[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Lanzettenhalter, der einen Teil
eines Doppelstückwebstuhles bildet und als Träger einer großen Zahl von Lanzetten
vorgesehen ist, welche sich zwischen dem Ober- und Untergewebe erstrecken, um die
bezeichneten Gewebe in einem bestimmten Abstand auseinander zu halten, wobei diese
Lanzetten auf diese Weise die Polhöhe dieser Gewebe bestimmen.
[0002] Derartige Lanzetten und ihre Halter sind bekannt. Bei einer häufig vorhandenen Ausführungsform
besteht jede Lanzette aus einem länglichen Stück Flachstahl von geringer Dicke e und
einer Höhe h - die die doppelte, erwünschte Polhöhe an jedem Gewebe ist -. Das eine
Außenende jeder Lanzette ist mit einer länglichen, spaltartigen Öffnung versehen,
die sich in der Längsrichtung der Lanzette erstreckt und diese durchquert, wobei die
Öffnung in den Seitenflächen von der Höhe h austritt. Das andere Außenende jeder Lanzette
endigt in Form eines Punktes, indem die Höhe h der beiden Flächen gleichmäßig und
symmetrisch vermindert wird Diese Lanzetten werden mit ihren Flächen der Höhe h nahe
beieinander und, sich jeweils in Kettrichtung erstreckend, vertikal derart angeordnet,
daß sie sich zwischen dem gewebten Ober- und Unterteil befinden; dabei werden sie
von einem horizontalen Profil getragen, das sich durch die länglichen Öffnungen aller
Lanzetten erstreckt und starr an dem Webstuhl befestigt ist, wobei es in der Einschußrichtung
verläuft. Folglich sind alle Lanzetten zueinander parallel und sind nahe beieinander
auf dem Profil aufgeschoben. Die Länge jeder länglichen Öffnung ist größer als die
Breite des horizontalen Profils, das durch diese Öffnungen hindurchgeht. Jede Lanzette
ist ferner in der Länge, in der die längliche Öffnung vorgesehen ist, mit einer leichten
Biegung in einer Richtung versehen, die gemäß einem symmetrischen Kreisbogen senkrecht
zu den Seitenflächen verläuft, so daß die beiden Außenenden auf der gleichen Längsachse
liegen. Infolge dieser Biegung ist auch der sich auf dem Profil abstützende Rand jeder
länglichen Öffnung seitlich gemäß einem Kreisbogen gebogen und bildet folglich eine
längs einer Seite außerhalb des Schwerpunktes gelegene Tragfläche, die verhindert,
daß die Lanzette leicht auf dem Tragprofil zu kippen geht. Das bezeichnete, die Lanzetten
tragende Profil hat die Gestalt einer Latte und wird nacheinander mit Hilfe von Haltern
getragen, die es jeweils längs der Unterseite und vorn (Gewebeseite) umfassen. Diese
Halter sind ferner mit Hilfe von Bolzen oder ähnlichen Hilfsmitteln an einem anderen
Profil festgemacht. Dieses Profil hat die Form eines umgekehrten U's und ist mit dem
Rahmen des Webstuhls verbunden.
[0003] Ein Nachteil dieser Einrichtung ist in der Tatsache zu sehen, daß die Lanzetten trotz
ihrer seitlich gebogenen Tragflächen doch noch zu kippen gehen.
[0004] Ein anderer Nachteil besteht darin, daß sich die Lanzetten in der Längsrichtung des
Tragprofils auf jenem Profil verschieben können und sich während des Webens zusammenziehen.
[0005] Noch ein weiterer Nachteil dieser Einrichtung besteht in der Tatsache, daß eine ausreichende
Anzahl Halter - verteilt über die Länge des Profils - vorgesehen sein muß, um zu verhindern,
daß dieses Profil unter dem Einfluß seines Eigengewichtes und des Gewichtes der Lanzetten
in einer vertikalen Fläche und unter dem Einfluß der Zugkraft, die die Lanzetten infolge
der Weiterbewegung des Gewebes überwinden, in einer horizontalen Fläche in der Kettrichtung
durchzubiegen geht.
