(19)
(11) EP 0 458 400 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.11.1991  Patentblatt  1991/48

(21) Anmeldenummer: 91201179.8

(22) Anmeldetag:  21.05.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D03D 39/16, D03C 3/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 21.05.1990 BE 9000536

(71) Anmelder: N.V. Michel Van de Wiele
B-8510 Kortrijk (Marke) (BE)

(72) Erfinder:
  • Derudder, Carlos
    B-8501 Kortrijk/Heule (BE)

(74) Vertreter: Prechtel, Jörg, Dipl.-Phys. Dr. et al
Patentanwälte H. Weickmann, Dr. K. Fincke F.A. Weickmann, B. Huber Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm Postfach 86 08 20
81635 München
81635 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Lanzettenhalter


    (57) Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl aus einem lattenförmigen Profil (1), auf dem Lanzetten (2) aufgeschoben werden können, während nahe vor dem Profil (1) ein Kamm (4) mit Zähnen (8) steht, wobei jede Lanzette (2) sich - in Kettrichtung erstreckt - und zwischen zwei Zähnen (8) befinden kann, wobei die Breite des Zwischenraumes zwischen zwei Zähnen (8) wenig größer als die Dicke einer Lanzette (2) ist, so daß sie mit ihren Seiten senkrecht auf dem Profil (1) stehen bleiben, und wobei das Profil (1) und der darauf aufgeschobene Abschnitt der Lanzetten (2) gegebenenfalls von einer an der Außenseite abgerundeten, glatten, umhüllenden Wand (9), (10) umschlossen werden, während der Kamm (4) an der vorderen, offenen Seite jener umhüllenden Wand angeordnet wird, so daß die Lanzetten (2) von dem abgeschlossenen Raum zwischen den Zähnen (8) nach außen treten können.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Lanzettenhalter, der einen Teil eines Doppelstückwebstuhles bildet und als Träger einer großen Zahl von Lanzetten vorgesehen ist, welche sich zwischen dem Ober- und Untergewebe erstrecken, um die bezeichneten Gewebe in einem bestimmten Abstand auseinander zu halten, wobei diese Lanzetten auf diese Weise die Polhöhe dieser Gewebe bestimmen.

    [0002] Derartige Lanzetten und ihre Halter sind bekannt. Bei einer häufig vorhandenen Ausführungsform besteht jede Lanzette aus einem länglichen Stück Flachstahl von geringer Dicke e und einer Höhe h - die die doppelte, erwünschte Polhöhe an jedem Gewebe ist -. Das eine Außenende jeder Lanzette ist mit einer länglichen, spaltartigen Öffnung versehen, die sich in der Längsrichtung der Lanzette erstreckt und diese durchquert, wobei die Öffnung in den Seitenflächen von der Höhe h austritt. Das andere Außenende jeder Lanzette endigt in Form eines Punktes, indem die Höhe h der beiden Flächen gleichmäßig und symmetrisch vermindert wird Diese Lanzetten werden mit ihren Flächen der Höhe h nahe beieinander und, sich jeweils in Kettrichtung erstreckend, vertikal derart angeordnet, daß sie sich zwischen dem gewebten Ober- und Unterteil befinden; dabei werden sie von einem horizontalen Profil getragen, das sich durch die länglichen Öffnungen aller Lanzetten erstreckt und starr an dem Webstuhl befestigt ist, wobei es in der Einschußrichtung verläuft. Folglich sind alle Lanzetten zueinander parallel und sind nahe beieinander auf dem Profil aufgeschoben. Die Länge jeder länglichen Öffnung ist größer als die Breite des horizontalen Profils, das durch diese Öffnungen hindurchgeht. Jede Lanzette ist ferner in der Länge, in der die längliche Öffnung vorgesehen ist, mit einer leichten Biegung in einer Richtung versehen, die gemäß einem symmetrischen Kreisbogen senkrecht zu den Seitenflächen verläuft, so daß die beiden Außenenden auf der gleichen Längsachse liegen. Infolge dieser Biegung ist auch der sich auf dem Profil abstützende Rand jeder länglichen Öffnung seitlich gemäß einem Kreisbogen gebogen und bildet folglich eine längs einer Seite außerhalb des Schwerpunktes gelegene Tragfläche, die verhindert, daß die Lanzette leicht auf dem Tragprofil zu kippen geht. Das bezeichnete, die Lanzetten tragende Profil hat die Gestalt einer Latte und wird nacheinander mit Hilfe von Haltern getragen, die es jeweils längs der Unterseite und vorn (Gewebeseite) umfassen. Diese Halter sind ferner mit Hilfe von Bolzen oder ähnlichen Hilfsmitteln an einem anderen Profil festgemacht. Dieses Profil hat die Form eines umgekehrten U's und ist mit dem Rahmen des Webstuhls verbunden.

