[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestiftung eines Spulenkörpers gemäss Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch
6 oder 7.
[0002] Durch die DE-A 25 52 534 ist es bekannt, einen oder mehrere Stifte unmittelbar vor
dem Eindrücken in einen Körper von einem von einer Drahtrolle zugeführten Draht abzutrennen,
wobei die Schere nachfolgend zum Eindrücken der Stifte in den Spulenkörper dient.
[0003] Gemäss der DE-A 26 44 406 ist es weiterhin bekannt, die Stifte zuerst zuzuschneiden
und sie in einem Rohr hintereinander anzuordnen, wobei die Stifte am Ende des Rohres
in Eindrückrichtung in eine Bohrung des Eindrückstempels eingeführt, verschoben und
in den Spulenkörper eingedrückt werden.
[0004] Derartig hergestellte Stifte können durch einen zu starken Grat in einem der Zuführungskanäle
steckenbleiben. Die Gratbildung kann sich auch während der nachfolgenden Bewicklung
des Spulenkörpers durch zusätzliche Drahtbrüche des Wikkeldrahtes nachteilig auswirken.
[0005] Ein weiterer Nachteil der einen Grat aufweisenden Stifte ist darin zu sehen, dass
beim Einstossen derselben in die Spulenkörper-Bohrung Kunststoffteile von dieser abgeschert
werden, welche dann zwischen Kontakte, beispielsweise in einer Relaisspule, gelangen
können.
[0006] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Arbeitsvorgänge des Draht- bzw. Stiftverschiebens
und das Eindrücken der Stifte in den Spulenkörper zeitlich nacheinander erfolgen müssen,
so dass längere Fertigungszeiten erforderlich sind.
[0007] Es liegt daher der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bestiftungsvorrichtung
zu schaffen, bei welcher einerseits eine zwangsweise Zuführung der Stifte, sowie die
Bestiftung des Spulenkörpers in einem Vorgang gewährleistet ist und wobei ein einwandfreies
Trennen der Stifte vom Draht sichergestellt werden soll und andererseits im Hinblick
auf eine automatengerechte Fertigung Zeitverluste weitgehend vermieden werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Teile der Patentansprüche 1 und 6 oder
7 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] Bei dem erfindungsgemässen Verfahren erfolgt in vorteilhafter Weise der Drahtvorschub
gleichzeitig mit dem Einstossen des bereits abgescherten gratfreien Stiftes in den
Spulenkörper, indem eine Drehplatte mit mindestens zwei Stiftaufnahmen vorgesehen
ist, wobei mindestens ein Draht in eine durchgehende Bohrung der in Ausgangsposition
befindlichen Stiftaufnahme eingeführt wird und gleichzeitig in der Einstossposition
der in der Stiftaufnahme befindliche Stift mittels eines Bolzens in den Spulenkörper
eingestossen wird, so dass die Fertigungszeiten wesentlich herabgesetzt und somit
die Produktionskapazität erhöht wird.
[0010] Durch ein aufeinander folgendes kontrolliertes Einführen, Abscheren bzw. Einstossen
des Drahtes bzw.Stiftes, werden Fehloperationen zwangsweise vermieden.
[0011] Ein weiterer Vorteil besteht im Vorkerben des knickstabilen Drahtes auf die erforderliche
Länge, wodurch ein schonendes, gratfreies Abscheren der Stifte in der jeweiligen Kerbe
durch Drehen der Drehplatte gewährleistet ist.
[0012] Die Bestiftung der Spulenkörper mit gratfreien Stiften (Anschlussstiften) wirkt sich
auch bei der nachfolgenden Bewicklung durch Vermeidung möglicher Drahtbrüche an den
bisher mit einem Grat behafteten Trennflächen der Stifte günstig aus.
[0013] Falls bewickelte Spulen auf Leiterplatten durch Einsetzen, Ankleben u.dgl. montiert
werden, ist es besonders vorteilhaft gratfreie Anschlüsse zu verwenden.
[0014] In vorteilhafter Weise können die Stiftenden der vierkantigen Stifte mittes einer
Klemmeinrichtung und einer Kerbeinrichtung zweiseitig bzw. mittels der Kerbeinrichtung
und einer vorgeschalteten Kerb-/Klemmeinrichtung vierseitig (als Pyramidenstumpf)
gratfrei ausgebildet werden.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
[0016] Darin zeigen:
Fig.1 ein Prinzipschema einer Seitenansicht einer Bestiftungsvorrichtung,
Fig.1 a einen Grundriss eines Teiles der Vorrichtung gemäss Fig.1,
Fig.2 einen vierkantigen Stift mit zweiseitig gratfreien Stiftenden,
Fig.3 eine ausführliche Darstellung der Bestiftungsvorrichtung (entlang der Schnittlinie
A-A in Fig.4), gemäss Fig.1,
Fig.4 einen Grundriss der Bestiftungsvorrichtung gemäss Fig.3,
Fig.5 ein Prinzipschema einer Seitenansicht einer gegenüber Fig.1 abgewandelten Bestiftungsvorrichtung,
Fig.5a einen Grundriss eines Teiles der Vorrichtung gemäss Fig.5, und
Fig.6 einen vierkantigen Stift mit vierseitig gratfreien Stiftenden.
[0017] Die Fig.1 und 1 zeigen ein Prinzipschema und Fig.3 und 4 eine entsprechende, genauere
konstruktive Ausführung einer Bestiftungsvorrichtung 10, welche aus einer Mehrrollen-Richteinrichtung
20, einer Klemmeinrichtung 25, einer Kerbeinrichtung 30 mit Drahtvorschub und einer
Drehplatte 40 mit mindestens zwei Stiftaufnahmen 41,41' besteht, wobei sich jeweils
eine der beiden Stiftaufnahmen 41 bzw.41' in der Ausgangsposition I und die andere
Stiftaufnahme 41' bzw.41 in der Einstossposition 11 im Bereich eines zu bestiftenden
Spulenkörpers 50 befindet. Die gesamte, auf einem Schlitten 14 angeordnete Bestiftungsvorrichtung
10 ist auf einer Grundplatte 12 mittels eines Pneumatikzylinders 19 gegenüber dem
Spulenkörper 50 durch Anschlagschrauben 16, 16' in einem vorbestimmten Bereich begrenzt
vor- und rückwärts verschiebbar ausgebildet. Der Spulenkörper 50 kann mit einem oder
mehreren Stiften 52, beispielsweise gemäss den Ausführungsbeispielen mit drei Anschlussstiften
52,52',52",... bestiftet werden.
[0018] Die drei entsprechenden, auf Abwickelhaspeln 21 aufgerollten Drähte 54,54',54" werden
von diesen zu der Mehrrollen-Richteinrichtung 20 geführt und in Nuten 23 (Fig.4) der
Richtrollen 22 gerichtet. Ein Einfädelhebel 24 ermöglicht das Einführen der Drähte
54,54',54" zwischen die Richtrollen 22. Die gerichteten Drähte 54,54',54" werden zwischen
einer beweglichen 27 und einer fest gelagerten Klemmbacke 27' geführt, wobei die bewegliche
Klemmbacke 27 durch einen Pneumatikzylinder 29 vertikal betätigbar ist.
[0019] Nachfolgend werden die Drähte 54,54',54" zwischen zwei Kerbplatten 33,33' der Kerbeinrichtung
30 geführt, in welcher die Drähte 54,54',54" gleichzeitig in vorbestimmten einstellbaren
Abständen, die jeweils der Stiflänge entsprechen, mittels einer Kerbzange 33-37 vertikal
vorgekerbt werden, wobei nachfolgend bei geöffneten Klemmbacken 27,27' der Klemmeinrichtung
25 ein Drahtvorschub erfolgt, indem die geschlossenen Kerbplatten 33,33' aus der Kerbposition
(mit ausgezogenen Linien dargestellt) in die vorgeschobene Position (strichliert dargestellt)
bewegt werden. Dadurch werden die Drähte 54,54',54" in durchgehende Bohrungen 42,42',42"
der Stiftaufnahme 41 bzw.41' eingeschoben und die Drähte 54,54',54" von den Abwikkelhaspeln
21 nachgezogen. In der Kerbzange 33-37 werden die Kerbplatten 33,33' in symmetrisch
zueinander angeordneten keilförmigen Hebeln 34,34' gehalten, welche mittels eines
Druckkolbens 36 mit Rollen 37,37' über je einen Drehpunkt 35,35' geschlossen bzw.
mittels Federn 34" (Fig.3) geöffnet werden, wobei der Druckkolben 36 von einem Pneumatikzylinder
38 betätigt wird.
[0020] Durch den Drahtvorschub der Kerbzange 33-37 werden die drei vorgekerbten Drähte 54,54',54"
in die durchgehenden Bohrungen 42,42',42" (Fig.la) der in Ausgangsposition I befindlichen
Stiftaufnahmen 41 bzw.41' derart eingeschoben, dass die entsprechenden Kerben 55 zwischen
die Stiftaufnahme 41 bzw.41' und die Kerbeinrichtung 30 zu liegen kommen. Die Drehplatte
40 mit beispielsweise zwei Stiftaufnahmen 41,41' wird im Uhrzeigersinn 40' bzw. Gegenuhrzeigersinn
40" aus der Ausgangsposition I in die Einstossposition 11 gedreht, wobei gleichzeitig
die vorgekerbten Drähte 54,54',54" in den Kerben 55 gratfrei abgeschert werden. Damit
gelangen die Stiftaufnahmen 41 bzw.41' aus der Ausgangsposition I in die Einstossposition
11 und die jeweils freie Stiftaufnahme 41' bzw.41 aus der Einstossposition II zurück
in die Ausgangsposition I. Die Drehplatte 40 wird durch eine pneumatische Antriebsvorrichtung
43 (Fig.4) angetrieben, wobei die Anfangsdrehung aus der I-in die II-Position bzw.
aus der II- in die I-Position durch je einen, in einem Pneumatikzylinder 48, bzw.
48' beweglich angeordneten Druckbolzen 47 bzw.47' unterstützt wird und die genaue
Positionierung der Drehplatte 40 in den Positionen 1 bzw. 11 durch den als Anschlag
wirkenden, in seiner jeweiligen Endstellung befindlichen Druckbolzen 47' bzw. 47 erfolgt.
[0021] Sobald die Stiftaufnahmen 41 bzw. 41' mit den gratfrei abgescherten Stiften 52,52',52"
in der Einstossposition II und die freie Stiftaufnahme 41' bzw.41 in der Ausgangsposition
I durch Anschläge 47' bzw. 47 positioniert sind, erfolgt einerseits ein weiterer Drahtvorschub
der vorgekerbten Drähte 54,54',54" in die zueinander fluchtenden, durchgehenden Bohrungen
42,42',42" und andererseits wird gleichzeitig in der Einstossposition II eine Einstosseinrichtung
44 horizontal derart verschoben, dass die in einem pneumatisch 49 betätigbaren Halter
45 angeordneten stiftförmigen Bolzen 46,46',46" in die durchgehenden Bohrungen 42,42',42"
der Stiftaufnahme 41' bzw.41 einpassen und die darin befindlichen Stifte 52,52',52"
in vorgesehene Bohrungen 51,51',51" des Spulenkörpers 50 eingestossen werden. Falls
beim Spulenkörper 50 für die Stifte 52,52',52" Sackbohrungen 51,51',51" zur Anwendungen
kommen, werden die Stifte mit einem geringen Abstand zum Bohrungsboden eingeschoben.
[0022] Nachdem die Bestiftung des Spulenkörpers 50 beendet ist, werden die noch in die Bohrungen
42,42',42" hineinragenden Stiftenden des Spulenkörpers 50 freigelegt, indem der Schlitten
14 der Bestiftungsvorrichtung 10 durch Betätigung des Penumatikzylinders 19 auf der
Grundplatte 12 (in der Zeichnung nach links) zurückgeschoben wird. Es könnte auch
lediglich der fertig bestiftete Spulenkörper 50 von der Bestiftungsvorrichtung 10
so verschoben werden, wie mit einem strichliert dargestellten Pfeil angedeutet ist
(siehe Fig.1).
[0023] Der Spulenkörper 50 wird in einem weiteren Arbeitsvorgang (nicht dargestellt) bewickelt
und die Drahtwicklungsenden an den Anschlussstiften 52,52',52" durch Klemmen, Andrillen
u.dgl. befestigt, um nachfolgend die Stifte in die Sackbohrungen 51,51',51" bis auf
deren Bohrungsgrund nachgestossen bzw. bei durchgehenden Bohrungen 51,51',51" weiter
eingeschoben werden, damit die sonst gespannten Wicklungsenden mechanisch zugentlastet
werden.
[0024] In Fig.2 ist ein Vierkantstift 52 mit an zwei Seiten der Stiftenden vorgekerbten
und nachfolgend in Kerben abgescherten Scherflächen 53 dargestellt, wie vorstehend
beschrieben.
[0025] In Fig.5,5a ist eine gegenüber der Fig.1 abgewandelte Bestiftungsvorrichtung 30'
dargestellt, bei welcher die Mehrrollen-Richteinrichtung 20 gegenüber der Fig.1 um
90° gedreht ist. Anstatt der Klemmeinrichtung 25 ist eine zusätzliche der Kerbeinrichtung
30 gemäss Fig.1 vorgeschaltete Kerbzange 33-37 einer Kerb-/Klemmeinrichtung 30' vorgesehen,
die ebenfalls gegenüber der Kerbeinrichtung 30 um 90° gedreht ist, wobei die Kerbzange
33-37 der Kerb-/Klemmeinrichtung 30' starr angeordnet ist. Die vierkantigen Drähte
54,54',54" werden durch um 90 gedrehte Kerbzange 33-37 horizontal in vorbestimmten
einstellbaren Abständen, die jeweils der Stiftlänge entsprechen, gekerbt, so dass
alle vier Seiten der vierkantigen Stifte 52 gemäss Fig.6 gratfrei ausgebildet sind.
Die starr angeordnete Kerbzange 30-37 der Kerbeinrichtung 30' übernimmt gleichzeitig
auch die Klemmfunktion der Klemmvorrichtung 25 gemäss Fig.1.
[0026] In Ausführungsbeispielen gemäss der Fig.1-4 bzw. Fig.5-6, sind bei der Drehplatte
40, die rund oder rechteckig (nicht dargestellt) ausgebildet sein kann, beispielsweise
zwei Stiftaufnahmen 41,41' vorgesehen, die jeweils um 180° aus ihrer Ausgangsposition
I in die Einstossposition II und umgekehrt drehbar sind. Es könnten auch beispielsweise
auf einer runden Drehplatte 40 vier Stiftaufnahmen 41 um jeweils 90 versetzt zur Anwendung
komen, wobei zwei zusätzliche Bearbeitungsstationen, beispielsweise für eine weitere
Kerbung, vorgesehen werden könnten, wobei die vier Stiftaufnahmen 41 entsprechend
ausgebildet würden.
[0027] Die Erfindung ist auf die Bestiftung von Spulenkörpern 50 für elektrische Spulen
nicht beschränkt. So könnte eine entsprechend angepasste Vorrichtung auch für die
Bestiftung von Leiterplatten u.dgl. zur Anwendung kommen.
1. Verfahren zum automatischen Einstossen mindestens eines Stiftes in einen Körper,
insbesondere in einen Spulenkörper aus Kusntstoff, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- fürjeden Stift wird in einer Bestiftungsvorrichtung (10) ein knickstabiler Draht
einer Kerbvorrichtung (30) über eine Richteinrichtung (20) und einer Klemmeinrichtung
(25) zugeführt und ausgerichtet,
- jeder Draht (54,54',54") wird in Abständen, die der Stiftlänge entsprechen, gleichzeitig
in der Kerbvorrichtung (30) gegeneinander zweiseitig gekerbt,
- geschlossene Kerbplatten (33,33') der Kerbvorrichtung (30) werden zusammen mit dem
Draht (54,54',54") um eine Stiftlänge vorgeschoben und somit der Draht von Abwickelhaspeln
(21) nachgezogen,
- gleichzeitig wird der Drahtanfang bis zu einer folgenden Kerbe (55) in eine durchgehende
Bohrung (42,42',42") einer in Ausgangsposition befindlichen Stiftaufnahme (41,41')
einer Drehplatte (40) eingeschoben,
- durch Drehen der Stiftaufnahme (41,41') mit dem entsprechenden Draht bzw.Drähten
in Scherrichtung (40',40") wird jeder Draht in seiner zwischen der Kerbeinrichtung
(30) und der Drehplatte (40) liegenden Kerbe (55) abgeschert und somit ein zweiseitig
gratfreier Stift (52) aus seiner Ausgangsposition (I) zum Spulenkörper (50) hin in
eine Einstossposition (11) gedreht,
- gleichzeitig wird die leere Stiftaufnahme (41,41') aus der Einstossposition (11)
in die Ausgangsposition (I) zurückgedreht,
- nachfolgend wird der Draht in der Klemmeinrichtung (25) festgeklemmt und die geöffneten
Kerbplatten (33,33') der Kerbeinrichtung (30) werden in ihre Ausgangsposition zurückgeschoben,
- jeder in der Stiftaufnahme (41,41') befindliche Stift (52) wird in der Einstossposition
(11) in eine entsprechende Bohrung (51,51',51") des Spulenkörpers (50) eingestossen,
und
- nach Freilegung der aus dem Spulenkörper (50) herausragenden Enden der Stifte (52),
wird die leere Stiftaufnahme (41,41') vom Spulenkörper (50) zurück in ihre Ausgangsposition
(I) gedreht, wobei gleichzeitig aus der Ausgangsposition (I) in die Einstossposition
(11) eine Stiftaufnahme (41,41') mit mindestens einem weiteren Stift (52) gedreht
wird,
- der bestiftete Spulenkörper (50) wird entnommen und ein weiterer unbestifteter Spulenkörper
(50) zugeführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass jeder Draht (54,54',54")
in einer gegenüber der Kerbeinrichtung (30) vorgeschalteten, starr angeordneten Kerb-/Klemmeinrichtung
(30') um 90° versetzt zusätzlich gegeneinander zweiseitig gekerbt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehplatte (40)
zwischen um 90° und um 180°, entsprechend der geforderten Durchlaufzahl der bestifteten
Spulen, gedreht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilegung der
aus dem Spulenkörper (50) herausragenden Enden der eingestossenen Stifte (52) durch
Zurückschieben der Einstosseinrichtung (44) vom Spulenkörper (50) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilegung der
aus dem Spulenkörper (50) herausragenden Enden der bereits eingestossenen Stifte (52)
durch Wegschieben des Spulenkörpers (50) von der Bestiftungsvorrichtung (10,10') erfolgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher nach einer
Abwickelhaspel (21) mit Endlosdraht, eine Mehrrollen-Richteinrichtung (20) vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klemmeinrichtung (25) und zur beidseitigen
Kerbung mindestens eines Drahtes (54,54',54") eine auf einer Führungsplatte (31) verschiebbare
Kerbeinrichtung (30) mit Drahtvorschub auf einem Schlitten (33) angeordnet ist, wobei
eine Kerbzange (33-37) für mindestens einen Draht (54, 54',54") vorgesehen ist, und
dass für jeden zweiseitig vorgekerbten Draht (54,54',54") eine entsprechende durchgehende
Bohrung (42,42',42") einer Stiftaufnahme (41,41') an einer Drehplatte (40) angeordnet
und aus der Stiftaufnahme (41,41') der Draht (54,54',54") als ein Stift (52) mit gegeneinander
zweiseitig gratfreien Stiftenden (53) mittels einer Einstosseinrichtung (44) in den
Spulenkörper (50) einstossbar ist.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, bei welcher
nach einer Abwickelhaspel (21) mit Endlosdraht eine Mehrrollen-Richteinrichtung (22)
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kerbung der Drähte (54,54',54")
eine auf einer Führungsplatte (31) verschiebbare Kerbeinrichtung (30) mit Drahtvorschub
auf einem Schlitten (33) angeordnet ist, wobei eine Kerbzange (33-37) für mindestens
einen Draht (54,54',54") vorgesehen ist, und der mit einem Drahtvorschub versehenen
Kerbeinrichtung (30) eine analoge jedoch starr angeordnete Kerb-/Klemmeinrichtung
(30') vorgeschaltet ist, und dass für jeden vierseitig vorgekerbten Draht (54,54',54")
eine entsprechende Bohrung (42,42',42") einer Stiftaufnahme (41,41') an einer Drehplatte
(40) angeordnet und aus der Stiftaufnahme (41,41') der Draht (54,54',54") als ein
Stift (52) mit vierseitig pyramidenstumpfartig ausgebildeten Stiftenden (53,53') mittels
einer Einstosseinrichtung (44) in den Spulenkörper (50) einstossbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerbplatten
(33,33') der Kerbzange (33-37) einen pneumatisch betätigbaren Presskolben (36) mit
Rollenpaar (37,37') über symmetrisch zueinander angeordnete um je einen Drehpunkt
(35,35') schwenkbare keilförmige Hebel (34,34') aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehplatte
(40) in einer im Uhrzeigersinn (40') bzw. im Gegenuhrzeigersinn (40") verlaufenden
Scherrichtung bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehplatte (40)
mindestens zwei Stiftaufnahmen (41,41') aufweist, und zur Beschleunigung der Anfangsdrehbewegung
der Drehplatte (40) jede Stiftaufnahme (41 bzw.41') einen in einem Pneumatikzylinder
(48 bzw.48') beweglich angeordneten Druckbolzen (47 bzw.47') und zur Positionierung
der Drehplatte (40) in den Positionen (I bzw.ll) einen als Anschlag wirkenden, in
seiner Endstellung befindlichen Druckbolzen (47' bzw.47) aufweist.