[0006] Ein weiterer Nachteil liegt auch noch darin, daß die Polfäden, die unter- oder oberhalb
der oben erläuterten Einrichtung durchlaufen müssen, mit dem lattenförmigen Tragprofil,
den Profilhaltern und/oder ihren Befestigungsbolzen und mit dem mit dem Rahmen verbundenen
U-Profil in Berührung kommen und daran hängenbleiben, da diese Gegenstände nicht glatt
sind und scharfe Ränder besitzen. Wenn man bei den Garnen unter anderem eine Kontrolle
der Spannung vornimmt, treten dabei Probleme auf.
[0007] Das Ziel der Erfindung ist ein Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl, bei
dem die obengenannten Nachteile nicht auftreten können, mit anderen Worten ausgedrückt,
bei dem sich die Lanzetten nicht seitlich verschieben können und nicht kippen können,
und bei dem die Garne, die nahe unter- oder oberhalb der Einrichtung verlaufen, einzeln
mit glatten und gerundeten Oberflächen und Rändern in Berührung kommen können, wobei
ein Durchbiegen des Profils sowohl in einer vertikalen Fläche als auch in einer horizontalen
Fläche ohne Verwendung besonderer Halter oder Befestigungs-Hilfsmittel verhindert
wird, die das Profil an verschiedenen Stellen hinsichtlich des Webstuhles festhalten.
[0008] Der Gegenstand der Erfindung ist ein Lanzettenhalter, der wie bei der oben beschriebenen,
bekannten Einrichtung aus einem lattenförmigen Profil besteht, auf das die Lanzetten
geschoben werden, wobei jede Lanzette eine längliche Öffnung besitzt, durch die sich
das bezeichnete Profil erstreckt, der aber das Kennzeichen aufweist, daß sich in der
Höhe dieser Lanzetten nahe vor dem lattenförmigen Profil ein Kamm vorzugsweise aus
Metall parallel zu diesem Profil erstreckt. Zwischen jeweils zwei vertikalen Zähnen
dieses Kammes befindet sich ein Spalt, dessen Breite ein wenig größer als die Dicke
e einer Lanzette ist, während der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen
Spalten mit dem Abstand zwischen zwei dicht beieinander gelegenen Spalten in dem Riet
übereinstimmt oder ein Vielfaches jenes Abstandes beträgt. Die Breite des Spaltes
zwischen je zwei Zähnen ist derart gewählt, daß sich eine Lanzette in jenem Spalt
befinden kann, wenn ihre Seiten vertikal stehen und sich senkrecht zur Längsrichtung
des Kammes erstrecken, und wegen der vertikalen Zähne unmöglich kippen kann.
[0009] Der Kamm ist derart angeordnet, daß alle Lanzetten zwischen zwei Zähnen des Kammes
verlaufen können.
[0010] Fernerhin ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung auch noch dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückseite aller Lanzetten - der Teil, der mit einem Spalt versehen ist und
sich, auf dem lattenförmigen Profil aufgeschoben, hinter dem Kamm befindet - von einer
umhüllenden Wand umschlossen ist. Diese Wand verläuft zumindest ober- und unterhalb
des hintersten Außenendes der Lanzetten, die auf dem lattenförmigen Profil - auf dessen
gesamter Länge - sitzen und auch eine vertikale Rückwand bilden können, die sich längs
der hintersten Außenenden der Lanzetten abwärts erstreckt, während diese Wand längsseits
unten und oben sich an den Kamm anschließende Vorderränder aufweist und der vertikale
Abstand zwischen jenen vordersten Rändern größer als die Höhe h der Lanzetten sein
muß, die von dem durch die Wand umschlossenen Raum aus sich zwischen den Kammzähnen
erstrecken.
[0011] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung ist ferner noch dadurch gekennzeichnet, daß
sich eventuell Verbindungs-Hilfsmittel - wie Bolzen, Schrauben und ähnliche Hilfsmittel
- zwischen den verschiedenen Einzelteilen längs der Rückseite des Lanzettenhalters
befinden, wenn man von der Richtung des Gewebes aus blickt, sowie dadurch, daß die
äußeren Oberflächen des Lanzettenhalters glatt ausgeführt sind und abgerundete Kanten
aufweisen.
