(19)
(11) EP 0 296 471 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.05.1992  Patentblatt  1992/21

(21) Anmeldenummer: 88109517.8

(22) Anmeldetag:  15.06.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D06H 7/08

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Ändern des spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch

Method and device for changing the course of the stitch rows in a knitted tube

Procédé et dispositif pour modifier le cours des rangées de mailles dans un tricot tubulaire


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR IT LI

(30) Priorität: 25.06.1987 DE 3720990

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.12.1988  Patentblatt  1988/52

(73) Patentinhaber: Biesinger, Peter J.
D-88518 Herbertingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Biesinger, Peter J.
    D-88518 Herbertingen (DE)

(74) Vertreter: Braito, Herbert 
Widdersteinstrasse 17
D-88400 Biberach
D-88400 Biberach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 104 558
US-A- 1 628 215
FR-A- 1 513 235
US-A- 2 737 700
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Schlauchförmige Textilware wird in der Regel auf Rundstrickmaschinen hergestellt, wobei am Umfang eines Zylinders eine Vielzahl Stricknadeln angeordnet sind, die in zyklischer Aufeinanderfolge betätigt werden und dann jeweils eine Masche bilden. Zu der Fortleitung des Fadens in Umfangsrichtung kommt hier der axiale Vorschub in Größe etwa einer Maschenweite. Hat die Maschine am Umfang hundert Nadeln, so beträgt dieser Vorschub bei einer Maschenweite von 1 mm insgesamt 100 mm. Bei flachgelegtem Schlauch wird auf Vorder- und Rückseite jeweils die halbe Steigung von z.B. 50 mm erreicht.

    [0002] Die einzelnen Maschenbahnen verlaufen somit bei Schlauchware am ganzen Umfang spiralenförmig bzw. schraubenförmig. Zwar tritt dies bei einfarbiger Ware vor allem dann, wenn mit dünnen Fäden gearbeitet wird, nicht sonderlich in Erscheinung, es wirkt sich aber besonders störend aus, je dicker der Faden ist und je besser sich die einzelnen "Querbahnen" erkennen lassen, insbesondere also bei Helligkeits- oder Farbunterschieden, wie sie bei modischer Ringelware, Strümpfen, Pullovern oder dergleichen besonders kontrastreich eingesetzt wird.

    [0003] Um dem abzuhelfen, hat man bisher den fertiggestrickten "Spiralenschlauch" längs einer Mantellinie aufgeschnitten, die gahze Bahnwandung in eine Ebene geklappt und die Schlitzränder dann in Schlauchlängsrichtung um die Größe einer Steigung gegeneinander verschoben. Die Ware wurde nun einflächig weiterverarbeitet, das heißt, auf den Zuschneidetisch gebracht.

    [0004] In handwerklicher Praxis mag dies angehen, maschinentechnisch ist der hierfür erforderliche Aufwand jedoch sehr erheblich, und selbst dabei ist die Fertigungsleistung begrenzt. Im übrigen geht es dort um ein kaum technisches Verfahren. Da es sich bei einer solchen textilen Warenbahn um ein sehr labiles Gebilde handelt, war es nahezu unmöglich, die Steigung ganz zu entfernen und somit Kleidungsstücke herzustellen, bei denen der Ringel genau waagrecht verläuft, insbesondere war es nicht möglich, den Ringel exakt auf Deckung zu bringen.

    [0005] Die Erfindung geht gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend der US-PS 2 737 700 aus von einem Verfahren zum Ändern des zunächst spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einen Textilschlauch, zum Beispiel aus rundgestrickter Ringelware, wobei der Textilschlauch in seiner Längsrichtung kontinuierlich vorgefördert und dabei unter Bildung zweier Schlitzränder längs einer Mantellinie aufgeschlitzt wird; woraufhin die beiden schlitzränder in Längsrichtung zueinander versetzt, quer zur Förderrichtung wieder zusammengeführt und bei der gemeinsamen Weiterförderung in der erreichten Versatzlage wieder in ihrer Relativanordnung zueinander fest verbunden werden, und befaßt sich mit der Aufgabe, das ganze Verfahren zur Umwandlung des zunächst spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch auf andere Weise als nach dem Stand der Technik bei geringerem Zeit- und Bedienungsaufwand kostengünstig und exakt zu gestalten, daß der Textilschlauch in seiner Spiralen-Urform einer Arbeitsstelle zugeführt wird, diese durchläuft und mit kreisringförmigen Maschenbahnen verläßt.

    [0006] Dies geschieht zur Lösung der gestellten Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß

    a) in einer Querebene zur Transportrichtung einander entsprechende Gestaltungsmerkmale beider Schlitzränder optisch ertastet und

    b) aus Größe und ggf. Richtung der Abweichungen beider Gestaltungsmerkmale ein Korrektursignal abgeleitet wird, und daß

    c) die Festigkeit der Verbindung zwischen beiden Schlitzrändern nach ihrer erneuten Zusammenführung überprüft wird und

    d) ein Fehlersignal ausgelöst und/oder die Vorschubbewegung des Textilschlauches unterbrochen wird, wenn die überprüfung einen Mangel der wiederhergestellten Verbindung ergeben hat.



    [0007] Man kann also unter Zuführung bis zur Abgabe kontinuierlich durcharbeiten. Die schließlich eingesetzte Längsnaht kann durchweg so gestaltet werden, daß sie gegenüber dem Schlauchmaterial nach außen nicht in Erscheinung tritt, und die Korrektur der Spiralenstreifen aus langgestreckten Rauten zur Rechteckform, ergibt sich durchweg zwanglos. Das erfindungsgemäße Verfahren wird also zweckmäßigerweise in den Herstellungsgang eingefügt. Das erfordert nur geringen Zeit- und Bedienungsaufwand, läßt sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln bewerkstelligen und ist daher außergewöhnlich kostengünstig auszuführen. Es ermöglicht eine exakte Korrektur des Fadenverlaufes und ist besonders für den Einsatz im automatischen Betrieb an einer modernen technischen Maschine geeignet.

