[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragetasche, insbesondere eine Textiltragetasche, aus
thermoplastischem Kunststoff mit Seitenwänden, mit deren oberen Randbereichen Griffe
stoffschlüssig verbunden sind, wobei an einem Randbereich wahlweise eine Schließklappe
anschließt, welche einen den Griff der gegenüberliegenden Seitenwand einsteckbar aufnehmenden
Einschnitt aufweist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
derartiger Tragetaschen.
[0002] Bereits aus der Deutschen Patentschrift 1 436 861 sind Taschen und Verfahren zu ihrer
Herstellung bekannt, bei denen ein Halbschlauch zunächst mit einer eingelegten Falte,
die später den Boden bildet und eingeschlagenen Randteilen gebildet wird. An den Randteilen
bzw. Randeinschlägen werden innen die jeweiligen Enden der Tragetaschengriffe angeschweißt.
[0003] Aus dem DE-GM 1 926 155 ist ebenfalls eine Tragetasche aus thermoplastischem Kunststoff
bekannt. Diese weist jeweils an dem oberen Beutelrand ein jeder Beutelwandung zugeordnetes
Griffloch auf, wobei die beiden Tragetaschenwandungen im Bereich der Grifflöcher durch
einen Umschlag verstärkt sind. Sollen derartige Taschen als relativ breite Textiltaschen
eingesetzt werden, verwendet man anstatt eines in der Beutelwandung vorgesehenen Grifflochs
oder eines Griffes aus lappigem Material einen Griff aus relativ festem Spritzgußmaterial,
wie es aus dem DE-GM 73 19 621 bekannt ist. Hier sind Handgriffe einstückig mit längs
entlang dem Taschenrandbereich verlaufenden Verstärkungsstegen ausgebildet, die nach
Verschweißen der Griffe mit der Tragetasche eine Versteifung des oberen Randes der
Textiltragetasche derart bilden daß der obere Rand beim Tragen relativ gerade bleibt
und das in der Tasche beförderte Textilgut nicht zusammengedrückt wird. Damit erfüllen
diese vorbekannten Taschen zwar grundsätzlich die Erfodernisse, die an eine Tasche
zur Beförderung von Textilgut gestellt wird. Diese vorbekannten Taschen weisen aber
bezüglich ihrer Herstellung und bezüglich ihres Recyclings entscheidende Nachteile
auf. Zunächst einmal sind bei der Herstellung verschiedene kunststoffverarbeitende
Maschinen notwendig, da die Tragetasche und die Griffe jeweils aus anderem Kunststoffmaterial
bestehen. Beim Recycling müssen die im Spritzgußverfahren hergestellten festen Griffe
in aufwendiger Handarbeit von der restlichen Tragetasche getrennt werden, bevor sie
getrennt von dem thermoplastischen Kunststoff regranuliert werden können.
[0004] Hieraus ergibt sich die Aufgabe, eine Tragetasche zur Beförderung von Textilien zu
schaffen, bei der einerseits der Griff aus demselben Material gebildet sein kann wie
die Tasche selbst und bei der andererseits die Tasche eine genügende Stabilität und
Formbeständigkeit aufweist, so daß der textile Inhalt der Tasche bei der Beförderung
nicht knittert. Gleichzeitig soll gewährleistet werden, daß der empfindliche Tascheninhalt
vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Randbereich der einen
Seitenwand aus einem nach innen eingeschlagennen und eine Faltkante bildenden Randbereich
und einem daran anschließenden wahlweise nach oben zurückgeschlagenen Randbereich
besteht, an den dann die Schließklappe unter Bildung einer weiteren Faltkante anschließt,
daß der Randbereich der anderen Seitenwand einfach nach innen umgeschlagen ist und
daß die jeweils nach innen eingeschlagenen Randbereiche mit den Seitenwänden durch
über die gesamte Länge der Tasche verlaufende Schweißungen verbunden sind. Durch diese
Ausbildung der Randbereiche der Seitenwände wird die für die Formstabilität der Tasche