[0012] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung noch dadurch gekennzeichnet, daß
der Kamm mit Hilfe von Bolzen, Schrauben oder ähnlichen Hilfsmitteln mit mindestens
einem Rand der umschließenden Wand verbunden ist, sowie dadurch daß ein aufrechtstehender
Rand der unten umschließenden Wand als Tragfläche für die Lanzetten dient, während
der oberste Abschnitt der Wand infolge seiner Verbindung mit Bolzen oder ähnlichen
Hilfsmitteln einen leicht abnehmbaren Deckel des umschlossenen Raumes bildet.
[0013] Ein Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß einerseits
das lattenförmige Profil und die hierauf geschobenen, hinteren Außenenden der Lanzetten
vollständig umschlossen sind, und daß andererseits die Außenseiten der umschließenden
Wände glatt und abgerundet ausgeführt sind und eventuell Bolzen, Schrauben oder ähnliche
Teile unterhalb verlaufen, wodurch die Garne nicht ins Stocken geraten.
[0014] Ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache,
daß der Kamm dafür sorgt, daß sich die Lanzetten nicht verschieben und zusammenziehen
und auch nicht umkippen können, so daß unter anderem ihre seitlich gebogene Ausführungsform
überflüssig wird.
[0015] Noch ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache,
daß die umschließende Wand gleichsam eine Dose bildet, in der das Profil und der Kamm
befestigt sind, wodurch die Lanzetten einerseits von dem Profil getragen werden und
andererseits auf einem aufrechtstehenden Rand der umschließenden Wand ruhen, so daß
infolge der Steifigkeit der umschließenden Wand verhindert wird, daß das Profil in
einer vertikalen Fläche durchzubiegen geht.
[0016] Dadurch daß das lattenförmige Profil am Kamm anliegt (Fig. 1) und dieser Kamm einen
zugehörigen Widerstand gegen eine Biegung in einer horizontalen Fläche bietet, wird
die obengenannte Durchbiegung des Profils in einer horizontalen Fläche verhütet.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung zeigen sich
in der nachfolgenden, ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
eines Lanzettenhalters gemäß der Erfindung, ohne daß die Erfindung hierdurch auf diese
mögliche Ausführungsform beschränkt wird.
[0018] Diese Beschreibung wird mit Hilfe der hier beigefügten Figuren erläutert, wobei
Figur 1 einen senkrechten Querschnitt durch den Lanzettenhalter gemäß der Erfindung
wiedergibt, in dem der hintere Abschnitt der Lanzetten einzeln gezeigt ist,
Figur 2 eine Vorderansicht des Kammes des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung zeigt
und
Figur 3 einen Querschnitt durch einen Teil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung
perspektivisch wiedergibt, bei dem nur einzelne Lanzetten zum Teil dargestellt sind.
[0019] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung besteht aus einem lattenförmigen Profil (1),
das am Rahmen des Webstuhles horizontal in Einschußrichtung mit bekannten Hilfsmitteln
befestigt wird. Auf diesem lattenartigen Profil (1) werden alle Lanzetten (2) aufgeschoben,
derart daß es sich in den hintersten Außenenden aller Lanzetten (2) befindet und durch
ihre spaltförmigen Öffnungen (3) hindurchläuft.
