[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen in Betonschalungen anzuordnenden und einzubetonierenden,
aus Kunststoff bestehenden Einsatzkörper, wie namentlich Abstandhalter für Bewehrungen,
Distanzelement, Spreize, Rohr, Abdeckleiste, Befestigungsteil u.dgl., der wenigstens
auf einem Teil seiner Oberfläche mit einer die Verbindung zwischen ihm und dem ihn
umgebenden Beton fördernden, Kunststoff enthaltenden Beschichtung versehen ist, die
einen Anschluß für den Beton bildet.
[0002] Bei der Errichtung von Betonschalungen werden im Inneren der Schalung außer einer
Bewehrung verschiedene andere Körper vorgesehen, die nach dem Gießen des Betons in
diesem verbleiben. Dabei handelt es sich in erster Linie um Abstandhalter für Bewehrungen,
sei es für vertikale Bewehrungen, Matten u.dgl. Die Abstandhalter können dabei unterschiedliche
Formen aufweisen, die sich vielfach nach dem Ort der Anbringung bzw. dem jeweiligen
Zweck richten. Von besonderem Vorteil sind längliche Abstandhalter, besonders in Form
von leistenartigen, nach unten offenen Hohlprofilen, wie sie beispielsweise aus dem
DE-U-77 30 442 und dem DE-U-82 24 733 hervorgehen.
[0003] Außer Abstandhaltern gibt es noch zahlreiche andere Körper, die in einer Schalung
vor dem Betonieren angebracht werden, z.B. Distanzleisten zum Ausrichten und Ansetzen
von Schalungsteilen, Distanzspreizen für ähnliche Zwecke, rohrförmige Elemente, die
in Verbindung mit Spannvorrichtungen für Betonschalungen verwendet werden und andere
mit dem Aufbau und Zusammenhalt von Schalungsteilen benutzte Elemente.
[0004] In der überwiegenden Zahl aller Fälle bestehen solche Teile der verschiedensten Art,
die hier allgemein unter dem Begriff der Einsatzkörper behandelt werden sollen, aus
Kunststoff. Hier liegt ein Problem darin, daß eine möglichst gute Verbindung zwischen
dem betreffenden Einsatzkörper und dem zu gießenden Beton zustande kommt. Schwierigkeiten
können sich besonders bei glatten Kunststoffteilen ergeben.
[0005] Aus der DE-A-1 646 509 ist eine sog. Kunststoffmauerstärke bekannt, deren Außenseite
mit einer Mischung aus Zement, Kunststoffdispersion und evtl. Asbest bzw. andere Füller
überzogen ist oder mit einer Mischung aus Epoxykleber und Zement und andere Füller
überzogen ist. Es handelt sich also immer um eine Mischung, die Zement und Füllstoffe
enthält. Die vorgeschlagenen Kunstoff-Dispersionen wirken als Klebstoffe, um den Überzug
an der Mauerstärke anhaften zu lassen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Einsatzkörper der genannten Gattung zu schaffen,
bei dem die Haftungsverhältnisse zwischen ihm und dem Beton verbessert sind und der
den Forderungen hinsichtlich einer guten Verbindung zwischen ihm und dem Beton in
besonderem Maße gerecht wird. Es ist dabei auch an eine hohe Dichtheit gedacht. Die
Erfindung richtet sich grundsätzlich auf alle Einsatzkörper, bei denen es auf eine
derartige Verbindung ankommt. Solche Teile sind weiter oben in einer nicht vollständigen
Aufzählung genannt. Mit alledem zusammenhängende weitere Probleme, mit denen sich
die Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen Erläuterung der aufgezeigten
Lösung.
[0007] Gemäß der Erfindung ist für die Beschichtung des Einsatzkörpers ein Polyurethan-Kunststoff
vorgesehen, der mit dem Material des Einsatzkörpers an dessen Oberfläche durch chemische
Wirkung verbunden ist und gute Anbindungseigenschaften für den Beton hat.