    [0008] Die Ware ist in Schlauchform wesentlich stabiler als in einlagiger Form. Daher ist es leichter und exakter möglich, die Spiralensteigung zu korrigieren bzw. die Enden eines Ringels auf Deckung zu bringen. Durch diese Schlauchform wird zudem die Weiterverarbeitung wesentlich erleichtert und verbilligt. Vor allem können dabei kostengünstigere Vorrichtungen zum Einsatz gebracht werden.

    [0009] Demgemäß ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ändern des spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch, zum Beispiel aus rundgestrickter Ringelware, insbesondere zum Ausüben des vorgeschilderten Verfahrens nach der Vorschrift des Anspruchs 7 dadurch gekennzeichnet, daß

    a) Tastmittel (72,73) zum Ertasten des Versatz-Istwertes zwischen beiden Schlitzrändern,

    b) Vergleichseinrichtungen (74) zum Vergleichen des Versatz-Istwertes mit einem Vorgabe-Istwert und

    c) eine Naht-Prüfeinrichtung und

    d) ein Signalgeber vorgesehen sind, der ein Fehlersignal auslöst oder eine Abschaltung der Vorrichtung oder ihres Vorschubantriebes steuert, wenn er einen Fehler der Verbindung erkennt.



    [0010] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in den Unteransprüchen und in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum erfindungsgemäßen Führen und Bearbeiten eines Textilschlauches,
    Fig. 2
    eine Ansicht dieser Vorrichtung von oben in Fig. 1 gesehen,
    Fig. 3
    einen Teilschnitt nach der Linie III/III in Fig. 1 mit einem einzigen Kreismesser,
    Fig. 3a
    eine Abwandlung zur Fig. 3 mit zwei auf der gleichen Welle angebrachten Kreismessern,
    Fig. 4+5
    Teilschnitte nach den Linien IV/IV und V/V in Fig. 1,
    Fig. 6
    eine vergrößerte Teil-Darstellung der Stelle VI in Fig. 1 und
    Fig. 7
    eine räumliche Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.


    [0011] Am Maschinengestell (1), das zwei Seitenständer, einen Innenständer (19) und einen Außenständer (20) aufweist, ist an der Eingangsseite in einem Rollenkorb (2) der Abwickelballen (3) eines Textilschlauches (4) gelagert, der während der folgenden Bearbeitung über einen Breithalter (5) zu einer Aufnahmevorrichtung (6) gezogen wird. Diese Aufnahmevorrichtung weist dort einen Aufwickelballen (7) auf, kann aber auch mit einer Legevorrichtung für den Tisch (8) versehen sein.

    [0012] Ein Auflageband (11) für den Breithalter (5) bildet ein erstes Vorschuborgan, das mit einer Nähmaschine (12) über Zugmittelgetriebe (13) vom Hauptmotor (10) angetrieben wird.

    [0013] Eine zweite Vorschubeinrichtung wird durch ein Andrückband (14) gebildet, das vom Zusatz-Vorschubmotor (15) angetrieben wird und sich durch eine Spannvorrichtung (16) unter einstellbarer Zugspannung halten läßt.

    [0014] Wie am besten aus den Figuren 2 und 4 zu ersehen, weist der Breithalter (5) zwei in Form von Halbschalen aus Blech oder Leichtmetallguß gebildete Führungswangen auf, eine Innenwange (17) und eine Außenwange (18). Die Innenwange (17) ist in nicht weiter gezeigter Weise so am inneren Seitenständer (19) angebracht, daß sie sich etwas lotrecht bewegen kann. Die Außenwange (18) ist dagegen an den freien Enden (21) zweier Teleskoprohre (22), die anderenendes fest am Innenständer (19) eingespannt sind, derart befestigt, daß diese sich unter dem Gewicht der Außenwange (18) etwas durchbiegen. Die Teleskoprohre (22) werden durch jeweils eine in ihnen angeordnete Schraubendruckfeder (23), die sich am Innenrohr (24) stützt und bis zum Innende des Außenrohres (25) ganz durchgeführt ist, auseinandergespannt.

    [0015] Am freien Ende (21) eines jeden Teleskoprohres (22) ist ein Drahtseil (26) angeschlossen, das über zwei Umlenkrollen (27,28) zu einer Seilscheibe (29) geführt ist, die mit der Seilscheibe des anderen Drahtseiles auf einer Welle (30) sitzt. Diese wiederum steht, wie Fig. 1 zu entnehmen ist, über einen Getriebezug (31) mit einem Getriebemotor (32) in Verbindung, so daß sich der Breithalter (5) durch Knopfdruck-Kommando aufweiten und zusammenziehen läßt.

    [0016] Beide Führungswangen haben, wie am besten aus der Darstellung der Außenwange (18) in Fig. 4 zu ersehen, U-förmigen Querschnitt mit Steg (36) und zwei Flanschen (37). An den Ablaufenden läuft jedoch das U-Profil in einer weit vorragenden flachen Leiste (38) bis zur Übergabe auf die dem Aufwickelballen (7) vorgeschalteten Führungswalzen (39) aus.

    [0017] Am Auflaufende der beiden Führungswagen sind kürzere Aufziehnasen (40) angebracht. Zwischen diesen und dem nächsten Teleskoprohr (22) ist eine Schneidevorrichtung (41) vorgesehen, deren Motorwelle (42) die Aufnahme eines einzigen Kreismessers (43) oder zweier mit axialem Zwischenabstand vorgesehener Kreismesser (44) ermöglicht. Zum Durchtritt dieser Kreismesser durch den Steg (36) der Innenwange (17) sind in diesem drei parallele Schlitzdurchbrüche (45) eingeformt. Im übrigen kann die ganze Schneidevorrichtung (41) mit der Lagerplatte (78) um die Achse (79) geschwenkt und in der Höhe verstellt werden.

