[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ausfädeln umd Einfädeln eines eine Ausnehmung
abdeckenden elastischen Abdeckbandes, insbesondere für einen kolbenstangenlosen Arbeitszylinder
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist aus der DE-OS 38 07 786 bekannt.
[0003] Diese bekannte Einrichtung ist an einem als anzutreibendes Teil dienenden Schlitten
eines Arbeitszylinders vorgesehen.
Der Schlitten ist in einer in Längsrichtung des von einem Profilrohr gebildeten Arbeitszylinders
angeordneten Führung verschiebbar gelagert und über ein Mitnahmeelement mit einem
im Profilrohr abgedichtet verschiebbar angeordneten, als Antriebsteil dienenden Kolben
verbunden.
[0004] Ein dem Profilrohr zugewandtes, mit dem Schlitten verbundenes Teil des Schlittens
erstreckt sich in eine in Längsrichtung des Profilrohres verlaufende Ausnehmung hinein,
zu welcher der Schlitten parallel verläuft. Die Ausnehmung ist mittels eines Abdeckbandes
abgedeckt. Das Abdeckband wird in einer Halterung gehalten, die aus in den die Ausnehmung
begrenzenden seitlichen Wandungen vorgesehenen Hinterschneidungen besteht.
[0005] Um bei einer Bewegung des Schlittens in Richtung der Längsachse des Zylinders das
durch den Schlitten hindurchgeführte Abdeckband aus der Ausnehmung ausfädeln und wieder
einfädeln zu können, weist der Schlitten im Bereich der Enden des mit dem Schlitten
verbundenen Teiles bzw. vor und hinter dem Bereich in den das mit dem Schlitten verbundene
Teil in die Ausnehmung ragt je eine auf den einander abgewandten Seiten des Abdeckbandes
gelegene Schräge zum Ausfädeln bzw. zum Einfädeln des Abdeckbandes auf, wobei die
Schrägen schräg zur Längsachse des Abeckbandes, gesehen in Richtung der Längsachse
des Abdeckbandes, verlaufen.
[0006] Bei einer Bewegung des Schlittens in Richtung der Längsachse des Zylinders wird das
Abdeckband von der als Ausfädeleinrichtung dienenden Schräge, die auf der der Ausnehmung
zugewandten Seite des Abdeckbandes gelegen ist, aus der Ausnehmung herausgedrückt.
Bei diesem Vorgang werden die in den Hinterschneidungen gelegenen Vorsprünge des Abdeckbandes
aus den Hinterschneidungen herausgezogen.
[0007] Das Wiedereinbringen des Abdeckbandes erfolgt mittels der als Einfädeleinrichtung
dienenden Schräge, welche auf der der Ausnehmung abgewandten Seite des Abdeckbandes
auf diesem aufliegt und die Vorsprünge des Abdeckbandes in die Hinterschneidungen
in den die Ausnehmung begrenzenden Wandungen hineindrückt.
[0008] Von Nachteil ist bei diesem Arbeitszylinder, daß sowohl beim Ausfädeln des Abdeckbandes
aus der Ausnehmung als auch beim Einfädeln desselben in die Ausnehmung relativ große
Verformungskräfte am Abdeckband und zudem auch relativ große Reibungskräfte zwischen
den Vorsprüngen des Abdeckbandes und den die Hinterschneidungen begrenzenden Wandungen
auftreten, wodurch an den Vorsprüngen des Abdeckbandes erhebliche Verschleißerscheinungen
auftreten können.
Zudem muß das Abdeckband aus einem Material bestehen, welches eine relativ hohe Elastizität
aufweist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, die so ausgebildet ist, daß sich das Abdeckband unter Vermeidung
großer Reibkräfte bzw. Verformungskräfte leicht aus der Ausnehmung ausfädeln und wiedereinfädeln
läßt.