aus thermoplastischem Kunststoff notwendige Steifigkeit erreicht. Demzufolge brauchen
keine zusätzlichen Stege aus biegesteifem Spritzgußmaterial mehr vorgesehen werden,
so daß die Griffteile aus demselben thermoplastischen Material hergestellt werden
können wie die Tasche selbst. Durch die gewährleistete Formstabilität liegt die Schließklappe
nach Verschließen der Tasche an dem Rand der gegenüberliegenden Seite an, ohne daß
es infolge von Knicken oder Falten zu befürchten wäre, daß sie diesen Randbereich
stellenweise nicht überdeckt. Der Überstand des in der einen Seitenwand nach innen
umgeschlagenen Randbereichs kann bei einer Ausführungsform der Erfindung nach oben
zurückgeschlagen sein, so daß bei den ausgelieferten Taschen der Randbereich schon
gebildet ist. Alternativ dazu kann jedoch der Überstand weiterhin parallel zur Tragetaschenseitenwand
verlaufen und erst im Bedarfsfalle vom Benutzer nach oben umgeschlagen werden, so
daß erst nach nochmaliger entsprechender Faltung die Schließklappe entsteht. Bei dieser
Ausführungsform kann dieser Überstand seitlich Perforationslinien aufweisen, entlang
derer dieser vom Benutzer aufgerissen werden kann, um unter Bildung der Schließklappe
umgefaltet zu werden. An der Stelle, an welcher der Handgriff der Gegenseite durch
die Schließklappe im geschlossenen Zustand der Tragetasche tritt, wird ein Einschnitt
vorgesehen, der im noch nicht umgeschlagenen Zustand durch eine Perforationslinie
geschlossen sein kann.
[0006] Zur vorteilhaften zusätzlichen Versteifung kann zwischen den beiden parallel verlaufenden
Faltkanten der Randbereiche der einen Seitenwand eine weitere Schweißnaht über die
gesamte Länge der Tasche vorgesehen sein.
[0007] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind an der Seitenwand,
über welche die Schließklappe beim Verschließen der Tasche gelegt wird, Haftklebepunkte
angeordnet, so daß die Schließklappe mit diesen in wieder lösbaren Eingriff gehen
kann.
[0008] In weiteren sich anschließenden Unteransprüchen sind bevorzugte Verfahren zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Textiltragetasche angegeben.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele im folgenden erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Textiltragetasche,
- Fig. 2
- : vier schematische Schnittdarstellungen zur Erläuterung der Verfahrensschritte zur
Herstellung einer Textiltragetasche gem. Fig. 1,
- Fig. 3:
- eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie III-III der Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine perspektivische Schemadarstellung der zwischen den beiden strichpunktierten senkrechten
Linien in Fig. 1 liegenden Bereichs der erfindungsgemäßen Textiltragetasche,
- Fig. 5:
- fünf schematische Schnittdarstellungen der Verfahrensschritte zur Herstellung einer
zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragetasche,
- Fig. 6:
- eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Tragetasche,
- Fig. 7:
- eine schematische Schnittdarstellung entsprechend derjenigen gem. Fig. 2 (c), jedoch
für die dritte Ausführungsform und
- Fig. 8:
- eine schematische Schnittdarstellung entsprechend derjenigen gem. Fig. 5 (d), jedoch
für eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragetasche.
[0010] Eine Textiltragetasche 1 gem. einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wie sie
in den Figuren 1 und 3 dargestellt ist, weist eine Bodenfalte 2 und Seitenwände 3
und 4 auf. An den Stirnseiten ist sie durch nicht näher dargestellte Schweißkanten
verbunden.