    [0018] Vor Betriebsaufnahme wird zunächst das vordere Ende des Textilschlauches vom Abwickelballen (3) abgezogen, auf die Auflagerolle (9) gelegt und bei eingezogener Außenwange (18) über die Aufziehnasen des Breithalters gestreift, bis das vordere Schlauchende an das hintere Teleskoprohr (22) stößt. Dabei wird zweckmäßigerweise der Schlauch vom Vorderende aus bis über den Bereich der Schneidevorrichtung (41) hinaus mit einem Längsschlitz (49) in der Ebene des Kreismessers (43) versehen, das zunächst noch aus dem Bewegungsbereich des Schlauches ausgeschwenkt bleibt. Dabei hat der Längsschlitz (49) schon einen unteren Schlitzrand (51) und einen oberen Schlitzrand (52) gebildet. Der erstere (51), liegt auf dem Auflageband (11) und ist durch die Innenwange (17) belastet. Der andere (52), liegt auf der Oberseite (63) der Innenwange.

    [0019] Ohne eine Umlenkeinrichtung (54) bliebe die Relation der beiden Schlitzränder mit der Definition einer Axialspirale erhalten. Zum Auslenken des oberen Schlitzrandes (52) dient jedoch die zwischen den Umlenkrollen (55,56) angeordnete Umlenkeinrichtung (54) mit zwei keulenförmigen Rampenhebeln (57). Diese sitzen in einem gemeinsamen Schwenklager (58) und weisen an ihren freien Enden eine Schneide (50) auf, die auf der Oberseite (63) der Innenwange (17) aufliegt. Das Lager (58) ist an einem lotrechten Stab (59) angebracht, der durch ein Handrad (60) oder dgl. an einen gestellfesten Träger (61) gemäß Doppelpfeil (62) lotrecht verschiebbar und feststellbar gehalten ist.

    [0020] Die Einstellhöhe des Lagers (58) und damit die Auslenkhöhe h über der Oberseite (63) der Innenwange (17) kann an einer Skala (64) (Fig. 4) eingestellt werden. Das über dem oberen Schlitzrand (52) liegende Andrückband (14) läuft zwischen den beiden Umlenkrollen (65,66) gleichsinnig nach rechts in Fig. 1 und über die oberhalb der Umlenkeinrichtung (54) angeordnete Umlenkrolle (68), die im Prinzip gestellfest anzuordnen ist, nach der Darstellung aber auch am Stab (59) gelagert sein kann.

    [0021] Die Höhe h kann in Abhängigkeit von der Spiralensteigung über den Umfang des Textilschlauches, insbesondere in Abhängigkeit von der Anzahl und Breite der einzelnen Maschenbahnen eingestellt werden. Dies kann nach einem kurzen Probelauf unter Umständen durch Verstellen des Handrades (60) korrigiert werden. Der so erhaltene Versatz bleibt dann beim weiteren Betrieb normalerweise erhalten. Er kann jedoch ggf. auch als Ergebnis abweichender Tastwerte selbsttätig korrigiert werden. So läßt sich die hier mechanische Handverstellung durch einen Motorantrieb ersetzen, der etwa durch die später noch erwähnte Steuerung (75) beeinflußt wird.

    [0022] In Fig. 2 ist noch eine als Streifrolle dienende rotierende Bürste (46) zu erkennen, die mittels einer Reibrolle (47) etwa vom Antriebsriemen (48) des Zusatz-Vorschubmotors (15) für das Andrückband (14) angetrieben wird. Auf diese Weise wird der äußere Teil des oberen Schitzrandes (52) nach außen gebürstet und damit einem Herausziehen dieses Schlitzrandes in Richtung auf die Außenwange (18) entgegengewirkt.

    [0023] Die beiden Schlitzränder (51, 52) werden zwischen den Umlenkrollen (66) des Andrückbandes (14) und (67) des Auflagebandes (11) wieder zusammengeführt und durch die Nähmaschine (12) und eine anschließende Prüfeinrichtung (71) durch die Führungswalzen (39) dem Aufwickelballen (7) zugeführt. Sobald die mit einem Signalgeber versehene Prüfeinrichtung (71) einen Fehler der vorher gefertigten Naht feststellt, gibt sie ein Signal und schaltet den Hauptmotor (10) ab.

    [0024] Um das Einstellen des Versatzes der beiden Schlitzränder (51, 52) zu vereinfachen, können auf beiden Seiten dieser zusammengeführten Ränder berührungsfreie Abtasteinrichtungen (72, 73) vorgesehen sein, die mit einer Vergleichseinrichtung (74) und der Steuerung (75) in Verbindung stehen. Diese steuert in Abhängigkeit von einem verbliebenen Restversatz der beiden Schlitzränder den Zusatz-Vorschubmotor (15) und verändert dadurch auch die Geschwindigkeit des von ihm angetriebenen oberen Schlitzrandes (52). Der Ausgleich kann hier kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen.

    [0025] In der Regel reichen Hell/Dunkel-Taster aus. Wenn jedoch eine Ringelware unterschiedliche Farbtöne mit etwa gleicher Lichtstärke aufweist, sollten Farbtaster eingesetzt werden, die unmittelbar Grenzen zwischen benachbarten Farbstreifen erkennen und danach exakt schalten.

    [0026] Anstatt den Zusatz-Vorschubmotor (15) durch den Riemen (48) fest an die Rolle (66) anzuschließen, kann auch ein überlagerter Antrieb, etwa mit Differentialgetriebe, vorgesehen werden. Zweckmäßiger erscheint jedoch der Einsatz eines Schrittschaltmotors, dem je nach Versatz eine unterschiedliche Anzahl Steuerimpulse zugeführt werden.

    [0027] Während der vollständige Textilschlauch in aller Regel nach der Darstellung Fig.3 nur einmal mit dem dort eingesetzten Kreismesser (43) geschlitzt wird, sind nach Fig.3a zwei nach außen versetzte Kreismesser (44) im Schnitt. Auf diese Weise lassen sich breitere Zwischenstreifen heraustrennen, wenn aus irgendeinem Grunde an einem Randteil mit Fallmaschen gearbeitet werden mußte, die jetzt herauszutrennen sind.

