(19)
(11) EP 0 272 630 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.05.1992  Patentblatt  1992/21

(21) Anmeldenummer: 87118748.0

(22) Anmeldetag:  17.12.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5C23C 10/34, C23C 10/50

(54)

Einrichtung zur Beschichtung von Turbomaschinen-Bauteilen, insbesondere Schaufeln

Process for coating turbine components, especially turbine blades

Procédé pour appliquer un revêtement sur des articles de machines à turbine, en particulier sur les pales de turbine


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 23.12.1986 DE 3644115

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.06.1988  Patentblatt  1988/26

(73) Patentinhaber: MTU MOTOREN- UND TURBINEN-UNION MÜNCHEN GMBH
D-80976 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Walter, Heinrich
    D-8904 Friedberg 3 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 032 418
GB-A- 887 821
US-A- 4 350 719
FR-A- 1 251 736
US-A- 3 958 047
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Es ist bekannt, Turbomaschinenbauteile, z.B. Turbinenschaufeln, mit Schutzschichten, insbesondere Heißgaskorrosionsschichten, zu versehen. Bei den Einrichtungen dieser Art werden die betreffenden Bauteile in Beschichtungskästen angeordnet, in die ein für den jeweiligen Anwendungszweck geeignetes Beschichtungspulver eingebracht wird, aus dem die Beschichtung unter Beiziehung eines geeigneten Gases und unter vorgegebener Temperatureinwirkung im Diffusionsverfahren gewonnen wird.

    [0003] Dabei bereitet es Schwierigkeiten, Bauteilabschnitte, die keiner Beschichtung unterworfen werden sollen, einwandfrei gegenüber dem behälterinternen Beschichtungsprozeß abzuschirmen bzw. abzudecken. Ein örtliches Abdeckerfordernis ergibt sich dadurch, daß die betreffenden Bauteile oftmals örtlich extrem unterschiedlichen mechanischen und thermischen Belastungen im Betrieb ausgesetzt sind, d.h., eine bestimmte Bauteilsektion darf hinsichtlich der betrieblich vorgegebenen Gestaltung und Werkstoffstruktur nicht vom Beschichtungsprozeß beeinträchtigt werden, der wiederum entlang einer übrigen Bauteilstruktur verlangt wird.

    [0004] Am Beispiel einer Turbinenschaufel bedeutet dies, daß der Schaufelfuß als der hinsichtlich betrieblicher Zug- und Schwingungsbelastungen besonders gefährdete Teil der Schaufel keiner Versprödungsgefahr aus dem Beschichtungsprozeß ausgesetzt werden darf.

    [0005] Zusätzlich zu den genannten Kriterien soll eine örtliche Bauteilabdekkung den Beschichtungsaufwand auf das absolut notwendige Maß zu beschränken helfen.

    [0006] Ein weiteres Problem hinsichtlich der örtlichen Bauteilabdeckung ergibt sich aus der häufig anzutreffenden geometrisch komplexen Bauteilgestaltung.

    [0007] Im Rahmen schon untersuchtor Einrichtungen der besprochenen Art bereitet auch die Bauteilhalterung Schwierigkeiten, um gleichzeitig bezüglich örtlicher Beschichtung und Abdeckung auf der sicheren Seite liegen zu können.

    [0008] In einem aus der DE-AS 20 32 418 bekannten und dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zugrunde gelegten Fall sollen bei einer ersten Variante die zu beschichtenden Turbinenschaufeln zwischen endseitigen Erweiterungen und ihren Basen gehaltert, aufeinander folgend, entlang eines gemeinsamen Längsschlitzes eines Gehäuseträgers des Behälters aufgereiht werden, wobei u.a. besondere Gehäusetrennstücke erforderlich werden, wenn ein unmittelbarer Kontakt der Überzugszusammensetzung mit der im Gehäuseträger enthaltenen Markierungszusammensetzung verhindert werden soll. Ferner sollen dabei die offenen Enden des Gehäuseträgers durch örtliche Umbiegung verschlossen werden können.

    [0009] Bei einer zweiten Variante des bekannten Falles soll die zu behandelnde bzw. zu beschichtende Hinterkante einer Schaufel über eine schlitzförmige Öffnung in einen rohrförmigen Behandlungsträger eingesetzt werden, wobei Schaufel und Behandlungsträger gemeinsam in einer Abdeckkonfiguration (Kasten) untergebracht sein sollen.

