| (19) |
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(11) |
EP 0 274 585 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.01.1992 Patentblatt 1992/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.10.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B61F 5/52 |
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Verwindungsweiches, zweiachsiges Drehgestell
Twistable two-axle bogie
Bogie tordable à deux axes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
19.12.1986 CH 5104/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.07.1988 Patentblatt 1988/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Schweizerische Lokomotiv-
und Maschinenfabrik |
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CH-8401 Winterthur (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Cortesi, Alberto
CH-8547 Gachnang (CH)
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| (74) |
Vertreter: Trieblnig, Adolf |
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c/o Sulzer Management AG
KS/Patente/0007 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 934 034
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DE-A- 3 439 616
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein verwindungsweiches, zweiachsiges Drehgestell für Schienenfahrzeuge,
mit zwei biegesteifen Längsträgern, welche über ihre ganze Länge verdrehsteif ausgebildet
sind und je einen kastenförmigen, geschlossenen Querschnitt aufweisen und welche durch
eine in einem mittleren Längenabschnitt des Drehgestells querliegend angeordnete,
verdrehweich und biegesteif ausgebildete Tragkonstruktion miteinander verbunden sind
[0002] Es sind zahlreiche Ausführungen von verwindungsweichen Drehgestellen bekannt, welche
je eine Verschränkung der Längsträger um eine Drehgestell-Querachse zulassen und welche
damit eine insbesondere für das Wankverhalten des Fahrzeuges vorteilhafte, relativ
harte Federung (Primärfederung) der Längsträger auf den Radsätzen gestatten.
[0003] Bei einem aus der DE-OS 16 05 141 bekannten Drehgestell sind die Längsträger, welche
je mit einem durchgehenden Längsschlitz versehen sind, verdrehweich ausgeführt. Die
die Längsträger verbindende Tragkonstruktion enthält zwei im Abstand voneinander angeordnete
Querträger mit U-förmigem Querschnitt, von denen nur die Stege mit den Längsträgern
verbunden sind, und einen zwischen den Querträgern angeordneten Versteifungsverband
aus horizontalen Diagonalstreben. Die Tragkonstruktion dieses bekannten Drehgestells
mit ihrer relativ grossen Ausdehnung in Drehgestell-Längsrichtung beansprucht einen
relativ grossen Teil des Raumes zwischen den Radsätzen, der dadurch für den Einbau
grösserer Teile nicht genutzt werden kann. Das bekannte Drehgestell ist daher für
Ausführungen mit zwischen den Radsätzen anzuordnenden voluminösen Einbauteilen, etwa
von Aggregaten der Antriebseinrichtung eines Schienentriebfahrzeuges, nicht geeignet.
[0004] Bei einem aus der DE-A-3 439 616 bekannten Drehgestell der eingangs genannten Art,
mit verdrehsteif ausgeführten Längsträgern, ist die querliegende Tragkonstruktion
mit schräggestellten Querträgerstegen ausgeführt, welche in Ebenen angeordnet sind,
die sich in einer oder mehreren parallel zueinanderliegenden Schnittlinien schneiden.
Bei dieser bekannten Ausführung, die konstruktiv relativ aufwendig ist, beansprucht
der Querträger, insbesondere im Bereich der schräggestellten Querträgerstege, einen
nicht unwesentlichen Teil des zwischen den Radsätzen bestehenden Einbauraums.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein insbesondere in dieser Hinsicht verbessertes
Drehgestell zu schaffen, mit einer in kompakter, offener Bauweise ausgeführten querliegenden
Tragkonstruktion, welche bei geringem Platzbedarf starke Verschränkungen der Längsträger
gegeneinander zulässt und welche zugleich eine ausreichende Eckensteifigkeit der Verbindung
zwischen den Längsträgern gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Tragkonstruktion durch
einen einzigen Querträger mit offenem Profil gebildet ist, welcher einen horizontal
angeordneten, zur Uebertragung zumindest eines Hauptanteils der in Drehgestell-Längsrichtung
wirkenden horizontalen Kräfte und der um eine vertikale Drehachse wirkenden Biegemomente
bestimmten, mit den beiden Längsträgern starr verbundenen Flanschteil und mindestens
einen vertikal angeordneten, mit dem Flansch und den beiden Längsträgern starr verbundenen
stegteil/enthält, und dass dieser Querträger zumindest innerhalb des mittleren Drittels
seiner Längserstreckung mit einem Querschnitt ausgeführt ist, dessen Schubmittelpunkt
innerhalb des Flanschteils oder zumindest in einem diesem unmittelbar benachbarten
Höhenbereich liegt.