    [0003] Ein Nachteil dieser Einrichtung ist in der Tatsache zu sehen, daß die Lanzetten trotz ihrer seitlich gebogenen Tragflächen doch noch zu kippen gehen.

    [0004] Ein anderer Nachteil besteht darin, daß sich die Lanzetten in der Längsrichtung des Tragprofils auf jenem Profil verschieben können und sich während des Webens zusammenziehen.

    [0005] Noch ein weiterer Nachteil dieser Einrichtung besteht in der Tatsache, daß eine ausreichende Anzahl Halter - verteilt über die Länge des Profils - vorgesehen sein muß, um zu verhindern, daß dieses Profil unter dem Einfluß seines Eigengewichtes und des Gewichtes der Lanzetten in einer vertikalen Fläche und unter dem Einfluß der Zugkraft, die die Lanzetten infolge der Weiterbewegung des Gewebes überwinden, in einer horizontalen Fläche in der Kettrichtung durchzubiegen geht.

    [0006] Ein weiterer Nachteil liegt auch noch darin, daß die Polfäden, die unter- oder oberhalb der oben erläuterten Einrichtung durchlaufen müssen, mit dem lattenförmigen Tragprofil, den Profilhaltern und/oder ihren Befestigungsbolzen und mit dem mit dem Rahmen verbundenen U-Profil in Berührung kommen und daran hängenbleiben, da diese Gegenstände nicht glatt sind und scharfe Ränder besitzen. Wenn man bei den Garnen unter anderem eine Kontrolle der Spannung vornimmt, treten dabei Probleme auf.

    [0007] Das Ziel der Erfindung ist ein Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl, bei dem die obengenannten Nachteile nicht auftreten können, mit anderen Worten ausgedrückt, bei dem sich die Lanzetten nicht seitlich verschieben können und nicht kippen können, und bei dem die Garne, die nahe unter- oder oberhalb der Einrichtung verlaufen, einzeln mit glatten und gerundeten Oberflächen und Rändern in Berührung kommen können, wobei ein Durchbiegen des Profils sowohl in einer vertikalen Fläche als auch in einer horizontalen Fläche ohne Verwendung besonderer Halter oder Befestigungs-Hilfsmittel verhindert wird, die das Profil an verschiedenen Stellen hinsichtlich des Webstuhles festhalten.

    [0008] Der Gegenstand der Erfindung ist ein Lanzettenhalter, der wie bei der oben beschriebenen, bekannten Einrichtung aus einem lattenförmigen Profil besteht, auf das die Lanzetten geschoben werden, wobei jede Lanzette eine längliche Öffnung besitzt, durch die sich das bezeichnete Profil erstreckt, der aber das Kennzeichen aufweist, daß sich in der Höhe dieser Lanzetten nahe vor dem lattenförmigen Profil ein Kamm vorzugsweise aus Metall parallel zu diesem Profil erstreckt. Zwischen jeweils zwei vertikalen Zähnen dieses Kammes befindet sich ein Spalt, dessen Breite ein wenig größer als die Dicke e einer Lanzette ist, während der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Spalten mit dem Abstand zwischen zwei dicht beieinander gelegenen Spalten in dem Riet übereinstimmt oder ein Vielfaches jenes Abstandes beträgt. Die Breite des Spaltes zwischen je zwei Zähnen ist derart gewählt, daß sich eine Lanzette in jenem Spalt befinden kann, wenn ihre Seiten vertikal stehen und sich senkrecht zur Längsrichtung des Kammes erstrecken, und wegen der vertikalen Zähne unmöglich kippen kann.