[0010] Diese Aufgabe wird mit der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung gelöst. Weiterbildungen
und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Die Erfindung bietet insbesondere den Vorteil, beim Ausfädelvorgang erst die eine
der zwei parallel zueinander verlaufenden Seiten des Abdeckbandes aus der einen der
beiden Hinterschneidungen herausheben zu können und dann die andere Seite des Abdeckbandes
ohne Kraftaufwand aus der anderen Hinterschneidung herauszuführen bzw. beim Einfädelvorgang
erst die eine Seite des Abdeckbandes ohne Kraftaufwand in die eine Hinterschneidung
einzubringen und die zweite Seite des Abdeckbandes unter leichtem Kraftaufwand in
die andere Hinterschneidung einzudrücken.
[0012] Anhand der Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Fig.1
- einen Ausschnitt eines kolbenstangenlosen Arbeitszylinders mit einem Schlitten, der
mittels eines Zugelementes mit einem Kolben verbunden ist;
- Fig.2
- die Stirnseite des Arbeitszylinders nach Fig.1;
- Fig.3
- eine Draufsicht auf das die Ausfädeleinrichtung bildende Teil des Schlittens und
- Fig.4
- das die Ausfädeleinrichtung bildende Teil des Schlittens im Schnitt, wobei sich die
Endbereiche der Ausfädeleinrichtung in Richtung der Längsachse der Ausfädeleinrichtung
asymmetrisch verjüngen sowie die als Negativform ausgebildete Einfädeleinrichtung.
[0014] In Fig.1 ist ein Ausschnitt eines Arbeitszylinders dargestellt, der einen als Profilrohr
(1) ausgebildeten rohrförmigen Körper aufweist, in welchem ein als Antriebselement
dienender Kolben (3) abgedichtet verschiebbar angeordnet ist.
[0015] Der Kolben (3) unterteilt den Zylinder in eine erste Arbeitskammer (2) und in eine
der ersten Arbeitskammer (2) gegenüber, auf der anderen Seite des Kolbens (3) gelegene
zweite Arbeitskammer (4).
[0016] Das Profilrohr (1) weist in Richtung seiner Längsachse verlaufend eine Führung für
einen Schlitten (21) auf, der in Richtung der Längsachse des Profilrohres (1) verschiebbar
in der Führung gelagert ist.
[0017] Der Schlitten (21) ist über ein als Zugelement (6) ausgebildetes Mitnahmeelement,
welches über nicht dargestellte, an den Stirnseiten des Zylinders angeordnete Umlenkelemente
geführt ist, mit dem Kolben (3) verbunden. Der Kolben (3) und das Zugelement (6) bilden
in diesem Ausführungsbeispiel das Antriebselement (3, 6) für den Schlitten (21). Das
Zugelement (6) verläuft im Bereich der Führung in einer Ausnehmung (7), die in Längsrichtung
des Zylinders im Profilrohr (1) angeordnet ist. Das heißt, der Schlitten (21) ist
parallel zu der Ausnehmung (7) geführt.
[0018] In den die Ausnehmung (7) seitlich begrenzenden Wandungen des Profilrohres (1) sind
von Hinterschneidungen gebildete Vertiefungen vorgesehen, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind und sich zu ihrem Grund hin verjüngen.
[0019] Die Hinterschneidungen dienen als Halterung für ein z.B. als flachbandartiger Körper
ausgebildetes elastisches Abdeckband (8), das zum Abdecken der das Zugelement (6)
aufnehmenden Ausnehmung (7) dient. Das Abdeckband (8) weist an seinen parallel zueinander
verlaufenden Außenkanten Abschrägungen auf, die den Abschrägungen der Hinterschneidungen
entsprechen und praktisch die Positivform dieser Hinterschneidungen darstellen.
Das Abdeckband (8) ist in Längsrichtung des Schlittens (21) durch diesen hindurchgeführt.
[0020] Der Schlitten (21) ist mit einem als Antriebsteil dienenden Teil (5) verbunden, das
auch mit dem Zugelement (6) in Verbindung steht, und welches an dem Abdeckband (8)
vorbei in die Ausnehmung (7) hineinragt.