    [0010] Eine dritte Variante des bekannten Falles behandelt stapelweises Anordnen und Aufeinanderfügen von Ringen mit dazwischen eingebetten Radscheiben unter Zuordnung die Abdeckbehälterkonfiguration verschließender, besonderer Wandteile; aus zwischen den Ringen belassenen Schlitzen sollen die zu beschichtenden Abschnitte der Schaufeln in den Beschichtungskasten ragen.

    [0011] Der bekannte Fall ist mit einem vergleichsweise hohen Bauteilund Rüstaufwand verknüpft; vorhandene Behälterstrukturen werden zur Schaffung der mit Abdeckpulver zu füllenden Gehäuseträgers (erste Variante) nicht genutzt. Der bekannte Fall setzt ferner eine Mehrfach-Schaufelaufreihung und -halterung voraus, ohne daß eine formschlüssig innige und dabei zugleich optimal dichte Halterung und Verankerung an dem genannten Gehäuseträger gewährleistet wäre. Im bekannten Fall (erste Variante) ist die betreffende Fußplatte der Schaufel nicht unmittelbar nutartig vertieft an der einen Gehäusewand abdichtend verankert.

    [0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Pulverdiffusionsbeschichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 anzugeben, die unter Ausnutzung von strukturellen Vorgaben der betreffenden Schaufel -örtliche Bauteilerweiterung(en)- und des Behälters eine vergleichsweise einfach erstellbare und betrieblich zuverlässig abdichtende und stützende Halterung der Schaufel gewährleistet.

    [0013] Die gestellte Aufgabe ist mit den Merkmalen des Kennzeichnungsteils des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß gelöst.

    [0014] Es kann somit - unter Ausnutzung vorhandener Behälterwandstrukturen- die mindestens eine Schaufel mit der Bauteilerweiterung einfachst derart über die Einschuböffnung in der Trennwand in von letzterer mitausgebildete Gehäusekammer so eingeschoben werden, daß die nicht zu beschichtende Bauteilsektion (Endabschnitt) einwandfrei abgedeckt und somit absolut keinen Einflüssen aus dem örtlichen Beschichtungsprozeß ausgesetzt ist. Für die Durchführung des Beschichtungsprozesses wird die Gehäusekammer, in der der nicht zu beschichtende Endabschnitt, z.B. ein Schaufelfuß, angeordnet ist, mit einem sogenannten "Abdeckpulver", insbesondere aus Aluminiumoxid (Al₂O₃) gefüllt; das Abdeckpulver stellt eine den Schaufelfuß vor Beschichtungsgasen schützende Dichtungspackung dar. Eine Einfüllöffnung für das Abdeckpulver muß vor Beginn des Beschichtungsprozesses verschlossen sein.

    [0015] Eine möglichst glattwandige, dicht sitzende Konturierung gegenseitiger Flächen der Bauteilerweiterung und der zugehörigen nutartigen Aussparung an der Einschuböffnung der Trennwand begünstigt die örtliche Bauteilabdeckung. Als Folge der geometrisch aufeinander abgestimmten Ausbildung (Erweiterung/nutartige Aussparung) können die örtlichen Beschichtungs-, Abdeck- und Halterungskriterien optimal erfüllt werden. Die Einrichtung ist ferner besonders gut geeignet, um eine verhältnismäßig große Anzahl gleichgeformter Schaufeln, z.B. einen kompletten Satz an Turbinenlaufschaufeln einer Turbinenstufe, zu beschichten und gleichzeitig fußseitig optimal dicht abzudecken und zu haltern, ohne besondere Rüstvorkehrungen (Bauteilumbiegungen) vornehmen zu müssen.

    [0016] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen 2 bis 10.

    [0017] Anhand der Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise weiter erläutert, es zeigen:
    Fig. 1
    einen Teilschnitt eines Beschichtungsbehälters oder -kastens der Einrichtung einschließlich einer fußseitig abgedeckt in einer Gehäusekammer sitzenden Turbinenlaufschaufel und
    Fig. 2
    einen Komplettschnitt einer weiterer Behälterausführung der Einrichtung mit einer beidendseitig in bzw. an Kammern abgedeckt gehalterten Turbinen-Schaufel.


