| (19) |
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(11) |
EP 0 406 246 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.01.1992 Patentblatt 1992/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.02.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F02D 41/12 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP8900/090 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8908/776 (21.09.1989 Gazette 1989/23) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR VERMEIDUNG EINES ZU GROSSEN MOTORSCHLEPPMOMENTS
PROCESS FOR PREVENTING AN EXCESSIVE ENGINE DRAG TORQUE
PROCEDE PERMETTANT D'EVITER UN MOMENT D'ENTRAINEMENT TROP ELEVE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
16.03.1988 DE 3808692
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.1991 Patentblatt 1991/02 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- FLAIG, Ulrich
D-7145 Markgröningen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kammer, Arno, Dipl.-Ing. |
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ROBERT BOSCH GmbH
Zentralstelle Patente-Elektronik
Postfach 30 02 20 70442 Stuttgart 70442 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 205 916 EP-A- 240 409 US-A- 4 457 276
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EP-A- 206 790 US-A- 4 245 599
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- Patent Abstracts of Japan, vol.7, no.261 (M-257)(1406), 19.11.1983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Aus der EP-A205 916 ist ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1 bekannt. Zur Verringerung des Rucks beim Übergang in den Schubbetrieb wird hier
ab dem Erkennen des Schubbetriebs zuerst die Leerlaufluftzufuhr vermindert und danach
die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Analog wird am Ende des Schubbetriebs verfahren.
Nach diesem bekannten Verfahren wird auch der negative Drehzahlgradient bezüglich
eines Schwellwertes überwacht.
[0002] Aus der DE-OS 21 39 230 ist außerdem eine Vorrichtung bekannt, bei der bei Auftreten
einer gegenüber der Fahrzeuggeschwindigkeit zu kleinen Geschwindigkeit der angetriebenen
Räder ohne Bremsbetätigung die Kraftstoffzufuhr zum Motor erhöht wird. Hierdurch soll
vermieden werden, daß die angetriebenen Fahrzeugräder einen zu großen Schlupf aufweisen
und das Fahrzeug instabil wird.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das im Schubbetrieb auftretende Bremsmoment
auf einen Wert zu begrenzen, der dauerhaftes Blockieren der angetriebenen Räder verhindert.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Gegenüber der einfachen Einstellung einer Kraftstoffmenge, welche etwa der Null-Last-Menge
entspricht, hat das vorgeschlagene Verfahren den Vorteil, daß bei Fahrbahnen mit ausreichend
großem Haftbeiwert die Kraftstoffmenge bis auf Null reduziert wird, d.h., die Vorteile
der Schubabschaltung bleiben erhalten.
[0006] Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.
[0007] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiel der Erfindung
[0008] In Fig. 1 ist mit 1 ein die Motordrehzahl messender Meßwertgeber, mit 2 ein Kennlinienspeicher
für die Anfangswerte, z. B. der Resteinspritzmenge in Abhängigkeit von der Drehzahl,
mit 3 ein Multiplizierer und mit 4 eine Verstelleinrichtung zur Einstellung eines
Gliedes 5 zur Variation der Kraftstoffzufuhr bezeichnet. 4 ist z.B. die Regelstange
einer Einspritzpumpe, 5 die Einspritzpumpe selbst. Auf diese Glieder wirkt auch ein
nicht gezeigtes Fahrpedal ein. 6 ist ein Signalgeber für den Zustand "Fahrpedal in
Null-Last-Stellung" oder ein Leergasschalter. Einem Differenzierer 7 wird das Drehzahlsignal
des Meßwertgebers 1 zugeführt.
[0009] Ihm sind parallel zwei Schwellwertschalter 8 und 9 nachgeschaltet. Der Schwellwertschalter
8 spricht an, wenn die Abnahme der Motordrehzahl und damit die Verzögerung so groß
ist, daß eine Blockierneigung erkannt wird. Der Schwellwertschalter 9 spricht an,
wenn eine bestimmte Beschleunigung der angetriebenen Räder überschritten wird.