[0021] Das Antriebsteil kann auch über den Schlitten (21) direkt mit dem Kolben (3) verbunden
sein. In einem solchen Fall erübrigen sich Zugelement und Umlenkelemente.
[0022] Der Schlitten (21) setzt sich somit praktisch aus einem eine Einfädeleinrichtung
(11, 12, 13 bzw. 23, 24, 25) für das Abdeckband (8) aufweisenden äußeren Teil (17)
und einem eine Ausfädeleinrichtung (14, 22, 16) für das Abdeckband (8) aufweisenden
inneren Teil (16, 5) zusammen. Das Abdeckband (8) verläuft in einem von dem äußeren
Teil (17) mit Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 23, 24, 25) und dem inneren Teil (16,
5) mit Ausfädeleinrichtung (14, 22, 16) begrenzten Schlitz (15).
[0023] Die Ausfädeleinrichtung (14, 22, 16) ist auf ihrer dem Abdeckband (8) abgewandten
Seite mit dem Teil (5) des inneren Teiles (5, 16) mittels Schrauben (18 und 19) verschraubt.
An den einander abgewandten Stirnseiten des äußeren Teiles (17) ist je eine Abschlußplatte
(9 bzw. 26) vorgesehen, die mittels Schrauben mit dem äußeren Teil (17) verbunden
sind.
In den beiden Platten (9 und 26) sind Schlitze (10 und 27) zum Durchführen des Zugelementes
(6) und des Abdeckbandes (8) vorgesehen.
[0024] Das als Ausfädeleinrichtung dienende Teil (14, 22, 16) des inneren Teiles (5, 16)
des Schlittens (21) weist an seinen einander abgewandten Endbereichen je eine Schräge
(14 bzw. 22) auf. Jede der beiden Schrägen (14 bzw. 22) verjüngt sich, ausgehend von
der dem äußeren Teil (17) zugewandten Seite (20) des Teiles (16) des Schlittens (21)
in Richtung der Längsachse des inneren Teiles (16, 5) verlaufend auf ihren freien
Endbereich in Richtung auf den Grund der Ausnehmung (7) zu.
[0025] Das äußere Teil (17) des Schlittens (21) weist auf seiner dem inneren Teil (16, 5)
des Schlittens (21) zugewandten Seite an seinen einander abgewandten Endbereichen
ebenfalls je eine als Einfädeleinrichtung dienende Schräge (13 bzw. 23) auf, wobei
jede dieser beiden Schrägen (13 bzw. 23) im wesentlichen parallel zu der jeweils gegenüberliegenden
Schräge (14 bzw. 22) des Teiles (16) des inneren Teiles (16, 5) des Schlittens (21)
verläuft.
An die Enden der Schrägen (13 bzw. 23) des äußeren Teiles (17) schließen horizontal
verlaufende Flächen (11 bzw. 25) an, die Bestandteil der Einfädeleinrichtung sind.
[0026] Das Teil (16) des inneren Teiles (16, 5) weist auf seiner dem horizontal verlaufenden
Bereich des äußeren Teiles (17) zugewandten Seite ebenfalls eine horizontale Fläche
(20) auf, an die die Schrägen (14 bzw. 22) anschließen.
[0027] Der Schlitten (21) weist somit im Bereich der Enden des mit dem Schlitten (21) verbundenen
Teiles (5) bzw. vor und hinter dem Breich in dem das Teil (5) in die Ausnehmung (7)
ragt, je zwei auf den einander abgewandten Seiten des Abdeckbandes (8) gelegene Schrägen
(14, 22) bzw. (13, 23) zum Ausfädeln bzw. zum Einfädeln des Abdeckbandes (8) auf,
wobei diese Schrägen (14, 22) bzw. (13, 23) schräg zur Längsachse des Abdeckbandes
(8) (gesehen in Richtung der Längsachse des Abdeckbandes (8)) verlaufen.