    [0028] Die von der Nähmaschine (12) hergestellte "Überwendlichnaht" hat den Vorteil, daß man die übereinanderliegend zusammengeführten Schlitzränder (51, 52) in dieser Doppellage vernähen und dann um die gemeinsame Kante wieder ausschwenken und stirnseitig aneinanderfügen kann. Dies erfolgt ohne besondere Vorgänge im weiteren Verlauf der Behandlung.

    [0029] In aller Regel soll der ganze "Rapport" ausgeglichen werden. Es ist aber auch denkbar, daß man nur die Steigung der Spirale ändern will, indem nur ein Teil des Versatzes ausgeglichen wird. Dieser Versatz kann kontinuierlich oder diskontinuierlich ertastet werden, wie auch die Korrektur in der einen oder anderen Weise erfolgen kann. Grundsätzlich ist es auch möglich, Korrekturen ausschließlich durch Veränderung des Umweges zu bewerkstelligen, indem etwa das Schwenklager (58) unter Einwirkung der Steuerung (75) motorisch verstellt wird.

    [0030] Eine weitere Korrekturmöglichkeit besteht auch darin, daß man ausschließlich die Geschwindigkeit des einen Schlitzrandes gegenüber dem anderen, etwa bis zum Zusammenführen derart unterschiedlich gestaltet, daß jeweils etwa eine Steigung der Spirale gerade ausgeglichen wird. Man kommt dann im Prinzip mit linearen Führungen aus, auch wenn u.U. eine zwischenzeitige Querauslenkung zur Aufrechterhaltung der Förderspannung notwendig werden sollte.

    [0031] Anstatt die normalen Maschenbahnen abzutasten, lassen sich auch gesonderte Signalgeber, etwa aus strahlungsfähigem oder metallisch leitfähigem Werkstoff in die Längswand einarbeiten und ertasten, z.B. ein in eine spiralenförmige Maschenbahn eingezogener Faden aus Signalwerkstoff.

    [0032] Während man sich in der Regel am tatsächlichen Versatz der beiden Schlitzränder orientiert, kann man auch die Versatzdifferenz oder deren Änderung ertasten. Meist erfaßt man dabei auch die Korrekturrichtung. Diese ergibt sich aber ggf. auch durch einen Vergleich zwischen zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Tastvorgängen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Ändern des zunächst spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch, zum Beispiel aus rundgestrickter Ringelware, wobei der Textilschlauch in seiner Längsrichtung kontinuierlich vorgefördert und dabei unter Bildung zweier Schlitzränder längs einer Mantellinie aufgeschlitzt wird; woraufhin die beiden Schlitzränder in Längsrichtung zueinander versetzt, quer zur Förderrichtung wieder zusammengeführt und bei der gemeinsamen Weiterförderung in der erreichten Versatzlage wieder in ihrer Relativanordnung zueinander, fest verbunden werden, dadurch gekennzeichnet,

    a) daß in einer Querebene zur Transportrichtung einander entsprechende Gestaltungsmerkmale beider Schlitzränder optisch ertastet und

    b) aus Größe und ggf. Richtung der Abweichungen beider Gestaltungsmerkmale ein Korrektursignal abgeleitet wird, und daß

    c) die Festigkeit der Verbindung zwischen beiden Schlitzrändern nach ihrer erneuten Zusammenführung überprüft wird und

    d) ein Fehlersignal ausgelöst und/oder die Vorschubbewegung des Textilschlauches unterbrochen wird, wenn die Überprüfung einen Mangel der wiederhergestellten Verbindung ergeben hat.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Abtastung wenigstens einzelner Punkte von Maschenbahnen oder Grenzlinien zwischen unterschiedlich gestalteten, ausgangs spiralenförmig verlaufenden Querstreifen.
     
    3. Verfahren zum Ändern des zunächst spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch, zum Beispiel aus rundgestrickter Ringelware, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, wobei in den abgetasteten Feldern der beiden Schlitzränder jeweils die sichtbare Farbtönung ertastet und gegebenenfalls gemessen wird.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei gesonderte Signalgeber aus gut ertastbarem, zum Beispiel strahlungsfähigem oder metallisch leitfähigem Werkstoff in die Längsränder eingearbeitet werden.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem wenigstens ein Faden aus Signalwerkstoff in eine spiralenförmige Maschenbahn eingearbeitet wird.
     
    6. Verfahren zum Ändern des spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch, nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zwischenzeitig getrennten Schlitzränder nach dem Zusammenführen durch eine Überwendlichnaht bzw. Beschlingnaht miteinander vernäht werden.
     
    7. Vorrichtung zum Ändern des spiralenförmigen Verlaufs von Maschenbahnen in einem Textilschlauch, zum Beispiel aus rundgestrickter Ringelware, insbesondere zum Ausüben des vorgeschilderten Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Vorrichtungsgestell (1), einer an diesem angebrachten Innenführung (5) für den Textilschlauch (4) und wenigstens einer Fördereinrichtung (11) zum kontinuierlichen Fördern des Textilschlauches über die Innenführung (5), ferner mit einer im Bereich der Innenführung (5) angebrachten Schneideeinrichtung (41) zum Aufschlitzen des Textilschlauches (4) in Vorschubrichtung, mit getrennten Führungen zum Führen der beiden den Längsschlitz (49) begrenzenden Schlitzränder (51,52) über unterschiedlich lange Vorschubwege und/oder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zum Versetzen dieser Schlitzränder (51, 52) aus ihrer früheren Bezugslage heraus gegeneinander und zum anschließenden Zusammenführen der Schlitzränder in der Versatz-Relation, mit einer Verbindungseinrichtung (Nähmaschine (21)) zum erneuten Verbinden der wieder zusammengeführten Schlitzränder (51,52) zur Schlauchform während der Weiterförderung und einer der Verbindungseinrichtung (12) nachgeschalteten Naht-Prüfeinrichtung (71), dadurch gekennzeichnet, daß

    a) Tastmittel (72,73) zum Ertasten des Versatz-Istwertes zwischen beiden Schlitzrändern,

    b) Vergleichseinrichtungen (74) zum Vergleichen des Versatz-Istwertes mit einem Vorgabe-Istwert,

    c) eine Naht-Prüfeinrichtung und

    d) ein Signalgeber vorgesehen sind, der ein Fehlersignal auslöst oder eine Abschaltung der Vorrichtung oder ihres Vorschubantriebes (11,14) steuert, wenn er einen Fehler der Verbindung erkennt.