[0007] Die erfindungsgemässe Ausbildung des Drehgestells gestattet, durch entsprechende
Dimensionierung des Flanschteils und des Stegteils, auf einfache Weise eine Optimierung
der entsprechenden, je für die Uebertragung der horizontalen bzw. vertikalen Kräfte
und Biegemomente hauptsächlich massgebenden Querschnittsteile des Querträgers. In
Verbindung mit der verdrehsteifen Ausbildung der Längsträger wird dadurch eine besonders
einfache, günstig beanspruchte H-förmige Konstruktion des Drehgestellrahmens erzielt.
Durch die erfindungsgemässe Ausführung des Querschnitts des Querträgers verläuft die
durch die Lage des Schubmittelpunktes des Querschnitts bestimmte Verdrehachse des
Querträgers zumindest in einem mittleren Längenabschnitt innerhalb oder in der Nähe
des den Hauptanteil der horizontalen Kräfte und Biegemomente übertragenden Flanschteils,
welcher dadurch einen entsprechend geringen Torsionswiderstand bezüglich dieser Verdrehachse
aufweist. Der erfindungsgemäss ausgeführte Querschnitt des Querträgers gestattet daher,
bei einer durch Gleisverwindungen verursachten Verschränkung der Längsträger, eine
Verdrehung des Querträgers mit sehr geringem Verdrehwiderstand, ohne dabei im Flanschteil,
der die grossen horizontal wirkenden Kräfte und die um die vertikale Drehachse wirkenden
Biegemomente aufnehmen muss, eine nennenswerte Beanspruchung durch parallel zur Längsachse
des Querträgers verlaufende Wölbspannungen hervorzurufen.
[0008] Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung, in Verbindung mit den
Patentansprüchen. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein Schienenfahrzeug mit einem erfindungsgemäss ausgebildeten Drehgestell, in einer
Teilansicht mit einem Teillängsschnitt entspechend der Linie I-I in der Fig. 2;
- Fig. 1a
- eine Einzelheit der Fig. 1 in einer grösseren Darstellung;
- Fig. 2
- das Drehgestell nach Fig. 1 in einer Draufsicht;
- Fig. 3
- den Schnitt III-III aus der Fig. 2;
- Fig. 4
- ein vereinfacht dargestelltes Drehgestell in einer abgewandelten Ausführungsform,
in einem Längsschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 5;
- Fig. 4a
- eine Einzelheit der Fig. 4 in einer grösseren Darstellung;
- Fig. 5
- das Drehgestell nach Fig. 4 in einer Draufsicht;
- Fig. 6
- ein Drehgestell in einer weiteren Ausführungsform, in einer der Fig. 4 entspechenden
Darstellung;
- Fig. 7
- den Querschnitt VII-VII aus der Fig. 6;
- Fig. 8
- ein Drehgestell in einer weiteren Ausführungsform, in einem Längsschnitt entsprechend
der Linie VIII-VIII in der Fig. 9;
- Fig. 9
- das Drehgstell nach Fig. 8 in einer Draufsicht;
- Fig.10
- den Querschnitt X-X aus der Fig. 9;
- Fig.11
- ein Drehgestell in einer weiteren Ausführungsform in einem Längsschnitt entsprechend
der Linie XI-XI in der Fig. 12;
- Fig.12
- das Drehgestell nach Fig. 11 in einer Draufsicht;
- Fig.13
- den Querschnitt XIII-XIII aus der Fig. 12 und
- Fig.14
- ein Drehgestell in einer weiteren Ausführungsform, in einer der Fig. 11 entsprechenden
Darstellung.