[0028] Zusätzlich verlaufen die Schrägen (14, 22) bzw. (13, 23) schräg zu einer in der Ebene
des Abdeckbandes (8) gedachten Querachse des Abdeckbandes (8).
[0029] Wie bereits erwähnt wird das Abdeckband (8) in diesem von den genannten horizontalen
Flächen (17 bzw. 20) und den Schrägen (13, 23 bzw. 14, 22) begrenzten Schlitz (15)
geführt, wobei das Abdeckband (8) an der horizontalen Fläche (20) und an den Schrägen
(14 und 22) des Teiles (16) des inneren Teiles (16, 5) des Schlittens (21) anliegt.
[0030] Die am Teil (16) des inneren Teiles (16, 5) des Schlittens (21) vorgesehene Ausfädeleinrichtung
(16, 14, 22) weist an ihren einander abgewandten Endbereichen je eine zusätzliche
Schräge auf, die schräg zu einer in der Ebene des Abdeckbandes (8) gedachten Längsachse
des Abdeckbandes (8) verläuft.
Desgleichen weist die Einfädeleinrichtung (12, 13, 23, 24) an ihren einander abgewandten
Endbereichen je eine zusätzliche Schräge auf, die schräg zu einer in der Ebene des
Abdeckbandes (8) gedachten Längsachse des Abdeckbandes (8) verläuft.
[0031] Die Einfädeleinrichtung (12, 13, 24, 23) ist praktisch als Negativform der Ausfädeleinrichtung
(14, 16, 22) ausgebildet.
[0032] In Fig.2 ist eine Stirnseite (31) des Arbeitszylinders nach Fig.1 dargestellt.
[0033] Der besseren Übersicht halber sind die den in Fig.1 gezeigten Bauteilen gleichen
Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0034] Das als Profilrohr ausgebildete Zylindergehäuse weist eine schwalbenschwanzförmige
Führung (28, 30) auf, in dessen Vertiefungen abgewinkelte Vorsprünge (29 bzw. 35)
des Schlittens (21) eingreifen. Die Führung (28, 30) für den Schlitten (21) besitzt
eine mittig angeordnete, in Richtung der Längsachse der Führung (28, 30) verlaufende
Ausnehmung (7) auf, in der das Zugelement (6) verläuft.
Die Ausnehmung (7) wird von dem Abdeckband (8) abgedeckt, welches in einer Halterung
gehalten wird.
[0035] Die Halterung für das Abdeckband (8) besteht aus zwei Hinterschneidungen (32 und
33), die einander gegenüberliegend in den die Ausnehmung (7) seitlich begrenzenden
Wandungen angeordnet sind. Die Hinterschneidungen (32 und 33) verjüngen sich zum Grund
der Hinterschneidungen (32 bzw. 33) hin. Die einander abgewandten, parallel zueinander
verlaufenden Seiten des Abdeckbandes (8) weisen im wesentlichen die gleiche Form wie
die Hinterschneidungen (32 und 33) auf (jedoch Positivform im Gegensatz zur Negativform
der Hinterschneidungen). Das Abdeckband (8) wird innerhalb des Schlittens (21) über
das als Ausfädeleinrichtung ausgebildete Teil (16) des inneren Teiles (16, 5) des
Schlittens (21) geführt (siehe Fig.1). Mit der Bezugsziffer (34) ist die dem Abdeckband
(8) zugewandte horizontal verlaufende Seite des als Einfädeleinrichtung ausgebildeten
äußeren Teiles (17) des Schlittens (21) bezeichnet.
[0036] In Fig.3 ist eine Draufsicht auf die Führung für den Schlitten (21) des Arbeitszylinders
mit dem die Ausfädeleinrichtung aufweisenden inneren Teil (16, 5) des Schlittens (21)
dargestellt.