     
    8. Vorrichtung zum Ändern von Ringelware, insbesondere nach Anspruch 7 mit Korrektureinrichtungen (75) zum Korrigieren der Versatzwerte nach Vergleich mit Vorgabewerten.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, deren Tastmittel

    a) wenigstens zwei optische Tastelemente (72,73)

    b) zum berührungsfreien Abtasten einander zugeordneter Merkmale der beiden Schlitzränder (51,52) aufweisen.


     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, mit folgenden Merkmalen:

    a) es ist eine Zusatzeinrichtung, ein Zusatzantrieb oder eine Zusatzsteuerung (75) zum Ausgleich der Versatzdifferenz vorgesehen;

    b) diese Zusatzeinrichtung ist dem Vorschubantrieb (10,15) für einen Schlitzrand (51,52) überlagert;

    c) sie steuert auch die Richtung des Versatzausgleichs.


     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, mit

    a) Abtastelementen für Strahlungen außerhalb des sichtbaren Lichtes, entweder

    b) der Eigenstrahlung gesonderter im Textilschlauch (4) angebrachter Signalelemente oder

    c) einer durch die Signalelemente geänderten oder abgelenkten Fremdstrahlung.


     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 7, deren Innenführung

    a) einen Breithalter (5) mit zwei seitlichen Führungswangen (17,18) aufweist,

    b) die quer zur Förderrichtung über einer Auflagefläche (11) gegeneinander verstellbar angeordnet sind;

    c) eine der beiden Führungswangen, die Innenwange (17), ist dem Maschinengestell (1) zugeordnet und

    d) weist wenigstens eine sich in Förderrichtung erstreckende Ausnehmung (45) zum Durchtritt eines Schlitzmessers (43, 44) der Schneidevorrichtung (41) auf.


     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, mit folgenden Merkmalen:

    a) die Innenwange (17) ist unmittelbar am Maschinengestell (1) befestigt

    b) und mit der Außenwange (18) über von ihr freitragend quer abragende Teleskoprohre (22) verbunden,

    c) die zwischen den beiden Führungswangen (17,18) wirkende Druckfedern aufnehmen.


     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 15, mit folgenden Merkmalen:

    a) an der Außenwange (18) sind zwei flexible Zugmittel (25) angeschlossen,

    b) die durch die Teleskoprohre (22) hindurch nach außen geführt und

    c) an ein gemeinsames, vorzugsweise durch einen Stellmotor (32) antreibbares Stellorgan (30) angeschlossen sind.


     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 12, mit folgenden Merkmalen:

    a) die Schneidevorrichtung (41) weist ein rotierendes Schlitzmesser auf, ein Kreismesser (43),

    b) das von einem Schlitzmotor in Umdrehung versetzt wird und

    c) parallel zu einer bzw. seiner Ebene in den Textilschlauch (4) hinein bewegbar geführt ist,

    d) wobei an der das Schlitzmesser (33) tragenden Messerwelle (42) Halterungen für wenigstens zwei unter Zwischenabstand anzubringende Schlitzmesser (43) vorgesehen sind.


     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, mit folgenden Merkmalen:

    a) wenigstens die Innenwange (17) ist als zur äußeren Führungswange (18) hin geöffnete Hohlschale ausgebildet;

    b) sie besteht aus formbeständigem Werkstoff wie Metallblech oder Metallguß;

    c) zum wahlweisen Anbringen einer oder zweier unter Zwischenabstand vorgesehener Längsschlitze (49) im Textilschlauch (40 dienen drei parallele schlitzförmige Durchbrechungen (45) der Schalenwand.


     
    17. Vorrichtung nach Anspruch 12, mit folgenden Merkmalen:

    a) unter dem Bewegungsbereich des Breithalters (5) ist ein breites Auflageband (11) angebracht,

    b) das insbesondere mit der Fördergeschwindigkeit des Textilschlauches (4) angetrieben wird;

    c) der untere Schlitzrand (51) ist durch das Gewicht des Breithalters (5) auf dem Auflageband (11) belastet und gehalten,

    d) während der obere Schlitzrand (52) durch ein gesondertes Vorschubmittel (14) auf die Oberseite der inneren Führungswange (17) gedrückt wird.


     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 17, mit folgenden Merkmalen:

    a) das obere Vorschubmittel ist ein endloses flexibles Zugmittel (14),

    b) das durch ein Spannmittel wie eine feder- oder gewichtsbelastete Spannrolle (65) gespannt wird;

    c) sein Untertrum liegt auf dem auf der Innenwange (17) des Breithalters (5) liegenden oberen Schlitzrand (52) des Textilschlauches (4) auf.


     
    19. Vorrichtung nach Anspruch 18, mit nachstehenden Merkmalen:

    a) das flexible Zugmittel ist ein flaches Andrückband (14);

    b) sein Untertrum ist, insbesondere zwischen zwei Umlenkrollen, über einen quer von der Haupt-Auflagefläche (63) wegragenden Umweg-Vorsprung (57,58) geführt,

    c) der gegenüber dem Förderweg des Auflagebandes zu einem Umweg des oberen Vorschubmittels (14) zur Bildung des Versatzes zwischen den beiden Schlitzrändern (51,52) führt.