[0020] Der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung ist ferner noch dadurch gekennzeichnet, daß
in der Höhe der Lanzetten (2) ein Kamm (4) an dem lattenförmigen Profil (1) angeordnet
wird. Dieser Kamm (4) besteht aus einem unteren, durchlaufenden Abschnitt (5), der
mit Öffnungen (6) zur Befestigung von Bolzen (7) versehen ist, während auf diesem
Abschnitt (5) vertikale Zähne (8) gleicher Länge und Dicke verlaufen, wobei zwischen
je zwei Zähnen ein Zwischenraum vorgesehen ist, der ein wenig breiter als die Dicke
e einer Lanzette (2) ist. Dieser Kamm (4) wird vertikal an dem lattenförmigen Profil
(1) angeordnet , so daß sich jede Lanzette (2) zwischen zwei nahe beieinander gelegenen
Zähnen (8) erstrecken kann. Die Lanzetten (2) stehen in einer Richtung, die senkrecht
zu der des Kammes (4) läuft. Die Länge des Kammes (4) ist derart gewählt, daß sich
alle Lanzetten (2), die auf der Gesamtlänge des lattenförmigen Profils (1) vorhanden
sind, zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4) erstrecken können.
[0021] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß er
aus zwei in der Form identischen, umschließenden Profilen (9) und (10) besteht. Die
Gestalt dieser Profile ist die eines langgestreckten C's mit je einem kurzen Bein
(9') und (10') und einem längeren Bein (9'') und (10''). Beide Profile (9) und (10)
sind mit Hilfe von Bolzen (11), Schrauben oder ähnlichen Hilfsmitteln miteinander
verbunden - wobei die langen Beine (9'') und (10'') vertikal gegeneinander anliegen
-. Diese Profile haben die gleiche Länge und sind übereinander horizontal gestellt,
wobei die rinnenförmigen Kanten aufeinander zu gerichtet sind; folglich bilden sie
eine umschließende Wand. Die obere und untere Fläche der umschließenden Wand wird
von den horizontalen Abschnitten der Profile (9) und (10) gebildet, während die hinterste,
vertikale Fläche von den gegeneinander gelegten - und miteinander verbundenen - langen
Beinen (9'') und (10'') der Profile (9) und (10) gebildet wird. Die Vorderseite des
umschlossenen Raumes ist zwischen den vertikalen, aufeinander zu gerichteten, kurzen
Beinen (9') und (10') der Profile (9) und (10) offen.
[0022] Die miteinander verbundenen Profile (9) und (10) werden nun derart an dem Webstuhl
angeordnet und befestigt, daß das lattenförmige Profil (1) über seine gesamte Länge
und folglich auch alle hintersten Außenenden der aufgeschobenen Lanzetten (2) innerhalb
des von den Profilen (9) und (10) umschlossenen Raumes liegen. Die Lanzetten (2),
die sich weiter nach vorn erstrecken, verlassen den umschlossenen Raum an der offenen
Vorderseite, die somit höher als die Höhe h einer Lanzette (2) sein muß. Die Lanzetten
(2) verlaufen zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4), während dieser mit seinem durchlaufenden
Abschnitt (5) - auf der Gesamtlänge - gegen die Seite des unteren, aufrechtstehenden,
kurzen Beines (9') - an der Innenseite des umschlossenen Raumes - anliegt und mit
Hilfe von Bolzen (7) oder gleichartigen Hilfsmitteln daran befestigt wird, die durch
die Öffnungen (6) in dem durchlaufenden Abschnitt (5) des Kammes (4) hindurchgehen
und horizontal in der Seite des kurzen Beines (9') des unteren umschließenden Profiles
(9) sitzen. Bei dieser Anordnung des Kammes (4) liegen die oberen Enden der Zähne
(8) gegen die Seite des kurzen Beines (10') des oberen Profiles (10) und zugleich
längs der Innenseite des umschlossenen Raumes an.
[0023] Ferner ist der Lanzettenhalter gemäß der Erfindung noch dadurch gekennzeichnet, daß
der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Spalten des Kammes (4) mit
dem Abstand zwischen zwei Spalten des Riets des Webstuhles übereinstimmt oder ein
Vielfaches dieses Abstandes ist.
[0024] Ein anderes Merkmal des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung besteht darin, daß die
Wände der umschließenden Profile (9) und (10) glatt ausgebildet sind, und daß ihre
Ecken abgerundet sind, und daß ferner die Verbindungsbolzen oder gleichartige Hilfsmittel
jene beiden Profile (9) und (10) verbinden und sich an der Rückseite des Lanzettenhalters
befinden, wenn man von der Kante des Gewebes aus blickt.