Der besseren Übersicht halber sind die den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Bauteilen
gleichen Bauteile mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0037] In der Ausnehmung der Führung des Zylinderprofilrohres (1) ist das als Ausfädeleinrichtung
für das Abdeckband dienende innere Teile (16, 5) des Schlittens (21) in Richtung der
Längsachse der Führung verschiebbar angeordnet.
Das Teil (16) ist als ein plattenartiger Körper mit zwei in Längsrichtung der Ausnehmung
und parallel zueinander verlaufenden Seitenflächen (35 bzw. 36) ausgebildet.
Die einander abgewandten Stirnseiten (37 bzw. 38) des Teiles (14, 16, 22) verlaufen
in der Ebene des Abdeckbandes (8) schräg zur Längsachse des Teiles (14, 16, 22), wobei
die Stirnseiten (37 und 38) ebenfalls im wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
[0038] Der Winkel zwischen der ersten Seitenfläche (35) und der ersten Stirnseite (37) ist
vorzugsweise gleich dem diesem diagonal gegenüberliegenden Winkel zwischen der zweiten
Seitenfläche (36) und der zweiten Stirnseite (38) des Teiles (14, 16, 22) in der horizontalen
Ebene (Ebene des Abdeckbandes (8)).
Desgleichen ist der Winkel zwischen der zweiten Seitenfläche (36) und der ersten Stirnseite
(37) vorzugsweise gleich dem diesem diagonal gegenüberliegenden Winkel zwischen der
ersten Seitenfläche (35) und der zweiten Stirnseite (38) des Teiles (14, 16, 22) in
der horizontalen Ebene (Ebene des Abdeckbandes (8)).
[0039] Die zwei einander diagonal gegenüberliegenden ersten Winkel sind vorzugsweise kleiner
als die zwei einander diagonal gegenüberliegenden zweiten Winkel. D.h., die Endbereiche
des Teiles (14, 16, 22) verjüngen sich in der horizontalen Ebene asymmetrisch. Die
kleineren ersten Winkel und die größeren zweiten Winkel brauchen nicht diagonal einander
gegenüberzuliegen, sie können auch von jeweils einer der beiden Längsseiten (35) bzw.
(36) und den einander abgewandten Stirnseiten (37) und (38) gebildet werden.
[0040] Jeder der beiden Endbereiche des Teiles (14, 16, 22) weisen sowohl eine in der horizontalen
Ebene liegende Schräge als auch eine in der vertikalen Ebene liegende Schräge auf,
wie aus den Figuren 1 und 3 zu ersehen ist.
[0041] In Fig.4 sind das als Ausfädeleinrichtung ausgebildete innere Teil (14, 16, 22) und
das als Einfädeleinrichtung ausgebildete äußere Teil (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25)
des Schlittens (21) dargestellt.
Der besseren Übersicht halber sind die den in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Bauteilen
gleichen Bauteile mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0042] Wie die Seitenansicht des als Ausfädeleinrichtung dienenden inneren Teiles (14, 16,
22) zeigt, weist dieses Teil des Schlittens (21) an seinen einander abgewandten Endbereichen
je eine in Längsrichtung des Teiles (14, 16, 22) verlaufende, sich zur jeweiligen
Stirnseite hin verjüngende Abschrägung (14 bzw. 22) auf, wobei die Stirnseiten (37
und 38) dieser abgeschrägten Endbereiche in der horizontalen Ebene schräg zur Längsachse
des Teiles (14, 16, 22) verlaufen.
[0043] Das als Einfädeleinrichtung ausgebildete äußere Teil (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25)
des Schlittens (21) stellt eine Negativform des als Ausfädeleinrichtung dienenden
inneren Teiles (14, 16, 22) dar und weist der jeweiligen Abschrägung (14 bzw. 22)
des inneren Teiles (14, 16, 22) gegenüberliegend ebenfalls je eine im wesentlichen
parallel zu der jeweiligen Abschrägung (14) bzw. (22) des Teiles (14, 16, 22) verlaufende
Abschrägung (13 bzw. 23) auf, die in Längsrichtung des Teiles (11, 12 13, 17, 23,
24, 25) verläuft.