     
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, mit folgenden Merkmalen:

    a) Der Umwegvorsprung ist durch eine Doppelrampe mit einer oberen Abrundung gebildet,

    b) zwei keulenartige Rampenhebel (57) sind mit ihren dickeren, abgerundeten Enden um eine quer zur Haupt-Vorschubrichtung liegende Achse in einem gemeinsamen Ablenklager (58) gehalten;

    c) ihre freien Enden (50) sind keilförmig angeschärft und liegen unter dem oberen Schlitzrand auf der Innenwange (17) des Breithalters auf.


     
    21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dessen Ablenklager (58) gegenüber der Auflage (63,17) des oberen Schlitzrandes (52) verstellbar angeordnet ist.
     
    22. Vorrichtung nach Anspruch 18, wobei dem oberen Schlitzrand (52) wenigstens eine Streichrolle (46) zugeordnet ist, die auf den Schlitzrand von der Außenwange (18) weg einwirkt.
     


    Claims

    1. A method for modifying the initially helical course of lines of meshes in an item of hosiery, as for instance a circularly knitted and circularly striped fabric, in the case of which the item of hosiery is continuously fed in its longitudinal direction and, with the formation of two cut edges, is slit along a line thereon, following which the two cut edges are offset in relation to each other, are moved back towards each other transversely in relation to the direction of feed and during such common feed are permanently joined together in the attained offset position in a relative position to each other, characterized in that:

    a) the design features of the two cut edges corresponding to each other in a plane which is transverse in relation to the feed direction are optically sensed and

    b) from the size and if appropriate the direction of the departures of the two design features a correction signal is derived and

    c) the strength of the connection between the two cut edges is checked after they have been brought together again and

    d) an error signal is produced and/or the feed movement of the hosiery is interrupted, if the check shows that there is a defect in the remade connection.


     
    2. The method as claimed in claim 1, characterized by sensing of at least individual points on mesh lines or boundary lines between differently designed and initially helically extending transverse stripes.
     
    3. A method for modifying the initially helical course of lines of meshes in an item of hosiery, as for instance a circularly knitted and circularly striped fabric, more particularly as claimed in claim 1 or claim 2, in the case of which in the sensed areas of the two cut edges respectively the visible coloration is sensed and if appropriate is measured.
     
    4. The method as claimed in any one of the preceding claims 1 through 3, in the case of which readily detected separate signal producing means, as for instance material able to radiate or metallic material are worked into the longitudinal edges.
     
    5. The method as claimed in claim 4, in the case of which at least one thread of a signal material incorporated in a helical mesh line.
     
    6. The method for modifying the initially helical course of lines of meshes in an item of hosiery, as claimed in any one of the preceding claims 1 through 5, characterized in that the two intermediately separated cut edges are sewn together by overlock or loop stitching.
     
    7. An apparatus for modifying the initially helical course of lines of meshes in an item of hosiery, as for instance a circularly knitted and circularly striped fabric, more particularly foil use in the above described method as claimed in any one of the preceding claims 1 through 6, comprising an apparatus frame (1), an inner guide (5) mounted thereon for the hosiery (4) and at least one feed device (11) for continuously feeding the hosiery over the inner guide (5), and furthermore a cutting device (41), mounted adjacent to the inner guide (5) for sitting the hosiery (4) in the direction of feed, separate guides for guiding the two cut edges (51 and 52) bordering the longitudinal slot (49) along feed paths of different length and/or at different speeds in order to offset these cut edges (51 and 52) out of their previous relative position in relation to each other and for then bringing together the cut edges in the offset position, a connecting device or sewing machine (12) for renewed connecting together of the returned cut edges (51 and 52) into a hose form during further feed and a seam checking device (71) following the connecting device (12), characterized in that

    a) a sensing device (72 and 73) for sensing the actual value of the offset between the two cut edges,

    b) a comparison device (74) for comparison of the actual value of the offset with a set value,

    c) a seam checking device and

    d) a signal producing means are provided, which produces an error signal or causes a switching off of the device or of its feed drive (11 and 14), if it detects an error in the connection.


     
    8. An apparatus for modifying circularly striped fabric, more particularly as claimed in claim 7 comprising correcting means (75) for correcting offset values after comparison with set values.
     
    9. The apparatus as claimed in claim 8, whose sensing device comprises

    a) at least two optical sensing elements (72 and 73)

    b) for sensing mutually corresponding features of the two cut edges (51 and 52) without making contact.


     
    10. The apparatus as claimed in claim 8 or claim 9 comprising the following features:

    a) the provision of an additional device, an additional drive or an additional control (75) for allowing for the offset differential,

    b) this additional device is adapted to modulate the feed drive (10 and 15) for one cut edge (51 and 52),

    c) it also controls the direction of the allowance for offset.


     
    11. The apparatus as claimed in claim 10 comprising

    a) sensing elements for radiation other than visible light being either

    b) inherent radiation from signal elements arranged in the hosiery (4),

    c) outside radiation modified by the signal elements or deflected thereby.


     
    12. The apparatus as claimed in claim 7, whose inner guide

    a) has a spreader (5) with two lateral guide cheeks (17 and 18),

    b) which are arranged for adjustment in relation to each other transversely in relation to the direction of feed over a support surface (11),

    c) and one of the two guide cheeks, that is to say the inner cheek (17), is associated with the machine frame (1)

    d) and has at least one recess (45) extending in the direction of feed for the passage of a slitting knife (43 and 44) of the cutting device (41).


     
    13. The apparatus as claimed in claim 12 comprising the following features:

    a) the inner cheek (17) is directly mounted on the machine frame (1),

    b) and is connected with the outer cheek (18) by the intermediary of telescoping tubes (22) extending cantilever-fashion from it in a transverse direction,

    c) which receive compression springs acting between the two guide cheeks (17 and 18).


     
    14. The apparatus as claimed in claim 15 comprising the following features:

    a) on the outer cheek (18) two flexible traction elements (25) are connected,

    b) which extend through the telescoping tubes (22) outwards, and

    c) are connected with a common setting member (30) which is preferably driven by a servo motor (32).