[0009] Das Schienenfahrzeug nach den Fig. 1 bis 3 weist einen Kasten 1 und mindestens zwei
Drehgestelle 2 auf, von denen nur eines dargestellt ist. Jedes Drehgestell 2 enthält
einen H-förmigen Drehgestellrahmen 3 mit zwei Längsträgern 4 und einem diese verbindenden
Querträger 5. Der Kasten 1 ist über zwei Paar seitlich angeordnete Schraubenfedern
6 auf den Längsträgern 4 abgestützt, welche ihrerseits über bekannte Primärfedern
7 auf den Achsen zweier Radsätze 8 abgestützt sind. Die Radsätze 8 sind je mit einem
auf der betreffenden Achse abgestützten Antriebsmotor 10 gekuppelt, der über eine
Aufhängung 11 am Querträger 5 befestigt ist. Die Drehgestelle 2 sind ferner je über
eine nicht dargestellte Einrichtung zur Uebertragung der Zug- und Bremskräfte, z.B.
eine Tiefzugvorrichtung der etwa aus der CH-PS 638 731, Fig. 4, bekannten Art, mit
dem Kasten 1 um eine vertikale Drehachse (Hochachse) 12 drehbar verbunden. Weitere,
im Drehgestell 2 vorhandene Teile sind zwecks Vereinfachung der Darstellung in der
Zeichnung weggelassen.
[0010] Die Längsträger 4 sind als verdrehsteife Hohlträger ausgeführt, die je ein durch
einen Obergurt 13, einen Untergurt 14 und zwei Stege 15 gebildeten, geschlossenen
kastenförmigen Querschnitt aufweisen. Der Querträger 5 weist ein durch einen breiten
ersten Flanschteil (Hauptflansch) 16 mit einer Breite B, einen zweiten Flanschteil
17 mit einer kleineren Breite und einen Stegteil 18 gebildetes I-förmiges Profil auf.
Die Flanschteile 16 und 17 sind mit verbreiterten, ausgerundeten Endpartien 20 bzw.
21 ausgeführt, die je in die Untergurte 14 bzw. die Obergurte 13 der Längsträger 4
übergehen und mit diesen starr verbunden, z.B.verschweisst sind oder mit diesen, wie
in Fig. 2 dargestellt, eine Einheit bilden. Die Endpartien der Stegteile 18 sind ebenfalls
an den Längsträgern 4 angeschweisst, welche entsprechend der Darstellung nach den
Fig. 2 und 3 mit Versteifungsrippen 22 versehen sein können. Wie aus der Zeichnung
ebenfalls hervorgeht, kann der erste Flanschteil 16 mit zwei entlang seinen Randpartien
verlaufenden Verstärkungsrippen 23 geringer Höhe versehen sein, deren Endpartien ebenfalls
an den Längsträgern 4 angeschweisst sind.
[0011] Der die Untergurte 14 verbindende erste Flanschteil 16 und der Stegteil 18 sind mit
einem über den grössten Teil der Länge des Querträgers 5 konstanten Querschnitt ausgeführt,
während der die Obergurte 13 verbindende zweite Flansch 17 einen von seinen Endpartien
21 je gegen die vertikale Längsmittelebene x des Drehgestells 2 kontinuierlich abnehmende
Breite aufweist, die durch zwei in der Draufsicht konkav eingeschnürt verlaufende,
ellipsenartig gekrümmte Randpartien 24 begrenzt ist. Entsprechend weist der Querträger
5 im Bereich der Längsmittelebene x einen Querschnitt auf, der wesentlich kleiner
ist als in seinen an die Längsträger 4 anschliessenden Endpartien 20, 21, wobei sich
im Bereich der kleinsten Breite B₂ des zweiten Flanschteils 17 eine Querschnittsform
ergibt, deren Schubmittelpunkt S, wie insbesondere aus der Fig. 1a ersichtlich ist,
in der Nähe des ersten Flanschteils 16, in der dargestellten Ausführung unterhalb
des Flanschteils 16, liegt. Entsprechend verläuft im Bereich der Längsmittelebene
x die durch den Schubmittelpunkt S bestimmte Verdrehachse des Querträgers 5 in der
Nähe des ersten Flanschteils 16, der dadurch einen entsprechend geringen Torsionswiderstand
bezüglich dieser Verdrehachse aufweist und der somit bei einer durch Gleisverwindungen
verursachten Verschränkung der Längsträger 4 jeweils eine Verdrehung des Querträgers
5 unter geringen, parallel zu dessen Längsachse wirkenden Wölbspannungen zulässt.