    [0009] Der Kamm ist derart angeordnet, daß alle Lanzetten zwischen zwei Zähnen des Kammes verlaufen können.

    [0010] Fernerhin ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung auch noch dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite aller Lanzetten - der Teil, der mit einem Spalt versehen ist und sich, auf dem lattenförmigen Profil aufgeschoben, hinter dem Kamm befindet - von einer umhüllenden Wand umschlossen ist. Diese Wand verläuft zumindest ober- und unterhalb des hintersten Außenendes der Lanzetten, die auf dem lattenförmigen Profil - auf dessen gesamter Länge - sitzen und auch eine vertikale Rückwand bilden können, die sich längs der hintersten Außenenden der Lanzetten abwärts erstreckt, während diese Wand längsseits unten und oben sich an den Kamm anschließende Vorderränder aufweist und der vertikale Abstand zwischen jenen vordersten Rändern größer als die Höhe h der Lanzetten sein muß, die von dem durch die Wand umschlossenen Raum aus sich zwischen den Kammzähnen erstrecken.

    [0011] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung ist ferner noch dadurch gekennzeichnet, daß sich eventuell Verbindungs-Hilfsmittel - wie Bolzen, Schrauben und ähnliche Hilfsmittel - zwischen den verschiedenen Einzelteilen längs der Rückseite des Lanzettenhalters befinden, wenn man von der Richtung des Gewebes aus blickt, sowie dadurch, daß die äußeren Oberflächen des Lanzettenhalters glatt ausgeführt sind und abgerundete Kanten aufweisen.

    [0012] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung noch dadurch gekennzeichnet, daß der Kamm mit Hilfe von Bolzen, Schrauben oder ähnlichen Hilfsmitteln mit mindestens einem Rand der umschließenden Wand verbunden ist, sowie dadurch daß ein aufrechtstehender Rand der unten umschließenden Wand als Tragfläche für die Lanzetten dient, während der oberste Abschnitt der Wand infolge seiner Verbindung mit Bolzen oder ähnlichen Hilfsmitteln einen leicht abnehmbaren Deckel des umschlossenen Raumes bildet.

    [0013] Ein Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß einerseits das lattenförmige Profil und die hierauf geschobenen, hinteren Außenenden der Lanzetten vollständig umschlossen sind, und daß andererseits die Außenseiten der umschließenden Wände glatt und abgerundet ausgeführt sind und eventuell Bolzen, Schrauben oder ähnliche Teile unterhalb verlaufen, wodurch die Garne nicht ins Stocken geraten.

    [0014] Ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß der Kamm dafür sorgt, daß sich die Lanzetten nicht verschieben und zusammenziehen und auch nicht umkippen können, so daß unter anderem ihre seitlich gebogene Ausführungsform überflüssig wird.

    [0015] Noch ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß die umschließende Wand gleichsam eine Dose bildet, in der das Profil und der Kamm befestigt sind, wodurch die Lanzetten einerseits von dem Profil getragen werden und andererseits auf einem aufrechtstehenden Rand der umschließenden Wand ruhen, so daß infolge der Steifigkeit der umschließenden Wand verhindert wird, daß das Profil in einer vertikalen Fläche durchzubiegen geht.

    [0016] Dadurch daß das lattenförmige Profil am Kamm anliegt (Fig. 1) und dieser Kamm einen zugehörigen Widerstand gegen eine Biegung in einer horizontalen Fläche bietet, wird die obengenannte Durchbiegung des Profils in einer horizontalen Fläche verhütet.

    [0017] Weitere Merkmale und Vorteile des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung zeigen sich in der nachfolgenden, ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform eines Lanzettenhalters gemäß der Erfindung, ohne daß die Erfindung hierdurch auf diese mögliche Ausführungsform beschränkt wird.

    [0018] Diese Beschreibung wird mit Hilfe der hier beigefügten Figuren erläutert, wobei

    Figur 1 einen senkrechten Querschnitt durch den Lanzettenhalter gemäß der Erfindung wiedergibt, in dem der hintere Abschnitt der Lanzetten einzeln gezeigt ist,

    Figur 2 eine Vorderansicht des Kammes des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung zeigt und

    Figur 3 einen Querschnitt durch einen Teil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung perspektivisch wiedergibt, bei dem nur einzelne Lanzetten zum Teil dargestellt sind.