[0011] Ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Tasche wird anhand der Schnittdarstellungen
a), b), c) und d) in Fig. 2 erläutert. Gem. Fig. 2 a) wird zunächst eine Flachbahn
zu einem Halbschlauch mit Bodenfalte 2 eingelegt, wobei die spätere Seitenwand 3 länger
ausgebildet ist als die spätere Seitenwand 4, so daß sich an dieser ein streifenartiger
Überstand ergibt. Die beiden Randbereiche der Seitenwände 3 und 4 werden anschließend
nach innen gelegt, wie es der Fig. 2 b) zu entnehmen ist, wobei die oberen Faltkanten
5, 5' auf einer Höhe liegen und parallel zueinander verlaufen. Mit Abstand zu diesen
oberen Faltkanten 5, 5' sind die nach innen eingeschlagenen Bereiche durch längsverlaufende
Schweißungen 6 und 7 mit den Seitenwänden 3 und 4 fest verbunden. Dabei liegen die
Schweißungen an der Seitenwand 3 und diejenigen an der Seitenwand 4 ungefähr gleich
weit von den Faltkanten 5 bzw. 5' weg. In einem weiteren Verfahrensschritt (Fig. 2
c)) werden dann die Griffe, die aus demselben Material wie die Tasche selbst bestehen,
in den Halbschlauch eingelegt und über Schweißungen 8 und 9 sowohl mit den umgeschlagenen
Teilen wie auch mit den äußeren Teilen der Wände 3 und 4 verschweißt. Der über die
Schweißnaht 6 nach unten überstehende Bereich der Bahn wird gem. der Fig. 2 d) zunächst
nach oben und dann wiederum um die Faltkante 5' nach unten hin gefaltet. Diese letzte
Faltung ergibt eine Schließklappe 12, die über die Faltkante 5 der Seitenwand 4 zum
Verschließen der Tragetasche gelegt werden kann. Im Bereich der Faltkante 5' weist
die Seitenwand 3 einen Einschnitt 10 auf, durch den der an der Seitenwand 4 angeschweißte
Griff 11 hindurchgesteckt werden kann, so daß sich die Schließ-Klappe 12 problemlos
von außen auf die äußere Wand 4 auflegen kann. Die Anordnung dieses Einschnitts 10
ist insbesondere der perspektivischen Darstellung gem. Fig. 4 zu entnehmen.
[0012] Zur zusätzlichen Stabilisierung des oberen Randes der Taschenwandung 3 ist es weiterhin
möglich, ein über den gesamten Randbereich der Wandung 3 verlaufende Schweißung 13
vorzusehen, wie dies in der Ausführungsform gem. Fig. 3 dargestellt ist. Diese Schweißung
verbindet sowohl den nach innen eingeschlagenen Randbereich 14 wie auch den wiederum
nach oben zurückgefalteten Randbereich 15 an den oberen Faltkanten 5 und 5' miteinander.
[0013] Gemäß den Figuren 1 und 3 können im oberen Bereich auf der Seitenwand 4 Heftklebepunkte
16 und 19 angebracht sein, die zunächst durch Silikonstreifen 17 und 18 nach außen
abgedeckt sind. Werden nun diese Streifen 17 und 18 abgezogen, und der Griff 11 durch
den Einschnitt 10 von unten hin durchgesteckt, legt sich die Klappe 12 auf die äußere
Taschenwand und kann durch leichten Andruck mit diesen Haftklebepunkten 16 und 19
lösbar verbunden werden.
[0014] In Fig. 5 ist in den fünf Detaildarstellungen a) bis e) ein weiteres Verfahren zur
Herstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tasche gem. Fig.
1 dargestellt, wobei das Anbringen der fakultativen zusätzlichen Schweißnaht 13 und
das Anbringen der Haftklebepunkte 16 und 19 nicht dargestellt ist. Bei diesem Verfahren
wird zunächst eine Bahn in einem ersten Schritt a) zu einem mit einer Bodenfalte 20
versehenen Halbschlauch gefaltet. Die beiden oberen Ränder des Halbschlauchs werden
gem. Fig. 5 b) in gleicher Länge nach innen gefaltet. Anschließend werden die unteren
Ränder der eingeschlagenen Teile mit den Seitenwänden 3 und 4 über die gesamte Taschenlänge
durch Schweißnähte 21 und 22, die längs und parallel zu den Faltkanten verlaufen,
verbunden. Vor dem Bilden der Schweißnaht 21 wird jedoch ein U-förmig umgelegter Streifen
23 in den Halbschlauch derart eingelegt, daß dessen längerer Schenkel 24 in die Schweißnaht
21 miteinbezogen wird, wie dies der Fig. 5 c) zu entnehmen ist. Nach diesem Verfahrensschritt
werden die Griffe 25 und 26 in den Halbschlauch eingelegt, die dann durch Schweißnähte
27 und 28 sowohl mit den nach innen eingeschlagenen Teilen des Halbschlauches wie
auch mit den Außenwandungen des Halbschlauches verbunden werden (vgl. Fig. 5 d)).