[0012] Nach einer in dieser Hinsicht optimalen Querschnittsverteilung ist der erste Flanschteil
16 für die Uebertragung des Hauptanteils der insbesondere beim Durchfahren von Kurven,
in Drehgestell-Längsrichtung wirkenden horizontalen Kräfte und der um die Drehachse
12 wirkenden grossen Biegemomente sowie, zusammen mit dem Stegteil 18, für die Uebertragung
des grössten Teils der aus der Abstützung des Kastens 1 und der Aufhängung der Antriebsmotoren
10 sich ergebenden Biegemomente um die Längsmittelebene x dimensioniert. Der zweite
Flanschteil 17 ist im Bereich der Längsmittelebene x für die Aufnahme des restlichen
Anteils der um die vertikale Drehachse und um die Längsachse des Drehgestells auftretenden
Biegemomente dimensioniert, während der Stegteil 18 in bekannter Weise die vertikalen
Querkräfte aufnimmt.Der zweite Flanschteil 17 wird bei einer Verdrehung des Querträgers
5, infolge seiner starren Verbindung mit den Längsträgern 4 und infolge seines grossen
Abstandes von der Verdrehachse, durch parallel zu dessen Längsachse wirkende Normalspannungen
(Wölbspannungen) beansprucht. Aufgrund der relativ kleinen Breite des Flanschteils
17 und bei entsprechend günstig verlaufenden, in beschriebener Weise gegen die Drehgestellmitte
abnehmenden Breiteabmessungen des Flanschteils 17 können diese Spannungen innerhalb
der zulässigen Werte gehalten werden. Durch die verbreiterten, ausgerundeten Endpartien
20 und 21 der Flanschteile 16 und 17 wird eine biege- und eckensteife Verbindung zwischen
dem Querträger 5 und den Längsträgern 4 bei kompakter Bauweise des Drehgestellrahmens
3 erzielt. Durch Anbringen der Verstärkungsrippen 23 kann die Lage des Schubmittelpunktes
S nach unten in die in Fig. 1a angedeutete Stellung verschoben werden. Es können dadurch
auch unerwünschte Verformungen (Ausbeulungen) des durch Normal- und Schubspannungen
beanspruchten ersten Flanschteils 16 vermieden werden. Je nach Ausführung des Flanschteils
16 können die Verstärkungsrippen 23 auch weggelassen werden.
[0013] In den Fig. 4 bis 14 sind nur die für die Erläuterung der Erfindung notwendigen Teile
dargestellt, wobei entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0014] Das Drehgestell nach den Fig. 4 und 5 enthält einen Querträger 27, der ein aus dem
einzigen Flanschteil 16 und dem Stegteil 18 gebildetes T-förmiges Profil mit über
seine Längserstreckung konstantem Querschnitt und konstanter Höhe H aufweist. Der
Flanschteil 16 kann gemäss Fig. 4 mit den Obergurten 13 der Längsträger 4 starr verbunden
sein oder mit diesen eine Einheit bilden. Der mit den Stegen 15 der Längsträger 4
verbundene Stegteil 18 ist an seinen freien Endpartien zusätzlich über flanschartige,
ausgerundete Versteifungspartien 28 mit den Untergurten 14 starr verbunden. Nach einer
anderen Ausführungsform kann der Flanschteil 16 mit den Untergurten 14, und der Stegteil
18 über die Versteifungspartien 28 mit den Obergurten 13 verbunden sein. Wie insbesondere
aus der Fig. 4a hervorgeht, liegt der die Verdrehachse des Querträgers 27 bestimmende
Schubmittelpunkt S des Trägerquerschnitts im Schnittpunkt der Symmetrieachsen V und
W der beiden Teilquerschnitte, also innerhalb des Flanschteils 16, so dass eine entsprechend
geringe Beanspruchung des Flanschteils 16 durch Wölbspannungen erzielt wird.