    [0018] Die Einrichtung weist einen Beschichtungsbehälter 1 (Fig. 1) auf, in welchen hier z.B. eine Turbinenlaufschaufel 2, eingesetzt ist. Der nicht zu beschichtende Endabschnitt ist im vorliegenden Beispiel der Schaufelfuß 4, der durch fußseitiges Einsetzen in eine Gehäusekammer 3 gegenüber dem Behälterinnenraum 5 (Beschichtungszone) abgedeckt bzw. abgeschirmt ist. Nach erfolgtem Einsetzen wird die Gehäusekammer 3 mit einem geeigneten Abdeckpulver, z.B. Al₂O₃-Pulver, möglichst kleiner Teilchengröße, gefüllt und darauf die betreffende obere Einfüllöffnung der Kammer 3 mit einem Abdeckblech 6 verschlossen.

    [0019] Ausgehend davon, daß die Turbinenlaufschaufel 2 gleichzeitig infolge Einsetzens und Abdeckens auch in einer für die Beschichtung geeigneten Position im Behälter 1 angeordnet worden ist, kann der Behälter mit einem Deckel 7 verschlossen werden.

    [0020] Der Behälterinnenraum 5 enthält ein geeignetes Beschichtungspulver zur Erzeugung einer Heißgaskorrosionsschicht am Schaufelblatt sowie an der zugehörigen Bauteilerweiterung 7' (Fußplatte) der Laufschaufel 2. Die Zusammensetzung des Beschichtungspulvers ist von der Art der zu erzeugenden Schicht abhängig; sei es, ob eine sogenannte "Alitierung" oder z.B. "Inchromierung" beabsichtigt ist.

    [0021] Grundsätzlich besteht das Beschichtungspulver aus einem sogenannten "Donator", der die nachstehend genannten Elemente, z.B. Al, AlSi oder AlTi beinhaltet und beim Prozeß Al absondert sowie ferner aus einem Füllstoff (Al₂O₃) und einem Aktivator (z.B. NH₄F oder NH₄Cl). Der Diffusionsprozeß läuft z.B. unter Argon oder H₂ oder einem geeingeten Mischgas ab.

    [0022] Wie ferner aus Fig. 1 erkennbar, weist eine die Gehäusekammer 3 mit ausbildende Trennwand 8' eine Einschuböffnung 8 für den Schaufelfuß auf, die hier von den auf der Trennwand 8 aufsitzenden Gegenflächen der Erweiterung 7' (Fußplatte) dicht verschlossen ist. Es weist also die Trennwand 8' eine auf die Erweiterung 7' (Fußplatte) geometrisch abgestimmte nutartige Aussparung 9 auf, die hier als Tasche ausgebildet ist, wodurch neben einer einwandfreien örtlichen Abdeckung des Schaufelfußes 4 zugleich günstige Voraussetzungen für eine geeignete Halterung der Schaufel 2 an der Trennwand 8' geschaffen werden.

    [0023] Die Einrichtung wäre u.a. für alle möglichen Abwandlungen von Stator- und Laufschaufeln praktikabel; so z.B. auch für Turbinenleitschaufeln, die mit äußeren und/oder inneren Deckbandsegmenten ausgestattet sind, die auch hier wiederum z.B. die geeigneten erweiterungsseitigen Bauteilgegenflächen gegenüber der angrenzenden einschubseitig nutartig ausgesparten Trennwand bereitstellen könnten.

    [0024] Die Erfindung könnte auch zur örtlichen Abdeckung fußseitiger Drehzapfenpartien von verstellbaren Leit- oder Laufschaufeln verwendet werden; dabei könnte der betreffende Schaufeldrehteller in einer kreisförmig angepaßten Aussparung der Trennwand sitzen und der fußseitige Drehzapfen über die Gehäusekammer abgedeckt sein.

    [0025] Im Rahmen der Bauweise nach Fig. 1 könnten auch z.B. beidendseitige Abschnitte einer Verdichter- oder Turbinenschaufel, durch je eine Abdeckkammer abgedeckt werden, ähnlich wie dies beispielsweise in Fig. 2 näher verdeutlicht ist.

    [0026] Gemäß Fig. 1 ist die Gehäusekammer 3 zwischen der intern im Beschichtungsbehälter 1 angeordneten Trennwand 8' und bodenseitigen sowie seitlichen Wandabschnitten 10,11 der vorhandenen Behälterwandstruktur gefertigt; die Trennwand 8' könnte dabei von einem gesondert gefertigten und in den Behälter 1 eingearbeiteten Wandabschnitt erstellt werden.