Den schräg zur Längsachse des inneren Teiles (14, 16, 22) verlaufenden Stirnseiten
(37 und 38) entsprechend weist das äußere Teil (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) ebenfalls
zwei schräg zur Längsachse des äußeren Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) verlaufende
Kanten (39 bzw. 40) auf, die parallel zu den Stirnseiten (37 bzw. 38) des inneren
Teiles (14, 16, 22) verlaufend angeordnet sind.
[0044] An diese Kanten (39 bzw. 40) schließen die parallel zu der in der horizontalen Ebene
der Ausnehmung verlaufenden Flächen (11 und 25) der Einfädeleinrichtung (11, 12, 13,
23, 24, 25) des äußeren Teiles (17) an.
[0045] Die Funktion der Ausfädeleinrichtung und der Einfädeleinrichtung des Schlittens (21)
wird nachfolgend näher erläutert.
[0046] Wird der in Fig.1 dargestellte Schlitten (21) mittels des nach rechts fahrenden Kolbens
(3) und des Zugelementes (6) z.B. nach links bewegt, so wird die eine Seite des Abdeckbandes
(8) von der in Längsrichtung der Ausfädeleinrichtung (14, 16, 22) gesehen vorspringenden
Kante der Stirnseite (37) (den kleineren Winkel begrenzende Seite (35), Stirnseite
(14) und einem Teil der Schräge (14) des als Ausfädeleinrichtung dienenden inneren
Teiles (14, 16, 22) aus der einen Hinterschneidung (32) in Richtung auf den Schlitz
(15) zu herausgedrückt, wie in Fig.2 gestrichelt dargestellt. Das Abdeckband (8) wird
praktisch im Bereich der Schräge (14) der Ausfädeleinrichtung (14, 16, 22) um eine
in der Ebene des Abdeckbandes (8) gedachte Längsachse des Abdeckbandes (8) abgekippt.
Bei der weiteren Bewegung des Schlittens (21) in der gleichen Richtung wird dann das
Abdeckband (8) von der gesamten Schräge (14) dieses Endbereiches des als Ausfädeleinrichtung
dienenden Teiles (14, 16, 20, 22) aus der dieser Hinterschneidung (32) gegenüberliegenden
anderen Hinterschneidung (33) herausgehoben. Dabei entsteht zwischen dieser Seitenfläche
des Abdeckbandes (8) und der Fläche der Hinterschneidung (33) nur eine sehr geringe
Gleitreibung.
[0047] Dadurch, daß das Abdeckband (8) von der Schräge (14) dieses Endbereiches des als
Ausfädeleinrichtung dienenden Teiles (14, 16, 22) aus der Halterung (32, 33) (Hinterschneidungen
(32, 33)) der Ausnehmung (7) herausgehoben wird kann der Schlitten (21) mit dem mit
dem Schlitten (21) verbundenen Teil (5), an dem das Zugelement (6) befestigt ist,
ungehindert in der Ausnehmung (7) bewegt werden.
[0048] Der vor und der hinter dem Schlitten (21) gelegene Bereich der Ausnehmung (7) bleibt
dabei stets vom Abdeckband (8) abgedeckt. Nur der innerhalb des Bereiches des Schlittens
(21) gelegene Teil der Ausnehmung (7) wird freigegeben.
[0049] Wird der Schlitten (21) wieder nach rechts zurückbewegt (der Kolben (6) bewegt sich
dabei nach links), so wird die eine Längsseite des Abdeckbandes (8) von der Seite
des die Schräge (13) aufweisenden Bereiches des als Einfädeleinrichtung dienenden
äußeren Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25), dessen Kante (39) von der Stirnseite
dieses Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) weiter entfernt ist, in die zugehörige
Hinterschneidung (33) eingeführt.