     
    15. The apparatus as claimed in claim 12 comprising the following:

    a) the cutting device (41) comprises a rotary slitting knife, a circular knife (43)

    b) which is offset from a sitting motor in rotation and

    c) is guided in parallelism to a or its plane for movement into the hosiery (4),

    d) and holding means being provided on the knife shaft (42) bearing the sitting knife (33), for at least two slitting knives (43) to be arranged with a spacing between them.


     
    16. The apparatus as claimed in any one of the preceding claims 12 through 15 comprising the following features:

    a) at least the inner cheek (17) is designed in the form of a hollow dish opening towards the outer guide cheek (18),

    b) it consists of a dimensionally stable material such as sheet metal or cast metal,

    c) for the selective cutting of one or two longitudinal slots (49) in the hosiery (4) with a spacing between them there are three parallel slot-like openings (45) in the wall of the dish.


     
    17. The apparatus as claimed in claim 12 with the following features:

    a) underneath the range of movement of the spreader (5) a broad support belt (11) is arranged,

    b) which is more particularly driven at the feed speed of the hosiery (4),

    c) the lower slot edge (51) is loaded and held by the weight of the spreader (5) of the support belt (11),

    d) while the upper cut edge (52) is thrust by a separate advancing means (14) against the upper side of the inner guide cheek (17).


     
    18. The apparatus as claimed in claim 17 comprising the following features:

    a) the upper advancing means is in the form of an endless flexible traction means (14),

    b) which is held taut by a tensioning means such as a spring or gravity loaded tensioning pulley (65), and

    c) its lower run is rested on the upper cut edge (52), which is on the inner cheek (17) of the spreader (5), of the hosiery (4).


     
    19. The apparatus as claimed in claim 18 comprising the following features:

    a) the flexible traction element is a flat pressing belt (14),

    b) whose lower run is guided, more particularly between two bend pulleys, over a deflector projection (57 and 58) extending transversely away from the main support surface (63),

    c) such projection leads to a deflected path, different to the feed path of the support belt, for the upper advancing means (14) in order to constitute an offset between the two cut edges (51 and 52).


     
    20. The as claimed in claim 19 comprising the following features:

    a) the defecting projection is constituted by a double ramp with an upper rounded part,

    b) two club-like ramp levers (57) are arranged so that their thicker, rounded ends are held in a common deflecting bearing (58) about an axis which is transverse in relation to the main direction of feed, and

    c) their free ends (50) are pointed to be in the form of wedges and they lie underneath the upper cut edge on the inner cheek (17) of the spreader.


     
    21. The apparatus as claimed in claim 20, whose deflecting bearings (58) is arranged adjustably in relation to the support (63 and 17) of the upper cut edge (52).
     
    22. The apparatus as claimed in claim 18 in the case of which at least one coating roll (46) is associated with the upper cut edge (52) and acts on the cut edge away from the outer cheek (18).
     


    Revendications

    1. Procédé pour modifier le cours initialement hélicoïdal de rangs de mailles dans un tube textile, par exemple un tricot rayé tricoté en rond, danslequel le tube textile est avancé en continu dans sa direction longitudinale et est fendu par formation de deux bords de fente le long d'une génératrice; après quoi les deux bords sont décalés mutuellement en direction longitudinale, sont réunis transversalement à la direction d'avance et, au cours de leur avance en commun dans la position décalée atteinte, sont liés à nouveau solidement l'un à l'autre dans leur position relative, caractérisé en ce que :

    a) des caractéristiques de configuration mutuellement correspondantes des deux bords, dans un plan transversal à la direction de transport, sont détectées optiquement et

    b) un signal de correction est dérivé de l'amplitude et, le cas échéant, du sens des écarts des deux caractéristiques de configuration, et en ce que

    c) la solidité de la liaison entre les deux bords après leur réunion est contrôlée et

    d) un signal d'erreur est délivré et/ou le mouvement d'avance du tube textile est interrompu si le contrôle indique un défaut de la liaison rétablie.


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par la détection d'au moins quelques points de rangs de mailles ou de limites entre des bandes transversales configurées différemment et se terminant hélicoïdalement.
     
    3. Procédé pour modifier le cours initialement hélicoïdal de rangs de mailles dans un tube textile, par exemple un tricot rayé tricoté en rond, notamment selon la revendication 1 ou 2, dans lequel, dans chacun des domaines détectés des deux bords de fente, la coloration visible est détectée et, le cas échéant, mesurée.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel des indicateurs spéciaux en matière facilement détectable, par exemple capable de rayonner ou à conductibilité métallique, sont incorporés aux bords longitudinaux.
     
    5. Procédé selon la revendication 4, dans lequel au moins un fil en matière indicatrice est incorporé à un rang de mailles hélicoïdal.
     
    6. Procédé pour modifier le cours initialement hélicoïdal de rangs de mailles dans un tube textile, selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les deux bords temporairement séparés sont cousus l'un à l'autre au moyen d'un surjet après leur réunion.
     
    7. Dispositif pour modifier le cours initialement hélicoïdal de rangs de mailles dans un tube textile, par exemple un tricot rayé tricoté en rond, notamment pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 6, comportant un bâti (1), un guide intérieur (5) monté sur celui-ci pour guider le tube textile (4), et au moins un dispositif d'entraînement (11) pour faire avancer en continu le tube textile au moyen du guide intérieur (5), et comportant en outre un dispositif de coupe (41) disposé dans la zone du guide intérieur (5) pour fendre le tube textile (4) dans la direction d'avance, des guides séparés pour guider les deux bords (51, 52) délimitant la fente longitudinale (49) sur des parcours de longueurs différentes et/ou à des vitesses différentes pour décaler mutuellement ces bords (51, 52) à partir de leur position relative antérieure et pour les réunir ensuite en position de décalage relatif, un dispositif de liaison (machine à coudre 12) pour lier à nouveau les bords réunis (51, 52) en rétablissant la forme tubulaire pendant la suite de l'advance, et un dispositif de contrôle de couture (71) disposé à la suite du dispositif de liaison (12), caractérisé en ce qu'il comporte :

    a) des moyens de détection (72, 73) pour mesurer la valeur effective du décalage entre les deux bords,

    b) des moyens de comparaison (74) pour comparer la valeur effective du décalage à une valeur prédéterminée,

    c) un dispositif de contrôle de couture et

    d) un générateur de signal qui délivre un signal d'erreur ou commande un arrêt du dispositif ou de son entraînement de l'avance (11, 14) quand il détecte un défaut de la liaison.