    [0027] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind zwei Abdeckkammern 12,13 sich seitlich einander gegenüberliegend im Beschichtungsbehälter 14 ausgebildet; im Gegensatz zu Fig. 1 werden zwei zur Schaufelhalterung und erweiterungsseitiger Aufnahme ausgebildete Trennwände der beiden Gehäusekammern 12,13 in Fig.2 von inneren und äußeren Dichtleisten 15,16 bzw. 17,18 gebildet; zwischen den ins Behälterinnere auskragenden Flächen dieser Dichtleisten 15,16 bzw. 17,18 ist eine Turbinenlaufschaufel 19 einerseits mit der als Fußplatte ausgebildeten Erweiterung 20 und andererseits mit der als kopfseitiges Deckbandsegment ausgebildeten Erweiterung 21 nutartig ausgespart gehalten und abdichtend verankert. Der in der Gehäusekammer 13 abgedeckt angeordnete Schaufelfuß ist mit 4' bezeichnet.

    [0028] Am oberen Behälterende sind die äußeren Dichtleisten 17,18 Bestandteile einer äußeren Umwandung des mit dem Beschichtungspulver gefüllten Beschichtungsraums, der sich zwischen den beiden Gehäusekammern 12,13 erstreckt. Die über die äußeren Dichtleisten 17,18 dargestellte äußere Umwandung weist ferner eine Einfüllöffnung 22 für das Beschichtungspulver auf.

    [0029] Wie ferner aus Fig. 2 hervorgeht, sind die zunächst oben offenen Gehäusekammern 12,13 und die genannte Einfüllöffung 22 durch einen gemeinsamen Behälterdeckel 23 gleichzeitig verschließbar bzw. absperrbar, sobald die entsprechenden Pulverfüllungen (Abdeckpulver Al₂O₃/Beschichtungspulver) vorgenommen worden sind.

    [0030] Die Abdeckkammern 3 (Fig.1) bzw. 12,13 (Fig.2) werden immer erst dann mit dem Abdeckpulver (A1₂O₃) gefüllt, nachdem die Schaufeln in der genannten abdeckenden Art und Weise verankert worden sind.

    [0031] Zur gleichzeitigen Beschichtung und Abdeckung mehrerer Schaufeln, z.B. Turbinenschaufeln, kann die Trennwand 8' (Fig.1) anstelle einzelner Einschuböffnungen 8 mit einer durchgehende schlitzförmigen Einschuböffnung nebst Tasche versehen sein, um mehrere unmittelbar in einer Ebene aneinandergereihte Schaufelfußstrukturen aufnehmen und örtlich abdecken zu können; es können dabei die betreffenden nutartigen Aussparungen oder Taschen parallel zur betreffenden schlitzförmigen Einschuböffnung verlaufend ausgebildet sein, um die Bauteilerweiterungen 7', z.B. die Fußplatten, unmittelbar aufeinander folgend aufzunehmen. Sofern der Beschichtungsprzeß einen größeren Schaufelabstand notwendig werden läßt, können zwischen den Fußplatten 7' entsprechend angepaßte Distanzstücke angeordnet werden, welche in die schlitzartige bzw. langlochartige Einschuböffnung eingesetzt sind.

    [0032] Die Einrichtung kann auch vorteilhaft dann eingesetzt werden, wenn es darum geht, Bauteile zwecks Überholung neu beschichten zu wollen. In jedem Fall ist aber davon auszugehen, daß alle zu beschichtenden Bauteilflächen auf Maß fertigbearbeitet sind.

    [0033] Durch die Erfindung kann eine verhältnismäßig große Anzahl gleich oder ähnlich gestalteter Schaufeln, z.B. Turbinenschaufeln, gleichzeitig beschichtet werden; es wird auf diese Weise eine kostensparende Serienbeschichtung der Schaufeln erzielt, verknüpft mit dem Vorteil einer optimalen örtlichen Bauteilabdeckung.