[0015] Das Drehgestell nach den Fig. 6 und 7 enthält einen Querträger 30, der ein aus dem
einzigen Flanschteil 16, dem Stegteil 18 und einem zweiten Stegteil 19 gebildetes
kreuzförmiges Profil mit im wesentlichen über seinen mittleren Längenbereich konstantem
Querschnitt und konstanter Höhe H aufweist. Der Stegteil 18 ist, wie bereits beschrieben,
an den einander zugewandten Stegen 15 der Längsträger 4 angeschweisst. Der Flanschteil
16 ist mit den Untergurten 14 starr verbunden oder bildet mit diesen eine Einheit.
Der vom Flanschteil 16 nach unten abstehende zweite Stegteil 19 verläuft über die
beiden Untergurte 14 und ist an diesen angeschweisst. Nach einer anderen Ausführungsform
können der Flanschteil 16 und der zweite Stegteil 19 mit den Obergurten 13 der Längsträger
4 verbunden sein. Der Schubmittelpunkt S des Querschnitts des Querträgers 30 kann
in den Querschnittsbereich des Flanschteils 16 verlegt werden, so dass bei einer Verdrehung
des Querträgers 30 um die entsprechende Verdrehachse der Flanschteil 16 keine oder
nur eine vernachlässigbar geringe Beanspruchung durch Wölbspannungen erfährt.
[0016] Das Drehgestell nach den Fig. 8 bis 10 enthält einen Querträger 31 mit einem durch
den breiten ersten Flanschteil 16, einen schmaleren zweiten Flanschteil 17a und einen
Stegteil 18a gebildeten I-förmigen Profil. Die Flanschteile 16 und 17a verlaufen über
den grössten Teil ihrer Länge zueinander parallel, wobei der Querträger 31 in diesem
Längenbereich mit einer kleineren Höhe H₁ ausgeführt als in seinen an die Längsträger
4 anschliessenden Endpartien. Der erste Flanschteil 16 ist in der Ebene der Untergurte
14 der Längsträger 4 angeordnet und mit diesen in beschriebener Weise starr verbunden.
Der zweite Flanschteil 17a ist mit aufgebogenen Endpartien 21a ausgeführt, die mit
den Obergurten 13 verschweisst sind. Diese Ausführung gestattet die Verwendung eines
relativ breiten zweiten Flansches 17a, welcher mit dem ersten Flanschteil 16 und dem
Stegteil 18a einen insbesondere für die Uebertragung relativ grosser vertikaler Kräfte
sowie grosser Biegemomente um die Drehgestell-Längsachse geeigneten Querschnitt bildet,
wobei die an die Obergurte 13 starr angeschlossenen Endpartien 21a eine auf Verdrehung
nachgiebige Verbindung zwischen dem Querträger 31 und den Längsträgern 4 gewährleisten.
Aufgrund der aufgebogenen und somit relativ verdrehweich ausgebildeten Endpartien
21a liegt auch bei dieser Ausführungsform die Verdrehachse des Querträgers 31 in der
Nähe des breiten Flanschteils 16, so dass dieser Hauptflansch bei einer Verdrehung
des Querträgers 31 nur durch entsprechend geringe Wölbspannungen beansprucht wird.
[0017] Das Drehgestell nach den Fig. 11 bis 13 enthält ebenfalls einen I-förmigen Querträger
32, mit einem im wesentlichen über seine ganze Länge kontinuierlich gebogenen Flanschteil
17b, dessen Breite B₁ darstellungsgemäss annähernd der Breite B des Flanschteil 16
entsprechen kann. Der zweite Flanschteil 17b ist mit einer entsprechend konkav verlaufenden
Partie des Stegteils 18b verbunden, so dass der Querträger 32 eine von seinen mit
den Längsträgern 4 starr verbundenen Endpartien gegen die Längsmittelebene x hin kontinuierlich
abnehmende Höhe H bis H₁ bzw. einen entsprechend abnehmenden Querschnitt aufweist.
Die Ausführungen nach den Fig. 8 bis 10 und 11 bis 13 sind insbesondere für Drehgestelle
geeignet, die für die Aufnahme grosser und schwerer Einbauteile vorgesehen sind.