[0008] Damit ist über bekannte Maßnahmen hinaus eine besonders intensive Verbindung zwischen
dem Einsatzkörper und seiner Beschichtung erzielt. Durch den chemisch bewirkten Zusammenhalt
erhält der Einsatzkörper, und zwar gerade auch ein ursprünglich glatter Einsatzkörper,
praktisch eine neue Oberfläche, die sich von ihm nicht mehr trennen läßt und die ihrerseits
die feste Verbindung mit dem Beton vermittelt.
[0009] Für die Beschichtung kommt auch ein Zweikomponenten-System in Betracht.
[0010] Die Beschichtung kann ein zusätzliches Material enthalten, das kein Kunststoff ist,
aber seinerseits noch einen Beitrag für die intensive Verbindung mit dem Beton liefert.
Dafür kommt insbesondere ein Material in Betracht, welches dem Beton oder seinen Bestandteilen
verwandt ist.
[0011] Das Aufbringen des Kunststoffes kann durch Aufstreichen, Aufsprühen oder durch einen
Tauchvorgang erfolgen. Insbesondere wird zumindest ein Teil der Beschichtung kontinuierlich
auf den bzw. die Einsatzkörper aufgebracht.
[0012] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung von Ausführungsbeispielen, aus der zugehörigen Zeichnung und aus den Ansprüchen.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Einsatzkörper in Form eines leistenartigen Abstandhalters in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- einen Schnitt an der in Fig. 1 durch einen Kreis markierten Stelle in vergrößertem
Maßstab,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform in einem der Fig. 2 entsprechenden Schnitt und
- Fig. 4
- bis 8 Beispiele für weitere in eine Betonschalung einzubringende Einsatzkörper.
[0013] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Einsatzkörper K handelt es sich um einen Abstandhalter
1 in Form eines leistenartigen Profilteiles mit einem Steg 1a und zwei im rechtem
Winkel von diesem abgehenden Schenkeln 1b. Dieser Profilkörper besteht aus Kunststoff,
insbesondere PVC oder einem anderen für solche Teile gebräuchlichen Kunststoff, und
ist vorteilhaft durch Extrudieren hergestellt. Auf dem Steg 1a kommt bei der Verwendung
eine Bewehrung zu liegen. Sowohl in dem Steg 1a als auch in den Schenkeln 1b sind
Öffnungen 2 und 3 vorgesehen, durch die Beton beim Betonieren hindurchtreten kann.
[0014] Der Abstandhalter 1 ist nach dem Extrudieren sowohl auf der Außenseite als auch auf
der Innenseite mit einer insgesamt mit der Ziffer 4 bezeichneten Beschichtung versehen
worden. Eine Ausführung zeigt im einzelnen Fig. 2.
[0015] In den Fig. 2 und 3 sind Ausführungen gezeigt, bei denen der Einsatzkörper K auf
seiner freiliegenden Fläche mit einer Schicht 9 aüs Polyürethan-Kunststoff versehen
ist, der einerseits dürch chemische Wirkung mit dem Kunststoff des Einsatzkörpers
K eine Verbindung eingeht und andererseits auch eine enge Anbindung des strichpunktiert
angedeuteten Betons B ermöglicht.
[0016] Die Ausführung nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 2 dadurch,
daß die Kunststoff-Schicht 7 hier noch ein Zusatzmaterial 16 enthält, insbesondere
in Form einzelner fester Partikel, namentlich aus Sand und/oder Zement.
[0017] In den Fig. 4 bis 8 sind weitere Beispiele für Einsatzkörper gezeigt, die als Gegenstand
der Erfindung in Betracht kommen. Dies ist jedoch nicht einschränkend zu verstehen.
Vielmehr gibt es zahlreiche weitere Einsatzkörper, die von der Erfindung in dem erläuterten
Sinne umfaßt werden.
[0018] In Fig. 4 ist ein Einsatzkörper K in Form eines radförmigen Abstandhalters 12 mit
mittlerem Durchlaß für einen senkrechten Bewehrungsstab S gezeigt. Ein Abstandhalter
13 für waagerechte Bewehrung, der entweder mit dem einen oder mit dem anderen Ende
auf die Schalung aufgesetzt werden kann und dadurch unterschiedliche Abstandshöhen
für die Bewehrung ergibt, ist in Fig. 5 dargestellt. In Fig. 6 ist ein rohrförmiger
Distanzhalter 14 mit an den Enden aufgesetzten Kegeln gezeigt, wie er in Verbindung
mit einer Spannvorrichtung für Betonschalungen benutzt wird.
[0019] Fig. 7 zeigt einen Einsatzkörper K in Form einer einzubetonierenden Überbrückungs-
und Abdeckleiste 15 für Schalungsfugen, Zwischenräume u.dgl. In Fig. 8 ist bei einer
Deckenschalung D, die an eine bereits gegossene Betonwand H angrenzt, die Überdeckung
einer Fuge bzw. eines Spaltes F durch eine solche Leiste 15 aus Kunststoff veranschaulicht,
und zwar vor dem Betonieren der Decke.
[0020] Bei allen solchen Einsatzkörpern können erfindungsgemäß Beschichtungen der weiter
oben erläuterten Art vorhanden sein, sei es auf der gesamten Oberfläche, sei es nur
auf einem Teil derselben.
1. In Betonschalungen anzuordnender und einzubetonierender, aus Kunststoff bestehender
Einsatzkörper (K), wie namentlich Abstandhalter (12, 13) für Bewehrungen, Distanzelement
(14), Spreize, Rohr, Abdeckleiste (15), Befestigungsteil u.dgl., der wenigstens auf
einem Teil seiner Oberfläche mit einer die Verbindung zwischen ihm und dem ihn umgebenden
Beton fördernden, Kunststoff enthaltenden Beschichtung (4; 9; 10) versehen ist, die
einen Anschluß für den Beton bildet, dadurch gekennzeichnet, daß für die Beschichtung
ein Polyurethan-Kunststoff (7; 9) vorgesehen ist, der mit dem Material des Einsatzkörpers
(K) an dessen Oberfläche durch chemische Wirkung verbunden ist und gute Anbindungseigenschaften
für den Beton hat.
2. Einsatzkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Zweikomponenten-System für
die Beschichtung.
1. An insert body (K), such as in particular a spacer (12, 13) for reinforcements, a
distance element (14), a brace, a pipe, a cover strip (15), a fastening part and the
like, which is to be arranged in formworks and encased in concrete therein, is made
of a plastics material and is provided on at least part of its surface with a coating
(4; 9; 10) which comprises a plastics material, promotes the connection between the
insert body and the concrete surrounding it and forms an attachment means for the
concrete, characterized in that for the coating there is provided a polyurethane plastics
material (7; 9) which is connected to the material of the insert body (K) at the surface
of the latter by chemical action and which has good binding properties with regard
to the concrete.
2. An insert body in accordance with Claim 1, characterized by a two-component system
for the coating.
1. Pièce noyée (K) en matière plastique, destinée à être disposée dans des coffrages
à béton et devant être noyée dans le béton, telle que par exemple entretoise (12,
13) pour armatures, élément de maintien de distance (14), écarteur, tube, baguette
de recouvrement (15), pièce de fixation et analogue, qui, sur au moins une partie
de sa surface, est pourvue d'un revêtement (4 ; 9 ; 10) qui contient de la matière
plastique et assure la liaison entre la pièce noyée et le béton l'entourant, servant
ainsi d'attache pour le béton, caractérisée en ce qu'il est prévu pour le revêtement
une matière plastique à base de polyuréthane (7 ; 9) qui est liée à la matière de
la pièce noyée (K), sur la surface de cette dernière, par action chimique et qui possède
de bonnes propriétés de solidarisation avec le béton.
2. Pièce noyée suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le revêtement est un
système à deux composants.