    Ansprüche

    1. Einrichtung zur Pulverdiffusionsbeschichtung mindestens einer Verdichter- oder Turbinenschaufel (2), die mit einem Endabschnitt (4) in einem für den Beschichtungsprozeß dienenden Behälter (1) in einer mit einem Abdeckpulver gefüllten Kammer (3) gegenüber dem Behälterinhalt abgedeckt angeordnet und über eine Bauteilerweiterung (7') an einer Einschuböffnung (8) für den Endabschnitt (4) gehalten ist, die in einer Wand (8') der Kammer (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß

    - die Wand (8') mit der Einschuböffnung (8) eine Behälterwand ist, die mit übrigen Wandabschnitten (10;11) des Behälters (1) die Kammer (3) ausbildet;

    - die Schaufel (2) an der Einschuböffnung (8) mit der Bauteilerweiterung (7') in einer auf letztere geometrisch abgestimmten nutartigen Aussparung (9) sitzt und die Kammer (3) gegenüber dem übrigen Behälterinhalt absperrt.


     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (9) als Tasche ausgebildet ist, mit der die Einschuböffnung (8) über die auf der zugehörigen Wand (8') der Kammer (3) aufsitzenden Flächen der Bauteilerweiterung (7') abgesperrt ist.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteilerweiterung von einer Schaufelfußplatte (7') oder einem Schaufeldeckbandsegment (21) oder einem Schaufeldrehteller gebildet ist.
     
    4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (3) eine mit einem eigenen Deckel (6) verschließbare Einfüllöffnung aufweist.
     
    5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei sich seitlich einander gegenüberliegende Kammern (12,13) im Beschichtungsbehälter (14) ausgebildet sind, wobei an der Behälterinnenseite angeordnete Wandabschnitte der der Kammern (12,13) zur Aufnahme und Festlegung an beiden Endseiten der Schaufel (19) angeordneter Bauteilerweiterungen ausgebildet sind.
     
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Behälterinnenseite angeordneten Wandabschnitte der Kammern (12,13) von inneren und äußeren Dichtleisten (15,16 bzw. 17,18) gebildet sind, zwischen deren ins Behälterinnere auskragenden Flächen die Bauteilerweiterungen (Fußplatte 20, Deckbandsegment 21) abdichtend gehalten sind.
     
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Dichtleisten (17,18) Bestandteile einer äußeren Umwandung des zwischen den Kammern (12,13) ausgebildeten Beschichtungsraums sind, wobei die äußere Umwandung mindestens eine Einfüllöffnung (22) für das Prozeßpulver aufweist.
     
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die nach oben offenen Kammern (12,13) bzw. deren Einfüllöffnungen sowie die Einfüllöffnung (22) für das Prozeßpulver durch einen gemeinsamen Behälterdeckel (23) absperrbar sind.
     
    9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Behälterinnenseite angeordnete Wandabschnitte - anstelle separater Einschuböffnungen - mit einer schlitzförmigen Einschuböffnung nebst Tasche zur Halterung und abdeckenden Aufnahme mehrerer in einer Ebene aneinandergereihter Schaufeln ausgestattet sind.
     
    10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen zwei benachbarten Bauteilerweiterungen angepaßte Distanzstücke angeordnet und in die Einschuböffnung eingesetzt sind.
     


    Claims

    1. Device for the powder-diffusion, coating of at least one compressor or turbine blade (2), which is disposed with one end section (4) in a container (1) used for the coating process in a chamber (3) filled with a masking powder such that it is masked with respect to the contents of the container, and is held by means of a widened section (7') of a structural member at an insertion opening (8) for the end section (4) which opening is disposed in a wail (8') of the chamber (3), characterised in that:

    - the wall (8') comprising the insertion opening (8) is a container wall which forms the chamber (3) with other wall sections (10; 11) of the container (1); and

    - the blade (2) is located at the insertion opening (8) with the widened section (7') of the structural member in a groovelike recess (9), which is geometrically adapted to the latter, and isolates the chamber (3) with respect to the remainder of the container contents.


     
    2. Device according to Claim 1, characterised in that the recess (9) is formed as a pocket by means of which the insertion opening (8) is closed off via the surfaces of the widened section (7') of a structural member mounted on the associated wall (8') of the chamber (3).
     
    3. Device according to Claim 1 or 2, characterised in that the widened section of a structural member is formed by blade base plate (7') or a blade cover band segment (21) or a blade rotary plate.
     
    4. Device according to one or more of Claims 1 to 3, characterised in that the chamber (3) comprises a filling opening which can be closed by means of its own cover (6).
     
    5. Device according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in that at least two chambers (12, 13) which are laterally opposite one another are formed in the coating container (14), wherein ball sections of the chambers (12, 13) disposed on the interior of the container are arranged for accommodating and securing the blade (19) at the widened sections of a structural member of their ends.
     