[0025] Ein Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache, daß die
Lanzetten (2) von den Zähnen (8) des Kammes (4) an ihrem Platz gehalten werden und
somit sich nicht während des Webens seitlich verschieben können und sich nicht an
einem bestimmten Ort zusammenziehen. Folglich bleibt die Anordnung der Lanzetten gut
auf der Gesamtbreite des Gewebes verteilt.
[0026] Ein anderer Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der Tatsache,
daß die Lanzetten (2) unmöglich noch an dem lattenförmigen Profil (1) kippen können,
weil die Breite der Rillen zwischen den Zähnen (8) des Kammes (4) nur wenig größer
als die Dicke e einer Lanzette (2) ist.
[0027] Ein hinzukommender Vorteil des Lanzettenhalters gemäß der Erfindung liegt in der
Tatsache, daß die Garne, die dicht unter- oder oberhalb des Lanzettenhalters laufen
müssen, nicht mehr an herausragenden Teilen (wie Bolzen und dgl.), an unebenen Oberflächen
oder scharfen Rändern hängenbleiben, weil alle Ecken der Profile (9) und (10) an der
Außenseite abgerundet sind, weil die äußeren Oberflächen glatt ausgebildet sind, und
weil die Köpfe der Bolzen oder ähnlichen Hilfsmittel, die die beiden Profile (9) und
(10) verbinden, einen Platz einnehmen, der von den Fäden nicht erreicht werden kann,
(d. h. an der Rückseite des Lanzettenhalters), ferner weil sowohl die Rückseite der
Lanzetten (2) als auch das lattenförmige Profil (1), auf dem diese Lanzetten (2) aufgeschoben
sind, von den Profilen (9) und (10) umschlossen sind, so daß auch diese Teile für
die Garne nicht hinderlich sein können.
[0028] Ein hinzukommender Vorteil, der aus der Tatsache folgt, daß die Lanzetten (2) nicht
mehr kippen können, liegt darin, daß sie nun völlig flach ausgebildet werden und keine
seitliche Biegung mehr benötigen, um ihre Stabilität zu vergrößern.
[0029] Ein anderer Vorteil der Erfindung folgt aus der Tatsache, daß einerseits das Profil
(1) an dem Kamm (4) angeordnet ist, und daß andererseits die Lanzetten (2) auf dem
kurzen, aufrechtstehenden Bein (9') des umschließenden Profils (9) ruhen. Der beabsichtigte
Vorteil besteht nämlich darin, daß dadurch das Profil (1) sowohl durch sein Eigengewicht
und das Gewicht der Lanzetten in einer vertikalen Fläche als auch - durch die Fortbewegung
des Gewebes in Kettrichtung - in einer horizontalen Fläche einen zusätzlichen Widerstand
gegen eine Biegung erfährt, so daß keine besonderen Halter oder ähnliche Hilfsmittel
vorgesehen werden müssen - die das Profil hinsichtlich des Webstuhles festhalten -
um Durchbiegungen zu verhüten.
1. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl aus mehreren auf einem horizontalen,
lattenförmigen Profil (1) - durch eigene spaltförmige Öffnungen (3) - aufgeschobene
Lanzetten (2), die aus ebenen - und in der Höhe ihrer spaltförmigen Öffnung seitlich
gebogenen - Gliedern bestehen, die für ihre einwandfreie Arbeitsweise mit ihren Seiten
senkrecht auf dem Profil (1) stehen müssen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Höhe
jener Lanzetten (2) an dem lattenförmigen Profil (1) ein Kamm (4) angeordnet steht,
dessen Zähne (8) sich in einer Richtung parallel zu den Seiten der Lanzetten (2) erstrecken,
wobei jede Lanzette (2) sich zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) befinden
kann und auf dem unteren, durchlaufenden Abschnitt (5) des Kammes (4) abstützt, während
ihre Seiten sich vertikal in Kettrichtung erstrecken, und wobei der spaltförmige Zwischenraum
zwischen je zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) eine Breite besitzt, die nur
wenig größer als die Dicke einer Lanzette (2) und ausreichend klein ist, um zu verhindern,
daß eine sich zwischen zwei Zähnen (8) erstreckende Lanzette (2) auf dem lattenförmigen
Profil (1) von ihrem Stand aus umzukippen geht, in dem ihre Seiten senkrecht auf jenem
lattenförmigen Profil (1) stehen.
2. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenraum zwischen zwei nahe beieinander gelegenen Spalten zwischen den
Zähnen (8) des Kammes (4) mit dem Zwischenraum zwischen den vertikalen Spalten des
Rietes jenes Webstuhles übereinstimmt oder ein Vielfaches davon beträgt.
3. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kamm (8) einen unteren, durchlaufenden Abschnitt (5) aufweist,
der in regelmäßigen Abständen mit Löchern (6) versehen ist, während von diesem durchlaufenden
Abschnitt (5) aus die Zähne (8) von gleicher Länge und Breite ausgehen und zwischen
je zwei nahe beieinander gelegenen Zähnen (8) ein spaltförmiger Zwischenraum von gleicher
Breite vorgesehen ist.
4. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß einem oder mehreren Ansprüchen
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanzetten (2) völlig eben ausgebildet sind.
5. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl aus mehreren auf einem horizontalen,
lattenförmigen Profil (1) - durch ihre eigenen, spaltförmigen Öffnungen (3) - aufgeschobenen
Lanzetten (2), die aus ebenen - in der Höhe ihrer spaltförmigen Öffnung seitlich gebogenen
- Gliedern bestehen, die für ihre einwandfreie Arbeitsweise mit ihren Seiten senkrecht
auf dem Profil (1) stehen müssen, dadurch gekennzeichnet, daß das lattenförmige Profil
(1) und die hinteren Außenenden aller Lanzetten (2), die darauf aufgeschoben sitzen,
von einer umhüllenden Wand umschlossen sind.
6. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 4 vorgesehen ist.
7. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die umhüllende Wand von zwei langgestreckten, C-förmigen Profilen
(9) und (10) jeweils mit einem kurzen Bein (9') und (10') und einem längeren Bein
(9'') und (10'') gebildet ist, wobei die Seiten ihrer langen Beine (9'') und (10'')
senkrecht aneinander liegen und aneinander mit Bolzen (11) oder gleichartigen Hilfsmitteln
befestigt werden, derart daß das kurze Bein (9') des unteren Profiles (9) senkrecht
nach oben und das kurze Bein (10') des oberen Profils (10) vertikal nach unten gerichtet
ist und in der Verlängerung des kurzen Beines (9') liegt, so daß die beiden Profile
(9) und (10) einen symmetrischen, röhrenförmigen Raum mit einer offenen Vorderseite
zwischen den beiden aufeinander zu gerichteten, kurzen Beinen (9') und (10') umschließen.
8. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kamm (8) gemäß einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 3, dessen Zähne (4) vertikal
nach oben gerichtet sind, an der Seite des kurzen Beines (9') des unteren Profils
(9) mit Hilfe von Bolzen (7) oder ähnlichen Hilfsmitteln befestigt ist, die durch
die Öffnungen (6) des Kammes (4) hindurch festsitzen und das kurze Bein (9') durchbohren.
9. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kamm (8) an der Seite des kurzen Beines (9') befestigt ist, die die Innenseite
des umschlossenen Raumes bildet, während die Oberseite der Zähne (8) an der übereinstimmenden
Seite des kurzen Beines (10') des Profiles (10) anliegt.
10. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß den Ansprüchen 8 und 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der obere Rand des kurzen Beines (9') des unteren Profiles (9)
als Tragfläche für die Lanzetten (2) dient.
11. Lanzettenhalter für einen Doppelstückwebstuhl gemäß einem oder mehreren Ansprüchen
5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die umhüllende Wand an der Außenseite des umschlossenen
Raumes glatt ausgebildet ist, während die verschiedenen, ebenen Wandabschnitte an
der Außenseite einander in abgerundete Ecken übergehen.