Bei der weiteren Bewegung des Schlittens (21) in der gleichen Richtung wird das Abdeckband
(8) von der gesamten Schrägen (13) dieses Endbereiches des als Einfädeleinrichtung
dienenden Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) in die dieser Hinterschneidung (33)
gegenüberliegende Hinterschneidung (32) eingedrückt.
[0050] Da sowohl die einander abgewandten Endbereiche des als Ausfädeleinrichtung dienenden
inneren Teiles (14, 16, 22) als auch die einander abgewandten Endbereiche des als
Einfädeleinrichtung dienenden äußeren Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) des Schlittens
(21) als Positivform und als entsprechende Negativform ausgebildet sind, wird bei
einer Bewegung des Schlittens (21) das Abdeckband (8) gleichzeitig von dem einen Endbereich
des Schlittens (21) aus seiner Halterung herausgehoben und von dem diesem Endbereich
abgewandten anderen Endbereich des Schlittens (21) wieder in die Halterung (32, 33)
eingebracht.
[0051] Die die Schrägen aufweisenden einander abgewandten Endbereiche des als Ausfädeleinrichtung
dienenden inneren Teiles (14, 16, 22) sind identisch ausgebildet. Desgleichen sind
die die Schrägen aufweisenden einander abgewandten Endbereiche des als Einfädeleinrichtung
dienenden Teiles (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) identisch ausgebildet.
[0052] Die Stirnseiten (37 und 38) des als Ausfädeleinrichtung dienenden Teiles (14, 16,
22) können von einer schräg zur Längsachse der Ausfädeleinrichtung (14, 16, 20, 22)
verlaufenden, geradlinigen Kante gebildet werden. Sie können jedoch auch eine Kurvenform
aufweisen. Desgleichen können selbstverständlich auch die zu diesen Stirnseiten parallel
angeordneten Kanten (39 und 40) der Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 23, 24, 25) schräg
zur Längsachse der Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) verlaufen oder
eine Kurvenform aufweisen.
[0053] Wesentlich für die Erfindung ist, daß die eine Seite einer Stirnseite gegenüber der
anderen Seite derselben Stirnseite, die von den beiden Seitenflächen der Ausfädeleinrichtung
(14, 16, 20, 22) begrenzt wird, in Richtung der Längsachse der Ausfädeleinrichtung
(14, 16, 22) vorspring.
[0054] Das gleiche gilt für die parallel zu den Stirnseiten der Ausfädeleinrichtung (14,
16, 20, 22) angeordneten Kanten (39 und 40) der Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 23,
24, 25).
Das bedeutet, daß die mit dem Schlitten verbundene oder als Teil des Schlittens ausgebildete
Ausfädeleinrichtung (14, 16, 20, 22) bzw. Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 17, 23,
24, 25) je eine im wesentlichen in Richtung der Längsachse der Ausfädeleinrichtung
(14, 16, 22) bzw. der Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) oder/und eine
im wesentlichen quer zur Längsachse der Ausfädeleinrichtung (14, 16, 22) bzw. der
Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) verlaufende asymmetrische Verjüngung
aufweist.
[0055] Die Schrägen zum Ausfädeln des Abdeckbandes und die Schrägen zum Einfädeln des Abdeckbandes
verlaufen schräg zu der in der Ebene des Abdeckbandes gedachten Längsachse des Abdeckbandes
und zusätzlich schräg zu einer in der Ebene des Abdeckbandes gedachten Querachse des
Abdeckbandes.
Die genannten Schrägen können selbstverständlich auch einen schräg zu einer in der
Ebene des Abdeckbandes gedachten Querachse des Abdeckbandes und/oder schräg zu einer
in der Ebene des Abdeckbandes gedachten Längsachse des Abdeckbandes kurvenförmigen
Verlauf aufweisen.