     
    8. Dispositif pour modifier un tricot rayé, notamment selon la revendication 7, comportant des moyens de correction (75) pour corriger les valeurs de décalage après comparaison avec des valeurs prédéterminées.
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, dont les moyens de détection comportent :

    a) au moins deux éléments optiques de détection (72, 73),

    b) pour détecter sans contact des caractéristiques mutuellement correspondantes des deux bords (51, 52).


     
    10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) il est prévu un moyen additionnel, un entraînement additionnel ou une commande additionnelle (75) pour compenser la différence de décalage;

    b) ce moyen additionnel est superposé à l'entraînement d'avance (10, 15) d'un bord (51, 52);

    c) il commande aussi le sens de la compensation.


     
    11. Dispositif selon la revendication 10, comportant :

    a) des éléments de détection de rayonnements en dehors de la lumière visible, à savoir

    b) soit le rayonnement propre d'éléments indicateurs spéciaux disposés dans le tube textile (4),

    c) soit un rayonnement extérieur modifié ou réfléchi par les éléments indicateurs.


     
    12. Dispositif selon la revendication 7, dont le guide intérieur

    a) comporte un tendeur de largeur (5) pourvu de deux joues latérales de guidage (17, 18)

    b) qui sont réglables l'une par rapport à l'autre transversalement à la direction d'advance, sur une surface d'appui (11);

    c) l'une des deux joues de guidage, la joue intérieure (17), est associée au bâti (1) de la machine et

    d) comporte au moins un évidement (45) pour le passage d'un couteau (43, 44) du dispositif de coupe (41).


     
    13. Dispositif selon la revendication 12, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) la joue intérieure (17) est fixée directement au bâti (1)

    b) et reliée à la joue extérieure (18) par des tubes télescopiques (22) montés en porte-à-faux sur elle,

    c) ces tubes contenant des ressorts de compression entre les deux joues (17, 18).


     
    14. Dispositif selon la revendication 15, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) la joue extérieure (18) est raccordée à deux organes flexibles de traction (25)

    b) qui sortent des tubes télescopiques (22) et

    c) sont raccordés à un organe de réglage (30) pouvant de préférence être actionné par un servomoteur (32).


     
    15. Dispositif selon la revendication 12, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) le dispositif de coupe (41) comporte un couteau rotatif circulaire (43)

    b) mis en rotation par un moteur de coupe et

    c) guidé pour pénétrer dans le tube textile (4) en se déplaçant parallèlement à un plan ou à son plan,

    d) l'arbre porte-couteau (42) étant pourvu de montures pour au moins deux couteaux (43) disposés à distance l'un de l'autre.


     
    16. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 15, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) au moins la joue intérieure (17) est formée par une coque creuse ouverte en direction de la joue extérieure (18);

    b) elle est faite d'un matériau résistant à la déformation, tel qu'une tôle ou une fonte;

    c) trois ouvertures parallèles (45) en forme de fentes sont ménagées dans la paroi de la coque pour permettre d'exécuter à choix une fente longitudinale (49) ou deux fentes longitudinales espacées l'une de l'autre dans le tube textile (4).


     
    17. Dispositif selon la revendication 12, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) sous la zone de mouvement du tendeur de largeur (5) se trouve une large bande d'appui (11)

    b) qui est entraînée en particulier à la vitesse d'avance du tube textile (4);

    c) le bord inférieur (51) est appuyé et maintenu sur la bande d'appui (11) par le poids du tendeur de largeur (5),

    d) tandis que le bord supérieur (52) est pressé contre la face supérieure de la joue intérieure (17) par un moyen d'avance particulier (14).


     
    18. Dispositif selon la revendication 17, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) le moyen d'avance supérieur est un organe de traction flexible sans fin (14)

    b) qui est tendu par un moyen de tension tel qu'un galet de tension (65) chargé par un ressort ou par gravité;

    c) son brin inférieur est appliqué sur le bord supérieur (52) du tube textile (4), ce bord reposant sur la joue intérieure (17) du tendeur de largeur (5).


     
    19. Dispositif selon la revendication 18, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) l'organe flexible de traction est un ruban presseur plat (14);

    b) son brin inférieur, notamment entre deux galets de renvoi, est guidé par un déviateur proéminent (57, 58) qui émerge de la surface d'appui principale (63) et

    c) qui produit un détour du moyen d'avance supérieur (14) par rapport au parcours d'avance de la bande d'appui, pour créer le décalage entre les deux bords (51, 52).


     
    20. Dispositif selon la revendication 19, ayant les caractéristiques suivantes :

    a) le déviateur proéminent est formé par une double rampe à Sommet arrondi,

    b) deux leviers de rampe (57) en forme de massue sont montés, à leur extrémité la plus épaisse et arrondie, sur un palier de déviateur commun (58) ayant un axe perpendiculaire à la direction principale d'avance, et

    c) leurs extrémités libres (50) sont effilées en forme de coin et reposent sur la joue intérieure (17) du tendeur de largeur sous le bord supérieur.


     
    21. Dispositif selon la revendication 20, dont le palier de déviateur (58) est monté de manière réglable par rapport à l'appui (63, 17) du bord supérieur (52).
     
    22. Dispositif selon la revendication 18, dans lequel au moins un galet à friction (46) est associé au bord supérieur (52) et agit sur ce bord dans le sens opposé à la joue extérieure (18).
     




    Zeichnung