ou d'un plan de travail selon l'une des
revendications 1 à 4, dans lequel de nombreux blocs (1, 2, 3, 4, ...) constitués de
plusieurs couches sont collés l'un à l'autre, caractérisé par le fait que l'on réalise
tout d'abord une plaque stratifiée (12), avec un nombre pair de placages (10, 11)
qui s'entrecroisent, ladite plaque étant alors découpée en différents blocs (1, 2,
3, 4, ...) dont la largeur correspond à l'épaisseur du plan (20) à fabriquer, que
l'on met ensuite à plat les blocs et qu'on les colle l'un à l'autre le long de leurs
côtés longitudinaux (17), de manière que deux blocs adjacents se situent, à chaque
fois, l'un à coté de l'autre par deux faces, dans lesquelles les libres s'étendent
sensiblement parallèlement, les fibres d'une des faces se croisant avec celles de
l'autre face, et que les couches de placage, à chaque groupe de deux blocs disposés
l'un derrière l'autre dans le sens longitudinal, s'étendent dans le même sens.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que l'on divise la plaque
stratifiée (12) en unités rectangulaires (I, II, III, IV) par des découpes (21) obliques
par rapport au plan do surface, qu'on répartit au moins quelques unités dans le plan
de surface, que l'on colla ensuite à nouveau les unités (A, B, C, D) l'une à l'autre
dans le même plan, afin de produire une plaque auxiliaire, et que l'on divise la plaque
auxiliaire (22) en blocs (1, 2, 3, 4, ...) transversalement aux faces de découpes
(21) collées.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que l'on réalise une unité
(A) plus courte que les autres unités (B, C, D), chaque bloc (1, 2, 3, 4, ...) contenant
un élément de l'unité courte (A), et que l'on dispose les éléments courts (A1, A2,
A3, A4) de blocs adjacents à des extrémités opposées.