    [0019] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung besteht aus einem lattenförmigen Profil (1), das am Rahmen des Webstuhles horizontal in Einschußrichtung mit bekannten Hilfsmitteln befestigt wird. Auf diesem lattenartigen Profil (1) werden alle Lanzetten (2) aufgeschoben, derart daß es sich in den hintersten Außenenden aller Lanzetten (2) befindet und durch ihre spaltförmigen Öffnungen (3) hindurchläuft.

    [0020] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung ist ferner noch dadurch gekennzeichnet, daß in der Höhe der Lanzetten (2) ein Kamm (4) an dem lattenförmigen Profil (1) angeordnet wird. Dieser Kamm (4) besteht aus einem unteren, durchlaufenden Abschnitt (5), der mit Öffnungen (6) zur Befestigung von Bolzen (7) versehen ist, während auf diesem Abschnitt (5) vertikale Zähne (8) gleicher Länge und Dicke verlaufen, wobei zwischen je zwei Zähnen ein Zwischenraum vorgesehen ist, der ein wenig breiter als die Dicke e einer Lanzette (2) ist. Dieser Kamm (4) wird vertikal an dem lattenförmigen Profil (1) angeordnet , so daß sich jede Lanzette (2) zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) erstrecken kann. Die Lanzetten (2) stehen in einer Richtung, die senkrecht zu der des Kammes (4) läuft. Die Länge des Kammes (4) ist derart gewählt, daß sich alle Lanzetten (2), die auf der Gesamtlänge des lattenförmigen Profils (1) vorhanden sind, zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4) erstrecken können.

    [0021] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei in der Form identischen, umschließenden Profilen (9) und (10) besteht. Die Gestalt dieser Profile ist die eines langgestreckten C's mit je einem kurzen Bein (9') und (10') und einem längeren Bein (9'') und (10''). Beide Profile (9) und (10) sind mit Hilfe von Bolzen (11), Schrauben oder ähnlichen Hilfsmitteln miteinander verbunden - wobei die langen Beine (9'') und (10'') vertikal gegeneinander anliegen -. Diese Profile haben die gleiche Länge und sind übereinander horizontal gestellt, wobei die rinnenförmigen Kanten aufeinander zu gerichtet sind; folglich bilden sie eine umschließende Wand. Die obere und untere Fläche der umschließenden Wand wird von den horizontalen Abschnitten der Profile (9) und (10) gebildet, während die hinterste, vertikale Fläche von den gegeneinander gelegten - und miteinander verbundenen - langen Beinen (9'') und (10'') der Profile (9) und (10) gebildet wird. Die Vorderseite des umschlossenen Raumes ist zwischen den vertikalen, aufeinander zu gerichteten, kurzen Beinen (9') und (10') der Profile (9) und (10) offen.

    [0022] Die miteinander verbundenen Profile (9) und (10) werden nun derart an dem Webstuhl angeordnet und befestigt, daß das lattenförmige Profil (1) über seine gesamte Länge und folglich auch alle hintersten Außenenden der aufgeschobenen Lanzetten (2) innerhalb des von den Profilen (9) und (10) umschlossenen Raumes liegen. Die Lanzetten (2), die sich weiter nach vorn erstrecken, verlassen den umschlossenen Raum an der offenen Vorderseite, die somit höher als die Höhe h einer Lanzette (2) sein muß. Die Lanzetten (2) verlaufen zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4), während dieser mit seinem durchlaufenden Abschnitt (5) - auf der Gesamtlänge - gegen die Seite des unteren, aufrechtstehenden, kurzen Beines (9') - an der Innenseite des umschlossenen Raumes - anliegt und mit Hilfe von Bolzen (7) oder gleichartigen Hilfsmitteln daran befestigt wird, die durch die Öffnungen (6) in dem durchlaufenden Abschnitt (5) des Kammes (4) hindurchgehen und horizontal in der Seite des kurzen Beines (9') des unteren umschließenden Profiles (9) sitzen. Bei dieser Anordnung des Kammes (4) liegen die oberen Enden der Zähne (8) gegen die Seite des kurzen Beines (10') des oberen Profiles (10) und zugleich längs der Innenseite des umschlossenen Raumes an.