Gemäß Fig. 5 e) wird anschließend der U-förmige Streifen 23 um die Schweißnaht 21
nach oben hin umgefalzt, so daß dadurch eine Schließklappe 29 entsteht, die wiederum
an ihrer oberen Faltkante 30 einen nicht näher dargestellten Einschnitt zum Durchstecken
des Traggriffs 26 aufweist.
[0015] In den Figuren 6 und 7 bzw. 8 sind jeweils zwei weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Tragetasche dargestellt. Gleiche Teile sind in den Figuren mit jeweils gleichen Bezugszeichen
versehen. Bei der in den Figuren 6 und 7 dargestellten dritten Ausführungsform ist
der über die Schweißnaht 6 nach unten überstehende Bereich 31 bei der fertigen Tasche
nicht nach oben gefaltet worden. Dieser kann im Bedarfsfall vom Benutzer aus der Tasche
nach oben herausgezogen und über den Griff 11' gelegt werden, wobei der Griff 11'
durch den Einschnitt 10 (vgl. Fig. 6) nach oben herausragt. Damit der nach unten herausstehende
Bereich 31 aus der Tasche herausgezogen werden kann, ist es erforderlich, daß dieser
seitlich nicht festgelegt ist. Daher weist er seitliche Einschnitte oder wahlweise
Perforationslinien 33 auf.
[0016] Bei der in Fig. 8 dargestellten vierten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragetasche
ist der nach unten überstehende Bereich 31 im Gegensatz zu der Ausführungsform gem.
Fig. 6 nach innen zu einmal gefaltet, so daß er im Querschnitt eine U-Form aufweist.
Hierdurch entsteht eine Vorfaltkante 30, die es dem Benutzer erleichtert, den Bereich
31 nach dem Herausziehen aus der Textiltragetasche um den Griff 26 zu legen. Der Einschnitt
10 ist im Bereich der Vorfaltkante 32 vorgesehen.
[0017] Vergleichsversuche haben gezeigt, daß durch die erfindungsgemäße Art der Faltung
des oberen Randbereichs und der entsprechenden Schweißung, wobei gegebenenfalls die
zusätzliche Schweißnaht 13 gem. Fig. 3 angebracht werden kann, eine so hohe Steifigkeit
im oberen Randbereich erzeugt werden kann, daß statt fester Spritzgußgriffe mit entsprechenden
längs des Taschenrandes verlaufenden Verstärkungsstegen nunmehr Griffe eingesetzt
werden können, die aus demselben dünnen Material bestehen, wie die Tasche selbst.
1. Tragetasche, insbesondere Textiltragetasche, aus thermoplastischem Kunststoff mit
Seitenwänden (3, 4), mit deren oberen Randbereichen Griffe (11) stoffschlüssig verbunden
sind, wobei an einem Randbereich wahlweise eine Schließklappe (12) anschließt, welche
einen Einschnitt (10) zur einsteckbaren Aufnahme des Griffes (11) der gegenüberliegenden
Seitenwand (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Randbereich der einen Seitenwand (3) aus einem nach innen eingeschlagenen
und eine Faltkante (5) bildenden Randbereich (14) und einem daran anschließenden wahlweise
nach oben zurückgeschlagenen Randbereich (15) besteht, an den dann wahlweise die Schließklappe
(12) unter Bildung einer Faltkante (5') anschließt, daß der Randbereich der anderen
Seitenwand (4) einfach nach innen umgeschlagen ist und daß die jeweils nach innen
eingeschlagenen Randbereiche mit den Seitenwänden (3 bzw. 4) durch über die gesamte
Länge der Tasche verlaufende Schweißungen (6 bzw. 7) verbunden sind.
2. Tragetasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Faltkanten (5,
5') der Randbereiche (14 und 15) eine weitere Schweißnaht (13) über die gesamte Länge
der Tasche verläuft.