[0010] Mot 10 ist ein Vor-/Rückwärtszähler bezeichnet, dessen Zahlenwert einen Korrekturfaktor
repräsentiert, der im Multiplizierer 3 mit dem Ausgang des Kennlinienspeichers 2 verknüpft
wird. Die Normierung ist so gewählt, daß der größte Zählerstand den Faktor 1 repräsentiert.
[0011] Der Zähler hat Eingänge für "Setzen auf maximalen Zählerstand" sowie für Auf- bzw.
Abwärtszählen. Die Zählfrequenz, die an einer Klemme 13 zugeführt wird, sei z.B. durch
einen Vorteiler wählbar, und zwar unabhängig für Aufwärts- und Abwärtszählen. Weiterhin
seien die Eingänge flankengetriggert.
[0012] 11 ist ein Inventierer, 12 ein Oder-Gatter. Wird über den Singalgeber 6 signalisiert,
daß das Fahrpedal freigegeben wurde, so gelangt vom Kennlinienspeicher 2 ein von der
augenblicklichen Drehzahl abhängiges, die Resteinspritzmenge darstellendes Signal,
zum Multiplizierer 3. An dessen zweiten Eingang liegt in diesem Augenblick vom Signalgeber
6 getriggert der Korrekturwert 1 an. Damit wird unmittelbar nach Freigabe des Fahrpedals
der Verstelleinrichtung 4 und dadurch der Regelstange 4 der Einspritzpumpe 5 eine
Stellung vorgegeben, mit der genau die Resteinspritzmenge eingestellt wird.
[0013] Diese drehzahlabhängige Resteinspritzmenge wird so gewählt, daß unter praktisch allen
Betriebsbedingungen das Schleppmoment keine unzulässig hohen Werte erreicht. Bei zu
hohem Schleppmoment können die Antriebsräder blockieren und dadurch die Fahrstabilität
verlorengehen.
[0014] Da die Resteinspritzmenge für normale Verhältnisse recht hoch gewählt wird, gehen
die Vorteile der heute üblichen Schubabschaltung verloren. Erfindungsgemäß wurde daher
die Restmenge zusätzlich zur Drehzahlabhängigkeit noch zeitabhängig gemacht. Dazu
dient der im Vorwärts-/Rückwärtszähler 10 definierte Korrekturfaktor.
[0015] Unmittelbar nach Erkennen des Zustandes "Fahrpedal freigegeben" durch den Block 6
beginnt der Korrekturfaktor, ausgehend beim Wert 1, über der Zeit rampenförmig abzunehmen,
wodurch das Schleppmoment zunimmt. Die Verringerung des Korrekturwertes erfolgt solange,
bis entweder der Wert 0 erreicht ist oder die dem Schleppmoment zugeordnete Bremskraft
wegen Überschreitung der Haftreibung des Systems Reifen-Straße zum sehr schnellen
Abfall der Motordrehzahl führt. In diesem letzteren Fall wird das Signal des Differenzierers
7 größer als der Schwellwert des Schwellwertschalters 8.
[0016] Mit der positiven Flanke des Ausgangssignals des Schwellwertschalters 8 wird die
Richtung des Vorwärts-/Rückwärtszählers und ggf. seine Zählfrequenz umgeschaltet,
und zwar so lange, bis der Schwellwertschalter 9 eine positive Drehzahländerung bestimmter
Größe erkennt. Durch die positive Flanke des Ausgangssignals des Schwellwertschalters
9 wird wieder auf Abwärtszählen zurückgeschaltet. Der Vorgang kann sich wiederholen,
bis das Fahrzeug einen Betriebszustand mit konstanter Drehzahl erreicht. Dies ist
in der Regel die Leerlaufdrehzahl.