    [0023] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung noch dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Spalten des Kammes (4) mit dem Abstand zwischen zwei Spalten des Riets des Webstuhles übereinstimmt oder ein Vielfaches dieses Abstandes ist.

    [0024] Ein anderes Merkmal des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Wände der umschließenden Profile (9) und (10) glatt ausgebildet sind, und daß ihre Ecken abgerundet sind, und daß ferner die Verbindungsbolzen oder gleichartige Hilfsmittel jene beiden Profile (9) und (10) verbinden und sich an der Rückseite des Lanzettenhalters befinden, wenn man von der Kante des Gewebes aus blickt.

    [0025] Ein Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß die Lanzetten (2) von den Zähnen (8) des Kammes (4) an ihrem Platz gehalten werden und somit sich nicht während des Webens seitlich verschieben können und sich nicht an einem bestimmten Ort zusammenziehen. Folglich bleibt die Anordnung der Lanzetten gut auf der Gesamtbreite des Gewebes verteilt.

    [0026] Ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß die Lanzetten (2) unmöglich noch an dem lattenförmigen Profil (1) kippen können, weil die Breite der Rillen zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4) nur wenig größer als die Dicke e einer Lanzette (2) ist.

    [0027] Ein hinzukommender Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß die Garne, die dicht unter- oder oberhalb des Lanzettenhalters laufen müssen, nicht mehr an herausragenden Teilen (wie Bolzen und dgl.), an unebenen Oberflächen oder scharfen Rändern hängenbleiben, weil alle Ecken der Profile (9) und (10) an der Außenseite abgerundet sind, weil die äußeren Oberflächen glatt ausgebildet sind, und weil die Köpfe der Bolzen oder ähnlichen Hilfsmittel, die die beiden Profile (9) und (10) verbinden, einen Platz einnehmen, der von den Fäden nicht erreicht werden kann, (d. h. an der Rückseite des Lanzettenhalters), ferner weil sowohl die Rückseite der Lanzetten (2) als auch das lattenförmige Profil (1), auf dem diese Lanzetten (2) aufgeschoben sind, von den Profilen (9) und (10) umschlossen sind, so daß auch diese Teile für die Garne nicht hinderlich sein können.

    [0028] Ein hinzukommender Vorteil, der aus der Tatsache folgt, daß die Lanzetten (2) nicht mehr kippen können, liegt darin, daß sie nun völlig flach ausgebildet werden und keine seitliche Biegung mehr benötigen, um ihre Stabilität zu vergrößern.

    [0029] Ein anderer Vorteil der Erfindung folgt aus der Tatsache, daß einerseits das Profil (1) an dem Kamm (4) angeordnet ist, und daß andererseits die Lanzetten (2) auf dem kurzen, aufrechtstehenden Bein (9') des umschließenden Profils (9) ruhen. Der beabsichtigte Vorteil besteht nämlich darin, daß dadurch das Profil (1) sowohl durch sein Eigengewicht und das Gewicht der Lanzetten in einer vertikalen Fläche als auch - durch die Fortbewegung des Gewebes in Kettrichtung - in einer horizontalen Fläche einen zusätzlichen Widerstand gegen eine Biegung erfährt, so daß keine besonderen Halter oder ähnliche Hilfsmittel vorgesehen werden müssen - die das Profil hinsichtlich des Webstuhles festhalten - um Durchbiegungen zu verhüten.