3. Tragetasche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Seitenwand
(4) derart Heftklebepunkte (16, 19) angeordnet sind, daß die Schließklappe (12) mit
diesen in wieder lösbaren Eingriff gehen kann.
4. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Flachbahn aus thermoplastischem Kunststoff zu einem Halbschlauch,
der eine Bodenfalte (2) aufweisen kann, derart zusammengelegt wird, daß eine Seitenfläche
des Halbschlauchs übersteht, daß die beiden Randbereiche der Seitenwände (3, 4) nach
innen gelegt werden und durch je eine Längsschweißnaht mit den Seitenwänden (3, 4)
verbunden werden, daß aus dem Überstand der Seitenwand (3) der nach oben zurückgeschlagene
Randbereich (15) und die daran anschließende Schließklappe (12) gebildet werden und
daß die Griffe (11) über Schweißungen (8, 9) mit diesem Randbereich und den Seitenwänden
(3, 4) verschweißt werden.
5. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Flachbahn aus thermoplastischem Kunststoff zu einem Halbschlauch,
der eine Bodenfalte (2) aufweisen kann, derart zusammengelegt wird, daß eine Seitenfläche
des Halbschlauchs übersteht, daß die beiden Randbereiche der Seitenwände (3, 4) nach
innen gelegt werden und durch je eine Längsschweißnaht mit den Seitenwänden (3, 4)
verbunden werden und daß der nach innen umgelegte Überstand der Seitenwand (3) mit
einem Einschnitt (10) versehen wird, in den nach wahlweisem Umschlagen des Überstandes
(31) ein Griff (11') einsteckbar ist.
6. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überstand (31) seitlich mit Schnitt- oder Perforationslinien (33) versehen
wird.
7. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einschnitt (10) mit einer Perforationslinie versehen ist, so daß er nur im
Bedarfsfalle geöffnet werden muß.
8. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Flachbahn aus thermoplastischem Kunststoff zu einem Halbschlauch,
der eine Bodenplatte (2) aufweisen kann, derart zusammengefaltet wird, daß die Seitenflächen
des Halbschlauchs deckungsgleich sind, daß die beiden Randbereiche der Seitenwände
(3, 4) nach innen gelegt werden und durch je eine Längsschweißnaht (21, 22) mit den
Seitenwänden (3, 4) verbunden werden, daß vor dem Bilden der Schweißnaht (21) ein
U-förmig umgelegter Streifen (23) derart eingelegt wird, daß dessen längerer Schenkel
(24) in die Schweißnaht (21) während der Schweißung miteinbezogen wird, daß anschließend
der U-förmige Streifen (23) um die Schweißnaht (21) nach oben hin umgelegt wird, daß
hierdurch gleichzeitig die Schließklappe (29) gebildet wird und daß die Griffe (25,
26) über Schweißungen (27, 28) sowohl mit den Randbereichen als auch den Seitenwänden
(3, 4) verbunden werden.
9. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Flachbahn aus thermoplastischem Kunststoff zu einem Halbschlauch,
der eine Bodenplatte (2) aufweisen kann, derart zusammengefaltet wird, daß die Seitenflächen
des Halbschlauchs deckungsgleich sind, daß die beiden Randbereiche der Seitenwände
(3, 4) nach innen gelegt werden und durch je eine Längsschweißnaht (21, 22) mit den
Seitenwänden (3, 4) verbunden werden, daß vor dem Bilden der Schweißnaht (21) ein
U-förmig umgelegter Streifen (23) derart eingelegt wird, daß dessen längerer Schenkel
(24) in die Schweißnaht (21) während der Schweißung mit einbezogen wird und daß die
Faltlinie (30) des U-förmig umgelegten Streifens derart angeordnet ist, daß der U-förmige
Streifen (23) nach Umschlagen durch den Benutzer als Schließklappe (29) verwendet
werden kann.
10. Verfahren zur Herstellung einer Tragetasche nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Einschnitt (10) zur späteren einsteckbaren Aufnahme des Griffes (26) im Bereich
der Faltlinie (30) gebildet wird, wobei dieser wahlweise mit einer Perforation versehen
wird.