    6. Device according to Claim 5, characterised that in the wall sections of the chambers (12, 13) disposed on the interior of the container are formed by inner and outer sealing strips (15, 16 and 17, 18 respectively) between the surfaces of which jutting into the interior of the container the widened sections of a structural member (base plate 20, cover band segment 21) are held in a leaktight manner.
     
    7. Device according to Claim 6, characterised in that the outer sealing straps (17, 18) are components of an outer peripheral wall of the coating chamber formed between the chambers (12, 13), wherein the outer peripheral wall comprises at least one filling opening (22) for the powder used in the process.
     
    8. Device according to Claim 7, characterised in that the chambers (12, 13), which are open at the top, or the filling openings thereof as well as the filling opening (22) for the powder used in the process can be isolated by a common container cover (23).
     
    9. Device according to one or more of Claims 1 to 8, characterised in that - instead of being provided with separate insertion openings - wall sections disposed on the interior of the container are provided with a slot-like insertion opening in addition to a pocket for retaining and accommodating in a masking manner a plurality of blades arranged adjacent one another in rows in a plane.
     
    10. Device according to Claim 9, characterised in that between two adjacent structural member widened sections in each case suitable space aparts are disposed and inserted in the insertion opening.
     


    Revendications

    1. Dispositif d'enduction par diffusion de poudre pour au moins une pale (2) de turbine ou de compresseur qui est disposée masquée, vis-à-vis du contenu de la caisse avec une partie terminale (4) dans une caisse (1) servant à la réalisation du processus d'enduction dans une chambre (3) remplie de poudre de masquage et maintenue par l'intermédiaire d'un élargissement de paie (7') dans un orifice (8) d'insertion destiné à la partie terminale (4), qui est placé dans une paroi (8') de la chambre (3), caractérisé en ce que:

    - la paroi (8') avec l'orifice d'insertion (8) est une paroi de cuve, qui constitue avec les autres parties de paroi (10, 11) de la caisse (1) la chambre (3);

    - la pale (2) repose sur l'orifice d'insertion (8) avec l'élargissement de pièce constitutive (7') dans un évidement (9) en forme de rainure qui lui correspond géométriquement et elle obture la chambre (3) vis-à-vis de l'autre contenu de la chambre (3).


     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'évidement (9) est en forme de poche qui est obturée par les faces de l'élargissement de pièce constitutive (7') reposant sur l'orifice d'insertion (8) de la paroi (8') correspondante de la chambre (3).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élargissement de pièce constitutive est formé par une plaque de pied de pale (7') ou un segment (21) de bande de couverture de pale ou un plateau tournant de pale.
     
    4. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3 caractérisé en ce que la chambre (3) présente un orifice de remplissage obturable avec son propre couvercle (6).
     
    5. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu on réalise au moins deux chambres (12, 13) qui se font face dans la caisse d'enduction (14), des parties de paroi des chambres (12, 13) étant ménagées sur la face interne de la caisse pour recevoir et maintenir les élargissements de pièce constitutive disposés aux deux extrémités de la pale (19).
     
    6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'on réalise des parties de paroi de chambres (12, 13) disposées sur la face interne de la caisse par des raidisseurs étanches internes et externes (15, 16 ou 17, 18) entre les faces pénétrant à l'intérieur de la caisse, on maintient hermétiquement les élargissements de pièce constitutive (plaque de pied 20, segment de bande de couverture 21).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les raidisseurs étanches externes (17, 18) sont les composantes d'une paroi périphérique externe de la chambre d'enduction formée entre les chambres (12, 13) la paroi périphérique externe présentant au moins un orifice de remplissage (22) pour la poudre de procédé.
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'on peut obturer les chambres (12, 13) ouvertes vers' le haut ou leurs orifices de remplissage ainsi que l'orifice de remplissage (22) de la poudre de procédé grâce à un couvercle commun (23).
     
    9. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les parties de paroi disposées sur la face interne de la caisse - à la place des orifices individuels d'insertion - sont munies d'un orifice d'insertion en forme de fente à côté de la poche pour maintenir et masquer plusieurs pales superposées dans un plan.
     
    10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'on place des pièces d'écartement adaptées entre deux élargissements contigus de pièces constitutives et qu'on les place dans l'orifice d'insertion.
     




    Zeichnung