[0018] Bei allen dargestellten Ausführungen können jeweils am ersten Flanschteil 16 Verstärkungsrippen
23 entsprechend der Darstellung nach den Fig. 1 bis 3 vorgesehen sein. Gemäss Fig.14
können entsprechende Verstärkungen 23a auch durch aufgebogene Randpartien eines entsprechend
ausgeführten Flanschteils 16a gebildet sein. Die erfindungsgemässe Ausbildung des
Drehgestellrahmens ist auch für Laufdrehgestelle ohne Antriebseinrichtung geeignet.
1. Verwindungsweiches, zweiachsiges Drehgestell für Schienenfahrzeuge, mit zwei biegesteifen
Längsträgern (4), welche über ihre ganze Länge verdrehsteif ausgebildet sind und je
einen kastenförmigen, geschlossenen Querschnitt aufweisen und welche durch eine in
einem mittleren Längenabschnitt des Drehgestells querliegend angeordnete, verdrehweich
und biegesteif ausgebildete Tragkonstruktion miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion durch einen einzigen Querträger (5, 27, 30, 31, 32) mit
offenem Profil gebildet ist, welcher einen horizontal angeordneten, zur Uebertragung
zumindest eines Hauptanteils der in Drehgestell-Längsrichtung wirkenden horizontalen
Kräfte und der um eine vertikale Drehachse (12) wirkenden Biegemomente bestimmten,
mit den beiden Längsträgern (4) starr verbundenen Flanschteil (16, 16a) und mindestens
einen vertikal angeordneten, mit dem Flanschteil (16, 16a) und den beiden Längsträgern
(4) starr verbundenen Stegteil (18, 18a, 18b, 19) enthält, und dass dieser Querträger
(5, 27, 30, 31, 32) zumindest innerhalb des mittleren Drittels seiner Längserstreckung
mit einem Querschnitt ausgeführt ist, dessen Schubmittelpunkt (S) innerhalb des Flanschteils
(16, 16a) oder zumindest in einem diesem benachbarten Höhenbereich liegt.
2. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (27) ein
durch den Flanschteil (16) und den Stegteil (18) gebildetes T-förmiges Profil aufweist.
3. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (30) ein
durch den Flanschteil (16) und zwei übereinander angeordnete Stegteile (18, 19) gebildetes
kreuzförmiges Profil aufweist.
4. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (5, 31, 32)
ein durch den den Hauptanteil der horizontalen Kräfte und der um die vertikale Drehachse
(12) wirkenden Biegemomente übertragenden, ersten Flanschteil (16, 16a), den Stegteil
(18, 18a, 18b) und einen zweiten Flanschteil (17, 17a, 17b) gebildetes I-förmiges
Profil aufweist, welches zumindest innerhalb des mittleren Drittels der Längserstreckung
des Querträgers (5, 31, 32) mit einem kleineren Querschnitt ausgeführt ist als in
seinen an die Längsträger (4) anschliessenden Endpartien, wobei der zweite Flanschteil
(17, 17a, 17b) ebenfalls mit den betreffenden Längsträgern (4) starr verbunden ist.
5. Drehgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Flanschteil (17,
17a, 17b) zumindest innerhalb des mittleren Drittels der Längserstreckung des Querträgers
(5, 31, 32) mit einem kleineren Querschnitt ausgeführt ist als der erste Flanschteil
(16, 16a).
6. Drehgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger
(5, 27, 30) eine über seine Längserstreckung konstante Höhe (H) aufweist.
7. Drehgestell nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite
Flanschteil (17, 17a, 17b) zumindest innerhalb des mittleren Drittels der Längserstreckung
des Querträgers (5, 31, 32) mit einem kleineren Querschnitt ausgeführt ist als in
seinen an die Längsträger (4) anschliessenden Endpartien (21, 21a).
8. Drehgestell nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Flanschteil (17)
mit von seinen Endpartien (21) je gegen die Längsmitte des Querträgers (5) hin kontinuierlich
abnehmender Breite (B1, B2) ausgeführt ist.
9. Drehgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Querträger (31, 32) zumindest innerhalb des mittleren Drittels einer Längserstreckung
mit einer kleineren Höhe (H₁) ausgeführt ist als in seinen an die Längsträger (4)
anschliessenden Endpartien.