- 1
- Drehzahlsensor
- 2
- Speicher für Restmenge über Drehzahl
- 3
- Multiplizierer
- 4
- Verstelleinrichtung
- 5
- Stellglied
- 6
- Leergasschalter
- 7
- Differenzierer
- 8
- Schwellwertschalter Verzögerung
- 9
- Schwellwertschalter Beschleunigung
- 10
- Vor-/Rückwärtszähler
- 11
- Inverter
- 12
- ODER-Gatter
1. Verfahren zur Regelung der Menge des einem Motor zugeführten Kraftstoffs nach Freigabe
des Fahrpedals,bei dem von einer vorgegebenen Restmenge ausgehend die Kraftstoffmenge
drehzahlabhängig geändert wird und über eine Zeitrampe erniedrigt und gegebenenfalls
später wieder über eine Zeitrampe erhöht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Restmenge
derart gewählt wird, daß unter allen Betriebsbedingungen kein unzulässig hohes Schleppmoment
auftritt, daß die Drehzahl des Motors auf das Erreichen einer vorgegebenen Verzögerung
und einer vorgegebenen Beschleunigung überwacht wird und daß bei Erreichen der vorgegebenen
Verzögerung die die Zufuhr erhöhende und bei Erreichen der vorgegebenen Beschleunigung
wieder die die Zufuhr erniedrigende Rampe wirksam gemacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drehzahlabhängige Restmenge
zusätzlich von wenigstens einem der Motorbetriebsparameter Temperatur, Geschwindigkeit,
und/oder eingelegtem Gang abhängig ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitlich rampenförmige
Mengenänderung für Zunahme und Abnahme unabhängig voneinander wählbar sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengenänderung
durch Steuerung eines Korrekturfaktors erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Korrekturfaktor Werte
zwischen 0 und 1 änderbar ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Korrekturfaktor
durch den Zahlenwert eines Vorwärts-Rückwertszählers bestimmt wird, dem Zählimpuls
zugeführt werden.
1. Procédé pour la régulation de la quantité de carburant fournie à un moteur après
relâchement de la pédale d'accélérateur, dans lequel en partant d'une quantité résiduelle
prédéterminée on fait varier la quantité de carburant en fonction de la vitesse de
rotation et on la réduit selon une pente en fonction du temps et le cas échéant plus
tard, on l'augmente selon une pente en fonction du temps, procédé caractérisé en ce
que la quantité résiduelle est choisie de telle façon que dans toutes les conditions
de fonctionnement il ne se produise pas de moment d'entraînement inacceptablement
élevé, que la vitesse de rotation du moteur soit surveillée en fonction de la survenance
d'une décélération prédéterminée et d'une accélération prédéterminée et que, quand
la décélération prédéterminée est atteinte, on fasse agir la pente accroissant l'alimentation
et quand l'accélération prédéterminée est atteinte, on fasse agir de nouveau la pente
réduisant l'alimentation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la quantité résiduelle
fonction de la vitesse de rotation, soit en outre fonction d'au moins l'un des paramètres
de fonctionnement du moteur, tel que la température, la vitesse et/ou la vitesse enclenchée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les variations de
la quantité en forme de pente en fonction du temps servant à l'augmentation et à la
diminution, puissent être choisies indépendamment l'une de l'autre.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la variation de la
quantité se produise sous la commande d'un facteur de correction.
5. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la valeur du facteur de
correction peut varier entre 0 et 1.
6. Procédé selon les revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que le facteur de correction
peut être déterminé par la valeur de comptage d'un compteur avant/arrière, auquel
sont envoyées des impulsions de comptage.
1. Method for regulating the quantity of fuel supplied to an engine after release
of the accelerator pedal, in which the fuel quantity is altered as a function of rotational
speed starting from a specified residual quantity and is reduced along a time ramp
and, if required, is later increased again along a time ramp, characterised in that
the residual quantity is selected in such a way that no unallowably high drag torque
occurs under any operating conditions, in that the rotational speed of the engine
is monitored for the attainment of a specified deceleration and a specified acceleration
and in that on attainment of the specified deceleration the ramp increasing the supply
becomes effective and on attaining the specified acceleration again, the ramp lowering
the supply becomes effective.
2. Method according to Claim 1, characterised in that the residual quantity dependent
on rotational speed is also dependent on at least one of the engine operating parameters
of temperature, speed and/or gear engaged.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that the ramp-shaped changes
of quantity with time for the increase and decrease can be selected independently
of one another.
4. Method according to Claim 1 to 3, characterised in that the change in quantity
takes place by controlling a correction factor.
5. Method according to Claim 5 (sic), characterised in that the correction factor
value can be changed between 0 and 1.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterised in that the correction factor is
determined by the numerical value of an up/down counter to which counting pulse (sic)
are supplied.