1. Einrichtung zum Ausfädeln und Einfädeln eines eine Ausnehmung abdeckenden elastischen
Abdeckbandes, insbesondere für einen kolbenstangenlosen Arbeitszylinder, mit folgenden
Merkmalen:
a) das Abdeckband (8) wird in Vertiefungen (32, 33) gehalten, die in den einander
zugewandten Seiten der die Ausnehmung (7) begrenzenden Wandungen vorgesehen sind;
b) es ist ein Schlitten (21) vorgesehen, der parallel zu der Ausnehmung (7) geführt
ist;
c) ein mit dem Schlitten (21) und mit einem Antriebselement (3, 6) verbundenes Teil
(5) ragt an dem Abdeckband (8) vorbei in die Ausnehmung (7) hinein;
d) der Schlitten (21) weist vor und hinter dem Bereich, in dem das mit dem Schlitten
(21) und dem Antriebselement (3, 6) verbundene Teil (5) in die Ausnehmung (7) ragt,
je eine als Ausfädeleinrichtung für das Abdeckband (8) dienende Schräge (14 bzw. 22)
und je eine als Einfädeleinrichtung für das Abdeckband (8) dienende Schräge (13 bzw.
23) auf;
e) die als Ausfädeleinrichtung dienenden Schrägen (14 bzw. 22) und die als Einfädeleinrichtung
dienenden Schrägen (13 bzw. 23) verlaufen schräg zur Längsachse des Abdeckbandes (8);
dadurch gekennzeichnet, daß die als Ausfädeleinrichtung dienenden Schrägen (14 bzw. 22) und die als Einfädeleinrichtung
dienenden Schrägen (13 bzw. 23) auch schräg zu einer in der Ebene des Abdeckbandes
(8) gedachten Querachse des Abdeckbandes (8) verlaufen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägen (14 bzw. 22) zum Ausfädeln des Abdeckbandes (8) und die Schrägen
(13 bzw. 23) zum Einfädeln des Abdeckbandes (8) zusätzlich schräg zu der in der Ebene
des Abdeckbandes (8) gedachten Längsachse des Abdeckbandes (8) verlaufen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägen (14 bzw. 22) zum Ausfädeln des Abdeckbandes (8) und die Schrägen
(13 bzw. 23) zum Einfädeln des Abdeckbandes (8) schräg zu einer in der Ebene des Abdeckbandes
(8) gedachten Querachse des Abdeckbandes (8) einen kurvenförmigen Verlauf aufweisen.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägen (14 bzw. 22) zum Ausfädeln des Abdeckbandes (8) und die Schrägen
(13 bzw. 23) zum Einfädeln des Abdeckbandes (8) schräg zu der in der Ebene des Abdeckbandes
(8) gedachten Längsachse des Abdeckbandes (8) einen kurvenförmigen Verlauf aufweisen.
5. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Endbereiche des als Ausfädeleinrichtung (14, 16, 22) dienenden Teiles zu
ihren Stirnseiten (37 bzw. 38) hin in Richtung auf die Ausnehmung (7) zu je eine Schräge
(14 bzw. 22) aufweisen.
6. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Endbereiche des als Einfädeleinrichtung (11, 12, 13, 17, 23, 24, 25) dienenden
Teiles auf ihrer dem Abdeckband (8) zugewandten Seite je eine Schräge (13 bzw. 23)
aufweisen, die im wesentlichen parallel zu den Schrägen (14, 22) der Endbereiche des
die Ausfädeleinrichtung (14, 16, 22) bildenden Teiles verlaufen.
7. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsteil als Kolben (3) ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckband (8) als ein elastischer flachbandartiger Körper ausgebildet ist,
der an seinen in Längsrichtung des flachbandartigen Körpers einander gegenüberliegenden,
parallel zueinander verlaufenden Kanten Abschrägungen aufweist, die in als Halterung
für den flachbandartigen Körper dienenden abgeschrägten Hinterschneidungen (32, 33)
der die Ausnehmung (7) seitlich begrenzenden Wandungen gelegen sind.