10. Drehgestell nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (31) mit
von seinen Endpartien je gegen einen mittleren Längenabschnitt hin kontinuierlich
abnehmender Höhe (H₁) ausgeführt ist.
11. Drehgestell nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Flanschteil
(17a, 17b) des Querträgers (31, 32) in Drehgestell-Längsrichtung (x) gesehen, mindestens
einen bogenförmig gekrümmten Längenabschnitt aufweist.
12. Drehgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der den
Hauptanteil der horizontalen Kräfte und der um die vertikale Drehachse wirkenden Biegemomente
übertragende Flanschteil (16, 16a) mit an seinen Randpartien angebrachten, über die
Längserstreckung des Querträgers (5) verlaufenden Verstärkungsrippen (23, 23a) versehen
ist.
1. A torsionally soft two-axle bogie frame for rail vehicles, the bogie frame having
two flexurally rigid longitudinal bearers (4) which are torsionally rigid over their
whole length, each have a closed box cross-section and are interconnected by a support
structure which is disposed transversely in a central part of bogie length and which
is torsionally soft and flexurally rigid, characterised in that the support structure
is in the form of a single bolster (5, 27, 30 - 32) of open cross-section, such bolster
having: a horizontal flange part (16, 16a) rigidly connected to the two longitudinal
bearers (4) and adapted to transmit at least most of the horizontal forces acting
lengthwise of the bogie and of the bending movements acting around a vertical rotatonal
axis (12); and at least one vertical web part (18, 18a, 18b, 19) which is rigidly
connected to the flange part (16, 16a) and to the two longitudinal bearers (4), and
the bolster (5, 27, 30, 31, 32) has at least within the central third of its length
a cross-section whose shear centre (S) is disposed in the flange part (16, 16a) or
at least in a height zone adjacent the same.
2. A bogie according to claim 1, characterised in that the bolster (27) has a T-shaped
cross-section formed by the flange part (16) and web part (18).
3. A bogie according to claim 1, characterised in that the bolster (30) has a cruciform
cross-section formed by the flange part (16) and two web parts (18, 19), the latter
parts being disposed one above another.
4. A bogie according to claim 1, characterised in that the bolster (5, 31, 32) has an
I-shaped cross-section formed by the first flange part (16, 16a), the web part (18,
18a, 18b) and a second flange part (17, 17a, 17b), the first flange part transmitting
most of the horizontal forces and of the bending moments acting around the vertical
rotational axis (12), the I-shaped cross-section being embodied at least within the
central third of the length of the bolster (5, 31, 32) with a smaller cross-section
than in its end parts connecting to the longitudinal bearers (4), the second flange
part (17, 17a, 17b) also being rigidly connected to the particular longitudinal bearers
(4) concerned.
5. A bogie according to claim 4, characterised in that the second flange part (17, 17a,
17b) has at least within the central third of the length of the bolster (5, 31, 32)
a smaller cross-section than the first flange part (16, 16a).
6. A bogie according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the bolster (5,
27, 30) has a height (H) which is constant over its length.
7. A bogie according to any of claims 4 to 6, characterised in that the second flange
part (17, 17a, 17b) has at least within the central third of the length of the bolster
(5, 31, 32) a smaller cross-section than in its end parts (21, 21a) connecting to
the longitudinal bearers (4).
8. A bogie according to claim 7, characterised in that the second flange part (17) has
a width (B₁, B₂) which decreases continuously from its end parts (21) in each case
towards the longitudinal centre of the bolster (5).
9. A bogie according to any of claims 1 to 5, 7 and 8, characterised in that the bolster
(31, 32) has at least within the central third of its length a height (H₁) which is
less than in its end parts connecting to the longitudinal bearers (4).
10. A bogie according to claim 8, characterised in that the bolster (31) has a height
(H1) which decreases continuously from its end parts In each case towards a central part
of its length.
11. A bogie according to claim 9 or 10, characterised in that the second flange part (17a,
17b) of the bolster (31, 32) has, as seen lengthwise (x) of the bogie, at least one
arcuately curved length part.