    Ansprüche

    1. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl aus mehreren auf einem horizontalen, lattenförmigen Profil (1) - durch eigene spaltförmige Öffnungen (3) - aufgeschobene Lanzetten (2), die aus ebenen - und in der Höhe ihrer spaltförmigen Öffnung seitlich gebogenen - Gliedern bestehen, die für ihre einwandfreie Arbeitsweise mit ihren Seiten senkrecht auf dem Profil (1) stehen müssen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Höhe jener Lanzetten (2) an dem lattenförmigen Profil (1) ein Kamm (4) angeordnet steht, dessen Zähne (8) sich in einer Richtung parallel zu den Seiten der Lanzetten (2) erstrecken, wobei jede Lanzette (2) sich zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) befinden kann und auf dem unteren, durchlaufenden Abschnitt (5) des Kammes (4) abstützt, während ihre Seiten sich vertikal in Kettrichtung erstrecken, und wobei der spaltförmige Zwischenraum zwischen je zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) eine Breite besitzt, die nur wenig größer als die Dicke einer Lanzette (2) und ausreichend klein ist, um zu verhindern, daß eine sich zwischen zwei Zähnen (8) erstreckende Lanzette (2) auf dem lattenförmigen Profil (1) von ihrem Stand aus umzukippen geht, in dem ihre Seiten senkrecht auf jenem lattenförmigen Profil (1) stehen.
     
    2. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Spalten zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4) mit dem Zwischenraum zwischen den vertikalen Spalten des Rietes jenes Webstuhles übereinstimmt oder ein Vielfaches davon beträgt.
     
    3. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamm (8) einen unteren, durchlaufenden Abschnitt (5) aufweist, der in regelmäßigen Abständen mit Löchern (6) versehen ist, während von diesem durchlaufenden Abschnitt (5) aus die Zähne (8) von gleicher Länge und Breite ausgehen und zwischen je zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) ein spaltförmiger Zwischenraum von gleicher Breite vorgesehen ist.
     
    4. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanzetten (2) völlig eben ausgebildet sind.
     
    5. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl aus mehreren auf einem horizontalen, lattenförmigen Profil (1) - durch ihre eigenen, spaltförmigen Öffnungen (3) - aufgeschobenen Lanzetten (2), die aus ebenen - in der Höhe ihrer spaltförmigen Öffnung seitlich gebogenen - Gliedern bestehen, die für ihre einwandfreie Arbeitsweise mit ihren Seiten senkrecht auf dem Profil (1) stehen müssen, dadurch gekennzeichnet, daß das lattenförmige Profil (1) und die hinteren Außenenden aller Lanzetten (2), die darauf aufgeschoben sitzen, von einer umhüllenden Wand umschlossen sind.
     
    6. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 4 vorgesehen ist.
     
    7. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die umhüllende Wand von zwei langgestreckten, C-förmigen Profilen (9) und (10) jeweils mit einem kurzen Bein (9') und (10') und einem längeren Bein (9'') und (10'') gebildet ist, wobei die Seiten ihrer langen Beine (9'') und (10'') senkrecht aneinander liegen und aneinander mit Bolzen (11) oder gleichartigen Hilfsmitteln befestigt werden, derart daß das kurze Bein (9') des unteren Profiles (9) senkrecht nach oben und das kurze Bein (10') des oberen Profils (10) vertikal nach unten gerichtet ist und in der Verlängerung des kurzen Beines (9') liegt, so daß die beiden Profile (9) und (10) einen symmetrischen, röhrenförmigen Raum mit einer offenen Vorderseite zwischen den beiden aufeinander zu gerichteten, kurzen Beinen (9') und (10') umschließen.
     
    8. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kamm (8) gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 3, dessen Zähne (4) vertikal nach oben gerichtet sind, an der Seite des kurzen Beines (9') des unteren Profils (9) mit Hilfe von Bolzen (7) oder ähnlichen Hilfsmitteln befestigt ist, die durch die Öffnungen (6) des Kammes (4) hindurch festsitzen und das kurze Bein (9') durchbohren.
     
    9. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamm (8) an der Seite des kurzen Beines (9') befestigt ist, die die Innenseite des umschlossenen Raumes bildet, während die Oberseite der Zähne (8) an der übereinstimmenden Seite des kurzen Beines (10') des Profiles (10) anliegt.
     
    10. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rand des kurzen Beines (9') des unteren Profiles (9) als Tragfläche für die Lanzetten (2) dient.
     
    11. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die umhüllende Wand an der Außenseite des umschlossenen Raumes glatt ausgebildet ist, während die verschiedenen, ebenen Wandabschnitte an der Außenseite einander in abgerundete Ecken übergehen.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht