[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüfterkappe zur Hinterlüftung von Dächern im Firstbereich,
mit einem Befestigungsbereich und einem Randbereich, zwischen denen sich ein kaminartige
Langlochöffnungen zum Luftdurchtritt aufweisender Mittelbereich befindet (vgl. die
deutsche Offenlegungsschrift 39 03 157).
[0002] Durch die kaminartige Ausbildung der Langlochöffnungen wird erreicht, daß auch bei
einer geringen Anströmung der kaminartig ausgebildeten Langlochöffnungen auf der Unterseite
der Lüfterkappe ein Unterdruck ausgebildet wird, der eine gute Dachhinterlüftung bewirkt.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht das Problem der vorliegenden Erfindung
darin, die Unterdruckausbildung auf der Unterseite der Lüfterkappe für eine wirksamere
Dachhinterlüftung weiter zu verbessern.
[0004] Dieses Problem wird durch eine Lüfterkappe gelöst, die die Merkmale des Patentanspruchs
1 aufweist.
[0005] Durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Luftleitstege, die so im Bereich zwischen
den einzelnen Langlochöffnungen angeordnet sind, daß eine Luftströmung durch die Wasserablaufbereiche
unterbunden wird, wird die Luftströmung auch in diesem Bereich so abgelenkt, daß sie
deutlich zur Unterdruckausbildung beiträgt.
[0006] Ein erstes praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß die Höhe des Luftleitsteges im wesentlichen der Höhe einer benachbarten, sich
nach oben erstreckenden Kaminwand der zugeordneten Langlochöffnung entspricht. Durch
diese einfache Maßnahme wird erreicht, daß die von den Luftleitstegen beeinflußte
Luftströmung besonders wirkungsvoll zur Unterdruckausbildung beiträgt.
[0007] Die Wirkung der die Lüfterkappe anströmenden Luft kann dadurch weiter verbessert
werden, daß die Höhe der dem Randbereich benachbarten Kaminwand der Langlochöffnungen,
bezogen auf die Oberseite des Mittelbereichs, etwa doppelt so groß ist wie die Höhe
der dem Befestigungsbereich benachbarten Kaminwand.
[0008] Damit Wasser, das sich möglicherweise im Befestigungsbereich ansammelt, möglichst
ungehindert über die Lüfterkappe abfließen kann, ist bei einer anderen Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß zwischen dem Luftleitsteg und den Kaminwänden der benachbarten
Langlochöffnungen jeweils ein Wasserablaufkanal vorgesehen ist, der eine Breite von
vorzugsweise ca. 1 mm bis 2 mm aufweist.
[0009] In den Patentansprüchen 5 bis 8 sind für die praktische Ausgestaltung der Erfindung
zweckmäßige Abmessungen und Anordnungen der Luftleitstege in bezug auf die Langlochöffnungen
angegeben.
[0010] In den Patentansprüchen 9 bis 11 sind bevorzugte Abmessungen für die Langlochöffnungen
angegeben, die zweckmäßig sind, um der erfindungsgemäßen Lüfterkappe die für den Dacheinbau
erforderliche Stabilität zu verleihen.
[0011] Ein besonders geeignetes Material für die Herstellung der erfindungsgemäßen Lüfterkappe
ist Polypropylen.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher beschrieben;
in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Querschnittsdarstellung einer Lüfterkappe,
Fig. 2 eine ähnliche Querschnittsdarstellung wie in Fig. 1 für eine andere Lüfterkappe
nach der Erfindung,
Fig. 3 a eine Draufsicht auf eine Lüfterkappe nach Fig. 1 und
Fig. 3 b eine Draufsicht auf eine Lüfterkappe nach Fig. 2.
[0013] Die Fig. 1 zeigt eine Lüfterkappe mit einem Befestigungsbereich 10, einem Mittelbereich
11 und einem Randbereich 13, wobei die einzelnen Bereiche über Knickstellen ineinander
übergehen. Durch mittige Teilung dieser Kappe entstehen Kappenhälften, die in entsprechender
Weise wie die Gesamtkappe eingesetzt werden können.
[0014] Der Befestigungsbereich 10 ist randseitig mit einer beispielsweise etwa 1 mm betragenden
Abstufung 19 versehen, deren Breite so gewählt ist, daß der nicht abgestufte Befestigungsbereich
10 etwa 30 mm und der gesamte Befestigungsbereich etwa 50 mm beträgt, so daß angepaßte
Auflagen für unterschiedliche Balkenstreifen entstehen.
[0015] Der Mittelbereich 11 der aus Kunststoffmaterial, z. B. Polypropylen, bestehenden
Lüfterkappe weist kaminartige Langlochöffnungen 12 auf, die vor allem für die angestrebte
Saugfunktion von Bedeutung sind. Die kaminartig ausgebildeten Langlochöffnungen 12
sind von einer Kaminwand 16 umgeben, deren Höhe hi auf der dem Befestigungsbereich
10 zugewandten Seite etwa halb so groß ist, wie die Höhe h
2 der Kaminwand 16 auf der dem Randbereich 13 zugewandten Seite der Langlochöffnungen
12. Die Höhe h
i der Kaminwand 16 auf der Seite des Befestigungsbereichs 10 beträgt dabei z. B. 3
bis 4 mm, während die Höhe h
2 der Kaminwand 16 auf der anderen Seite der Langlochöffnung 12 ca. 6 bis 10, vorzugsweise
8 mm beträgt.
[0016] Die Mündungsebene 20 der Langlochöffnungen 12 verläuft unter einem kleinen Winkel
a geneigt gegen die Ebene 21 des Befestigungsbereichs 10. Der Winkel a liegt dabei
etwa zwischen 5° und 10°.
[0017] Seitlich versetzt gegen die Langlochöffnungen 12 sind Luftleitstege 14 vorgesehen,
deren Höhe H im wesentlichen der Höhe h
i der benachbarten Kaminwand 16 entspricht. Wie Fig. 3 a zeigt, sind die Luftleitstege
14 im gemeinsamen Endbereich zweier unmittelbar aufeinanderfolgender Langlochöffnungen
12, der einen Wasserablaufbereich 15 bildet, angeordnet. Zwischen den Luftleitstegen
14 und den benachbarten Kaminwänden 16 der Langlochöffnungen 12 sind Wasserablaufkanäle
17 vorgesehen, die eine Breite von etwa 1 bis 2 mm aufweisen und es ermöglichen, das
Wasser, welches sich an der jeweils oberen Kaminwand 16 gestaut hat, über den Wasserablaufbereich
15 abfließen kann. Die Länge 1 der Luftleitstege 14 entspricht etwa dem 1,2-fachen
bis 2-fachen des Abstandes a zwischen zwei aufeinanderfolgenden Langlochöffnungen
12.
[0018] Die Länge A der Langlochöffnungen 12, die parallel zur Längsrichtung L der Lüfterkappe
angeordnet sind, ist etwa vier- bis sechsmal so groß wie der Abstand a zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Langlochöffnungen 12. Dabei besitzen die mittig im Mittelbereich
11 angeordneten Langlochöffnungen 12 eine Breite b, die etwa der halben Breite B des
Mittelbereichs 11 entspricht.
[0019] Im Randbereich 13 der Lüfterkappe sind Stützhöcker 18 angeordnet, die aus dem Material
des Randbereichs 13 durch entsprechende Verformung gebildet sind. Die Stützhöcker
18 können dabei eine unterschiedliche Höhe je nach dem jeweiligen Einsatzfall aufweisen;
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist jedoch bevorzugt vorgesehen, daß sämtliche
Stützhöcker 18 die gleiche Höhe aufweisen.
[0020] Am Außenrand 13' des Randbereichs 13 sind Bürsten 22 angeordnet, die mit Halteleisten
23 in eine Haltenut 24 eingeschoben sind, welche zwischen einer Klammer 25 und dem
Außenrand 13' des Randbereichs 13 vorgesehen ist.
[0021] Die Funktion der erfindungsgemäßen Lüfterkappe ist wie folgt:
Wenn die randseitigen Kaminwände 16 der kaminartigen Langlochöffnungen 12 einer Lüfterkappe,
die unter den Firstziegeln in einem Dach angeordnet ist, etwa parallel zum Randbereich
13 bzw. zum Mittelbereich 11 vom Rand her angeströmt werden, so wird die anströmende
Luft von der entsprechenden Kaminwand 16 nach oben abgelenkt und erzeugt somit eine
Saugwirkung über der Langlochöffnung 12. Im Wasserablaufbereich 15 zwischen den Langlochöffnungen
12 staut sich die anströmende Luft infolge der Luftleitstege 14 und wird demzufolge
ebenfalls nach oben gelenkt, wodurch eine zusätzliche Saugwirkung erhalten wird. Auf
diese Weise wird eine Durchströmung der Wasserablaufbereiche 15 durch die anströmende
Luft verhindert, und die erfindungsgemäß abgelenkte Luftströmung strömt im Endbereich
der Langlochöffnungen 12 an den Kaminwänden 16 nach oben und verbessert so in vorteilhafter
Weise die Saugwirkung.
[0022] Die Lüfterkappe, die in den Fig. 2 und 3 b dargestellt ist, unterscheidet sich von
der Lüfterkappe nach den Fig. 1 und 3 a nur durch die Anordnung der Luftleitstege
14, die bei diesem Ausführungsbeispiel auf der dem Randbereich 13 zugewandten Seite
der Langlochöffnungen 12 angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird vom Randbereich
13 her gegen die Kaminwände 16 und die Luftleitstege 14 anströmende Luft über die
gesamte Länge der Lüfterkappe gleichmäßig nach oben abgelenkt, so daß an den Langlochöffnungen
12 eine verbesserte Saugwirkung erzielt wird.
[0023] Die Anordnung der Stützhöcker 18 in bezug auf die Langlochöffnungen 12 kann bei der
erfindungsgemäßen Langlochkappe beliebig gewählt werden, wie dies durch die unterschiedliche
Anordnung der Stützhöcker 18 bei den Lüfterkappen nach den Fig. 3 a und 3 b angedeutet
ist, da die Stützhöcker 18 keinen wesentlichen Einfluß auf die anströmende Luft haben.
1. Lüfterkappe zur Hinterlüftung von Dächern im Firstbereich, mit einem Befestigungsbereich
(10) und einem Randbereich (13), zwischen denen sich ein kaminartige Langlochöffnungen
(12) zum Luftdurchtritt aufweisender Mittelbereich (11) befindet, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Langlochöffnungen (12) ein im wesentlichen
parallel zu den Langlochöffnungen (12) verlaufender Luftleitsteg (14) zugeordnet ist,
der so angeordnet ist, daß er eine Luftströmung quer zur Längsrichtung (L) der Lüfterkappe
durch einen von den kaminartigen Langlochöffnungen (12) begrenzten Wasserablaufbereich
(15) unterbindet, ohne den Wasserablauf zu verhindern.
2. Lüfterkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (H) des Luftleitsteges
(14) im wesentlichen der Höhe (hi, h2) einer benachbarten, sich nach oben erstrekkenden Kaminwand (16) der zugeordneten
Langlochöffnung (12) entspricht.
3. Lüfterkappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h2) der dem Randbereich (13) benachbarten Kaminwand (16) der Langlochöffnungen (12),
bezogen auf die Oberseite des Mittelbereichs (11), etwa doppelt so groß ist wie die
Höhe (h1) der dem Befestigungsbereich (10) benachbarten Kaminwand (16).
4. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Luftleitsteg (14) und den Kaminwänden (16) der benachbarten Langlochöffnungen
(12) jeweils ein Wasserablaufkanal (17) vorgesehen ist, der eine Breite von vorzugsweise
ca. 1 mm bis 2 mm aufweist.
5. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitstege
(14) seitlich gegen die Langlochöffnungen (12) versetzt sind und eine Länge (1) aufweisen,
die zumindest dem Abstand (a) zweier aufeinanderfolgender Langlochöffnungen (12) entspricht.
6. Lüfterkappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (1) der Luftleitstege
vorzugsweise dem 1,2-fachen bis 2-fachen, insbesondere dem 1,5-fachen des Abstandes
(a) zwischen zwei aufeinanderfolgenden Langlochöffnungen (12) entspricht.
7. Lüfterkappe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitstege
(14) auf der dem Randbereich (13) zugewandten Seite der Langlochöffnungen (12) angeordnet
sind.
8. Lüfterkappe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitstege
(14) auf der dem Befestigungsbereich (10) zugewandten Seite der Langlochöffnungen
(12) angeordnet sind.
9. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
(A) der Langlochöffnungen (12) etwa vier- bis sechsmal so groß ist wie der Abstand
(a) zwischen zwei aneinander angrenzenden Langlochöffnungen (12).
10. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Langlochöffnungen (12) abgerundete Enden aufweisen.
11. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite (b) der Langlochöffnungen etwa der halben Breite (B) des Mittelbereichs (11)
beträgt, wobei die Langlochöffnungen (12) im wesentlichen mittig zum Mittelbereich
(11) angeordnet sind.
12. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie
aus Polypropylen besteht.