12. A bogie according to any of claims 1 to 11, characterised in that the flange part
(16, 16a) which transmits most of the horizontal forces and of the bending moments
acting around the vertical rotational axis has strengthening ribs (23, 23a) which
are disposed on its edge parts and which extend over the length of the bolster (5).
1. Boggie à deux essieux, ayant de la flexibilité en rotation, pour véhicules sur rails,
comprenant deux longerons (4) résistant à la flexion qui sont réalisés de manière
à résister à la torsion sur la totalité de leur longueur et dont chacun a une section
fermée en forme de caisson et qui sont reliés l'un à l'autre par une ossature ayant
de la flexibilité en torsion et résistant à la flexion et qui est disposée transversalement
dans une partie médiane de la longueur du boggie, caractérisé en ce que l'ossature
est formée d'une unique traverse (5, 27, 30, 31, 32) ayant un profil ouvert et comprenant
une aile horizontale (16, 16a) solidarisée avec les deux longerons (4) et destinée
à la transmission d'au moins une majeure partie des forces horizontales agissant dans
la direction de la longueur du boggie et des moments de flexion agissant autour d'un
axe vertical de rotation (12), ainsi qu'au moins une âme verticale (18, 18a, 18b,
19) solidarisée avec l'aile (16, 16a) et avec les deux longerons (4), et en ce que
cette traverse (5, 27, 30, 31, 32) est réalisée au moins dans le tiers médian de sa
longueur avec une section dont le centre de cisaillement (S) est situé à l'intérieur
de l'aile (16, 16a) ou au moins à un niveau voisin de cette dernière.
2. Boggie selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse (27) a un profil
en T formé de l'aile (16) et de l'âme (18).
3. Boggie selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse (30) a un profil
cruciforme formé de l'aile (16) et de deux âmes superposées (18, 19).
4. Boggie selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse (5, 31, 32) a un
profil en I formé de la première aile (16, 16a) qui transmet la majeure partie des
forces horizontales et les moments de flexion agissant autour de l'axe vertical de
rotation (12), de l'âme (18, 18a, 18b) et d'une seconde aile (17, 17a, 17b), ce profil
étant réalisé de manière qu'au moins dans le tiers médian de la longueur de la traverse
(5, 31, 32), sa section soit plus faible que ses parties extrêmes se raccordant aux
longerons (4), la seconde aile (17, 17a, 17b) étant également solidarisée avec les
longerons correspondants (4).
5. Boggie selon la revendication 4, caractérisé en ce que la seconde aile (17, 17a, 17b)
est réalisée au moins dans le tiers médian de la longueur de la traverse (5, 31, 32)
avec une section plus faible que la première aile (16, 16a).
6. Boggie selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la traverse (5,
27, 30) a une hauteur constante (H) sur sa longueur.
7. Boggie selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la seconde aile
(17, 17a, 17b) est réalisée au moins dans le tiers médian de la longueur de la traverse
(5, 31, 32) avec une section plus faible qu'à ses parties extrêmes (21, 21a) se raccordant
aux longerons (4).
8. Boggie selon la revendication 7, caractérisé en ce que la seconde aile (17) est réalisée
avec une largeur (B₁, B₂) qui décroît en continu de chacune de ses parties extrêmes
(21) vers le milieu de la longueur de la traverse (5).
9. Boggie selon l'une des revendications 1 à 5, 7 et 8, caractérisé en ce que la traverse
(31, 32) est réalisée au moins dans le tiers médian de sa longueur avec une hauteur
(H₁) qui est plus faible qu'à ses parties extrêmes se raccordant aux longerons (4).
10. Boggie selon la revendication 9, caractérisé en ce que la traverse (31) est réalisée
avec une hauteur (H₁) qui décroît en continu de chacune de ses parties extrêmes vers
une partie médiane de la longueur.
11. Boggie selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la seconde aile (17a,
17b) de la traverse (31, 32) comprend au moins une partie de longueur courbée en arc,
vue dans la direction de la longueur (x) du boggie.
12. Boggie selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'aile (16, 16a),
qui transmet la majeure partie des forces horizontales et des moments de flexion agissant
autour de l'axe vertical de rotation, comporte des nervures de rigidification (23,
23a) placées sur ses bords et se prolongeant sur la longueur de la traverse (5).